Kapitel 4

-JAZISA-

Jazisa wusste nicht, was sie denken sollte, auf der einen Seite, war sie der Jedi natürlich dankbar, wenn sie nicht gewesen wäre, dann wäre sie jetzt natürlich tot. Auf der andern Seite, hatte sie gerade die einzige Person umgebracht, der sie hatte vertrauen können, oder zumindest hatte sich Jazisa das eingebildet. Hinzu kam, dass sie nicht wusste ob sie den Jedi vertrauen konnte.
"Wir müssen hier weg", die melodisch ruhige Stimme Joanns, riss sie wieder aus den Gedanken.
Jazisa wusste, dass sie recht hatte, also versuchte sie ihr Misstrauen hinunter zu schlucken und sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren.
"Ihr hab recht, helft mir seine Leiche an Bord zu bringen, ich werde ihn nicht zurücklassen", antwortete Jazisa und deutete auf den toten Aliak.

Ohne ihre Bitte zu hinterfragen, schaltete die Jedi ihr Laserschwert ab und heftete s ich zurück an den Gürtel um Jazisa beim bergen der Leiche zu helfen. Sobald sie im Laderaum angekommen waren, wandte sich Jazisa um und sprach zu den Jedi:
"Ich brauche einen Copiloten, hat einer von euch eine Flugausbildung?".
Sie sah, wie Joann ihren Meister fragend anschaute, biss dieser sich entschieden hatte.
"Geh du, Joann, ich bleibe hier und passe auf den Prinz auf", antwortete er in seinem ruhigen Tonfall.
"Wie ihr wünscht Meister", gab sie ihm als Antwort und folgte Jazisa in Richtung Cockpit.

Sobald sie dort angekommen waren, setzte sich Jaz auf den Piloten Platzt und stellte angenehm überrascht fest, dass die Systeme der Raven immer noch aktiv waren.
"Aktiviert die Schilde", sagte sie zu der inzwischen sitzenden Jedi, diese nickte nur als Antwort und führte den Befehl aus.
Schnell ging Jazisa die nötigsten Tests vor dem Start durch.
"Alles klar zum Start, startet die Triebwerke", sagte sie wieder an Joann gewandt.
"Zünde die Triebwerke in drei, zwei, eins, Zündung".
Jazisa konnte spüren wie die Raven sich langsam hob und an fahrt gewann. Sie konnte sehen, wie von der Landeplattfo immer noch Blaster Schüsse auf sie gefeuert wurden. Schnell gewannen sie an höhe und sie konnte einen letzten Blick auf die Wundersame Stadt werfen, dann leisen sie die Atmosphäre von Arsi hinter sich.

-JOANN-

Joann war überrascht, wie gut sie sich mit den Steuerungen der Raven zurecht fand. Dafür, dass sie noch nie in dieser Klasse Schiff gewesen war, geschweige denn eines geflogen war, kamen ihr alle Anzeigen vertraut vor.
"Ihr seid eine gute Pilotin", hörte sie die Schmugglerin sagen.
"Das selbe könnte ich über euch sagen. Wir wurden einander noch nicht vorgestellt. Mein Name ist Joann, ich bin, wi ihr sicherlich bemerkt hab, eine Jedi Ritterin", sie streckte eine Hand aus, die die Schmugglerin dankend annahm. Ihr Händedruck war stark und Joann kam nicht umhin, eine gewisse, wenn auch geringe, Verbundenheit zur Macht zu spüren.
"Mein Name ist Jazisa", ntwortete die Schmugglerin knapp, sie schien über etwas nachzudenken.
"Ihr seid eine Jedi Ritterin?", fragte sie schließlich.
"Das bin ich, warum fragt ihr?", gab Joann schlieslich als Antwort, in ruhiger stimme, sie wollte nicht, dass Jazisa merkte, wie sehr sie abgelenkt war. Sie konnte es selber nicht erklären, aber seit sie mit ihr im Cockpit war, hatte sie Schwierigkeiten sich mit der Macht in Verbindung zu setzten, so als ob irgend eine Emotion ihr den Zugang verwehrte. In Gedanken rezitierte sie die Eingangszeile des Jedikodex.
Es gib keine Emotionen, es gibt nur Frieden.
Es gelang ihr sich etwas zu fangen, aber sie hatte immer noch das Gefühl, nicht richtig mit der Macht in Verbindung zu stehen.
"Ich frage, weil es auf mich den Eindruck gemacht hat, dass ihr der Schüler dieses Meisters seid", entgegnete ihr die Schmugglerin und riss sie damit aus ihren Bemühungen wieder ins Gleichgewischt zu kommen.
"Das bin ich, ich war sein Padawan, jetzt wo ich in den Rang einer Jedi-Ritterin erhoben worden bin, lerne ich immer noch von ihm, wenn ich mit ihm auf einer Mission bin, aber ich ...", sie wollte ihren Satzt grade beenden, als ein Schiff, nur wenige Kilometer vor ihnen aus dem Hyperraum fiel.

Sie versuchte sich wieder langsam der Macht zu öffnen, sie durch sich hindurch fliesen zu lassen, um zu erfahren, wer auf diesem anderen Schiff war und was er für Absichten hatte. Es gelang ihr, bis zu einem gewissem Gard, ihre Wahrnehmung auf das Schiff auszudehnen, aber es beanspruchte ihre komplette Aufmerksamkeit und Kraft. Erst, dass einschlagen eines Lasers an der Außenhülle der Raven, lies sie die Erweiterte Wahrnehmung fallen lassen und zurück ins hier und jetzt gelangen.
Mit einer schnellen Bewegung aktivierte sie die Deflektoren und sprang auf, denn auf einmal, spürte sie eine starke Erschütterung in der Macht. Es fühlte sich an, wie ein Schlag in die Magengrube. Meister Obedaia, sie musste zu ihm, er war in Gefahr, sie hatte sich so weit Ablenken lassen, dass sie es bis jetzt nicht gespürt hatte, doch jetzt konnte sie es ganz deutlich wahrnehmen.
"Ich muss in den Laderaum", sagte sie, als sie das Cockpit verlies, sie bildete sich ein, zu hören, wie Jazisa ihr etwas von Hyperraumsprung hinterher rief, achtet aber nicht weiter darauf.

Als sie den Frachtraum erreichte, konnte sie sehen, dass die komplette hintere Ladetüre fehlte. Ihr Meister hielt den Druck offenbar mit einem Machtfeld im Raum aufrecht, wobei man sehen konnte, dass immer mehr Luft durch das Feld in das Vakuum des Alls verschwand.
"Nimm den Prinzen und verschließe das Schott hinter dir", rief er ihr zu. Seine sonst so ruhige Stimme war angespannt und klang erschöpft. Es machte ihr Angst, ihren Meister so zu sehen.
"Nein, ich werde euch nicht zurücklassen", sagte sie entschlossen.
"Joann, ich spüre Verwirrung in dir, lass dich nicht durch Angst und Verzweiflung auf den Weg der Dunklen Seite führen, bringe den Prinzen nach Coruscant zum Senat", er musst pausieren um Luft zu holen.
Joann senkte ihren Kopf aus Scham, da sie wusste, das er recht hatte, sie war verwirrt, sie wusste nicht, woher es kam, wusste sie nicht.
"Ja Meister, ihr habt recht, ich werde mein Bestes tun", entgegnete sie.
"Mehr kann ich nicht von dir Verlangen", sagte er freundlich, "jetzt geh".
Sie nahm den Prinzen am Arm und zog ihn hinter sich aus dem Laderaum, in dem inzwischen die Luft immer dünner wurde. Mit einem letzten Blick zurück zu ihrem Meister, bevor sie die Luftschläuche schloss. Sein Blick war voller Mitgefühl und Frieden, als sie ihn das letzte Mal sah, sie beschloss zu versuchen ihn so in Erinnerung zu behalten.
Sie hörte wie sich der Raum auf der andern Seite des Schotts leerte und nur noch Stille zurück blieb.

Sie brachte den Prinzen von Serenno, einem im äußern Rand gelegenem Planten, einem der reichsten der gesamten Republik, in die Krankenbucht, der Raven und befahl ihm dort zu warten.
Als sie sich auf den Weg zurück ins Cockpit machte, um Jazisa von den Ereignissen zu berichten, begann sie zu realisieren, was passiert war, das sie Meister Obedaia nie wieder sehen würde, das er tot war.
Als sie in den kleinen Raum eintrat, war sie kurz vor den Tränen, das einzige, was sie davon abhielt, ihnen freien Lauf zu lassen, war die Tatsache, dass sie ihrem Meister versprochen hatte, ihr Bestes zu geben und in Tränen auszubrechen und sich der Trauer hinzugeben gehörte eindeutig nicht dazu. Schon zum zweiten Mal an diesem Tag, gebrauchte sie die Eingangszeile des Kodex um sich zu beruhigen und sich wieder zu fokussieren.
Es gibt keine Emotionen, es gibt nur Frieden.
Es gibt keine Emotionen, es gibt nur Frieden.
Sie wieder holte die Worte immer wieder in Gedanken, doch sie konnten ihre Wirkung nicht entfalten. Sie war wie gelähmt vor Trauer und Zorn. Mit einem Mal, kamen ihr die Worte von Meister Yoda wieder in den Sinn.
Zorn zur Dunkeln Seite der Macht führt. Hinter dir Lassen du musst ihn, junger Padawan.
Sie versuchte sich weiter auf das Mantra zu konzentrieren, und schaffte es tatsächlich alle Hassgefühl abzuschütteln, aber an ihre Stelle trat die Trauer, eine unfassbare Leere. Sie wusste, dass diese Gefühle für sie gefährlich waren, dass sie sie in Versuchung führen konnten, aber sie war es für den Moment leid, all das zu unterdrücken und sich davon zu distanzieren. Als sie sich neben Jazisa auf den Sessel des Copiloten niederließ lies sie ihre Barrieren brechen. Sie schaute der Schmugglerin ins Gesicht, in ihre verständnisvollen Augen und entschloss sich, ihr vertrauen zu können. Joann lehnte sich im Sessel zurück und lies ihren Tränen freien Lauf.