Wahre Freunde

6 Jahre später

Draußen war es dunkel und im Grimmauldplace 12 herrschte reges treiben. Es war Weihnachten und der halbe Orden hatte sich an diesem besonderen Abend versammelt, denn es wurde nicht nur Weihnachten gefeiert, sondern auch die Aufnahme dreier junger Leute in den Orden.

Harry, Ron und Hermine standen umringt von Menschen, von denen sie viele kannten aber auch wieder nicht. Viele kamen nicht oft in das Hauptquartier des Ordens und von manchen wusste gerade mal Albus was sie wirklich taten.

Und heute war der Tag, an dem die drei endlich in die Geheimnisse eingeweiht wurden und danach endlich gefeiert wurde.

Es waren schwierige Zeiten und der Krieg tobte unaufhörlich, doch alle setzten alles daran es so schnell wie möglich zu beenden.

Doch an Heiligabend war es einfach allen nach feiern zumute!

Und das schließlich mit einem triftigen Grund!

„Hermine…Helena! Seht doch mal her ihr zwei!" rief Arthur Weasley, als sich auch schon zwei junge und hübsche Frauen zu ihm umdrehten und in die Zaubererkamara lachten.

„Ah wie immer ein Meisterportrait! Ihr werdet euch auch immer ähnlicher!" lachte er nun auch und kam auf die beiden Frauen zu.

Er umarmte Hermine herzlich und flüsterte ihr ins Ohr: „Noch mal alles Gute, auch wenn es mit vielen Gefahren verbunden ist. Aber wir sind alle furchtbar stolz auf euch drei. Vorallem deine Schwester!"

Hermine lächelte verlegen und nickte.

„Ich weiß Mr. Weasley und das bekomme ich auch jeden Tag zu hören!" flüsterte sie zurück.

Hermine war zu einer großen und schönen Frau geworden, deren Haare nicht mehr wie ein Vogelnest aussahen, sondern in sanften Wellen auf ihren Schultern ruhten. Ihre Figur war sehr weiblich und in ihrem knielangen, roten Rock und einer dunkelgrünen Bluse kam diese auch noch sehr zur Geltung.

Arthur lächelte ihr noch einmal zu und verschwand wieder in der Menge.

„Was gab es denn da zu tuscheln?" fragte Helena ihre kleine Schwester und schnappte sich noch ein Glas Punsch von einem der vorbeischwebenden Tabletts.

Hermine schüttelte den Kopf und grinste Helena frech an.

„Nichts was dich etwas angeht, Schwesterherz! Arthur und ich haben halt auch so unsere Geheimnisse!"

Helena lachte und zog ihre Schwester fest an sich.

„Versprich mir aufzupassen und halte mich auch weiterhin über alles auf dem Laufenden, ja?" fragte sie Hermine bestimmt und ängstlich zugleich.

„Natürlich, aber ihr kommt doch sowieso bis aufs weitere zurück nach Hogwarts, oder?" fragte Hermine verwirrt zurück.

„Ich weiß es noch nicht?! Albus, Minerva und alle anderen wollen es mir geradezu befehlen und kommen auch alle mit tatkräftigen Argumenten, doch ich weiß einfach nicht ob ich es in Hogwarts aushalte. Zu Besuch kommen ist kein Problem, doch wieder dort wohnen? Ich weiß nicht, alles dort erinnert mich an ihn!" schloss Helena resigniert und setzte sich auf einen der vielen Stühle.

„Der Laden und auch das Haus sind sehr gut geschützt. Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wieso ich nach Hogwarts zurückkommen sollte."

Hermine hatte sich ebenfalls einen Stuhl hinzugezogen und blickte ihre Schwester nun verständnislos und geschockt an.

Helena hatte ihren Beruf als Lehrerin, nach Severus Weggang aufgegeben und war mit Eve in ein Haus, nahe von Glasgow gezogen. Es war eine kleine Stadt in der Muggel wie auch Zauberer lebten, die auch noch von einander wussten. Dort hatte sie auch, zu großer Freude von Hermine eine Buchhandlung eröffnet in der Hermine in ihren Ferien oft aushalf.

„Ich weiß wie du dich fühlen musst, aber denk daran es geht nicht nur um deine Sicherheit! Und mir wäre es auch viel wohler, wenn du in Hogwarts wärst!" redete Hermine auf ihre große Schwester, die auch gleichzeitig wie ihre Mutter war, ein.

Helena schüttelte betrübt ihren blonden Haarschopf und schaute sich in dem vollen Wohnzimmer um. Seit Severus sie verlassen hatte, hatte sie ihre blonden Haare behalten und trug sie seitdem auch immer auf die gleiche Länge. Es war als wolle sie immer an diesen Tag erinnern, an den Tag an dem er sie verlassen hatte.

Ihr Blick fiel auf ihre Tochter, die gerade von Bill Weasley vor Freude jauchzend durchgekitzelt wurde.

Eve war neun Jahre alt und auch wenn sie in ihrem kurzen Leben schon viel durchgemacht hatte, viel zu viel für Helenas Geschmack, hatte sie doch ihre Lebensfreude und ihre Wildheit behalten. Ihre Haare waren um einiges länger geworden und schimmerten schwarz wie die Nacht und ihre zierliche Gestalt bewegte sich anmutig, wenn sie ging. Nur wenn man ihren Vater erwähnte, wurde ihr Blick hart und ihr Gesicht verfinsterte sich. Seit sie Hogwarts verlassen haben, redete sie freiwillig kein Wort mehr über ihn.

Helena zerriss es immer wieder das Herz, zu sehen wie sehr ihre Tochter unter dem starken Verlust litt. Ihr Vater war für sie immer der Stärkste und Mutigste gewesen, sie hatte ihn geliebt, wie man seinen Vater nur lieben konnte und einander hatten sie sich vergöttert, schon seit Eve das erste Mal in Severus Armen die Augen geöffnet hatte. Und nun war sie freiwillig dazu bereit ihn zu hassen!

Doch wenigsten hatte ihre Tochter noch schwache Erinnerungen an Severus, ganz im Gegenteil zu ihrem Sohn.

Ja sie hatte, kurz nachdem Severus verschwunden war gemerkt, dass sie wieder schwanger war. Ihr Welt stand auf dem Kopf und sie wusste weder ein noch aus, bis sie dieses kleine Geschöpf in ihren Armen hielt. Ihre Freunde und vor allem ihre besten Freunde, Bill, Charlie und auch Nymphadora Tonks waren immer für sie da gewesen und würden es auch immer sein.

Ihr Blick ging weiter durch den Raum und konnte sehen, wie ihr Sohn, das Ebenbild seines Vaters auf dem Schoß seines Patenonkels saß und friedlich schlief. Charlie hatte einen Arm fest um seinen kleinen Körper geschlungen und sein Kinn ruhte sanft auf seinem kleinen Köpfchen.

Helena hatte damals tagelang überlegt, welchen Namen sie ihrem Sohn geben konnte und kam irgendwann auf den wohl Besten.

Fight Brendon Snape!

Fight stand für Kampf!

Den Kampf, den Helena ausfochten musste um über Severus hinweg zu kommen und um wieder anzufangen zu leben.

Hermine hatte recht, es ging nicht um ihren Schutz, sondern um den ihrer Kinder.

Voldemort hatte sie bis jetzt zwar in Ruhe gelassen, doch niemand konnte sagen wie lange das noch so weiter gehen würde.

„Doch … doch du hast ja recht! Ich werde Albus gleich sagen, dass wir zurückkommen werden. Unter einer Bedingung!" sagte sie und redete sofort weiter, als Hermine genickt hatte: „ Du wirst ebenfalls solange in Hogwarts bleiben, bis Voldemort vernichtet ist, einverstanden? Auch nach deinem Abschluss!"

„Einverstanden! Beim Merlin sei dank! Ich dachte schon du kommst gar nicht zur Vernunft."

Die Schwestern fielen sich in die Arme, als wieder ein lautes Klicken zu hören war.

„Oh man das wird ein ganzes Album nur über die wunderschönen Schwestern!" rief Arthur wieder aus und verschwand so schnell wie er gekommen war. Helena und Hermine sahen sich an und fingen an laut zu lachen.

„Hey Mom ... hilf… mir doch…mal…bitte!" rief Eve lauthals lachend durch den Raum.

Bill hatte immer noch nicht von ihr abgelassen und ihr Gesicht war schon knallrot angelaufen vor lachen.

Helena rollte mit ihren brauen Augen und grinste kurz noch einmal in Hermines Richtung, dann machte sich auf um ihre Tochter zu „retten".

Hermine sah ihr hinterher und bemerkte mal wieder die fast schon gierigen Blicke, die ihr die Zauberer hinter warfen. Auch wenn ihre Schwester viel Kummer durchstehen musste und sie schon lange nicht mehr die Unbeschwertheit in Person war, hatte sich ihr Äußeres nicht im Geringsten verändert. Sie trug immer noch ihre aufreizenden Klamotten und bewegte sich mit einer Anmut, die allen Blicken gerecht wurden.

Hermine schüttelte lächelnd den Kopf und machte sich auf zu ihren besten Freunden.

Helena war inzwischen bei ihrem besten Freund und ihrer Tochter angekommen.

„Hey ihr Zwei macht doch mal ne Pause! Billy…Eve ist ja schon ganz rot angelaufen!" sagte sie gespielt streng und ihre Augen verrieten sie immer wieder.

„Erst wenn sie sagt, dass ich der beste Fluchbrecher bin, den Gringotts je gesehen hat." lachte er und kitzelte Eve noch ein wenig mehr.

„ Komm schon Alter, lass den Krümel los und kümmere dich lieber mal um deine Frau, die sieht nämlich schon wieder aus, als sei sie eifersüchtig und würde gleich zu einer Furie werden." sagte Charlie, als er mit Fight auf dem Arm an die lustige Gruppe herangetreten war.

Auch sein von Sommersprossen übersätes Gesicht war von einem großen Lächeln überzogen.

„Genau hör auf deinen kleinen Bruder, Billy! Und jetzt lass meine Tochter endlich mal wieder Luft holen und du bist der beste Fluchbrecher, den Gringotts je gesehen hat." schloss Helena lachend.

Bill schien einen Augenblick zu überlegen und ließ langsam von seinem Patenkind ab.

„Na schön ihr habt gewonnen, aber Fleur kann sich ruhig noch ein bisschen gedulden. Sie hat mich schließlich immer und wann bekomm ich euch drei schon mal zu Gesicht. Nicht wahr, Krümel?" fragte er grinsend Eve und wuschelte ihr ordentlich durch die Haare.

„ Bäh!" sie streckte ihm die Zunge raus, grinste ihn aber ebenfalls an.

„Hast ja recht, Onkel Bill!" lachte Eve und lief, den anderen noch einmal zuwinkend zu Molly und Arthur, der auch gleich freudestrahlend ein Photo von ihr machte.

„Sie ist ein tolles Kind und kommt ganz nach ihrer Mutter!" sagte Bill überschwänglich und zog Helena fest an seine Seite.

„Ja das stimmt und glaube mir, sie überrascht mich von tag zu Tag auf Neue!"

Charlie verlagerte Fights Gewicht auf den anderen Arm und schaute Helena aufmerksam an.

„Ich weiß du hörst es nicht gerne,…" fing er an und überhörte Helenas genervten Seufzer.

„… aber die Kinder brauchen einen Vater und nicht nur Bilder und schlechte Gedanken von ihm!"

Bill nickte und sah sich nach Eve um, die ausgelassen mit seiner Mutter tanzte, wenn man das tanzen nennen konnte. Es war wohl eher herumalbern.

Mit einem nachdenklichen Blick, ging sein Blick zu dem schlafenden fünf Jährigen in den Armen seines Bruders. Er wurde seinem Vater immer ähnlicher. Die schwarzen Haare, die Helena ihm aber immer wieder kurz zauberte, die schwarzen Augen und die schlanke, drahtige Gestalt, machten ihn zu einem kleinen Ebenbild von Snape.

Auch sein Charakter erinnerte einen stets ans seinen Vater. Er war ein kleiner Eigenbrötler und konnte wenn es nicht nach seiner Nase ging ziemlich sturköpfig und wild werden.

Doch auch die Sanftheit hatte er von Severus geerbt.

Halt ganz Severus Snape Junior!

„Charlie hat recht, Helena! Du kannst deinem Sohn nicht andauernd nur ein Photo vor die Nase halten, wenn er dich nach Snape fragt. Und verdammt noch mal, Eve sieht jedes Mal aus, als müsse sie sich gleich Übergeben, wenn sie auch nur ansatzweise etwas über ihren Vater hört. Und die beiden haben sich damals vergöttert!" Bill hatte sich in Rage geredet und Helena drehte eilig ihren Kopf in alle Richtungen, als hätte sie Angst Eve könne etwas hören. Doch diese drehte immer noch ihre Runden und war gerade dabei, Hermine, Harry und Ron munter zu unterhalten.

„Das weiß ich! Schließlich bin ich ihre Mutter! Aber was soll ich eurer Meinung nach machen, mhh? Soll ich mich etwa dazu hinunterlassen und ihn in allen verdammten Ländern suchen? Er hat mich und seine Kinder verlassen, mein Gott noch mal!" zischte sie leise und rannte so schnell, wie sie durchs Zimmer kam in ihr Schlafzimmer, welches ihr und ihren Kindern für diese Nacht zugeteilt wurde.

Betreten schauten sich Bill und Charlie an, bevor sie Fight der verdutzten Minerva McGonagall in die Arme drückten und ihrer besten Freundin hinterher liefen.

Wie erwartet fanden sie sie in ihrem Zimmer.

Es war dunkel und Helena stand vor dem Fenster und hatte ihre Arme krampfhaft um ihren zitternden Körper geschlungen. Doch sie weinte nicht!

Sie weinte nie, seit er weg war!

Wie so oft, verspürten die zwei Brüder eine unermessliche Wut in sich, die sich nur auf einen einzigen Menschen richtete.

Severus Snape!

Seit er fort war, war ihre Freundin nicht mehr die Gleiche!

Sie war immer so voller Emotionen und Temperament gewesen.

Langsam gingen sie einige Schritte auf sie zu, bis sie dicht hinter ihr standen und nur den Arm ausstrecken müssten um sie zu berühren.

„Ich vermisse ihn so! Er fehlt mir so sehr, dass es weh tut!" flüsterte sie heiser und die Männer hofften, dass sie endlich mal Tränen zulassen würde.

„Das wissen wir, Schwesterherz!" sagte Charlie leise. Helena war die Zwei schon immer wie eine Schwester gewesen, genauso wie für Molly und Arthur eine Tochter.

„Dann sagt mir doch bitte was ich tun soll! Bitte!" flehte sie ihre besten Freunde an.

„Wenn du ihn noch immer so liebst, wie vor sechs Jahren, dann zur Hölle noch mal, geh ihn suchen!" sagte Bill bestimmt und legte ihr einen Arm um die Schulter.

Helena schüttelte müde den Kopf und lehnte sich dichter an Bill.

„Was ist wenn er geheiratet hat und ein glückliches Leben führt?" fragte sie ängstlich.

Charlie trat nun ebenfalls auf sie zu, umfasste ihre Hüften und sah ihr tief in die Augen.

„Finde es heraus! Dann hast du Gewissheit! Du weist doch schon warum er gegangen ist, dann finde auch heraus, ab er nicht zu dir zurückkommen würde."

„Und was tue ich wenn er es nicht tut?" fragte sie wieder und ihre Stimme wurde immer heiserer.

„Dann vergiss ihn und beginn endlich ein neues Leben und werde endlich wieder die Alte!"

Bill hatte sein Kinn auf ihren Kopf gelegt und hatte die Augen geschlossen.

„Charlie hat recht. Also komm endlich in die Gänge. Eve und Fight sind in Hogwarts gut aufgehoben und du kannst dich in Ruhe auf die Suche machen. Wenn du willst, begleite ich dich und Charlie bestimmt auch, oder Alter?" fragte er seinen Bruder bestimmt.

Dieser nickte tatkräftig und grinste über beide Ohren. Nicht mehr lange und sie würde nachgeben.

„Seit doch nicht albern! Fleur würde dich umbringen und mich gleich dazu! Und du, du hast deine Aufgaben. Ich suche ihn alleine und ihr passt mir schön auf meine Kinder auf und vor allem auf Hermine. Ich will nicht, dass sie sich übernimmt und irgendwelche überstürzten Missionen annimmt. Ich vertraue euch zwei meine Schätze an, verstanden?" sagte sie entschlossen.

Bill und Charlie grinsten übers ganze Gesicht und klatschten sich gegenseitig in die Hände.

Helena lachte und schaute den beiden ungläubig dabei zu, wie sie einen wahren Freudentanz aufführten.

„Ich warne euch, passiert den dreien auch nur irgendetwas, dann ist der Ärger den von mir bekommt, gar nichts zu dem von eurer Mutter!" sagte sie ernsthaft, aber die Lachtränen glänzten noch in ihren Augen.

Die Brüder hörten auf zu tanzen und schauten sie ungläubig an.

„Glaubst du wirklich wir werden die drei auch nur einen Augenblick aus den Augen lassen.

Wir werden mit ihnen nach Hogwarts ziehen, bis du wieder da bist und gut auf sie aufpassen!" ereiferte sich Bill und Charlie nickte kräftig als Zustimmung.

Helena lachte wieder auf und es war ein Lachen der puren Freude.

„Und was ist mit Fleur?" fragte sie außer Puste.

Bill machte ein trauriges Gesicht und schaute betreten auf den Boden.

„Ich wollte es euch eigentlich nicht so schnell sagen, Mom und Dad wissen auch noch nichts." Er machte eine kurze Pause um tief einzuatmen: „ Fleur und ich wir lassen uns scheiden!"

„Was?!" riefen Helena und Charlie aus einem Munde und sahen Bill geschockt an.

„Aber…aber wieso? Ich dachte immer ihr seid so verliebt ineinander?" fragte Helena verwirrt und auch Charlie wusste nicht so recht was er sagen sollte.

Bill druckste herum und setzte sich erst einmal aufs Bett.

„Naja nicht so direkt! Oder sagen wir mal, wir waren es!" sagte er frustriert.

„Wir streiten nur noch und ihre Eifersucht macht mich einfach wahnsinnig. Doch das alles könnte ich ja noch ertragen, wenn sie wenigstens kochen könnte!"

Helena und Charlie sahen sich an und grinsten. Ja, so war Bill! Er war einfach verwöhnt durch das Essen seiner Mutter!

Doch sie wussten auch wie Fleur sein konnte.

„Schenk ihr doch nen Kochkurs, aber schmeiß die Ehe nicht einfach so hin!" sagte Helena energisch. Sie liebte Bill wie einen Bruder und sie wollte nicht dass er unglücklich wurde.

Sie konnte sich noch genau daran erinnern, wie sehr er ihr mit dem ständigen Gequassel über seine Angebetete auf die Nerven ging und das nicht nur ihr.

Aber sie waren doch gerade erst mal ein halbes Lahr verheiratet und wollten sich jetzt schon wieder scheiden lassen.

Sie sah zu Charlie und sie konnte ihm ansehen, dass es ihm genauso ging.

„Du weißt ganz genau, dass es mir darum nicht geht, nicht wirklich jedenfalls! Sie macht mich verrückt mit ihren Eifersuchtsausbrüchen. Ihr müsst euch mal vorstellen, unseren ersten riesen Streit hatten wir deswegen, weil sie nicht wollte das du zu unserer Hochzeit kommst. Dabei bist du meine längste und beste Freundin. Ich hab da kein Bock mehr drauf!" Bill hatte sich langsam in Rage geredet und fast schon wütend raufte er seine Hände in seinem Schoß.

„Bill so ist sie nun mal! Gib zu, dass du ihre Allüren von vorn herein gekannt hast!" versuchte es Charlie nun auch, doch er verstummte sofort wieder, als der wütende Blick seines Bruders ihn erreichte.

„Charlie wie würdest du denn reagieren, wenn deine Frau dir jedes Mal die Hölle heiß machen würde, sobald du auch nur ein Wort mit Helena gesprochen hast." fragte er aufgebracht seinen Bruder.

Charlie nickte betreten und erwiderte: „Wahrscheinlich genauso wie du!"

Helena sah mit weiten Augen von einem zum anderen.

Sind die Zwei denn jetzt total übergedreht?

Das können sie doch nicht ernst meinen?!

Sie würden für sie ihre Ehen aufs Spiel setzten, bzw. tat der eine das gerade.

„Sagt mal spinnt ihr Zwei eigentlich total! Ihr tickt doch nicht mehr ganz richtig! Ich fass es nicht, stehen hier vor mir und erzählen mir, dass der Eine sich wegen mir von seiner Frau scheiden lassen will und der Andere, dass er gar nicht erst heiraten will, wenn sie mich nicht ausstehen kann. Beim Barte des Merlin, was ist bloß mit den Männer auf dieser Welt los?" rief Helena entrüstet und die beiden Männer zuckten kurz zusammen. So einen Ausbruch hatten sie bei ihrer besten Freundin schon lange nicht mehr erlebt, nicht seit Snape gegangen war. Und zu ihrem großen Erstaunen und auch zu ihrer absoluten Freude sammelten sich endlich nach sechs langen Jahren Tränen in ihren Augen.

„Was ist denn jetzt mit dir los? Erzähl mir nicht du hättest ehrlich erwartet, dass wir uns von dir trennen würden, falls so etwas passiert?" fragte Charlie sie entrüstet, doch ein kleines Lächeln zierte sein braunes Gesicht.

Helena, die nun mittlerweile angefangen hatte leise angefangen hatte zu schniefen, nickte vorsichtig.

„Doch…doch das…hatte ich! Ich meine mein… Verlobter…Ex-Verlobter verlässt…mich, aber…aber meine Freunde… stellen mich… über ihre eigenen Frauen!" schluchzte sie, doch als sich ihr Gesicht hob strahlte sie über das ganze Gesicht.

„Ich liebe euch beide, wisst ihr das eigentlich?!" schniefte sie wieder und fiel den beiden, über

beide Ohren grinsenden Männern, stürmisch um den Hals.

Das waren ihre wahren Freunde und sie dankte Gott, oder allen Göttern die es im Universum gab, dass sie sie hatte.

Und morgen würde sie anfangen, sich ihren Mann zurück zu holen.

Naja erst einmal musste sie ihn finden und das würde schon anstrengend genug werden.

TBC!!!

Kommt schon Leute, schreibt mir Reviews bitte, ich flehe euch an! Sonst schreib ich nicht weiter!

Ok Scherz, aber nett wäre es von euch trotzdem.

Ich hoffe euch gefällt die Geschichte immer noch, acuh wenn sie vielleicht ein bisschen anders ist als ihr es gedacht habt.

Liebe Euch!