Hi zusammen, ich habe einen neuen Teil für euch.


Nach dem Essen brachte Bianca ihre Tochter ins Bett. Wyatt und Chris blieben im Wohnzimmer zurück.

„Glaubst du mir jetzt?" fragte Chris und sah seinen älteren Bruder Hilfe suchend an. Wyatt nickte langsam.

„Glaubst du sie träumt heute Nacht davon was ich getan habe?" Wyatts Stimme klang ängstlich und Chris betrachtet seinen Bruder ärgerlich.

„Du hast das nicht getan Wyatt, wie oft soll ich dir das noch sagen?" Wyatt antwortete nicht. Die Brüder schwiegen bis Bianca wieder nach unten kam.

„Was ist den hier los?" fragte sie. Wyatt und Chris zuckten zeitgleich mit den Schultern und bemühten sich um einen unschuldigen Blick.

„Los ihr zwei sagt schon ich bin nicht eure Mutter." Bianca verschränkte die Arme vor der Brust.

„Hast du was zu trinken da?" fragte Wyatt plötzlich und Chris sprang ruckartig aus seinem Sessel auf.

„Bist du wahnsinnig?" fragte er schrill.

„Eigentlich wollte ich nur ein Glas Wasser Chris." Gab Wyatt verletzt zurück.

Bianca stand Wortlos auf und ging in die Küche.

„Tut mir leid!" murmelte Chris. Wyatt nickte nur.

„Daddy, Daddy!" schallte es plötzlich durch das Haus.

In der Küche fiel Bianca klirrend die Wasserflasche zu Boden.

„Piper!" riefen Wyatt und Chris wie aus einem Mund und hasteten die Treppen nach oben.

Piper saß verängstigt in ihrem Bett, die Hände vor das Gesicht geschlagen.

„Onkel Wyatt hat Mama getötet!" rief sie. Bianca erschien in der Tür und stürzte auf Piper zu. „Mami ist hier Schatz!" beruhigend strich sie über Piper Rücken und Chris schloss seine Arme um die beiden.

„Es war nur ein Traum mein Schatz!" flüsterte er und sah dabei seinen Bruder an.

Wyatt zitterte, „Es war ein Alpraum!" murmelte er.

Chris wollte zu ihm und ihn beruhigen aber er konnte sich nicht von seinen beiden Frauen losreisen. Schließlich tat er es doch und legte seine Arme um Wyatt.

„Ich, ich…" versuchte er zu sprechen aber es gelang ihm nicht, Chris schob ihn behutsam nach draußen.

„Das hätte sie nicht sehen sollen Chris!" rief Wyatt nun aufgebracht.

Chris gebot ihm ruhig zu bleiben. „Sei leise. Komm wir gehen runter!"

Wyatt schüttelte niedergeschlagen den Kopf.

„Nein ich will alleine sein. Sei mir nicht böse kleiner Bruder!"

Chris zuckte nur die Schultern. Er konnte Wyatt nicht böse sein er konnte ihn ja sogar verstehen. Dennoch rief er „Wyatt bleib hier!"

Wyatt drehte sich um. „Ich kann nicht!" dann beamte er sich weg.

Chris blieb betröppelt stehen. Was sollte er jetzt machen? Langsam schlich er in Pipers Zimmer zurück. Sie war mittlerweile in den Armen ihrer Mutter eingeschlafen.

„Wo ist Wyatt?" fragte Bianca.

„Er wollte alleine sein!" gab Chris knapp Auskunft.

„Machst du dir sorgen!" Chris zuckte, meinte sie Piper oder Wyatt und um wen machte er sich denn mehr sorgen? Er zuckte mit den Schultern.

„Ich habe gedacht wir kommen drum rum." Meinte Bianca erschöpft.

„Ja, aber jetzt ist es wie es ist."

„Warum sieht sie all das. Ich meine es ist ohne Bedeutung."

Nicht für alle von uns, dachte Chris. Doch er wollte seine Frau nicht noch mehr ängstigen, also legte er seinen Arm um sie. Piper atmete so leise und friedlich als sei nichts geschehen nur auf ihrer Stirn standen noch die Schweißperlen.

„Ich ruf meinen Dad!" beschloss er schließlich.

Bianca nickte, „Wird das beste sein."

Bianca blieb bei Piper während Chris auf den Dachboden trottet. Das Buch der Schatten stand immer noch auf dem üblichen Platz. Es war dicker geworden seit damals, als er seine Familie in der Vergangenheit besucht hatte. Plötzlich kam ihm ein Spruch in den Kopf, einer den seine Mutter einmal gebraucht hatte. Leise murmelte er ihn vor sich hin

„Hör mich an in dieser Nacht, Träume mein Kind um den Schlaf gebracht. Gebt die Antwort mir nach der ich suche, denn sie steht in keinem Buche." Doch als er geendet hatte geschah nichts.

„Dad" rief er nun. „Dad kommst du bitte mal!" Wenige Augenblicke später stand Leo im Zimmer. Er hatte sich kaum verändert, Noch immer strahlte er diese Ruhe und gleichzeitig Bestimmtheit aus. Er war zwar weder ein Wächter des Lichts noch ein Ältester aber mit Hilfe der Schule für Magie, die er noch immer Leitet, war er in der Lage auch auf Magischem Weg zu seinen Kindern zu kommen.

„Was ist denn los?" fragte er überrascht. Er besuchte seinen Sohn zwar häufig aber schon seit Jahren hatte er ihn nicht mehr auf Magische weise gerufen.

„Es geht um Piper Dad!" sagte Chris bemüht ruhig. Leos Interesse war sofort geweckt.

„Sie träumt von früher. Ich meine als Wyatt noch böse war." Leo stand der Mund offen. „Aber ihr habt ihre Kräfte doch,"

Chris fiel seinem Vater ins Wort. „Blockiert, ja aber anscheinend nützt das nichts mehr."

Leo sah Ratlos drein. „Ich habe noch nie von Fall gehört in dem sich eine Kräfte Blockade von alleine löst."

Chris verzog das Gesicht. „Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?"

Leo legte den Kopf schief „Ich würde sagen, weder das eine noch das andere!"

„Ach Dad!" fügte Chris ein „Da ist noch was, es geht um Wyatt! Er hat es mitbekommen das mit Piper!"

Chris brauchte nicht weiter sprechen, sein Vater verstand auch ohne große Worte was er meinte. Wyatt hatte es nie verwunden das er Herrscher über die Unterwelt gewesen war.

Chris hatte das verhindern können, indem er in der Zeit zurück reiste aber Wyatt hatte es nie vergessen. Die ganze Familie hatte es nicht vergessen.

„Denkst du er…?" fragte Leo besorgt. Chris zuckte mit den Schultern.

„Ich finde ihr solltet euch um Wyatt kümmern. Piper geht es gut!"

Die beiden Männer wirbelten herum und sahen zu Bianca.

„Hallo Bianca!" grüßte Leo seine Schwiegertochter. Bianca lächelte ihm zu. Sie wusste dass sowohl Chris als auch Leo nicht wussten wen sie zuerst retten sollten aber sie befand dass Wyatts Problem akuter war.

Wenn sich tatsächlich nur die Kräfteblockade gelöst hatte, warum auch immer, dann war das ein Problem das mit Magie zu beheben war aber Wyatts Probleme waren menschlich. Die Magie war zwar ihr Auslöser aber nicht ihre Lösung. Chris warf seiner Frau einen langen Blick zu und versuchte zu ergründen ob sie ihn nur beruhigen wollte oder ob es seiner kleinen wirklich gut ging.

„Chris!" sagte Bianca scharf „Jetzt geh schon und helf deinem Bruder!"

Chris gab ein resigniertes Lachen von sich. „Gewonnen!" sagte er schlicht und reichte seinem Vater die Hand ums ich mit ihm weg zu beamen.


TBC...