Na, dass war mal wieder lange. Sorry dafür. Ich hoffe Ihr habt immer noch Interesse, wie es weiter geht. Morgen kommt noch ein Kapitel, als Entschädigung ;)
Sharon saß wieder bei den Anderen. Eine gute Stunde ist bereits vergangen und keiner wusste irgendetwas. So langsam wurden alle nervös. Selbst Provenza konnte keine Ruhe bewahren. Er fragte bestimmt 10 mal nach, ob die Schwestern was wüssten. Aber nichts. Sharon sprach, seit Isabelle eingeliefert wurde, auch kein Wort mehr mit ihm. Provenza wollte doch nur Gut und außerdem, hatte diese Frau doch genug angerichtet. Noch eine halbe Stunde später, kam endlich der behandelnde Arzt auf die Crew zu und wusste nicht, wenn er genau ansprechen sollte.
„Wer von Ihnen gehört zu Mr. Flynn und wer zu Ms. Clark?"
„Flynn, definitiv…was diese Frau angeht…!" hob Provenza seine Hand und wurde direkt von Sharon unterbrochen.. „Beide Doktor, sie gehören beide zu uns. Wie geht es Ihnen und was können Sie uns sagen?"
„Na gut, also zunächst zu Mr. Flynn. Er ist wohl auf. Wir haben ihn so gut wie es uns möglich ist, behandelt. Es werden allerdings ein paar Nebenwirkungen auftreten, sobald er wach wird. Er hatte wirklich Glück, dass muss ich dazu sagen. Es hätte zu einem Atemstillstand kommen können, oder er wäre ins Koma gefallen, bei solch einer Dosis. Es dauert allerdings jetzt ein paar Stunden, bis er bei vollem Bewusstsein ist."
„Was für Nebenwirkungen wären das denn?" Fragt Shraon nach und schränkt die Arme vor der Brust zusammen. Ihr Gesicht verriet aber, dass sie eine ganze Ecke erleichterter war, so wie die anderen es jetzt auch sind, vor allem Louie. „Ich sagte Ihnen doch…er ist zäh!"
Der Arzt nimmt sich wirklich Zeit, um alle Fragen, die man ihm stellt, zu beantworten. „Es wären z b. Kopfschmerzen, Erbrechen, Übelkeit, Schwindel, oder in den meisten Fällen, ein Black-Out. Also er könnte erstmal nicht mehr wissen, was passiert ist, oder Orientierungslosigkeit. Eben Solche, aber es müssen nicht alle Symptome auftreten. Hauptsache, er ist doch außer Gefahr nicht wahr!?" Der Arzt lächelt in die Runde und bekam auch direkt die Bestätigung von allen zurück. „Danke Doc….super Arbeit!" Auch Sharon ist heil froh.
„Aber was ist mit Isabelle…. Ms Clark ?"
„Nun das ist so. Soweit ich sagen kann und darf, weil sie keine Angehörige sind und wir bisher noch nichts besitzen, weder eine Nummer noch eine Adresse von Verwandten, befindet sie sich auf der Intensivstation. Beide Beine sind mehrfach gebrochen, aber ich bin guter Hoffnung, dass sie mit viel Geduld und Physiotherapie, bald wieder laufen kann….sofern…naja, dass geht wieder in den Bereich meiner Schweigepflicht. Was ihre Kopfverletzung angeht, hatte sie wirklich Glück gehabt. Ein Schädel-Hirn-Trauma und einige Hämatome, nur äußerlich, aber speziell auf den Unfall, nichts ernstes. Sie muss erstmal über Nacht, auf der Intensiv, beobachtet werden und ist momentan nicht ansprechbar. Also würde Ihnen alle vorschlagen, was Mr. Flynn und Ms. Clark angeht, erst morgen wieder zu kommen. Denn Sie können heute nichts mehr für beide tuen."
„Danke Doctor, vielen Dank für ihre Hilfe und der genauen Information." Sharon und die anderen reichem dem Arzt die Hand und verabschieden sich.
„Das schreit doch noch nach einem Drink, denn den kann ich jetzt gut gebrauchen. Kommen Sie auch mit Captain?".
"Nein Danke geht nur. Ich muss nach Hause, zu Rusty. Er ist bestimmt schon ganz verwirrt, von meinen letzten Anruf. Aber bitte, seid vorsichtig, ok! Ich will nicht, dass meine ganze Abteilung im Krankenhaus liegt." Louie lächelt Sharon, mit einem kurzen Augenzwinkern, zu. „Keine Sorge, versprochen!"
Unterwegs nach hause, musste Sharon, über das was der Arzt gesagt hatte, nachdenken. Was ist es, was der Arzt Ihr nicht sagen durfte? Aber wenigstens sind beide wohl auf. Als sie durch die Wohnungstür ging, stand Rusty schon im Flur. Er kam anscheinend angelaufen, weil er ziemlich schnell atmet.
„Mann Sharon, ich hab schon die ganze Zeit versucht dich anzurufen. Warum bist du nicht ran gegangen?" Sharon hatte den Ton abgestellt und vergessen, ab und zu mal ein Auge darauf zu werfen.
„Es tut mir leid Rusty….Ich muss dir etwas erzählen. Der Abend war alles andere als schön…." Sharon erzählt Rusty die ganze Story. Rusty war geschockt und verstand nun, warum sie sich plötzlich sorgen um ihn machte.
„Ich bin völlig fertig, ich leg mich jetzt am besten hin." Rusty nickt Sharon als Bestätigung zu.
„Ich werde mich jetzt auch in die Federn schmeißen. Schön, dass ja noch alles soweit gut gegangen ist. Gute Nacht Sharon!" Überrascht, nimmt Rusty Sharon noch schnell in den Arm.
„Es wird alles wieder. Ich hab dich lieb!" Rusty wusste, dass eine herzliche Umarmung, bei ihm immer geholfen hatte und diesmal, wollte er Sharon das gleiche Gefühl vermitteln, nicht allein zu sein mit ihren Sorgen. Sharon genoss seine überraschte Umarmung und wollte am liebsten, ihn nicht mehr loslassen.
„Gute Nacht Rusty, schlaf schön!" Als Sharon schließlich dann auch zu Bett geht, kommt alles nochmal hoch. Der Schock über den Kuss, den sie so aus der bahn genommen hatte, das mit Andy und dann noch das mit Isabelle. Genug ist Genug. Jetzt quält ihr nur noch eine frage, ‚Was hat Isabelle nur und warum wollte sie sich das leben nehmen. Es war zwar nicht alles richtig gewesen, was sie gemacht hatte, aber man hätte das doch anders klären können!" Aber Sharon war einfach zu müde, um weiter darüber grübeln zu können und schlief sofort ein.
Früh am morgen, beschließt Sharon, noch schnell bei Andy und Isabelle zu fahren, bevor sie wieder auf die Arbeit muss. Da Isabelle immer noch auf der Intensiv lag, geht sie erst zu Andy. Sie erkundigt, wo er liegt. Als sie dir Tür, des Zimmers, öffnet, sah sie, dass Andy bereits wieder bei Bewusstsein ist. Er lag nur so da und starrt die decke an. Sein Gesicht war sehr blass. Für einen Moment erschrak sie und war sich nicht sicher, ob sie hinein gehen sollte. Vielleicht wollte er keinen Besuch. Aber da Sharon schon mal hier ist, sollte sie jetzt einfach rein gehen. Gedacht und getan, geht sie leise hinein und klopft gegen die nun offenen Tür.
„Ich wollte mal nach dem Patienten sehen!" Sie geht mit einem süßen Lächeln hinein und Andy dreht seinen Kopf zur Seite.
„Captain!…Hallo Sharon!". Mit einem nur leicht und erschöpften Lächeln, sieht er sie an und scheint erleichtert, ein bekanntes Gesicht zu sehen. Aber vielleicht, weil es eben Sharon ist, die Ihn besucht.
„Hey…und wie geht es Ihnen?" Sharon stellt sich neben Andy, ans Bett und schaut Ihn mitleidig an. „Schön Sie zusehen! Naja, hab mich schon besser gefühlt. Was genau war denn passiert. Die Ärzte waren noch nicht hier gewesen." Sharons blick senkt sich. „An was genau können Sie sich denn noch erinnern?"
Andy überlegt kurz und ist irritiert. „Ich habe etwas an der Bar mit Isabelle getrunken und dann…dann weiß ich nicht mehr so genau. Ich glaub mir war nicht so gut und wir wollten nach draußen. Ab da, gar nichts mehr."
„Isabelle hat Ihnen K.O. Tropfen ins Glas geträufelt. Mehr sollten Sie vielleicht noch nicht erfahren, aber Sie werden wieder. Ich hab Ihnen was mitgebracht!" Sharon legt ihre Tasche auf die Kante des Bettes und kramt einen kleinen Teddybären aus der Tasche.
„Ich weiß….der ist eigentlich für die kleinen gedacht, aber ich fand ihn so niedlich und er sagt genau das aus, was mir auf dem Herzen liegt." Andy streckt seine Hand aus und nimmt den Bären entgegen. Als er sieht, was er in seinen Tatzen hält, schaut er verwundert zu Sharon. Der Bär hielt ein großes Herz, mit einer Aufschrift, die lautet ‚Sorry'.
„Verstehe ich nicht, Sie haben doch gar nichts getan, wofür Sie sich entschuldigen müssen!" Sharon wird ein wenig nervös und schnappt sich einen Stuhl und setzt sich neben ihn, hin.
„Noch verstehen Sie es nicht, aber ich ….ich habe ein ganz anderen Eindruck von Ihnen gehabt. Wie sich herausstellt, hatte ich mich geirrt. Dennoch, verstehe ich nicht, was Sie mir, mit dem Anruf sagen wollten!" Jetzt ist Andy ganz verwirrt. „Was für ein Anruf?"
Fortsetzung folgt...
