Zwei Wochen waren ins Land gegangen, Monroe wieder gesund und das Wetter einfach herrlich.
Nick wußte selbst nicht warum, aber … er hatte sich auf dieses Experiment eingelassen, er würde es jetzt auch durchziehen.
Juliette an seiner Seite, eine Decke über der freien Schulter, wanderte er hinter Monroe und Rosalee durch einen der Parks in und um Portland und genoß einfach nur den schönen Tag.
„Was haltet ihr von dieser Stelle?" fragte der Blutbad schließlich, auf eine freie Stelle unter den Bäumen weisend, zu der sich einzelne Sonnenstrahlen verirrten.
„Perfekter Platz!" lachte Nick und breitete die Decke auf dem alten Laub auf dem Boden aus.
Rosalee und Juliette begannen die beiden Picknickkörbe auszupacken, die sie mitgebracht hatten, während Monroe eine Flasche Wein öffnete.
Nick fühlte sich gut, als er sich, dicht neben Juliette, niederließ und sich von ihr einen Teller mit allerlei Leckereien geben ließ. Sowohl sie als auch Monroe hatten gekocht und jetzt war es an der Zeit, die Kunst seiner beiden Lieblingsköche zu vergleichen. Nick wußte, es würde schwer werden.
Es war ein schönes Gefühl, ging Nick auf. Zum ersten Mal, seit er nach Portland gekommen und mit Juliette zusammen war, waren sie mit seinen Freunden verabredet und nicht mit den ihren. Ein Unterschied, der das ganze noch weiter abrundete.
Juliette und Rosalee steckten die Köpfe zusammen und flüsterten miteinander, während Monroe noch mit Essen beschäftigt war.
„Ein herrlicher Tag, denkst du nicht?" Nick legte sich lang hin und streckte die Beine aus.
Monroe tat es ihm nach, so daß die beiden ungleichen Freunde Seite an Seite lagen.
„Stimmt", meinte der Blutbad. „Und wirklich mal was anderes." Er sah zu den beiden Frauen hinüber.
Nick schmunzelte unwillkürlich, als er sah, wie Monroes Ohren deutlich an Farbe gewannen.
„Was denkst du?" flüsterte der Blutbad ihm schließlich zu.
Nick sah zu Rosalee hinüber, die noch immer in ein Gespräch mit Juliette vertieft war. „Was meinte denn Mam J?" fragte er zurück.
Monroe seufzte. „Ach, lassen wir das Thema besser. Geht's dir soweit gut?"
Nick nickte.
Bevor Mam J wieder zurück nach Montana gefahren war hatte er sich noch, mehr oder weniger bereitwillig, zur Blutspende bereit gefunden. Es war gut zu wissen, daß er helfen konnte bei anderen Kranken, auch wenn es noch immer unheimlich war, was sie zu ihm gesagt hatte.
„Weiß sie, daß du ein Auge auf eine Fuchsbau geworfen hast?" fragte Nick schließlich leise.
Monroe seufzte wieder. „Glücklicherweise nicht!" antwortete er.
Nick schmunzelte.
Es tat gut, einmal all die Geheimnisse und Lügen verdrängen zu können. Noch immer wußte Juliette nichts von seinem zweiten Leben als Grimm, noch immer wußte sie nicht, wer Monroe und Rosalee wirklich waren. Aber eines Tages, da war Nick sich sicher, eines Tages würde er es ihr verraten.
„Wir sollten solche Doppeldates öfter unternehmen", schlug er vor.
„Denkst du? Aber … ich bin doch gar nicht zusammen mit Rosalee ..." Monroes Wangen glühten.
Nick versteckte sein Grinsen in seinem Weinglas.
Noch nicht, dachte er. Aber das durfte nur noch eine Frage der Zeit sein …
Ende?
A/N: Den letzten Absatz bitte nur lesen, wer erfahren will, wie die Story in den Kanon zurückgeführt wird!
Juliette, die gerade aus dem Bad kam, sah überrascht auf den tief schlafenden Nick in ihrem gemeinsamen Bett hinunter. Er lag da, tief in Decke und Kissen gekuschelt, und hatte ein seliges, verschmitztes Lächeln auf den Lippen. Ein Lächeln, wie er es früher einmal oft zur Schau getragen hatte, mittlerweile aber kaum noch.
Was immer Nick gerade träumte, es war ein schöner Traum und Juliette wünschte sich wirklich, sie könne ein Teil davon sein ...
ENDE
