Kapitel 20

Harry und Ginny waren in den Schlafsälen der Slytherins und zogen sich für den Halloweenball um. Die Gryffindors hatten Harry und Ginny gesagt, dass sie Pansy nicht in den Turm einladen könnten, damit Harry vernünftig hergerichtet werden konnte, also hatten sich die beiden Gryffindors entschieden, direkt nach dem Abendessen am Freitag in die Kerker zu gehen.

„Okay, Harry. Geh ins Badezimmer mit Draco und Blaise und zieh dich um, dann schick einen der beiden runter, dass er uns holt, damit wir unseren Job beenden können", sagte Pansy streng.

Harry seufzte und nickte, er wusste wie nutzlos es war, gegen die Königin der Slytherins zu argumentieren. „Kommt, Jungs."

Draco und Blaise rollten mit den Augen und folgten dem Gryffindor in den Waschraum der Jungen. Dort trat jeder in eine Kabine, um die Kostüme anzuziehen.

Draco war als erstes fertig, ein König in seinem Auftreten. Seine schulterlangen blonden Haare waren ungegeelt und hingen um sein Gesicht herum. Eine silberne Krone mit einem Drachen trug er auf dem Kopf. Seine Roben hatten die Farbe von tiefem Purpur und Silber, ein silbener Umhang mit demselben perfekt ausgearbeiteten Drachen hing von seinen Schultern. Seine Schuhe waren aus grüner Drachenhaut, eine schwarze Hose war in sie hinein gesteckt.

Blaise lugte aus seiner Kabine heraus. „Oh, perfekt. Könntest du mir mal schnell helfen und das hier zumachen, bevor du anfängst der Ich-steheüber-allen König zu werden?"

Draco kicherte und nickte.

„Großartig." Blaise trat aus der Kabine. Er und Theodore würden als die Ritter von König Draco und Königin Pansy gehen. Ginny spielte eine Prinzessin. Nur Ginny und Pansy wussten, was Harry wurde, immerhin hatten sie es noch nicht mal IHM gesagt und er hatte noch nicht alles zusammen gesehen.

Als Draco und Blaise mit der Kette von Blaise Panzerhemd kämpften und Harry immer noch in seine Kleidung stieg, zogen sich Pansy und Ginny ebenfalls um.

„Absolut wunderschön!" beschloss Pansy und trat von Ginny zurück.

Ginnys Haare waren an ihrem Kopf in einem gedrehten Dutt befestigt, eine einzige lange Strähne aus der Mitte fiel ihren Rücken herunter. Ein sanftes goldenes Diadem lag vor dem Dutt. Ihr Abendkleid leuchtete in sanftem rot und lila, sie trug einen tiefen, braunen Umhang, um es hervorzuheben. Der Umhang hatte einen großartigen Griffin auf dem Rücken abgebildet, welcher in Gold und Bronze glänzte. Das Kleid umschmeichelte ihren schlanken Körper und ließ nichts für die Vorstellung übrig. Eine Halskette, die den gleichen Drachen wie Dracos als Anhänger hatte, hing um ihren Hals und endete direkt über dem tiefen Ausschnitt ihres Kleides. Pansy hatte ihre braunen Augen mit braunem und goldenem Lidschatten unterlegt. Ihre Lippen waren kirschrot. Ihre Wangen waren vor Verlegenheit leicht gerötet.

„Hey, du siehst besser aus", gab Ginny zurück, bevor beide Mädchen kicherten.

Pansy ließ ihr dunkelblondes Haar lose über die Schultern fallen. Ihre Krone war mit Dracos identisch, genauso wie ihr Umhang. Ihr Abendkleid war in Lila- und Silbertönen gehalten, passte ebenfalls zu Draco, und war genauso eng wie Ginnys. Die silberne Kette um ihren Hals hatte das Parkinsonfamilienwappen als Anhänger und hatte ihrer Mutter gehört, bis es Pansy letztes Jahr bekommen hatte, als sie volljährig wurde. Ein alter Ring, den Draco ihr gegeben hatte, bevor sie nach Hogwarts gekommen waren, saß auf dem kleinen Finger auf ihrer rechten Hand. Es war eine silberne Schlange, die mit der aus ihrem Haus übereinstimmte. Ihr Lidschatten war von leichtem Purpur, ihre Lippen tief rot, beinahe Lila.

„Glaubst du, die Jungen sind schon fertig?", knurrte Pansy.

Ginny grinste. „Wir könnten es herausfinden."

„Ooh… ich mag deine Art zu Denken!"

Die zwei Mädchen rannten von den Räumen der Mädchen zu denen der Jungen und klopften an die Badezimmertür. „Gentlemen! Ihr solltet besser fertig werden!"

„Harry will nicht rauskommen!", rief Draco zurück.

Ginny und Pansy wechselten Blicke, bevor sie den Raum betraten. „Harry, du musst rauskommen", erklärte Ginny ihrem Freund mit gefährlicher Stimme.

„Ich komme hier nicht raus!"

„Ich geh Marcus holen!"

„Komme!"

Harry öffnete die enge Tür und trat kleinlaut heraus. Draco und Blaise keuchten auf, keiner von ihnen hatte ihn bisher gesehen.

Harrys Robe war in verschiedenen Grüntönen gehalten und lag eng an seinem Körper an, das obere Viertel war offen und zeigte die gebräunte Brust. Es wurde sofort klar, dass er nichts unter den Roben trug außer den grünen Drachenstiefelen, die gerade mal so unter dem Rand hervorguckten. Seine Wangen zierte ein tiefes Rot bei den Blicken seiner Freunde.

„Du siehst fantastisch aus."

„Beinahe perfekt."

„Aber da kommt noch was!"

„Scheiße."

„Achte auf deine Sprache!", riefen die drei Slytherins scharf.

„Oi?" Theodore steckte seinen Kopf durch die Tür. Seine Augen weiteten sich bei dem Anblick. „Wow. Ihr seht alle fabelhaft aus."

„Wie war es die Gewächshäuser zu reinigen?", fragte Draco gemein.

Theodore grinste. „Sehr witzig, ich würde es hassen, die erste Klasse am kommenden Montag dort zu sein."

Alle lachten.

„Großartig. Draco, Blaise, helft Theodore beim Umziehen. Wir treffen euch ihm Gemeinschaftsraum, wenn wir mit Harry fertig sind", sagte Pansy ruhig.

„Viel Glück, Harry", sagte Draco mitleidig, bevor er schnell Blaise und Theodore folgte, die Tür fest hinter sich zu knallend.

Harry sah die beiden Mädchen nervös an. „Was wollt ihr noch mit mir machen?"

„Dich absolut unwiderstehlich machen", informierte Ginny den Jungen-der-lebt.

„Müsst ihr?"

„Sitzen", befahl Pansy und deutete auf einen Stuhl, der gerade erschienen war.

Harry saß angespannt da, jeden Moment bereit aufzuspringen.

Pansy verdrehte ihre Augen und setzte sich in einen weiteren Stuhl, der genau vor ihm erschien und warf ihm einen ernsten Blick zu. „Wenn du dich bewegst, muss ich von vorne anfangen. Entspann dich und schließ die Augen."

Harry fügte sich mit einem Wimmern.

Pansy und Ginny wechselten ein Grinsen.

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„Glorreicher König, mutige Ritter, darf ich euch präsentieren: den Jungen-der-lebt-um-Leute-dazu-zubringen-SEHR-versaute-Gedanken-zu-haben!"

„PANSY!"

„Komm einfach runter, Harry", sagte Pansy über das Gelächter des Slytherinhauses.

Das Gelächter stoppte, als Harry in den Raum trat und von ungefähr 30 Leuten angestarrt wurde.

Sein Haar war bis zu den Hüften verlängert worden und hing seinen Körper hinab, rote Strähnchen ließen es wie Blut schimmern. Seine Brille war abgenommen worden, zu Gunsten seiner Kontaktlinsen, die seine Augen in der Farbe erscheinen ließen, die sie wirklich hatten. Das Ende seiner berühmten Narbe war über seinen Nasenrücken verlängert worden und leuchtete in dem schwachen Licht des ‚Avada Kedavra'. Er trug einen schwarzen Umhang, auf dem ein goldener Löwe und eine silberne Schlange abgebildet waren, die friedlich zusammen schliefen, hinter ihnen erhob sich ein wunderschöner rot und goldener Phönix und über ihnen bewegliche Flammen.

„Fuck…", brachte Blaise endlich heraus. Niemand machte sich die Mühe, ihn wegen seiner Sprache zu tadeln.

„Können wir jetzt gehen?", fragte Harry und versuchte bei den Blicken nicht rot zu werden. Er hasste es, angestarrt zu werden.

„Sicher", nickte Draco scharf und wurde wieder Herr der Lage. Er hielt seinen Arm Pansy hin. „Harry, Gin, ihr beide folgt uns. Theodore, Blaise, ihr vollendet die Reihe. Wenn wir erst mal in der Halle sind, könnt ihr tun, was ihr wollt, aber wir treten zusammen ein und sitzen auch zusammen. Verstanden?"

„Sicher, Dray", stimmte Ginny zu und zog Harry hinter Draco und Pansy.

„Ja, Sir!", sagten Blaise und Theodore und reihten sich hinter den Gryffindors ein.

„Lasst sie uns mit unserer natürlichen Schönheit schocken!", rief Pansy.

Die sechs gingen unter Jubelrufen.

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Tom beobachtete die sitzenden Schüler an den Tischen und die Tanzenden, die sich zu der Musik der Band bewegten, die Dumbledore besorgt hatte. Er konnte sich nicht an ihre Namen erinnern und es interessierte ihn auch nicht. Alles, was er wusste, war, dass sie zu laut waren…

Und der Junge, nachdem er suchte, war noch nicht da.

„Ah, Marcus!", rief Dumbledore und trat zu seinem Lehrer für Verteidigung. Der Mann hatte ein Hühnchenkostüm an. Tom musste beinahe kotzen.

Stattdessen nickte er höflich. „Direktor."

„Ah, Römisch?", fragte Dumbledore und spielte auf Toms Kostüm an.

„Julius Cäsar", stimmte Tom zu und grinste leicht.

Dumbledore machte eine kurze Pause. „Kreativ."

„So dachte ich mir das auch."

„Genießen Sie Ihre Zeit hier, Marcus?"

„Auf dem Ball oder generell in Hogwarts?"

Dumbledore grinste, seine blauen Augen leuchteten wie verrückt. „Beides."

„Der Ball ist okay, ein bisschen langweilig und laut. Mein Unterricht ist klasse, dennoch gefällt mir das große Misstrauen in mich nicht", erwiderte Tom neutral und guckte, ob Dumbledore den Hinweis annehmen würde.

„Sie müssen die Vorsicht entschuldigen. Wir hatten es immer schwer, einen vertrauenswürdigen Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste zu finden, wie Sie mit Sicherheit wissen."

„Stimmt. Wie auch immer, ich bin seit zwei Monaten hier. Ich bin mir sicher, dass Sie die Sicherheitsmaßnahmen auf nur einen Lehrer beschränken können, der jeden meiner Schritte verfolgt und nicht die vier, die es jetzt sind." Tom sah sich um. „Fünf, wenn Sie sich selbst mitzählen."

„Ich habe keine Ahnung, wovon Sie sprechen, Marcus, mein lieber Junge."

„Also werden Sie es nicht tun."

„Ah, ein Auftritt, genau wie erwartet", sagte Dumbledore plötzlich, als ein Aufruhr durch die Halle glitt und die Schüler sich teilten, um Draco und Pansy durchzulassen.

„Erwartet, Direktor?" Tom schnaubte und beobachtete immer noch das Geschehen. Die anderen Gryffindors, mit denen Harry sonst immer herumhing, waren schon eine Weile auf dem Ball. Wenn der Teenager irgendwo war, dann bei den beiden Slytherins.

„Ja. Mr. Malfoy neigt zur Angeberei, befürchte ich."

Als sich der König und die Königin, was die Verkleidungen der beiden zeigten, umdrehten, kamen Ginny und ihre Eskorte in sein Blickfeld. Tom brauchte ein paar Sekunden, um den schwarzhaarigen Begleiter von Ginny zu erkennen. Als er das hatte, zog er scharf die Luft ein. /Herrgott…/

Harry sah bei Toms Worten auf und bemerkte den römischen Imperator sofort. Seine Wangen verfärbten sich bei Toms absolut verblüfftem Blick.

Dann sah er den Direktor und musste sich sein Lachen verkneifen.

Draco und Pansy setzten sich königlich an einen leeren Tisch. Harry und Ginny folgten ihnen direkt, während Theodore und Blaise es auf sich nahmen, die königliche Gruppe von den anderen Ballbesuchern zu beschützen.

„Guckt euch Dumbledore an", kicherte Harry und deutete auf Tom, der sich versuchte von dem fröhlichen gelben Hühnchen zu befreien.

Ginny, Pansy und Draco lächelten und verbissen sich das Gelächter. Theodore und Blaise schnaubten und versuchten ihre Gesichter nicht zu verziehen.

„Ich frag mich, was mit Professor Brutùs los ist", sagte Pansy mit einem leichten Stirnrunzeln.

„Außer das Dumbledore gerade mit ihm spricht?", erwiderte Draco mit einem Schnauben.

„Ihr habt ihn nicht gesehen, als er mich gesehen hat", versicherte Harry den anderen.

„Oh. Hatte er seinen Mund offen?", seufzte Pansy.

„Ziemlich weit", stimmte Harry höflich zu.

„Wie absolut Unslyhterin von ihm", beschwerte sich die Königin und hob ihre Nase in die Luft.

Harry lachte.

„Harry! Ginny!" Ron, Hermine, Neville, Dean und Seamus kamen zu ihnen rüber, Seamus sah bereits betrunken aus.

Draco verengte seine Augen, während Pansy ihre Nase mit einem Taschentuch bedeckte, als wenn etwas stank. Blaise und Theodore sahen zurück, um zu gucken, ob sie die Gryffindors näher kommen lassen sollten.

„Lasst sie durch", flüsterte Harry in Theodores Ohr, da dieser näher war. Der Teenager nickte und trat mit Blaise beiseite, um den Gryffindors Durchlass zu gewähren.

„Draco, tanz mit mir", befahl Pansy.

Draco schien der Befehl nichts auszumachen, denn er stand schnell auf und führte Pansy auf die Tanzfläche.

„Hey!" Die Gryffindors setzten sich faul an den Tisch. Seamus, angezogen wie ein Ire, saß hinter Blaise, leere Stühle links und rechts von ihm. Ron, als Auror verkleidet, saß neben Hermine, die ein Engelkostüm trug und direkt neben Harry saß. Neville, der wie ein menschliches Pferd aussah, setzte sich neben Ginny, die Theodore hinter sich hatte. Dean, der genauso unoriginell wie Seamus als Muggel verkleidet war, saß neben Neville.

„Faszinierendes Kostüm, Kumpel! Was bist du?", fragte Ron Harry.

Harry blinzelte ein paar Mal und sah zu Ginny herüber. „Was bin ich?"

Ginny zuckte mit den Schultern. „Wir wussten nicht, wie wir dich nennen sollen. Ein Prinz ohne Krone, würd ich sagen."

„Oh. Okay", meinte Harry achselzuckend.

„Ich denke, es ist reizend, Harry", erklärte Hermine ihrem Freund, bevor sie sich zu Ginny drehte. „Und Ginny, du siehst absolut wunderschön aus."

„Danke, Mine. Pan hat absolutes Talent in Sachen Klamotten", stimmte das Mädchen zu.

„Ich mag diese Umhänge. Besonders deinen, Harry", meldete sich Dean zu Wort. „Woher habt ihr die?"

„Pans und Drays gehören Drays Familie", erklärte Ginny. „Meiner ist von einer von Pans Verwandten, die vor ein paar Jahren gestorben ist und es ihr hinterlassen hat. Harrys wurde von…" Sie stoppte. „Ehrlich gesagt hab ich keinen Schimmer, wo Harrys her kommt…"

„Pan weiß es bestimmt", sagte Harry.

„Wahrscheinlich", stimmte Ginny zu.

Harry grinste plötzlich, als seine Augen auf Blaise und Seamus fielen, die ziemlich eng beieinander saßen. „Sir Blaise?"

„Prinz Harry, Sir." Blaise fuhr schnell herum und stand auf. Dean und Rons Gekicher wurde von Harrys giftigem Blick niedergeschlagen.

„Blaise, warum gehst du nicht eine Runde mit Seam tanzen?"

„Sir?"

„Das ist ein Befehl, Sir Blaise", fügte Harry hinzu. Die Gryffindors und Theodore lächelten.

„Verstanden." Blaise drehte sich zu Seamus um. „Seamus, ich verlange einen Tanz."

„Uh…" Seamus blinzelte ein paar Mal, bevor ein riesiges Lächeln auf seinem Gesicht erschien. „Klare Sache!" Er stand auf und ließ sich von Blaise auf die Tanzfläche führen.

„Das ist mein Job." Harry drehte sich zu Ginny mit einem kurzen Zwinkern an Theodore. „Prinzessin Ginerva, was haltet Ihr von einem schnellen Tanz, bevor ich Euch Eurer schneidigen Wache übergebe?"

Ginny kicherte und streckte ihre Hand aus. Die zwei standen auf und ließen die vier anderen Gryffindors mit offenen Mündern zurück, während Theodore geheimnisvoll lächelte.

-

Als Harry und Ginny zum Tisch zurückkamen, waren Draco Pansy und Theodore mitten in einer Unterhaltung mit Tom.

„Cäsar", nickte Harry ernst, während Ginny ein Lächeln versteckte.

Tom sah schnell auf, aber auf seinem Gesicht erschien ein Lächeln, als er erkannte, wer es war. „Prinz Harry, Prinzessin Ginerva, ihr beide seht heute Abend absolut atemberaubend aus, muss ich sagen." Er stand auf. „Lass mich euch mal anschauen. Dreht euch herum."

Die zwei Gryffindors ließen sich von Tom untersuchen, bevor sie sich setzten, Harry neben Tom und Ginny neben Theodore.

„Also, was hast du mit Dumbledore früher gemacht?", fragte Harry.

„Hab dem Mann raffinierte Hinweise gegeben, dass ich es leid bin, ihn und den Rest des Kollegiums in meinem Nacken zu haben."

„Armer Marcus", hänselte Ginny.

„Du, Miss Weasley, scheinst zu vergessen, dass ich dein Lehrer bin."

„Sicher, Marcus", nickte Ginny mit gespielter Ernsthaftigkeit.

„Ich sollte dir Punkt abziehen."

„Du ziehst Harry nie Punkt ab."

„Nein, er gibt mir nur Strafarbeiten, als wenn es kein Morgen mehr gibt", stimmte Harry zu.

„Geheime Knutschsessions", stellte Draco mit einem lauten Flüstern fest und verdiente sich so böse Blicke von Tom und Harry.

„Lasst uns ein Spiel spielen", sagte Ginny plötzlich.

„Vielleicht sollten Draco und ich das nicht", erwiderte Pansy. „Königliches Blut und alles."

„Gut! Dann sind es nur Harry, Ted, Marcus und ich!"

Tom runzelte die Stirn. „Ich denke nicht, dass ich bei dem Spiel mitmachen will."

„Marcus Brutùs, wenn du es WAGST aufzustehen und wegzugehen, dann wirst du es bereuen", warnte Ginny.

Harry grinste und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Ich würde einfach nur mitspielen, wenn ich du wäre."

„Na gut."

„Was spielen wir?", fragte Theodore.

„Partnertausch! Komm schon!" Ginny stand schnell auf und zog Theodore auf die Tanzfläche.

Tom erbleichte. „Bedeutet das jetzt das, was ich denke?"

„Das ist Gins Weg sicher zu stellen, dass ich mit dir tanze. Komm schon, Marcus, bevor sie zurückkommt und ihre Drohung wahr macht."

„Die wäre?"

„Uns zusammenzubinden und nackt an die Decke zuhängen.

Tom zuckte zusammen und stand auf. „Ich bevorzuge den Tanz."

„Weißt du, er wollte den Tanz sowieso", grinste Draco.

Tom runzelte die Stirn bei den Worten des Slytherinkönigs. „Möchten Sie sonst noch wissen, was ich gerne machen will, Mr. Malfoy?"

Draco stoppte und betrachtete Tom sorgenvoll. „Nein. Wahrscheinlich nicht."

„Hab ich auch nicht gedacht." Tom nahm Harrys Hand und die beiden traten auf die Tanzfläche. „Ich werde sie umbringen."

„Ich hab die ganze letzte Woche versucht, ihr das alles auszureden."

„Alles?"

Harry hustete. /Ich soll die Nacht mit dir verbringen./

Tom grinste. :Gut, hisste er in Harrys Ohr.

Harry erschauderte.

-

Irgendwie hatten es Tom und Harry geschafft, von Snape und Dumbledore während des restlichen Tanzes fernzubleiben, nicht ohne ein bisschen Hilfe von dem Rest der ‚königlichen' Gruppe. Snape wurde immer von Draco und Pansy oder Theodore aufgehalten. Dumbledore rannte entweder in Ginny oder Blaise mit einem betrunkenen Seamus.

Die ‚königliche' Gruppe, ohne Blaise, mit Tom, verließ den Tanz früh, aber, mit der Hilfe von einigen Slyhterins und ein paar Ravenclaws, deren Familie ebenfalls dunkle Ansichten vertraten, schafften sie es, ohne aufzufallen abzuhauen.

„Und wo sollen wir euch beide jetzt hinschicken, damit Dumbledore und Snape euch nicht finden können", sagte Pansy, als sie alle in den Kerkern und in der Nähe der Slytherinräume waren.

„Die Kammer des Schreckens, natürlich", stellte Ginny klar.

Die Slytherinschüler starrten den Rotschopf geschockt an, während Harry und Tom sie anblitzten.

„Was? Harry ist der einzige Parselmund der Schule und es ist ja nicht so, als würde der Basilisk da unten noch leben", erwiderte das Mädchen, besonders zu den bösen Blicken, die sie erreichten.

„Sie hat nen Punkt", seufzte Harry und gab auf. /Aber es ist so ungemütlich da unten/

/Es gibt ein Schlafzimmer in der Kammer, weißt du./

/Gibt es/

/Ja. Ich hab es in einem Sommer mal gefunden./

„Gentlemen?" Ginny winkte mit ihren Händen vor Harrys und Toms Gesichtern herum.

„Sorry", erwiderte Harry, während Tom sie anfunkelte für die Unterbrechung.

„Kein Problem. Ich bin es gewöhnt, dass ihr beide mich ausblendet", grinste Ginny, während die beiden Parselmünder die Stirn runzelten. „Warum geht ihr beide nicht darunter, bevor Dumbeldore oder Snape bemerken, dass ihr weg seid und euch suchen?"

„Was ist mit dem Rest von euch?", fragte Harry.

„Ted und ich verschwinden auch, um die Gryffindors zu nerven…"

„Falls Seam sie nicht alle betrunken gekriegt hat", meinte Theodore sanft.

Ginny warf ihrem Freund einen scharfen Blick zu, bevor sie fort fuhr: „Pan und Dray kehren nach Slytherin zurück. Seam und Bini, ich denke, sie werden die Nacht über auch verschwinden. Aber ich würde vorschlagen, dass ihr beide besser zum Frühstück erscheint. Harry, ich weiß, dass du uns finden wirst und dann gehen wir zusammen."

„Perfekt. Danke, Leute."

„Es macht Spaß einem Todesser zu einer Nacht mit dem Jungen-der-lebt zu verhelfen und das direkt unter Dumbledores Nase", versicherte Draco Harry.

Tom schnaubte. „Erwarten Sie, dass ich ein gutes Wort für Sie einlege, Mr. Malfoy?"

Draco zuckte mit den Schultern. „Nicht wirklich. Sinnlose Quälereien und Tode ist nicht mein Ding."

„Aber du unterstützt den Dunklen Lord?", fragte Tom nach, neugierig. Es war eine seltene Sache, dass einer seiner Gefolgsleute ehrlich ihre Meinung über seine Lebensweise ausdrückte.

„Ich unterstützte ihn, ja. Ich glaube an die Reinheit des Bluters. Ich glaube nicht daran, Leute zu töten, wie er es bei seinen Raubzügen tut." Draco stoppte und bemerkte, dass er das alles einem von den Topleuten des Dunklen Lords erzählte. „Tut mir Leid. Ich hätte das alles nicht sagen sollen."

„Nein, du hast jedes Recht dazu", versicherte Tom dem blonden Teenager. „Vielleicht können wir da noch einmal dieses Wochenende drüber sprechen?"

„Marcus wird dich nicht für deine Ansichten umbringen, Dray", sagte Harry beruhigend, als er die Panik in dem Ausdruck des Blonden entdeckte. „Aber er könnte ein Wort über deine Abneigung gegen Töten und Folter bei Voldemort einlegen."

Draco besah sich den Professor nervös und Tom nickte. „Genau wie Harry sagt, ich bin nur neugierig. Du bist eine gute Person und auch noch Harrys Freund, ich würde dir nichts tun."

„Er holt sich das später", kicherte Ginny.

„Gin, ich hab immer noch Vorbehalte darüber, dich bis nach deinem siebten Schuljahr leben zu lassen", warnte Tom das Mädchen.

Ginny nickte. „Ja, ja. Ich weiß. Geht. Beide." Sie bewegte ihre Hände, um sie davonzujagen, nickte dann Theodore zu, der sie tiefer in die Kerker führte.

„Bis morgen, Harry, Professor", nickte Draco höflich.

„Schlaft gut", kicherte Pansy.

„Sehr witzig, Pan." Harry runzelte seine Stirn.

Tom nahm Harry auf die Arme und trug ihn davon, zwischen Harrys genervten Geräuschen, Pansys Quietschern und Dracos Gelächter.

TBC

Sorry, aber es ist mitten in der Nacht, ich will morgen früh aufstehen… Daher keine Kommiantworten

Das Kapitel ist besonders für Annabelle und Viebi gedacht, damit die beiden einen Lichtblick an diesem finsteren Tag haben … Jetzt hoffe ich nur noch, dass es auch heute hochgeladen wird