Manche lieben dich doch, Severus!

Schon seit Stunden saßen Helena und Severus an dem Bett ihrer Tochter und sie wagten es nicht, auch nur ihren Blick von ihr zu nehmen.

Hermine war schon vor langer Zeit auf einem der Betten eingeschlafen und der Raum war angefüllt von einer bedrückenden Stille.

Helena hatte versucht Severus zum sprechen zu animieren, doch er hatte nichts weiter gesagt, als dass er an allem Schuld hatte. Doch das Schlimmste daran war, dass Helena nicht einmal sagen konnte, dass es nicht stimmte, denn sie wusste nicht was genau passiert war. Sie wusste nicht wo Severus in dem Moment war, als Eve den Abhang hinunter stürzte und sie wusste auch nicht, warum ihre Tochter überhaupt an diesem Ort war.

In ihr überschlugen sich die Gedanken und Gefühle und sie hatte Angst!

Furchtbare Angst!

Auch in Severus herrschte ein totales Chaos.

Er war Schuld!

Er hatte nicht aufgepasst und hatte sie aus den Augen verloren. Er hatte sich doch nur einmal kurz umgedreht und schon war sie verschwunden. Den Abhang hinunter.

Poppy hatte zwar gesagt, dass Eve bald wieder gesund sein würde und das sie keine bleibenden Schäden zurückbehalten würde, doch es hätte auch anders ausgehen können.

Sie hätte sterben können!

Er hatte seiner Tochter an dem Tag ihrer Geburt versprochen, immer auf sie aufzupassen, damit ihr niemand wehtun konnte und jetzt war er der jenige der ihr wehgetan hatte.

Doch seine Angst schwirrte nicht nur um Eve, sondern auch um seine Verlobte.

„Oh Helena! Wie konntest du je in mich verlieben? Ich war es nie wert, geliebt zu werden vor allem nicht von dir! Zu schwarz ist meine Vergangenheit und nun habe ich unsere Tochter in Gefahr gebracht und bringe uns alle jeden Tag in Gefahr." dachte er und ließ seine rabenschwarzen Augen zu Helena hinüberschweifen.

Ihre blonden, glatten Haare hingen ihr schlaff ins Gesicht, ihre Hautfarbe war nicht wie sonst mit einem zarten Rosa versehen, sondern wirkte fahl und blass. Doch für Severus war sie immer noch die schönste Frau und er liebte sie über alles. Umso schwerer würde es für ihn werden seine Entscheidung durchzusetzen.

Sein Blick wanderte wieder zu Eve und mit Tränen in den Augen streichelte er ihr sanft und voller Liebe über die blasse Wange und beugte sich ganz nah zu ihr hinunter.

„Es tut mir so leid, mein Liebling und vergesse niemals wie sehr ich dich liebe!" flüsterte er dicht an Eves Ohr und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn.

Dann erhob er sich und stand mit steifen Gliedern auf. Severus spürte Helenas fragenden Blick auf sich und ließ zu das sich ihre braunen, wunderschönen Augen in seine brannten.

Noch bevor sie ihren fragenden Blick in eine Frage verwandeln konnte, setzte er schon zu einer Antwort an.

„Poppy hat keinen Stärkungstrank mehr und Eve wird bald einen brauchen! Ich gehe ins Labor und braue einen Neuen." sagte er nüchtern, doch Helena konnte seine Anspannung förmlich spüren.

Sie nickte knapp und schenkte ihm ein schiefes Lächeln, doch Severus konnte es nicht erwidern. Er nickte nur und verschwand durch die schwere Holztür.

Sein Herz zersprang in tausend kleine Stücke und er wusste, sein Leben würde nie wieder so werden wie es in den letzten Jahren war.

Glücklich, verliebt und zufrieden!

Nein eher verbittert, einsam und voller Schuldgefühle.

Er hatte nie verstanden wie Helena ihn bei seiner vorbelastetenVergangenheit überhaupt lieben konnte oder ihm gar vertrauen.

Während er die dunklen Gänge seines Zuhauses entlangging dachte er lächelnd an die Zeit zurück, als ihre Liebe zueinander wuchs und sie erkannten was den Anderen wirklich ausmachte.

Sie kannten sich schon lange, als Lehrer und Schülerin, doch nicht als Mann und Frau. Severus erkannte, dass Helena nicht nur störrisch und besserwisserisch war, sondern auch temperamentvoll und eine, nein seine seelische Stütze. Sie war immer da, ob er es nun wollte oder nicht, sie war immer für ihn da und sie hatte nie etwas verlang, außer seine Liebe.

Ja, seine liebe hatte sie bedingungslos und deshalb musste er gehen. Wie oft dachte er daran, dass sie nie hätten zusammen kommen dürfen, dass sie ihre Liebe zueinander lieber unterdrücken sollten, doch wie oft hatte Helena ihm auch gesagt, dass sie das niemals zulassen würde. Lieber würde sie sterben, als ihn zu verlieren, egal in was für einer Situation.

Langsam verblasste Severus Lächeln und Tränen brannten in seinen Augen.

Es ging nicht anders!

Er musste ihr, Eve und auch Hermine wehtun, damit sie leben konnten!

Voldemort war zurück, er konnte es spüren! Zwar noch nicht zu seiner vollen Größe, doch er wusste, dass es nicht mehr lange dauern konnte bis es soweit war. Er war ein Verräter und der dunkle Lord würde ihn und seine Familie jagen bis ans Ende der Welt, wenn es sein musste.

In seinen Räumen angekommen, blieb er unschlüssig stehen.

Sollte er einfach ein paar Sachen einpacken und verschwinden oder sollte er doch einen Brief hinterlassen.

Er entschied sich für einen Brief, doch viele Versuche diesen zu schreiben gingen schief und fast eine halbe Stunde später lagen um ihn herum viele vor Wut und Schmerz zusammen zerknüllte Pergamente. Er fand einfach nicht die richtigen Worte. Die ersten hatte er schon nach den ersten Worten von sich geschmissen. Liebe Helena oder Meine Lieben klang einfach zu schwach und diese Worte waren es, seiner Meinung nach nicht wert, als das man sie für seine Familie gebrauchte.

Er seufzte tief und verzweifelt und setzte die Feder wieder an. Keine zwei Minuten später legte er sie wieder ab, stand schwerlich auf und beseitigte die zerknüllten Versuche mit einem Schlenker seines Zauberstabes. Er ging, nachdem er seine Sachen zusammen gesucht hatte, orientierungslos durch die Räume und sah sich um. Er könnte nicht gehen, ohne etwas bei sich zu haben, das ihn an seine Lieben erinnern würde. Etwas das er immer bei sich tragen würde. Sein Blick fiel auf ein Bild auf seinem dunklen Schreibtisch, welches Eve vor nicht einmal 24 Stunden gemalt hatte. Er nahm es in die Hände und ein sanftes Lächeln legte sich auf seine Lippen, mit einem tiefen Hauch von unendlicher Trauer. Eve hatte es am Morgen gemalt, nachdem Helena sie, wie jeden Morgen zur Krankenstation gebracht hatte. Severus Finger strichen zart über die helle Farbe und in seinem Geist tauchte wieder ihr Lachen auf, als sie ihm das Bild auf den Tisch legte. Vor Freude strahlend erzählte seine Tochter ihm, dass sie ihn und sich im Verbotenen Wald gemalt hatte und Severus sah sich das Bild noch einmal genau an. Ja! Da waren die Bäume und die Sonne, die durch die Wipfel hindurch strahlten. Und mitten im Bild standen zwei Figuren, die Eine viel kleiner als die Andere und sie hielten sich an den Händen.

Severus spürte wieder die Tränen in sich aufsteigen und faltete das Bild schnell zusammen und schob es sich in die Brusttasche.

Sein Blick wanderte weiter über seinen Schreibtisch und entschlossen griff er nach einer von Hermines Hausaufgaben, die er bis zur nächsten Stunde kontrollieren wollte. Er war sicher, dass er auch dieses mal eine Ohnegleichen darunter setzten würde. Es war ein Aufsatz über die Anwendung von Aphrodillwurzeln und Hermine hatte ihm schon in der ersten Stunde bewiesen, dass sie alles darüber wusste. Auch diese Pergamente faltete er und steckte sie in seine kleine Reisetasche. Hermine gehörte auch zu den Menschen die er liebte und die es zu schützen galt und auch von ihr wollte er etwas bei sich haben. Sie war für ihn zu einer zweiten Tochter geworden.

Er atmete tief und ging zielstrebig ins Schlafzimmer und schlug die Bettdecke zur Seite. Mit anmutigen Bewegungen hob er das seidene Nachthemd hoch, das unordentlich unter der Decke verborgen lag. Vor seinem inneren Auge erschien Helena, wie sie in diesem Nachthemd zu ihm ins Bett stieg und sich an ihn kuschelte. Severus schmiegte sein Gesicht an den Stoff und sog ihren Geruch tief in sich hinein.

Beim Merlin, wie sehr würde er ihren Geruch vermissen.

Schnell ging er zurück ins Wohnzimmer und legte das Nachthemd sorgfältig gefaltet in seine Tasche. Eilig griff er noch nach einem Bilderrahmen, welcher auf dem Kaminsims stand und betrachtete sich das Foto. Darauf waren sie alle vier zu sehen und sie alle strahlten um die Wette. Es wurde zu Weihnachten aufgenommen und Severus erinnerte sich noch genau wie energisch Helena auf dieses Foto bestanden hatte. In diesem Moment war er ihr mehr als dankbar dafür, denn auch dieses verschwand in seiner Tasche.

Er musste jetzt endlich gehen, ansonsten würde er es nicht mehr schaffen und seine Familie in große Gefahr bringen.

Familie!?

Würde er die Menschen die er so sehr liebte, jemals wieder so nennen dürfen oder gar können.

Würde er mit seinem Weggang, mit seiner Flucht das Recht auf dieses Wort, auf diese Gedanken und Gefühle verlieren.

Wahrscheinlich!

Doch es war das einzig Richtige!

Er musste sich das nur immer wieder einreden, dann würde er das vielleicht auch irgendwann glauben können.

Noch ein letztes Mal sah er sich in den Räumen um, die Räume die immer erfüllt waren von dem fröhlichen Gelächter seiner Tochter und den sanften aber doch temperamentvollen Worten und Gesten seiner bald ehemaligen Verlobten.

Dann ging er!

Aus dem Schloss und den langen Weg entlang hinunter nach Hogsmead.

Noch ein letzter Blick auf das große ehrfürchtige Hogwarts, auf sein Zuhause, auf das Schloss in dem sein Leben und seine Liebe lebten, dann apparierte er mit feuchten Wangen in ein unbekanntes und einsames Leben.

Den Kampf gegen seine Tränen hatte er schon lange aufgeben!

Helena hatte sich nicht weiter Gedanken um ihren Verlobten gemacht. Das Alleinsein hatte ihm schon immer geholfen mit etwas fertig zu werden, zumindest für eine Weile. Wenn er soweit war würde er schon wieder kommen, damit sie ihn in die Arme nehmen konnte und sie zusammen um ihre Tochter bangen konnten.

Ihre Gedanken krallten sich förmlich an ihn!

Sie hatte schon lange bemerkt, dass ihn weit mehr beschäftigte, als er es zugeben wollte. Severus war schon immer ein Mann gewesen, den das Dunkle und Geheimnisvolle von allen Seiten umgab. Dies war nur einer der vielen Gründe gewesen, weswegen sie sich so unsterblich in ihn verliebt hatte. Während man in ihrem Gesicht lesen konnte wie in einem offenen Buch, war er unergründlich. Einzig und allein im Kreis seiner Familie war er offen und trug seine Gefühle frei heraus.

Helenas Augenlieder wurden immer schwerer und ganz langsam sank sie in einen tiefen von Träumen erfüllten Schlaf.

Sie träumte von Eve und Hermine, wie sie heranwuchsen und zu immer schöneren und intelligenteren, glücklichen Mädchen wurden, aber auch von Blut, Schmerzen und Qualen.

Doch Severus erschien ihr nicht einmal, nicht ein einziges mal.

Erst eine zarte und schwache Stimme holte sie aus ihren wirren und verständnislosen Träumen.

„ Mommy? Daddy?" kratze Eves Stimme an ihrem Unterbewusstsein

Langsam öffnete Helena ihre braunen Augen und sah direkt in die dunklen ihrer Tochter.

„Mommy?" erklang es wieder schwach aus ihrem Munde.

Mit einem glücklichen Lächeln richtete sich Helena auf und streichelte ihrer Tochter über die schwarzen Haare.

„ Ich bin hier Baby! Ich bin hier! Keine Angst, es ist alles in Ordnung, du wirst wieder vollkommen gesund mein Schatz!" flüsterte sie sanft und hielt Eves kleine Hand schützend mit ihrer umschlossen.

„ Was ist denn los?" fragte Eve und schaute ihre Mutter aus großen Augen an.

„ Und wo sind Daddy und Tante Mine?"

Helena wollte zum erklären ansetzen, als sie hinter sich ein leises Quietschen wahrnahm.

„Ich bin auch hier Kleines! Alles in Ordnung mit dir?" fragte Hermine verschlafen und Helena sah mit einem Lächeln, wie ihre kleine Schwester sich den Schlaf aus den Augen rieb und ein Gähnen krampfhaft zu unterdrücken versuchte.

„ Du hattest einen kleinen Unfall Baby und liegst auf der Krankenstation. Daddy braut gerade einen Trank für dich, ist aber bestimmt gleich wieder da, schließlich dauert ein Stärkungstrank nur eine Stunde bis er fertig ist." erläuterte Helena Eve und hatte gar nicht bemerkt, dass seit dem Severus gegangen war um einen Trank zu brauen schon fast vier Stunden vergangen waren.

Draußen war es schon hell und bis zum Frühstück dauerte es auch nicht mehr lange.

Sie war einfach nur heilfroh, dass Eve endlich aufgewacht war, so dass sie keine Gedanken an die Zeit verschwendete.

„Ich bin müde Mommy!" gähnte Eve und ihre Augen wurden auch immer kleiner.

Helena und Hermine lächelten sich an.

„Dann schlaf mein Baby. Schlaf dich gesund!" flüsterte Helena wieder und beobachtete wie ihre kleine Tochter wieder in einen tiefen Schlaf fiel.

Umständlich erhob sich Helena und streckte ihr müden Glieder.

„ Ich sage Poppy bescheid, dass sie aufgewacht ist und das sie ein Auge auf sie haben soll, dann kann ich mal nach Severus sehen und versuch mit ihm zu reden!" flüsterte sie und sah liebevoll von ihrer Tochter zu Hermine.

Hermione nickte.

„ Ich werde noch solange hier bleiben, bis ihr wieder hier seid." sagte Hermine leise und machte es sich auf dem Stuhl bequem, auf dem bis eben noch ihre große Schwester gesessen hatte.

Helena legte ihr eine Hand auf die Schulter drückte sie kurz, bevor sie sich ins Büro der Medihexe aufmachte.

Als sie ins Labor kam, in dem sie Severus eigentlich erwartete fand sie ihn leer vor. Severus war weit und breit nicht zu finden weder im Labor, im Klassenzimmer noch in ihrer gemeinsamen Wohnung. Helena stand unschlüssig in ihren Räumen und dachte angestrengt nach.

Irgendetwas stimmte hier nicht!

Genauer gesagt es stank zur Hölle!

Helena war sehr wohl aufgefallen, dass Severus niemals einen Stärkungstrank aufgesetzt hatte, schließlich war sie auch eine Meisterin der Zaubertränke. Nach Anhaltspunkten suchend wanderte sie durch die einzelnen Zimmer. Erst im Schlafzimmer stallte sie verwundert fest, dass einige Sachen fehlten wie auch ihr Nachthemd, und auch im Badezimmer fehlten seine persönlichen Utensilien.

Panik machte sich in ihr breit und wie eine Verrückte hechtete sie zum Kamin und rief Albus zu sich.

Während sie wartete suchte sie weiter nach Hinweisen, doch wo?

Ihr Blick ging suchend durch ihr Wohnzimmer und blieb ruckartig an seinem Schreibtisch hängen.

Unwillkürlich musste sie lächeln. Der Tisch war voll von Pergamenten und Arbeiten seiner Schüler. Es war sein geordnetes Chaos und Helena hatte schon immer einen großen Bogen um diese Unordnung gemacht. Er sagte immer sie würde ihm nur alles durcheinander bringen.

Pah, als wenn da noch irgendetwas durcheinander zu bringen war.

Sie ging um den Schreibtisch herum und ihre Augen hefteten sich, wie durch Instinkt geleitet auf ein einzelnes, beschriebenes Blatt Pergament.

Sie erkannte sofort seine dünne und geschwungene Schrift.

Mit zitternden Händen und schwer atmend nahm sie es hoch und begann zu lesen.

Mit jedem Satz wurde ihre Atmung schneller, die Tränen erschwerten ihr das Lesen und ihr Gesicht nahm die Farbe der Wände an.

Weiß!

Noch bevor sie zu ende gelesen hatte, wurde es ihr schwarz vor Augen und eine Dunkelheit umfasste ihr Herz und ihre Seele mit solch einer Wucht, dass sie nur noch spüren konnte, wie ein dumpfer Schmerz in ihren Kopf stach.

Wie aus einer weiten Entfernung hörte sie Stimmen die besorgt auf sie einsprachen.

Was war passiert?

Wieso war alles so dunkel und war Severus?

Wenn etwas mit ihr nicht stimmte, warum war er dann nicht bei ihr?

Er war doch immer für sie da gewesen!

Doch dann traf es sie wie einen Blitzschlag mitten in ihrem Herzen und sie schrei verzweifelt auf.

Er war fort!

Er war gegangen und hat sie verlassen!

Albus und Poppy hatten mühe sie festzuhalten, als sie sich mit einem Ruck aufsetze und um sich schlug.

Erst als sie den Widerstand der beiden älteren spürte gab sie auf und lehnte sich erschöpft in die Arme der Medihexe. Ihre Tränen flossen unentwegt und der Schmerz des verlassenssein in ihrer Brust schien sie schier aufzufressen. Der Schmerz in ihrem Kopf war ihr hingegen vollkommen egal.

„Helena was ist passiert?" fragte der Schulleiter vorsichtig, während Poppy ihr beruhigend über den blonden Schopf streichelte.

Helena konnte nicht sprechen und klammerte sich immer fester in an die ältere Frau.

Ihre Augen wanderten nur zu dem Stück Pergament, das auf dem Boden neben ihr lag.

Albus hob es hoch und begann es zu lesen und auch seine Augen nahmen einen feuchten Schimmer an.

„Albus was ist das? Was steht denn da?" fragte Poppy leise aber bestimmt.

Der alte Zauberer sah sie eindringlich an, wandte sich jedoch direkt an die völlig verstörte, junge Frau zu seinen Knien.

„ Helena wir werden ihn finden und es wird sich alles klären! Das verspreche ich dir, mein Kind!" sagte ruhig und besonnen, doch innerlich war gerade ein Teil seines Herzens gestorben.

„Bringen wir sie auf die Krankenstation, Poppy! Sie braucht jetzt erst einmal Ruhe!" sagte er bestimmt und Poppy holte aus ihrer Tasche eine Phiole mit blauem Inhalt.

„ Hier trink das Helena, es ist Traumlostrank. Komm trink!" redete sie zärtlich auf die zitternde Gestalt in ihren Armen ein.

Helena trank gierig. Hoffte sie doch, dass sie nie wieder aufwachen würde, dass sie alles nur ein böser Traum war, sollte sie doch wieder erwachen.

Doch bevor ihr die Augen schwer zufielen, griff sie hektisch nach dem Pergament in Albus Händen und klammerte es an sich wie ihren wertvollsten Besitz.

Dann sank sie in einen tiefen Schlaf.

„Albus was stand denn nun auf dem Pergament?" fragte Poppy verwirrt.

Albus seufzte schwer und erhob mühselig.

„ Er ist gegangen, Poppy! Severus hat uns verlassen und somit vor allem seine Familie!"

Poppy hielt die Luft an und schaute besorgt und mitleidig auf Helena, die mittlerweile tief und fest schlief und den Abschiedsbrief fest an sich gedrückt hielt.

TBC!!!

Tut mir leid, dass ich solange gebraucht habe, aber ich hatte soviel zu tun, dass ich nicht einmal weiß wo mir der Kopf steht. Doch ich hoffe euch gefällt die Geschichte bis jetzt?

Liebe Euch!!!