Hier das neue Kapitel! Viel Spaß!
Bisher 14 Zugriffe!
Danke!
LG
Ronjale55
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Jessica und Lysander lagen zusammen auf ihrem Bett. „Lysander, wer war der Mann auf der Straße?" „Keine Ahnung. Erinnerst du dich, wie er ausgesehen hat?" „Ich weiß nicht. Ich hab ja sein Gesicht gar nicht gesehen... Er hatte ne Kapuzenjacke an. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass große schwarze Stiefel auf mich zu kamen." „Ich hab Eisenkraut mitgebracht. Für dich und...Iris." Er hob eine Kiste aufs Bett. „Und ich hab ein Armband für Kentin gemacht. Und dann noch n paar für Freunde. Du kannst das Eisenkraut in Schmuck tragen, oder...du kannst es sogar in Speisen oder Getränke mischen. Sobald du es in dir oder an dir hast, kann ein Vampir dich nicht manipulieren." Er legte ihr ein Fläschchen mit flüssigem Eisenkraut in die Hand. „Wow. So viel woran man denken muss." „Ich weiß. Aber es ist noch ein Vampir in der Stadt. Und bevor wir nicht rausgefunden haben, wer er ist und was er will, müssen wir vorsichtig sein." Jessica nickte.
Kentin saß am Esstisch und zeichnete einen weiteren Vampir, als es an der Haustür klingelte. Er ging hin und öffnete. Ein Pizzabote stand davor. „Hey. Das macht dann...22 Dollar." „Jessica, ich brauch das Geld!" rief Kentin die Treppe hoch. „Äh, hey, komm rein und leg sie da auf den Tisch." Langsam trat der Mann, offenbar ein Vampir, über die Schwelle und legte die Pizza hin. Jessica kam mit dem Geld die Treppe hinunter. „Hey. Ähm..." Sie zog einige Scheine hervor. „Der Rest ist für dich." Er lächelte. „Danke. Einen schönen Abend wünsch ich dir." Er ging rückwärts aus der Tür, Jessica lächelte und schloss sie. Der Mann drehte sich um, setzte die Kapuze seiner schwarzen Kapuzenjacke auf und verschwand.
Auf dem Weg in die Bibliothek des Salvatore-Anwesens sah Lysander schon lauter verstreuter Bücher, die Castiel auf seiner Suche nach etwas verstreut hatte. In der Bibliothek warf er die Bücher aus den Regalen. „Wonach suchst du denn, Castiel?" „Geht dich nichts an." „Nein. Aber das Jessica in Gefahr gebracht wurde, das geht mich was an." „Wovon redest du eigentlich?" „Ich rede von Atlanta." „Ach ja... Jennifer und ich hatten richtig Spaß!" Lysander grinste amüsiert. „Schon klar. Du bist verbittert, weil einer von uns mit dem Menschen zusammen sein kann, den wir lieben und die arme Debrah so ganz außer Reichweite ist. Es sei denn, es gibt noch eine Möglichkeit, in die Gruft zu gelangen. Hat das Bree gesagt?" „Bedauernswert wie du rumrätselst." „Durchschaubar, wie du davon ablenkst." Castiel sah Lysander genervt an. „Musst du nicht in die Schule?" Lysander lächelte und ging.
Kentin bekam am Ende des Geschichtsunterricht seine Arbeit zurück, Fakt oder Fiktion: Die Mythen in Mystic Falls. Eine 1. „Überrascht? Das ist n guter Aufsatz. Die Gedankengänge sind klar und die Argumentation ist schlüssig. Nur eins: Äh, du glaubst doch nicht ernsthaft, es gibt Vampire in Mystic Falls?" fragte Armin belustigt. „Nein, ich meine...statistisch gesehen, gibt es mehr Angriffe von Tieren, rätselhafte Todesfälle und mehr vermisste Personen, als an jedem anderen Ort des gesamten Staates Virginia." Armin grinste. „Das ist reine Spekulation, aber kreativ. Deshalb auch die gute Note. Ich würde mich nur nicht allzu sehr an der Verschwörungstheorie festbeißen." Kentin grinste und schulterte seinen Rucksack. „Nein, mach ich nicht." Er stand auf und wollte gehen, doch Armin rief ihn zurück. „Ach, Kentin, die Quelle, die du zitiert hast, für die Zeit um 1860...ähm Jonathan Gilbert..." „Das Tagebuch meines Vorfahrn?" „Das würd ich mir gern mal ansehn." „Wirklich?" „Ein Bericht aus erster Hand über den Bürgerkrieg... das ist wie ein Porno für einen Geschichtslehrer." Kentin holte das Tagebuch aus dem Rucksack. „Wenn Sie meinen Aufsatz schon kreativ finden, möcht ich wissen, was Sie dazu sagen!" Er legte ihm das Tagebuch auf den Tisch. „Danke." Kentin winkte und ging.
Vor der Schule hing ein Flyer für den 50er Ball, den die Schule veranstaltete und Jessica und Rosalya liefen über den Schulhof und Rosalya bewunderte die Eisenkraut-Halskette, die Jessica ihr geschenkt hatte. „Das ist so hübsch. Vielen Dank. Und passt zu allen Klamotten." „Hm." „Was ist der Anlass?" „Kein Anlass. Nur ein kleines...Freundschaftsgeschenk." „Eine Lesben-Freundschaftskette? Weil wir so verdreht sind?" zwinkerte Rosalya scherzend und sie setzten sich an einen Tisch. „Deine Freundschaft ist mir sehr wichtig." „Warum bist du so gefühlsduselig?" „Weil... du mir immer ausweichst. Und ich möchte, dass du weißt, egal was zwischen dir und Nathaniel läuft, es ist in Ordnung." „Darüber wollt ich auch mit dir reden...Das wollt ich, aber...es gibt da gar nicht viel zu sagen. Wir haben eigentlich nur ein paar Mal was zusammen gemacht, mehr nicht. Aber ich...ich hab das Gefühl, wir...äh sind auf dem Höhepunkt unserer Freundschaft." Jessica nickte. „Das ist doch verrückt! Ich sollte mit dir nicht darüber reden. Das ist verrückt. Es ist doch verrückt, nicht?" Jessica lachte. „Ja, ein bisschen, aber...wenn Nathaniel und du es so wollt, dann...geht es nicht um mich." „Natürlich geht es um dich. Nathaniel ist noch nicht über dich hinweg und das wissen wir alle." Jessica zuckte mit den Schultern. „Ich bin jetzt mit Lysander zusammen, Nathaniel versteht, dass er das hinter sich lassen muss." Rosalya nickte.
Nathaniel füllte im Grill ein Bewerbungsformular aus und eine Kellner kam zu ihm. „Nathaniel Donovan. Sieh mal einer an." „Ben McKittrick, wie läufts, Mann?" grinste Nathaniel. „Harte Saison, Kumpel." „Ja, ist nicht leicht, sich davon zu erholen, dass man die Hälfte der Spiele verloren hat." „Willst du hier arbeiten?" „Ja, ich trete in deine Fußstapfen, abgesehen natürlich von der Landesmeisterschaft." „Tja, wir können ja nicht alle Fußballgötter sein." „Ja." „Und was hast du vor? Küche?" „Hilfskellner." Ben grinste.
Jessica und Kim saßen auch im Grill.
„Ich kann nicht glauben, dass du adoptiert bist, das wär mir nie in den Sinn gekommen." sagte Kim. Jessica aß Pommes. „Es wird noch seltsamer. Auf meiner Geburtsurkunde stehen Lucia und Phillip Gilbert als meine leiblichen Eltern drauf, da stimmt doch was nicht." „Deswegen musst du Iris fragen. Erstens, will die Jessica, die ich kenne, immer die Wahrheit wissen, ob sie nun gut oder schlecht ist." „Und zweitens?" „Du hast gerade herausgefunden, dass dein Freund ein...Vampir ist und wenn deine Eltern nicht gerade von einem anderen Stern sind..." Jessica fing an zu kichern. „Schlimmer kanns kaum werden." „Äh, na gut, also, ich muss noch in den Laden. Für mein Outfit bei der Tanzparty fehlen noch haufenweise Accessoires." „Okay, ich bezahl für dich." „Danke." Jessica ging. „Bis dann." lächelte Kim und sah ihr nach, dann wollte sie aufstehen um zu bezahlen, doch ein grinsender Castiel versperrte ihr den Weg. „Was willst du von mir?!" „Ich glaube, wir brauchen nen Neuanfang." „Du hast versucht, mich zu töten!" „Hab ich aber nicht. Wenn ich's gewollt hätte, hätt ich's gemacht. Zählt das denn gar nicht für dich?" „Ich kann nur durch Willenskraft ein Feuer entfachen. Feuer tötet Vampire, richtig? Also halt dich gefälligst von mir fern!" „Alles in Ordnung da drüben?" ertönte Mikes Stimme und er kam näher. „Ja, alles bestens." sagte Castiel. „Ich hab nicht mit dir geredet." Castiel sah lächelnd zu Ben, dann verschwand er. „Danke." sagte Kim. „Gern geschehen, Kim." „Was, du erinnerst dich an mich?" „Oh Gott, so lang ist mein Abschluss nun auch noch nicht her!" lachte Ben und Kim fing auch an zu lachen. „Ich komm mir richtig alt vor." „Nein! Entschuldige, ich...Das wollte ich nicht." lachte Kim. „Ich wusste nicht, dass du mich kennst..." „Ein hübsches Gesicht erkenne ich immer wieder." Kim lächelte geschmeichelt.
Jessica lief zu Emmas Auto, das sie nun fuhr, als ihr Handy klingelte. Sie ging ran. „Hallo Jessica." sagte ein Mann. „Hey, wer ist da?" Sie kramte die Autoschlüssel raus. „Du hast mich mit deinem Auto überfahren." Jessica erstarrte. „Ist das ein neues?" Jessica sah sich um und sah den Mann im Kapuzenpulli die Treppe einige Meter entfernt zu ihr hochkommen. „Einmal bist du mir entkommen, aber ein zweites Mal wirst du das nicht." Entsetzt stieg Jessica ins Auto, startete den Motor und fuhr weg.
Sie saß bei Lysander im Wohnzimmer. „Warum ich? Was will er von mir? Und wenn er mich töten will, warum ruft er vorher an?" „Weil wir Raubtiere sind. Wir jagen, pirschen uns an. Das ist oft so aufregend, wie das Töten selbst." Er hielt den Vampirkompass in der Hand. „Ich möchte, dass du das hier nimmst." „Das ist Blaines Taschenuhr, woher hast du sie?" „Ich hab sie Castiel weggenommen und die hat sie von Carl und der muss sie euch weggenommen haben." „Was ist damit passiert?" „Naja...das ist nicht nur eine Uhr, das ist eine Art Kompass. Ein Kompass, der auf Vampire zeigt." Und tatsächlich, erst drehten die Zeiger sich wild und dann zeigten sie auf Lysander. Jessica schloss den Kompass. „Warum hatte mein Vater so was?" „Die Gilberts waren eine der Gründerfamilien. Damals 1864 gehörten sie zu den Menschen, die die Ausrottung der Vampire betrieben haben. Und der Kompass hat ihnen geholfen uns zu finden." „Hast du sie gekannt?" „Ja. Ich möchte, dass du ihn bei dir hast, damit weißt du sofort, wann Gefahr droht." Er strich ihr über die Wange und küsste sie.
Nathaniel und Rosalya bemalten vor der Schule ein Plakat. „Ich hab dich noch nie so vollgeschmiert gesehen." lachte Nathaniel. „Erzähl keinen Mist!" lachte Rosalya und verpasste Nathaniel einen blauen Pinselstrich am Arm. Er drohte sie auch anzumalen. „Ich meine, du gibst nur die Anweisungen, was zu tun ist." „Naja, das mach ich auch. Aber wenn du willst, dass etwas richtig gemacht wird, dann solltest du es selbst machen. Hey,weißt du, ich find's schön, dass wir was zusammen machen. Wer hätte das gedacht, wir beide." „Wer hätte gedacht, dass du witzig bist?" lachte Nathaniel, Rosalya ebenfalls. „Sag mal, was ziehst du an zu diesem...blöden Tanzabend? Nehmen wir die gleichen Farben?" fragte sie vorsichtig. „Ah, ich geh nicht hin." „Wieso nicht?" „Ich muss arbeiten. Im Grill Tische abräumen." „Seit wann spielst du Hilfskellner?" grinste Rosalya. „Das ist n Job! Weißt du, manche von uns müssen arbeiten, Rosalya. Meine Mutter ist kaum da und da wird's eben manchmal knapp." „Eh, nein, so meint ich das nicht, ich...wusste nur nicht, dass du einen Job hast." „Tja. Ist so. Ich muss jetzt gehn." Er verschwand.
Kentin spielte im Grill Billiard und Li kam dazu. „Hey." „Hey." „Wie ist es gelaufen?" „Was?" „Ähm, die Hausarbeit." „Oh, super Note, danke für die Artikel, die haben echt geholfen!" „Cool, und was hat er zu den Vampiren gesagt? Glaubt er daran?" grinste Li. „Na, ich glaub ja noch nicht mal daran, dass ist nur ne Hausarbeit, Li. Jedenfalls muss ich... jetzt schnell los." Er lief los, doch Li kam hinterher. „Hey, ähm...wollen wir vielleicht...nachher was zusammen machen?" „Geht leider nicht, ich muss...bei dem Schultanzabend Punsch servieren." „Oh. Wie bist du denn da reingeraten?" fragte sie mitfühlend lächelnd. „Ich bin in Englisch durchgefallen und das ist so was wie nie Strafe." „Na, dann vielleicht morgen oder irgendwann. Ich bin schon wieder aufdringlich, nicht?" „Also...danke für die Hilfe, wir sehn uns sicher mal." Kentin nahm seinen Rucksack und Li sah ihm verlegen lächelnd hinterher und winkte.
Jessica kam nach Hause und Iris informierte sie über ihr Auto. „Ich hab mit der Versicherung gesprochen, ist n Totalschaden. Du kannst erst mal weiter meins nehmen." Sie war im 50er Stil gekleidet und band sich eine bunte Schleife ins Haar. „Kommst du auf den Schultanzabend?" fragte Jessica. „Armin hat mich gebeten, als Aufsicht zu helfen." lächelte Iris. Jessica wollte in einen Apfel beißen, doch hielt inne und wandte sich sauer zu Iris. „Wieso hast du es mir nicht gesagt?" „Deine Mutter wollt es dir irgendwann sagen. Ich hätte nie gedacht, dass ich es mal tun muss." „Wenn meine Mutter jetzt hier wäre und ich sie fragen würde, würde sie mir die Wahrheit sagen." Iris zögerte, dann fing sie an zu erzählen. „Eines Abends wollte dein Vater gerade die Praxis verlassen, als da ein Mädchen vor der Tür stand. Sie war 16, von zuhause weggelaufen und stand kurz vor der Entbindung. Er hat ihr Baby auf die Welt gebracht und sie bei sich wohnen lassen, aber... nach ein paar Tagen war sie verschwunden. Und...da warst du nun." lächelte sie. „Deine Eltern hatten lange versucht, ein Kind zu bekommen, aber es hatte einfach nie geklappt. Miranda hat es es sich immer so sehr gewünscht, Mutter zu werden." „Ja, aber warum stehen dann die Namen meiner Eltern auf der Geburtsurkunde?" „Dein Vater war Arzt, Jessica, er...hat dafür gesorgt. Sie wollten dich nicht verliern, deshalb haben sie's für sich behalten. Sie haben nur wenige Leute eingeweiht, aber wenn es jemand hätte überprüfen wollen, hätten sie das Dokument gehabt." „Was weißt du noch über sie? Das Mädchen." „Nur ihren Namen. Charlotte." Jessica nickte.
Castiel saß an einem Schreibtisch in der Bücherei und schrieb Namen der Gründerfamilien auf. Lysander kam zu ihm. „Du hast dir die Haare gestylt. Warum bringst du mir Dad's Tagebuch?" „Weil du danach gesucht hast." „Warum sollt ich es haben wollen?" „Naja, ich weiß nicht, Castiel, vielleicht weil du posthum Kontakte knüpfen willst. Nur zu, viel Spaß. Lies es, ich habs gelesen." Castiel zog das Tagebuch zu sich und öffnete es langsam. „Da drin steht nirgends etwas über Debrah, oder die Gruft oder wie man sie öffnen kann." „Überrascht mich nicht, der Mann konnte kaum seinen Namen buchstabieren." „Tut mir wirklich leid, dass es dir überhaupt nichts nützt, bei deinem diabolischen Plan, Teil 2." Castiel grinste. „Ich könnte dir helfen." schlug Lysander vor. „Du? Du willst mir helfen? Na, ich weiß nicht, kommt mir...unnatürlich vor." „Ich..." Lysander lehnte sich vor auf den Schreibtisch. „...würde alles dafür tun, dass du aus der Stadt verschwindest. Sogar Debrah freilassen." „Was ist mit den anderen 26 Vampiren?" „Nein, nein, nein, die nicht, die müssen da bleiben, aber Debrah...darüber lässt sich reden." „Was willst du erreichen? Hm? Was hast du vor?" Lysander schüttelte den Kopf. „Denk darüber nach." Castiel schnaubte grinsend. „Warum sollte ich dir traun..?" „Siehst du, genau das ist dein Problem. Du meinst, dass alle anderen dieselben Fehler haben wie du. Wenn die Geschichte irgendwas zeigt, dann, dass nur einer von uns beiden lügt." Er lächelte kurz, Castiel erwiderte es ebenso kurz, Lysander schob ihm das Tagebuch erneut hin und verschwand.
Jessica machte sich für den Tanzabend fertig und föhnte ihre Haare im Bad und kämmte sie glatt. Außerdem trug sie einen Haarreif und ein blaues Kleid im 50er Stil. Deswegen bemerkte sie nicht, dass der Vampirkompass auf ihrem Bett anfing auszuschlagen. Jemand näherte sich.
Jessica legte den Föhn weg, ging zum Kleiderschrank, holte ein pinkes Tuch raus, zog es an und hörte plötzlich ein Geräusch. Sie ging zum Flur. „Hey, Iris. Iris? Kentin?" Niemand da. Endlich hörte sie den Kompass, der wild ausschlug, hob ihn auf, schnappte ihr Handy und rief Lysander an. Lysander hatte es aber zuhause vergessen, aber Castiel bemerkte das Klingeln. Jessica lief hektisch die Treppe hinunter und Castiel ging ran. „Sams Apparat, kann ich behilflich sein?" „Wo ist er?!" „Er ist auf dem Weg zu dir. Hat sein Handy vergessen." Erleichtert blieb Jessica im Wohnzimmer stehen. „Ach. Gott sei Dank. Dieser Kompass hat sich immerzu gedreht.." Der Vampir im Kapuzenpulli hing hinter Jessica an der Decke und hielt sich an den Balken fest. „Lysander muss hier sein, danke." „Keine Ursache." Castiel legte auf, Jessica ebenso, der Vampir sprang runter, packte Jessica, drehte sie zu sich rum und wollte gerade zubeißen, als Lysander „Jessica!" schreiend auftauchte, den Mann von der aufschreienden Jessica wegriss und über das Sofa schleuderte. Er war aber schnell wieder auf den Beine, raste in den Flur, gefolgt von Lysander und durch die Haustür. Lysander lief zurück zu Jessica um ihr zu helfen, da sie zu Boden gefallen war. Er zog sie hoch und nahm sie in den Arm. „Komm her. Alles in Ordnung? Keine Angst."
Castiel war von Lysander angerufen wurden und war gekommen und Jessica saß erschöpft auf dem Sofa. „Wieso konnte er rein?" fragte Castiel und lief hin und her. ,,Er ist rein gebeten worden." sagte Jessica erschüttert. „Er war gestern Abend hier und hat sich als Pizzalieferant ausgegeben." sagte Lysander, der neben Jessica saß. ,,Tja, der Punkt geht an ihn. Hat er gesagt, was er will?" fragte Castiel. ,,Nein, er war zu sehr damit beschäftigt, mich zu töten." ,,Und du hast keine Ahnung, wer das sein könnte?" fragte Lysander seinen Bruder. ,,Nein. Hey, sieh mich nicht so an, ich hab dir gesagt, dass wir Gesellschaft haben." ,,Du glaubst, das sind mehrere? " fragte Jessica. ,,Wissen wir nicht." Er setzte sich auf die Armlehne des Sofas. ,,Castiel. Er ist rein gebeten worden. " sagte Lysander und Castiel nickte und tauschte mit ihm einen Blick. ,,Dann müssen wir ihn uns heute schnappen. Bist du dabei?" fragte Castiel und sah zu Jessica. ,,Was muss ich machen?" ,,Lass dich von deinem Freund zum Tanzen ausführen, vielleicht taucht er ja da auf." ,,Das finde ich nicht gut." schüttelte Lysander den Kopf. ,,Solange wir ihn nicht haben, ist das Haus nicht sicher. Und zwar für jeden, der hier wohnt. Ist n Versuch wert." lächelte Castiel. Jessica seufzte. ,,Einverstanden. " Castiel nickte leicht und sah zu Lysander. Jessica griff nach der Hand ihres Freundes. ,,Zusammen mit euch beiden bin ich in Sicherheit." Er nickte und sah zu Castiel.
Der Schultanzabend war in vollem Gange und Kim und Rosalya tanzten und hatten Spaß. Armin war auch da, in einer Footballjacke und sah, wie Jessica mit Castiel und Lysander ankam. Er sah Castiel und sein Lächeln verblasste. ,,Armin!" ertönte Emmas Stimme und er drehte sich um. ,,Hey, na sieh dir das an!" rief er lächelnd, angesichts ihres Kostüms. ,,Ich hab gedacht, ich fall weniger auf, wenn ich mich verkleide. " grinste Iris und Armin lachte. ,,Lügnerin." ,,Also gut, ich hab ne Schwäche für solche Tanzveranstaltungen. Ich bin hier auch zur Schule gegangen. 60er und 70er Tanzabende machen die auch, damit dus weißt." ,,Oh, ich kanns kaum erwarten. Kann ich dir was zu trinken holen? Wie ich hörte, ist der Punsch echt spitze." sagte er, während er sich unruhig umsah. Dann lachte er. ,,So heißt es doch." Iris fing auch an zu lachen und sie machten sich auf den Weg.
Jessica stand unruhig allein herum, aber lächelte, als Kim und Rosalya zu ihr kamen. ,,Na, macht's Spaß?" ,,Mhm, nein. Aber das hier..." Rosalya deutete auf ihr Outfit, das der Hammer war, ,,...hat mich 2 Stunden gekostet und deswegen bleib ich wenigstens halb so lange." Jessica lachte. ,,Was hat Castiel hier zu suchen?" fragte Kim und sah zu Castiel, der bei Lysander stand. ,,Er wollte mitkommen. Ich verspreche euch, dass er sich benimmt." ,,Soll das jetzt n flotter Dreier werden? Du und die Salvatore-Brüder?" grinste Rosalya gemein. ,,Nein. Aber wenn ich mit Lysander zusammen sein will, muss ich Castiel tolerieren. Ich kann ihn ja nicht umbringen." ,,Das wär ne Idee." sagte Kim. ,,Mhm, ich würde helfen." lächelte Rosalya und stieß ihr Punschglas mit Santanas Punsch an. Jessica schüttelte lächelnd den Kopf.
Iris und Armin hatten ebenfalls Punsch und liefen zusammen rum. ,,Ich stelle bei Kentin wirklich eine Veränderung fest, endlich." lächelte Iris. ,,Jemand, den man liebt so plötzlich zu verlieren, dieses Trauma und der Schmerz gehören zum Schlimmsten, was ein Mensch erleben kann." sagte Armin. ,,Sagt jemand, der sich auskennt. Und du hast keine Ahnung, was passiert ist?" ,,Äh, das ist das Schlimme daran. Es ist nicht zu wissen." log er. ,,Machts dir nicht aus, über deine Frau zu reden?" Armin lachte. ,,Da gibt es nicht sehr viel zu reden." ,,Es ist doch unmöglich, damit fertig zu werden, ohne eine Antwort auf diese Fragen." ,,Ich würd lügen, wenn ich dir sagen würde, dass es mich nachts nicht wachhält. Die ewige Frage: Warum? Und von wem?" ,,Vielleicht weißt du es eines Tages." Armin nickte. ,,Das hoffe ich. Das hoffe ich sehr."" Er sah zu Castiel.
Kim stand mit Rosalya an einem Tisch und Castiel bahnte sich seinen Weg zu ihnen. ,,Hi, Kim." lächelte er. ,,Willst du tanzen?" ,,Ich verschwinde hier." sagte Kim angewidert, doch Castiel hielt sie auf. ,,Bitte, gib mir noch eine Chance." Kim schnaubte und ging. Rosalya trat zu ihm. ,,Verzieh dich, Castiel. " Damit verschwand sie ebenfalls. Lysander und Jessica kamen zu Castiel. ,,Wo sind sie denn hin?" fragte Jessica. ,,Keine Ahnung." sagte Castiel. ,,Was hast du zu ihnen gesagt?" fragte Lysander. ,,Ich war absolut höflich. Jennifer..würdest du gern tanzen?" lächelte Castiel. ,,Das würde ich schrecklich gern." Castiel grinste, doch Jessica wandte sich Lysander. ,,Darf ich um diesen Tanz bitten?" Jessica hakte sich bei ihm ein und ging lächelnd mit ihm auf die Tanzfläche, die voller Tanzpaare war. Zwischen den Paaren tauchte plötzlich der Mann im Kapuzenpulli auf und beobachtete Jessica.
Lysander sah sich bei einem etwas schnelleren Lied aufmerksam nach dem Vampir um, doch Fehlanzeige. ,,Könnt ihr nicht spüren, ob ein anderer Vampir anwesend ist?" fragte Jessica. ,,Nein, so funktioniert das nicht. Siehst du ihn irgendwo?" ,,Nur, wenn er eine Schmalzlocke hat." Lysander lachte. ,,Tja, nicht gerade der Top Modetrend würd ich sagen." ,,Ach was, ich bin sicher, du hast toll ausgesehen. Hast du Fotos?" fragte Jessica grinsend. ,,Nein. Verbrannt. Begraben." Jessica lachte. ,,Ganz im Ernst, wie war es in den 50ern? Ich hab so ein Bild davon im Kopf. Irgendwo zwischen American Bandstand und Grease. Lauter Pullis mit Schulabzeichen und Milchshakes." ,,Naja, das und außerdem McCarthyismus und Rassentrennung und das nukleare Wettrüsten..." ,,Okay, aber es gab Petticoats." ,,Es gab Petticoats." nickte er und wirbelte sie herum und wechselte die Seite. ,,Ich will von dir unbedingt den Handjive lernen." sagte Jessica ,,Nein, auf gar keinen Fall." ,,Awww.." schmollte sie lachend.
Kentin war beim Punschverteilen und Li kam zu ihm. ,,Du hast vergessen zu erwähnen, dass es eine Mottoparty ist." lächelte sie. ,,Was machst du denn hier?" ,,Mhm." zuckte sie mit den Schultern. ,,Da du wohl auch vergessen hast mich einzuladen, hab ich das mal selbst in die Hand genommen." ,,Du machst es schon wieder." ,,Was mach ich schon wieder?" ,,So tun, als ob wir zusammen wären, obwohl wir es nicht sind." ,,Oh...du meinst, ich stell dir nach, ja..." Dann fingen sie an zu lachen. ,,Jetzt spring mal über deinen Schatten! Komm schon, ich bin noch nie auf einem Schulball gewesen. Lass mir den Spaß." lächelte sie. Kentin nickte grinsend.
Nathaniel kellnerte mit Ben im Grill und Kim und Rosalya traten ein. ,,Setzen wir uns da vorne hin." sagte Kim, da Ben hinter der Theke stand. Rosalya verschränkte die Arme. ,,Willst du es nicht noch offensichtlicher machen?!" ,,Verdirb mir nicht meinen kleinen Flirt-Spaß!" lachte Kim. ,,An dem ist doch nichts dran. Ben McKittrick, ist das dein Ernst?" Nathaniel stand hinter ihnen und hörte zu. ,,Er ist heiß." seufzte Kim. ,,Er ist ein abgewrackter Sportler, der seine Brötchen hinterm Tresen verdient." Verletzt ging Nathaniel weiter. ,,Du könntest was Besseres haben. " Nathaniel ging an Rosalya vorbei. ,,Hey." lächelte sie. ,,Wie läufts?" sagte er und lief stur weiter. Verwirrt sah Rosalya ihm nach.
Auf der Tanzparty lief ein schnelles Lied und Lysander und Jessica tanzten und hatten Spaß, was Castiel beobachtete. Armin kam zu ihm. ,,Hallo, ich kenne Sie gar nicht. Wer hat Sie denn zur Aufsicht verdonnert?" fragte er lächelnd. ,,Oh, Armin Saltzman. Ich bin der neue Geschichtslehrer. " stellte er sich vor und reichte ihm die Hand. ,,Ah, der fluchbeladene Fachbereich, verstehe." grinste Castiel und schüttelte die Hand. ,,Das hat man mir auch gesagt." lächelte Armin. ,,Castiel. Salvatore." ,,Salvatore? Wie Lysander?" ,,Das ist mein kleiner Bruder. Ich hab die Vormundschaft, daher der...Aufsichtdienst." ,,Ein heller Kopf, hab ich gehört, nur hatte ich nie das Vergnügen, das selbst festzustellen. " ,,Tja, seine Anwesenheit lässt zu wünschen übrig. Familiendrama."
,,Eltern verstorben?"
,,Es gibt jetzt nur noch uns beide."
,,Ja..Sie haben schon immer hier gelebt?"
,,Mit Unterbrechungen. Ab und zu mal unterwegs."
,,Ach ja? Wo? In den Vereinigten Staaten?"
Misstrauisch sah er ihn an. Armin lachte. ,,Tut mir leid. Ich bin neugierig, ich wollte nicht aufdringlich sein. Hat mich gefreut, Sie kennenzulernen. " ,,Gleichfalls." ,,Also dann, viel Spaß." Armin ging fort und Castiel sah ihm aufmerksam hinterher.
Kim und Rosalya saßen an einem Tisch im Grill und Kim beobachtete Ben hinter der Bar. Rosalya war niedergeschlagen. ,,Dieser Abend war in der Planung wesentlich besser." ,,Jetzt bemitleidest du dich nur selbst, rede doch mit ihm, sei mutig und furchtlos." ,,Das kommt ausgerechnet von dem Mädchen, das den Barkeeper nur mit Blicken anhimmelt." ,,Du hast recht..." Kim sah zu Ben, dann stand sie auf und ging zu ihm. Rosalya sah verblüfft zu. ,,Hi." lächelte sie. ,,Zweimal an einem Tag, hab ich ein Glück." lächelte Ben. ,,Ich will meiner Freundin etwas beweisen." ,,Ach ja? Was denn?" ,,Das man nicht herumsitzt und warten muss, bis ein Typ einen anspricht." ,,Heißt das etwa, dass du dich mit mir verabreden willst?" ,,Heißt das etwa, du möchtest gern?" Ben lehnte sich vor. ,,An was hast du denn dabei gedacht?" Kim lächelte. ,,Magst du Karaoke?" ,,Nein. Aber ich...würde mich wirklich gern mit dir verabreden." lächelte er und Kim lachte erfreut.
Rosalya beobachtete sie von ihrem Platz aus und Nathaniel lief wortlos an ihr vorbei. ,,Was, ernsthaft?!" Er blieb stehen. ,,Redest du mit mir?" ,,Siehst du sonst noch irgendjemanden in meiner Nähe?" ,,Brauchst du etwas?" ,,Sag mal, bist du sauer auf mich?" ,,Nein, ich bin nicht auf dich sauer..." ,,Warum benimmst du dich dann so komisch?" ,,Mach ich nicht, ich arbeite." ,,Du gehst mir aus dem Weg." ,,Nein, ich muss einen Tisch abräumen. Das ist das, womit abgewrackte Sportler ihre Brötchen verdienen." Er ging weiter.
Li brachte Kentin weitere Pappbecher für den Punsch und grinste. ,,Du gehst hier nicht zur Schule, also brauchst du auch nicht zu helfen." sagte Kentin und nahm ihr die Becher ab. ,,Ach egal. Macht Spaß. Ah, bevor ichs vergesse: Kann ich das Tagebuch deines Vorfahren ausleihen?" ,,Wieso?" ,,Du hast gesagt, ich kann es lesen." ,,Äh..naja, ich habs nicht." ,,Äh, ist mir klar, dass dus im Moment nicht dabei hast, ich...begleite dich nach Hause." ,,Nein, ich habs meinem Geschichtslehrer geliehen." ,,Warte, warum hast dus ihm gegeben?" ,,Weil er es lesen wollte." ,,Du solltest es aber nicht irgendwem überlassen!" ,,Aber dir soll ichs überlassen..." grinste er belustigt. ,,Leihen. Leih es mir." ,,Jetzt hab ichs aber Mr. Saltzman geliehen." ,,Vielleicht ist es noch in seiner Klasse, wir könnten es sofort holen." ,,Was ist denn so wichtig an dem blöden Tagebuch?" fragte er belustigt. Lis Augen wurden rot und schwarze Adern tauchten darunter auf. ,,Dein Auge!" Schnell drehte sie sich um. ,,Ach...ähm..da ist irgendwas drin, vergiss es! Ich geh dann..." Ihre Augen wurden wieder normal und sie verschwand. Verwirrt sah Kentin ihr nach.
Jessica und Lysander tanzten langsam auf der Tanzfläche. ,,Vielleicht taucht er gar nicht mehr auf." sagte Jessica. ,,Du meinst, diese ganze Tanzerei...war umsonst?" ,,Och, wie schrecklich!" sagte sie gespielt dramatisch. ,,Mir tut das alles wirklich leid." ,,Es war meine Entscheidung, ich wollte doch dabei sein. Ich hab mich offiziell dafür angemeldet, also will ich jetzt von dir kein Wort der Entschuldigung mehr hören." Ein Lied mit einem schnellerem Beat kam. Jessica grinste. ,,Zeig mir, wie man das in den 50ern getanzt hat!" ,,Äh, nein." ,,Ach bitte...nur eine Figur! " ,,Mm-mm." schüttelte er den Kopf. Jessica nickte ihm zu, doch er verneinte. Schmollend drehte sie sich um, doch Lysander zog sie mit einer Drehung zurück, hob sie hoch, schwang sie nach rechts und nach links, hob sie zu sich und küsste sie. ,,Das merkst du dir bitte gut, denn nochmal wird das nicht vorkommen." Jessica lachte und er küsste sie erneut.
Li war in einem dunklerem unbelebten Schulflur und der Mann im Kapuzenpulli stand am Ende des Flurs und raste zu ihr. ,,Was machst du denn hier?" lächelte er, ohne Kapuze auf. ,,Ich will an das Tagebuch ran. Ich halte mich an den Plan, was du offensichtlich nicht tust. Lass das Mädchen in Ruhe." ,,Ich mag sie. Sie sieht aus wie Debrah." ,,Sie ist nicht Debrah! Klar? Debrah ist in der Gruft!" ,,Ich weiß, aber solange bis wir die Gruft öffnen, kann ich mit ihr spielen." grinste er. ,,Sei doch nicht dumm, sie ist die Freundin der Salvatore-Brüder." ,,Die machen mir keine Angst, haben sie nie." ,,Bitte, Noah, jetzt lass das doch. Du machst alles kaputt!" ,,Du solltest dir keine Sorgen machen, ich pass auf, dass dir nichts passiert. Du bekommst das, weswegen du hier bist. Lass mir meinen Spaß. Sie sieht aus wie Debrah." Noah setzte seine Kapuze wieder auf und verschwand.
Castiel tanzte ziemlich bescheuert mit irgendeinem Mädchen und Jessica und Lysander beobachteten es. ,,Oh Mann, den kann man wohl nirgendwo mit hinnehmen, was?" fragte Jessica. ,,Äh, nein." Jessica grinste und sah plötzlich die Kapuzengestalt. ,,Lysander, bei den Ballons dahinten!" ,,Hol Castiel! " Lysander lief los.
Der Mann im Kapuzenpulli lief durch einen belebten Schulflur und Lysander holte ihn ein, als er in einem unbelebten dunklerem Teil war. Er zischte an ihn ran und drückte ihn gegen die Spindreihe. Doch es war der Falsche. ,,Was ist denn los?" ,,Wo ist er?" ,,Ich wollt gerade was trinken, da hat mir einer seine Kapuzenjacke geschenkt."
Jessica lief durch die Menge und suchte Castiel. Plötzlich klingelte ihr Handy und sie zog es hervor. ,,Hallo Jessica." ertönte Noahs Stimme. Jessica sah sich panisch um. ,,Du machst jetzt Folgendes: Hinter dir ist ein Ausgang. Du hast fünf Sekunden." ,,Nein!" ,,Sonst stirbt dein Bruder." Jessica fuhr zu Kentin herum, der nichtsahnend am Punsch herrichten war und Jessica sah Noah einen Meter hinter ihm im schwarzen Pulli stehen. ,,Ich kann ihm das Genick so schnell brechen, das es nicht mal einen Zeugen gibt. Und jetzt geh los." ,,Wage es ja nicht, ihn anzufassen!" ,,Geh weiter." Jessica wich zurück, ohne Noah aus den Augen zu lassen, welcher loslief. ,,Durch die Tür." Er ging an Kentin vorbei ohne ihm etwas zu tun, als Jessica gehorchte.
Sie rannte durch die Tür und durch den Flur, steckte ihr Handy ein und wollte zum Hinterausgang, der aber versperrt war. Noah war am Anfang des Flurs angekommen und lief langsam auf sie zu. Jessica lief in ein Klassenzimmer und wollte dort hinaus, wieder abgesperrt. Noah stieß die Tür auf und raste zu Jessica und wollte sie packen, doch sie wich aus und wollte wegrennen. Doch er erwischte sie an ihren Haaren und schleuderte sie über einen Tisch, der voller Blätter und Bleistift war. Aufschreiend fiel Jessica zu Boden und Noah warf den Tisch um. Jessica schnappte ein paar hölzerne Bleistifte vom Boden, kroch rückwärts, doch Noah packte sie, hob sie hoch, drückte sie gegen die Wand, zeigte sein Vampirgesicht und wollte gerade zubeißen, als Jessica ihm einen Bleistift in den Bauch rammte. Er röchelte, zog ihn raus und Jessica stieß mit dem anderen Stift zu, doch traf nur seine Hand. Der dritte Stift traf erneut seinen Bauch und Jessica stieß ihn zu Boden. Noah wollte sich aufrichten und nach ihr greifen, doch rutschte auf den Blättern aus. Jessica wich ängstlich zurück und stieß gegen einen Besen. Noah zog die Stifte raus, Jessica zerbrach den Besen und wollte ihn ihm in den Bauch rammen, doch Noah hielt ihr Handgelenk fest, nahm ihr das Holzteil ab, lachte und warf es beiseite. Dann wollte er sie erneut beißen, Jessica schrie auf und Lysander tauchte auf und riss Noah von ihr weg und schleuderte ihn über den Tisch. Noah sprang auf, bereit zur Flucht oder Kampf. ,,Hey Sackgesicht." ertönte Castiel, der hinter ihm stand und die andere Hälfte des Besens in der Hand hielt. ,,Niemand will dich töten. Wir wollen uns bloß unterhalten." Noah grinste, sprang über den Tisch und wollte fliehen, doch Castiel warf Lysander das Holzstück zu und er rammte es Noah in den Bauch. Er brach zusammen und kniete ächzend auf dem Boden. ,,Ist dir jetzt nach reden?!" fragte Lysander. ,,Leck mich doch." Lysander steckte das Holzstück tiefer rein. Noah schrie auf und Jessica sah entsetzt zu. ,,Falsche Antwort." zischte Lysander. ,,Wieso machst du das?" ,,Weils Spaß macht." Castiel grinste kurz anerkennend und Lysander drehte am Holzstück. Noah schrie auf. ,,Was willst du von Jessica?" ,,Sie sieht aus wie Debrah." Lysander ließ das Holz los und trat zurück und Jessica sah geschockt zu Castiel. ,,Du hast Debrah gekannt?" fragte dieser skeptisch. ,,Oh. Dachtet ihr, ihr wärt die einzigen gewesen? Ihr erinnert euch wohl nicht mehr an mich." ,,Sag mir, wie man in die Gruft kommt." beugte Castiel sich zu ihm und stützte sich auf den Knien ab. ,,Hm?" ,,Nein." Lysander rammte das Holzstück noch ein Stückchen tiefer rein. ,,Das Grimoire!" ,,Wo ist es?" Noah schwieg, also ging Lysander wieder an den Pflock. Jessica wandte sich geschockt ab. ,,Seht das Tagebuch durch. Das Tagebuch!" Li stand an der Tür und sah durch das Fenster zu. ,,Lest in Jonathans Tagebuch. Jonathan Gilberts!" ,,Wer arbeitet mit dir zusammen?" Li hörte eine Tür zuschlagen und Schritte und verschwand schnell. Armin kam den Flur entlang. ,,Wer ist noch mit dabei?" fragte Castiel. ,,Nein. Ihr werdet mich töten müssen." Castiel warf Lysander einen Blick zu und machte eine ungeduldige Handbewegung. Lysander zog das Holzstück raus und Noah schrie auf. Dann rammte er es ihm ins Herz und Noah starb. Entsetzt keuchte Jessica auf. ,,Warum? A...aber wie wollt ihr jetzt die anderen finden?" ,,Er musste sterben." sagte Castiel. ,,Aber... " ,,Jennifer. Er wurde hereingebeten." Lysander nickte und sie hörten Geräusche vom Flur, Armin. ,,Geh, ich mach das schon." nickte Lysander Castiel zu und er lief raus. Lysander nahm Jessica in den Arm.
Armin lief durch den Flur und Castiel kam in den Flur hinter ihn und raste dann vor ihn und versperrte ihm den Weg. Armin keuchte überrascht und lachte. ,,Hey." ,,Was haben Sie da gesucht?" ,,Ich suche Miss Hilden." ,,Warum sind Sie in Mystic Falls?" manipulierte Castiel weiter. ,,Ich hab n Job als Lehrer bekommen." ,,Wissen Sie, was ich bin?" ,,Der Bruder eines Schülers von mir." ,,Entspricht alles, was Sie mir sagen, der Wahrheit?" ,,Ja." ,,Dann vergessen Sie unsere Unterhaltung. " Castiel verschwand, Armin blinzelte, keuchte und öffnete seine Hand, in der Eisenkraut lag.
Lysander und Castiel lehnten in einem anderen Schulflur an der Wand sich gegenüber. ,,Der hat niemals allein gearbeitet." sagte Castiel. ,,Machst du doch auch." Castiel grinste kurz. ,,Also, das Grimoire...Es hat Bernice gehört, nicht? Das brauchst du, um den Zauber aufzuheben." sagte Lysander, stieß sich von der Wand ab und trat zu seinem Bruder. ,,Als die Gründerfamilien sie verbrannten, nahmen sie ihre Sachen und du hofftest, dass dir Dads Tagebuch verrät, wo sie sind." Castiel grinste. ,,Ist das hübsch. Wie du die Puzzleteile zusammenfügst. Ich lag fast richtig. Jetzt, wo es raus ist, kann das Spiel beginnen." ,,Mein Angebot steht noch." ,,Klar. Mit irgendeinem Haken." ,,Nein, ohne einen Haken. Keine Lügen und kein Betrug. Ich bin dabei, wenn du die Gruft öffnest. Du und Debrah, ihr geht, die anderen 26 Vampire erwartet der Tod." ,,Und wenn ich zustimme?" ,,Dann helf ich dir." ,,Wieso sollte ich dir traun?" ,,Weil ich dein Bruder bin." ,,Nein, das zieht nicht." ,,Weil ich will, dass du verschwindest." Überrascht zog Castiel die Augenbrauen hoch. ,,Okay. " Lysander nickte.
Nathaniel räumte einen Tisch im Grill ab und Rosalya trat zu ihm. ,,Ich weiß, ich hab was Dummes gesagt, das tut mir leid. Aber, ich hab ja nicht mal von dir gesprochen! " ,,Doch, hast du, Rosalya. Ben könnte leicht an meiner Stelle sein, es geht uns ähnlich." ,,Das stimmt nicht. Und deswegen bist du sauer auf mich? Nathaniel, du kennst mich doch...Ich sag...dumme Sachen, ohne zu überlegen...und dann muss ich mich entschuldigen und es zurücknehmen. Ich bin eine grauenhaft schreckliche Person, aber ich arbeite dran." ,,Können wir das vielleicht jetzt lassen?" ,,OK..wann hast du hier Schluss?" ,,Hör zu: Das zwischen uns ist schön und es fühlt sich gut an und ich weiß, du würdest gern den nächsten Schritt machen..." ,,Woher willst du das wissen? Hast du mich mal gefragt?" ,,Ich bin noch nicht über Jessica hinweg. Ich weiß nicht, ob ichs bin, aber...wenn es mehr zwischen uns wär, dann vermassle ich es vielleicht und wir verlieren, was wir haben. Und das ist das einzig Gute, was ich im Moment habe. Wenn es also nicht funktioniert, würd ich dir nur wehtun und dich enttäuschen...und das möchte ich nicht." ,,Jetzt haben wir ein Problem, Nathaniel. Du hast den nächsten Schritt schon vornweg genommen und zwar im Alleingang. Du hast dich dazu entschieden, abzuhauen, bevor dus überhaupt versucht hast. Also mach dir keine Sorgen, wir könnten diese großartige Sache zwischen uns verliern. Denn sie ist schon zu Ende." Damit ließ sie ihn stehen und ging traurig aus dem Grill.
Armin brachte Iris nach Hause, sie trug wegen der Kälte seine Footballjacke und gab sie ihm vor der Tür wieder. ,,Danke, das hab ich gebraucht." ,,Und ich danke dir, dass du gekommen bist, ich bin wirklich sehr froh darüber, du hast mir den Abend...Tja..du hast mir den Abend gerettet." ,,Schön, das ich helfen konnte." ,,Und danke, dass du mein Gerede über meine Frau ausgehalten hast. Ich...ich sollte damit aufhören. Das ist kein gutes Vorzeichen für ein Date." ,,Das...war das heute Abend? Ein Date?" lächelte Iris hoffnungsvoll. ,,Nein. Ganz bestimmt kein Date. Aber Freitag. Du, ich und ein Abendessen und Kino? Das wär n Date." Iris grinste glücklich. ,,Was meinst du?" ,,Passt mir gut." ,,Gut." ,,Und...du kannst über deine Frau reden, soviel du willst. Das dauert, bis solche Wunden heilen. Wir sollten einfach wir selbst sein." ,,Ich versuche trotzdem die Charlotte-Gespräche auf ein Minimum zu reduzieren." Iris erstarrte. ,,Charlotte?" ,,Ja. So hieß sie." ,,Ähm...aus welcher Gegend kam Charlotte?" ,,Aus Virginia. Nicht mal besonders weit von hier, um genau zu sein."
Rosalya lief allein und frierend nach Hause, als Nathaniel neben ihr in seinem Pickup hielt. ,,Rosalya! Na komm schon, steig ein." Sie lief weiter. Nathaniel schaltete den Motor aus und lief zu ihr. ,,Was?!" Er küsste sie. ,,Das wird nie funktionieren." lächelte er, nachdem er sich von ihr gelöst hatte. Rosalya grinste und küsste ihn erneut.
Jessica saß zuhause auf dem Sofa und Lysander machte ihr einen Tee. ,,Geht's dir gut?" ,,Klingt es...merkwürdig, wenn ich ja sage?" ,,Ist es denn so?" ,,Ich sollte eigentlich verwirrt oder verängstigt oder sonst was sein, aber ich...verspüre so eine Art Hochgefühl..." Lysander grinste. ,,Das ist das Adrenalin. Du brichst noch früh genug zusammen." ,,Ja, kann sein. Ich hab mich heute Abend gewehrt.." grinste sie. ,,War ein gutes Gefühl." ,,Besser du hättest nicht kämpfen müssen." ,,Trotzdem. " Lysander setzte sich zu ihr und reichte ihr die Teetasse. ,,Ich sag dir jetzt etwas und ich weiß nicht, wie dus aufnehmen wirst." ,,Was?" ,,Ich habe Castiel gesagt, ich würde ihm helfen in die Gruft zu gelangen, um Debrah zurückzubekommen. Aber das war eine Lüge. Ich lass ihn in dem Glauben, dass er sich auf mich verlassen kann." ,,Aber warum machst du dir Sorgen, wie ich es aufnehme?" ,,Weil er unglaublich überzeugend sein kann und ihr beide habt...euch kürzlich angefreundet." Jessica seufzte und stellte die Tasse weg. ,,Das heißt aber nicht, dass ich ihm vertraue. Es ist schon mehr nötig, als eine...Rettung und eine Spritztour, damit ich vergesse, wer Castiel ist und was er alles getan hat." ,,Ich will auf keinen Fall sein Feind sein, Jessica. Aber ich kann ihn das nicht machen lassen." ,,Dann lass ihn nicht." schüttelte sie den Kopf. ,,Und ich helfe dir, egal was es kostet." Lysander lächelte. ,,OK?" ,,OK." Er nahm sie in den Arm und lehnte sich mit ihr auf das Sofa zurück.
Ben verließ den Grill und schloss ab und Li beobachtete ihn. Er lief nichtsahnend weiter und Li stand ein paar Meter hinter ihm auf dem Gehweg und ihre Augen veränderten sich. Sie raste los, wollte ihn angreifen, doch er packte sie mit ausgefahrenen Reißzähnen an der Kehle und drückte sie gegen die Wand. ,,Schleich dich nie wieder an mich ran." lächelte er, Li ebenfalls. ,,Du stehst drauf." Sie stieß seinen Arm beiseite. ,,Wo ist Noah?" fragte er. ,,Seine Besessenheit hat ihn überwältigt. Genauso wie die Salvatore-Brüder." ,,Sie haben ihn umgebracht?" ,,Gepfählt und vorher gefoltert. " ,,Scheint dich ja nicht gerade umzuhauen. " ,,Ich hab ihn gewarnt, Ben. Er war sowieso dabei, alles zu vermasseln. Seien wir ehrlich, er war nicht gerade eine Hilfe." Ben grinste. ,,Wie läufts bei dir?" ,,Oh, die Hexe ist total verknallt in mich. Hast du das Tagebuch?" ,,Nein. Aber ich weiß, wos ist. Und ich krieg es." Damit beugte sie sich vor und küsste Ben.
SDSDSDSDSDSD
So, das wars.. Ich hoff, ich seh noch n Review von dir, PantherGirl, wär soo happy *-*
Hoffe, euch hat das Kapi gefallen, hier noch die Songs:
There's This There's That von We Barbarians
Nath sagt Ben, dass er sich für einen Job bewirbt, Jess sagt Kim, dass sie adoptiert ist, Ben hilft Kim wegen Castiel
This Magic Moment von The Misfits
Rosa und Kim tanzen auf der Party, Jess kommt mit den Salvatore Brüdern an, Iris redet mit Armin, Kim und Rosa fragen Jessica, warum Castiel da ist
Runanway von The Misfits
Armin und Castiel reden über Lysander
Everybody von Autovaughn
Kim fragt Ben nach einem Date, Nath lässt Rosa abblitzen
A Slow Dance von Jocko
Li fragt Kentin, ob sie das Tagebuch seines Vorfahrens ausleihen kann, Lys entschuldigt sich bei Jessica, sie zum Tanz geschleift zu haben
Great Balls of Fire von The Misfits
Lysander zeigt seine 50er Tanzmoves
My Boyfriend's Back von The Ravonette
Jessica und Lysander sehen Castiel, der mit einer Blonden tanzt, Jess bekommt auf der Tanzfläche einen Drohanruf von Noah
Now That We've Grown von St. Leonards
Nath erklärt Rosa, dass er noch nicht über Jess hinweg ist
Mr. Sandman von Oranger
Li und Ben küssen sich
Echt coole Song, passend zum 50er Tanz ^^
Bis morgen für 2 weitere Kapis!
LG
Ronjale55
