Hey, hier das nächste Kapi! Ich lad wahrscheinlich noch eins hoch ^^

Viel Spaß. Leider hat sich nichts getan an Zugriffen, schade..immer noch bei 15.. Trotzdem viel Spaß!

LG

Ronjale55

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Jessica wachte mit schmerzenden Kopf auf einem Bett in Lis und Bens Apartement auf und wich erschrocken zurück, als sie Ben auf einem Stuhl schlafen sah. ,,Oh Gott.." Langsam stand sie auf und stieg vorsichtig über Bens Beine, die in den Gang zwischen den beiden Betten ragten. Er regte sich im Schlaf, aber wachte nicht auf. Jessica lief rückwärts bis zur Tür und griff nach der Türkette, die vorgelegt war. Sie warf einen Blick zurück und löste sie. Ben schlief noch immer. Jessica griff nach dem Türknauf und Ben stand hinter ihr. ,,Das würd ich nicht tun." sagte er. Erschrocken drehte Jessica sich um. Ben trat näher. ,,Versuch nicht zu fliehen. Rühr dich nicht von der Stelle." manipulierte er sie, nicht wissend, dass sie die Eisenkraut-Halskette trug. ,,Hast du verstanden?" ,,Ich hab verstanden." täuschte Jessica ihn und Ben ging grinsend zum Kühlschrank. Jessica riss die Tür auf und wollte fliehen. Ben wollte sie aufhalten, doch Jessica wurde von Li gestoppt, die sie an den Haaren gepackt wieder reinschob. ,,Soll das ein Witz sein?" fuhr sie Ben an. ,,Ich hab ihr gesagt, sie soll sich nicht rühren, mit dieser Augensache, die du mir gezeigt hast." Li schob die sich wehrende Jessica Richtung Bad. ,,Und was ist mit der Lektion über Eisenkraut? Sie ist mit nem Vampir zusammen, du Trottel!" ,,Wer bist du? Was willst du?" fragte Jessica sich weiterhin wehrend. ,,Ist doch egal." entgegnete Li und schubste sie ins Badezimmer. Sie stolperte fast gegen das Waschbecken und lief zur Tür zurück und machte Licht. Dann sah sie in der Badewanne Kim bewusstlos liegen. ,,Kim?" Sie lief zu ihr. ,,Oh mein Gott.. "

Castiel saß zuhause im Wohnzimmer und las in Emilys Grimoire als Lysander herein gestürmt kam. ,,Li hat Jessica entführt." ,,Ja, das hast du schon 600-mal auf meine Mailbox gesprochen." sagte Castiel ohne aufzusehen. ,,Castiel, ich habe die ganze Nacht jede Straße der Stadt vergeblich abgesucht. Was ist, wenn dein Blut nicht völlig aus ihrem Organismus raus ist?" ,,Dann siehst du sie wenigstens wieder." sagte er ungerührt. ,,Bitte." flehte Lysander und setzte sich in den Sessel neben ihm. ,,Was weißt du? Du warst bei Li, du musst wissen, wo sie wohnt. Sag mir, wo ich sie finden kann." Castiel sah ihn an, überlegte kurz. ,,Nein. Du kannst gehen. Im Ernst." grinste er. Lysander seufzte. ,,Weißt du, solang ich mich erinnere, hab ich dich nur gehasst. Vielleicht gab es mal Zeiten, in denen es anders war, aber deine Entscheidungen haben alles gute in dir abgetötet." Castiel legte das Grimoire in den Schoß und hörte ihm aufmerksam zu. ,,Aber ich weiß natürlich auch, dass du genauso viel Grund hast für deinen Hass auf mich. Das alles hat mit mir angefangen. Und zwar ist dir Debrah allein durch mein Verschulden weggenommen worden." Castiel grinste schief. ,,Und das tut mir leid." ,,Entschuldigung angenommen." lächelte Castiel leicht. ,,Also bitte. Sag mir was du weißt. Jessica ist in Gefahr, wenn du irgendetwas weißt, sag es mir." Castiel schloss das Grimoire, seufzte und stand auf. Lysander ebenfalls. ,,Ich meine das ganz ehrlich: Ich hoffe.. dass Jessica.. stirbt." sagte er und ging mit dem Grimoire an Lysander vorbei.

Jessica machte ein Handtuch nass und strich Kim über die Stirn, um sie zu wecken. ,,Kim." ,,Jessica." ,,Wie geht's dir?" ,,Oh, mein Schädel.. Oh mein Gott, Ben ist ein Va..!" ,,Shh!" machte Jessica und deutete auf ihre Ohren. ,,Sie können uns hören." flüsterte Jessica. Sie ging zum Waschbecken und ließ das Wasser laufen, um ungestört mit Kim zu reden. ,,Ich bin so dämlich!" stöhnte Kim. ,,Nein, er hat uns alle reingelegt. Es muss irgendwas mit der Gruft zu tun haben und Emilys Zauberbuch." ,,Zauberbuch?" ,,Castiel hat gesagt, damit kann man die Gruft öffnen." ,,Wieso weiß ich davon gar nichts?" ,,Ich hab gehofft, dass es nie dazukommen würde und wollte dich da raushalten." ,,Wozu kommen würde?" ,,Sie brauchen eine Hexe um den Zauber zu brechen und die Vampire rauszulassen." ,,Niemals." ,,Ich weiß, ich weiß.." Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen und Ben kam rein. Jessica hielt Kim schützend fest und Kim funkelte Ben an. Er drehte den Wasserhahn zu und grinste. ,,Du verschwendest deine Zeit. Ich werd dir nicht helfen." Ben trat näher und zerrte Jessica von Kim weg. ,,Deshalb ist sie hier. Als Ansporn für dich, dich gut zu benehmen. Sag mal.." Er beugte sich zu ihr und flüsterte: ,,Warum bist du so verzweifelt? Du hast es mir zu einfach gemacht." Er grinste fies. "Sie will mit dir reden." rief er dann und stieß Jessica aus dem Bad. Er schlug die Tür hinter ihr zu und blieb drin. ,,Sieh an, sieh an..Jessica Gilbert.." Li lehnte an der Heizung. ,,Du bist wirklich Debrahs Doppelgängerin." Sie lachte kurz auf. ,,Du musst die Salvatore-Brüder ganz schön verwirrt haben." ,,Wer bist du?" ,,Ich bin Li. Dein Bruder hat mich vielleicht mal erwähnt. Immerhin sind wir ja so gut wie zusammen." grinste sie. Jessica starrte sie wütend an.

Kentin saß im Grill und zeichnete. Dake und Nathaniel waren da, Dake am Billiardtisch und Nathaniel kellnerte. ,,Hey, Nathaniel. Stell dir vor, was wir mit 10 Fässern anstellen können. Duke hat alles organisiert." sagte Dake. ,,Duke ist n Arsch. " ,,Ja, n Arsch mit 10 Fässern. Alias mein neuer bester Freund." Kentin lachte kurz auf. ,,Wo liegt das Problem, Gilbert?" fragte Dake. ,,Ich hab keins, Lockwood." ,,Ja, wers glaubt." ,,Hast du nie die Schnauze voll?" fragte Nathaniel Dake. ,,Wovon?" ,,Na von dir." lächelte Nathaniel und ging weiter. Kentin lachte und Dake ging um den Billardtisch herum. ,,Ja, mach so weiter..." Rosalya kam herbei und trat zu Kentin. ,,Hey Kentin. Wo ist Jessica? Ich simse ihr und Kim schon den ganzen Tag wegen Dukes Party. ,,Äh..sie ist mit Lysander irgendwo hin.." Rosalya seufzte. ,,Also ich werde bestimmt keine von der Sorte sein, die verschwindet, nur weil sie einen neuen Freund hat." ,,Wer ist Duke?" fragte Kentin. ,,N Typ, der vor n paar Jahren den Abschluss gemacht hat. Und jedes Mal, wenn er von der Duke nach Hause kommt, schmeißt er ne Party." erklärte Rosalya. ,,Was denn, Duke geht auf die Duke?" fragte Kentin belustigt. ,,Er heißt in Wirklichkeit Bob, glaube ich. Er ist der totale Arsch, aber er spendiert das Bier." Kentin lachte. ,,Willst du nicht kommen?" ,,Äh..naja.. Ich glaub, eher nicht." ,,Im Ernst, alle gehen da hin. Selbst stille einzelgängerische Brüder." ,,Hmm..." Rosalya sah Nathaniel kellnern. ,,Denk drüber nach." verabschiedete sie sich von Kentin und ging zu Nath. ,,Hey." ,,Hey." lächelte er. ,,Ich hab eine Rede vorbereitet. Sie ist fertig ausgearbeitet und einstudiert. Und bist du bereit?" ,,Du hast eine Rede vorbereitet?" fragte er überrascht lächelnd. ,,Ja. Eine Rede über 'Du hast mich geküsst und ich will jetzt nicht, dass alles zwischen uns komisch wird.' Rein vorbeugend." ,,Vorbeugend?" fragte Nathaniel amüsiert. ,,Ja, nur für den Fall, dass du es dir noch mal..anders überlegt hast oder es bedauerst oder dich lieber verdrücken willst..." ,,Verdrücken, hm?" lächelte Nathaniel, Rosalya ebenfalls. ,,Kann ich jetzt mit meiner Rede anfangen?" ,,Ja, dann schieß los." ,,Also. Ich weiß, dass du denkst, dass die Sache mit uns beiden nicht funktionieren wird. Ich wollte dir nur sagen, dass ich dir genau hier und jetzt, anbiete auszusteigen. Eine Rücktrittsklausel, mein ich." ,,Wieso bietest du mir ne Rücktrittsklausel an?" ,,Ich will...keine Vermutung darüber anstellen, was das hier zwischen uns ist." ,,Alles klar." ,,Wenn du...sie also in Anspruch nehmen möchtest, dann nur zu, sag mir Bescheid." ,,Nein, möchte ich nicht, aber danke." lächelte Nathaniel. ,,Okay...Gut." war Rosalya überrascht. ,,Ja." lächelte Nathaniel. ,,Dann sehen wir uns heute Abend bei Duke." ,,Ja." grinste Nathaniel und ging zurück an die Arbeit. Rosalya lächelte glücklich und lief weg.

Castiel klopfte an die Haustür von Sheila Bennett. Sie öffnete. ,,Ja?" ,,Hallo. Ich bin auf der Suche nach Kim." ,,Sie ist nicht hier." ,,Oh, wissen Sie, wann sie vielleicht..." ,,Niemals." kam die feindselige Antwort. Castiel grinste. ,,Sie haben ne ziemlich feste Meinung für jemanden, der mich nicht kennt." ,,Sie haben vielleicht Nerven. Klopfen an die Tür einer Bennett-Hexe und wollen etwas von ihr." ,,Was hab ich getan?" ,,Es gibt Geister, die reden, Mr. Salvatore. Und meine Enkelin auch. Sie sind kein Freund von uns. Und jetzt verschwinden Sie von meiner Veranda!" Bedrohlich trat Castiel näher an die Türschwelle. ,,Kommen Sie doch raus und wiederholen Sie das." Sheila sah ihn an und trat einen Schritt raus. Castiel schrie vor Schmerzen auf und hielt sich den Kopf. Er stolperte zurück. ,,Ich bin nicht Kim! Legen Sie sich lieber nicht mit mir an." Sie ging wieder rein und schloss die Tür. Dann atmete sie erschöpft ein und aus. Die Magie hat ihren Preis..

Li stand am Fenster und lugte hinter dem Vorhang raus. ,,Kim wird die Gruft nicht öffnen." sagte Jessica. ,,Doch, ich glaub schon." ,,Willst du Debrah da wirklich so unbedingt rausholn?!" ,,Glaub mir, niemand den ich kenne, will sie je wiedersehen. Bis auf Castiel, den liebeskranken Idioten." ,,Und was ist es dann? Oder...wer ist es?" bohrte Jessica weiter. ,,Meine Mutter ist da drin." Überrascht hob Jessica die Augenbrauen. ,,Debrah konnte einfach nicht anders..." Li lief zu Jessica und blieb neben einem Tisch stehen. ,,Sie..musste unbedingt mit beiden Salvatore-Brüdern rumspielen. Und als sie dann gefangen wurde, entdeckten sie auch meine Mutter. Ich hab zugesehen, wie Jonathan Gilbert sie weggebracht hat." ,,Das tut mir leid." sagte Jessica erschüttert. ,,Hey, das meinst du sogar ernst, nicht?" grinste Li. ,,Ja, ich denke wir überspringen die tote-Mom-Verbundenheit und du kannst anfangen deinen Zweck zu erfüllen." ,,Der da wäre?" ,,Druckmittel." Sie nahm ein Handy vom Tisch. ,,Ist wohl deins?" Jessica wollte es ihr wegnehmen und stand auf. ,,Eh-eh." machte Li und wählte eine Nummer. Lysander ging ran. ,,Jessica, alles in Ordnung?!" ,,Ihr geht's gut. Bis jetzt. Sag mir, dass du das Grimoire hast und ihr passiert nichts." sagte Li. Lysander stand in der Bibliothek und Castiel lehnte sich an den Türrahmen und hörte zu. ,,Ich kann es kriegen." ,,Das heißt, dein Bruder hat es. Und ich hab die Hexe, also sollte sich einer von euch mit mir in ner halben Stunde im belebten Stadtzentrum treffen, damit wir in Ruhe besprechen können, wie spaßig eine Zusammenarbeit wird." Sie legte auf, Lysander ebenfalls. Dann sah er zu Castiel. ,,Na los. Winsel noch mal. Ach warte, nein. Ist mir egal." Castiel ging.

Li pochte kurz gegen die Badtür und sagte: ,,Ich gehe!" Ben kam mit Kim raus. ,,Ach, behalt sie im Auge. Mentaler Zwang wird nicht funktionieren, nur reine Gewalt." schärfte Li Ben ein. ,,Klar, schon verstanden." Li ging und Ben stieß Kim auf das freie Bett. ,,Setz dich, benimm dich!" Dann zog er seine Lederjacke aus. ,,Du bist also der Schlüssel dazu. Im wahrsten Sinne des Wortes. Eben die, die die Tür öffnen kann." Er ließ die Jacke fallen. ,,Sag mal..." Er setzte sich auf die Armlehne des Stuhls. ,,Wie lang bist du schon ne Hexe?" ,,Gibts hier irgendwo was zu trinken?" fragte Jessica. Grinsend stand Ben auf und kam auf sie zu. ,,Willst du was anbieten?" Jessica wich auf dem Bett zurück. ,,Auf dem Nachttisch steht Wasser." sagte er dann und ging zum Stuhl zurück. Jessica nahm das Glas und wollte trinken, als Kim fragte: ,,Hey, kann ich einen Schluck haben?" Sie sah Jessica vielsagend an und nickte leicht. Jessica reichte es ihr. Kim nahm es und schütte es auf Bens Arm. Dann konzentrierte sie sich und setzte es mit der Kraft ihrer Gedanken in Brand. Ben schrie auf und Kim lief zur Tür, dicht gefolgt von Jessica. Doch Ben schaffte es schnell die Flammen zu löschen und Jessica festzuhalten, als sie an ihm vorbei lief. ,,Komm wieder rein! Schließ die Tür zu!" Langsam kam Kim wieder rein. ,,Tu ihr nichts!" flehte sie. ,,Bring mich nicht dazu!" Sie schloss die Tür. ,,Die Kette vor!" Kim gehorchte verzweifelt. Verzweifelt und enttäuscht sah Jessica zu.

Li war im Stadtzentrum mit ihrer Tasche angekommen, als Kentin sie sah, als er aus dem Grill kam. ,,Li!" rief er und lief über die Straße. Schnell sah sie sich um, doch noch war sie allein. ,,Hey, warum..." Er kam bei ihr an. ,,Warum bist du gestern verschwunden?" ,,Entschuldige, ich musste gehen. Deine...Schwester sollte es dir ausrichten." ,,Ich hab sie noch nicht gesehen." ,,Ich habs eilig, ich..." ,,Willst du heute Abend mit auf eine Party?" ,,Ob ich was will?" ,,Der Typ, der sie schmeißt, ist n totaler Idiot, aber...es wird bestimmt lustig. Ich dachte mir, je mehr wir sind, desto besser." lächelte er. Li grinste. ,,Also bist du endlich soweit mit mir auszugehen, ja?" ,,Ist schon ne Weile her, dass ich auf ner Party war und ich möchte mal wieder Spaß haben und nicht immer so ein...Einzelgänger sein. Und ich...mag dich gern. Du bist witzig und irgendwie seltsam und geheimnisvoll, aber das...finde ich eigentlich auch gut." Li lächelte. ,,Also...ja, komm mit auf die Party. Mit mir." lächelte Kentin. ,,Sie ist draußen im Wald bei dem alten Friedhof da." ,,Achso. Da ist sie, ja? Hört sich cool an. Dann komm ich dahin." Sie lief weg. ,,O-okay. Toll. Cool!" freute er sich und Li lächelte. Dann ging Kentin und Li setzte sich auf eine Bank und verschränkte die Arme.

Sie sah sich um und als sie zur Seite sah, saß plötzlich Castiel neben ihr. ,,Hast du n heißes Date oder hast du vor, dir die ganze Familie Gilbert zu schnappen?" ,,Eine Party und zwar direkt am alten Friedhof. Ist das nicht nett von ihnen? Ein Haufen warmer Körper für ausgehungerte Vampire." grinste Li. ,,Ich sagte doch: Ich arbeite allein!" ,,Ja, ich auch. Aber dir fehlt eine Hexe und mir fehlt ein Zauberbuch. Also, was sagst du?" ,,Du weißt doch wohl, dass Lysander hinter dir her sein wird. Weil du Jessica entführt hast." grinste er. ,,Dann wird er wohl nicht erfreut sein, wenn ich sie töte, falls ich nicht bekomme, was ich will!" stand sie wütend auf. ,,Argh...Wann willst du das durchziehen? " lenkte Castiel ein. Grinsend drehte Li sich wieder um. ,,Ach, das ist ja genau wie 1864. Ihr Salvatores seid wirklich jämmerlich was Frauen angeht. Heute Abend, nach Sonnenuntergang. Wir treffen uns an der Kirche." Li verschwand und Castiel blieb seufzend zurück.

Jessica und Kim saßen wieder auf den Betten und Ben lief im Zimmer herum. ,,Hexen haben kein ewiges Leben, nicht? Ihr könnt sterben, ist das so?" fragte er. ,,Ja. Wir können sterben." sagte Kim ernst. Ben lachte auf. ,,Na so ne Kacke." Lysander brach die Tür auf und Sonnenlicht traf Ben. Er schrie auf und Lysander riss die Vorhänge beiseite und ließ noch mehr Licht rein. Ben kroch in den verbliebenen Schatten zwischen den Betten und Jessica sprang auf. ,,Lysander!" ,,Los, raus mit euch!" Die Mädels liefen raus und Lysander trat zu Ben, dessen Verbrennungen langsam anfingen zu heilen. ,,Bei Sonnenuntergang verlässt du die Stadt. Wenn ich dich je wiedersehe, dann bring ich dich um." Lysander ging und Ben wimmerte vor Schmerz.

Kim saß zuhause bei ihrer Grams. ,,Woher hast du gewusst, wo wir sind?" ,,Viele Dinge können die Macht einer Hexe anfachen. Sorge, Zorn. Als Lysander mir von eurer Entführung erzählte hat, spürte ich sehr viel von beidem." Kim lächelte. ,,Danach war ein schlichter Suchzauber sehr einfach." ,,Tut mir leid. Das alles." ,,Nicht so leid, wie es denen tun wird." Jessica kam mit Lysander herein. ,,Und, was machen wir jetzt?" fragte sie. ,,Fürs erste solltet ihr hier bleiben." sagte Lysander. ,,Eine Gefangene in meinem eigenen Haus? Davon halt ich nichts." sagte Sheila. ,,Ich kann euch nicht beschützen, wenn ihr das Haus verlasst." sagte Lysander. ,,Wir beschützen uns selbst." sagte Sheila. ,,Wir müssen ihn Debrah aus der Gruft befreien lassen. Er wird nicht aufgeben, es zu versuchen. Wenn wir ihm helfen, hat das vielleicht ein Ende." erkannte Jessica. ,,Nein! Er verdient es nicht, zu bekommen was er will!" rief Kim. ,,Was bleibt uns denn für eine Wahl?" fragte Jessica und sah zu Lysander. ,,Wir Hexen müssen uns wohl wieder mal mit Vampirproblemen befassen. Auch wenn wir immer wieder versuchen, uns da raus zuhalten." Sheila sah zu Lysander und fuhr fort: ,,Ich öffne die Gruft. Du holst das Mädchen deines Bruders und vernichtest den Rest mit Feuer. Dann wird das alles vorbei sein." ,,Erst muss Castiel damit einverstanden sein." warf Lysander ein. ,,Das war er doch schon mal. " war Jessica hoffnungsvoll. ,,Ja, und dann haben wir ihn reingelegt. Und jetzt ist er wütend. " ,,Er ist verletzt." verbesserte Jessica ihren Freund. ,,Das ist was anderes. Ich weiß jetzt, was ich zu tun hab."

Li kam nach Hause und lachte ungläubig auf. ,,Das darf doch wohl nicht wahr sein!" Ben hatte sich die Kapuze seines Sweatshirts übergezogen und sah auf. ,,Das war Lysander! Ich konnte nichts dagegen tun." ,,Du hältst die Klappe! Hör auf zu reden!" fuhr sie ihn an und setzte sich auf den Stuhl. ,,Ohne die Hexe haben wir weder Castiel noch das Grimoire.. Castiel wird nicht aufgeben..Er findet einen Weg hinein. Und dann werden wir dabei sein."

Castiel nahm sich seine Lederjacke von der Lehne eines Stuhls und zog sie an, als Jessica eintrat und ihren Schal auszog. ,,Mhm. Ich muss wohl die Schlösser austauschen. Seid ihr ausgebrochen? " Er nahm das Grimoire unter den Arm. ,,Lysander." lächelte Jessica. ,,Ah. Bruder. Immer der Retter in der Not." ,,Ich hab Kim überzeugt, dir zu helfen." ,,Das bezweifle ich." Jessica lief zur kleinen Treppe, um auf ihn zuzugehen und sprach weiter. ,,Ich werd dir nicht sagen, dass es mir leid tut, das Grimoire ohne dich geholt zu haben, denn...eigentlich tuts mir nicht leid." ,,Du bist wenigstens ehrlich." grinste er kurz. ,,Ich wollte die Menschen beschützen, die ich liebe, Castiel! Aber du auch. Auf deine...verdrehte Art. Und so schwer es ist, sich das vorzustellen, wir stehen alle auf der selben Seite. Wir wollen dasselbe." Sie ging langsam die Treppe zu ihm hinunter. ,,Kein Interesse." grinste Castiel und wollte gehen. ,,Doch hast du! Gestern wolltest du noch mit uns zusammenarbeiten!" Er drehte sich wieder zu ihr. ,,Ein Mal hast du mich reingelegt, ein zweites Mal nicht." zischte er. ,,Okay, als wir in Atlanta waren, wieso hast du da nicht versucht, meine Gedanken zu beeinflussen?" Castiel trat einige Schritte zu ihr und warf das Grimoire auf einen Tisch. ,,Wer sagt, das ichs nicht getan hab?" ,,Hast du nicht!" Lauernd sah er sie an. ,,Ich weiß, das hast hast du nicht! Aber du hättest es tun können." Sie trat nun näher zu ihm. ,,Du und ich...zwischen uns ist etwas. Eine Verbundenheit. Und ich weiß, das mein Verrat dich verletzt hat. Auf eine andere Weise, als der von Lysander, aber...ich verspreche dir jetzt etwas: Ich helfe dir, damit du Debrah wiederbekommst." Zweifelnd sah er sie an. ,,Argh...ich wünschte, ich könnte dir diesmal vertrauen." Jessica seufzte und nahm ihre Eisenkraut-Halskette ab. ,,Frag mich jetzt, ob ich lüge." Sie legte sie auf den Tisch und Castiel sah ihr in die Augen und trat näher. ,,Du weißt, dass Li nicht aufzuhalten ist, egal was ich mache." ,,Dann verhandeln wir mit ihr." Castiel griff an Jessica vorbei und hob ihre Halskette wieder hoch und band sie ihr um. ,,In Atlanta hab ich deine Gedanken nicht kontrolliert, weil wir dort Spaß hatten. Ich wollte, dass es wirklich echt ist. Ich vertraue dir." gab er zögernd zu. ,,Lass es mich nicht bereuen."

Dukes Party war schon in vollem Gange, es war dunkel und ein großes Lagerfeuer brannte, als Castiel mit Jessica ankam. ,,Dukes Party, das hab ich vergessen, ich hoffe sie bleiben von der Kirche weg." sagte Jessica. ,,Deine Hoffnung, nicht meine." ,,Jessica, hey." trat Nathaniel mit Rosalya zu ihnen. ,,Jessica, meine Güte, wo hast du gesteckt?" fragte Rosalya und verschränkte ihre Finger mit Naths. Er war ebenso überrascht wie Jessica. ,,Lange Geschichte, keine Zeit zum Erzählen." grinste Castiel. ,,Ich hab nicht dich gefragt!" ,,Doch, natürlich." ,,Wir kennen uns noch nicht, ich bin Nathaniel." stellte er sich vor und entzog Rosalya seine Hand um sie Castiel hinzuhalten. ,,Nathaniel. Bestimmt gibts einen Grund dafür." Er sah zu Jessica. ,,Du und ich gehen in diese Richtung." packte er sie am Arm und schob sie vorwärts. ,,Äh..es geht im Moment nicht, Leute!" rief Jessica ihnen zu.

Lysander kam aus dem Loch, dass nun soweit vergrößert war, dass sie einen Zugang mit Treppe entdeckt hatten. Er hielt eine Schaufel in der Hand. ,,Ich hab das Geröll weggeräumt und die Fackeln so aufgestellt, wie du wolltest. Wir können jetzt runtergehen." Er legte die Schaufel an einen Flammenwerfer und einige Kanister Benzin. ,,Was ist das?" fragte Kim. ,,Das brauch ich, wenn ich sie vernichten will." Er gab Sheila ein Feuerzeug. ,,Und du bist sicher, Castiel kommt mit ihr zurück?" fragte Sheila, als Castiel pfiff, sie sich überrascht umdrehten und sahen, wie er mit Jessica und dem Grimoire ankam. ,,Bruder. Hexen." Jessica trat zu Lysander und Castiel ging nach unten. ,,Alles in Ordnung?" fragte Lysander. ,,Ich will das endlich hinter mich bringen. Sind wir soweit?" ,,Ich denke schon." antwortete Kim.

Dake besiegte auf der Party jemanden im Wetttrinken und Kentin kam an und sah sich nach Li um. Dake lachte mit einem Typen, vielleicht Duke und sah Kentin. ,,Hey, ich bin gleich wieder da." Er lief zu Kentin. ,,Hey, Mann. Hast du vielleicht Gras?" ,,Was, willst du mich verscheißern?" lächelte Kentin ungläubig. ,,Du benimmst dich wie der totale Arsch, wenn du mir über den Weg läufst und jetzt willst du mit mir abfeiern?!" ,,Ganz locker, Gilbert, ich hab dich nur was gefragt." ,,Ich steig echt nicht durch bei dir." Er sah sich suchend um. ,,Das ist ne Party. Da geht man zum Feiern hin, da gibts nichts zu psychoanalysiern." ,,Nur feier ich nicht mehr ab und selbst wenn, dann bestimmt nicht mit dir." ,,Kein Problem." grinste Dake und ging, doch drehte sich zurück und sagte rückwärtslaufend: ,,Weißt du was? Steh doch ruhig weiter hier rum. Ganz allein. Du Spaßbremse. Hast du überhaupt irgendwelche Freunde?" Dake verschwand und Li stand plötzlich hinter Kentin und er drehte sich erschrocken und überrascht um. Er lachte auf. ,,Na, Gott sei Dank." ,,Merkwürdiges Hallo, aber OK." lächelte Li. ,,Was ist los?" ,,Ähm..gar nichts. Ich meine, es ist...ähm..ach vergiss es! Es ist nichts." lächelte er. Li lächelte. ,,Komm mit, wir gehn ein bisschen." sagte sie und Kentin legte seinen Arm um Lis Schulter und lief mit ihr los.

Sie standen alle unten in der Gruft und Sheila zündete die Fackeln an, die im Boden steckten. ,,Luft. Erde. Feuer." ,,Wasser. " sagte Kim und hob eine Flasche hoch. Sheila nahm sie und schüttete das Wasser auf und um den Stiel der letzten Fackel. ,,Das funktioniert? Einfaches Leitungswasser? " fragte Jessica. ,,Im Gegensatz zu was?" fragte Sheila zurück. ,,Ich dachte bloß, dass es vielleicht gesegnet sein muss, oder mystisch oder sowas.." Sheila lächelte und stellte die Flasche weg. Castiel zog aus seiner Jacke einen Blutbeutel hervor. ,,Was ist das?" fragte Lysander und leuchtete mit seiner Taschenlampe darauf. ,,Das ist für Debrah. Irgendwie muss ich sie ja auf die Beine bringen. Es sei denn, deine Freundin bietet mir eine Vene zum Anzapfen an." sagte er und sah zu Jessica. Lysander stieß die Luft aus und Castiel trat näher zu ihm und flüsterte: ,,Gib es zu. Du kannst es gar nicht erwarten, mich loszuwerden. " sagte er mit seinem schiefen Grinsen. Lysander lachte kurz leise auf. ,,Ich kann es gar nicht erwarten, dich loszuwerden. " ,,Mhm..." grinste Castiel und Kim sagte: ,,Wir sind soweit."

Li und Kentin waren ein gutes Stück von der Party entfernt zwischen ein paar Gräbern. ,,Ist echt cool hier..." sagte sie. ,,Du stehst irgendwie auf Tote, scheint mir." grinste Kentin. ,,Ich bin ja auch seltsam, weißt du noch?" lächelte sie. Kentin sah ein Pärchen in einiger Entfernung rummachen und sein Lächeln verblasste. ,,Ist alles in Ordnung?" ,,Ja. Ja...Ich muss hier nur immer an jemanden von früher denken." ,,Einen Toten jemand?" ,,Nein..nein, es ist...jemand, den ich mal kannte..
Hey, wie lange haben wir es auf der Party ausgehalten? Grade mal 37 Minuten?" lachte Kentin. Li fing auch an zu lachen. ,,Ist wohl nicht dein Fall." ,,Ach, ich weiß inzwischen gar nicht mehr, was eigentlich mein Fall ist." Er trat näher zu ihr. ,,Also, was meinst du? Willst du zu meiner Nicht-Party-Szene gehören?" ,,Ich würde sehr gern zu deiner Nicht-Party-Szene gehören, aber...ich geh weg." ,,Warte mal, was?!" ,,Ja...Meine Mutter und ich ziehn von hier weg." ,,Oh...ähm, das...das ist aber blöd." ,,Ja?" ,,Ja klar!" ,,Also...ist das dann wohl jetzt der Abschied." ,,Sieht so aus." Er beugte sich vor und küsste sie. Als sie den Kuss lösten, fingen ihre Augen an rot zu werden und die Adern tauchten auf. ,,Was ist mit deinem Gesicht?!" Erschrocken drehte sie ihm den Rücken zu. ,,Das ist nichts!" ,,Na, danach hat es nicht ausgesehen..." Plötzlich wurde Kentin niedergeschlagen und ging k.o. Ben war aufgetaucht. ,,Du hättest nicht so stark zuschlagen müssen.." ,,Ach, das war nötig." ,,Schnapp ihn dir und dann gehen wir. Wir stellen ihn meiner Mutter vor."

Dake lief zu Nathaniel, der an einem kleinen Baum auf der Party lehnte und eine Flasche Bier in der Hand hielt. ,,Schwupps!" schnappte er sich das Bier und nahm einen Schluck. ,,Hey!" ,,Wo ist dein Date?" ,,Wer weiß..." ,,Aw.. Sind die Flitterwochen schon vorbei?" ,,Möglicherweise." ,,Nachdem du mich so damit genervt hast, wie gern du sie hast, da hab ich doch erwartet, dass es länger als 5 Minuten hält." ,,Hey, ich bin nur...ich weiß nicht, ob ich dieses öffentliche Paar-Getue mitmachen kann. Sie kommt mir ziemlich anhänglich vor." ,,Auch gut. Ich kann meinen Kumpel nur solo gebrauchen." Er schlug ihm leicht gegen die Schulter. ,,Oh. Ah. Im Anflug." Dake drehte sich kurz weg, als Rosalya lächelnd zu ihnen kam. ,,Hey. Da bist du." lächelte sie ,,Ja, da bin ich." ,,Tja, ich bin noch nicht betrunken genug, ich hol mir jetzt noch n Bier." sagte Dake und verschwand. ,,Also.." ,,Also..?" wiederholte Nathaniel. ,,Ich hab noch eine Rede vorbereitet." lächelte Rosalya. ,,Ach ja?" ,,Das Händchen-halten? Vor Jessica? Das war doof." nickte sie. ,,Also...ich war doof. Jetzt mal abgesehen von deinen Gefühlen für Jessica, Castiel war da und er ist mir gegenüber so ein Dreckskerl gewesen und...ich wollte damit angeben, dass mein neuer Freund ein guter Kerl ist. Also...ich war auf jeden Fall doof. Und? Verzeihst du mir?" ,,Ja. Natürlich, ja." lächelte er. Rosalya seufzte und lächelte erleichtert.

,,Phesmatos waren nas exmalom. Tera mora vantis quo incandis.." Der Zauberspruch den Kim und Sheila in einem Sing-Sang aufsagten, während sie sich an den Händen hielten, ging noch weiter und wurde wiederholt. Sie standen in der Mitte der Fackeln und Jessica, Lysander und Castiel sahen zu. ,,Was sagen sie da?" fragte Castiel. ,,Hört sich wie Latein an." meinte Lysander. ,,Ich glaube nicht, dass es Latein ist." sagte Jessica. Nach dem dritten Wiederholen wurden die Flammen der Fackeln plötzlich größer und Jessica griff erschrocken nach Lysanders Arm. ,,Was geht da vor?!" Die Gruftsteintür bewegte sich und ging einen Spalt auf. Kim und Sheila hörten auf und sahen auf. Die anderen ebenfalls. ,,Es hat funktioniert." sagte Kim überrascht. ,,Natürlich hat es funktioniert." sagte Sheila. ,,Wolltest du nicht ein Feuer vorbereiten?" fragte Castiel seinen Bruder. ,,Ich hol das Benzin, ich bin gleich wieder da." versicherte er Jessica und verschwand. Castiel sah misstrauisch zu den Hexen, dann zu Jessica. Er streckte die Hand aus. ,,Gehen wir?" ,,Was?" war Jessica überrascht. ,,Glauben Sie, ich betrete die Gruft allein und dann schließen Sie mich ein?!" Er zerrte Jessica zu sich. ,,Nehmen Sie sie nicht mit hinein! Ich bringe die Mauern zum Einsturz!" drohte Sheila. ,,Sie bringen sie zum Einsturz, wenn ichs nicht tue! Meinen Sie, ich vertraue Ihnen?" grinste Castiel. ,,Ebenso wie ich Ihnen." ,,Das reicht! Hört beide auf!" mischte Jessica sich ein. ,,Er braucht ein Druckmittel. Er will sicher sein, dass Sie nicht die Tür schließen, sobald er da drin ist. Das versteh ich. Ich gehe mit." Castiel beugte sich zu einer Fackel und fragte: ,,Darf ich?" Dann nahm er sie raus und trat zur Tür. Jessica nickte Kim aufmunternd zu, dann folgte sie Castiel mit einer Taschenlampe in die Gruft...

Lysander war oben angekommen und lief zum Flammenwerfer und den Kanistern. ,,Dunkel da unten?" ertönte Bens Stimme, der einige Meter entfernt stand. Kentin lag bewusstlos vor ihm. Lysander richtete sich auf. ,,Hab ich dir nicht gesagt, du sollst verschwinden?" ,,Ich hatte es in Erwägung gezogen. Dann dachte ich: Scheiß drauf." ,,Hey du Held." ertönte Lis Stimme und Lysander drehte sich zu ihr um, sie stand einige Meter hinter ihm, am Rand nach unten. ,,Ich geh jetzt da runter und hol meine Mutter." Lysander trat einige Schritte zu ihr. ,,Das kann ich nicht zulassen." ,,Naja..Ben ist im Begriff einen Hauptgang aus Jessicas kleinem Bruder zu machen." Lysander sah zu Ben zurück, der grinsend Kentin ein Stück hochgezogen hatte. ,,Du kannst also entweder mich aufhalten oder ihn. Du hast die Wahl. " Li raste weg und war verschwunden. Lysander sah sich suchend um.

Castiel und Jessica waren in der Gruft. Es war sehr dunkel. Plötzlich ertönte ein gruseliges Flüstern und Jessica keuchte erschrocken auf. ,,Was ist das?!" ,,Sie können dich spüren. Also..wo ist sie?" Castiel raste mit der Fackel weg und ließ Jessica schutzlos allein zurück. ,,Castiel!"

Li kam bei Kim und Sheila an. ,,Hey! Du gehst da nicht rein!" fuhr Kim sie an. ,,Denkst du etwa, du kannst mich aufhalten?" grinste Li. ,,Kim." sagte Sheila und sie trat zurück. Li nahm vorsichtig eine verbliebene Taschenlampe vom Boden und lief in die Gruft. ,,Wieso hast du sie da reingehen lassen?!" rief Kim entsetzt. ,,Weil sie da nicht mehr rauskommt, Baby. Keiner kommt mehr raus."

,,Denkst du wirklich, dass du ihr irgendwas bedeutest?" fragte Lysander. ,,Hm? Du bist austauschbar!" ,,Ist mir egal. Sie hat mir schon gegeben, was ich will." ,,Was denn? Etwa ewiges Leben?" fragte Lysander belustigt. ,,Bist du wirklich so blöd?" Ben lachte. ,,Weißt du.." Er trat näher. ,,Ich hab schon von dir gehört. Du trinkst kein Menschenblut. Du hast nicht genug Kraft um gegen mich anzukommen." Er raste los und warf sich gegen Lysander, welcher jedoch auswich und ihn zu Boden schleuderte. Während er sich aufrappelte, lief Lysander zum Flammenwerfer. ,,Mehr hast du nicht drauf?" ,,Doch. Ich hätte noch das hier." Er benutze den Flammenwerfer und Ben verbrannte schreiend bei ,,lebendigem" Leib.

Jessica ging langsam weiter und rief flüsternd nach Castiel. ,,Castiel! Castiel! " Sie hörte wieder das gruselige Flüstern und sah sich panisch um. Q stolperte und rappelte sich schluchzend wieder hoch. Dann wich sie zurück und traf mit dem Licht der Taschenlampe auf eine mumifizierte Vampirin, die sich schwach bewegte und stöhnte. Sie lief weiter und stolperte über einige mehr. Jessica wurde immer panischer, bis sie hinfiel und gegen die Wand gelehnt dalag. Neben ihr war ein Vampir, der die Augen öffnete, welche blutrot waren. Jessica schrie auf und sprang auf. Sie wollte wegrennen, doch plötzlich versperrte Li ihr den Weg.

Lysander kam wieder nach unten und sah sich suchend um. ,,Wo ist Jessica?" ,,Castiel hat sie mit hineingenommen." sagte Kim. ,,Was?!" Lysander wollte in die Gruft laufen, doch Sheila hielt ihn am Arm fest. ,,Lysander! Wenn du da hineingehst, kommst du nicht mehr raus!" ,,Was hast du getan?" ,,Das Öffnen der Tür entfernt noch nicht das Siegel. Ich habe die Tür geöffnet." ,,Was für ein Siegel?" ,,Manche Siegel hindern Vampire am Eintreten. Dies aber verhindert, dass Vampire wieder herauskommen." ,,Jessica ist ein Mensch, sie kann wieder heraus. Li und Debrah nicht. Castiel auch nicht." sagte Lysander mit Tränen in den Augen. ,,Du hattest nie vor, den Bann zu brechen, oder?" ,,Ich hatte dir gesagt," Sie trat zu Kim zurück. ,,Ich werde die Meinen beschützen. Jessica kann wieder raus, das ist das Einzige, was zählt."

Grinsend kam Li auf Jessica zu, die zurückwich. ,,Du musst wohl... Geschmack daran finden. Du schreist und kreischt und fliehst sogar. Aber dann kommst du doch wieder zurück." Jessica stolperte aufschreiend zurück und Li fand ihre Mutter Pearl. ,,Mutter!" Sie war mumifiziert. ,,Du weißt, dein Freund hat das getan!" rief Li. ,,Sein Vater war es." ,,Und Jonathan Gilbert. " stand Li auf. ,,Ich hab vor langer Zeit beschlossen, das Gilbert-Blut sie wieder zum Leben erwecken würde. Ich hatte Kentin schon so weit, aber..." ,,Nein!" drehte Jessica sich um und wollte fliehen, doch Li versperrte ihr den Weg, packte sie und biss ihr ins Handgelenk. Jessica schrie panisch auf.

Lysander hörte den Schrei und lief in die Gruft. ,,Lysander!" wollte Kim ihn noch aufhalten, doch Sheila versperrte ihr den Weg. ,,Du darfst ihn nicht in der Gruft einsperren, Grams!" ,,Lysander hat seine Wahl getroffen." ,,Nein! Nein, hier..." Kim lief verzweifelt zum Grimoire und brachte es zu Sheila. ,,Zeig mir, was ich tun muss! Ich schaff das." ,,Wir sind nicht stark genug! Selbst, wenn wir es schaffen, das Siegel zu entfernen, gibt es keine Garantie, dass wirs wieder anbringen können!" ,,Du sagst doch selbst: Viele Dinge können die Macht einer Hexe anfachen. Hilf mir!" flehte sie. ,,Sonst mach ich es allein."

Li drückte Jessica zu Boden und hielt das blutende Handgelenk an Pearls Mund. Jessica schluchzte panisch. ,,Bitte nicht!" Pearl fing an zu trinken und Li sagte: ,,Stärke dich." Doch Lysander tauchte auf und riss Li von Jessica weg. ,,Lass sie los!" ,,Nein!" Er schleuderte sie zu Boden und zog Jessica hoch. ,,Geh schon, geh! Ich komm sofort nach!" Jessica lief los und Li stand auf. ,,Bitte...Lian.." ertönte Pearls Stimme. Sie war erwacht, aber noch ziemlich schwach. Glücklich lief Li zu ihr. ,,Mama!" ,,Lian..." ,,Mutter..." Li weinte vor Freude und Lysander ließ sie gewähren.

Jessica kam stolpernd aus der Gruft und Sheila und Kim suchten einen Spruch. ,,Jessica. Lysander.." setzte Kim an, doch Jessica unterbrach. ,,Er kommt, er war hinter mir." Sheila sah ihn und Jessica drehte sich um. Lysander stand noch in der Gruft und konnte nicht raus. ,,Lysander, wieso kommst du nicht?" fragte Jessica fassungslos und trat auf ihn zu. ,,Wir kriegen das schon hin, wir schaffen das." versicherte Kim. ,,Was ist los?" fragte Jessica. ,,Ich kann nicht." sagte Lysander. ,,Du kannst nicht? Was denn?" ,,Der Bann ist noch in Kraft. Sie können nicht aus der Gruft raus. Noch nicht." erklärte Kim. Entsetzt sah Jessica wieder zu Lysander. ,,Du bist da rein gegangen, ohne zu wissen, ob du wieder rauskannst?" Lysander sah zu Boden. ,,Oh mein Gott.." ,,Du hast geschrien, ich musste rein." ,,Wir können ihn nicht drin lassen, wir haben es ihm beide versprochen." sagte Jessica und er nickte. ,,Ich weiß." ,,Selbst wenn wir es schaffen, das Siegel zu durchbrechen, werden wir nicht imstande sein, es lange offen zu halten." sagte Sheila. Lysander nickte und verschwand in die Gruft.

Castiel warf wütend und verzweifelt Geröll herum, da er Debrah nirgends finden konnte. ,,Sie ist nicht hier..." ,,Castiel. " hatte Lysander ihn gefunden. ,,Sie ist nicht hier.." schluchzte er fast. ,,Was?" Castiel nahm den Blutbeutel heraus und warf ihn gegen eine Wand. Er zerplatze und das Blut lief an der Wand herunter. ,,Sie ist nicht hier!"

Kim und Sheila sprachen einen neuen Zauberspruch, während Jessica unruhig im Kreis um sie und die Fackeln herumlief. Sie drehte sich zur Gruft um, als die Flammen wieder größer wurden. ,,Ich glaube, es funktioniert." Li war mit ihrer Mutter aufgetaucht, die sich auf sie stützte, da sie noch sehr schwach war. Jessica machte ihnen Platz und sie traten raus. ,,Ich wollte nur meine Mutter wieder haben. Kentin ist nichts passiert. Er ist draußen, wir werden ihn nicht anrührn." Sie verschwanden. Plötzlich fingen die Fackeln zu flackern und Kim zu stöhnen an. ,,Kim, mach weiter! Sie müssen sich beeilen!" brachte Sheila mühsam hervor. ,,Lysander, sie können es nicht mehr lange offen halten!" rief Jessica in die Gruft. Eine Fackel erlosch fast ganz und Jessica lief in die Gruft.

,,Castiel, wir müssen hier raus." ,,Ich versteh das nicht, sie wurde doch hier eingeschlossen..." ,,Wenn wir jetzt nicht gehen, kommen wir hier nicht wieder raus!" Castiel hörte gar nicht zu. ,,Verdammt, warum ist sie nicht hier?" ,,Willst du dich für die Ewigkeit hier unten einschließen lassen?! Das ist sie nicht wert!" griff er nach seiner Schulter. Doch Castiel schlug seine Hand weg. ,,Nein!" ,,Castiel! " kam Jessica angerannt. ,,Bitte!" Er sah sie an, dann zog er seine Lederjacke wieder richtig an, die verrutscht war und folgte Lysander.

Sheila und Kim sprachen weiter, doch erneut ging eine Fackel aus und Kim schrie auf. ,,Oh mein Gott! Ich kann nicht!" ,,Doch! Doch du kannst!" machte Sheila weiter, doch nach und nach gingen alle Fackeln aus, während Castiel und Lysander mit Jessica aus der Gruft traten. Als Lysander draußen war, umarmte Jessica ihn. Als die letzte Fackel ausging, schlug die Grufttür zu. Castiel lehnte wütend und traurig gegen der Steinwand, die Faust geballt.

Rosalya stand bei einer Freundin und lachte mit ihr, bis sie Nathaniel allein an seinem Auto lehnen sah und zu ihm kam. ,,Ist das ernst gemeint?" fragte er. ,,Ist was ernst gemeint?" ,,Dass du plötzlich so ruhig und ehrlich und offen bist." Sie trat näher zu ihm. ,,Rede Nummer 3: Ich möchte, dass es funktioniert. Und ich hab Angst, dass du deine Meinung änderst und es doch nicht mehr willst. Ich will das nicht vermasseln." ,,Ich will es auch nicht vermasseln." sagte Nathaniel und lehnte sich näher zu ihr. Sie lächelten und standen Nase an Nase zusammen.

Lysander und Jessica liefen hoch und zu Kentin, der nun aufwachte. Castiel blieb in einiger Entfernung stehen. ,,Ah, nichts passiert." seufzte Lysander erleichtert. ,,Alles in Ordnung." Dann sah er zu Castiel, der ziemlich fertig rumstolperte. Jessica stand auf, ging zu Castiel und umarmte ihn. ,,Es tut mir leid." sagte sie.

Bei Sheila zuhause war sie ziemlich angeschlagen, was Kim bemerkte. ,,Hey, komm ich helf dir." ,,Ach, komm, ich hab nichts. Du brauchst mich nicht zu verhätscheln, Baby." lächelte sie. ,,Das war ein mächtiger Zauber, Grams. Er hat dich sehr angestrengt." ,,Das wird schon wieder." Sie ging weiter.

Jessica brachte Kentin, der auf seinem Bett saß, ein Glas Waser und Aspirin. ,,Was macht dein Kopf?" ,,Ah..Der geht schon wieder. Ich möchte nur wissen, wie ich ohnmächtig geworden bin..Ich hab fast nichts getrunken.. " ,,Du kannst dich an überhaupt nichts mehr erinnern?" ,,Nein, es ist alles ziemlich undeutlich, ich...Ich weiß, wie das aussieht, ähm, tut mir leid." ,,Nein, Kentin, das braucht es nicht. Du hast nichts angestellt, OK?" ,,Ja, ok." ,,Ich muss jetzt für ein Weilchen rüber zu Kim, oder wolltest du noch irgendwas?" ,,Äh, nein, ich penn erst mal ne Runde und..." ,,Also, Iris ist hier und ich komme auch bald zurück." Kentin lächelte. Doch dann, als Jessica weg war, setzte er sich an seinen PC und suchte im Internet nach Vampiren. ,,Vampire in der realen Welt..."

Li brachte Pearl nach Hause und Castiel warte schon auf sie in einem Sessel. ,,Du wusstest, dass Debrah nicht da drin war!" war Castiel sauer. ,,Du hättest mir nicht geholfen.." Castiel raste zu Pearl und packte sie an der Kehle. ,,Nein! Nein!" Er drückte zu. ,,Wieso kriegst nur du ein Happy End?!" ,,Bitte! Du hättest mir nicht geholfen!" versuchte Li ihn aufzuhalten, doch vergeblich. ,,Wieso kriegst du, was du wolltest und ich nicht?!" ,,Der Wächter." brachte Pearl hervor. ,,der Wächter an der Kirche, der uns eingeschlossen hat. Sie hat versprochen, ihn zu verwandeln. Er war besessen von ihr." ,,Nein, Castiel, bitte!" weinte Li. ,,Er stand..völlig in ihrem Bann. So wie alle anderen...auch. Er hat sie gehen lassen." Castiel ließ sie los und Pearl hustete, Li stützte sie. ,,1983 hab ich sie das letzte Mal gesehen in Chicago. Sie wusste, wo du warst, Castiel. Es hat sie nicht interessiert. Tut mir leid." sagte sie und umarmte ihre Mutter. Castiel verschwand traurig.

(AU: Ab jetzt läuft im Hintergrund Run von Leona Lewis.. XD das Lied passt einfach perfekt für die letzten Szenen.. Der Hammer)
Jessica telefonierte mit Lysander. ,,Ich bin kurz zu Kim gegangen." ,,Ist alles in Ordnung?" ,,Ja. Wie geht's Castiel? Kommt er drüber weg?" Kim schenkte im Hintergrund Tee ein. ,,Ich weiß nicht. Kann ich dich zurückrufen?"

Castiel saß im Wohnzimmer am Kamin und starrte ins Feuer. Lysander setzte sich neben ihn und beobachtete ihn besorgt.

Kim brachte Sheila eine Tasse Tee, sie lag auf ihrem Bett und schlief. ,,So, hier bitte Grams." Kim stellte die Tasse auf den Nachttisch und wollte sie zu decken, als ihr etwas auffiel. ,,Grams? Grams!" Sie fing an sie zu schütteln. ,,Grams, wach auf! Grams!" Sie fing an zu weinen. ,,Grams?" Sie war tot. ,,Jessica!" Jessica kam angelaufen. ,,Grams! Nein. Oh Gott, sie atmet nicht! Sie atmet nicht! Bitte! Wach auf!" schluchzte sie. Jessica lief zum Telefon und wählte den Notarzt. ,,Ja, einen Krankenwagen bitte. Oak Street Nummer 2." Kim sprang auf und holte das Grimoire. ,,Es ist ein Notfall, bitte kommen Sie schnell!" Schluchzend versuchte Kim einen Zauber zu finden. ,,Kim..." ,,Nein! Nein, ich krieg das wieder hin. Ich krieg das hin!" schluchzte sie. ,,Kim, Kim, Kim!" hielt Jessica sie fest und tröstete sie. ,,Neeiin!" weinte sie.

In der Gruft, in der noch Castiels Fackel brannte, war das Blut von der Wand auf einen Vampir getropft, der den fast leeren Blutbeutel nahm und wieder zu Kräften kam. Dann ging er zur Grufttür und öffnete sie ächzend. Er trat hinaus und sah nach oben. Das Siegel war weg...

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Bam, bam, bam!

Bis bald beim nä Kapitel!

Hier die Songs:

Can't Fight It von Oh Mercy

Rosa redet mit Kentin

In A Cave von Tokyo Police Club

Auf der Party reden Kentin und Dake und dann Kentin und Li

Every Summer von U.S Royalty

Li und Kentin im Wald zusammen

Answer to Yourself von The Soft Pack

Castiel und Jessica kommen auf Dukes Party an und treffen auf Rosa und Nath

Out Tonight von The Steps

Nathaniel und Dake reden, Rosa entschuldigt sich bei Nath

Before It Gets Better von Earlimart

Nath und Rosa reden über ihre Beziehung

Run von Leona Lewis

Kims Großmutter stirbt, Castiel trauert

Tolle Songs, vor allem Run ^^ Hoffe, du schaffst es dieses WE, Panth!

LG

Ronjale55

LG

Ronjale55