Disclaimer: Die Welt von Harry Potter gehört J.K. Rowling.

Fehlende Erinnerungen

by RawenclawBabe

Die Erwachsenen brachen am nächsten Morgen früh auf. Sie frühstückten zeitig und packten die Ausrüstung zum Sammeln von Zaubertrankzutaten zusammen. Für heute hatte Severus Snape einen Ausflug in den Regenwald geplant. Der Regenwald bot eine Vielzahl an Pflanzen- und Tierarten, die man in Zaubertränken verarbeiten konnte.

Allison hatte ihrem Vater erklärt, sie wolle nicht mit auf den Ausflug gehen und sich lieber mit einer Freundin zum Spielen treffen. Sie hatte allerdings ganz andere Pläne. Sie wollte den Annäherungsversuchen der Erwachsenen etwas auf die Sprünge helfen. Sie ging also entschlossen in die Bibliothek ihres Vaters und suchte nach einem Zaubertrank, damit sich Hermine und ihr Vater näher kamen. Sie ließ ihren Blick über die Buchrücken wandern bis sie einen Titel fand, der sie aufmerksam machte. Es war ein leuchtend, rotes Buch mit dem Titel „101 Liebestränke und 101 Aphrodisiaka". ‚Dieses Buch sieht vielversprechend aus,' dachte sich Allison. Das Buch befand sich jedoch in einer magisch gesicherten Vitrine. Ihr Vater hob Bücher, von denen er nicht wollte, dass Allison sie las, unter Verschluss auf.

Allison nahm den Zauberstab ihrer Mutter aus ihrer Tasche und benutzte ihn um die Bannzauber von der Vitrine zu entfernen. Dann sagte sie „Alohomora", um das Schloss an der Tür zu öffnen. Sie öffnete die Tür und nahm das Buch heraus. Sie setzte sich in einen Lehnsessel und begann in dem Buch zu blättern.

Ich muss einen passenden Trank finden, der die Gefühle wiederaufleben lässt, die sie hatten, als sie zusammen waren.'

Amortentia – Allison schüttelte ihren Kopf, dieser Liebestrank war viel zu kompliziert. Sie brauchte einen Trank, der vorhandene Gefühle verstärkte und nicht künstlich Gefühle erzeugte. Liebestränke konnten niemals echte Liebe schaffen. Liebestränke erzeugten eine Obsession. Allison seufzte, sie wollte doch nur, dass Daddy und Hermine wieder zusammen kamen. Sie mussten irgendwann einmal Gefühle füreinander gehabt haben, schließlich hatten sie einen gemeinsamen Sohn.

Allison blätterte weiter und ihr Blick blieb an einem erotischen Bild eines kopulierenden Paares hängen. Ihre Augen weiteten sich. Sie starrte das Bild für einige Augenblicke schockiert an. Angewidert wandte sie ihren Blick ab. ‚Bäh, was Daddy für Bücher hat. Machen Erwachsene so was wirklich? Brrr,' die Zehnjährige schüttelte ihren Kopf. Sie fing an den Text neben der Abbildung zu lesen.

Erosama ist ein Zaubertrank, der positive Gefühle verstärkt. Er erzeugt kein künstliches Gefühl wie andere Liebestränke, sondern verstärkt vorhandene Gefühle. Die Verstärkung der vorhandenen Liebe ist vor allem erotischer Natur. Paare, die Erosama zu sich nehmen, wollen ihrer Liebe umgehend körperlich zum Ausdruck bringen. Der Trank wirkt also als Aphrodisiakum, er wirkt allerdings nur bei Paaren, d.h. bei Menschen, die schon in einander verliebt sind bzw. die sich schon lieben oder zumindest emotional sehr nahe stehen. Der Trank wirkt nicht bei blutsverwandten Personen und kann daher nicht zu Inzest führen."

Der Trank sah vielversprechend aus. Allerdings schauderte Allison bei dem Gedanken, dass ihr Daddy und Hermine dann das tun würden, was auf dem Bild zu sehen war. Sie schüttelte sich und wollte gar nicht darüber nachdenken. Sie würde bei ihrer besten Freundin Susan übernachten, wenn Daddy und seine Gäste die Muffins mit Erosama aßen, sie wollte keinesfalls im Haus sein wenn sie das taten.

Allison nahm eine Rolle Pergament und schrieb sich die Zutatenliste und das Rezept aus dem Buch ab. Als sie damit fertig war, überprüfte sie, ob sie auch keinen Fehler gemacht hatte – sie wollte den Trank richtig brauen und das sollte nicht schon am abschreiben scheitern. Sie stellte das Buch zurück und verschloss den Schrank wieder. Zum Schluss brachte sie wieder die Bannzauber an. Daddy sollte nicht merken, dass sie bereits seit zwei Jahren in der Lage war einige seiner Banne zu brechen, sonst würde er sicher stärkere Zauber verwenden.

Daddy hatte, schon als sie in die Grundschule kam, angefangen, ihre magischen Fähigkeiten zu schulen. Sie hatte viel Talent für Zaubertränke und Zauberkunst und ließ nie locker, bis sie etwas gelernt hatte. Severus förderte die Talente seiner Tochter und hatte sie von klein auf beim Brauen helfen lassen. Allerdings hatte er ihr erklärt, dass es Trankzutaten und Bücher gab, die für sie zu gefährlich waren. Er bewahrte diese unter Verschluss in seinem Arbeitszimmer auf. Keines der wirklich gefährlichen Bücher zu den Dunklen Künsten stand offen in der Bibliothek herum.

Allison zeigte allerdings auch kein Interesse an den Dunklen Künsten. Ihr Vater hatte ihr einmal eines der ungefährlicheren Bücher seiner Sammlung gezeigt, um ihr zu verdeutlichen, dass sie sich von dieser fernhalten sollte. Sie hatte danach zwei Wochen lang Albträume über Dämonen und Monster. Sie hatte dementsprechend kein Interesse sich diesen Büchern zu nähern. Sie wusste, dass die Schutzbanne, die diese sicherten, viel schwieriger waren als die in der Bibliothek oder im Labor.

Allison nahm ihr Pergament mit dem Rezept und ging in den Keller. Vorsichtig entfernte sie die Bannzauber an der Tür und ging ins Labor. Sie nahm einen Kessel, füllte ihn mit Wasser und stellte ihn auf eine magische Kochplatte. Sie holte die Zutaten für den Zaubertrank aus dem Vorratsschrank und bereitete sie dem Rezept entsprechend vor. Sie sah noch einmal ins Rezept bevor sie mit dem Brauen anfing und sah, dass ihr noch eine Zutat fehlte. Sie brauchte noch Feenblut, das hob ihr Vater in dem Schrank für besonders rare und kostbare Zutaten auf.

Feen waren besonders schnelle und zarte Zauberwesen, deren Staub hochmagisch war. Ihre eigentliche Magie lag jedoch in ihrem Blut. Feen waren für den Kreislauf der Natur zuständig, sie führten mit ihrer Magie das Frühlingserwachen herbei – ohne Feen wäre kein Leben auf dieser Welt möglich, dass lernten magische Kinder von klein auf. Das Feenblut hatte daher große Bedeutung für Aphrodisiaka und Fruchtbarkeitstränke. Es erhöhte Potenz und Fruchtbarkeit bei jedem Lebewesen. Deshalb negierte Feenblut auch alle bekannten Verhütungsmittel. Den dazugehörigen Warnhinweis hatte Allison allerdings nicht weiter beachtet, als sie das Rezept abschrieb.

Allison ging zu dem Vorratsschrank und brach mit ihrem Zauberstab die Schutzbanne. Sie nahm das Feenblut heraus und ging damit zum Arbeitstisch. Nun hatte sie alle Zutaten vorbereitet und konnte mit dem Brauen anfangen.

Zuerst kamen drei Unzen zerstoßene Rosenblätter in den Kessel, diese mussten fünf Minuten kochen und waren die Basis des Zaubertrankes. Als nächstes maß Allison eine Unze Fliegenbeine ab und gab sie hinzu. Sie rührte das Ganze fünfmal im Uhrzeigersinn um und wartete bis die Fliegenbeine sich setzten. Sie folgte den Angaben des Rezeptes genau und konnte nach einer Stunde endlich den Kessel vom Feuer nehmen und die letzte Zutat, fünf Tropfen Feenblut, hinzufügen. Nun musste der Trank nur noch abkühlen. Sobald der Trank abgekühlt war füllte Allison ihn in Phiolen um.

Allison rief ihre persönliche Hauselfe Miffy herbei und bat sie die Schoko-Kokos-Muffins zu backen, die ihr Vater so gerne aß. Sie gab ihr einige Phiolen von dem Zaubertrank und bat sie, die frischgebackenen Muffins mit dem Trank zu versetzen. Da der Trank selbst auch Kokosflocken und Kakaosplitter enthielt würde er in den Muffins nicht auffallen.

Jetzt musste sie nur noch das Labor in seinen ursprünglichen Zustand zurück versetzen, damit ihr Vater nicht merkte, dass sie heimlich einen Zaubertrank gebraut hatte. Sorgfältig verstaute sie die Zaubertrankzutaten wieder, versiegelte die Vorratsschränke und putzte die Geräte, die sie verwendet hatte. Als sie damit fertig war, ging Allison nach oben und rief ihre Freundin Susan an. Sie brauchte nur noch Daddys Erlaubnis, um bei Susan zu übernachten, dann war ihr Plan perfekt. Vorsorglich packte sie schon mal eine Tasche mit ihren Sachen zusammen, die sie brauchte, wenn sie bei Susan übernachtete.

Miffy würde die Muffins mit dem Zaubertrank beim Abendessen zum Nachtisch servieren und Daddy und Hermine würden sich dadurch näher kommen. Für ihren Bruder Jeremy und Samantha würde der Trank als Aphrodisiakum wirken. Aber wenn alles gut ging, war sie nicht da, wenn vier liebestolle Erwachsene sich im Haus verlustierten. Allison wollte nicht miterleben, wenn der Zaubertrank seine Wirkung entfaltete, das Bild in dem Buch war abschreckend genug, sie würde bei Susan übernachten und am nächsten Tag wiederkommen, wenn die erotisierende Wirkung des Trankes abgeklungen war.

Allison gab Miffy noch einen weiteren Auftrag. Sie sollte darauf achten, dass Hermine und ihr Vater auf jeden Fall von den Muffins aßen. Notfalls sollte sie mit ihrer Elfenmagie sicherstellen, dass die Beiden die Muffins mit dem Zaubertrank zu sich nahmen.

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Es war später Nachmittag als die Erwachsenen von ihrem Ausflug aus dem Regenwald zurück kamen. Ihre Rucksäcke waren mit frischgesammelten Zaubertrankzutaten gefüllt, die darauf warteten verarbeitet zu werden.

Gerade als Severus die Tür öffnen wollte, ging die Tür auf und eine fröhliche Allison sprang im aufgeregt entgegen. Sie plapperte wie ein Wasserfall: „Daddy, Daddy, ihr seid wieder da. Wie war euer Ausflug? Kann ich heute bei Susan übernachten? Darf ich? Bitte, bitte, darf ich zu Susan? Ihre Mutter hat es auch erlaubt. Und ich habe auch schon alles gepackt, was ich brauche. Bitte, Daddy, bitte. Miffy hat Muffins für euch gebacken, die sind ganz lecker, ich hab' schon fünf Stück davon gegessen."

Severus sah seine überdrehte Tochter kritisch an und hob eine Augenbraue: „Lass' uns erst mal hereinkommen. Für dich gibt es heute keine Muffins mehr, du leidest wohl an einem Zuckerschock, so hibbelig wie du bist. Aber ja du darfst bei Susan übernachten, du musst mir aber versprechen, dass du heute keine Süßigkeiten mehr isst. "

Allison nickte eifrig und sagte: „Versprochen, Daddy," und stürmte ins Haus zurück.

Hermine, Jeremy und Samantha mussten sich ein Kichern verkneifen, als sie das überdrehte Mädchen sahen. Vor allem Hermine fand es faszinierend, wie die Kleine, den ehemals gefürchteten Zaubertranklehrer Severus Snape um den kleinen Finger wickelte.

Severus, Hermine, Jeremy und Samantha gingen ins Haus hinein und hinunter ins Labor. Allison folgte ihnen und half die gesammelten Zutaten auszupacken. Diese wurden zunächst im Kühlschrank verstaut, bevor sie später weiter verarbeitet wurden.

Nachdem alles verstaut war, ging Severus ins Wohnzimmer um mit Susans Mutter zu telefonieren. Allison stand aufgeregt daneben und wartete auf das Ergebnis des Telefonats. Als sich Severus verabschiedete, sah sie ihn gespannt an. „Okay, Alli, du darfst bei Susan übernachten. Sollen wir gleich los fahren?"

Allison nickte: „Ja, fahren wir gleich. Dann bist du auch schnell wieder hier bei deinen Gästen."

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Eine halbe Stunde später war Allison bei ihrer Freundin Susan und Severus wieder zu Hause. Jeremy, Samantha und Hermine saßen müde im Wohnzimmer. Sie hatten nach ihrer Rückkehr geduscht und erholten sich jetzt von dem Ausflug. Nachdem sie zehn Stunden durch den Regenwald gewandert waren und Zaubertrankzutaten gesammelt hatten, wollten sie sich jetzt nur noch erholen.

Severus sagte kurz hallo und ging danach zielstrebig durch sein Schlafzimmer in das dazugehörige Badezimmer und duschte ausgiebig. Zwanzig Minuten später kehrte er erfrischt und frisch angezogen ins Wohnzimmer zu seinen Gästen zurück.

„Wenn ihr wollt, können wir jetzt essen. Es ist jetzt sieben Uhr und wir sind alle erschöpft. Morgen können wir dann die Sachen, die wir heute gesammelt haben, verarbeiten. Schafft ihr es ins Esszimmer oder wollt ihr lieber hier essen?"

Statt ihm eine Antwort zu geben, nickten die Drei nur erschöpft. Niemand machte die geringsten Anstalten aufzustehen.

„Da ihr weder in der Lage seit zu sprechen noch aufzustehen, nehme ich an, ihr wollt hier essen." Severus ließ sich in einen Sessel fallen und rief: „Miffy, Mipsy."

Sofort erschienen die beiden Hauselfen mit einem Plopp: „Was können Mipsy und Miffy für euch tun, Sirs?"

„Bitte bringt uns etwas zum Abendessen. Nur etwas leichtes, damit wir alle gut schlafen können."

Die Elfen nickten und verschwanden mit einem Plopp. Wenige Augenblicke später tauchten sie mit Tellern voller Sandwiches, Obst und Muffins auf. Sie stellten diese auf dem Couchtisch ab, verschwanden wieder und tauchten danach mit einigen Flaschen Butterbier auf.

Sie aßen schweigend. Sie hatten während ihres Ausfluges viel geredet – Severus hatte die Verwendung und die Wirkungsweisen der Pflanzen und Tiere erklärt und die drei Anderen hatten fragen gestellt – und waren jetzt viel zu erschöpft um sich zu unterhalten.

Samantha nahm einen Muffin roch daran und sagte zu Jeremy: „Diese Muffins riechen echt verführerisch," sie biss hinein, „ mhm – und sie schmecken absolut lecker, du musst unbedingt auch einen essen."

Jeremy sah seine Freundin kritisch an, er war eigentlich kein Freund von Gebäck und Süßigkeiten. Er nahm einen Muffin und roch daran. Er roch Kokos, Kakao, Vanille, Zimt und Rosenblätter? Anscheinend hatten diese Hauselfen einen ganz eigenen Geschmack was Gewürze anging. Der Geruch machte ihn irgendwie neugierig. Er war so aufregend, anders und irgendwie verführerisch. Er biss hinein, kaute und ließ sich den Geschmack auf der Zunge zergehen. Es war betörend. Er konnte sich nicht erinnern, jemals etwas so anregendes gegessen zu haben. Er wollte mehr.

Jeremy und Samantha sahen sich tief in die Augen, als sie ihre Muffins aßen. Sie wollten mehr. Sie fühlten ihre Haut prickeln. Sie vergaßen alles um sie herum.

Hermine hatte eine Vorliebe für Süßigkeiten. Vermutlich lag es daran, dass sie als Kind vor allem zuckerfreie Süßigkeiten essen durfte, weil ihre Eltern Zahnärzte waren. Nun sah sie diesen Teller voller leckerer Schokomuffins vor sich stehen und dachte sich: „Ich bin heute stundenlang durch den Regenwald gewandert, ich habe mir etwas Süßes verdient." Sie nahm sich einen der Muffins, roch dessen verführerischen Duft und biss hinein. Sie konnte gar nicht anders.

Severus sah seine Lieblings-Muffins auf dem Tisch stehen. Er hatte eine Schwäche für Schokolade und Kokos. Die Hauselfen wussten einfach immer, was er nach einem langen und anstrengenden Tag brauchte. Er nahm einen Muffin, genoss kurz den wunderbaren Duft von Schokolade, Kokos, Vanille, Zimt und ein Hauch Rosenblätter – ungewöhnlich – biss hinein und ließ sich den Geschmack auf der Zunge zergehen.

Severus und Hermine waren so in den Geschmack der Muffins vertieft, dass sie gar nicht merkten, als Jeremy und Samantha schnell das Wohnzimmer verließen und in ihr Schlafzimmer huschten.

Für einige Augenblicke existierte für jeden von Beiden nur das Gefühl, welches sie durch das Essen des Muffins verspürten. Aber da war gleichzeitig die Sehnsucht nach mehr. Severus und Hermine aßen beide mit geschlossenen Augen. Als sie den letzten Bissen hinunter schluckten, öffneten sie ihre Augen und sahen sich an. Es war als sähen sie sich zum ersten Mal. Gleichzeitig hatten sie das Gefühl sich eine Ewigkeit zu kennen. Sie wollten mehr, weil sie sich plötzlich ihrer Einsamkeit und ihrer inneren Leere bewusst wurden. Es fehlte etwas.

Eine Sekunde erschien wie eine Ewigkeit. Sie saßen einfach nur da und sahen sich an. Sie sahen, was ihnen fehlte. Sie waren zwei Hälften, zusammen waren sie ein Ganzes. Beide standen gleichzeitig auf, sie gingen aufeinander zu, trafen sich in der Mitte. Sie waren sich fremd geworden, in den zwanzig Jahren und doch wollten sie sich wieder nahe sein. Sie umarmten sich und verschmolzen in einem Kuss.

Hermine und Severus küssten sich. Zunächst war der Kuss vorsichtig und zurückhaltend. Betört durch den Zaubertrank und durch die plötzliche Nähe, küssten sie einander immer fordernder. Keiner von Beiden wusste, von wem die Initiative ausging. Sie agierten im Gleichklang.

Der Augenblick wurde zur Ewigkeit. Ihre Herzen schlugen im gleichen Rhythmus. Zunächst zaghaft öffneten sie ihre Münder. Ihre Zungen trafen sich und fochten ein leidenschaftliches Duell.

Severus' Hände glitten an Hermines Körper entlang. Er wollte sie berühren. Er wollte Nähe. Er brauchte Kontakt.

Hermine suchte ihrerseits den Kontakt zu ihm. Ihre Hände fuhren seinen Oberkörper ab. Ihre Finger fanden die Knöpfe seines Hemdes. Fieberhaft knöpfte sie sein Hemd auf, sie wollte ihn spüren.

Sie rissen sich gegenseitig die Kleidung vom Leib. Nichts sollte sie trennen. Sie brauchten Nähe. Sie wollten nur Haut auf Haut spüren.

Vollkommen nackt standen sie im Wohnzimmer. Severus hob Hermine auf und trug sie in sein Schlafzimmer. Dort liebten sie sich leidenschaftlich bis sie irgendwann vor Erschöpfung einschliefen.

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A/N: Ich hoffe das Ende des Kapitels ist euch nicht zu schwülstig. Ich fürchte es ist ziemlich kitschig. Der Zaubertrank hat auf jeden Fall gewirkt, mal sehen ob er auch noch auf andere Weise gewirkt hat. ;-)