VERZICHTSERKLÄRUNG: Alle urheberrechtlich geschützten Figuren in dieser Story gehören natürlich der wunderbaren Joanne K. Rowling. Ich habe sie mir nur ausgeliehen. Einzig die Idee und neue Charaktere sind komplett von mir. Ich beabsichtige nicht, mit dieser Geschichte Geld zu verdienen.

A/N: Es geht weiter. Auch hier wieder eine Warnung. Dieses Kapitel beinhaltet Gewalt, Mord und Totschlag. Lest auf eigene Gefahr. Ihr seid gewarnt. Bei Valli möchte ich mich für den Hinweis bedanken. Natürlich heißt es Longbottom und nicht Longbottem. Es wurde sofort ausgebessert. Ja, die Flüchtigkeitsfehler. Ts, Ts. Morgen, am Heiligabend wird es kein Update geben. Erst am ersten Weihnachtsfeiertag ist es wieder soweit. Daher ein frohes Fest und besinnliche Weihnachten, euer

Marius

..ooOOoo..

KAPITEL 11

Pettigrews Geduld hatte sich ausbezahlt. Amelia Bones, die amtierende Ministerin für Magie und Zauberei schritt ahnungslos an seinem Versteck vorbei. Es war so leicht gewesen, in ihre Nähe zu kommen und keiner würde wissen, dass es Peter Pettigrew war, der sie ermordet hatte. Er verwandelte sich lautlos zurück und zog seinen Stab. Er würde nicht den Fehler machen und Bones eine Warnung zukommen lassen. Schließlich war er nicht dumm. Der Gang war so eng, er konnte sie gar nicht verfehlen.

Entschlossen zielte er auf ihren Rücken und sprach die zwei tödlichen Worte.

"Avada Kedavra."

Aus der Spitze seines Zauberstabes löste sich ein giftgrüner Strahl und hielt zischend auf die Ministerin zu. Er konnte sehen wie sie herum wirbelte und er konnte sehen, wie sich ihre Augen vor Grauen weiteten.

Oh, wie er diesen Augenblick des Todes liebte. Wenn sein Opfer wusste, dass alles vorbei war. Auch der junge Diggory hatte diesen Blick in seinen Augen gehabt.

Drei Meter vor Amelia Bones traf der Todesfluch auf ein unsichtbares Hindernis. Das Licht im Korridor war gerade ausreichend, um das getroffene Objekt zu erkennen. Eine goldene Tasse, die jetzt förmlich explodierte.

Wie erstarrt sah Peter dabei zu, wie schwarzes Feuer auf ihn zuschoss und reagierte zu spät. Er wollte sich in seine Animagusform zurück verwandeln, als das schwarze Feuer ihn erreichte und einhüllte. Er sah nicht mehr, wie sich ein hasserfülltes Antlitz über der zerstörten Hufflepufftasse formte. Ein Antlitz, das ihm nur zu vertraut war. Nein, alles was Peter Pettigrew, Ex-Plünderer und Verräter der Potterfamilie jetzt verspürte, war die Gewissheit, dass er trotz seiner Gerissenheit sterben würde. Er hatte nicht einmal die Zeit irgendetwas zu bedauern, als ihn nie gekannter Schmerz durchzuckte.

..ooOOoo..

Silver hatte Pettigrews Weg in das Ministerium aufmerksam verfolgt. Es war nicht einfach gewesen, die Spur der Ratte nicht zu verlieren, aber der silberhaarige Teenager war ein geduldiger Jäger. Nur 10 Sekunden, nachdem Wurmschwanz den geheimen Korridor erreicht hatte, schnitt Silver ein scharf abgegrenztes Loch durch die Schutzschirme und folgte ihm. Kein Alarm wurde ausgelöst, als er eigentlich das Unmögliche vollbrachte.

Der Teenager verschwendete keinen Gedanken daran, sondern richtete seine Aufmerksamkeit auf die Ratte. Silver hatte sich unsichtbar gemacht und seinen Geruch unterdrückt. Trotzdem spürte ihn die Ratte und er hielt den Atem an. Langsam ließ er ihn wieder ab, als Wurmschwanz an seinem Platz blieb und bereite sich vor Lautlos zog er die goldene Tasse hervor, die er im Gewölbe von Bellatrix Lestrange gefunden hatte und wartete nur vier Meter von Pettigrew entfernt auf Bones. Es war ihm sofort klar geworden, dass nur die Ministerin für Magie das Ziel für das Attentat sein konnte.

Gut 20 Minuten später war es soweit. Er konnte am anderen Ende des Korridors die Ministerin entdecken. Sie blätterte abwesend in ein paar Unterlagen und schenkte ihrer Umgebung keinen zweiten Blick. Als sie an Pettigrews Position vorbei kam, spannte Silver seine Muskeln an. Wie er gehofft hatte, wartete die Ratte darauf, dass er etwas Abstand hatte. Nur wenige Zentimeter von ihm entfernt, kam sie auch an seiner Position vorbei und er handelte. Er schwebte die Tasse zwischen Pettigrew und ihr und musste nur wenige Sekunden warten bis die feige Ratte den Todesfluch sprach. Jetzt war Präzision gefragt. Wenn er nur einen Zentimeter daneben lag, würde Bones sterben.

Mit der Genauigkeit eines Neurochirurgen platzierte Silver Hufflepuffs Tasse in die Bahn des Todesfluches.

Die Explosion war überraschend stark. Madame Bones wurde durch die Druckwelle gut 5 Meter zurück geschleudert und brach regungslos zusammen. Silver errichtete hastig das stärkste Schutzschild, das er kannte und selbst dies bewahrte ihn nicht davor, hart an die Wand gedrückt zu werden. Das dämonische Feuer strich suchend über das Schutzschild, bevor es zielstrebig und rasend schnell auf Pettigrew zuschoss.

Innerhalb von drei Sekunden war alles vorbei. Die Überreste von Riddle's Seele zerstreuten sich, unter einem hasserfüllten Schrei, ins Nichts. Gleichzeitig brach Pettigrew langsam in die Knie, das Gesicht für die Ewigkeit im unendlichen Grauen und Schmerz gefangen. Der Körper blieb kurz in dieser Position, bis er auf die rechte Seite kippte und mit einem dumpfen Laut auf dem Boden aufschlug.

Ganz langsam ließ Silver den Atem ab, den er unbewusst angehalten hatte.

"Das war Haarscharf." war er erleichtert.

Sein Blick irrte zu Pettigrews Leiche und Befriedigung erfüllte ihn. Endlich war ein wichtiger Teil der Rache erfüllt worden. Der Verräter war tot und er war nicht leicht gestorben. Für diesen Beweis genügte ein Blick auf seine Leiche. Entschlossen wandte er seinen Blick ab und sah zur Ministerin.

"Scheiße." murmelte er besorgt und glitt schnell zu ihr und ging neben ihr in die Knie.

Seine rechte Hand strich über ihren Körper und suchte nach Verletzungen und er wurde sofort fündig. Einige Splitter der zerstörten Tasse hatten sie wie Schrapnellsplitter hart getroffen. Bones blutete aus mehreren Wunden, doch zum Glück stellte keine dieser Wunden eine ernsthafte Bedrohung für ihr Leben dar. Die Druckwelle hatte sie ausgeknockt und ihr zusätzlich eine leichte Gehirnerschütterung beschert. Schnell und routiniert entfernte Silver die goldenen Splitter und heilte die Wunden weitgehends ab. Sollte er sie aufwecken? Silver überlegte noch, als er einen der Alarme fühlte, die er eingerichtet hatte. Schnell konzentrierte er sich und bestimmte das Ziel.

Longbottom Manor.

"Ennervate." deutete er auf die noch besinnungslose Ministerin und verschwand, bevor sie die Augen aufschlug.

..ooOOoo..

Bellatrix Lestrange, die wohl berüchtigtste Hexe Großbritanniens und eifrigste Anhängerin des dunklen Lords Voldemort, zitterte vor Erregung. Es war noch früh am Morgen und ihr Meister hatte sie zu sich gerufen.

"Mein Lord." ging sie vor Voldemort auf die Knie und küsste demütig den Saum seiner blutroten Roben.

"Erhebe dich, meine schöne Bellatrix und höre deine Befehle." zischelte Voldemort.

Schweigend erhob sich die Hexe und wartete. Sie wusste es besser, als ungebeten das Wort zu ergreifen.

"Du wirst den Angriff auf die Longbottoms und fünf Minuten vor 11 Uhr beginnen. Die Auroren werden im Ministerium beschäftigt sein und keine Zeit haben einen Anruf der Longbottoms zu beantworten. Zehn meiner besten Todesser werden dich begleiten. Kehre unverzüglich zurück, wenn du die Longbottoms getötet hast. Enttäusche mich nicht, Bella." sah er ihr direkt in die Augen.

"Eher sterbe ich, als Euch zu enttäuschen, mein Lord." hob sie stolz das Kinn.

"Ich weiß." lächelte er knapp. "Jetzt gehe und bereite dich vor." entließ er sie mit einem nachlässigen Wink seiner Hand.

Einige Minuten vor dem Angriffstermin apparierte Bellatrix mit zehn weiteren Todessern zum Landgut der Longbottoms. Sie hatte den gesamten Vormittag über, äußerst genau die Gruppe instruiert und eingeteilt und keiner der Männer hatte es gewagt, ihr zu widersprechen. Sie war zwar wahnsinnig, aber gleichzeitig eine der mächtigsten Hexen der Gegenwart und ihr Können im Kampf war legendär.

"Bringt die Schutzschirme herunter. Ihr habt maximal 10 Minuten." gab sie mit kalter Stimme den Befehl.

Die Todesser gehorchten sofort und gingen in Position. Zwei der Männer waren versiert in Schutzbannen und Schilden, auch wenn sie nicht das Wissen eines Fluchbrechers von Gringotts hatten. Doch hier war nicht Finesse gefragt, sondern pure Kraft und Gewalt.

Drei weitere der Todesser errichteten Felder gegen Apparation und Portschlüssel. Die letzte Möglichkeit, die die Longbottoms hatten, war das Flohnetz, doch auch hierfür war gesorgt. Mrs. Edgecombe, eine glühende Unterstützerin von Voldemorts Plänen und zuständige Hexe im Büro für magische Reisen, war beauftragt worden, um genau 10:45 Uhr den Kamin der Longbottoms für eine Stunde vom Netz zu nehmen. Mit der fadenscheinigen Begründung, dass Wartungsarbeiten nötig wären. Mrs. Edgecombe war nicht dumm und wusste was dies bedeutete. Doch sie ignorierte die Tatsache, dass sie Mitwisserin und aktive Mithelferin für einen Mord war. Es war nicht ihr erster Auftrag in dieser Richtung und würde nicht ihr letzter sein. So dachte sie zumindest.

Bellatrix wusste, dass die Kaminverbindung stillgelegt wurde, auch wenn ihr Voldemort nicht verraten hatte, wer dafür verantwortlich war. Jetzt mussten nur noch die Schilde fallen, damit sie ihren liebsten Hobby frönen konnte. Das töten von Hexen und Zauberern. Muggel zu killen machte zwar auch Spaß, doch es forderte sie nicht und Bellatrix Lestrange liebte eine Herausforderung. Der junge Longbottom war angeblich ein fähiger Kämpfer für einen knapp 16jährigen Teenager und sie wollte wissen, wie fähig, bevor sie ihn denselben Fluch wie seine Eltern unterwarf. Oh, seine Schreie würden ihr Herz erfreuen.

Die Hexe lächelte böse und leckte sich über die spröden Lippen. Wenn sie hier fertig war, erwartete sie bereits das nächste Ziel. Das Schlammblut. Potters kleine Freundin. Ihr Lord und Meister hatte noch genügend Anhänger im Ministerium die an seine Sache glaubten. So war es ein Leichtes gewesen, alle Adressen von Muggelgeborenen Hexen und Zauberern zu erhalten. Heute war das Startsignal für ein großes Schlachten. Bald würden sie die Zaubererwelt von all dem unreinen Blut befreien. Heute die Granger, morgen die Creeveys und Thomas'. Alle Gryffindors. 17 Namen standen alleine für Gryffindor auf der Liste.

Bellatrix riss sich aus ihren Gedanken. Sie durfte nicht unaufmerksam sein. Ihre Augen musterten das Flackern des Schutzschildes und sie runzelte unzufrieden die Stirn. Obgleich die Schirme schwächer wurden, hätten sie längst fallen sollen.

"Bericht." schnappte sie und einer der Todesser fuhr herum.

"Die Schirme sind stärker als erwartet. Anscheinend wurde nachgebessert." erwiderte er hastig.

"Das wird unserem Meister nicht gefallen. Es wurde ihm versichert, dass die Schirme maximal nur Durchschnitt sind." kniff sie die Augen zusammen.

"Kann ich so nicht bestätigen. Diese Schirme sind mächtig, aber sie werden fallen." versicherte der Todesser.

"Das will ich doch hoffen. Ein Versagen ist keine Option." spielten ihre Finger mit ihren Zauberstab.

"10 Minuten."

"Gut. Keine Minute länger. Achtet auf Eulen." versuchte sie ruhig zu bleiben.

"Eine wurde abgeschickt und von uns abgefangen." konnte man das Grinsen unter der Totenkopfmaske beinahe sehen.

Bellatrix gluckste und fing an zu lachen. Oh, ja. Die Longbottoms hatten keine Chance.

..ooOOoo..

"Wir kommen hier nicht weg, Neville." erklärte Augusta Longbottom furchtlos. Zumindest versuchte sie diese Maske für ihren Enkel aufrecht zu erhalten. "Die Flohverbindung ist deaktiviert und auch der Notportschlüssel ist wertlos. Unsere Eulen wurden abgefangen und selbst wenn eine durchkommt, wird es zu spät sein."

"Und Morri, unsere Hauselfe?" fragte Neville klug.

"Ich habe Morri bereits zu Madame Bones geschickt. Er soll ihr direkt berichten. Wenn uns einer helfen kann, dann ist es die Ministerin." erklärte Mrs. Longbottom.

Neville nickte zustimmend.

"Andere Alternativen, Großmutter?" fragte er beherrscht.

"Leider nicht, mein Junge." seufzte sie schwer. Seit diesem furchtbaren Tag, als ihr Sohn und dessen Ehefrau in die Wahnsinn gefoltert wurden, war ihr größtes Anliegen, ihren einzigen Enkel vor dem Bösen in der Welt zu schützen. Sie hatte lange gedacht, dass seine magische Gabe schwach war, doch die Ereignisse vor einigen Wochen zeigten das Gegenteil. Ihr Neville war ein willensstarker, junger Mann. Aufrecht wie sein Vater und seine Mutter. Wie sehr wünschte sie sich, dass er die Chance hatte, erwachsen zu werden. Um sich selbst machte sie sich keine Gedanken. Sie war alt und hatte zum größten Teil ein reiches und erfülltes Leben gehabt. Auch wenn sie mit knapp 90 Jahren noch im besten Alter für eine Hexe war.

Doch Neville hatte noch nicht einmal seinen 16. Geburtstag gesehen und so wie es aussah, würde es niemals dazu kommen. Augusta verspürte kurz Bedauern, bevor sie sich straffte. Sie würden diesem Todesserpack zeigen, aus was die Longbottoms gemacht waren. Als hätte Neville die Gedanken seiner Großmutter verfolgt, lächelte er schwach.

"Harry hat mir letztes Jahr einiges beigebracht. Wie werden kämpfen." hob er das Kinn.

"Der junge Potter hat eine gute Aufgabe vollbracht. Du hast dich geändert, Neville." musterte sie ihn mit neuen Augen.

"Er hat mir gezeigt, dass ich ein würdiger Gryffindor bin. Harry ist mein Freund und hat mich nie verspottet oder runtergelassen, so wie einige andere. Ich glaube, er sieht jeden völlig unvoreingenommen." sinnierte Neville kurz.

"Ich befürchte, ich werde mich nicht mehr bei ihm bedanken können." seufzte Mrs. Longbottom und schloss kurz die Augen. "Die Schirme beginnen zusammen zu brechen. Nur noch zwei oder drei Minuten. Bist du bereit, mein Junge?" fragte sie weich.

"Ich bin bereit, Grandma." zückte Neville seinen neuen Stab. Dieser passte ausgezeichnet zu ihm.

"Ich bin stolz auf dich. Vergiss das bitte nie." umarmte sie ihn.

"Danke, Grandma." schluckte Neville. Er hatte furchtbare Angst, aber er würde kämpfen. So wie in der Abteilung der Mysterien. Seiner Feuertaufe.

Die beiden traten vor das große Fenster im Salon und sahen auf die Gestalten der Todesser. Es waren mindestens 10 von ihnen und eine war eindeutig weiblich.

"Lestrange." holte Neville scharf Luft.

"Diese Hure." knurrte Mrs. Longbottom.

"Grandma?" hob Neville die Augenbrauen.

Mrs. Longbottom hüstelte und winkte dann ab. "Ich nehme es nicht zurück, doch wehe, du benutzt solche Wörter." drohte sie. Neville schluckte und wandte sich ab, damit sie sein Grinsen nicht sah. Nur eine Frau wie seine Großmutter, würde im Angesicht des Todes noch versuchen ihn zu erziehen.

"Nicht mehr lange." murmelte Augusta Longbottom und sah auf die flackernden Schutzschirme. Sie wunderte sich, dass sie so lange gehalten hatten. Sehr seltsam.

"Merlins Bart. Sieh dir das an! Jemand tötet sie." rief Neville geschockt.

"Ein Wunder."

..ooOOoo..

Silver erschien getarnt unter den Todessern, die völlig ahnungslos von seiner Ankunft waren. Ein flüchtiger Blick zu den Schutzschirmen und er wusste, dass er gerade noch rechtzeitig gekommen war. Sie würden jeden Augenblick fallen. Zeit etwas dagegen zu unternehmen.

Mit einer flüssigen Bewegung zog er Shinigami und schlug zu. Den ersten schlitzte er in der Aufwärtsbewegung von unten noch oben auf, bevor er den zweiten in derselben Bewegung von oben nach unten erwischte. Gut 10 Zentimeter tief schnitt seine Klinge durch Fleisch, Knochen und Eingeweide. Beiden Todessern wurde das Herz mehr oder weniger halbiert und sie fielen tot zu Boden. Doch Silver war längst bei seinem nächsten Opfer. Dieser wurde enthauptet, der nächste erhielt zwei schnelle Streiche, bevor Silver weiter tänzelte. Bisher waren drei Sekunden vergangen.

Nummer fünf und sechs fielen ebenfalls seinem Schwert zum Opfer und jetzt erst merkte Bellatrix, dass etwas ganz gewaltig nicht in Ordnung war. Alles was sie sehen konnte, waren Todesser die tot zu Boden fielen.

"Verdammt. Auseinander." brüllte sie und hob suchend ihren Stab. Als ein weiterer Todesser sich krümmte und seine Hände versuchten, seine Innereien innen zu behalten, handelte sie.

"Crucio." zischte der Schmerzfluch in die vermutete Position des Angreifers. Doch vergebens. Fluchend sprach sie Aufdeckungszauber, die jede Tarnung beenden mussten. Alleine diese Zeit genügte, damit ein weiterer der Todesser sein Leben ließ. Als sie endlich einen Schemen erkennen konnte, war es bereits zu spät. Sie sah ein Flirren und als sie triumphierend ihren Stab heben wollte, geschah nichts als sie den Todesfluch sprach.

Mit großen Augen blickte sie auf ihren Armstumpf aus dem das Blut spritzte. Erst jetzt kam der Schmerz.

"Er ist bei Lestrange." brüllte einer der verbliebenen Todesser.

"Tötet diesen Bastard." gellte Bellatrix und bückte sich flink nach ihren Stab. Ein grüner Strahl zischte auf Silver zu und er sprang geschmeidig zur Seite und warf etwas in die Bahn des Todesfluches.

"Crucio." kreischte gleichzeitig Bellatrix und zielte mit der linken Hand auf den Angreifer.

Silver war noch in der Seitwärtsbewegung und konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Der Schmerzfluch erwischte ihn in dem Augenblick, als Ravenclaws Diadem explodierte. Er holte zischend Luft als brennender Schmerz seinen gesamten Körper auseinander reißen zu schien. Nur zwei Sekunden dauerte die Qual als sie unvermittelt endete. Die Druckwelle hatte Bellatrix und auch ihn zu Boden geschleudert und so den Fluch unterbrochen. Der Teenager nutzte die Energie des Sturzes und sprang auf. Noch immer hielt er sein Schwert in der Hand und diesmal würde er ihr keine Chance mehr lassen. Er achtete nicht auf die Schreie des Todessers, der von Tom Riddle's Fluch qualvoll getötet wurde.

Bellatrix zischte vor Schmerz aber sie richtete sich so schnell auf wie sie nur konnte. Noch immer blutete ihr rechter Armstumpf aber sie hatte keine Zeit ihre Wunde zu versorgen. Erst musste dieser Bastard der dafür verantwortlich war, daran glauben.

Sie war noch auf den Knien, als sie bereits ihre linke Hand hob und ihn suchte. Diesmal würde er schreien.

"Cru...! AAAAHHGGGG!" starrte sie ungläubig auf ihre linke Hand die in einem sanften Bogen davon wirbelte. Sie umklammerte immer noch ihren Stab.

Ein Fluch zischte über ihren Kopf hinweg und Silver wich aus und warf blitzschnell eines seiner Messer. Er verfehlte nicht und traf den letzten der Todesser genau in die Kehle. Gurgelnd tastete dieser nach dem Griff, bevor er zusammen brach.

"Dafür wirst du sterben, Abschaum." kreischte Bellatrix und griff Silver nur mit ihren blutenden Armstümpfen an. Sie überraschte ihn beinahe, doch er konnte ausweichen und ihr ein Bein stellen. Mit einem wütenden Heulen fiel sie zu Boden. Noch immer blutete sie stark, aber sie dachte nicht daran aufzugeben.

"Nein, du wirst sterben, Bellatrix Lestrange und zwar auf Muggelart." sagte Silver kalt und zog mit der linken Hand die Glock. Lestrange fuhr zu ihm herum und er drückte ab. Dreimal schoss er blitzschnell der wahnsinnigen Hexe in die Stirn, was ihre hintere Schädeldecke förmlich weg riss. Sie war bereits tot, als sie flach aufs Gesicht fiel.

Schnell sah er sich um und konnte sehen, wie aus Richtung des Hauses zwei Personen auf ihn zuhielten. Keineswegs wollte er aus der Nähe gesehen werden. Also beeilte er sich. Er Holsterte die Glock, und mit einem Wink seiner Hand verschwanden die Patronenhülsen. Dann rief er sein Messer zu sich, das sich mit einem schmatzenden Geräusch aus der Kehle des Todessers löste. Kaum hielt er es in der Hand, da verschwand er ins Nichts.

..ooOOoo..

"Shit! Zu spät." kam Neville schliddernd zum halten. Er war seiner Großmutter vorausgeeilt, weil er dem Fremden helfen wollte. Doch dieser hatte anscheinend alles gut im Griff gehabt. Der Kampf hatte höchstens eine Minute gedauert und niemals zuvor hatte er so etwas gesehen. Selbst in der Abteilung der Mysterien nicht.

Neville schluckte als er das viele Blut sah und der Geruch ihm in die Nase stieg. Sein Blick irrte nur flüchtig über die herumliegenden Körper in den schwarzen Umhängen. Sein Ziel war eine bestimmte Person und langsam näherte er sich ihr. Inzwischen hatte ihn seine Großmutter erreicht und stockte.

"Lieber Merlin." holte sie tief Luft.

"Sie ist endlich tot." flüsterte Neville und starrte auf die Leiche zu seinen Füßen. Der Hinterkopf war eine blutige Masse und sie hatte keine Hände mehr. Nur noch ein wenig Blut sickerte aus den schweren Wunden, seitdem das Herz der Hexe aufgehört hatte zu schlagen. Er musste sicher sein. Neville schluckte und schob die Fußspitze unter den Körper und drehte ihn auf die Seite. Lestrange's Gesicht war, bis auf die Einschusslöcher in der Stirn, soweit unzerstört. Ihre Augen waren dumpf und gebrochen und das Gesicht in einer Grimasse des Hasses und des Wahnsinns verzerrt. Aber man konnte immer noch klar erkennen, wer sie einst war.

"Mein Sohn ist endlich gerächt." klang Augusta Longbottom äußerst zufrieden. Sie legte ihre Hand auf Nevilles Schulter und drückte sanft. "Wir sollten die Auroren informieren." sagte sie ruhig.

"Gleich, Grandma." murmelte ihr Enkel.

"Wie fühlst du dich, Neville?" fragte sie weich.

"Ich... ich weiß es nicht. Zu einem Teil unglaublich erleichtert und zu einem anderen Teil zornig. Zornig, weil nicht ich es war, der sie tötete." gab er ehrlich zu.

"Welcher Teil überwiegt." fragte sie vorsichtig.

Neville seufzte und riss endlich die Augen von dem Leichnam los und sah seine Großmutter an.

"Erleichterung."

"Gut so. Gut. Der Zorn wird bald verfliegen und nur die Erleichterung wird zurück bleiben." lächelte sie knapp.

"Du hast wahrscheinlich wie immer Recht." erwiderte Neville das Lächeln.

"Natürlich." hob Augusta eine Augenbraue. Ihr Lächeln verschwand so schnell wie es gekommen war und ihr Ausdruck wurde sehr grimmig. "Wir werden eine weitere Eule losschicken. Direkt an Amelia Bones. Dass die Flohverbindung ausgerechnet zu dem Zeitpunkt des Angriffs deaktiviert wurde, kann kein Zufall sein. Wer immer dafür verantwortlich ist, hat sicher damit gerechnet, dass wir dies nicht mehr berichten können." erklärte sie dunkel.

"Yeah! Das macht Sinn." nickte ihr Enkel. "Wer immer dies auch war, ich habe niemals zuvor jemand so kämpfen sehen. Selbst Harry hat nicht dieses Können." meinte er bewundernd.

"Der Fremde war ziemlich flott mit seinem Schwert." stimmte Augusta zu.

"Flott ist eine schwache Beschreibung, Großmutter." schnaubte Neville und machte eine Geste in Richtung der Leichen.

"Gefällt dir, tödlich wie Basiliskengift besser?"

"Selbst dies ist nicht ausdrucksstark genug." murmelte Neville und bot seiner Großmutter seinen Arm an. "Gehen wir zurück und schicken endlich die Eule ab. Es wird Zeit, dass dieser Müll von unserem Grundstück verschwindet." sagte er ruhig.

Augusta sah ihn scharf an und hängte sich dann lächelnd bei ihm ein. Ihr Enkel wurde seinem Vater immer ähnlicher und Stolz erfüllte sie. Bald würde er sein Erbe antreten und sie konnte sich endlich etwas zurückziehen. Natürlich würde sie immer bereit sein, ihn mit Rat beiseite zu stehen.

..ooOOoo..

Die Schlagzeilen am nächsten Tag überschlugen sich förmlich. Der versuchte Anschlag auf die Longbottoms nahm den größten Teil der Berichterstattung ein. Der Tagesprophet war nicht zimperlich und druckte Bilder des Tatorts. Eines der Bilder zeigte in Großaufnahme Bellatrix Lestrange's Gesicht. Das alleine jagte vielen Lesern einen Schauer über den Rücken, doch die meisten waren froh, dass die Mörderin endlich aus dem Weg war.

Das Attentat auf die Ministerin wurde gar nicht erwähnt. Amelia Bones hatte es geschafft, diese Tatsache aus den Schlagzeilen zu halten. Dafür konzentrierte sich die Berichterstattung auf den Einfang und Tod Peter Pettigrews. Die Leiche war trotz des dunklen Fluchs noch im guten Zustand und so war es keine Schwierigkeit das dunkle Zeichen auf Pettigrews Unterarm zu entdecken. Auch die silberne Hand bestätigte Harry Potters Bericht aus dem letzten Jahr.

All das hatte zur Folge, dass bereits am nächsten Tag Sirius Black von allen Vorwürfen freigesprochen wurde. Es half natürlich, dass nun auch einige Akten, die jahrelang unter Verschluss gehalten wurden, der Strafverfolgung zugänglich waren. Sie belegten die offene Korruption und die ungerechtfertigte Inhaftierung von Black. Es gab genügend Zeugenaussagen, die seine Unschuld bewiesen, aber nie der Öffentlichkeit dargelegt wurden.

Zwei Tage nach dem Überfall, wurden weitere Verhaftungen gemeldet. Diesmal waren es angesehene Mitarbeiter des Ministeriums. Verschiedene Abteilungen waren betroffen, darunter auch die Abteilung für die Regulierung des Flohverkehrs und die Abteilung für Erziehung. Mrs. Edgecombe wurde aufgrund der Anzeige der Longbottoms verhaftet und gestand unter dem Einfluss von Veritaserum, verschiedene Angriffe der Todesser aktiv durch Abschaltung der Flohverbindung unterstützt zu haben.

Andere Anhänger wurden durch eine neue Richtlinie gefasst. Diese Richtlinie war eigentlich der Grund für die Pressekonferenz gewesen. Madame Bones, hatte am Tag davor, in einer geheimen Sitzung des Zaubergarmots, verschärfte Überwachungsmaßnahmen durchsetzen können. Diese dienten in erster Linie dafür, die Loyalität der Ministeriumsmitarbeiter zu überprüfen.

Nach nur einem Tag wurden bereits 17 Zauberer und Hexen aufgedeckt, vier von ihnen trugen das dunkle Zeichen. Was Madame Bones erschreckte, war die Tatsache, dass eine der Hexen, vertrauliche Daten über alle Muggelgeborene an den dunklen Lord weiter gereicht hatte. Eine dieser Adressen war bereits vor knapp zwei Wochen das Ziel der Todesser gewesen und dabei wurde die gesamte Familie ausgelöscht. Die Hexe wurde des Hochverrats angeklagt und die Mindeststrafe hierfür war in Friedenszeiten Lebenslang in Askaban. In Friedenszeiten wohlgemerkt. Doch jetzt war Krieg und das bedeutete die Todesstrafe. Nachdem die Dementoren nicht mehr existierten, wurde noch überlegt, welche Form der Exekution angewandt werden würde.

Dies waren nicht die einzigen Ereignisse. Der unbekannte Rächer schlug weiterhin erbarmungslos zu und dezimierte Voldemorts Truppen. Beinahe jeden Tag wurden Leichen von Todessern gefunden

Madame Bones sammelte die Fakten und entschloss sich zu einem Treffen mit Dumbledore, Scrimgeour, Shacklebolt und dem Vertreter der Unsagbaren, Croaker. Eine Woche nach dem versuchten Mord an ihr, traf sich die Gruppe am Abend in ihren Büro. Nach der Begrüßung räusperte sie sich, bis sie die Aufmerksamkeit aller hatte.

"Gentlemen, ich habe sie heute aus einem bestimmten Grund zu mir gebeten." sagte sie ruhig.

"Ich vermutete es bereits." lächelte Albus.

"Es geht um den Rächer." mutmaßte Scrimgeour grimmig.

"Unter anderem. Doch zuerst möchte ich ihnen etwas zeigen." erwiderte Amelia und holte einen Beutel aus ihrem Schreibtisch und öffnete ihn. Golden funkelnde Bruchstücke lagen darin und alle beugten sich vor um sie genau zu betrachten.

"Was ist dies, Ma'am?" fragte Shacklebolt neugierig.

"Dies hat mir das Leben gerettet." lächelte Bones knapp.

Dumbledore, Croaker und auch Shacklebolt hoben die Augenbrauen. Der einzige der von dem Attentat wusste, war Rufus, der die Ermittlungen selbst in die Hand genommen hatte.

"Was ist passiert, meine Liebe?" fragte Albus vorsichtig.

"Ich werde es ihnen zeigen. Bilder sagen mehr als tausend Worte." meinte sie nur und stellte ein Justizdenkarium auf ihren Schreibtisch. Darin schwammen bereits drei silberne Fäden. Sie musste keinen erklären was sie zu machen hatten und kurz darauf sahen sie sich die Erinnerungen von Madame Bones an.

"Merlin. Sie haben unglaubliches Glück gehabt, Boss." keuchte Shacklebolt als der Todesfluch nicht sie, sondern ein Objekt traf. Es war ihm gar nicht bewusst geworden, dass er sie so anredete. Amelias Mundwinkel zuckten nur, aber sie verbesserte ihren ehemaligen Untergebenen nicht.

"In der Tat, Amelia. Können sie bitte diese Sequenz noch einmal abspielen?" bat Albus nachdenklich.

"Natürlich." nickte die Ministerin. Dreimal spielte sie die Szene noch einmal ab, bevor der alte Zauberer zufrieden war.

"Bemerkenswert. Die Fragmente sind wohl die Überreste des Objektes. Schade, dass sie kurz darauf das Bewusstsein verloren. Hmm, haben sie versucht die Bruchstücke wieder zusammen zu setzen?" wollte Albus wissen.

"Ergebnislos. Es liegt sicher an der dunklen Magie, warum ein Reparo nicht funktionieren will. Außer sie haben einen Vorschlag, Albus?" hoffte sie.

"Es gibt eine Möglichkeit. Ja, ich denke ich kann ihnen helfen." funkelten Albus' Augen.

Amelia musterte ihn scharf durch ihr Monokel und runzelte die Stirn.

"Wenn ich mich nicht sehr irre, dann wissen sie bereits, was dieses Objekt einst war?"

"Lassen sie mich es so ausdrücken. Ich habe eine begründete Vermutung." schmunzelte der alte Zauberer.

"Oh, Albus. Wann hören sie endlich auf Spiele zu spielen?" seufzte die Ministerin.

"Lassen sie einem alten Mann seine Vergnügungen, meine Liebe." lachte Dumbledore leise.

"Nun gut. Gehen wir zu den nächsten Erinnerungen. Ich habe sie direkt von Augusta Longbottom und ihrem Enkel erhalten. Beide waren sehr kooperativ, wie ich betonen möchte." erklärte sie. Das Bild änderte sich und sie konnten den Angriff der Todesser auf das Haus der Longbottoms, aus der Perspektive der Betroffenen erleben. Auch hier wurde ein paar Mal, verschiedene Sequenzen wiederholt und auch unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Leider gab es kein klares Bild von dem Fremden, der mit Sicherheit der unbekannte Rächer war. Doch man konnte klar erkennen, wie gekonnt und rücksichtslos, er die Todesser dezimierte.

"Unglaubliche Handhabung des Schwertes." murmelte Rufus beeindruckt.

"Kann ich nur bestätigen. Keiner meiner Leute, wäre dazu in der Lage." brummte Croaker.

"Er benützt tatsächlich eine dieser Pistolen." meinte Kingsley.

"Was war das für ein Objekt, das er in die Flugbahn des Todesfluches warf?" fragte Scrimgeour.

"Es sah aus wie ein Diadem." war sich Kingsley unsicher.

"Es war ein Diadem, Kingsley." bestätigte Albus.

"Und die diffuse Wolke, als es zerstört wurde?" fragte Amelia.

"Es ist schwer zu erkennen. Selbst wenn man es aus der Nähe betrachtet. Leider lag die Aufmerksamkeit der Longbottoms auf Lestrange und dem Fremden." schüttelte Croaker bedauernd den Kopf.

"Es ist nicht zu ändern. Achten sie lieber auf seine Abreise, Gentlemen. Vielleicht haben sie eine Erklärung dazu." bat Amelia.

"Das war keine Apparation." pfiff Shacklebolt leise durch die Zähne.

"Und kein Portschlüssel." nickte Rufus verblüfft.

"Albus?" blickte Amelia zu dem Schulvorsteher.

"Auch ich bin überfragt. Aber es ist faszinierend. Er löste sich förmlich in... Schattenfetzen auf. Eine bessere Erklärung gibt es wohl nicht dafür." strich sich Albus über seinen langen weißen Bart.

"Croaker?" fragte sie den Unsagbaren.

"Hmm, es erinnert mich an etwas. Wenn ich nur wüsste, was es ist?" murmelte Croaker nachdenklich. "Eine alte Legende, wenn ich mich nicht sehr irre. Ja, ich denke das war es. Ich werde im Archiv noch einmal nachsehen, Ministerin."

"Eine Legende?" wunderten sich die zwei Auroren.

"Eine sehr alte Legende sogar. Aber wie in so vielen Legenden und Volksmärchen, steckt meist ein Körnchen Wahrheit darin." erklärte Croaker.

"Ja, das ist wahr." nickte Albus wissend.

"Informieren sie mich, wenn sie genaueres wissen, Mr. Croaker." befahl Amelia.

"Natürlich."

"Gut, verlassen wir das Denkarium und begutachten die Bruchstücke." forderte sie die Männer auf. Nur wenige Sekunden später standen wie alle um das Denkarium und Amelia räumte das Runenbedeckte Steingefäß wieder weg. Albus hatte sich inzwischen über die goldenen Bruchstücke gebeugt und sie vorsichtig betastet. Er zog seinen Zauberstab und wirbelte ihn in sehr verschlungenen Bewegungen über die Bruchstücke. Diese begannen leicht in einem hellen Grün zu glühen. Der alte Zauberer murmelte leise unverständliche Inkanationen und die Farbe änderte sich von Grün zu Blau.

"Ahh, sehr schön." lächelte Albus. Er murmelte eine neue Beschwörung und langsam fügten sich die Bruchstücke wieder zusammen. "Ein kleines Stückchen fehlt, aber ansonsten ist sie perfekt. Ministerin Bones, Gentlemen. Ich präsentiere ihnen Helga Hufflepuffs Tasse." atmete Dumbledore tief durch. Auch wenn es nicht so ausgesehen hatte. Dies war ein hartes Stück Arbeit und ein mächtiger Brocken Magie gewesen. Selbst Albus wollte so etwas nicht jeden Tag machen.

"Meine Güte. Ich dachte, sie ist verloren gegangen." hauchte Bones ehrfürchtig.

"Sie ist wirklich schön in ihrer Schlichtheit." erklärte Rufus Scrimgeour leise.

"Ein wahrer Schatz." nickte Shacklebolt.

"Nicht jeder kann behaupten, dass ihn Hufflepuffs Tasse das Leben rettete." meinte Croaker trocken.

"Ja, das ist wahr." schmunzelte Albus.

"Ich verstehe es nicht. Warum würde jemand gerade diese unersetzliche Reliquie als Schutz gegen den Todesfluch benutzen?" schüttelte Bones fassungslos den Kopf.

"Ich habe keine Erklärung, Ministerin." gab Croaker zu.

"Ich ebenfalls nicht." zuckte Rufus die Achseln. Auch Shacklebolt wirkte ahnungslos.

"Ihre Meinung, Albus?" wandte sie sich an den alten Zauberer.

Albus Dumbledore seufzte lautlos. Er wusste durchaus warum, aber er zögerte sein Wissen mit allen Beteiligten zu teilen.

"Kann ich sie unter vier Augen sprechen, Frau Ministerin?" fragte er förmlich.

Bones kniff leicht die Augen zusammen und nickte dann.

"Bitte lassen sie uns alleine Gentlemen." bat sie die drei anderen Zauberer.

TBC...

A/N: Und? Hat es euch gefallen? Na, ich hoffe doch. Bitte reviewt schön. Bis danne,

Marius