Ich weiß, dass mit Isabelle kam überraschend und vielleicht ist es übertrieben gewesen...aber zu einem späteren Zeitpunkt, werdet ihr es vielleicht verstehen. Danke für eure Reviews...bitte sagt mir auch diesmal, wie ihr das Kapitel findet. ;-)
Auf dem Weg im Krankenhaus, hält Sharon die ganze Zeit Andys Hand. Noch immer verstand sie nicht, wie weit Isabelle wirklich gegangen ist. Den eigentlichen Grund, warum sie so etwas nur tuen konnte war für Sharon unbegreiflich. Sie verstand, dass diese Aktion, die Isabelle mit Andy gemacht hatte, eine Art Rache sein sollte. Doch für was? Sharon erinnerte sich, bei ihrem ersten Gespräch, kam die Sache von früher zum Gespräch. Sharon konnte sich nicht vorstellen, dass es damit zutun haben könnte. Zu lang war es doch her und sie war auch noch nicht mal schuld. Der Junge hatte sich einfach für sie mehr interessiert, wie für Isabelle. Kein Grund, jetzt nach all den Jahren, sich dafür zu rechen. Da musste mehr dahinter stecken. Aber was? Sharons Gedanken schlugen Purzelbäume. Sie schob aber erstmal diese Gedanken bei Seite, als sie Andy ansieht. ‚Er sieht so unschuldig aus. Vielleicht war alles wirklich nur ein Missverständnis und er wusste von dem all nichts. Und ich war so wütend auf ihn. Aber der Anruf klang so echt. Wie konnte Isabelle dort die Finger im Spiel haben? Das muss ich sie unbedingt fragen, aber jetzt muss Andy wider außer Gefahr sein.'
Sharon drückt seine Hand diesmal etwas fester und streichelt mit der anderen Hand, über seine Stirn.
„Mein süßer, lieber Andy. Stirb mir bloss jetzt nicht weg, dass würde ich dir nicht verzeihen. Nicht jetzt, nicht so, halt durch!"
Provenza sitzt in seinem Auto und folgt dem Krankenwagen. Den Abend hatte er sich wirklich anders vorgestellt. Er bangt wirklich um Andy, auch wenn es sich manchmal nicht so anhörte, Andy ist sein bester Freund. Louie würde sich ohne ihn, nicht vollständig fühlen. Provenza ist eher der Brummbär und Andy seine bessere Hälfte. Als Team ergänzen sie sich wie eine Person. Und mit niemanden, konnte er soviel Blödsinn machen. Es macht einfach Spass mit seinem Kumpel und das würde er wirklich vermissen. Er mag gar nicht daran denken. Daher kommt Wut in ihm hoch, als er an Isabelle denkt. ‚Die Frau muss in eine Gummizelle, wo sie niemanden verletzten kann, für ihr kranken Spiele.' Plötzlich klingelt sein Handy. Louie drückt schnell auf den Hörer und stellt auf Laut.
„Was gibt's?"
„Hallo Lt,, Amy hier. Sind Sie schon im Krankenhaus?"
„Auf dem Weg, wo seid Ihr?"
„Wir wurden aufgehalten. Als wir nach draußen, zu unsere Wagen gehen wollten, ….sahen wir…" Die Verbindung wurde auf einmal so schlecht.
„Was, was habt ihr gesehen?" Provenza wird etwas lauter, in der Hoffnung, man würde ihn verstehen.
„Isabelle….sie…Auto…überfahren…Krankenwagen….auf dem Weg…." Und die Verbindung brach ab.
‚Ähhh, hab ich jetzt . Oh man….was noch alles? Nimmt das denn heute nie ein Ende. Aber um die muss ich mich später kümmern. Gut, dass sie dem Captain nichts gesagt hat, hoffentlich!'
„Nehmen Sie solange Platz, wir informieren Sie, wenn wir mehr wissen. Die Angehörigen wurden auch bereits benachrichtigt! Doch etwas Geduld müssten Sie haben." Die Stationsschwester wendet sich Sharon und Louie ab, die sich anschließend setzten.
Sie befinden sich in einem langen Flur, der völlig leer erscheint. Es ist so still. Sharons Blick geht auf Louie, der wie versteinert, auf den Boden starrend, neben ihr sitzt. Ohne etwas zu sagen, lehnt sie sich leicht an ihn an und berührt mit einer Hand seinen Arm. Louie blickt auf und sieht auf seinen Captain. Ein leichtes lächeln huscht über sein Gesicht. Diese Geste gefiel ihm und bestätigt diese, in dem er seine auf ihre Hand legt. „Der Bursche ist zäh, glauben Sie mir!"
„Ich glaub Ihnen….!"
Es sind bereits fast 20 Minuten vergangen und beide saßen nur so da. Louie wusste was nachher passiert. Wenn das mit Isabelle stimmt, müssten die Sanitäter auch gleich mit ihr, hier eintreffen, aber er konnte es Sharon jetzt nicht sagen. Zu sehr genoss er die Stille und vielleicht auch ihre Berührung.
„Wo bleiben eigentlich die Anderen? Sie haben doch Bescheid gegeben?"
„Mhh..ja, es ist noch etwas dazwischen gekommen. Sie sind bestimmt gleich da."
Es vergeht keine Minute, da sprangen die ersten Krankenschwestern im Dreieck. Ein Arzt kommt mit schnellen Schritten an ihnen vorbei. Sharon dachte für einen Moment, dass er zu ihnen wollte und sprang erschrocken auf.
Als sie dem Arzt nach sieht, kamen die Sanitäter. Und hinter ihnen, die restliche Crew von Major Crimes.
„Ah, da sind sie ja endlich!" Sagt sie zu Louie, doch der Blick von Amy war nur auf Provenza gerichtet. Sharon merkte das und sieht ihn ebenfalls an. Als die Sanitäter mit der Liege an Sharon vorbei fahren, dreht sie sich um und erstarrt. ‚Isabelle?'
Sie konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und fällt leicht orientierungslos, auf ihren Platz zurück. Provenza fängt sie noch schnell auf und setzt sie behutsam hin.
„Was ist passiert?…" Sie schaut zu Louie und runzelt die Stirn. „Sie wussten es!?"
Louie nickt mit dem Kopf und legt eine Hand auf ihre Schulter.
„Ich wollte Sie noch mehr beunruhigen. Es tut mir leid." Amy stieß schließlich dazu und fährt fort.
„Sie wurde von einem vorbeifahrenden Auto erfasst. Laut Aussage, ist sie absichtlich, vor das Auto gelaufen, ohne Rücksicht auf Verluste. Ihre Verletzungen sind schwer. Beide Beine sind gebrochen und sie kam gefährlich, mit dem Kopf, auf den Asphalt, auf. Mehr kann ich noch nicht sagen. Es tut mir leid Captain."
Sharon sieht Amy fassungslos an. „Sie hat ….hat versucht…sich das Leben zu nehmen?"
„So sieht es aus Captain!" fuhr Provenza, Amy über den Mund, als diese auf die Frage antworten wollte. „Ihr ist bewusst geworden, dass sie es nicht verdient, weiter zu leben."
„Wie können Sie nur so etwas sagen! Sie hat Fehler gemacht, aber niemand hat es verdient zu sterben, niemand…ist das klar?" Der Blick auf Sharons Gesicht, zeigte nur reines Entsetzen, über das was Louie gesagt hatte.
Sharon ist völlig fertig mit ihren Nerven. Noch mehr solche Nachrichten würde sie nicht mehr überstehen. Sie stemmt sich mit den Ellenbogen auf die Knie ab und starrt auf den Boden. Da fuhr ihr Rusty durch den Kopf.
„Ich muss Rusty anrufen. Bei meinem Glück, ist ihm bestimmt auch etwas passiert. Herr Gott, was hab ich dir getan?" murmelt sie den letzten Satz, als sie ihr Handy heraus nimmt. Sie steht auf und geht in eine stille Ecke. Sie wollte die anderen jetzt nicht bei sich haben.
„Rusty….Ist alles in Ordnung bei dir?"
„Hey Sharon, klar, alles cool. Bei dir auch?….Hey Sharon, alles ok,…weinst du?"
„Da bin ich aber erleichtert. Nein, ich rufe dich später nochmal an, ja….ich hab dich lieb!"
Sie legt auf und dreht sich mit dem Gesicht zur Wand. ‚Gott sei dank ist Rusty nichts passiert.' Sie wollte ganz sicher gehen, dass es nicht noch eine Überraschung geben wird. Denn. wenn Rusty noch etwas passiert wäre, würde sie zusammen brechen. So starrt sie nur die Wand an und läßt eine Träne ihre Wange herunter kullern, mit einem traurigen, aber erleichterten Lächeln auf ihrem Gesicht.
Fortsetzung folgt...
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