Titel: Leere?
Genres: Drama, Sad, Romance
Warnings: Slash, Lemon (später) und anfangs Depri!Harry
Beta: Nici Black
Disclaimer: Alles -- Rowling, Idee -- Meine; bitte fragt wenn ihr euch was ausleihen wollt. Danke.

A/N: Soooo, das hier ist das letzte Kapitel. Ich hoffe ihr habt "Leere?" genossen und stöbert noch ein wenig in meinem Profil. Ich bin sicher, ich werde bald neue FFs hochstellen 'smile'

Kapitel 12


Er befand sich in einem Raum, dessen Wände voller Regale standen, die mit Büchern voll gestopft waren. In der Mitte konnte Harry einen Tisch sehen, über den ein Mann mit schwarzer Zaubererrobe gebeugt war.

Er kannte diesen Traum! Er hatte ihn am Anfang des Jahres geträumt. Lächelnd trat Harry neben den Mann. Diese Körperhaltung... Das konnte nur einer sein. Mit strahlend grünen Augen kam Harry neben dem Mann zum stehen. Er blickte auf und sah seinen Severus.

Noch immer lächelnd, tauchte Harry langsam aus seinem Träumen auf. Er hielt die Augen geschlossen und konzentrierte sich auf das, was er fühlte. Ihm war warm. An seinem Rücken lag ein Arm, dessen Anwesenheit ihn schnurren ließ vor Glück. Sein Oberkörper wurde gegen nackte Haut gedrückt, die diesen fantastischen Geruch nach Kräutern verströmte.

Harry öffnete die Augen endgültig und sah alabasterweiße Haut. Er blickte an einem schlanken Has entlang, auf dem schwarze Haare verteilt lagen. Dann fiel sein Blick auf das Gesicht des Mannes, mit dem er zum ersten Mal geschlafen hatte. Und wenn es nach ihm ging, auch nicht das letzte Mal. In diesem Augenblick fingen die Finger an seinem Rücken an, Muster auf seine Haut zu zeichnen, die ihm kleine Schauer den Rücken hinunter rieseln ließen. Er sah auf und blickte in verschlafen blinzelnde schwarze Augen. Harry schnurrte lauter. In diesen Onyxen könnte er ewig versinken und nie mehr auftauchen wollen.

Eine genießerische Sekunde lang hatte Harry die Augen geschlossen, was Severus sofort ausnutzte. Sanfte Lippen liebkosten seine und eine vorwitzige Zungenspitze strich über seine Oberlippe. Tiefer atmend drängte Harry sich gegen Severus und öffnete, hungrig nach mehr, seinen Mund. Sofort kam Severus der Einladung nach und kämpfte einen relativ stummen aber erregenden Kampf gegen Harry, der dem leidenschaftlich nachkam, nur um sich plötzlich unter Severus' nacktem Körper wieder zu finden.

Jaaah... letzte Nach war definitiv nicht die letzte gewesen!

Sich müde die Augen reibend, versichte sich Harry Potter auf den Unterricht zu konzentrieren und gleichzeitig Nevilles dreckigem und – leider – wissendem Lächeln auszuweichen. Wieder blickte er nach vorne.

McGonagall hatte darauf bestanden nochmals die Verwandlung eines Lebewesens in einen nicht – belebten Gegenstand durchzunehmen. Blitzartig kam Harry eine Idee. Er warf einen Blick zu Neville und meldete sich lächelnd. Es war kein sehr freundliches Lächeln, doch McGonagall fiel dies offenbar nicht auf.

«Ja, Mr Potter?»

«Kann ich den Zauber vorführen?», liebenswürdig blickte Harry auf seine – leider wieder – Lehrerin. Dumbledore hatte durchgesetzt, dass er in den letzten beiden Monaten den regulären Unterricht besuchte. Was Harry todlangweilig fand. Er hätte da schon bessere Beschäftigungen gefunden...

Überrascht blickte die Lehrerin auf ihren Schüler, der sich in der letzten Zeit drastisch verändert hatte. Um ihr Einverständnis zu geben, nickte sie dem Schüler zu. Harry hob den Zauberstab, ignorierte Nevilles argwöhnische Blicke, und fixierte seine Ringelnatter an, der er kurz entschuldigend zuzischelte. Ohne ein Wort oder eine Bewegung des Stabes wuchs die Schlange zu einem schlanken Trinkkelch. Er war aus blankem Silber geschlagen und mit strahlenden Smaragden verziert. Um den Rand des Kelches herum wandten sich brüllende und kämpfende Löwen, die am Fuß von Schlangen abgelöst wurden. Mit dem zukünftigen Erben Slytherins liiert zu sein, brachte definitiv Vorteile, entschied Harry.

Die , mittlerweile vollkommen stille Klasse bewunderte einen wertvollen Kelch, der eindeutig slytherin war. Professor McGonagall schluckte, konnte sich endlich fassen und fragte mit krächzender Stimme: «Mr Potter, wollen Sie mir den Pokal aushändigen?»

Harry blickte von seinem Kelche zu der Lehrerin und meinte boshaft lächelnd: «Natürlich, Professor.»

Die Lehrerin nahm den Pokal und stellte ihn auf ihr Pult. An diesem Tag geschah nichts aufregendes mehr.

Professor Severus Snape saß im Büro des Direktors und lauschte äußerlich unbewegt dessen wütender Rede. Innerlich grinste er und dachte sich seinen Teil.

«Was denken Sie sich? Diesen Pokal hat Harry heute beschworen.», Albus Dumbledore hob den Pokal auf den Tisch, «Erklären Sie mir das!»

Wütend starrte Dumbledore zu seinem ruhigen Tränkemeister, der den Kelch musterte.

Soso, sein Harry hatte sich also geoutet. Der Pokal war zwar schön aber nicht sehr nützlich. Obwohl, er hatte genützt, Dumbledore klar zumachen, dass er seinen "Goldjungen" endgültig verloren hatte.

Der Plan des Direktors war nicht aufgegangen; Harry hatte Voldemort nicht mit ihm in Verbindung gebracht, sonder eher das Gegenteil war der Fall. Aus den Augenwinkeln sah er sich bewegende Muster auf dem Kelch.

«Wir sollten das Tier dieses Pokals erlösen.», ohne auf den Direktor zu warten, führte er den Gegenzauber aus.

Eine kleine Ringelnatter zischte dankbar: «Dankessschön. Ich sssoll dir sssagen, er hat Zsseit.», dann schlängelt sie sich aus dem Raum. Sein, nicht ganz so Kleiner hatte das also beabsichtigt. 'Tss, tss, das sollte bestraft werden!' Ein kleines Lächeln blitze über Severus' Gesicht.

«Das tolerierst du auch noch?», Dumbledore sah, weiß vor Zorn, auf seinen sehr zufrieden blickenden Tränkemeister, «Ich werde es Harry verbieten, weiter bei dir zu studieren, hörst du?»

Jetzt drohte er also schon? Dieser Pokal musste ihn ganz schön verirrt haben. Doch was das Studierverbot anging...

«Drohen Sie mir etwa?», wieder blickte er zum Direktor, «Nun, Mr Potter wir so lange bei mir studieren, wie ich es für nötig halte, Direktor. Ein Novize ist so lange bei seinem Meister, bis er ausgelernt hat. Und, bei allem Talent, Mr Potter muss nocheiniges lernen. Zum Ende seiner Noviz – Zeit wird er in Hogwarts und in den Kerkern bleiben.»

Dass sollte er erstmal verarbeiten, der Alte. 'Ich lasse mir Harry nicht so schnell nehmen. Und wenn ich gegen Dumbledore kämpfen müsste!'

Seine Gedanken wurden unterbrochen, als eben Jener mit der Faust auf den Tisch schlug und brüllte: «Er wird Hogwarts verlassen! ICH bin der Direktor und ICH bestimme wer hier wohnt und wer nicht!»

Erschrocken flatterte Fawkes mit den Flügeln und stieß einen Ton aus, der beide Männer wohl beruhigen sollte, aber nur das Gegenteil bewirkte. Stell und entschlossen starrten sich der Direktor und Lehrer an, bis Dumbledore kalt und endgültig sagte: «In fünf Wochen müssen Sie Hogwarts verlassen, Professor Snape. Ich dulde sie hier noch bis Ende des Schuljahrs, und nicht länger!», entschlossen blickte der alte Mann in das verschlossene Gesicht seines Ex-Spions und bald auch Ex-Tränkemeisters. Einige Minuten vergingen in Stille.

Schließlich stieß sich Dumbledores Phönix von seiner Stange ab, segelte zu dem Schwarzhaarigen und ließ sich auf dessen Schoß nieder. Voller Erstaunen blickten sahen beide Zauberer auf den Vogel, der sich nun auch an den Stoff von Severus' Robe anschmiegte. Severus hob zögernd die Hand von der Lehne und versuchte vorsichtig das gold-rote Gefieder zu streicheln. Behutsam streichelten seine Finger über die Federn, die seine Haut aufwärmten und die Kälte vertrieben.

Fawkes hob den Kopf, blickte in die schwarzen Augen und sang. Sanft schwebten die Töne durch den Raum, lösten die geschockten Portraits aus ihrer Starre und durchdrangen die Streitenden. Als der Phönix nach einigen Minuten verstummte und zurück auf seinen Ständer flog, blieb ein tröstendes Gefühl in Severus zurück, dass seine Entscheidung zusätzlich stärkte.

Severus blickt auf und sagte: «Mein Novize und ich werden zu Ende des Schuljahrs die Schule verlassen. Überweisen Sie bis dahin meine noch ausstehenden Gehälter in das bekannte Verließ. Sollten die Überweisungen ausbleiben, werde ich Sie beim Ministerium einklagen. Guten Tag, Direktor.»

Klick.

Severus, der noch immer ins Feuer starrte, spürte Harrys Körper gegen seinen. Erinnerungen wurden wach, doch der Mann verdränge sie und schloss die Arme um seine Novizen. Warmer Atem strich an seinem Hals entlang, der nicht länger von seine Roben verdeckt war.

«Was wollte der Direktor?», ein kleines Küsschen begleitete das letzte Wort.


Verärgert brummte Severus tief in der Brust, was bei Harry ein angenehmes Kribbeln auslöste.

«Er hat unsss ausss dem Ssschlossssss geworfen!»

Erschrocken blickte Harry auf und antwortete ebenfalls in Parsel: «Wasss?», beruhigend strich Severus über seinen Rücken.

«Am Ende desss Schuljahrsss.», eine kleine Pause wurde genutzt um Harry einen Kuss auf die Wange zu hauchen, «Du kannssst das Jahr fertig machen.»

Beruhigt schmiegte Harry sich wieder an Severus und fragte nur noch: «Wohin gehen wir?»

Ein Lächeln huschte über das Gesicht seines Meisters und Liebhabers, ein fieses Grinsen trat in dessen Augen, «Zur Gilde.»

Jedwede weitere Frage wurde von drängenden Lippen verdrängt.


A/N:
Heikeandrea
Bist du sicher, dass du dich so sehr auf diesen Sonntag gefreut hast?

Reinadoreen
Danke!

jumej
Tja, wäre doch langweilig gewesen, wenn sich die beiden schon im dritten Kap bekommen hätten, oder nicht?

R&R
Dreamdance