Note 1: Vielen dank für die lieben Reviews zu meinem letzten Kapitel. Nächste Woche bin ich auf Studienfahrt in Wien und dannach ist erst mal Kursarbeiten Stress angesagt. Das heißt bis zum nächsten Update wird es wohl eine Weile dauern.

Phania: Ich hoffe du liest das. Ich hab deine PM bekommen aber ich kann nicht auf deine e-mail Adresse zugreifen. Wenn du mri einfach eine schicken könntest, dann würde ich dir die Potter und Chris Teile die dir fehlen rüber schicken.

June: Ich wünsche dir viel Spaß im Urlaub und hoffe du findest einen Moment für ein neues Kapitel.

So und jetzt geht es weiter:


Potter saß zwischen Chris und Jeremy an der Bar und betrachtete Gedankenverloren ihr Glas. Hinter ihr verwandelte die Band die noch junge Nacht in einen Tanzmarathon.

Aber Potter war nicht nach tanzen und selbst wenn, Jeremy hätte sie wohl kaum gehen lassen. Seit sie nach ihrem Auftritt zu ihnen gestoßen war plapperte er munter auf sie ein. Potter hatte den vagen Gedanken dass Chris ihm von ihrem Streit erzählt hatte und Jeremy sich nun bemühte die Laune oben zuhalten.

„Es ist wirklich erstaunlich wie viel sich in so kurzer Zeit verändert." Jeremy strahlte mal wieder die untrügliche Fröhlichkeit eines surrenden Bienchens aus.

„Ein paar positive Veränderungen wären mir zur Abwechslung mal ganz recht." Gab Potter launig zurück. Chris trank einen großen Schluck von seinem Bier und blies dabei genervt die Backen auf.

„ Aber es gibt doch auch positive Sachen, deine neue Kraft zum Beispiel." Versuchte Jeremy sein Glück. Doch mit ihrer neuen Kraft erwischte er Potter auf dem Flaschen Fuß. Sie schwieg beharrlich und versuchte sich an Chris Backen aufblasen Trick, weshalb sich Jeremy an Chris wandte.

„Und fühlt man sich anders mit 21?"

„Vermutlich noch schwachsinniger!" stichelte Potter ohne einen der Jungs anzusehen.

Auch Chris suchte keinen Blickkontakt zu einem der beiden und beobachtete Dean wie er sich vergeblich am Cocktailshaker hochwerfen versuchte.

Jeder andere hätte es aufgeben aus den beiden ein vernünftiges Gespräch heraus zu leiern aber Jeremy war aus anderem Holz geschnitzt. In Afrika hatte er gelernt das man mit Resignation gleich zuhause bleiben konnte.

„Chris was hältst du davon wenn wir morgen mal wieder deinem Motorrad etwas frische Luft gönnen?"

„Dann muss du aber aufpassen dass es Chris nicht in den Straßengraben verschlägt. Blind fährt es sich so schlecht gradaus!"

„Wie wäre es wenn du mich einfach in Ruhe lässt?" fragte Chris.

„Entschuldige bitte dass ich mich nicht an deine neue Regel halte aber es war Jeremy der wollte dass ich an die Bar komme."

„Stimmt!" hechtete Jeremy dazwischen der eine ernsthaft ironische Auseinandersetzung ins Rollen kommen sah.

„So hatte ich das nicht gemeint." Gab Chris nun Auskunft was Potter einen weiteren Anlass zum sticheln gab.

„Dann solltest du lernen dich klarer auszurücken, Mister!"

„Es würde schon reichen wenn du dich nicht immer in Kram einmischen würdest von dem du keine Ahnung hast, Lady."

Nach diesem Satz kniff Jeremy schützend die Augen zusammen. Jetzt war es für Schlichtereien eindeutig zu spät. Wer es jetzt wagen würde sich einzumischen würde als Hackfleisch enden.

„Blind und senil! Wer hat mir denn die Mailbox zu geschwallt!"

„Ich schwalle nicht!"

„Ist dir fasseln lieber?"
„Potter!"

„Chris!"

„Potter!"

„Chris!"
„Potter!"

„Chris!"

Mit jedem Mal würde ihr Ton bissiger und Jeremy bestellte ein weiteres Bier und begann die Erdnüsse in der Schale vor sich zu zählen.

Doch plötzlich mischte sich noch jemand in das Stereotype Streitgespräch der beiden ein.

„Potter, Chris!"

„Bianca?" fragten beide wie aus einem Mund. Potter klang dabei allerdings weniger überrascht als Chris. Ein schwaches lächeln huschte über ihr Gesicht und Jeremy konnte so etwas wie Triumph dahinter erkennen.

„Chris, Hi!" lächelte Bianca amüsiert.

„Wie wäre es wenn du mit ihr reden würdest Schwachkopf, sonst hab ich sie umsonst hier her komplimentiert."

Jeremy hatte sich nicht getäuscht, es war Potters Werk das Bianca hier war.

„Du hast was!"

Potter hob abwehrend die Hände. „Ja ich weis „Misch dich nicht in meine Sachen ein." Es war das letzte Mal versprochen!" sie versuchte ärgerlich zu klingen aber es gelang nicht recht.

Chris starrte Abwechselnd zwischen seiner Ex und seine Kusine hin und her.

„Sie hat mir alles erklärt Chris und ich finde dass Schwachkopf tatsächlich eine passende Bezeichnung für dich ist." Chris nickte schuldbewusst. „Nichtsdestotrotz würde ich dir noch eine Chance geben, natürlich nur wenn du mir noch eine geben würdest." Chris blinzelte Nervös. „Kann ich das noch mal hören?" „Potter hat mir klar gemacht wie schwer ich es uns allen gemacht habe. Ich hätte dir vertrauen müssen." Chris Mund stand vor erstaunen offen.

„Chris, ein letzter Tipp von Schwachkopf zu Psychotante, sag ja und geh mit ihr tanzen." Chris Augen bekamen einen milden Glanz. „Ja!" sagte er laut und deutlich und Rutschte von seinem Barhocker. „Danke, Psychotante." „Gern geschehen Schwachkopf." Und mit diesen Worten verschwanden Chris und Bianca mit einem Glücksseeligen Lächeln auf der Tanzfläche. Mit einem schweren seufzen widmete sich Potter wieder ihrem Getränk.

Jeremy beobachtete sie. „Das war das Beste was du tun konntest." Sie zuckte mit den Schultern und Jeremy legte seinen Arm tröstend Drumherum.

Zur selben Zeit in einem abgelegnen Winkel der Stadt.

„Wird sie auf dich hören?"

„Sie vertraut mir."

Der Mann nickte war aber nicht beruhigt, unruhig lief er auf und ab.

„Fall sie nicht hört musst du dafür sorgen das sie hört!"

„Ich weis selbst wie wichtig der Schutz der Kinder ist." Versuchte der andere ihn zu beschwichtigen.

Als die Tür sich öffnete spannte sich jeder Muskel der beiden in Alarmbereitschaft an.

„Ich bin es!" beruhigte der dritte sie sofort und zeigte auf den weisgold Ring an seinem Finger. Die anderen nickt zustimmend.

„Entschuldigt, mein Pilot hatte vergessen den Jet zu tanken."

„Kein Problem, du weist wir würden dich beamen wenn es nicht zu auffällig wäre."

Der zuletzt dazu gestoßene nickte. „Wie geht es meiner Tochter?" fragte er ohne umschweifen.

„Sie ist Okay."

„Sehr gut und die anderen?"

„Ihnen geht es ebenfalls gut." Ein erleichtertes Aufatmen war in dem dunklen Motelzimmer zu vernehmen. Eine weile schwiegen die drei Männer.

Dann begann der älteste zu sprechen.

„Ich könnte mir vorstellen dass es bald nötig sein wird, dass du sie zu dir holst."

Jeder im Raum wusste wer mit sie gemeint war obwohl nie ein Name genannt wurde.

Ihre Treffpunkte waren immer andere, sie nahmen nie ein und denselben zwei Mal. Für ihren Aufenthalt in der Gegend hatten sie immer Stichhaltige Alibis, sie kamen nie zusammen und gingen nie zusammen. Die Zimmer lagen immer im halb Dunkeln, die Rollläden waren herunter gelassen, damit keine Fotos gemacht oder sonstige Beobachtungen angestellt werden konnten. Die Treffen dauerten nie länger als fünfzehn Minuten um jedes Aufgegriffen werden zu vermeiden. Sie hatten ein Erkennungszeichen, ihre Ehe- beziehungsweise Verlobungsringe. Sie waren einmalig und nie würden sie, sie aufgeben. So war gewährleistet das sie es auch Tatsächlich immer mit ihren Eidgenossen zu tun hatten. Das aller wichtigste aber war, dass sie niemals Namen nannten. Es ging nur um drei Personen, es war nicht nötig ihre Namen zu nennen. Die drei wussten um wen es sich handelte.

„Es wird langsam ernst!" bestätigte der jüngste der drei.

„Verstehe!" die Sorge war jedem der Männer ins Gesicht geschrieben.

Noch eine Weile sprachen sie miteinander dann löste sich das Treffen auf.

Als seine zwei Mitstreiter weg waren, verließ auch der jüngste das Zimmer und ging zur Rezeption um zu bezahlen. Sein Weg führte ihn hinaus aus dem heruntergekommen Viertel der Stadt, zurück nachhause wo er sich in den nächsten Tagen darum kümmern würde dass jede Phase ihres Plans reibungslos beginnen konnte!

Der Nächste Morgen war für Wyatt alles andere als erbaulich. Er hatte zwar damit gerechnet dass Potter sich seinen Anweisungen widersetzen, und im P3 singen würde, aber er hatte nicht damit gerechnet das sie es schaffen würde Chris und Bianca wieder zusammen zu bringen.

Frisch vereint mit ihrer großen Liebe würde Bianca sich wohl kaum auf seine Seite ziehen lassen so wie er es geplant hatte. Gut er hatte noch seinen zweiten Plan und der lief bisher wie am Schnürchen, dennoch konnte Wyatt es nicht leiden wenn etwas nicht so lief wie er es sich vorgestellt hatte.

„Sir, was kann ich für sie tun?" fragte Zankou nachdem er sich in Wyatts Arbeitzimmer geschimmert hatte. „Meine Kusine und mein Bruder, ich will sie hier!" rief Wyatt wie ein trotziges Kind. „Aber Sir, " widersprach Zankou „Ihr Plan läuft doch, oder?" Wyatt stand auf und ging zum Fenster, die Arme verschränkte er mürrig vor der Brust. „Natürlich läuft er! Mein Spion ist auf Position und sie werden ihm vertrauen da kann ich sicher sein."

Zankou verstand immer noch nicht wo genau Wyatts Problem lag. „Sir, entschuldigen sie aber ich verstehe nicht!" „Das ist nichts neues mein Freund." Wyatt drehte sich wieder zu Zankou und sah seinen Ranghöchsten Dämon an. „Es geht mir alles zu langsam, solange der Klüngel noch zusammen ist können sie Pläne gegen mich schmieden und das kostet nur meine Kostbare Zeit. Ich will meine Macht und zwar jetzt!" Zankou nickte verstehend auch wenn es ihm nur bedingt einleuchtete was Wyatt sagte.

Wyatt hatte soviel Macht wie Zankou sie immer gewollt hatte und er war immer noch nicht zufrieden. Zankou selbst hatte im Laufe seiner Dämonen Kariere erkannt dass, das streben nach immer mehr Macht einem nur Macht raubte. Aber Zankou unterschätzte seinen Herrn nicht, Wyatt war der erste dem er sich loyal unterordnete. Mehr Kräfte als an der Seite von Wyatt würde er nie bekommen können. Er gab sich mit der Rolle des zweiten Manns zufrieden.

Plötzlich schleuderte Wyatt einen Feuerball die leere Straße hinab. „Ich will meine Kusine und meinen Bruder! JETZT SOFORT!" „Wir können sie herbringen lassen Sir das wissen sie aber das ist gegen ihren Plan und ihr Plan hat einen Sinn." Er sprach beruhigend mit Wyatt fast wie mit einem Kind. Wyatt sank auf den nächstbesten Stuhl. „Ruf ihn her und sag ihm er soll sich beeilen sonst sprenge ich seine Strohhütten in die Luft. Jede verfluchte Strohhütte und zwar einzeln!" Zankou nickte, „Jawohl Sir!" dann schimmerte er sich aus dem Zimmer.

Wyatt legte den Kopf in die Hände und seufzte. Die Bilder wollten nicht aus seinem Kopf verschwinden. Er wollte seinen Kopf gegen eine Wand schlagen so sehr schmerzte es ihn. „Verdammt, Verdammt, VERDAMMT, VER….dammt." fluchte er und wippte resigniert mit seinem Bein. Der Herrscher der Welten zu sein machte einsam. Wyatt wollte nicht einsam sein. Wollte er noch nie. Er wollte seinen Bruder. Er wollte ihn jetzt. Doch auch der Herrscher über die Welten bekam nicht immer was er wollte….


Note 2: So da werden sich sicher die einen oder anderen Fragen aufwerfen...aber da müsst ihr noch etwas Geduld haben LG Anna