Disclaimer: Charmed? Mir? Nö!
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Als die Sonne aufging fühlte es sich nicht so an wie Potter erwartet hatte. Vielleicht lag das auch daran das sie in den Nächte nach dem Tod ihrer Tanten und Mutter nie geschlafen hatte. Doch diesmal war es anderes, vielleicht gab es ja so etwas wie eine Krisenroutine. Sie sah auf den kleinen roten Wecker neben ihrem Bett. Es war kurz nach acht. Nicht mehr lange, dacht sie, und ich muss Dad erzählen was passiert ist. Ihr Vater kam jedes Jahr mehrere Male zu besuch aus Hongkong, Sendai oder wo er sonst gerade war und ihr Geburtstag war eins dieser Male.
Wenig später beim Frühstück, taten sie Chris und Victor nichts anderes als sich anzusehen. Manchmal wanderte ihr Blick auch hinunter zu den vollen Tellern, das heißt die der Kinder waren voll, Victor dagegen hatte einen gesegneten Appetit. „Kinder ihr müsst was essen!" befahl er liebevoll und schob seinen beiden Enkeln ihre Teller ein Stück näher. Chris schüttelte den Kopf während er Teilnahmslos ins Leere blickte. Potter machte sich sorgen um ihn so hatte sie ihn seit Pipers Tod nicht mehr erlebt, selbst wenn Leo ihn mal wieder verletzte sah er weniger traurig aus.
Victor sah ein dass die beiden nichts mehr essen würden und räumte die Teller weg, um nicht Tatenlos da zu sitzen ging Chris und half ihm. Potter blieb an ihrem Platz sitzen und betrachtete ihre Hände. Sie ahnte dass Chris und ihr Großvater eines ihrer berühmten Gespräche führen würden. Als die Stimmen in der Küche immer lauter wurden ging sie an die Küchentür und lauschte. „Es hat doch alles keinen Sinn. Alle Menschen die mir etwas bedeuten sterben oder verlassen mich. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis dir und Potter auch noch etwas zustößt." Potter stieß die Tür auf und sah in die verheulten Augen von Chris. „Hör gefälligst auf so einen Unsinn zu reden. Grandpa und ich passen schon auf uns auf." Chris lächelte und nahm seine Kusine in seine Arme, Grandpa blickte versonnen zu ihnen. Er hatte einen seltsamen Blick den keiner der beiden so genau identifizieren konnte aber in diesem Moment war es beiden egal. „Meine Güte schon so spät! Kinder wir müssen los Jason landet in einer Stunde!" Victor legte sein Handtuch auf den Küchentresen und in der Spüle blubberten die letzten Spülmittelblasen vor sich hin. Es klang nach einem ganz normalen Tag im Halliwell Manor und genau genommen war es ja auch einer.
Die Fahrt zum Flughafen verschaffte Chris die Portion Ablenkung die er jetzt dringend brauchte. Als sie ankamen, war Jasons Maschine bereits Gelandet und er wartete in der Halle auf sie. „Potter Baby!" begrüßte er seine Tochter „Alles Gute zum Geburtstag süße" dann fielen ihm die traurigen Gesichter seiner Tochter und seines Neffen auf. „Was ist denn passiert? Und wo ist Wyatt?" „ Wyatt, " setzte Potter an brachte es aber nicht übers Herz ihrem Vater die Schreckliche Nachricht zu unterbreiten. „Wyatt ist mutiert!" erklärte Victor kurz und begrüßte Jason mit einem Handschlag. „Aber wie kann das denn sein?" fragte Jason sichtlich schockiert und zog Potter und Chris an sich. Für Chris war es mal wieder erstaunlich mit wie viel mehr Liebe er ihm begegnete als sein eigener Vater. „Wir haben keine Ahnung!" berichtet er. „Und Leo findet der denn auch nichts?" Potter stieß einen Verächtlichen Laut aus „Ach der!" Jason zog die beiden enger an sich. „Das bekommen wir schon wieder hin. Wir sind Halliwells!" lachte er. „Na ja, nicht direkt! Dein Name ist Dean und meiner ist Bennet." versuchte Viktor zu widersprechen aber Jason ließ das nicht zu er dirigierte die drei zum Auto und fuhr mit ihnen zu Sams kleiner Wohnung. Chris konnte wirklich nicht verstehen was er bei Paiges Vater wollte, doch genau genommen war das mal wieder besser als zuhause rum zu sitzen.
Sam war, ein muffeliger Kauz, der in einer Muffeligen und kauzigen Wohnung lebte. „Was wollt ihr denn hier?" fragte er leicht unhöfflich. „Es geht um Wyatt", erklärte Jason. „Er hat scheiße gebaut." Sam nickte „Ich weiß, alle sprechen von nichts anderem mehr." Potter und Chris sahen uns fragend an ehe sie im Chor fragten „Wer ist alle?" Sam schmunzelte „Die Magische Welt! Jeder fragt sich wer die Macht hat ihn zu verteufeln. Ich meine, er hatte diesen Hang zum bösen schon klar aber um jemanden wie ihn zu drehen, " er machte eine kurze Pause. „da braucht es schon eine Menge Macht!" „Wenn doch klar ist das er unter dem Einfluss einer bösen Macht steht, sollte es doch möglich sein ihn zu befreien." Sagte Potter hoffnungsvoll. Sam zeigt nach drinnen „Kommt erst mal rein. Sag mal Potter hast du heute nicht Geburtstag?" Potter nickte. „Na dann wollen wir doch mal sehen was wir für dich haben." Potter lachte mit zusammen gekniffenen Augen und Sam zwinkerte ihr zu.
Die vier quetschten sich auf Sams dunkelgrünes Sofa, während er selbst in ein paar Schubladen wühlte, bis er fand was er gesucht hatte.
„Ich hoffe du kannst was damit anfangen." Er drückte Potter einen kleinen grünen Stein in die Hand. „Er ist von dem See an dem ihr als Kinder immer gespielt habt!" Als sie noch kleinen waren, hatten sie ihre Eltern immer mit zu dem See genommen an dem Patty gestorben war. Hier hatten sie sich ihr näher gefühlt als auf dem Friedhof.
„Danke Sam, er ist echt schön!" Sam freute sich darüber das Potter sich freute und seine Laune besserte sich sofort. Nur Victor beobachtete die ganze Sache etwas Misstrauisch. Auch nach all den Jahren waren sich die beiden noch ein Dorn im Auge. Immerhin hatten sie dieselbe Frau geliebt und liebten sie noch immer.
„Also", setzte Jason an „Es muss doch einen Weg geben, den Jungen auf den rechten Weg zu geleiten. Ich meine das Gute braucht ihn doch." Sam nickte „Ja aber das heißt nicht das Rettung besteht. Wyatt ist zum bösen konvertiert und auch das Gute kann ihn nicht zurückholen. Vorher war er eine Übermacht für das Gute und nun ist er eine Übermacht für das Böse. Die Unterwelt handelt ihn bereits als neue Quelle." Chris verdrehte die Augen „Na das hat Daddys Goldjunge ja prima hinbekommen." Keiner sagte ein Wort und schließlich stand Jason mit falschem Enthusiasmus auf und verabschiedete sich freundlich von Sam. „Tut mir leid dass wir dich gestört haben." Sam zuckte mit den Schultern. „Lasst die Köpfe nicht hängen. Mann weiß nie was die Zukunft so alles bringt"
„Also wenn es so weiter geht wie in den letzten 18 Jahren meines Leben, stehen unsere Chancen schlecht!" flüsterte Chris Potter ironisch zu. Sie gingen zurück zum Auto und Victor war sichtlich erleichtert, dass der besuch bei Sam zu Ende war. „Lasst euch jetzt bloß nicht die Stimmung verderben Kinder." Sagte Jason und fuhr los. Chris knuffte Potter in die Seite und musst einen Lachanfall unterdrücken. Ja Jason hatte ein Gespür dafür wann es Zeit für solche Sätze war aber immerhin hatte er Chris zum Lachen gebracht.
Zur selben Zeit war Wyatt in der Unterwelt. „Eure Familie will einen Weg finden euch zurück zuholen Herr!" Wyatt nickte unwirsch. „Ja aber das wird ihnen nicht gelingen. Sie haben keine Macht über mich, im Gegenteil, ich habe Macht über sie!" Zankou nickte Anerkennend. Vor ein paar Jahren hätte er bei dem Versuch die Halliwells zu vernichten beinahe sein Leben gelassen aber ehe es zu spät war hatte er eingesehen dass es keinen Sinn hatte. Sie waren ihm immer einen Schritt voraus. Wie so viele Dämonen vor ihm war er Chancenlos und noch heute interessierte es ihn brennend wer es geschafft hatte die Mächtigen drei zu tötet. Doch wie auch „oben" war es auch keinem in der Unterwelt bewusst wer dieses Kunststück fertig gebracht hatte. Nun war er also ein Diener Wyatt und nicht Herrscher so wie er es sich immer erhofft hatte. Aber Diener des Herrschers zu sein war immer noch besser als Tod, selbst für einen Dämon. „Wie viele Parteien haben ihren besuch angekündigt?" fragte Wyatt und lief auf und ab. „Die meisten Herr aber die Scorpuss Dämonen und ein paar Warlocks glauben nicht daran das ihr wirklich die Seiten gewechselt habt, sie wollen Beweise." Wyatt schnaubte. „Kaum zu glauben! Beweise, ich bin euer Herrscher was gibt es da zu beweisen?" Zankou rollte mit den Augen, „Ihr habt ja so recht Herr aber sagen sie das diesen vertrottelten Miesepetern. Endlich gewinnt die Unterwelt die Oberhand und sie wollen es nicht war haben!" Wyatt wendete sich seinem neuen Diener zu, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. „Tötet die Scorpuss Dämonen, das sollte den Warlocks wohl Beweis genug sein!" Zankou nickte, verbeugte sich und verschwand. Wyatt ließ sich in seinen neuen Thron sinken. Böse sein war anstrengend aber auch über aus erfüllend. Wieso war er nicht früher auf diese grandiose Idee gekommen? Vor ihm tauchte Ocard ein weiterer Hochrangiger Dämon in seinen Diensten auf und verbeugte sich. „Herr ihr habt mich gerufen!" Wyatt nickte und stützte seinen Kopf lässig auf eine Hand. „ Es gibt noch viel zu erledigen. Ich will meinem Bruder zeigen was es bedeuten würde mit mir auf einer Seite zustehen und mit Staubigem Boden und Felsen kann ich ihn wohl kaum locken!" „Sehr wohl Herr, ich werde sofort einige Penthäuser für euch beschlagnahmen!" er grinste lüstern und Wyatt erwiderte es. „Wunderbare Idee und trag den anderen auf meine Krönung für zubreiten, je früher desto besser."
