Wie immer: Personen gehören nicht mir, aber der Plot ist mein, ganz alleine – hah!
Kapitel 3
Remus wachte mit schmerzenden Gliedern auf. Etwas Spitzes stach in seine Hüfte und ihm war kalt. Verschlafen öffnete er die Augen. Etwas fedriges, Grünes stand genau vor ihm. Als er fokussierte erkannte er einen Farn.
Farn? Seit wann stand Grünzeug an seinem Bett? Er fuhr mit seiner Zunge über seine Lippen die sich merkwürdig trocken anfühlten. Sofort breitete sich der metallische Geschmack von Blut in seinem Mund aus. Mit dem Geschmack kam schlagartig die Erinnerung an die vergangene Nacht zurück.
Sein Magen zog sich zusammen. Bilder der Jagd traten ihm vor die Augen. Er hatte….er konnte den Gedanken nicht zu Ende führen. Er sah immer noch den Platz mit dem vielen Blut und den Fetzen von Haut und Fleisch vor sich. Er war nun endgültig zum Monster geworden.
Stöhnend vergrub er sein Gesicht in den Händen.
„Oh, du bist wach!" Durch seine Finger sah er Tasha in einiger Entfernung sitzen und sich die Haare flechten. Sie saß nackt da und schien das vollkommen normal zu finden. Sie strahlte Zufriedenheit aus. So sahen wohl Waldnymphen aus.
„Kopfschmerzen?" Sie schaute ihn prüfend an. „Am Anfang hatte ich nach der Jagd oft Kopfschmerzen. Fenrir sagt, dass sei ein Adrenalin-Kater." Sie kicherte.
Ungläubig lies er die Hände sinken und starrte sie an. „Kopfschmerzen? Merlin, das ist unglaublich! Wie kannst du da so ruhig sitzen und vor dich hinplappern, wenn du gestern einen Menschen aufgefressen hast?"
Sie warf den Zopf über ihre Schulter. „Ich bin satt?" fragte sie provozierend. „Komm' drüber weg – so ist das nun mal!"
Er setzte sich auf und sah sich wütend um. Frustriert nahm er den Stein, der ihn in die Hüfte gepiekt hatte und warf in mit aller Kraft an den nächstgelegenen Baum. „Du hast sie nicht mehr alle! Wir sind Monster!" Seine Stimme klang wütend und verzweifelt.
„Nenne uns nie wieder Monster!" ihre Stimme war nur ein leises Knurren. Er roch das Adrenalin, dass ihr Blut durchströmte. Sie war wütend und angriffslustig. „Sag' mir Remus – wie ist dein Leben so? Du sperrst dich bei Vollmond ein und leidest alle drei Nächte. Du hast Angst vor jedem neugierigen Mitschüler oder Nachbar. Jemand könnte zufällig über dein Geheimnis stolpern. Etwas könnte schief gehen und man würde dich melden. Du würdest offiziell zum Werwolf abgestempelt. Dann kommen die Verachtung und der Hass der Menschen. Wenn du Glück hast, bemitleiden dich manche. Und eines Tages wird einer dieser allzu sorgenvollen Mitmenschen dich töten. Du könntest ja ihm oder seiner Familie gefährlich werden. Und niemand würde deinen Tod wichtig genug nehmen um den Mörder vor Gericht zu zerren, denn du warst ja nur ein Werwolf. Eine potentielle Gefahr für jeden braven Bürger im Land! Ist es so – sind das deine Ängste? Keiner würde fragen, ob du je gejagt hast, je einen Menschen getötet hast. Das ist egal, denn du bist, was du bist: ein Werwolf. Keinen interessiert es ob du eine Moral hast."
Ihre Worte brannten in ihm. Sie sprach seine tiefsten Befürchtungen aus. Er hasste sich und seine Natur. Er hasste es immer alles zu unterdrücken. Er hasste es ständig Angst zu haben, nie er selbst zu sein. Aber trotzdem…. „Doch, mich interessiert es. Mir ist es wichtig dass ich moralisch bin! Mein Gewissen bestimmt mein Handeln!" Er hörte den Trotz in seiner Stimme.
Sie schnaubte. Dann ging sie vor ihm in die Hocke und sah ihm in die Augen. „Dann sage mir, Remus: warum bist du hier? Warum warst du mit uns auf der Jagd?" Sie stand auf, thronte über ihm. „Und dann frage dich selber, ob du dich jemals so frei und stark gefühlt hast wie heute morgen."
Er starrte sie trübe an. Seine Wut war verraucht. Sie hatte Recht. Er fühlte, dass alle Anspannung aus seinem Körper gewichen war. Er fühlte sich stark und frei und zum ersten Mal eins mit sich selber. Aber zu welchem Preis!
Sie stand schon am Rand der kleinen Lichtung und rief ihn über die Schulter „Komm'! Benno und Dave sind schon vor Stunden zurück ins Lager." Und schon trabte sie los. Er lief hinter ihr her.
Im Grün des Waldes konnte er sich ganz auf seine Gedanken konzentrieren. Obwohl er klarer denken konnte als die Tage zuvor, waren seine Gedanken ein einziges Chaos aus Bildern und Gefühlen. Er wusste nicht, was er tun sollte, wie er weiter vorgehen sollte. Er war froh, dass er nur Tasha folgen musste.
Im Lager angekommen suchte er sich seine Kleider und warf sich dann in eine Ecke des großen Zeltes Abseits von den anderen. Er versuchte immer noch einen Faden in seine Gedanken zu bekommen als Dave zu ihm kam. Er setzte sich vor Remus. Erstaunt und etwas verärgert starrte Remus ihn an.
„Du hast gesagt, du hast Freunde? Welche, die wissen, was los ist und die dir helfen?" Remus nickte. Dave starrte gedankenverloren auf die Zeltwand. „Das muss schön sein!"
Widerwillig war Remus nun neugierig. „Aber du hast das Rudel, oder?" Dave starrte nun blicklos an ihm vorbei. „Ja, schon…aber wir sind ein Nutzgemeinschaft. Weißt du, keiner ist freiwillig hier. Naja, du weißt schon: wir sind alle hier, weil wir alle Werwölfe sind. Und klar, habe ich Freunde. Benno ist ein prima Kerl und Tasha kann richtig lustig sein, wenn sie nicht gerade Reden schwingt." Dave grinste, dann verschwand das Grinsen und sein Gesicht war wieder ausdruckslos. „Aber ich erinnere mich an meine Freunde zu Hause. Das war was anderes….aber die wollten mit mir nichts mehr zu tun haben, als sie von meinem kleinen Problem erfuhren….."
Remus starrte ihn an. Dave würde sich prima mit Peter verstehen.
„Erzähl' mir von deinen Freunden. Was haben sie gemacht, als sie davon erfuhren?" und Remus begann zu erzählen, wie seine Freunde hinter sein Geheimnis gekommen waren und ihm dann jeden Vollmond halfen. Wie sie seit Jahren an dem Projekt arbeiteten, sich in Tiere zu verwandeln, damit er nicht alleine sein musste während der Vollmondnächte.
Dave starrte die ganze Zeit blicklos vor sich hin. Als Remus seine Geschichte beendet hatte, drehte er sich zu ihm. „Du kannst froh sein, solche Freunde zu haben. Ich beneide dich!" Damit stand er auf und verließ das Zelt.
Er lies Remus noch verwirrter zurück als zuvor. Remus schaute sich um. Die meisten Familienmitglieder lagen alleine und mit Abstand zu den anderen Wölfen. Er erkannte Tasha und Benno, die aneinander gekuschelt schliefen. Es gab ein, zwei Gruppen die zusammen saßen und sich leise unterhielten. Jetzt, wo er sich darauf konzentrierte, merkte Remus, dass die meisten Rudelmitglieder scheinbar lieber alleine waren. Würde er so ein Leben wollen? Er würde sich sicher mit Dave, Benno und Tasha anfreunden. Auch wenn sie Meinungsverschiedenheiten hatten, schienen alle doch nett zu sein. Trotzdem: würden sie James, Sirius und Peter ersetzen können?
Wie würde sein Leben hier aussehen? Er liebte seine Bücher. Verbrachte oft Tage in der Bibliothek. Er konnte sich nicht vorstellen, dass er viele Bücher auf der ewigen Wanderung mitnehmen könnte. Er liebte auch seine Schule. Er würde es nie zugeben, aber er lernte gerne. Würde er zaubern können? Müsste er das alles aufgeben für ein freies und entspanntes Leben? Und seine Probleme würden ja doch bleiben. Er hätte immer noch Angst erwischt zu werden – auf wildernde Werwölfe wurden Auroren angesetzt. Es wäre also nur noch eine Frage der Zeit, wann sie ihn erwischten und nach Azkaban schickten. Und das war die optimistische Sicht. Tasha hatte Recht: die meisten Werwölfe wurden getötet. Die Hemmschwelle einen Werwolf zu töten schien wesentlich niedriger zu liegen als bei anderen magischen Geschöpfen.
Er merkte, wie Unruhe in das Rudel kam. Sein Blut begann zu singen. Der Mond würde bald aufgehen.
Tasha stand plötzlich vor ihm. Sie hielt ihm grinsend die Hand hin. „Bereit für die Jagd?" Er lies sich von ihr hochziehen und gemeinsam traten sie auf die Lichtung. Fenrir stand schon in der Mitte. Als er Remus sah lächelte er ihn triumphierend an. „Wir wollen heute eine besondere Jagd begehen. Endlich eine Herausforderung für unsere Kraft! Wir werden heute im Umfeld des Schlosses jagen."
Fenrir hatte Remus nicht aus den Augen gelassen. Als diesem bewusst wurde, was Fenrir gerade gesagt hatte, setzte bereits die Verwandlung ein. Er versuchte sich an seine Gedanken zu klammern. Das war wichtig. Aber schon schob sich der Drang nach Jagen und Rennen in den Vordergrund. Er fiel auf die Vorderpfoten und seine Nase nahm die Gerüche der Umgebung war. Er versuchte Beute zu wittern.
Der Anführer heulte den Mond zur Begrüßung an und das Rudel stimmte mit ein.
Ewas stimmte nicht. Er wollte jagen, stellen, reißen, töten aber manchmal tauchten Gedanken auf. Er war verwirrt. Versuchte sich auf die Bewegungen der anderen zu konzentrieren und seinem Gespür zu folgen. Das Rudel setzte sich in Bewegung. Es verharrte einen Moment bevor es aus dem Wald auf die freie Fläche trat. Sofort umwehten sie die Gerüche der vielen Menschen, die hier im Laufe des Tages gelaufen waren.
Einige der Gerüche kamen ihm bekannt vor. Wieder formten sich Gedanken und nun schoben sich auch Bilder vor seine Augen. Lachende Jungs. Eine Gruppe unter einem Baum. Sie unterhielten sich. Ein paar Mädchen stolzierten vorbei. Einer der Jungen rief ihnen etwas zu.
Wie Schatten bewegten sie sich auf das dunkle Schloss zu. Der Anführer gab die grobe Richtung an. Sie liefen an einem See vorbei. Bilder von derselben Gruppe Jungen formten sich. Diesmal am See. Sie liefen sich balgend in den seichten Teil des Wassers, spritzen sich gegenseitig nass.
Eine Hütte lag nun zur rechten. Sie war dunkel. Ein Managarm bellte im Inneren. Er lebte dort. Was auch immer ein Hund aus dem Totenreich hier zu suchen hatte. Bilder von dem großen Hund und einem noch größeren Mann. Er schüttelte den Kopf, versuchte die Witterung aufzunehmen, der der Anführer zweifelsfrei folgte.
Unterhalb des Eingangsportals des Schlosses blieb der Anführer stehen und witterte. Dann begann er nach rechts zu laufen. Das Rudel breitete sich wieder weiter aus. Alle waren auf das äußerste gespannt. Zu viele Gerüche waren in der Luft. Ein Gemisch aus Menschen, Elfen, Tieren, Essen, Putzmittel, Gras und Stein. Es war verwirrend. Er spürte wie der Wolf neben ihm ebenfalls nach der Witterung suchte.
Der Anführer knurrte kurz, dann lief er schneller an der Mauer entlang. Weiter unten gab es weitere Gebäude. Sie sahen dunkel aus und rochen nach Pflanzen und frischer Erde.
Wieder kamen Bilder. Eine Gruppe Kinder mit merkwürdigen Dingern auf den Ohren zogen Pflanzen mit schreienden Wurzeln aus Töpfen und steckte sie wieder in andere Töpfe.
Wieder schüttelte er den Kopf und knurrte leise. Endlich - jetzt roch er die frische Spur ganz deutlich. Aber etwas stimmte nicht mit der Spur. Er verstand nicht, warum sie ihr folgten.
Ein leises Bellen von Fenrir und die Meute verteilte sich und verschmolz mit der Umgebung. Sie warteten. Sie hatten Zeit. Sie waren die Jäger und lauern lag ihnen im Blut.
Remus kauerte sich im Schatten und starrte auf eines der Gebäude jetzt konnte er auch die Bewegungen darin hören. Es waren zwei. Aber etwas stimmte mit dem Geruch nicht. Ihm wollte nur nicht einfallen was.
Sie mussten nicht lange warten dann kamen zwei Gestalten aus einem der Gebäude. Sie waren keine schwere Beute. Sie waren unvorsichtig. Sie hatte keine Ahnung, was auf sie lauerte.
Der Geruch traf ihn nun ungehindert und es traf ihn wie ein Schlag. Er wusste, was nicht stimmte. Sie gehörten zu seiner Familie. Das war keine Beute! Warum also lauerten sie hier?
Der Anführer erhob sich langsam, gab aber noch nicht das Zeichen zum Angriff. Er wartete.
Auf was wartete er? War er sich nicht sicher, ob das ihre Beute würde?
Er würde nicht länger auf die Entscheidung des Anführers warten. Mit zwei langen Sprüngen stand er vor den zwei Gestalten. Er drehte sich zur Meute und zog die Lefzen hoch. Seine Ohren waren angelegt. Sein Nackenfell gesträubt. Ein tiefes Knurren drang aus seiner Kehle.
Er spürte die Verwirrung im Rudel. So etwas war noch nie vorgekommen. Wollte er Fenrir etwa herausfordern? Die Beute streitig machen?
Auch die zwei Gestalten hinter ihm schienen verwirrt. Er roch ihre Angst. Er hörte, wie sie zurück wichen bis sie mit dem Rücken zur Wand des Gewächshauses standen.
Fenrir erholte sich rasch. Er schien nicht so sehr verwirrt, wie sein Rudel. Er Mit hochgezogenen Lefzen ging er auf den jüngeren Wolf zu. Er zeigte seine ganze Kraft.
Dann stand er drohend vor dem Aufsässigen.
Der Anführer knurrte und sein Fell war im Nacken gesträubt. Der junge Wolf würde sich seiner Macht unterwerfen oder sterben.
Dieser rührte sich nicht, behielt nur den Anführer im Auge. Die Gefahr war ihm bewusst. Er würde den Anführer töten müssen oder selber sterben. Man forderte den Anführer nicht bei der Jagd heraus. Er wusste, dass der Angriff plötzlich kommen würde. Er knurrte wieder.
Plötzlich war ein zweiter Wolf an seiner Seite. Das Rudel wurde unruhig und gab seine Formation auf. Alle Wölfe traten aus den Schatten. Einige knurrten, andere winselten. Die Situation war verwirrend. Das Knurren des Anführers ließ sie verstummen.
Der Anführer verengte seine Augen zu schlitzen. Sein Knurren nahm immer bedrohlichere Ausmaße an. Dann stand ein zweiter Wolf an der Seite Fenrirs. Es war einer der erfahrenen Jäger. Er stand dem zweiten Jungwolf genau gegenüber.
Fenrir und Remus begannen sich langsam zu umkreisen. Die Stille nur von ihrem Knurren unterbrochen. Fenrir duckte sich und fast im gleichen Augenblick sprang er. Remus drehte sich im letzten Moment zur Seite und die Zähne Fenrirs drangen in seine Schulter statt in seine Kehle. Er versuchte den größeren Wolf ab zu schütteln. Dann lies er sich auf die Schulter fallen und begrub den Leitwolf unter sich. Dieser musste nach Luft schnappen und lies los. Mit einem Sprung stand Remus wieder einen halben Meter von ihm entfernt in Drohhaltung. Auch Fenrir hatte sich schnell erholt und stand ihm in derselben Haltung gegenüber.
Remus ganzes Wesen war auf seinen Gegner konzentriert. Wie durch einen dicken Nebel nahm er wahr, wie ein Schatten sich auf seinen Kampfgefährten stürzte. Ein Winseln war zu hören und ein triumphierendes Heulen.
Remus sah, wie sein Gegner sich duckte. Im selben Moment entschied er sich zum Gegenangriff. Sie sprangen gleichzeitig aufeinander zu. Doch bevor Remus seine Zähne in das Fell des anderen schlagen konnte, sah er einen grünen Blitz und Fenrir flog einige Meter durch die Luft.
Remus wollte nachsetzen, rannte aber gegen eine Unsichtbare Mauer. Eine weitere Gestalt war aufgetaucht. Sie stand hinter dem Rudel. Weiße Harre und ein langer Bart strahlten im Mondschein. Eine Stimme donnerte über das Schlachtfeld.
„Fenrir Greyback – verschwinde aus meinem Revier!" Die Gestalt richtete den Stock in seiner Hand direkt auf den Leitwolf. Dieser knurrte. Wenn möglich waren seine Nackenhaare noch stärker gesträubt als bisher. Die zwei starrten sich in die Augen. Sie maßen sich, wogen die Stärke des anderen, die Möglichkeiten. Mit einem Jaulen wandte sich der Wolf zuerst ab und lief Richtung Wald.
Eine unheimliche Stimme, halb Knurren halb Bellen hallte zurück. „Wir sehen uns wieder Albus Dumbledore und dann wird die Jagd mein sein!"
Die Wölfe folgten ihm. Remus starrte verwirrt auf das fliehende Rudel und hatte den Drang ihnen zu folgen. Aber wieder rannte er gegen die unsichtbare Barriere. Sein Kopf schwirrte. Panik erfasste ihn. Er war gefangen. Er konnte hier nicht weg. Verzweifelt blickte er sich nach einem Ausweg um.
Dann sah er die Gestalt am Boden liegen. Es war der Wolf, der an seiner Seite gestanden hatte. Remus roch Blut und sah die zerfetzte Kehle. Er hörte aber auch noch den Herzschlag des anderen. Ein Schmerz zerrte an seinen Eingeweiden. Sein Gefährte würde sterben. Mit wenigen Sätzen stand er bei ihm. Verzweifelt zupfte er mit seiner Schnauze am Ohr des anderen. Er durfte nicht sterben! Der andere öffnete die Augen und winselte. Remus legte sich neben ihn. Seine Schnauze dicht neben die des anderen.
Plötzlich ging ein Ruck durch den Körper des Wolfes und Sekunden später lag dort Dave. Winselnd stieß Remus den Körper an. Dann durchfuhr ihn die Erkenntnis. Ein rasender Schmerz fuhr durch seinen Körper. Dave war tot, er würde nie mehr jagen und sich balgen und seine Stärke genießen. Remus setzte sich auf die Hinterbeine, warf den Kopf in den Nacken und schrie seinen Schmerz heraus.
Das Geheul des trauernden Wolfes durchfuhr alle Zeugen dieser Nacht durch Mark und Bein.
