Kapitel 3

Jazisa stand auf und machte sich auf den Weg zurück zum Schiff, dicht gefolgt von dem Jedi, der wie gedacht ein Meister war und den Beiden anderen Personen. Der Mann war etwa ende fünfzig, hatte aber noch volles blondes Haar und wirkte viel zu gepflegt, um von einer der Außenwelten zu kommen. Die Frau, trug ein ähnlich schlichtes Gewand wie der Meister und schien tatsächlich seine Schülerin zu sein, zumindest, redete sie ihn mit Meister an und er nannte sie beim Vornahmen und duzte sie. Jazisa hatte sich ihren Namen sofort gemerkt. Joann. Sie war eine schöne Frau, ihr langes braunes Haar hatte sie in einem Zopf nach hinten gebunden, ihre Augen hatten eine Durchdringende blaue Färbung und ihr Mund war von vollen, schönen Lippen eingerahmt. An ihrer Hüfte war unter dem Gewand ein Lichtschwert zu erkennen. Ihr Meister trug dieses versteckter.

Sie befanden sich gerade auf dem Weg zurück zur Raven, als Jazisa wieder einmal dieses Gefühl der Unsicherheit und des Unwohlseins empfand, meistens war das ein schlechtes Vorzeichen und wies sie auf Gefahr hin. Die Jedi hatten es offenbar auch gespürt und zogen ihre Lichtschwerter. Das der Frau leuchtete in einem schönem Grün, das des Meisters in blau. Wie aus dem Nichts, flog ein Blasterschuss auf Jazisa zu und hätte sie in den Bauch getroffen, wenn nicht die junge Jedi in die Luft gesprungen wäre und die Energieladung mit einem geschickten Schwung ihres Lichtschwertes abgelenkt hätte. Schnell zog nun auch sie selber eine ihrer Waffen und suchte nach einem Ziel, sie konnte nichts sehen, die wenigen Passanten, die sich in der Nähe aufgehalten hatten, waren schnell aus der Gefahrenzone geflohen. Wieder flog ein Schuss auf sie zu und wieder schaffte Joann es mit Leichtigkeit ihn abzuwehren.
Der ältere Jedi rief ruhig aber bestimmt:
"Wir müssen zu eurem Schiff, schnell. Wir decken euch und kommen hinterher".
Jazisa nickt nur und joggte los, in Richtung der Raven. Als sie sich umdrehte, konnte sie sehen, dass der ältere Mann ihr folgte, weiter hinten kamen die beiden Jedi langsam nach, während sie immer wieder Blasterschüsse abwehrten.
In der Laderampe stand Aliak und schien auf sie zu warten. In seiner rechten Hand, hielt er eine Blasterpistole. Zufrieden steckte sie ihre eigene Waffe wieder in das Holster am Gürtel und drehte sich wieder nach hinten um, um zu sehen, wie weit die Jedi noch entfernt waren.
"Mach das Schiff startbereit, Aliak", rief sie, noch während sie den Kopf wieder nach vorne drehte.
Zu ihrer Überraschung, bewegte sich Aliak nicht vom Fleck und schien ihren Befehl nicht ernst zu nehmen oder ihn einfach zu ignorieren.
"Wir müssen hier nicht weg, Jabba wünscht, die Jedi und ihren Begleiter tot, das Kopfgeld auf sie ist erheblich gestiegen".
Die Jedi verraten? Das war eigentlich ein Gedanke, denn sie normaler weise ohne jeden Zweifel akzeptiert hätte. Ein Auftrag, denn sie ohne schlechtes Gewissen ausgeführt hätte. Menschen wechselten nun mal ihrer Loyalitäten, besonders, wenn es ums überleben ging. Jazisa wusste nicht, warum ihr dieser Gedanke so also jetzt so widerstrebte. Vielleicht, lag es daran, dass sie das Gefühl hatte Joann und ihrem Meister vertrauen zu können.
"Hast du mich nicht gehört, er will sie tot", die Stimme ihres Copiloten riss sie wieder aus ihren Gedanken.
"Und hast du mich nicht gehört, ich habe dir einen Befehl gegeben, du sollst das Schiff startklar machen", entgegnete sie scharf. Sie spürte, dass die Jedi anz nah waren, nur noch etwa zehn Meter entfernt, um sich zu versichern, drehte sie ihren Kopf kurz nach hinten und sah, dass Joann auf ihn zugelaufen kam, während ihr Meister immer noch Blaster um Blaster abwehrte. Diesen kurzen Moment der Ablenkung hatte Aliak offenbar genutzt um seine Waffe auf Jazisa zu richten und zu schießen. Sie hörte das unverkennbare Geräusch eines Schusses von hinter sich, im beinahe selben Augenblick war die Jedi plötzlich hinter ihr und hatte den Schuss mit ihrem Lichtschwert abgewehrt und zurückgeworfen. Als sie sich umdrehte, konnte sie sehen, das der reflektierte Schuss Aliak genau zwischen die Augen getroffen hatte. Ihr ältester Freund war tot, nach dem er sich gegen sie gestellte hatte.