Note 1: Hi June, wo du Recht hast hast du recht noch ist nicht aller Tage abend...bin gespannt was du zu diesem Teil sagst.

LG anna


Teil 13: Träume kommen, Träume gehen

Potter hatte beschlossen das es keinen Sinn hatte ihre Beziehung zu Chris aufs Spiel zu setzten nur weil er nicht die selben Gefühle für sie hatte wie sie für ihn. Potter begann tatsächlich sich mit Pedro zu treffen auch wenn sie sich bei jedem Date mehr langweilte. Victor beobachtete jede Unterhaltung seiner Enkel mit einem Ungläubigen Stauen als könne er nicht fassen wie sie die Sache so einfach hinter sich lassen konnten. Um ehrlich zu sein ging es Potter ähnlich aber sie sprach ihre wahren Gedanken nur bei Tara aus die sie immer häufiger zu ihren Treffen mit Pedro mitnahm, was den armen sichtlich verwirrte.

„Machst du weiter?" fragte Tara als sie mit Potter das P3 verließ, sie hatten Erick dabei geholfen eine Band beim Soundcheck zu begleiten.

„Womit?" fraget Potter scheineilig „Damit Pedro hinzuhalten?" gab Tara zurück und sah ihre beste Freundin ernst an, während sie durch den Nieselregen stapften. „Ich halte Pedro gar nicht hin!" maulte Potter. Tara zog nur die Brauen nach oben sagte aber nichts. Sie kannte Potter viel besser als sie sich selbst kannte, zumindest kam es Potter manchmal so vor. Seit dem Kuss waren zwei Monate vergangen, zwei Monate die sich zogen wie ein halbes Leben. Potter zog die Jacke enger um sich und schauderte über sich selbst. Oft erwischte sie sich bei Tagträumen in denen sie sah wie Chris seine Arme um ihren Körper schlang oder sie küsste. Allmählich glaubte sie verrückt zu werden. „Tara siehst du manchmal Dinge die es nicht gibt?" Tara blieb abrupt stehen. Ihre braunen Augen verengten sich zu besorgten Schlitzen. „Süße ich mach mir langsam echt sorgen um dich." Potter murmelte „Ach Quatsch!" und lief weiter Tara versuchte mit ihr zu sprechen aber Potter antwortete nicht zu sehr war sie mit sich selbst beschäftigt und dem Umzugswagen vor ihrer Haustür.

„Was, was soll denn das werden?" stotterte Potter als sie vor Bianca stand. Bianca lächelte freundlich und antwortete mit einer Stimme als spräche sie mit einem kleinen Kind. „Das ist ein Umzug!" Tara schnaubte „Das sehen wir. Aber wer zieht wohin?"

Zieh bitte nicht bei uns ein. Zieh bitte nicht bei uns ein, bettelte Potter Stumm. „Chris zieht zu mir!" sagte sie leise und ihr lächeln war verschwunden, mochte sein das sie Potter nicht mochte aber in diesem Moment schien sie ihr Leid zu tun. Sie wusste was es bedeutete Chris zu verlieren. Doch sie weis nichts von unserem Kuss, dachte Potter.

Sie hätte es ihr sagen können, doch sie konnte es nicht tun. Warum zwei Leben versauen? Ihr Kopf war wie leer gefegt das letzte izieh bitte nicht zu uns/i verhallte in der leere. Ihre Augen waren so weit aufgerissen das sie tränten. Oder waren es Tränen? Sie konnte nichts sagen, gar nichts. Langsam drehte sie sich weg und starrte jetzt auf die Haustür. Tara flüsterte „Potter ist alles Okay?" Potter wendete ihr, ihren leeren Blick zu aber ansonsten tat sie nichts. Die Haustür ging auf und unwillkürlich sah alle drei wieder zur Tür. Chris Gesicht wurde ebenso leer wie Potters als er sie sah. Hinter ihm stand Victor und wie Tara und Bianca sah er von einem zum anderen. Potter konnte ihre Blicke spüren. Chris kam einen Schritt näher stellte den Karton den er trug auf den Boden und kam einen weiteren Schritt auf seine Kusine zu. Als hätte das einen Schalter umgelegt, kehrten Potters Gefühle zurück „ICH HASSE DICH! schrie sie und rannte weg, die Straße entlang, die grau, nass und endlos vor ihr lag, wie ihr Leben.

„Potter bleib stehen!" schrie Chris ihr nach und wollte hinter ihr her rennen aber Tara hielt ihn am Arm fest. „Was hast du nur getan?" fragte sie mit anklagendem Blick. Chris wusste nichts zu sagen. Victor nahm den Karton den Chris auf den Boden gestellt hatte und gab ihn an Bianca weiter. Chris sah ihn an und wusste immer noch nicht was er sagen sollte. Bianca und Tara standen daneben wie schlechte Komparsen. „Ich wollte doch nur..." begann er aber er beendete den Satz nicht. Victor sah seinen Enkel durchdringend an. Chris wusste dass er nicht böse auf ihn war, dass er ihn nicht hasste, weil er auszog ohne mit Potter darüber zu sprechen. Aber Potter hasste ihn, dass hatte sie selbst gesagt und das tat weh. Chris verhielt mich wie ein Arschloch, es war klar. Doch er konnte es nicht ändern, nicht nachdem was er gesehen hatte.

Chris brütete über den Büchern, die ihm dabei helfen sollten seinen Bruder zu retten aber er sah nicht wirklich was auf den Seiten stand. Seite um Seite blätterte er um ohne zu lesen. Vor sich sah er immer nur ihr Gesicht. Das Gesicht seiner Kusine Potter, er wusste zwar das er sie vergessen musste aber es gelang ihm nicht. Plötzlich erhellte ein sanftes Licht den Raum. „Chris, wie ich sehe bist du bei der Arbeit!" sagte einer der Ältesten, der Chris schon öfter besucht hatte, mit einlullender Stimme. Seine groben Gesichtszüge waren ganz anders als die der anderen Ältesten, sie wirkten weniger gütig. Chris schlug das Buch zu und sah Jurors an, wann immer er ihn Aufsuchte hatte er einen Job für ihn. Diesmal war es anders Jurors setzte sich zu Chris an den Tisch und betrachtet eine weile die Bücher die er las. Nervös zupfte der junge Wächter des Lichts an seinem T-Shirt Saum. „Chris, ich möchte dir gerne etwas zeigen!" sagte Jurors gedehnt. „Worum geht es?" Chris war anzumerken das er Skeptisch war. Die besuche des Ältesten waren für ihn nie besonders Positiv gewesen. „Du weißt worum es geht, denn es beansprucht all deine Gedanken für sich." Chris erschauderte –Jurors kann nicht wissen was ich denke- dachte er –Aber er hat auch gewusst dass ich Potter geküsst habe. Jurors sah Chris an mit wachen durchdringenden Augen an. „Bist du bereit?" fragte er, seine Stimme klang wie in Nebel gehüllt. Chris zuckte mit den Schultern, hatte er denn eine Wahl? „Mach die Augen zu und lege deine Hände in meine, dann wirst du die Antwort auf die Frage erhalten die dein junges Herz quält!" gerade als Chris dachte das Jurors mächtig übertrieb, schob dieser seine Hände in die Chris´. Ihn durch zuckte etwas was sonst nur Potter fühlte, eine Vision. Mit verschwommenen Umrissen sah er wie Potter, etwas älter als sie es heute war, in einem Bett lag auf der Bettdecke lag ein Bündel und ein Mann beugte sich zu Potter hinunter und Umarmte sie. So glücklich hatte er seine Kusine noch nie gesehen. „Sie ist wundervoll!" sagte der Mann zu Potter und schien sehr glücklich zu sein. Chris kannte den Mann nicht aber eins war sicher er war es nicht und jetzt erkannte er auch was das kleine Bündel war. Es war ein Baby, Potters Kind. Die Vision löste sich auf uns Chris befand sie wieder im jetzt. „Weißt du jetzt was du zu tun hast?" fragte Jurors eindringlich. Chris nickte langsam, ja er hatte verstanden.

Immer noch lief Potter die Straße entlang ohne auf den Weg zuachten. Erst als sie in den Schatten einer Häuserwand trat sah sie auf um nicht gegen etwas zu laufen. Sie zuckte zusammen, es war eins von Wyatts Plakaten das sie sah. Wyatt lächelte sie von oben herab an, mit einem lächeln das so falsch war, dass einem der Atem stockte. Und wie sie sein Gesicht so betrachtete wurde ihr eins klar, wenn sie Chris jetzt gehen ließ ohne sich mit ihm zu versöhnen, war sie alleine. Alleine mit Problemen die, die Magie mit sich brachten, mit Problemen die das Erwachsen werden so mit sich brachte. Ohne genau darüber nach zudenken rannte sie zurück. Wieder achtete sie nicht auf den Weg und sah erst auf als sie wieder vor dem Umzugswagen stand. Potter wusste nicht was sie mehr freuen sollte, Tara und Biancas ungläubiger Blick oder Victors und Chris´ lächeln. Als sie auf Chris zuging verblasste sein lächeln und wich Angst. Angst vor einem weiteren hysterischen Ausbruch ihrerseits. „Ich dachte du hasst mich!" hauchte er. „Ich kann dich niemals hassen. Ich bin eine Lügnerin." Gab Potter zurück und ihre Stimme klang ganz anders als sonst. „Bist du nicht, es tut mir leid." „Ach was!" sagte sie und schlug ihm freundschaftlich auf den Arm. „Du bist erwachsen. Ich freu mich für euch, ich weiß das du Bianca liebst." Chris nickte und schloss seine Arme um Potter. Es war wie nachhause kommen, ein Gefühl das man hat wenn man nach Jahren wieder einen Film sieht den man als Kind geliebt hat. Wenn man für einige Sekunden wieder fühlt wie ein Kind, sie wollte ihn nicht wieder loslassen tat es aber bevor er es tun konnte. Als sie am Abend in ihrem Bett lag und die Astlöcher in den Dachlatten zählte, wurde ihr bewusst das sie heute etwas sehr Erwachsenes getan hatte und das Erwachsensein hieß das richtige zu tun auch wenn es weh tat. Im Allgemeinen wird Erwachsen sein völlig überbewertet, dachte sie bitter und drehte sich zum einschlafen auf die andere Seite.


Tbc...