Chapter 15

Am nächsten Morgen schien die Sonne. Harry war früh wach und schaute nach draussen. Er stellte sich vor, wie es momentan in Hogwarts sein würde. Der See würde glitzern, in der grossen Halle wäre es noch ruhig und doch würde man es Summen hören, vor Geschäftigkeit, wenn man in Richtung der Küche gehen würde.

Harry hatte Heimweh. Er vermisste Hermine, Ron und sogar Malfoy (natürlcih hätte er das niemals zugegeben aber er fühlte, dass er die sticheleien von ihm vermisste).

Die anderen Jungs hatten ihn recht gut aufgenommen. Zwar hatte er nicht viel gesagt, doch die andern hatten ihm viel über die Schule und vor allem die Lehrer erzählt. Seltsamerweise waren diese nicht viel anders als diejenigen von Hogwarts auch. Jeder Lehrer schien seine Macken und Ticks zu haben und vor allem schien jeder seine eigene Linie zu haben. Was harry aber ganz klar gehört hatte, war dass die Lehrerin und Gärtnermeisterin Madame Sanders eine ganz tolle und vor allem liebenswerte Person war. Unweigerlich hatte sich Harry an Madame Sprout erinnert und damit war auch das Heimweh gekommen.

Zwar hatte er im letzten Jahr schreckliche Dinge erlebt und fürchtete sich davor, nach Hogwarts zurückzukehren aber die Magie fehlte ihm, auch wenn es noch so langweilige Fächer wie Kräuterkunde waren.

Harry hatte insgeheim beschlossen, mit der Gärtnermeisterin zu sprechen und sich einen Wissensvorsprung in Kräuterkunde zu erarbeiten.

Sein Spiegel hatte sich nicht mehr bewegt. Langsam aber sicher war Harry davon überzeugt, dass es sich um eine Einbildung gehandelt haben musste. Einzig das Buch mit den Flüchen, erinnerte in an seinen Spiegel, als er nun daran vorbei zur Türe ging.

Als Harry gerade die Türe öffnen wollte, erklang hinter ihm ein Husten. Harry fuhr herum und blickte in das freundliche Gesicht von Albus Dumbledore.

„Guten Abend, Harry" sagte der Professor freundlich.

Harry aber runzelte die Stirn und blickte misstrauisch drein, als er antwortete:" Guten Abend Professor, was tun Sie hier? Ich habe angenommen, dass die Bilder im Spiegel allein meiner Phantasie entsprungen seien. Wie ist es möglich, dass…"

„Langsam Harry, wir haben vorerst nicht viel Zeit und ich möchte dir einige Dinge sagen, bevor ich mich wieder verabschieden muss. Hör mir also gut zu und versuche dir einzuprägen, was du hörst. Hast du verstanden?" sagte Dumbledore

Harry nickte nur und setzte sich an die Wand.

„Also Harry zuerst möchte ich dir nochmals sagen, dass dein Aufenthalt in St. Brutus alleine deiner Sicherheit dienen soll. Wir in Hogwarts vermissen dich alle sehr. Hermine und Ron lassen dich grüssen. Sobald es sicherer sein wird, werden sie dich besuchen kommen. Bis dahin allerdings, möchte ich dich bitten, auf gar keinen Fall mit ihnen in Kontakt zu treten. Ich werde ihnen von dir erzählen, doch wissen wir, dass Voldemort euch seit letztem Sommer kennt und dass er weiss, wie gut ihr zueinander steht. Er soll keine möglichkeit bekommen, deinen Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Daher nochmals: Warte, bis es sicherer wird. Du wirst in St. Brutus neue Leute kennenlernen und auch neue Freunde finden. Du sollst Ron und Hermine nicht vergessen aber warte eine Zeit lang, bis ich Entwarnung gebe. Hast du das verstanden?"

Wieder nickte Harry nur. Er hatte nicht verstanden, führte das aber auf seinen momentanen Schock zurück. Er sass in seinem Zimmer und sprach m it einem Spiegel. Wenn Tom ihn gesehen hätte…

„Harry! Hörst du mir zu? Ich sagte soeben, dass der Spiegel deine einzige Kontaktmöglichkeit zu mir und den Leuten in Hogwarts und nebenbei auch zu denen im Orden ist. Du wirst lernen, wie du uns rufen kannst. Vorerst werden wir dich aber rufen, wenn wir den Zeitpunkt für geeignet halten. Ich weiss, dass es schwierig ist für dich aber es ist zu deinem Besten, glaub mir. Du wirst sehen, dass nicht alle Leute in St. Brutus das sind, was sie vorgeben zu sein. Du wirst herausfinden, was ich meine. Hab Vertrauen vor allem zu tom. Er ist ein guter Psychiater und ein sehr sehr guter Freund von mir. Ich versichere dir, dass du von ihm viel profitieren wirst. Es ist wichtig für dich, dass du lernst mit deiner Vergangenheit umzugehen und dafür wirst du Tom brauchen. Ich sage nicht, dass es einfach sein wird, du wirst Krisen erleben, du wirst dich fragen, warum du alles durchmachen musst aber am Ende wirst du erkennen, dass es nötig war.

Noch eins Harry: Sei vorsichtig mit deiner Magie. Übe, wenn du kannst aber sei vorsichtig, wer dir dabei zuschaut. Ich habe schon gesagt, dass nicht alle Leute in St. Brutus das sind, was sie zu sein scheinen, das meine ich sowohl im Guten, wie auch im Bösen. Achte darauf, wem du was erzählst.

Ich werde dich regelmässig mit Literatur versorgen. Ein Buch hast du bereits bekommen. Vielleicht ist es zu schwierig für dich, nach all dem was du durchgemacht hast. Lies darin und schau, was du davon anwenden kannst. Ich persönlich, werde dir deine Fragen beantworten.

Ich zwinge dich nicht dazu, zu lernen. Du wirst in der Muggelschule genügend Stoff zu lernen haben. Betrachte es als Chance.

Und jetzt Harry wünsche ich dir einen guten Start in der neuen Schule und vor allem alles alles Gute in deinem Kampf mit dir selbst. Wir werden usn wieder sehen bestimmt."

Der Spiegel vor Harry wurde leer.