Jerry hatte das P3 als Treffpunkt vorgeschlagen. Es war kurz vor sieben als Chris zusammen mit seinem Großvater, Potter, Bianca und Tara dort auftauchte.

Eric wartete am Eingang auf sie. Er grinste als wüsste er bereits etwas, etwas die anderen noch nicht wussten.

Kaum hatten sie das P3 betreten, sahen auch sie was Eric zum grinsen brachte.

Das P3 war bis zum kleinsten Winkel voll. Aber es waren nicht die üblichen Gäste. Es war ein bunter Haufen aus Frauen und Männern. Älteren Leuten, jungen Leuten und Kindern. Eine Frau trug sogar ein Baby auf dem Arm.

Die fünf standen mit offenen Mündern auf der Treppe und starrten zu den Leuten hinunter die zu ihnen hinauf starrten.

Chris spürte wie sein Magen gen Boden rutschte. Waren all die Leute etwa wegen der Rebellion hier?

Jerry kam von der Bühne her auf sie zu, neben ihm sein Bruder.

„Hi, schön dass du da bist!" sagte er fröhlich. „Darf ich euch meinen kleinen Bruder vorstellen. Das ist Collaié."

„Ich weis!" murmelte Potter leise.

Collaié der zuvor schon versuchte hatte sich so klein wie möglich zu machen, betrachtete konzentriert seine Schuhe.

„Hi!" erwiderte Chris und zeigte neben sich. „Das ist mein Großvater Victor Bennett, meine Kusine Potter, ihre beste Freundin Tara und meine Freundin Bianca!"

Jerry nickte allen fröhlich zu und ging dann einen vertraulichen Schritt auf Chris zu.

„Also dass sind die Leute von denen ich gesprochen habe."

„Das sind bei dir ein paar Leute?"

„Wärst du gekommen wenn ich gesagt hätte das es über Hundert sind."

„Über Hundert?" quietschte Chris. „Dass, dass ist nicht dein ernst."

„Doch! Und sie sind alle hier um eine kleine Ansprache von ihren neuen Anführern zu hören."

Chris Mund klappte nach unten und er sah Hilfe suchend zu Potter, doch die war damit beschäftigt so giftig wie möglich Collaié anzustarren.

„Nur eine kleine Rede." Versuchte Jerry ihn zu beruhigen „und dann müssen wir uns überlegen wo wir unser Quartier aufschlagen."

Chris schloss die Augen öffnete sie wieder, aber die Leute waren immer noch da. Wieder wendete er sich Potter zu.

„Potter? Potter? Sag mal was tust du da eigentlich?"

Verwirrt sah sie zu ihm auf. „Ich? Was? Nichts." Sagte sie unschuldig.

„Wir müssen eine Rede halten." Erklärte Chris der zu Recht vermutete dass Potter nichts von dem mitbekommen hatte, von dem Jerry gesprochen hatte.

„Zu all den Leuten?" fragte sie ebenso schockiert wie er Minuten zuvor.

„Yep!" bestätigte er trocken. Potter zuckte mit den Schultern und ging, demonstrativ ärgerlich, an Jerry und Collaié, hinüber zur Bühne.

Chris folgte ihr.

„Was sollen wir den sagen?" flüsterte er. Potter griff nach dem Mikro und Schnippte hinein. Das quietschige fiepen brachte ihr die gesamte Aufmerksamkeit ein.

Es war auch nicht schlimmer als zu singen.

„Hallo," sagte sie laut und das Mirkophon trug ihre Stimme durch den Raum. „es ist schön so viele Menschen hier zusehen, die öhm derselben Meinung sind wie wir. Wyatt ist mein Cousin und ich, ich bin bereit eine Menge zu tun um ihn zu retten, dennoch wenn es nötig ist, bin ich dazu breit ihn aufzuhalten."

Chris sah sie an. „Ach ja?"

„Ja! Niemand hat das Recht seine Macht so auszunutzen auch wenn er vielleicht nicht Schuld an seiner Lage ist. Ich liebe meinen Cousin sehr aber wenn er andere tötet werde ich ihn aufhalten." Sie klang so ernst und erwachsen dass Chris sich deutlich jünger und kleiner fühlte als er war. Er könnte sich nicht vorstellen seinen Bruder jemals tatsächlich aufzuhalten. Doch bei Potter klang es, als wäre sie ab jetzt zu allem bereit. Sie lief wie ein Programm das lange darauf gewartet hatte eingeschaltet zu werden, und dass nun lief wie am Schnürchen.

Chris fühlte wie Potter das Mikro in seine Hand schob. Sie lächelte aufmunternd, ein paar Leute Klatschten.

Chris wirkte mit dem Mirophon deutlich unsicherer als seine Kusine. „Sie hat Recht." Sagte er langsam, dann sah er in die Rebellengruppe. „Wer bei uns ist bekommt Schutz, nicht nur vor Wyatt sondern vor allem vor denen die für alles verantwortlich sind." Jetzt klatschten alle.

„Ich weis nicht was ich sonst sagen soll, vielleicht dass ich stolz darauf bin euch Anführen zu dürfen. Und ehm Potter natürlich auch." Er zog sie an sich und legte seinen Arm um ihre Hüften. Der ganze Raum Klatschte nun und das tosen rauschte in Potter und Chris Ohren. Es tat gut das diese Fremden an sie glaubten.

Potter beugte sich zu Chris, „Jetzt müssen wir nur noch einen Platz finden der ihren Schutz garantier." Nur noch, dachte Chris und ihm wurde heiß und kalt, bis er Potters Hand in seiner spürte und wusste, dass mit ihr an seiner Seite, alles immer gut werden würde.