Titel:
Leere?
Genres: Drama, Sad, Romance
Warnings: Slash, Lemon
(später) und anfangs Depri!Harry
Beta: Nici Black
Disclaimer:
Alles -- Rowling, Idee -- Meine; bitte fragt wenn ihr euch
was ausleihen wollt. Danke.
A/N: Danke an Reinadoreen und Heikeandrea, die mir so fleißig schreiben!
Kapitel 6
Severus Snape suchte nach wie vor verbissen die Arbeiten Harrys nach Fehlern ab, die Nachsitzen, oder noch besser mehrmaliges begründen würden. Er fand so schnell keine.
Harry hingegen arbeitete sich weiter durch die Bücher der Bibliothek, mit dem Ziel, in den verbleibenden sechs Monaten jedes Buch auswendig zu lernen – für die UTZ natürlich. Dass er dabei Universitätsniveau erreichte, war ihm egal. Er wollte nicht nachdenken.
Dadurch entging ihm aber keinesfalls, dass Snape ihn überwachte und nur auf einen Fehltritt lauerte. Doch den bekam er in den Weihnachtsferien nicht zu sehen.
Am ersten Schultag saßen Neville und Harry beim Frühstück und unterhielten sich. Gerade fragte Harry «Wie waren deine Ferien?»
Der Gefragte antwortete ausführlich, wohlwissend, dass der-Junge-der-lebte nichts ausplaudern würde und auch lieber zuhörte statt zu reden, «Ich war bei Oma. Sie ist alt geworden. Stell' dir vor, in den Sommerferien hatte sie noch nicht so viele Falten!», ein ehrliches Lächeln huschte über Harrys angespanntes Gesicht, «Allerdings habe ich ihr geholfen den Garten vor Weihnachten zu entgnomen. Du glaubst gar nicht wie viele auch noch im Winter da draußen bleiben.»
Der Siebtklässler sah Harry kopfschüttelnd und gleichzeitig grinsend an.
«Jedenfalls saßen wir dann neben dem Baum und haben uns halb tot gelacht über die Feen, die sind die ganze Zeit um die Krone herumgeschwirrt und lagen dann nach der Bescherung mit einem Drehwurm am Boden.»
Neville brach vor Lachen auf dem Tisch zusammen und auch Harrys Grinsen wuchs mit jedem Wort. Zuletzt lachten beide über beduselte Feen.
Für den Schwarzhaarigen war es das erste richtige Lachen seit Monaten. Und es tat wirklich gut, wie er feststellte. Vielleicht sollte er wirklich öfters Lachen...
Der braunhaarige Schüler blinzelte ihn verschwörerisch an und fuhr mit seinem Bericht fort, «Wir haben also ausgepackt. Übrigens nochmal danke für dein Geschenk, Harry. Wo hast du denn dieses Buch her? Ich hab das überall gesucht!»
Noch immer lächelte Harry, «Aus Hogsmead. Ich war extra wegen dem da. Danke auch für dein Amulett. Ich trage es.»
Zum Beweis zog der Junge an einem dünnen Lederbändchen und zerrte einen kleinen Anhänger aus dem Hemd.
Es zeigte ein Ying Yang, aber nicht in den Farben Schwarz/Weiß wie gewöhnlich, sondern in Rot und Grün. Harry hatte sich wirklich gefreut. Nur die Farbverteilung gab ihm zu Denken. Wusste Neville dass er die Wahl zwischen Slytherin und Gryffindor gehabt hatte? Wenn nicht, Glück gehabt. Aber wenn Neville das wusste... Er hätte wahrscheinlich Draco Malfoy als Freund und Snape als Hauslehrer.
Das brachte Harry auf einen ganz anderen Gedanken. Heute war Dienstag. Dienstag hatten sie theoretische Tränke. Und in Tränken hätte er Hausaufgaben machen sollen... Schlagartig wurde der Junge noch blasser als ohnehin.
«Was ist?», Neville hatte die Veränderung bemerkt.
«Wir hatten auf heute Hausaufgaben bei Snape.»
«Oh... Du hast sie nicht, oder?»
Der Braunhaarige verstand endlich den Blick des anderen. Mit dem Tränkemeister war nicht zu spaßen sollte man keine Hausaufgaben vorweisen können, «Er steht auf. Du solltest gehen, die anderen stehen auch schon auf.», sagte Neville besorgt und wünschte seinem Freund insgeheim viel Glück.
Still stand Harry auf und lief in den Kerker, Snape hinterher. Er schaffte es gerade noch rechtzeitig durch die Tür, als es auch schon zur Stunde läutete.
Auf seinem Platz legte er die Pergamentrolle samt Feder und Tintenfass zurecht. Zeit schinden, so lange wie nur irgend möglich. Schließlich trat der Lehrer vor sein Pult.
«Hausaufgaben her, Potter!», wurde er angeschnauzt und musste hochblicken.
«Ich habe sie nicht, Sir»
Einen Augenblick schien Snape vollkommen baff zu sein, dann begannen seine Augen gefährlich zu blitzen, «Soso, 20 Punkte Abzug und heute Abend in meinem Büro.»
Mit diesen Worten und einem unheilsverkündenden Ausdruck in den schwarzen Augen verschwand der Lehrer zum Pult. Der Rest der Stunde verlief wie immer. In diesem, separaten Unterricht nahmen sie stets die Tränke durch, die sie anschließend Freitags brauen würden. Doch Harry nahm nichts vom Stoff wahr.
Er fürchtete sich stattdessen vor dem Abend. Was würde Snape tun und was sollte er tun? In den Ferien und unter Nevilles Einfluss hatte er sich in den letzten Wochen ein wenig geöffnet und das bekam er jetzt wortwörtlich zu spüren. Vor einem halben Jahr hätte er überhaupt nichts gefühlt und jetzt hatte er Schiss. Und zwar nicht zu knapp.
Es klingelte und jeder beeilte sich aus den Kerkern zu entkommen, selbst den Slytherins war es unheimlich, wie sehr Snapes Laune kippen konnte: beim Frühstück hatte er noch Dumbledore angegiftet und jetzt sah er aus als wären sein Geburtstag und Weihnachten auf den selben Tag gefallen. Und nur weil er Harry Potter Nachsitzen aufbrummen konnte!
Der Rest des Tages bis zum Abendessen verging für Harry wie im Flug. Jedesmal wenn er auf die Uhr im Gemeinschaftsraum sah, war schon wieder eine halbe Stunde oder noch mehr vergangen. Kurz vor acht machte er sich auf den Weg.
Jaaaa!
Snape hätte springen können vor Freude und einzig sein Stolz verbat es ihm. Endlich konnte er Potter Nachsitzen reindrücken. Er hatte die Hoffnung schon fast wieder aufgegeben.
Auch Dumbledore war seine gute Laune aufgefallen. Voller Sorge – wenn er gut drauf war machte man sich Sorgen? – hatte er ihn gefragt, was denn los sei. Doch Severus antwortete nur mit einem Grinsen, das dem Direktor kalte Schauer den Rücken hinunter jagte. Wer auch immer diese Laune ausbaden musste, tat dem alten Mann schon jetzt leid.
Er blickte auf die Uhr. In ein paar Minuten würde sein Schüler erscheinen müssen. Er hatte seinen Plan endgültig festgelegt. Er würde so lange auf den Eltern und dem Paten rumreiten bis Potter der Kragen platzen würde. Nicht dass ihm das schwer fallen würde. Er hasste James noch immer aus ganzem Herzen und Sirius Black nicht minder stark. Es fielen ihm bestimmt einige Bemerkungen ein, die sehr tief unter die Gürtellinie gingen. Das war schließlich seine Spezialität.
Severus hatte sehr wohl das befreiende Lachen gehört, das heute Morgen vom Gryffindor – Tisch ertönte. Wenn der Junge fröhlich sein konnte, dann war es auch kein Problem seinen Hass zu schüren. Und zwar mit vollem Körpereinsatz, wenn es sein musste. Das war der Plan. Die momentanen Gefühle ausnutzen und drauf treten.
In diesem Moment klopfte es. Severus musste sich ein fieses Grinsen angesichts seines Plans verkneifen und rief den Jungen herein.
Den Kopf zu Boden gerichtet betrat der Schüler das Büro und blieb unentschlossen in der Mitte des Zimmers stehen. Der Schleier seiner Augen hatte sich ein wenig gelöst und man konnte das ursprüngliche Grün schon erahnen.
Snape zog genießerisch ein paar Sekunden in die Länge, um dann scharf zu befehlen: «Setzen.»
Hektisch setzte sich Potter auf den Stuhl, der vor seinem Schreibtisch stand.
«Was denken Sie sich eigentlich? Diese Hausaufgabe war ein wichtiger Teil Ihrer Note, die durchaus in die UTZ – Bewertungen eingehen. So versauen Sie sich ihre Berufschancen gewaltig. Aber es ist nutzlos Ihnen das zu sagen, nicht wahr?», da war es, das erste Wort, «So ein Trottel wie Sie wird sowieso nichts erreichen. Weder den Sieg über den Dunklen, was alle von Ihnen erwarten, noch jemals Ihre Schuld zu tilgen.»
Und noch einmal. Potter hatte die Anspielung sehr wohl verstanden. Bei dem Wort "Schuld" zuckte er zusammen und wäre fast vom Stuhl gefallen, wenn sich seine Finger nicht in die Lehnen verkrallt hätten.
Snape setzte genüsslich noch einen drauf. Der Junge wurde mit jedem Buchstaben bleicher und zitterte immer mehr.
«Aber das ist Ihnen ja egal? Sie sind ein Held, der muss sich nicht an Regeln halten, nicht Sie! Interessiert es Sie eigentlich überhaupt, was mit den Personen in Ihrem Umfeld geschieht? Wie sie mehr und mehr ins Unglück gestürzt werden?
Diggory, zum Beispiel. Er wurde nur getötet, weil Sie sich weigerten etwas ohne Unterstützung anderer zu tun. Und dann Chang, auf deren Gefühlen Sie herumgeritten sind, ohne sich zu kümmern, was Sie ihr damit antaten.
Aber das ist Ihnen egal. Sie sind der Held der Zaubererwelt. Warum also auf andere achten? Soll ich Ihnen was verraten?», Severus bückte sich in die Richtung Potters, den es am ganzen Leib schüttelte und der mit aufgerissenen Augen auf die Tischplatte starrte.
«Wären Sie nicht ins Ministerium gerannt, hätte ihr flohverseuchter Pudel – Pate nicht sterben müssen...», Snape wollte noch weiter machen, doch er wurde von einer leisen Stimme unterbrochen.
«Sie haben Recht. Ich bin nichts wert.», Harry konnte es endlich aussprechen, «Wegen mir sind schon fünf Menschen tot und so viele mehr unglücklich. Erst wenn Voldemort tot ist, kann das Werkzeug weggelegt werden. Dann kann ich endlich meine Ruhe finden. Ich war immer der Held, alle sahen in mir nur die Möglichkeit Voldemort loszuwerden. Nur Sie nicht. Eigentlich bin ich Ihnen schon fast dankbar.», klare grüne Augen blickten in schwarze, «Was sollte mich noch halten? Meine Freunde sind keine, sehen mich nur als Lückenfüller oder bestenfalls noch als Kummerkasten – Tante. Alle die mir was bedeutet haben sind tot.», er legte eine kurze Pause ein, in der er eine längst überfällige Entscheidung traf.
«Danke Professor, Sie haben mir geholfen endlich zu begreifen. Leben Sie wohl.»
Nach diesen Worten stand Harry auf und verließ das Zimmer.
Mit leicht offenem Mund und schockiert aufgerissenen Augen starrte Severus die geschlossene Tür an, durch die gerade ein entschlossener Harry Potter getreten war.
So war das aber nicht geplant gewesen! Er wollte den Jungen doch nur aufrütteln und nicht in den Grundfesten erschüttern. Da hatte er wohl ein wenig das Ziel verfehlt. Diese Augen... so klar wie schon seit Jahren nicht mehr. Und trotzdem so... leer. Ohne jedes Feuer.
Severus grübelte noch einmal über die Worte des Jungen nach, «... Leben Sie wohl.»
Erschrocken riss der Schwarzhaarigen die Augen auf. Das waren Abschiedsworte! Das konnte nicht sein...
Hastig sprang der Mann auf und eilte um seinen Schreibtisch herum. Harry wollte doch nicht etwa...
Die Tür aufreißend, und hindurch laufend wurde ihm klar, dass der Schüler durchaus konnte. Wo nur?
Sich drehend blieb der Tränkemeister in der Eingangshalle stehen und sah sich ratlos um. Wohin jetzt?
Er hörte schnelle Schritte aus einem Korridor und hoffte es wäre Harry. Doch nur Argus Filch trat aus den Schatten. «Professor, hab' grad' 'nen Schüler rumschleichen sehen. Der wollte in die Richtung da...», verblüfft hielt der Hausmeister inne, denn die Person mit der er sprach, war schon in Richtung Norden davongelaufen.
Der Nordturm, natürlich. Severus hätte sich köpfen können, warum war ihm das nicht sofort eingefallen?
Vor der Tür hielt er kurz an, riss sie abrupt auf und lauschte dann in der Hoffnung, Schritte zu hören. Nichts.
«Scheiße!»
Vor sich hin fluchend, rannte er die vielen Stufen bis zur Brüstung hinauf und warf sich gegen das Holz. Das Schloss gab nach und mit schmerzender Schulter trat der Lehrer auf die Plattform.
Seine Augen huschten über die Brüstung und konnten niemanden sehen, er war zu spät...
Nein!
Da hinten, neben dem Wasserspeier stand eine dürre Gestalt auf den Zinnen und blickte hinunter.
Schnell trat er dazu und konnte Harrys Gestalt erkennen.
Merlin sei Dank...
In diesem Moment machte der-Junge-der-noch-lebte eine Vorwärtsbewegung.
NEIN!
Reflexartig streckte Severus seine Arme aus und zog den Jungen in eine Umarmung. Er ging mit dem wehrlosen Bündel in seinen Armen einen Schritt rückwärts. Sein Herz hämmerte so hart gegen seine Brust, dass er glaubte, es wolle ihm aus dem Hals fallen.
Einige Minuten standen sie so da, des Tränkemeisters Pulsschlag beruhigte sich ein wenig und der Jüngere sagte nichts.
Seine Gedanken rasten. Warum hatte er ihn gerettet? Weshalb war er nur auf Dumbledores Befehl eingegangen, er hätte doch ablehnen können. Etwa weil es ihm sehr plausibel vorkam?
Schließlich zog der Mann Harry vollends an sich, drehte sich um und verließ mit dem Jungen in seinen Armen den Nordturm.
Harry sprach kein einziges Wort auf dem Weg nach unten und in Snapes private Räume. Er dachte nur nach und kam zu keinem Ergebnis.
Warum hatte der Lehrer ihn gerettet? Eigentlich sollte der doch froh sein, dass er endlich sterben wollte. Er hatte nichts mehr was ihn hier hielt, wollte endlich dem Ganzen ein Ende setzen...
Während er noch grübelte, schlief er in Snapes Armen ein, die ihm seltsamerweise sehr sicher vorkamen.
Als er langsam aufwachte und über seinen komischen Traum nachdachte – in dem Snape ihn vor einem Abgrund gerettet hatte – fühlte er zuerst, dass dieses Bett mit Satin überzogen war. Sein Bett hatte Baumwollwäsche!
Harry riss die Augen auf und musste feststellen, dass er in einem fremden Raum lag.
Das Bettzeug war dunkelgrün, ebenso wie die Teppiche, die den Boden vollkommen verdeckten. An den Wänden standen einige Bücherregale und ein Kamin, um den ein paar Sessel standen. In einem davon saß... Severus Snape.
Ruckartig setzte sich Harry auf, die Decke verrutsche und er erkannte, dass er noch alles am Körper trug, sogar seinen Umhang. Doch das registrierte er nur nebenbei, seine Augen waren auf den Lehrer gerichtet, der, in die Flammen des Kamins getaucht, den Schüler aus unergründlichen Augen musterte.
Endlich begann der Mann zu sprechen.
«Angesichts ihres Zustandes wäre die Krankenstation zu riskant geworden.», nämlich aus dem einfachen Grund heraus, dass sie im vierten Stock lag, was Severus aber ganz sicher nicht sagen würde.
«Darum werde ich ein Auge auf Sie werfen. Denn egal was Sie persönlich denken, in diesem Zustand hätte der Dunkle ein leichtes Spiel mit Ihnen. Also werden Sie mehr Essen und auch im Unterricht aktiv mitarbeiten, verstanden?», ein scharfer Blick traf den Jungen, der automatisch nickte, «Außerdem werden Sie bei mir Zusatzunterricht nehmen. Jeden Dienstag Abend nach dem Abendessen haben Sie im Klassenzimmer zu erscheinen. Klar soweit?»
Wieder ein verwundertes Nicken. Warum saß der Junge noch da und starrte ihn an?
«Gehen Sie schon. Dort ist die Tür.», er deutete auf eine ebenholzschwarze Tür, durch die der Junge fluchtartig verschwand.
Was hatte er da eben gesagt? ZUSATZUNTERRICHT?
Zum Teufel, was trieb ihn denn dazu? Jetzt hatte er Potter drei Mal in der Woche am Hals. Was war mit ihm los?
Verflucht.
Zuerst machte er sich wahnsinnige Sorgen, dass sich der Junge umbringen könnte, obwohl ihm das nur in den Kram passen würde, und dann rettete er ihn auch noch! Anschließend brachte er Potter in sein Bett und konnte partout nicht die Augen von ihm lassen. Geschweige denn die Erinnerung an dessen Augen auslöschen, die in seinem Kopf herumgeisterte.
Was passierte mit ihm? Noch dazu kam, wie sollte er das Albus erklären?
Albus, ich hab' Harry dazu gebracht vom Nordturm springen zu wollen und habe ihn dann auch noch gerettet. Nicht zu vergessen, den Zusatzunterricht, den er jetzt bei mir erhalten wird.
Nein, ganz sicher nicht.
Severus seufzte und rieb sich die Augen, er hatte die ganze Zeit keinen Schlaf finden können. Sorgte er sich so sehr um den Jungen? Noch mal stieß der Mann einen Seufzer aus, stand wacklig aus dem Sessel auf, ließ sich in sein Bett fallen und drehte sich auf die Seite.
Der Geruch vom Turm stieg ihm in die Nase. Dort hatte er ihn nicht bewusst wahrgenommen, doch warum roch es in seinem Bett wie auf der Plattform? Schwarze Augen richteten sich blitzschnell auf die Kissen.
Harry.
Das musste sein Geruch sein. Und es duftete gut, nach Zitrone und... Eis? Wie kann ein Mensch nach Eis riechen?
«Ooooooooohh... das ist nicht gut...»
Zum Teufel mit Harry Potter und wenn er noch so gut roch! Stöhnend zog sich Severus das Kissen über den Kopf, nicht bedenkend, dass der Geruch dort besonders intensiv war.
Tief atmete er ein. Das kann nicht wahr sein...
Verflucht... hm...
Harry stieg die Treppe zu seinem Schlafzimmer hoch. Er hatte eine gehörige Standpauke kassieren müssen, von der Fetten Dame, wie konnte er es um zwei Uhr in der Nacht nur wagen, sie zu wecken?
Vor lauter Empörung und Müdigkeit hatte das Portrait sogar vergessen ihn zu fragen wo er gesteckt hatte. Wortwörtlich hatte er ja unter Snapes Decke gesteckt, aber das würde er nicht herumschreien. Und schon gar nicht an eine so starke Sympathisantin Dumbledores, der ihm das eingebrockt hatte.
Das alles hatte er aus Snapes Gedächtnis erfahren; der Mann ließ seine Mauern fallen, als er den Gryffindor festhielt. Vor Wut kochte Harry fast über, schlich sich aber dennoch leise in sein Bett; Neville konnte nichts dafür.
Das also war der Plan des Direktors. Ihn wütend machen, damit er Voldemort vernichten konnte. Und dann nicht einmal damit rechnen, dass er sich verlieben könnte. Eigentlich ja wirklich ausgeschlossen. Hier in der Schule gab es niemanden in den er sich verlieben könnte. Die Bedingungen trafen nämlich nicht zu: schwarze Haare, größer als er und vor allem ein Mann.
Harry hatte durch Cho herausgefunden dass er schwul war, denn in den Ferien probierte er das Ganze mit einem Nachbarsjungen, der ebenso neugierig war wie sich Küsse mit dem gleichen Geschlecht anfühlten.
Und selbst die waren um Welten besser als der Kuss mit Cho, auch wenn der Gryffindor nicht in den Jungen verliebt war.
Aber Dumbledore konnte ja nicht wissen auf welches Geschlecht er stand! Einfach so zu behaupten er verliebe sich nicht.
Hm, ob Severus Snape schon oft verliebt war? Stop mal! Welche Verbindung gab es zwischen Liebe und Snape?
Mein Gott, er musste ja ziemlich durcheinander sein.
Lächelnd schlief Harry endlich ein.
R&R
Dreamdance
