Lysander hielt Debrahs Bild mit Jessicas Halskette in der Hand und sprach Jessica auf die Mailbox. ,,Jessica, ich bins, Lysander. Ich weiß, dass dich das Bild verwirrt haben muss, aber ich kanns dir erklärn. Ich muss es dir erklärn. Also bitte, wenn du das hörst, ruf mich an."

Jessica hatte den Unfall in ihrem schwarzem 2008er Ford Escape Geländewagen und der Mann im Kapuzenpulli (AU: So wie A aus PLL! XD) kam auf sie zu. Sie versuchte panisch zu entkommen, als der Mann immer näher kam. Der Vampir beugte sich zu ihr runter, Jessica fing an zu schreien und der Vampir raste weg. Verwirrt hielt Jessica inne, nur um nochmals aufzuschreien, als jemand herbei gerast kam. Doch es war Castiel, der sich besorgt zu ihr beugte. ,,Alles OK mit dir?",,Castiel?",,Du steckst fest..." Er stand auf und wollte das Auto bewegen. ,,Mein Sicherheitsgurt..ich krieg ihn nicht auf." schluchzte Jessica. ,,Ich hol dich da schon raus. " sagte er und kniete sich wieder zu ihr. ,,Drück mit deinen Händen gegen das Dach." Jessica gehorchte. ,,Ja, genau so. Bist du bereit? 1, 2...3." Castiel riss den Sicherheitsgurt auf und fing Jessica auf. ,,Hab dich. " Er zog sie raus und hielt sie auf seinen Armen fest. ,,Alles in Ordnung? Kannst du stehen? Hast du dir was gebrochen?" Sie schüttelte benommen den Kopf und Castiel stellte Jessica wieder auf ihre Füße. Doch sie fiel fast hin, also hielt er sie wieder fest. ,,Uh, du kippst aber schnell um, Jessica." Er strich ihr übers Haar. ,,Jessica? Sieh mich an. Konzentrier dich." Er hielt sanft ihr Kinn fest. ,,Sieh mich an. Okay." ,,Ich seh aus wie sie." ,,Was?" Jessica verlor das Bewusstsein, kippte um, er fing sie auf, strich ihr sanft über die Stirn und hob sie dann hoch und trug sie vom Unfallort weg.

Armin Saltzman schrieb am nächsten Morgen an seinem PC Tagebuch. 'Ich hab einen gefunden. Nach Jahren der Forschung und der Recherche stand er da. Direkt vor mir. Ich hatte schreckliche Angst. Während ich ihm in die Augen starrte, trieb ich einen Pfahl in sein Herz.' Er zog sich einen schwarzen Pulli über. 'Ich hatte recht, was Mystic Falls angeht. Hier ist das Böse. Ich kann es spüren. Fühlen. Es ist überall.' Neben seinem Computer stand ein Bild von seiner Frau, sie hatte braune Haare und braune Augen, und er erinnerte sich zurück.

Seine Frau lag im Bett und schlief, als er zu ihr kam und ihren Kopf küsste, um sie aufzuwecken. ,,Es ist noch nicht mal 7 Uhr." ,,Was soviel heißt, du musst noch mindestens 6 Stunden schlafen." lächelte er. ,,Diese ewigen Frühaufsteher." ,,Ich komme erst spät nach Hause." ,,Ich liebe dich." ,,Ich liebe dich auch." lächelte er und sie zog sich lächelnd die Decke über den Kopf.

Castiel fuhr in seinem blauen 1969er Chevy Camaro Convertible umher und Jessica lag neben ihm auf dem Beifahrersitz und schlief. Dann wachte Jessica auf und sah sich verwirrt um. ,,Morgen." lächelte Castiel, als ihr Blick auf ihn fiel. ,,Wo sind wir?" fragte Jessica und fuhr sich durch die Haare. ,,In Georgia." ,,Georgia? Nein, nein sind wir nicht, ernsthaft, Castiel, wo sind wir?" ,,Ernsthaft, wir...wir sind in Georgia." Jessica stieß die Luft aus. ,,Wie fühlst du dich?" ,,Ich...ich..." ,,Du hast dir nichts gebrochen, ich hab dich untersucht." ,,Mein Auto, da war ein Mann, ich hab ihn überfahrn, aber dann ist er aufgestanden und...Wer war das?" ,,Das würd ich selbst auch gern wissen." ,,Wo ist mein Handy?" Sie fing an es zu suchen. ,,Wir müssen unbedingt sofort zurückfahren, niemand weiß, wo ich bin! Du musst rechts ranfahrn! Ich meins ernst, Castiel, fahr an die Seite! Halt den Wagen an!" Castiel seufzte. ,,Du warst so viel witziger, als du noch geschlafen hast." Er fuhr rechts ran und Jessica stieg aus, sehr schwach und schmerzerfüllt. Besorgt raste er zu ihr rüber, um sie zu stützen. ,,Hey." ,,Geht schon wieder." Sie trat ein paar Schritte vor und rief: ,,Wir müssen sofort umkehren. " ,,Ach, komm schon, jetzt sind wir schon so weit gefahrn." grinste er. ,,Warum machst du das? Ich hab mein Auto zu Schrott gefahren, ich muss nach Hause, Castiel! Das ist eine Entführung!" ,,Das klingt ziemlich melodramatisch, findest du nicht?" grinste er. ,,Du bist nicht witzig! " (AU: Eh..doch. XD) Castiel seufzte. ,,Das geht nicht, du kannst mich nicht zwingen, nach Georgia zu fahren!" ,,Du bist schon in Georgia." lächelte er und lehnte sich gegen sein Auto. ,,Ohne deine magische Halskette, darf ich hinzufügen." Jessica fasste sich an den Hals. ,,Ich könnte dich ohne Schwierigkeiten dazu bringen, zu allem ja zu sagen." ,,Was willst du eigentlich beweisen?" Ein Handy klingelte, das in Castiels Hosentasche steckte. ,,Das ist mein Telefon!" sagte Jessica und Castiel zog es hervor. ,,Mhm, das ist dein Freund." Er hielt ihr das Telefon hin, doch sie wandte sich ab. ,,Ich geh ran. Jessicas Apparat?" ,,Wo ist sie? Warum hast du ihr Telefon, was ist mit ihr?!" fragte Lysander, der immer noch zuhause war. ,,Mit Jessica? Mhm, sie ist hier bei mir. Es geht ihr...bestens." ,,Wo bist du? Lass mich mit ihr reden." Castiel hielt Jessica erneut das Handy hin. ,,Er will dich sprechen." ,,Mh-mm." schüttelte Jessica den Kopf. Castiel ging wieder ran. ,,Tja, ich hab den Eindruck, sie will jetzt nicht unbedingt mit dir reden." ,,Castiel, ich schwöre bei Gott, wenn du sie anrührst, dann..." ,,Ich wünsch dir einen schönen Tag. Mh-hm. Bis dann." lächelte Castiel und legte auf. Lysander legte auch auf und warf wütend das Handy in die Ecke. Dann hob er Jessicas Halskette vom Tisch auf.

,,Hör mal, keiner weiß wo ich bin. Können wir jetzt bitte umkehren?" fragte Jessica. ,,Wir sind fast da." ,,Was heißt da?" ,,Ein kleiner Ort, außerhalb von Atlanta, jetzt komm schon, Jessica. Du musst doch gar nicht sofort zurück, oder? Wozu die Eile? Time out!" Er machte das Zeichen. ,,Deine Probleme sind immer noch da, wenn du nach Hause kommst. Hey, mach mal fünf Minuten Pause von deinem Leben. Fünf Minuten." lächelte er. Jessica seufzte und wandte sich nervös um und wieder zu ihm zurück. ,,Bin ich überhaupt sicher bei dir?" ,,Ja." Sie verschränkte die Arme. ,,Versprichst du mir, dass du nicht diese...Bewusstseinskontrollsache bei mir machst?" ,,Ja!" ,,Kann ich dir traun?" ,,Steig ins Auto." Er ging an ihr vorbei. ,,Na los."

Armin suchte vor der Schule etwas in seinem Auto und Kentin kam vorbei und sah ihn. ,,Hey, Mr. Saltzman!" ,,Hey, Kentin. Ich finde meinen Ring nicht mehr, ich hab ihn vor dem Sport abgenommen und ihn hier irgendwo hin. Da ist er ja." Er stieg aus und zog ihn über. Also ist er kein Vampir, sonst wäre er längst verbrannt. ,,Ein Familienerbstück zu verliern...übel." Er grinste, Kentin ebenfalls. ,,Wie kommst du mit deiner Hausarbeit voran, hast du schon ein Thema?" ,,Äh, Mystic Falls, die Bürgerkriegszeit." ,,Aus welchem Blickwinkel?" ,,Der meiner Familie, ich hab einen Vorfahren aus dem 19. Jahrhundert, der Tagebuch geschrieben hat. Und die Gilberts gehörten zu den Gründerfamilien von...von Mystic Falls, also... " ,,Das klingt gut." lächelte Armin.

Kim verließ die Schule und Lysander lief ihr hinterher. ,,Kim!" ,,Lysander, hi." ,,Hey...ich hab dich ne Weile nich gesehen, wie gehts dir? So mit allem." ,,Ähm, gut. Alles in Ordnung. " ,,Gut." ,,Ja. Kommst du wieder in die Schule?" ,,Nein, eigentlich bin ich nur hier, weil ich dich gesucht hab. Ich brauche deine Hilfe bei etwas. Einem Zauber." Kim seufzte und blieb stehen. ,,Lysander...Jessica macht das alles nichts aus, ich weiß das und ich bin dir dankbar, dass du mir geholfen hast, aber ich hab nicht die Absicht, mich da weiter hineinziehen zu lassen." ,,Das versteh ich. Aber... ich brauche deine Hilfe. Es geht um Jessica. Sie ist bei Castiel. "

Also setzten sie sich an einen der Tische, die auf dem Schulhof standen. ,,Ich hab Jessicas Halskette, ich hatte die Hoffnung, dass du damit eine Art Verbindung herstellen kannst. Ich will nur sicher sein, dass es ihr gut geht." ,,Woher weißt du, dass ich das kann?" ,,Im Laufe der Jahre hab ich ein paar Hexen kennengelernt und gesehen, was sie alles können." Kim seufzte. ,,Ich hab gerade erst damit angefangen. " ,,Macht doch nichts. Versuchs mal." Lysander legte Kim Jessicas Halskette in die Hand. ,,Also gut." Kim umschloss die Halskette mit beiden Händen. ,,Schön." Sie schloss die Augen, atmete tief ein und aus, plötzlich hielt sie sie fester, nur um frustriert die Augen zu öffnen und die Luft auszustoßen. ,,Da ist nichts. Da geschieht überhaupt nichts. Gewöhnlich erscheint ein Bild oder... Sag mir, wenn jemand her sieht." flüsterte sie, da ihr eine Idee gekommen war. ,,Okay." Sie hob ein Blatt vom Boden auf, legte es auf den Tisch und versuchte es schweben zu lassen, doch es klappte nicht. ,,Was ist?" ,,Da stimmt was nicht." ,,Mit Jessica?" ,,Mit mir! Irgendetwas stimmt nicht mit mir! Ich muss gehen." Sie stand auf und schnappte sich ihre Bücher. ,,Tut mir leid, Lysander, ich kann dir leider nicht helfen." Sie lief weg.

Jessica und Castiel waren wieder unterwegs. Und Castiel tippte mit den Fingern das Lied, das im Radio lief, mit. ,,Und wo ist mein Auto?" fragte Jessica. ,,Mh, ich habs an den Straßenrand gezogen, da wirds sicherlich niemanden störn." ,,Was war das für ein Mann auf der Straße? War er ein..?" ,,Soweit ich gesehen hab, ja." ,,Kennst du ihn denn nicht?" ,,Nein, ich bin ihm noch nie begegnet. Wir haben nicht sowas wie einen Treffpunkt in irgendeiner Vampbar oder so."
Castiel hielt vor einer Bar und Jessica fragte: ,,Wo sind wir? Du bringst mich zu einer Bar?" Sie stiegen aus. ,,Castiel, ich bin noch nicht alt genug, die lassen mich da nicht rein." ,,Doch, bestimmt. " grinste er und lief voraus. Jessica warf die Autotür zu und folgte ihm.

Die dunkelhäutige Barfrau Bree sah Castiel, als er grinsend eintrat und legte den Lappen weg, mit dem sie die Theke geputzt hatte. ,,Nein! Das kann doch nicht wahr sein! Castiel?" Sie rutschte über die Theke und kam zu ihm. ,,Mein Liebling." Sie packte seinen Kopf und küsste ihn innig. Überrascht sah Jessica zu.

Danach hob Bree eine Flasche Whiskey und rief: ,,Alle mal herhörn! Auf den Mann, der mein Herz gebrochen..." Sie füllte eine Reihe Gläser. ,,Meine Seele zerschmettert, mein Leben zerstört und mir jegliche Hoffnung auf Glück genommen hat." Sie stellte Jessica und Castiel, die nun an der Bar saßen Drinks hin und Castiel grinste. ,,Cheers." sagte Bree und sie und Castiel tranken. Als Jessica nicht trank, nahm Castiel ihr Glas und leerte es auch in einem Zug. Grinsend sah Jessica zu. ,,Also, wie hat er dich eingefangen? " fragte Bree. ,,Er hat mich nicht eingefangen, eigentlich bin ich mit seinem..." ,,Schätzchen, wenn er dich nicht eingefangen hat, dann hat er dich unter der Peitsche. So oder so, genieß es einfach." ,,O..kay..und wo seid ihr euch begegnet? " Bree lachte. ,,Auf der Uni." Überrascht grinsend sah Jessica zu Castiel. ,,Du warst auf der Uni?" ,,Und ob ich auf der Uni war, klar." sagte er und leerte noch ein Glas. ,,Vor ungefähr 20 Jahren, als ich ne süße Studienanfängerin war, hab ich diesen bildschönen Mann kennengelernt. Und mich verliebt. Und dann hat er mir sein kleines Geheimnis erzählt und ich hab ihn nur noch mehr geliebt. Denn ich hatte auch ein kleines Geheimnis, dass ich unbedingt jemanden mitteilen wollte." Castiel beugte sich zu Jessica und flüsterte: ,,Sie ist eine Hexe." Überrascht sah Jessica Bree an. ,,Du hast mein Leben verändert. " ,,Ich habs auf den Kopf gestellt." grinste er und Bree lachte. ,,Er ist gut in der Kiste, oder? Aber meistens ist er ganz schnell wieder weg." Bree leerte ein weiteres Glas. ,,Und, was möchtest du von mir?"

Kentin war in der Bücherei um für seine Hausarbeit zu recherchieren. Er ging in einen Gang und suchte nach einem Buch, als plötzlich mehrere Bücher vor ihm aus dem Regal fielen. Er schreckte zurück. Dann bückte er sich um ein paar der Bücher aufzuheben, doch als er wieder aufstand, stand plötzlich ein Mädchen hinter ihm. ,,Oh mein Gott, es tut mir schrecklich leid, da hat ein Buch in einem anderem gesteckt und ich hab dran gezogen und kawumm-kawumm." Kentin stellte die Bücher zurück. ,,Alles in Ordnung?" ,,Ja, ja. Nichts passiert." ,,OK." Kentin wollte die restlichen Bücher aufheben, doch das Mädchen bückte sich ebenfalls und sie stießen mit den Köpfen zusammen. ,,Au!" lachte das Mädchen und auch Kentin musste grinsen. ,,Ähm, ich bin Li." sagte sie und reichte ihm die Hand. ,,Kentin." Er schüttelte ihre Hand und Li grinste.

Kim durchsuchte bei ihrer Grams zuhause einige Bücher und seufzte erleichtert, als sie nachhause kam. ,,Oh Gott sei Dank, bist du wieder da." ,,Ja, dir auch ein Hallo. Was ist passiert?" ,,Meine Kräfte sind weg, Grams! Ich krieg nichts mehr zustande, gar nichts! Auch, wenn ich mich konzentriere. Und es steht nichts in irgendeinem dieser Bücher, wie ich sie wiederbekomme!" ,,Augenblick, jetzt beruhige dich erstmal." Sheila legte ihre Handtasche weg und setzte sich zu Kim aufs Sofa. ,,Was ist passiert?" Kim seufzte. ,,Ich kann nicht. " ,,Haben wir jetzt Geheimnisse? " ,,Ich darf nichts sagen, tut mir leid, ich habs versprochen!" Sheila hob überrascht die Augenbrauen. ,,Bitte...Hilf mir." Sheila sah zu den Büchern. ,,Zunächst einmal können dir die hier dabei gar nicht weiterhelfen. Wenn du eine Blockade hast, dann ist die hier drin. Davon musst du dich befreien, dann bist du wieder im Geschäft." Kim seufzte. ,,Wovon befreien?" ,,Von dem, was dich so verängstigt hat." sagte sie.

Jessica stand draußen vor der Bar an Castiels Auto und telefonierte mit Iris. ,,Hi, Iris. Es tut mir schrecklich leid." ,,Wo bist du? Und warum hast du nicht angerufen?" Jessica holte Luft und log: ,,Gestern Abend war ich so erledigt, dass ich bei Kim eingeschlafen bin und heute morgen wollte ich...einfach nur zur Schule. " Iris war zuhause in der Küche mit einem Kaffee. ,,Ist alles in Ordnung? " ,,Du weißt schon: Lysander und so.."

Castiel und Bree saßen etwas abseits und Bree legte die Füße auf den Tisch. ,,Komm schon, es muss noch einen anderen Weg geben." ,,Nach all den Jahren gehts immer noch nur um Debrah...Woher weißt du überhaupt, dass sie noch lebt?" ,,Na, wenn du mir hilfst in die Gruft zu gelangen, dann werden wirs erfahren..." sagte er und wollte nach ihrem Arm greifen, doch sie zog ihn weg. ,,Das hab ich schon getan. Vor 20 Jahren, weißt du nicht mehr? Drei einfache Schritte: Wir brauchen Komet, Kristall, Zauberspruch." ,,Es gibt ein Problem mit Nummer 2, ich habe den Kristall nicht." ,,Mhm, dann wars das, Castiel. Es gibt keinen anderen Weg, es ist Emilys Zauber." ,,Wie wär's damit: Ein neuer Zauber, mit einem neuem Kristall, der Emilys Zauber außer Kraft setzt." lächelte Castiel. ,,So funktioniert das nun mal nicht, Baby. Emilys Zauber ist absolut. Versteh doch, du kannst nicht in diese Gruft."

Kim lief durch den Wald zum alten Friedhof, wo Castiel sie angegriffen hatte. Sie stand inmitten der Ruine und sah sich um. Sie hob ein Blatt vom Boden auf und versuchte es schweben zu lassen. Es klappte nicht und wütend schüttelte sie seine Hand. ,,Komm schon.." Sie versuchte es erneut. Plötzlich hörte sie ein Knarren und sah sich um. Niemand zu sehen. Ein weiteres Knarren. Kim ließ das Blatt fallen. ,,Hallo?!" Noch ein Knarren aus der anderen Richtung. ,,Ist jemand hier?!" Plötzlich knarrte es unter ihren Füßen und sie stürzte aufschreiend nach unten.

Castiel lief durch die Bar und sah, dass Jessica draußen einen Anruf von Lysander bekam. Sie ging ran und Castiel lauschte dem Gespräch.
,,Jessica, bist du das?!"
,,Ich bin dran."
,,Wo bist du?"
,,Du hast gelogen!"
,,Kann ichs dir erstmal erklärn, bitte?"
,,Dann...hast du also nicht gelogen?"
,,Sag mir doch, wo du bist, dann kann ich dich abholen."
,,In welcher Verbindung stehe ich zu Debrah?!"
,,Das weiß ich nicht, ganz ehrlich, ich weiß es nicht."
,,Oh, und du meinst wirklich, ich glaub dir das?!"
,,Es ist die Wahrheit, ich...Jessica, hör mal..."
Jessica legte sauer auf, drehte sich um und Castiel stand direkt hinter ihr. ,,Alles OK?" ,,Oh, tu nicht so, als würdest du dich sorgen, insgeheim freust du dich doch!"
Bree sah, dass sie beide draußen waren, zog ihr Handy hervor, ging zur Theke, schaltete den Mixer an, sodass kein Vampir mithören konnte und rief jemanden an. ,,Hey, ich bins Bree. Du errätst nie, wer in meiner Bar aufgekreuzt ist."

Kim wachte auf und lag auf Steinen in einer Höhle. Steine lagen auch auf ihr und sie zog sie schmerzerfüllt von sich runter. Sie fuhr sich über eine Beule am Kopf. ,,Au." Außerdem blutete sie am Knie. Kim stand schmerzhaft auf und sah sich um. ,,Hallo?!" rief sie nach oben zu dem Loch, einige Meter über ihrem Kopf, durch das sie gebrochen war. ,,Ist irgendjemand da?!" Sie sah sich um und sah eine Steinplatte, auf die ein Pentagramm geritzt war. Sie hatte die Gruft gefunden.

Lysander ging zum Haus von Sheila und klopfte an die Tür. Sheila öffnete. ,,Hi." ,,Wie kann ich Ihnen helfen?" ,,Ich bin Lysander, ein Freund von Kim." Er reichte Sheila die Hand und schüttelte sie. ,,Ihr Vater hat mir gesagt, dass sie hier sein könnte." ,,Sie war hier. Jetzt nicht mehr." ,,Wissen Sie, wo sie hinwollte?" ,,Nein, aber Sie wissen es." ,,Wie bitte?" ,,Ich hab ihr gesagt, sie muss sich ihrer Angst stellen und ich spüre jetzt, dass Sie ganz genau wissen, warum sie Angst hatte. Was ich bin, wissen Sie. Und trotzdem haben Sie mir die Hand gegeben, weil Sie mir damit zeigen wollten, dass ich Ihnen vertrauen kann." ,,Können Sie das?" ,,Ich vertraue Ihnen, dass Sie sie beschützen. Dann machen Sie sich lieber auf den Weg, ich werde Sie nicht hereinbitten. Sie verstehen sicher, warum." lächelte sie, trat zurück und schloss die Tür.

Li führte Kentin zu dem Gang, den er brauchte. ,,In diesem Gang steht Regionale und Landesgeschichte, und einen weiter steht alles über den Bürgerkrieg. Was brauchst du?" ,,Regional 1860er. Arbeitest du hier?" ,,Nein." lächelte Li und ging weiter. ,,Äh, du brauchst Quellentexte, hier lang. Ich hab zuhause Unterricht, ich lerne hier, wegen des pseudo-schulischen Umfelds." lächelte sie. ,,Ah, da wären wir, Ursprüngliche Siedler, Stadtarchiv, Gründerzeugs. Alles da. Was hast du für n Thema?" ,,Äh, Angst und Hysterie in der Stadt während des Bürgerkriegs und der Einfluss auf Schriftsteller derzeit." ,,Das musst du noch mehr eingrenzen." ,,Die Entstehung von regionaler Folklore und Mythen." Li lachte. ,,Du meinst, die Vampire?" Kentin sah sie verwundert an.

Jessica und Castiel saßen nebeneinander an der Bar und aßen Burger mit Pommes. ,,Nehmen wir einfach an, dass ich eine Nachfahrin von Debrah bin, würde mich das zum Halbvampir machen?" ,,Vampire können sich nicht fortpflanzen. Aber wir versuchen es immer gern." grinste er. Jessica warf ihm einen genervten Blick zu. ,,Wenn ihr verwandt wärt, würde das bedeuten, dass Debrah ein Kind hatte, bevor sie verwandelt wurde." ,,Hat Lysander gedacht, er könnte mich benutzen...um sie zu ersetzten?" ,,Ganz schön gruselig, wenn du mich fragst." Jessica schüttelte fassungslos den Kopf. ,,Was denn, magst du keine Pickels, was ist los mit dir?" fragte er und klaute was von dem eingelegtem Gemüse auf Jessicas Teller. ,,Wie kannst du überhaupt essen? Eigentlich bist du doch gewissermaßen... " ,,Tot? So ein böses Wort ist das gar nicht. Solange ich mich gesund ernähre und meinen Organismus mit Blut versorge, funktioniert mein Körper...völlig normal." Er schob sich grinsend eine Pommes in den Mund. Jessica lachte. ,,Deine nette Art...ist irgendwas davon echt?" Bree kam und stellte Castiel noch ein Bier hin. ,,Bitteschön." ,,Danke." ,,Ich nehm auch eins!" rief Jessica. Überrascht sah Castiel sie an. ,,Time out. Weißt du nicht mehr? 5 Minuten. Tja und diese 5 Minuten rufen nach einem Bier." Grinsend stellte Bree ihr auch eins hin. ,,Bitteschön." Castiel hielt seine Flasche zum Anstoßen hin und seufzend stieß Jessica mit ihm an. Dann nahm sie einen Schluck.

Kentin und Li saßen mit einigen Büchern an einem Tisch. ,,Das soll wohl n Witz sein, so was wie Vampire gibts doch nicht, echt." sagte Kentin, während er in einem Buch herumblätterte. ,,Naja, es ist nicht direkt dokumentiert, aber die Geschichten erzählt man sich seit dem Bürgerkrieg. Mein Großvater hat mir die ganzen Gruselgeschichten erzählt, als ich klein war. Und er hat gesagt, dass sein Großvater sie ihm erzählt hat." ,,Ja, das wäre Folklore. Vampire sind eine Metapher für die Dämonen der Zeit." ,,Die da wären?" ,,Die Unionssoldaten. Ich hab die Geschichten selbst gelesen, sie sprechen von dem Feind, die Dämonen, die nachts angreifen." ,,Mhm. Das hört sich für mich nach Vampiren an." lächelte Li. Kentin seufzte. ,,Allegorische Vampire. Und genau das ist es auch. Eine kreative Ausdrucksform in sehr unbeständigen Zeiten. Ein Land im Kriegszustand will keinen Realismus, es will Fantasie. Daher die Vampirgeschichten." Li nickte lächelnd. ,,Mann. Du bist clever. Also, ich geb zu, am Anfang hatte ich nicht unbedingt den Eindruck." grinste sie. ,,Ja, ich hab eine ziemlich harte Zeit hinter mir, aber ich bin jetzt wieder auf dem Weg zu meinem alten Ich." Sie lächelten sich an. ,,Dann viel Glück mit deiner Hausarbeit, ich muss nach Hause. " Li stand auf. ,,Mein Urgroßvater hat mir einmal ein Tagebuch von einem Vorfahren gezeigt. Und darin stand all dieses gruselige Zeugs über Vampire. Es war wirklich...ziemlich glaubhaft." lächelte sie. ,,Ein Tagebuch, echt?" ,,Ja. Wieso?" ,,Hast du wirklich keine Zeit mehr?"

Kim war immer noch bei der Gruft, nur war es inzwischen dunkel geworden und sie versuchte jemanden auf dem Handy zu erreichen, doch sie hatte keinen Empfang. ,,Komm schon..komm schon, Telefon...Na toll.." Plötzlich hörte sie ein leises Knurren von der Grufttür aus und ging langsam, mit dem Handy ihren Weg leuchtend zur Steinplatte. Sie legte ihr Ohr und ihre Hand darauf und lauschte. Kim hörte die röchelnde Geräusche der mumifizierten Vampire. Geschockt wich sie zurück. Plötzlich sprang ein Vampir von oben runter und packte sie. Kim schrie auf.
Panisch schlug sie um sich. ,,Geh weg von mir!" Doch es war nur Lysander. ,,Kim! Ich bins Lysander!" ,,Lysander...Der Boden hat nachgegeben und ich bin gefallen!" ,,Schon gut, schon gut. Beruhige dich." Kim atmete tief durch. ,,Komm, ich bring dich jetzt hier raus." ,,Aber wie?",,Mach die Augen zu. Vertrau mir." Sie schloss die Augen. ,,Komm her." Lysander nahm sie von hinten fest in den Arm und sprang mit ihr wieder aus dem Loch. Lysander ließ sie los. ,,Du kannst die Augen wieder aufmachen." Kim tat es. ,,Woah." ,,Ich wollte dich nicht erschrecken." ,,Woher wusstest du, wo ich bin?" ,,Deine Großmutter hat mir erzählt, was du vorhast und das Wo hab ich mir gedacht." lächelte Lysander. ,,Da unten, da...hab ich sie gehört. Hinter der Tür. Haben sie Schmerzen?" ,,Am Anfang ja, aber jetzt nicht mehr. Sie sind durch das Hungern völlig ausgetrocknet. " ,,Aber...sobald sie Blut bekommen, werden sie..." ,,Dazu wird es nicht kommen, Kim. Sie können da nicht raus. Emily hat dafür gesorgt, indem sie dich den Kristall zerstören ließ. Du bist in Sicherheit."

In der Bar machten Jessica und Castiel mit Bree und ein paar weiteren Gästen ein Wetttrinken. ,,Fertig...los!" sagte Bree und alle leerten ihre Gläser. Jessica gewann, lachte glücklich und tanzte etwas. ,,Das war der Dritte!" Castiel und Bree lachten. ,,Brauchst du n Sabberlatz?" neckte Jessica Castiel. ,,Mein Kiefer lässt sich leider nicht wie bei einer Schlange aushängen, um Alkohol reinzuschütten." Jessica lachte. ,,Wie du meinst. Okay. Wer ist der Nächste?" Jessica klopfte auf die Theke, bereit für noch ne Runde. ,,Schätzchen, du müsstest schon unterm Tisch liegen!" lachte eine Frau neben ihr. ,,Ich bin noch nicht mal betrunken. Meine Toleranzgrenze ist ganz weit, da oben!" Sie streckte den Arm in die Luft, sprang kurz hoch und lachte. Ein Mann ging an ihnen vorbei, was Bree bemerkte. ,,Okay, bitte sehr." Der Mann hörte ihnen ein paar Meter entfernt zu. Dann sah er zu Bree, die zu Castiel und Jessica nickte.

Kentin und Li waren im Grill und spielten Tischkicker. ,,Du hast also keine Ahnung, wo das Tagebuch ist." sagte Kentin. ,,Nein, Grandpa ist gestorben und seine Sachen wurden aufgeteilt. Ich kann aber fragen." ,,Schon merkwürdig, dass unsere Vorfahren beide Tagebücher geführt haben, das... das ist verrückt!" ,,Vielleicht beruhen sie ja zum Teil...auf der Wirklichkeit. " sagte Li. ,,Nein, das muss metaphorisch gemeint sein, mein Vorfahr hat Kurzgeschichten verfasst." ,,Ah, also deshalb bestehst du darauf, dass alles nur Fantasie ist." ,,Nein, ich bestehe darauf, dass alles nur Fantasie ist, weil ich The Lost Boys und Near Gear ungefähr 50-mal gesehen hab!" lachte Kentin. ,,Sind das Filme?" lachte Li, da sie ein Tor geschossen hatte. ,,Die kenn ich gar nicht, diese Filme. Wenn du willst, machen wir ne Gruselnacht und leihn uns n Haufen Vampirfilme aus." ,,Ah..ja, ja, klar." ,,Wieso klingt das wie Oh Gott auf keinen Fall?" fragte sie grinsend. ,,Tschuldige, das war ein bisschen direkt." ,,Nein, nein, ich...äh, ich will nur nicht, dass du das falsch verstehst, ich hab grade ne Beziehung hinter mir. Es ist einfach noch...zu früh." ,,Nein, versteh schon! Klar, keine Sorge. Ich meinte, als Freunde. Also, äh...ich muss jetzt wirklich gehen..Also.." Sie hängte sich ihre Tasche über die Schulter. ,,War schön, dich kennenzulernen, Kentin." Li ging und Kentin blieb zurück und kratzte sich überwältigt den Kopf.

Jessica war immer noch in der Bar und hatte Spaß. Sie spielte Billiard und gewann. Sie jubelte und sah, dass ihr Handy, das auf der Theke lag, vibrierte. Sie ging ran. ,,Hallo?" ,,Jessica?" ,,Iris!" rief sie erfreut. ,,Äh, warte, es ist so laut hier drin.." Jessica ging Richtung Hinterausgang und zog sich ihre Jacke über. ,,Jessica, wo bist du, ist alles in Ordnung?" ,,Mhm? Ja, alles bestens. Mir gehts gut." ,,Nicht ist bestens!" ,,Was, ich hör dich nicht richtig..." Jessica trat aus der Bar. ,,Ich hab einen Anruf bekommen von..." Sie stolperte und fiel hin. Sie stand auf und hob ihr Handy hoch. ,,Hallo?" Doch plötzlich wurde ihr von hinten von dem Mann, der sie beobachtet hatte, der Mund zugehalten und sie ließ ihr Handy fallen. Sich wehrend wurde Jessica weggezerrt.

Castiel kam zu Bree an die Theke. ,,Hey, wo ist denn deine Kleine?" fragte Bree. ,,Hm.." Castiel sah sich um. ,,Eben war sie noch da hinten.." Er sah zur Hintertür und ging dort hinaus. Draußen fand er Jessicas Handy auf dem Boden und hob es auf. Er lief weiter auf den Hinterhof, der voller Absperrungen und Metallteile war. Jessica stand vor einem solchen Metallteil vor einem Zaun und schrie, als sie Castiel sah: ,,Castiel, nicht!"

Plötzlich kam der Mann angerast und schlug Castiel mit einem Baseballschläger nieder. Er fiel zu Boden und der Mann, Lee, schlug weiter auf ihn ein. ,,Au! Verdammt, was soll das?!" Der Mann raste weg, um Benzin zu holen und Jessica kletterte die Leiter hinunter und lief zu ihnen. Lee goss das Benzin über Castiel und Jessica blieb stehen. ,,Nein!" rief sie. Lee fauchte sie mit ausgefahrenen Fangzähnen und blutroten Augen an und Jessica zuckte zurück. Dann wurde sein Gesicht wieder normal, während er Castiel mit Benzin tränkte. ,,Wer..bist du?" keuchte dieser. ,,Das ist perfekt. Du hast keine Ahnung." sagte Lee. ,,Wovon redest du, was hat er dir getan?" fragte Jessica besorgt. ,,Er hat meine Freundin ermordet!" Castiel wollte sich aufrichten, doch Lee übergoss ihn weiter mit Benzin. ,,Was hat sie dir getan, huh?! Was hat sie dir getan?!" schrie Lee ihn an. ,,Nichts..." ,,Ich versteh das nicht!" rief Jessica. ,,Meine Freundin hat Lysander besucht. Und Castiel hat sie getötet, klar?!" Castiel spuckte Benzin aus und Lee trat ihm ins Gesicht. ,,Lexi? Lexi war deine Freundin?" erkannte Jessica. ,,Sie hat mir von dir erzählt, sie hat mir gesagt, dass du ein Mensch bist..." ,,Das war ich." Lee holte Streichhölzer aus der Jackentasche und wollte Castiel anzünden. Entsetzt bemerkte Jessica es und sprach schnell weiter. ,,Lexi hat dich verwandelt? " ,,Wenn man mit jemanden für immer zusammen sein will, dann muss man für immer leben." sagte er mit Tränen in den Augen. Castiel wollte weg kriechen, doch Lee bemerkte es und trat erneut zu. ,,Sie hat dich geliebt! Sie hat gesagt, wenn es echt ist, dann kann man nicht weglaufen." ,,Das ist eine Entscheidung, die du nicht mehr treffen musst!" ,,Nicht! Nicht, bitte tu ihm nichts!" Lee entzündete ein Streichholz. ,,Damit tu ich dir einen Gefallen. " ,,Lexi hat dich geliebt. Und sie war gut und das bedeutet, dass du auch gut bist! Sei besser als Castiel! Tu das nicht, ich flehe dich an, bitte!" Lee ließ das Streichholz sinken, hob Castiel mit Vampirgesicht hoch und schleuderte ihn gegen die 5 Meter entfernte Wand einer Lagerhalle. Schmerzhaft ging Castiel zu Boden. Lees Gesicht wurde wieder normal. ,,Danke." sagte Jessica. ,,Das hab ich nicht für dich getan." Er raste weg und Jessica lief zu Castiel.

Lysander und Kim kamen beim Haus von Sheila an und sie öffnete die Tür. ,,Sieh mal an, wer da aus der Schlacht heimgekehrt ist." lächelte Sheila und nahm sie in den Arm. ,,Kann ich kurz mit deinem Freund sprechen?" Kim lächelte und ging ins Haus. ,,Danke." sagte sie noch, dann war sie weg. Sheila lächelte. ,,Ich bin dir für deine Hilfe dankbar, Lysander." ,,Keine Ursache. Sheila." ,,Ich war mir nicht sicher, ob du dich erinnerst. " ,,Oktober 1969." ,,Ich war fast noch ein Teenager." ,,Und du hast den wahrscheinlich einzigen Antikriegsitzstreik im Umkreis von Mystic Falls angeführt." lächelte Lysander. ,,Hm." ,,Wenn du gesprochen hast, waren die Menschen wie gebannt. Ich weiß, dass ich es war." ,,Bis irgendwann die Bullen aufgetaucht sind." grinste Sheila. Lysander musste ebenfalls grinsen. ,,Als du mich aufgesucht hast, bist du ein großes Risiko eingegangen, dass du hast erkennen lassen, wer du bist. Das hätte auch vollkommen anders laufen können." sagte Sheila. ,,Deine Familie hat schon über sehr lange Zeit mein Geheimnis bewahrt. Ich wusste, ich konnte dir vertrauen, da du mir auch dein Vertrauen entgegengebracht hast." ,,Kim weiß es, oder?" Lysander nickte leicht. ,,Ja." ,,Dann versteh bitte, dass unsere Loyalität nur bis hierher reichen kann. Diese Stadt wird es keinem von uns leichtmachen, wenn es bekannt würde. Und die Meinen zu beschützen, hat Vorrang." ,,Das weiß ich." ,,Wir verstehen uns also. Dann gute Nacht." ,,Gute Nacht, Sheila." lächelte Lysander und sie schloss die Tür.

Bree leerte einen weiteren Drink an der Bar, die nun leer war, sie drehte sich um und keuchte auf, da Castiel hinter ihr stand. ,,Wir fahren wieder, ich wollte mich nur verabschieden." Bree zog scharf die Luft ein. ,,Schön dich wiedergesehen zu haben." ,,Kein Kuss?" ,,Ich bin voller Eisenkraut! Ich gebe es in alles, was ich trinke hinein." ,,Und warum sagst du mir das?" ,,Lexi war meine Freundin! Wie konntest du nur!" schluchzte Bree und drehte sich um, doch Castiel stand direkt vor ihr. Sie keuchte auf. ,,Die Gruft kann geöffnet werden!" sagte sie, in dem verzweifelten Versuch ihr Leben zu retten. ,,Du lügst doch!" ,,Emilys Grimoire, ihr Zauberbuch,..." Bree wich zurück, doch Castiel folgte ihr. ,,Wenn du weißt, wie sie die Gruft verschlossen hat, findest du in ihrem Buch den Umkehrspruch dazu! Du kannst die Gruft öffnen!" ,,Und wo ist dieses Buch?!" ,,Ich...ich...ich..ich..." ,,Du hast keine Ahnung!" ,,Nein, aber ich sag dir die Wahrheit." ,,Und ich glaube dir sogar." Er strich ihr über die Wange. ,,Meine liebe, süße Bree. Deswegen tuts mir fast leid." Und er riss ihr das Herz heraus und Bree fiel tot zu Boden. Castiel wusch seine blutige Hand am Waschbecken, nahm seine Lederjacke von der Stuhllehne und ging.

Er fuhr mit Jessica zurück. ,,Sag mal, warum hast du mich eigentlich mitgenommen?" fragte Jessica. ,,Du bist ja nicht unbedingt die schlechteste Gesellschaft, Jessica. Du solltest dir wirklich mehr zutrauen. " ,,Ernsthaft." ,,Ich weiß nicht. Du warst da auf der Straße, ein hilfloses Mädchen in Not und ich wusste, dass Lysander ausrasten würde." grinste er und Jessica schüttelte grinsend den Kopf. ,,Und...du bist nicht unbedingt die schlechteste Gesellschaft, Jessica." ,,Ich war früher viel witziger." ,,Du warst ganz in Ordnung." ,,Du verdankst mir dein Leben." ,,Ich weiß." ,,Dann vergiss das ja nicht." lächelte Jessica und Castiel ebenfalls.

Lysander saß zuhause am Schreibtisch und spielte mit einem Stift herum, als Jessica eintrat. ,,Hi." ,,Hi." Er stand auf. ,,Du hättest es mir sagen müssen." ,,Ich wollte es dir sagen." ,,Du hast versprochen keine Lügen mehr. Nur noch die Wahrheit! Ich ertrage die Wahrheit, Lysander, so verrückt sie auch ist, ich...werd damit fertig, dass du ein Vampir bist. Und dass du einen Vampir als Bruder hast und das meine beste Freundin eine Hexe ist. Ich kann akzeptieren, dass die Welt viel geheimnisvoller ist, als ich es je für möglich gehalten hätte, aber...das? Diese Lüge kann ich nicht hinnehmen! Was bin ich für dich? Wer bin ich für dich?" ,,Du bist nicht Debrah. Du bist in jeder Beziehung das Gegenteil von ihr." ,,Und wann hast du das rausgefunden? Bevor wir uns geküsst haben? Bevor wir miteinander geschlafen haben?!" Lysander sah zu Boden. ,,Bevor wir uns begegnet sind." ,,Was?" ,,Unsere Begegnung, am ersten Schultag ist nicht die erste gewesen, Jessica." ,,Und wann war es dann?" ,,Am 23. Mai 2009." ,,Aber...das war..." ,,Das war der Tag, an dem das Auto deiner Eltern...von der Brücke gestürzt ist." ,,Du warst da?" fragte sie geschockt und mit Tränen in den Augen. ,,Alle paar Jahre komm ich hierher zurück, weil ich Gordy und mein Zuhause sehen will. Und letzten Frühling, als ich draußen im Wald bei der alten Wickery-Brücke war, hab ich gehört, wie der Unfall passiert ist. Ich war sofort dort, aber ich war nicht schnell genug. Das Auto war schon unter Wasser. Dein Vater...war noch bei Bewusstsein, ich bin bis an ihn rangekommen, aber er wollte sich nicht von mir helfen lassen. Ich sollte erst dir helfen." Jessica schluchzte. ,,Oh mein Gott. Als ich im Krankenhaus aufgewacht bin, konnte sich keiner erklären, wodurch ich gerettet worden war. Sie haben gesagt, es war ein Wunder." ,,Ich bin wieder zu ihnen runtergetaucht, aber es war zu spät. Ich konnte...ich konnte sie nicht mehr retten. Als ich dich raus gezogen hab, hab ich dir ins Gesicht gesehen und du sahst aus wie Debrah. Ich konnte die Ähnlichkeit nicht fassen. Ich hab alles getan um mich zu vergewissern, dass du nicht wie sie bist. Ich bin dir gefolgt, hab versucht, alles über dich zu erfahrn und ich konnte sehen, dass du in Nichts wie Debrah bist. Dann wollte ich die Stadt verlassen, aber...Jessica, ich konnte nicht. Ich konnte nicht gehen, ohne dich kennengelernt zu haben. Es tut mir so leid, dass ich dir das nicht gesagt habe. Ich wollte es, aber du warst so traurig und..." Jessica weinte inzwischen. ,,Warum sehe ich aus wie sie?" ,,Jessica, du hast so viel durchgemacht..." Jessica hob die Hände. ,,Warum sehe ich aus wie sie, Lysander?! Was verschweigst du mir?" ,,Ich konnte mir auch nicht erklären warum. Du bist eine Gilbert, sie eine Pierce. Aber die Ähnlichkeit war nicht zu übersehen. Dann hab ich die Wahrheit erfahrn. Du bist adoptiert worden, Jessica." Geschockt sah sie ihn an.

Kentin saß wieder in der Bücherei, auf dem Boden an ein Regal gelehnt, mit vielen Büchern um sich rum. Li kam zu ihm. ,,Ah, da bist du ja." ,,Hi." ,,Hey." lächelte sie und kniete sich zu ihm auf den Boden. ,,OK, also..ich weiß, ich kenn dich nicht, also frag mich lieber nicht, wieso ich das tue, ich...Manchmal, oder wohl eher so gut wie immer, will ich unbedingt recht behalten." Kentin schloss grinsend sein Buch. ,,Ich hab also gegoogelt..." Sie hielt einen Ordner in der Hand. ,,Und.." ,,Was ist das?" Li reichte ihn ihm. ,,Beweise. Sozusagen." „Wieder ein Tierangriff. Angefallene Camper gefunden... Was hat das zu bedeuten?" ,,Na, ich bin bloß bis 1942 zurückgegangen und hab entdeckt, dass es während der letzten 75 Jahre in regelmäßigen Abständen zu Tierangriffen gekommen ist. In der Umgebung und mitten in der Stadt. Es ist immer das Gleiche, sieh mal: Hier, 1962 wurden 5 Leichen gefunden, 1953 wurden 4 Menschen getötet. 1974 drei Tote und es gibt schon 5 dieses Jahr! Alle angegriffen. Alle haben große Mengen Blut verloren. Regelrecht...ausgeblutet."

Jessica saß schluchzend auf einem Sofa. ,,Woher weißt du das?" weinte sie. ,,Auf...deiner Geburtsurkunde im Stadtarchiv steht Jessica Gilbert, Mystic Falls Krankenhaus. Aber...nirgendwo ist dokumentiert, dass deine Mutter dort eingeliefert wurde, oder dass sie jemals mit dir... schwanger war." ,,Was weißt du noch?" ,,Um dem weiter nachzugehen, hätte ich in den Unterlagen der Familie Pierce nachschauen müssen und das wäre zu riskant gewesen. Wenn jemand herausgefunden hätte, dass ich nach Debrah frage, hör mir zu: Es spielt keine Rolle! Du bist die Frau, die ich liebe. Ich liebe dich!" Jessica lehnte sich vor und küsste ihn. Danach nahm Lysander sie tröstend in den Arm.

Jessica kam später nach Hause und Iris, die schon ungeduldig auf dem Sofa gewartet und in einer Zeitschrift geblättert hatte, sprang auf. ,,Ich schreibe dir nicht viel vor, Jessica, dir nicht. Ich vertraue dir, dass du mir die Wahrheit sagst! Wo warst du und warum hast du mich in dem Punkt angelogen?! Ich dachte, wir würden uns näherstehen." ,,Ein schlechter Zeitpunkt um mit mir über Lügen zu reden!" Sie wollte weitergehen. ,,Tu das nicht, dreh mir nicht einfach den Rücken zu, ich hab dir nichts getan!" ,,Okay, Frage: Bin ich adoptiert?!" Iris erstarrte. ,,Ich vertraue dir auch, dass du mir die Wahrheit sagst, Iris. Wie könntest du mir das verschweigen? Ich dachte, wir würden uns näherstehen!" Sie lief die Treppe hoch. ,,Jessica, ich konnte nicht...ich durfte es dir nicht sagen!" ,,Ich will es nicht hören!"

Armin benotete im Grill bei einem Bourben Klassenarbeiten und Castiel kam an, bestellte auch einen Bourbon und setzte sich ein paar Plätze entfernt an die Bar. Er sah Armin, nickte ihm kurz zu, doch Armin erkannte ihn. Er erinnerte sich.

,,Ich liebe dich." sagte seine Frau. ,,Ich komme erst spät nach Hause." Als Armin zurückkam, sah er wie Castiel über seiner Frau stand und sie aussaugte.

Armin sah zu Castiel, leerte sein Glas und legte seine, vor Wut und Rachsucht zitternde, Hand schnell auf die Theke...

SDSDSDSDSDSDSDSD

Soo, das wars mal für ne Woche.. Ich hoff echt, dass PantherGirl sich blicken lässt.. XD Und dass dieses Kapi deine Meinung etwas über Cas ändern konnte, wenn nicht dieses, dann spätestens Kapi 13 oder ganz spät, Kapi 19 XD

Hier noch die Songs:

Cosmic Love von Florence and the Machine

Armin erinnert sich an seine Frau, Castiel fährt Jessica nach Georgia

An End has A Start von Editors

Jessica wacht in Castiels Auto auf

On A Mission von The Dandelions

Castiel und Jessica kommen mit dem Auto bei Brees Bar an

Between The Devil and The Deep Blue Sea von Black Mustang

Jessica und Castiel betreten Brees Bar

Can't Stop This Tears (From Falling) von The Black Hollies

Bree spricht für Cas einen Toast aus, dann erklärt sie Jessica, wie sie sich kennengelernt haben

Trouble von Hope Sandoval & The Warm Inventions

Bree und Castiel reden über die Gruft und den Kristall, Cas versucht einen anderen Weg hinein zu finden

Push von The Steps

Jessica telefoniert mit Lysander draußen, Castiel fragt, ob sie OK ist, Bree ruft heimlich jemanden an

Pepper Spray von The Upsidedown

Jessica und Castiel essen in Brees Bar

The Night Before von The Stereotypes

Jessica und Castiel trinken Shots in Brees Bar

Look Inside von The Dig

Li und Kentin reden im Grill

Only One von Alex Band

Castiel konfrontiert und tötet Bree

Out Of The Blue von Julian Casablancas

Castiel und Jessica auf der Heimfahrt

Nothing Is Logical von The Bell

Armin korrigiert Arbeiten im Grill, als Castiel sich auch an die Bar setzt, Armin erinnert sich daran, wie Castiel seine Frau aussaugt

Wieder echt hammer Songs XD

Bis nä Woche!

LG

Ronjale55