Ich denke 1 oder 2 Kapitel werden noch kommen, bis die Story abgeschlossen ist. Daher würde ich mir gerne von euch wünschen, mir zu sagen, wie sie euch bis jetzt gefällt. Und danke, an die, die meine Story bisher verfolgt haben. ;)


Sharon sieht in die verhassten Augen, ihrer einst besten Freundin. Es war egoistisch von Isabelle, Sharon für alles die Schuld zu geben. Aber einerseits verstand Sharon es. Trotzdem ist es Fakt, dass Isabelle dringend Hilfe benötigt. Sie biss sich so sehr an den Gedanken fest, das Sharon der Auslöser ist. Und das konnte Sharon nicht auf sich sitzen lassen.

Sharon erhob sich und von einem Moment auf den anderen, zog sie sich die Captain Maske auf.

Mit einer ruhigen, aber bestimmten Tonlage, holt Sharon zum Gegenzug aus.

„Isabelle, ich kann nicht nachvollziehen, wie es ist seinen Sohn zu verlieren und dann auf diese Art und Weise. Aber mir dafür die Schuld zu geben, dass dein Leben anders verlief, wie geplant, finde ich jedoch maßlos übertrieben. Mein Leben war auch nicht immer wundervoll, aber ich habe für das Glück, was ich heute habe, hart gekämpft. Du kannst nicht von deinen Mitmenschen erwarten, dass sie dich einfach so lieben, ohne nicht selbst liebe zu geben. Vielleicht liebte dich John ja doch und hat es irgendwann aufgegeben, weil du nicht in der Lage warst. Und vielleicht deshalb, dachte er an die Zeit zurück, vor dir. Man sollte nicht alles verlangen und besitzen wollen, ohne auch die Verantwortung und vielleicht auch die Konsequenten zu tragen. Du warst früher schon so, aber es hatte mich nicht gestört. Aber jetzt ist Schluss damit. Du versuchtest mir Andy wegzunehmen und ihn fast noch umzubringen. Ob es nun Absicht war oder nicht. Das war ein großer Fehler. Du spielst keine Spielchen mehr mit mir. Ich hab es wirklich im Guten versucht, aber dich kann man nicht ändern. Aber soll ich dir was sagen, du bist auf dem besten Weg, dich vielleicht doch noch zu ändern. Denn Selbsterkenntnis, ist der erste Schritt."

Isabelle ist wie erstarrt.

„Was meinst du?"

Sharon legt eine Hand auf ihre und sagt es leise, aber deutlich, dass was Isabelle nun endgültig den Atem stockt.

„Das du es nicht Verdienst." Isabelle konnte nicht glauben was sie aus Sharons Mund hört.

„Isabelle, ändere dich und such dir Hilfe. Nun, lebe wohl, denn mit mir brauchst du nicht mehr zu rechnen." Sharon macht kehrt auf ihren Absatz und schreitet mit geradem Blick auf die Tür zu, bis sie plötzlich….."Du hast Recht Sharon!" von Isabelle hört.

Sharon bleibt stehen, aber dreht sich nicht um.

Isabelle ist immer noch wie erstarrt, aber allmählich verstand sie, dass sie zu weit gegangen war, mit allem.

„Sharon, nur eins noch, bevor du gehst…Bitte….hör mich an." Isabelle ringt nach Luft und versucht sich etwas aufzusetzen.

„Ich bin wie ich bin, Sharon. Alles was ich getan habe, habe ich nur gemacht, um dich zu verletzen. Das tut mir leid. Aber ich mochte Andy wirklich sehr gern, und nicht nur, weil er bereits ein Auge auf dich geworfen hatte. Ich wollte nur nochmal etwas schönes erleben….Liebe, zum Beispiel, bevor ich endgültig ins Gras beiße." Sharon rollt, bei diesem Satz, mit den Augen und wollte wieder zu einem Schritt ansetzten, bis Isabelle fortfuhr.

„Ich habe einen inoperablen Gehirntumor und es ist nur eine Frage der Zeit. Der Arzt gab mir noch einen Monat. Ich habe also meine Strafe schon bekommen, meinst du nicht auch!? Nur ich…möchte nicht alleine Sterben. Bitte Sharon….geh nicht!" Schlurzent sitzt Isabelle in ihrem Krankenbett und Sharon bewegt sich keinen Zentimeter mehr. Das konnte Sharon ja nicht wissen. Sie überlegt, was sie jetzt machen soll. Soll Sharon jetzt immer noch wütend aus dem Zimmer gehen, oder einer armen Seele Trost spenden, die um Hilfe schreit. Sie war so im Zwiespalt mit ihren Gefühlen.

Sharon dreht sich leicht in Isabelles Richtung um und starrt in ihr verheultes und flehendes Gesicht.

„Das tut mir leid für dich, aber ich muss darüber nachdenken….in Ordnung!" Sharon senkt den Kopf und reibt sich mit einer Hand die Stirn.

„Es tut mir wirklich leid!" Schließlich geht Sharon endgültig zur Tür und, ohne zurück zu blicken, hinaus.

Als sie die Tür schließt, bleibt Sharon noch einen kurzen Augenblick lang, vor ihr stehen. Sie bereut für einen Moment, dass alles zu ihr gesagt zu haben und fühlt sich schlecht. Seid Isabelle aufgetaucht ist, ist Sharon nur noch ein emotionaler Frack. Sie fühlte sich so hilflos. Immer müsse sie für andere stark sein und ihnen helfen, aber wer hilft ihr. Glaubt man, sie wäre ein Roboter. Hauptsache funktionieren. Sharon schließt ihre Augen und geht kurz in sich. Mit einem Schubser gegen die Tür, geht sie einen Schritt und dann den nächsten, bis sie das Krankenhaus verlassen hat.


Eine Woche ist nun vergangen und Andy ist bereits schon entlassen worden. Auch wenn Sharon ihm eindrücklich ruhe verordnet hatte, bevor er wieder auf der Arbeit erscheint, wollte Andy nicht hören. Ihm würde sonst die Decke auf dem Kopf fallen und die Arbeit bringt ihm Abwechselung. Sharon sitzt im Büro und geht einige Papiere durch. Schon länger interessierte sich Andy, wie es Isabelle geht, aber bis jetzt traute er sich nicht zu fragen. Auch wenn sie ihn ins Krankenhaus verfrachtet hatte, hatte sie dennoch etwas wundervolles verbracht. Denn seid dem ist Sharon wie ausgewechselt. Als sie ihn mehrfach besucht hatte, wurde seine Zuneigung zu ihr, immer größer. Sharon war so wundervoll zu ihm und er glaubte sogar, dass sie genauso empfand wie er. Es wäre nie soweit, zwischen ihnen beiden, gekommen, wenn sich Isabelle nie eingemischt hätte. Deshalb ist es nur fair, wenigstens mal nach ihr zu fragen. Andy steht auf und geht in das Büro von Sharon.

„Sharon, ich würde Sie gerne etwas fragen?" Sharon ist immer noch in den papieren vertieft.

„Was gibt es?"

„Wissen Sie vielleicht, wie es Isabelle geht?" Als Sharon den Namen hört, schreckt sie förmlich auf und sieht Andy verstörend an.

„Ich sehe es vor, nicht über sie zu reden!" Andy ist verwirrt und schüttelt den Kopf.

„Ah kommen Sie. Ihr beide wart noch mal enge Freundinnen. Also was mich betrifft, hab ihr das schon alles übel genommen, aber es ist doch alles gut gegangen. Mir geht's gut und irgendwie, denk ich wie sie allein im Krankenhaus liegt. Wollen Sie nicht einfach mal nach ihr sehen? Ich begleite Sie auch!" Wieder reibt sich Sharon gestresst die Stirn und wird nervös. Sie schaut Andy an und sieht sein warmes lächeln.

„Ich hab Ihnen etwas verschwiegen. Sie ist schwer krank und wird vermutlich schon bald sterben…." Als Sie das sagt, schaut sie Andy nicht an und fixiert sich nur auf einen Punkt an der Wand. „…Sie bat mich an ihrem Totenbett, Gesellschaft zu leisten. Aber….ich kann das nicht. Nicht, weil sie mich, und Sie, absichtlich verletzen wollte. Ich kann nur niemanden, den ich eins in mein Herz geschlossen habe, beim sterben zu sehen….Dafür bin ich nicht stark genug. Und wenn wir sie Besuchen, wird sie bestimmt wieder damit anfangen." Andy runzelt die Stirn und setzt sich auf den Stuhl.

„Das wusste ich nicht. Die Bürde ist zwar groß, die sie Ihnen aufgedrängt hatte, aber Sie können dem jetzt nicht ausweichen. Sie würden es sich später nicht verzeihen, wenn Sie es nicht machen, trotz allem. Isabelle hat nur Sie, Sharon. Sie wollten doch auch nicht, allein sein, oder?" Bei dem letzten entscheiden Satz, sieht Sharon ihm tief in die Augen.


Fortsetzung folgt...