Hier schon das 7. Kapi ^^

LG

Ronjale55

SDSDSDSDSDSD

Dakota verabschiedete sich von ein paar Typen mit denen er Training gehabt hatte. Es war schon dunkel und er lief zu seinem Auto. Plötzlich hörte er ein komisches Geräusch und blieb stehen. Langsam ging er weiter und kramte seine Schlüssel raus. Er schloss den Kofferraum auf und legte seine Sporttasche hinein. Dann setzte er sich ans Steuer. „Hallo Dakota." ertönte Ambers Stimme. Sie saß auf dem Beifahrersitz. Erschrocken drehte Dakota sich zu ihr. „Woah! Amber?!" Amber hielt den Kopf gesenkt. „Alle Welt sucht nach dir, weißt du das?!" „Ich weiß..." „Was hast du, Am?" „Mir ist so kalt..." „Bist du auf Droge? Die meisten glauben, du lässt dich irgendwo volllaufen." „Schön wärs.." schnaubte sie. „Im Wald, was ist da passiert? Die Leute, die getötet wurden, was hast du gesehen?" Amber hob den Kopf, schniefte und wandte sich zu Dakota. „Ich hab solche Angst." „Komm her." Er nahm sie in den Arm. „Schon okay, ich bring dich nach Hause." Sie löste sich wieder von ihm. „Ich...kann es nicht kontrollieren." „Was denn?" „Ich bin so...hungrig, Dakota... Es will einfach nicht weggehen." „Auf was bist du drauf? Was für Drogen hast du genommen?" Amber keuchte und packte Dakotas Kopf. Sie lehnte sich an seinen Nacken. „Ich will es. Ich bin so hungrig, Dake..." „Ok, schon gut, ich besorg dir was zu essen, bleib einfach hier sitzen, ich bring dich nach Hause." Dakota schob Amber von sich weg, die ihre Vampirzähne ausfuhr und ihn angreifen wollte. „Amber!" Er wich zurück. „Was ist denn mit dir los?!" Er fiel rückwärts aus der Autotür auf den Boden. „Amber!" Sie sprang auf Dake drauf. „Amber! Nein!" Sie wollte gerade zubeißen, als Lysander angezischt kam und sie festhielt. „Lass mich los!" wehrte sie sich. Dakota wollte wegrennen, doch Castiel versperrte ihm den Weg. Dake sah verwirrt zu Lysander. „Was geht hier vor, Lysander? Was ist mit Amber?" „Du hältst die Klappe." sagte Castiel. „Leck mich, Alter." „Leck mich? Wirklich? Leck mich?!" „Castiel, tu das nicht!" rief Lysander. „Ach, komm schon, niemand vermisst diesen Idiot." Dake holte aus, doch der Schlag tat Castiel nichts. „Wehe, du tust ihm was!" drohte Amber. Castiel packte Dakota an der Kehle und hob ihn mit einer Hand hoch. Dann manipulierte er ihn. „Vergiss, was du heute hier gesehen hast. Keiner von uns war hier." Er warf Dakota zurück, er schrie auf, landete schmerzhaft auf dem Boden und als er aufsah, war niemand mehr da...

Jessica wachte am nächsten Morgen auf und seufzte. Kentin war im Bad und trank Wasser aus dem Wasserhahn. Jessica kam rein. „Tschuldige." Sie wollte wieder gehen. „Nein, bin fertig, kannst rein." Jessica nahm ihre Zahnbürste und fragte verwirrt: „Du bist ganz schön früh auf. Wieso?" „Ich will zur Polizei, die organisieren einen Suchtrupp für Amber." „Warte, was ist mit der Schule?" „Das ist ein Witz, stimmts?" „Lass die Schule nicht ausfallen, wenn sie sie finden, werden wirs gleich erfahren, wozu gibt's Handys?" „Deinen Lippen bewegen sich, aber wieso?" Kentin ging aus dem Bad.

Bei der Schule wurde alles für die Halloween-Feier vorbereitet. Nathaniel lief durch den Schulflur, als sein Handy klingelte. „Ja?" Amber war dran. „Nath?" „Amber! Wo bist du, geht's dir gut?!" Amber saß in einem Sessel im Salvatore-Anwesen. „Ja, mir geht's gut." „Sag mir, wo du bist und ich komm dich holen." „Nein, ich... brauche Zeit, ich will mir über ein paar Dinge klar werden. Aber es geht mir gut, also mach dir bitte um mich keine Sorgen." Sie legte auf. Verwirrt steckte Nathaniel sein Handy wieder ein.
„Ich verstehe nicht, warum ihr mich hier einsperrt, warum kann ich nicht nach Hause?" Der Vorhang im Zimmer war zugezogen und Lysander und Castiel waren auch dort. „Du verwandelst dich, Amber und da willst du bestimmt nicht allein durch." sagte Lysander. Castiel saß am Schreibtisch und las Zeitung. „Hier steht nichts über diesen Logan, den ich getötet habe... Nicht ein Wort." Er spielte mit dem Kompass rum. „Jemand vertuscht das." „Was ist das?" fragte Amber. „Das ist ein ganz spezieller, wirklich alter Kompass. Was wollte Logan Fell wohl damit? Bist du nicht neugierig?" fragte er Lysander. „Wenn du dir solche Sorgen machst, dann schlag ich vor, du verlässt die Stadt, Castiel." sagte Lysander. „Wir sollten uns alle Sorgen machen." sagte Castiel. „Hey, ähm...ich hab Hunger, habt ihr was zu essen?" fragte Am. Lysander stand auf, nahm einen Becher, der auf dem Schreibtisch stand und reichte ihn Amber. „Hier." „Was ist das?" „Das, worauf du so gierig bist." Castiel lachte. „Lüg sie doch nicht an. Du willst was anderes, aber das tuts im Notfall auch, oder Lysander?" Amber roch daran. „Was ist das?" „Ja, was ist es? Ein Stinktier, ein Bernhardiner? Bambi?" stichelte Castiel. „Komm, probier's bitte." Amber verzog das Gesicht, aber nahm einen Schluck. „Sie ist neu, sie braucht Menschenblut. Das Zeug ist nicht die richtige Ernährung." „Ja, wieso krieg ich kein Menschenblut?" fragte Amber. „Weil es falsch ist unschuldige Menschen zu jagen, Amber." sagte Lysander. „Du musst niemanden töten." warf Castiel ein. „Such dir jemanden, der echt lecker ist und dann lösch immer sein Gedächtnis, ist so leicht." grinste er. Amber grinste erfreut. „Nein, nein! Es gibt keine Garantie, dass du dich kontrollieren kannst, das zu lernen dauert Jahre und eh du dich versiehst, hast du irgendwen umgebracht. Das trägst du dann dein Leben lang mit dir herum, was, um es noch mal klipp und klar zu sagen, ewig ist." „Hör nicht auf ihn. Er ist auf nem moralischen Trip jenseits von allem. Ich sage: Fangen, Essen, Löschen." „Hey, sieh mich an! Jeder wählt seinen Weg. Unsere Werte, unsere Taten, zeigen wer wir sind." „Okay... Graf Depuk." Castiel warf die Zeitung auf den Tisch und stand auf. „Ich verschwinde." „Mhm.. kann ich noch was haben?" fragte Amber.

Castiel lief die Treppe runter, durch den Flur und hörte die Türklingel. Er grinste, dann öffnete er. Jessica stand davor. Castiel lehnte sich verführerisch grinsend an die Tür und sah sie an. „Ist Lysander hier?" fragte sie. „Jep." „Wo ist er?" „Ich wünsch dir auch einen guten Morgen, kleines Fräulein, ich bin auf einer Mission unterwegs." Jessica verschränkte die Arbeit. „Wie kannst du, nach allem was du getan hast, noch so dermaßen arrogant sein und aalglatt?" „Und wie kannst du dermaßen mutig, oder auch dämlich sein, einen Vampir als arrogant und aalglatt zu bezeichnen?" „Wenn du mich tot sehen wolltest, wär ichs." „Ja, das wärst du." „Aber ich lebe." „Noch!" (AU: XD Love it!) „Ich will zu Lysander." „Er ist oben. Und singt Es grünt so grün. Viel Vergnügen." Er ging an ihr vorbei aus dem Haus, Jessica trat ein und schloss die Tür und Castiel grinste schief.

Jessica ging durch den Flur und blieb bei der Treppe stehen. „Lysander?!" Sie sah sich um. „Lysander..?" „Ja?" Er stand auf der Treppe. „Wo ist Amber?" Lysander hielt einen Zeigefinger vor den Mund. „Shh, sie ist oben." Er kam die Treppe hinunter. „Was sollen wir jetzt machen? Weil mein Bruder nämlich da draußen ist und nach ihr sucht, die halbe Stadt sucht sie, was sag ich ihm?" „Ich arbeite mit ihr, aber... es dauert ein bisschen, sie ist ziemlich flatterhaft und impulsiv. Sie nimmt viele Drogen, das spielt alles eine Rolle dabei, wie ihr Körper reagiert." „Dann ist sie ein Vampir mit Problemen? Was bitte soll ich tun? Ich bin nämlich gezwungen, sämtliche Menschen anzulügen, die mir etwas bedeuten. Was ist mit ihr?!" „Ich behalt sie hier, bis sie... keine Gefahr mehr ist." „Wie lange dauert das?" ertönte Ambers Stimme und sie kam die Treppe hinunter. Sie blieb stehen, als sie Jessica sah und Lysander seufzte. „Wir besprechen das später, ja?" sagte Lysander zu ihr. „Hey, Amber...Wie geht es dir?" „Wie's mir geht? Du willst mich wohl verarschen, stimmts?" Lysander sah zu Boden.

Kims Großmutter stand vor einem Spiegel und sie saß auf dem Sofa. „Wurden unsere Vorfahren als Hexen verbrannt?" fragte sie. „Nein, es wurden damals in Salem nur unschuldige Frauen verfolgt. Um eine echte Hexe zu fangen, braucht viel mehr als Ignoranz." Grams zündete eine Kerze an. „Wie sind wir in Mystic Falls gelandet?" „Unsere Familie ist aus Salem geflohen und hat sich 1692 hier niedergelassen. Unsere Vorfahren haben seit über hundert Jahren im Verborgenen gelebt. Und es ist wichtig, das es so bleibt." Sie setzte sich zu Kim aufs Sofa. „Grams, aber alle wissen doch, dass du eine Hexe bist." Sie hielt eine Teetasse in der Hand. „Sie wissen auch, dass das absurd ist, weil es so was nicht gibt. Ich bin nur eine Verrückte, die an der Universität Okkultismus lehrt. Aber niemand glaubt wirklich daran." Grams hielt auch eine Teetasse in der Hand. „Sie belächeln mich. Gut so. Sie sollen die Wahrheit nicht wissen." „Was ist mit der Hexerei? Grams, du sprichst seit 2 Tagen nur über die Geschichte. Kommen wir endlich zum Spaß." grinste sie. „Das soll kein Spaß sein. Es ist real und ernst, Kim. Und du musst es verstehen, bevor du es praktizierst. Du musst in die Schule." Kim seufzte und stand auf.

Carol Lockwood saß im Grill und beobachtete wie ihr Mann sich bei einem Deputy bedankte und dann zu ihr kam. „Es war ein Fehler die Uhr diesem Logan..." Richard sah sich um, ob sie nicht belauscht wurden. „...Wiesel anzuvertrauen." „Wie viele sind es, weißt du das?" „Laut Gerichtsmedizin nur einer, kann man aufgrund von Wundenradius und Bissstellen..." „Sind wir in Gefahr? Wenn es die Uhr gefunden hat, weiß es, dass wir es wissen, vielleicht macht es auf uns Jagd und...und kann ich überhaupt „es" sagen oder ist es ein Er oder eine Sie?" „Wenn es über die Stadt historisches Wissen hat, dann weiß es, wo die Uhr herkommt. Also ja, wir sind sogar in großer Gefahr." „Und was sollen wir jetzt tun?" „Es verschweigen."
Castiel saß an der Bar und belauschte die Unterhaltung.
„Wir können nicht einfach die Stadt darüber informieren. Wir müssen es finden, bevor es uns findet." Na, „es" hatte sie schon gefunden...

Die Schulflure waren schon voller Halloween-Dekoration und Nathaniel verstaute einen Ordner in seinem Schließfach. Dakota trat zu ihm. „Hey." „Hey." „Hab gehört, die organisieren einen Suchtrupp für Amber." „Sie hat grad angerufen. Es geht ihr gut." „Wie schön. Das freut mich. Du warst kurz vorm Durchdrehen, nehm ich an." „Schon n bisschen, ja." „Ich wollt dir nur anbieten... wenn ich irgendwas tun kann..." „Das weiß ich zu schätzen."

Kim schloss ihr Schließfach und Rosalya kam zu ihr. „Ich hab dein Kostüm." grinste sie und reichte Kim eine Tasche. „Ist alles hier drin." Es war... ein Hexenkostüm. „Ist das dein Ernst?!" Rosalya seufzte und lehnte sich an die Schließfächer. „Komm schon. Kann sich bitte mal irgendjemand darüber freuen, dass Halloween ist? Ich will einfach nur Spaß haben. Du weißt schon, ein bisschen kindischen, oberflächlichen, Castiel-freien Spaß." Kim hob die Bernsteinkette hoch. „Hey, hast du die Kette nicht von Castiel bekommen?" „Ja. Schmeiß sie weg, trag sie, ist mir egal. Ich will sie bloß los sein. Hast du Jessica gesehen? Weißt du, was sie anziehen wird?" „Ich war bei meiner Großmutter, ich kanns dir nicht sagen. Sie ist vielleicht bei Lysander." „Und reitet mit ihm in sein Schloss auf seinem Schimmel." „Sei nicht so verbittert. Davon bekommst du Falten." „Hm..." Es klingelte und Rosa tastete sich überprüfend die Stirn ab.

Amber saß mit Lysander und Jessica im Esszimmer. „Kaffee ist unser Freund. Wegen des Koffeins. Es zirkuliert durch unsere Venen und wärmt unseren Körper. Es verhindert, dass wir uns kalt anfühlen." sagte Lysander. „Aber was, wenn ich eigentlich Menschenblut will?" „Du musst lernen dagegen anzukämpfen und zwar jeden Tag aufs neue." Amber stöhnte. „Oh. Gott, kein 12-Schritte-Programm. Der Schulpsychologe hat das auch schon versucht, funktioniert nicht bei mir." „Es kann funktionieren, Amber." „Du hast also nie Menschenblut probiert?" Lysander zögerte, dann antwortete er: „Doch, ist lange her." „Wie lange?" hakte Amber nach. „Unzählige Jahre. Ich bin nicht stolz auf mein...früheres Verhalten." „Urgh, geht dieses miese Gefühl irgendwann weg? Ich fühl mich übel verkatert. Und die Tageslichtsache ist Mist!" Sie stand genervt auf. „Ich brauch mehr Blut! Wo ist dein Bad, ich muss pinkeln. Wieso muss ich denn pinkeln, ich dachte, ich bin tot?" Lysander deutete auf eine entfernte Tür und Am verschwand. Jessica stieß die Luft aus. „Ich werde ihr jetzt... noch etwas holen. Also.. ich beeil mich." sagte Lysander und ging. Jessica stand auf. Amber kam zurück. „Ach, falscher Alarm. Mein Körper fühlt sich schräg an, irgendwie abgefahrn. Schon gut, aber trotzdem merkwürdig." Sie seufzte und fing am Tisch an eine Nummer zu wählen. „Wen rufst du an?" fragte Jessica. „Kentin." „Amber, jetzt kannst du Kentin nicht mehr treffen." „Oh, komm schon, fang nicht damit an, ich kann treffen, wen ich will." „Nur, was wenn du ihn verletzt?" „Ich würde ihn niemals verletzen." Jessica trat ein paar Schritte auf sie zu. „Ich weiß, dass du das denkst. Aber das Risiko ist zu groß. Also lass Kentin in Ruhe." „Ach wirklich?! Wie lange hast du dich auf diese Du-bist-nicht-gut-genug-Rede vorbereitet? Ich nehme an, das war schon vor dem ganzen Vampirding." „Ich sage bloß eins: Das Kentin nichts mit dieser ganzen Sache zu tun haben darf." Amber lachte ungläubig. „Ich meins ernst, Amber." „Oder was?" Jessica beugte sich herausfordernd vor und wollte zu einer Antwort ansetzen, als Amber sie an der Kehle packte und sie gegen die Wand drückte. „Lass uns eins klarstellen, du miese kleine Schlampe," Jessica stand nur noch wackelig auf den Zehenspitzen ihrer Chucks und bekam kaum Luft. „Du hattest meinen Bruder lange genug unterm Pantoffel, 15 Jahre lang und dann hast du ihn abserviert! Wenn ich dich angucke, ist das alles, was ich sehe." zischte sie. „Nur damit dus weißt: Ich treffe Kentin, wann immer ich Kentin treffen will, denn..." Sie beugte sich zu Jessicas Ohr, welche versuchte sich wegzudrehen. „Ich hab ein paar neue Spielsachen zur Verfügung und ich würde nicht zögern, dir dein hübsches Köpfchen abzureißen, okay?! Ist das klar?!" Endlich ließ sie sie los und Jessica beugte sich hustend nach Luft ringend nach vorne.

Jessica war mit Lysander auf dem Hinterhof des Salvatore-Anwesens und fuhr sich über den schmerzenden Hals. „Sie hat mich bedroht." „Sie ist gereizt. Stell dir vor: Alle Sinne deines Körpers arbeiten super schnell. Ich meine, sie fühlt sich nicht wohl in ihrer eigenen Haut und die Probleme, die sie sonst noch hat..." „Wie lange bis das nachlässt? Ein paar Stunden, Tage, Wochen?!" „Dafür gibt es keine Regel." „Wie lange hat das Ganze denn bei dir gedauert?" „Eine Weile. Aber ich musste allein da durch. Die Sache ist die: Es ist hart, gewissen Menschen zu widerstehen, besonders, wenn man sich frisch verwandelt hat. Du kannst deine Gefühle nicht auseinanderhalten: Liebe, Lust, Ärger, Verlangen verschmelzen zu einem einzigen Drang: Hunger." Entsetzt sah sie Lysander an. „Und das bedeutet?!" „Sie darf Kentin nicht treffen. Nicht jetzt. Falls sie es nicht schafft, ihm zu widerstehen, könnte sie ihn verletzen." „Oder schlimmeres!" „Keinem passiert was, dafür werde ich sorgen." „Ich geh jetzt besser." „Jessica..." „Bitte, Lysander, das wird mir zu viel, ich kann das nicht." Sie ging.

Amber lag auf Lysanders Bett und Castiel kam aus dem Bad und trocknete seine Hände am Bademantel ab, der an der Tür hing. „Was machst du da?" fragte er. „Ich denke über die nächsten 100 Jahre nach." „Mhm." grinsend setzte er sich zu ihr aufs Bett. „Warum Castiel? Wieso hast du das getan?" „Ach, mir war... langweilig." Amber setzte sich etwas auf. „Aus Langeweile hast du mir sowas angetan?!" „Das sind nun mal die Tücken der Ewigkeit." Seufzend setzte sie sich hin. „Jetzt ist mir langweilig. Und ich denke die ganze Zeit nur an Blut, ich will Blut. Ich denk an nichts anderes mehr, was ist denn nur los mit mir?" jammerte Amber. Castiel grinste. „Das wird sich geben. Du warst eingesperrt, den ganzen Tag?" Sie nickte. „Gehen wir." Amber grinste erfreut. „Wohin?" „Dein Leben war mies, dein Leben nach dem Tod soll schöner werden." Er nahm sie bei der Hand und zog sie mit sich.
Lysander begegnete ihnen auf dem Flur. „Was wird das?" „Sie war in deinem Zimmer eingesperrt den ganzen Tag, sie ist nicht Anne Frank." Castiel öffnete die Haustür, doch Lysander drückte sie wieder zu. „Nein, nein, nein. Hey, hey, hey. Dafür ist es zu früh." „Wir werden ihr alles zeigen. Ihr beibringen worums geht." „Sie könnte jemanden verletzen." „Ich bring sie nicht ins Disneyland, wir gehen nur in den Vorgarten." sagte Castiel und öffntete die Tür wieder. „Komm mit." Amber ging voraus, dann Castiel und Lysander folgte ihnen. „Das ist eine schlechte Idee, Castiel." sagte Lysander draußen. „Sie ist ein Vampir. Zeigen wir ihr die positiven Seiten." „Die da wären?" fragte sie. Sie blieben stehen. „Naja..." sagte Castiel und zischte hinter sie. Sie sah sich suchend um und er tippte ihr auf die Schulter. Sie drehte sich um. „Woah!" rief sie grinsend. „Wie geht denn so was?" Castiel zischte erneut hinter sie. Er pfiff und sie drehte sich lachend zu ihm. „Komm schon, Amber. Leb ein bisschen. Ich meins nicht zynisch." Sie grinste und rannte los. Und war weg. Sie sahen sich suchend um, doch keine Spur von ihr. „Ah...mein Fehler." sagte Castiel.

Amber kam bei sich zu Hause an und holte den Zweitschlüssel unter dem Blumentopf hervor. Sie schloss die Tür auf, doch konnte nicht über die Schwelle treten. Sie rief nach Nathaniel. „Nathaniel?" „Amber?! Bist du das?!" Erfreut rannte Nathaniel zu ihr und umarmte sie. „Hey..." „Na, komm rein." sprach er die Einladung aus. Amber war versucht zuzubeißen, doch schob ihn zurück. „Eine Minute noch, ich..." Sie wusste noch nicht, dass sie schon eintreten konnte. „Bitte Amber, komm rein, ich hab mir Sorgen gemacht." Sie sah sich den Türrahmen an und wagte einen Schritt. Und es klappte, sie konnte rein. Nathaniel umarmte sie erneut. „Gott sei Dank geht es dir gut!" „Ja, mir geht's gut." sagte sie und schloss die Tür.
Amber setzte sich an den Küchentisch und Nathaniel brachte ihr etwas zu essen. „Wo warst du, Am?" „Ist nicht wichtig, lass mal gut sein." „Im Wald sind drei Leute umgebracht worden. Die Cops suchen überall nach dir, die wollen dir ein paar Fragen stellen." „Die wissen doch wo ich wohne." „Alle haben sich Sorgen gemacht, Am." „Ich bin wieder zu Hause, lass gut sein, ok?" „Soll das n Witz sein?! Ich hab n verdammten Suchtrupp quer durch die Stadt gejagt, während du auf deinem Scheiß Drogentrip warst und du sagst lass gut sein?!" Wütend zerbrach Amber mit der Gabel ihren Teller. Sie ließ die Gabel fallen und hielt sich den Kopf. „Mein Schädel explodiert." „Ach wirklich?" sagte er sarkastisch. Es klingelte an der Tür und Nathaniel ging hin um zu öffnen. Lysander stand davor. „Lysander, was willst du hier?" „Ist Amber da?" „Ja." „Kann ich reinkommen?" „Lass ihn bloß nicht rein, ich will nicht, dass er reinkommt!" rief Amber. „Hat er dir irgendwas getan?!" „Nein, er soll nur nicht reinkommen, klar?" „Ich würde gerne was besprechen, lass mich bitte rein." versuchte Lysander es erneut. „Ich weiß nicht, was hier los ist, aber du solltest wohl lieber gehen." „Nathaniel, bitte." „Geh jetzt, Lysander." Er schloss die Tür.

Kentin holte sich etwas aus dem Kühlschrank und sprach Amber auf die Mailbox. „Nur ein Anruf, Am, ich weiß nicht, was mit dir los ist, aber ich... Ruf mich bitte an." Jessica kam in die Küche. „Hey." Kentin seufzte. „Sag mal, hast du Bock heute auszugehen, vielleicht auf das Halloweending in der Schule? Kann nett werden." meinte Jessica. „Cool, klar, klingt äh..klingt super, kanns kaum erwarten." sagte Kentin ohne Begeisterung. „Ich weiß, du machst dir Sorgen wegen Amber, ich hab gehört, sie hat Nathaniel angerufen, aber du kannst nicht zu ihr, sie ist noch sehr labil. Das Beste für sie wäre, wenn du sie ihren Weg gehen lässt." „Was soll das bedeuten, sie ihren Weg gehen lassen?" grinste Ken. „Oh, ich vergaß, du bist ja Experte im Menschen-ihren-Weg-gehen-lassen." „Ich weiß, du verstehst das nicht, aber vertrau mir, das ist echt das Beste." Kentin ging näher zu ihr und beugte sich vor. „Ich hab mich nach Mom und Dads Tod nur scheiße gefühlt. Wie...alles ist egal, weil alles beschissen ist. Aber auf einmal gibt es da Momente, in denen sich alles ein klein wenig besser anfühlt und Amber war in jedem dieser Momente dabei! Vielleicht verstehst du es nicht aber: Vertrau mir, mich von ihr fernzuhalten ist nicht das Beste." Traurig sah Jessica ihm zu, wie er aus dem Raum ging. Er wollte gerade die Treppe hoch gehen, als er eine SMS bekam. Von Amber. Er blieb stehen. „Bin bei Nathaniel. Treffen wir uns?" Er schrieb zurück. „Ja. Wo?" Am antwortete: „Schule. Es ist Halloween!" Ken grinste und lief nach oben.

In der Schule war Halloween schon in vollem Gange.
Kim stand mit Rosa, die ihr zuliebe auch ein Hexenkostüm angezogen hatte, das aber schärfer aussah, rum und Dakota kam in einer römischen Verkleidung zu ihnen, die seine Muskeln sehen ließ. „Cider? Für die Ladies? Ein Lockwood Special." „Bloß nicht, letztes Jahr war mein Kater Thanksgiving noch nicht weg." sagte Kim. „Weichei. Ich trinke, bis ich irgendwen scharf genug finde um mit ihm rumzumachen." sagte Rosa und nahm ein Glas. Dakota verzog anerkennend den Mund. „Klingt nach nem Plan." und stieß mit ihr an.

Carol in einer Verkleidung aus Der große Gatsby saß im Grill mit ihrem Mann. „Der wievielte Martini ist das?" fragte er. „Oh. Fang nicht damit an." „Können wir jetzt gehen? Wir kommen zu spät zur Halloween-Party, also..." „Du kannst vorgehen. Ich würde gerne erst mal austrinken." Richard ging und Carol sah sich um. Einige Tische hinter hier saß Castiel und prostete ihr mit seinem Whiskeyglas zu. Einige Sekunden später ging er zu Carol und nahm ihr gegenüber Platz. „Lassen Sie mich raten: Daisy Beau." Carol grinste. „Mir gefällt der Gatsby-Look." „Wir haben uns schon mal gesehen, sind Sie nicht Rosalya Forbes Freund?" „Ach das war... eine Teenager-Schwärmerei. Zwar süß, aber... nichts für die...Ewigkeit." „Sie heißen Castiel, richtig?" „Oh, Sie haben's sich gemerkt." „Naja, man vergisst Ihr Gesicht nicht so leicht. Wie heißen Sie mit Nachnamen, Castiel?" „Salvatore." „Salvatore." Carol beugte sich vor. „Mh-hm." „Sind Sie ein Verwandter von Dimitri?" „Dimitri ist mein Onkel." Er manipulierte sie. „Woher kennen Sie Dimitri?" Carol bemerkte etwas und beugte sich näher zu ihm. „Alles in Ordnung?" Castiel blinzelte. „Ja, ich hab nur... irgendwas im Auge." „Also, ich kenne Dimitri vom Gründerrat." Castiel sah Carols Armband, in dem sich ganz sicher Eisenkraut befand. „Sie müssen wissen, die Salvatores gehören zu den ersten Siedlern in dieser Stadt." „Ja, ich weiß. Ich wusste nicht, dass mein Onkel im Gründerrat ist, ich bin erst vor kurzem wieder nach Hause gezogen und... konnte noch nicht viele seiner Freunde kennenlernen." „Könnten Sie ihm sagen, dass er mich anrufen soll? Er ruft einfach nicht zurück." „Dimitri hat für ne Weile die...Stadt verlassen." Er beugte sich verschwörerisch vor. „Aber...wenns um das Eisenkraut geht..." „Sie wissen etwas davon?" fragte Carol überrascht. „Tja, ich bin ein Salvatore, da sollte ich das wissen." „Natürlich." „Cheers." Er stieß mit ihr an.

Jessica kam im heißen Krankenschwester-Kostüm an der Schule an. Kentin war einfach in einem schwarzen Kapuzenpulli und lief ihr hinterher.
In einem Raum voller Schwarzlicht trafen sie auf Nathaniel, der ein Krankenpfleger-Kostüm trug. „Du trägst ja auch das Gleiche wie im Vorjahr." grinste er. „Tja, vor ner Stunde wusste ich auch noch nicht, dass ich komme." „Wie ich." Lachend schlug Jessica ihm gegen den Plastikfuß, den er in der Hand hielt. „Und du gehst offenbar als...du?" sagte Nathaniel zu Ken, der genervt wegging. „Er...redet nicht mit mir, wir haben uns gestritten." „Ja, ich hatte auch mit Amber Zoff, als sie nach Hause gekommen ist." Entsetzt starrte Jessica ihn an. „Ich will sie nicht bevormunden, aber irgendwie will ich sie heute im Auge behalten." „Sie ist hier?!" „Ja, kaum zu übersehen. Sie ist n Vampir." grinste er. Jessica keuchte erschrocken. „Wo ist Kentin hin?" „Hey, Jessica, stimmt was nicht?" „Ich muss ihn finden!" Sie lief los.

Amber war im Gothic-Look. Sie war in einem Flur voller Blitzlicher und hatte Probleme, da sie die Herzschläge der Menschen um sie herum hörte und die Halsschlagadern pulsieren sehen konnte. Plötzlich wurde sie gepackt und in ein leeres Klassenzimmer gebracht. Lysander, per Vampirgeschwindigkeit. „Was, verfolgst du mich etwa?!" „Naja, du lässt mir ja keine andere Wahl." Amber wollte wieder raus, doch Lysander versperrte ihr die Tür. „Lass mich hier raus!" „Du solltest nicht hier sein, Amber. Solche Menschenmengen erschweren es dir nur, die Kontrolle über dich zu bewahren." „Es geht mir gut." „Wirklich?" „Mh-hm." „Tut dir nichts weh? Dein Magen brüllt dich nicht an? Du fühlst dich weder ängstlich noch launisch, als ob du jemanden, der dich einfach nur schräg anguckt, am liebsten den Kopf abreißen würdest?!" Amber stieß zischend die Luft aus. „Willst du wissen, was das ist? Das ist Hunger. Und das wird nur schlimmer und schlimmer und zwar jede Minute, die du behauptest, das es dich nicht kontrolliert."

Castiel saß inzwischen auf der Sitzbank neben Carol. „Also, Sie brauchen Eisenkraut?" „Ja. Wir haben leider nur noch das, was mein Mann von seinen Eltern geerbt hat." „Mh-hm." „Und...Dimitri hat versprochen, das er uns mehr besorgen würde." „Wissen Sie, wir telefonieren recht oft, ich werd ihn einfach fragen." „Hm." „Um wie viel geht es? An wie viele Leute haben Sie gedacht?" „Zunächst wären da unsere Kinder, natürlich." „Natürlich." „Dann, ähm... Freunde..." „Mh-hm." „Familie und äh, alle Mitglieder des Rates." „Des Rates?" „Dimitri weiß, wie viele." „Hm." „Ich bin echt spät dran." lachte Carol beschwipst, da sie einen weiteren Martini trank. „Mein Gatte ist sicher ganz und gar nicht begeistert von mir." „Kommt darauf an. Sind Sie denn begeistert von ihrem Mann?" „Flirten Sie mit mir, Castiel?" „Sie haben damit angefangen." grinste er. „Stimmt." lachte Carol. „Ich begleite Sie zur Schule. Draußen ist es nicht sicher...allein. Ich mein, ich hab schon 10 Vampire in der Stadt gesehen." scherzte Castiel. „Wenn nur die echten auch so leicht zu finden wären." „Geht die Suche gut voran?" „Oh, wir hatten ja das Gründerfest und alle, die am Tag erschienen sind, konnten wir als Verdächtige ausschließen." Überrascht hob Castiel die Augenbraue. „Oh..." „Ansonsten gibt es leider keine Spuren." „Mhm..." „Ich muss los." „Ok."

Jessica suchte nach Kentin und sah Lysander, der mit Amber zu ihr kam. „Gott sei Dank." „Was ist passiert?" fragte Lysander. „Ich weiß nicht, wo Kentin steckt. Ich hab mir Sorgen gemacht." Nathaniel stieß zu ihnen. „Was ist los?" „Hey. Alles ist bestens." sagte Lysander. Amber riss sich von ihm los. „Du sollst aufhören mich zu belästigen, kapiert?!" „Nein, Amber, lass das!" rief Jessica. Amber wandte sich an Nathaniel. „Nathaniel, er lässt mich nicht in Ruhe..." „Du solltest besser abhauen!" „Nathaniel, das ist OK!" versuchte Jessica ihn zu stoppen. „Ist es nicht, was zum Teufel ist dein Problem?!" Er trat drohend näher zu Lysander und Amber verschwand. Jessica bemerkte es. „Lysander! Sie ist weg!" Jessica rannte los und Lysander wollte ihr folgen, doch Nathaniel hielt ihn auf. Lysander packte ihn und drückte ihn gegen die Wand. „Ich versuche Amber zu helfen!" Dann ließ er ihn los und folgte Jessica.

Kentin lief durch die gruseligen Schulflure und wurde plötzlich von jemand gepackt und in eine dunkle Ecke gezerrt. Amber. Sie küsste ihn und zog ihm grinsend die Kapuze runter. „Hast du mich erschreckt, Am." „Entschuldige, tut mir leid." grinste sie und sie knutschten weiter. „Komm mit, komm mit." sagte sie zwischen zwei Küssen und zog ihn mit sich. „Ok."

Kim stand draußen am Süssigkeitenkessel und Castiel trat grinsend zu ihr und nahm sich ein Bonbon. „Also...wo, wohin ist denn Rosalya verschwunden?" „Tu dir selbst einen Gefallen, Castiel und frag mich nicht nach Rosalya." „Oh Kim...so loyal..." „Halt dich von ihr fern!" Castiel grinste und sah die Bernsteinkristallkette an Kims Hals. „Woher hast du das?" Kim tastete danach. „Von einer Freundin." „Ah...Rosalya." grinste er. „Du weißt, dass das mir gehört, oder?" „Jetzt nicht mehr." „Witzig." Er schnippte mit den Fingern und streckte die Hand aus. „Ich wills wieder haben." „Aber ich werds dir nicht geben. Ich geb die Kette Rosalya, was sie damit tut, soll sie entscheiden." „Ich kann sie mir...auch jetzt gleich zurückholen." Er griff danach, doch es verbrannte seine Hand und er ließ schmerzhaft wieder los. Erschrocken lief Kim weg.

Jessica suchte nach Amber im gruseligen Schulflur. Amber zog Ken nach draußen zu den Schulbussen. Zwischen 2 Bussen drückte sie ihn gegen einen und sie machten rum.

Lysander lauschte und hörte sie. „Du hast mir so gefehlt." sagte Amber. „Du mir auch."

Jessica sah jemanden im schwarzen Pulli von hinten und lief zu ihm. „Kentin?!" Doch es war jemand anderes. Sie lief weiter.

„Ich hatte furchtbare Angst." sagte Kentin. „Mir geht's gut, aber... ich sollte die Stadt verlassen." „Was? Wohin?" „Ich halt das nicht aus, Ken, ich kann nicht länger zuhause bei Nathaniel wohnen, das haut nicht hin." „Nein, das kannst du nicht tun, geh nich weg." flehte Kentin. „Komm einfach mit." Sie küsste ihn erneut. „Komm mit, dann können wir für immer zusammen sein." Ken dachte kurz nach. „Ok. Ja." „Komm." Sie küsste ihn erneut, stärker diesmal.

Jessica suchte immer noch verzweifelt nach ihnen und sah einen Typen, der Fake-Gedärme Spaghetti aus seinem Bauch aß.

Amber und Kentin knutschten weiter, bis Amber zu heftig an Kentins Lippe knabberte und sie anfing zu bluten. „Au!" Amber nahm einen Blutstropfen in den Mund und genoss es. „Du darfst das Kostüm nicht so ernst nehmen..." meinte Ken belustigt. Lysander hörte wie er „Amber?" sagte. „Was, was is?" Sie leckte seine Lippe ab und fing an daran zu saugen. „Amber?!" hörte Lysander. „Amber, was zum Teufel?!" Er stieß sie von sich weg und sie fing an sich zu verändern und zeigte ihr Vampirgesicht. „Oh mein Gott, Amber. Amber, nein!" Sie ging auf ihn los. „Amber nein, stopp! Amber! Nein!" Jessica kam auf den Parkplatz und sah, was vor sich ging. Sie schnappte sich eine Holzlatte aus einer Tonne neben der Tür und rannte los. „Amber, nicht!" rief sie. Amber schubste Kentin zur Seite und stürzte sich auf Jessica. Sie schlug mit der Holzlatte zu, doch die zersplitterte nur. Amber warf sie auf ein Holzgerüst neben der Tonne. Jessica richtete sich leicht blutend an der Seite und der Schulter wieder auf. Kentin kam angehumpelt und Lysander tauchte auf und hielt Amber fest. „Amber!" Sie stieß Lysander weg und verschwand. Er sah sich um. „Geht! Geht nach drinnen! Na los!" Jessica nahm Ken bei der Hand und rannte los. Lysander sah unter die Busse, doch da war sie nicht. Jessica öffnete die Tür und wollte rein, doch Kentin wurde von Amber zurück gerissen. Er fiel gegen die Tonne mit dem Holz und stieß sie um. Amber packte sich Jessica und biss ihr in den Hals. Sie schrie auf. Lysander kam von hinten und pfählte Amber durch die Brust. Sie stolperte zurück, ächzte und Lysander zog den großen Holzpfahl wieder raus. „Amber!" schrie Ken. „Amber! Amber!" Lysander hielt ihn auf, als er zu Amber rennen wollte, aus deren Augen grauer Schleim lief und deren Adern sich überall schwarz auf ihrer grau gewordenen Haut abzeichneten. Sie fiel zu Boden und war tot. „Amber.." schluchzte Kentin. Entsetzt starrte Jessica zu ihr. „Amber! Amber!"

Jessica hielt sich ihre Wunden. „Bring ihn bitte hier weg." bat sie Lysander, der mit Kentin ging und sein Handy hervor zog.

Castiel zog sein Handy hervor, grinste, ging ran und fragte: „Was?!" „Ich brauch deine Hilfe." sagte Lysander.

Jessica stand noch immer bei Ambers Leiche. Sie kniete sich hin und fing an zu schluchzen.

Sheila Bennett saß über einem Buch, als sie die Haustür hörte und Kim panisch reingestürzt kam. „Was ist mit dir los?" fragte sie. „Ach, keine Ahnung, ich hab was getan, ich weiß auch nicht, es kam von meiner Halskette." „Wo hast du die her?" „Gehört zu meinem Kostüm, ist doch bloß Schrott." Grams schüttelte den Kopf. „Das, was du als Schrott bezeichnest, war früher mal im Besitz einer der mächtigsten Hexen unserer Familie!" Sie zog ein Buch aus einem Regal und zeigte ein Bild. „Ich werds dir zeigen. Das ist sie. Emily Zimo." Das Bild war von 1864... „Deine Ururururgroßmutter. Und da ist deine Halskette."

Castiel tauchte bei Jessica auf, die immer noch auf dem Boden kniete. „Geh du nur. Ich übernehm das." Langsam und wütend stand Jessica auf. „Du hast das getan! Das ist nur deine Schuld!" „Du verwechselst mich mit jemanden mit Gewissen." Wütend wollte Jessica ihn wegstoßen, doch er bewegte sich nicht. Dann wollte sie ihn schlagen, doch er fing ihre Hand ab. „All das ist mir vollkommen egal. Alles." Er ließ ihre Hand los. „Um dich herum sterben Menschen! Wie kann das egal sein?! Verdammt, das ist nicht egal, das weißt du!" Sie gab ihm eine Ohrfeige. Er hob langsam den Kopf und sah sie an. Sie zuckte ängstlich zurück. Castiel zog genüsslich die Luft ein. „Mmm.. Du solltest verschwinden. Deine Wunden bluten... Du solltest also verschwinden." betonte er. Und sie tat es. Castiel sah zu Amber und ging seufzend in die Hocke.

Jessica lief zu ihrem Auto und Nathaniel rief sie und lief zu ihr. „Jessica! Hey, hast du irgendwo... Woah. Was ist passiert?" „Gar nichts, irgend so ein Mistkerl hat mich mit gefakedem Blut erwischt, ich bin auf dem Weg nach Hause, duschen." log sie. „I-ich kann Amber nirgends finden. Sie hat mich stehen lassen und ist abgehauen." „I..ich weiß nicht, wo sie ist." log Jessica. „Ist das etwa mein Schicksal? Mir ewig Sorgen um sie zu machen?" „Du bist ein toller Bruder, Nathaniel." lächelte Jessica. „Ja...sie ist vielleicht schon bei uns." Jessica nickte. „Ja. Vielleicht." „Ok." Er ging. Jessica lief zu ihrem Auto, setzte sich rein und ließ den Tränen freien Lauf. Verzweifelt schlug sie gegen das Lenkrad.

Jessica kam zuhause an und lief die Verandatreppe hoch. Lysander wartete dort schon. „Wo ist er?" „Drinnen." Jessica ging rein und direkt zu Kentin.

Er saß auf seinem Bett, einen Teddybären umschlungen und todtraurig weinend. Jessica setzte sich zu ihm. Sie legte ihre Hände tröstend auf seine Arme. „Ist dir bewusst, was da vorhin passiert ist?" „Nein. Ich verstehs nicht. Ich meine, ich weiß, was ich gesehen hab, aber...ich verstehs nich." „Sie wollte mich umbringen." „Jetzt ist sie tot, Amber ist tot!" „Es tut mir so leid, Ken." Sie wollte ihn in den Arm nehmen. „Mach, dass es aufhört, es tut so weh." schluchzte er. „Shh..ist ja gut, ist ja gut..." „Wieso müssen mir alle wegsterben?" „Oh Gott, komm her." Sie nahm ihn in den Arm und er weinte sich aus.
Lysander saß draußen auf der Bank, die auf der Veranda stand.

Nathaniel kam nach Hause und fand keine Amber.

Jessica kam zu Lysander vor die Haustür, eine Decke um sich geschlungen. „Alles OK?" fragte sie. Er nickte. „Ich...ich wollte ihr helfen. Aber stattdessen... Wie geht es ihm?" „Er ist am Ende." sagte Jessica tränenerstickt. „Das alles ist einfach zu viel für ihn. Er ist doch noch so jung!" Lysander nahm ihre Hände. „Jessica, was kann ich tun, ich.. wie kann ich nur helfen, ich tu alles." „Kannst du ihm helfen zu vergessen?" „J-Jessica..." „Lysander, bitte! Ich weiß nicht, wie er das alles überstehen soll! Ich wünsche mir, dass er vergisst, was heute Abend war." „Wenn ich das tue, gibts keine Garantie, dass es funktioniert. Ich hab vielleicht nicht die Kraft, dadurch wie ich nun mal lebe, seine Erinnerungen an heute Abend vollständig zu löschen." „Ich kanns machen!" ertönte Castiels Stimme. Lysander sah an Jessica vorbei, sie drehte sich um und dort stand er. „Wenn es das ist, was du willst..." Er kam näher. „Tu ichs." Jessica sah zu Lysander. „Das ist es, was ich will." „Was soll dein Bruder glauben?" fragte Castiel. „Er soll denken, dass Amber die Stadt verlassen hat. Und das sie nie zurückkommen wird. Er soll sie weder suchen, noch sich um sie sorgen. Auch wenn er sie vermisst, soll er wissen, es ist so am Besten." Castiel nickte und betrat das Haus.
Lysander setzte sich wieder auf die Bank und Jessica setzte sich neben ihn. „Ich wünsche mir irgendwie, das ich auch vergessen könnte. Das ich dir begegnet bin, erfahren habe, was du bist und alles, was seitdem passiert ist." „Wenn du das willst." „Ja. Das tue ich. Weil ich, äh... ich will mich einfach nicht so fühlen. Aber ich kann nicht. Obwohl so viel Schlimmes geschehen ist, ich will meine Gefühle für dich nicht verlieren." Sie sah ihn an und Castiel kam wieder. „Fertig." sagte er. Jessica stand auf und ging ins Haus.

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Nette und überraschende Geste von Castiel, nicht wahr? XD

Hier wieder die Songs:

Open Arms von Gary Go

Jess wacht auf und redet mit Kentin über die Suchmannschaft für Amber

Fading Light von Final Flash

Nath und Dake reden über Amber, Rosa gibt Kim ein Kostüm

No One Sleeps When I'm Awake von The Sounds

Castiel erklärt Amber, warum er sie verwandelt hat

To Lose My Life von White Lies

Halloween beginnt in der Schule

Fables von The Dodos

Castiel redet mit Carol Lockwood im Grill

Open Hearts von The Longcut

Elena kommt auf der Halloween Feier an

Sleep Alone von Bat for Lashes

Amber und Kentin gehen nach draußen, während Lys und Jess nach ihnen suchen

The Weight of Us von Sanders Bohlke

Jessica und Lysander reden, Castiel löscht Kentins Erinnerungen

LG

Ronjale55