Dream Fall


Ich werde nicht sterben. Das hatte ich dir versprochen. Ich werde bis zum Sieg für meinen, für deinen, für unseren Traum kämpfen.

Langsam ließ ich meinen Zauberstab sinken und fiel erschöpft auf die Knie.

Ich spürte eine gewaltige Erleichterung und hob den Kopf.

Ich hatte es tatsächlich geschafft. Der Lord ist bezwungen.

Und langsam breitet sich die Nachricht auch im Kampfgeschehen aus, wie ein Lauffeuer.

Beide Seiten blieben in ihren Bewegungen stehen, als hätte jemand den Pauseknopf gedrückt.

Auch sie mussten diese Information und das Geschehene verarbeiten.

Bis die Bewegung urplötzlich wieder losbrach.

Erleichtert auf der einen Seite wollten die Zauberer die restlichen Todesser zu Fall bringen, während diese verzweifelt versuchten sich zurächen oder zuretten.

Doch das war mir jetzt alles egal.

Ich hatte meinen Teil in diesem Krieg beigetragen. Mehr wollte ich nicht mehr.

Ich hatte mein Versprechen gehalten und jetzt war es an der Zeit den zweiten Teil meines Versprechens einzulösen. Meinen, unseren Traum zu erfüllen, für unser gemeinsames zukünftiges Leben.

Meine Augen suchten das Kampffeld nach dir ab.

Wir hatten uns im Laufe des Kampfes verloren, doch noch hatte ich seinen Namen nicht unter den Todgenannten ausgemacht.

Zweifel stiegen in mir hoch, aber ich wollte und konnte noch nicht an das schlimmste denken.

Gehetzt suchte ich die am Boden Liegenden nach deinem Blondschopf ab, konnte dich aber nirgends entdecken.

Ich war mir nicht sicher, ob das wirklich gut war oder schlecht.

Gut, stellte ich fest, als ich aufstand, um einen besseren Überblick zubekommen.

Dort stand er, brachte einen angreifenden Todesser zu Boden.

Wie es aussah wolltest du dich zu mir durchschlagen und nähertest dich mir immer mehr.

Ich ging dir ebenfalls langsam entgegen, passte vorsichtig auf nicht zustolpern, der Kampf hatte mich doch ganz schön mitgenommen.

Und mein Herz blieb stehen, als auch du in deiner Bewegung stehen bliebst.

Ich sah hinter dir ein Todesser, welcher sich befreien konnte und sein Zauberstab gehoben hielt, dessen Fluch dich feige in den Rücken traf.

Du hattest nicht mal die Zeit zum Realisieren und du fielst...

Ich konnte an nichts mehr denken, außer an dich.

An meinem Traum, an dich.

Und unser Traum fiel mit dir...