So! Es gibt neues von meinen beiden Lieblingen. Es ist das vorrletzte Kapitel dramtische Pause lol bevor ich weiter schreiben muss ( was sicher Susi freuen wird, hab ich recht? ;) )

Ich hab mir Mühe gegeben mehr Absätze rein zu machen und ein wenig spaßig wird es nach der Beziehungskappelei auch. Außerdem wird in diesem Kapitel schon mal ein sehr musikalisches eingeläutet. Ihr seit doch sicher auch gespannt was Potter bei ihrem Auftritt singt? Ja ich gebe zu das ist schon Werbung fürs nächste Chapter nun will ich aber lieber den Vorhang für dieses öffenen. an der Kordel zieht Ich wünsche euch viel Spaß!


Der Liefereingang des P3 war noch fest verschlossen als Potter ankam. Erik war noch nicht da. Sie benutzte ihren Schlüssel und schloss die Hintertür auf. In der kleinen Kochnische stand noch Tee sie goss sich eine Tasse ein und setzte sich draußen auf die Treppe um auf den Lieferanten zu warten. Unterwegs hatte Potter Erik eine Nachricht auf den AB gesprochen. Er solle ruhig ausschlafen, sie würde sich um die Lieferung kümmern. Doch Erik schien seinen AB nicht abgehört zu haben, nur wenige Minuten nach Potter, sie hatte sich gerade gesetzt kam er um die Ecke gebogen. „Potter was tust du denn hier?" fragte er verdutzt. Sie setzte einen zuckersüßen Gesichtsausdruck auf und flötete „Ich bin hier wegen der Lieferung ich hatte ne Nachricht dagelassen du solltest mal ausschlafen!" Eriks Erstaunen wuchs. „Du hast wegen mir und dem P3 schon genug mitgemacht außerdem brauch ich dich doch heute Abend!" Das Mädchen zog einen Schmollmund aber Erik ließ sich nicht beeindrucken, er fand eine siebzehnjährige gehörte nicht morgens um kurz vor fünf in einen Club. Auch nicht wenn sie nur eine Lieferung entgegennehmen wollte. „Was ist denn eigentlich mit deinem Kopf passiert?" „Oh das, mir ist ne Teetasse aus dem Schrank gefallen keine Angst ich lass das heilen bis heute Abend!" Erik sah besorgt drein er nahm ihr die Teetasse aus der Hand. „Potter geh nachhause und schlaf dich aus." Sie zog die Tasse wieder an sich. „Ich sollte noch die Tasse spülen!" „Potter!" rief Erik eindringlich und nahm die Tasse nun endgültig an sich. „Ja ich geh ja schon!" gab sie patzig zurück und trollte sich. Alles nur nicht zu Grandpa, dachte sie. Er wollte bestimmt zu Chris und das letzte was Potter wollte war Chris auch nur zu hören! Kyle! Schoss es ihr durch den Kopf. Eilig hastete sie durch die dunkle Stadt und war die einzige die es um diese Uhrzeit eilig hatte irgendwo hin zukommen.

Schließlich erreichte sie sein Apartment und klingelte. Kyle öffnete er war bereits angezogen, und wirkte Gott sei Dank nicht so als hätte Potter ihn geweckt. „Potter was tust du denn hier?" Die Frage kenne ich irgendwo her… Er sah aus als wollte er sie auch wieder nachhause verfrachten oder sie bildete sich das alles nur ein. Aber Potter wollte nicht nachhause und Kyle war nun mal die letzte Adresse, denn Tara verbrachte das Wochenende am Stadtrand bei ihren Großeltern. „Bitte schick mich nicht weg!" platzte es aus ihr heraus und obwohl sie es nicht wollte begann Potter zu weinen. Der schmerz hatte über die Wut gesiegt und brach aus ihr heraus. „Ich schick dich nicht weg!" sagte Kyle ruhig und zog das weinende Mädchen in die Wohnung. Es war warm und die Wärme ihr tat gut, sie bemerkte jetzt erst wie kalt es draußen gewesen war. „Was ist denn passiert!" Potter schluchzte. „Chris," brachte sie hervor. „Chris, Bianca…sie getrennt…alles meine Schuld…will mich nicht mehr sehen…alles vorbei….was soll ich denn machen….Chris!" war in etwa das was Potter heraus brachte. Kyle hörte geduldig zu dann nahm er seine „so-gu-twie" Nichte bei den Schultern und schob sie in sein Schlafzimmer. „Du legst dich jetzt erstmal hin und schläfst…" „Ich kann nicht!" widersprach Potter. „Probier es wenigstens leg dich einfach hin, hier warte mal!" Er ging an seinen Schrank und holte ein Nachhemd hervor. „Das hat Paige mal bei mir vergessen, noch in der alten Wohnung. Ich hab es all die Jahr aufgehoben." „Und jetzt soll ich es anziehen?" er nickte „Aber das geht doch nicht!" er lachte „Ich hab schon eine ganze Menge komisches Zeug gesehen aber gehende Nachhemden waren noch nicht dabei. Nein im ernst, zieh es an und leg dich hin, schließlich ist heute doch ein großer Tag für dich!" er lächelte schief und schob den seidigen Stoff in Potters Hände. Dann verließ er das Zimmer, sie zog das Nachthemd an und bildete sich ein es würde noch immer ein wenige nach Paige duften. Dann legte Potter sich aufs Bett und schon als ihr Kopf das Kissen berührte, wusste sie, sie würde schlaf finden. Als Kyle wenig später den Kopf ins Schlafzimmer streckte schlief Potter grade ein, sie sah ihn versonnen grinsen und dann nur noch ihre Träume.

Die Musik, die aus Chris Wohnung kam, war so laut, dass sie bis ins nach draußen auf den Flur drang. Aber ihn störte das herzlich wenig.

Die lauten Bassklänge betäubten seinen Schmerz ebenso wie sein schlechtes Gewissen.

Bei allen seinen bisherigen, mit unter Recht trostlosen Geburtstagen, hatte er wenigstens Potter gehabt- immer.

Chris hörte ein klingeln, glaubte aber es käme von der Musik und beachtete es kaum. Sein Grandpa war schon da gewesen und wer sonst sollte ihn besuchen? Das Klingeln war zum zweiten Mal zuhören, viel zu schrill für das Solo das Kurt nun anstimmte. Chris drehte leiser.

Es klingelte wieder und diesmal war er sicher dass es nicht aus der Musik stammte. Träge richtete er sich auf und schlurfte zur Tür.

„Hi Geburtstagskind!" tönte sein Gegenüber fröhlich.

Chris richtete seine vom Bier trüben Augen auf das strahlende Gesicht seines Gastes.

„Du meine Güte Jeremy!" rief Chris und dieser klopfte mir freundschaftlich auf die Schulter. „Sehe ich ähnlich kleiner!"

Die beiden hatten sich ins Wohnzimmer gesetzt, Jeremys Blick wanderte Prüfend durch die Wohnung.

„Erste Bude also!" stellte er fest, Chris nickte steif. „Es hat ewig gedauert bis ich dich gefunden hatte. In eurem Haus regiert ja jetzt der Größenwahn." Er grinste schief und Chris nickte wieder. „Man bekommt von euch nichts mit, da unten in den Slums!" gab Jeremy Auskunft.

Er lebte und arbeitete in Afrika wo Hunger und Armut noch immer groß waren. Auch über Dreijahrzehnte Politik hatten daran nichts geändert, Jeremy aber probierte es dennoch mit schier unerschöpflichem Optimismus. Die Halliwells waren Stolz auf ihn. Besonderes aber Derek, sein Vater. Jeremy war nicht der Sohn eines normalen Paares, sondern von einem Sterblichen und einer Manticor Dämonin. Die Halliwells kannten ihn und Derek seit einer verzwickten Rettungsaktion von Piper, Phoebe und Paige, was etwa eineinhalb Jahre vor Chris Geburt stattfand. Seitdem waren Wyatt und Jeremy beste Freunde. Nach einer kleinen Weltreise, kehrte Derek 2006 mit seinem Sohn zurück nach San Francisco und zog in die nähe des Manors.

„Und hat der Größenwahn dich auf seine Seite ziehen wollen?"

Jeremy schnalzte mit der Zunge, „Ja sicher aber, da hat er leider auf den falschen Manticor gesetzt!" er lachte als hätte er einen besonderes guten Witz gemacht. Als er merkte dass Chris von dem Humor dieses Witzes nicht wirklich zu überzeugen war, hüstelte er leicht und fuhr sich über die Stirn. „Nein im ernst, sich Wyatt anzuschließen spräche so ziemlich gegen alles was meiner Erziehung zu Grunde liegt!"

„Yep! Aber er ist sicher sauer."

„Sauer, ha, sauer trifft es nicht im Ansatz."

„Kaffe?" fragte Chris ihm war nicht danach sich dem Wahnsinn seines Bruders zu widmen. „Sicher, gern!" Chris ging in die Küche und Jeremy folgte ihm.

„Ihr Halliwells scheint ja ziemlich busy zu sein!"

„Uhm, ja."

„Dein Bruder regiert die Welt, du ziehst aus und Potter…danke!" Chris reichte Jeremy seine Tasse und nahm einen großen Schluck aus seiner, einen zu großen.

„Potter verschwindet nachts um vier einfach…"

Der Fußboden duschte in Kaffe den Chris prustend über ihn sprenkelte.

„Potter ist verschwunden?"

„Keine Sorge, dein Grandpa meint sie sei um vier weg…"

„Um vier?"

„Ja, und dann ist sie ins P3 aber Eric hat sie heimgeschickt…."

„Heim geschickt?" Chris fiel auf das er immer das letzte was Jeremy gesagt hatte mit einem Fragzeichen versah und es in die Wohnung schrie, wenigstens den Kaffe hatte er bei den weiteren malen weggelassen.

„Dann hat Kyle angerufen…"

„Kyle hat angerufen!" ja so langsam hatte er den Dreh definitiv raus.

„Chris die Geschichte würde nur die hälfte der Zeit in Anspruch nehmen wenn du nicht immer meine Sätze wiederholen würdest!"

„Sicher tut mir leid."

„Sie ist bei Kyle und es geht ihr gut!" kürzte Jeremy die Geschichte ab, er schien wenig Vertrauen darin zu haben das Chris sein neu gewonnenes Kommunikations-Model ablegen konnte.

Chris hingegen kam über Jeremys Worte zu einer anderen, schwerwiegenderen Erkenntnis. Ich bin ein verdammt schlechter Mensch. Warum kann ich nicht einfach zu Potter gehen und mit ihr reden? Es war zum verrückt werden, fand Chris, er gegen sein Ego!

Jeremy sah ihn mit einem Blick an den Chris sonst nur von dem Mann kannte der aktuell die Welt beherrschte. Allerdings war dieser zu diesem Zeit Punkt noch unter dem Namen Wyatt bekannt gewesen und studierte brav Mythologie.

„Ihr hattet Streit oder!"

„Potter und ich?" fragte Chris unschuldig und wischte endlich den Kaffee vom Boden. Jeremy nickte und wirkte fordernd dabei.

„Uhm, jaah!" er wirkte immer noch fordernd.

„Bianca und ich sind wieder zusammen, das heißt wir waren wieder zusammen…" Chris machte eine Pause um ihm die Chance zu geben, die letzten drei Worte seines Satzes mit einem Fragezeichen zu versehen, denn er fand das war gerade überaus passend, aber nichts dergleichen geschah. „Potter und ich haben uns geküsst!" er pausierte wieder und jetzt kam wenigstens ein wenig Entrüstung.

„Ihr habt was?" Augenblicklich schaltete Chris auf Verteidigungs- Modus.

„Es war nur einmal!"

„Sah sie das auch so!"

„Sicher, sah sie das auch so!"

„Na dann…"

Das "Na dann" gefiel Chris ganz und gar nicht. „ Sie hat Bi von dem Kuss erzählt, du kannst dir denken was passiert ist"

„Sie hat Schluss gemacht." Schlussfolgerte Jeremy, was ihm ein anerkennendes Nicken von Chris einbrachte.

Er seufzte. „Himmel Chris, du hast wirklich eine Begabung für verfahrene Situationen."

Chris fand dass darauf nun wirklich kein Statement zu erwarten war. Er befand dass die Wahrheit ruhig mal für sich stehen konnte.

„Du musst mit Potter reden!"

„Nicht heute!" beschloss Chris und lauschte auf die leise Musik aus dem Wohnzimmer.

So angry, So angry So angry… dröhnte die Band zu seiner Zufriedenheit. Jeremy nahm ihm den Lappen aus der Hand, von dem der Kaffe erneut auf den Boden tropfte.

„Wir sollten weg gehen!" Chris Gesicht zeigte wenig Begeisterung. „Wohin denn?"

„Wo sind wir früher immer an deinem Geburtstag hin Buddy?"

„Ins P3!" stöhnte „Buddy".

„Er weis es noch", stellte Jeremy fest als wäre außer ihm und Chris noch jemand im Zimmer. „Senil bist du also noch nicht, das lässt hoffen!"

Chris verrollte seine leuchtend grünen Augen, das konnte nicht gut gehen. Das Beste was man in solch einem Fall tun konnte, war dem oder der Irren nicht zu widersprechen und zu tun was er oder sie wollte. So hielt es auch Chris, er nahm seine Lederjacke und rief mit ihm, unerklärlichem Enthusiasmus, „Lass uns gehen Buddy!"