Wortanzahl: 931 Wörter
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Epilog
„SAM!"
Nachdem Janet gerufen hatte, blickte sie erwartungsvoll die Treppe hinauf und hoffte, dass ihre Freundin endlich nach unten kommen würde. John, Jack, Rodney und Daniel waren schon seit einer halben Stunde hier und Sam war noch immer nicht nach unten gekommen.
Sie war noch immer etwas langsam auf den Beinen, da ihr Fuß noch immer eingegipst war. Doch auch Liz war noch nicht eingetroffen, weswegen Janet die Jungs mit einem "Bin gleich wieder da." alleine ließ um zumindest durch Sam weibliche Verstärkung zu bekommen. Schnell rannte sie die Treppe hoch und öffnete die Tür zu ihrem Schlafzimmer.
Um den Schein zu wahren, lagen viele von Sams Sachen in ihrem Gästezimmer, doch schlafen und leben tat sie natürlich in Janets Zimmer.
„Sam?", fragte Janet leise und blickte die Blonde abwartend an, die auf ihr Bein starrte.
„Ich bekomm die Hose noch immer nicht allein an.", sagte Sam abwesend und strich kurz über den Gips, ehe sie zu Janet aufblickte.
„Oh Schatz.", sagte die Brünette leise.
Mit zwei großen Schritten war sie neben Sam angekommen, kniete sich vor sie und half ihr vorsichtig in ihre kurze Sporthose. Die ganze Zeit über blickte Sam auf ihr Bein und erst als eine kleine, warme Hand über ihre Wange strich, blickte sie mit wässrigen Augen auf.
„Schatz, dass wird schon wieder besser werden. Nicht mehr lange und du bist den Gips und die Krücken wieder los.", versprach Janet ihr leise und stand wieder auf.
"Und was dann?", war Sams leise Antwort.
"Glaubst du wirklich, dass wir was im SGC erreichen? Glaubst du wirklich, dass ich, Rodney und Daniel das Rätsel lösen, das hunderte Wissenschaftler vor uns nicht lösen konnten? Vielleicht wäre es doch besser gewesen, wenn ich das Militär verlassen hätte..."
Geschockt starrte Janet ihre Freundin an und griff fahrig nach den Krücken, die sie ihr dann reichte.
„Sam … so was … so was darfst du nicht sagen! Geschweige denn denken. Du bist so weit gekommen. Du darfst jetzt nicht aufgeben."
"Aber warst du es nicht immer, die gesagt hat, ich solle das Militär verlassen?", war Sams ruhige Erwiderung als sie die Krücken ergriff und sich dann vorsichtig aufrichtete.
„Sammy …", wisperte Janet leise und schloss ihre Arme sanft um Sams Taille und drückte sie dann ebenso sanft an sich.
„Ich will, dass du das machst, was dir Spaß macht. Das, was dich begeistert und das für dich sinnvoll ist. Und wenn du das gefunden hast … dann werde ich dich in allem unterstützen, was du tust."
„Wer bist du und was hast du mit meiner Freundin gemacht?", fragte Sam neckend und gab ihr dann einen Kuss auf den Schopf.
Doch gleich darauf wurde sie wieder ernst.
"Es tut mir leid. Zur Zeit..."
"Zur Zeit ist es einfach alles zu viel, habe ich Recht?", vollendete Janet den Satz ihrer Geliebten.
Die letzten Monate waren für sie alle schwer gewesen. John, Jack und Sam erholten sich alle drei von ihren Verletzungen, doch obwohl deren Körper langsam heilten, trugen sie Narben in sich, die sie nie wieder verlassen würden. Janet hatte oft genug Sam aus einem Alptraum geweckt. Etwas was sowohl Daniel als auch Rodney gestanden haben tun zu müssen, aber sie alle hofften hier in Colorado ein neues Heim zu finden wo sie alle langsam heilen konnten.
„Ja … aber ich will da jetzt nicht drüber nachdenken. Wollen wir runter gehen?", fragte Sam und schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln.
Ein strahlendes Lächeln folgte ihrer Frage und die beiden gingen langsam nach unter, durch die Küche um von da aus auf die Terrasse zu gelangen, wo die anderen schon ungeduldig auf sie warteten.
Inzwischen war auch Liz angekommen, sodass fünf Gesichter das junge Paar anblickten. Jack stand am Grill und wendete gerade Fleisch, aber auch er sah zu seinen beiden Freundinnen. Mit einem kleinen Lächeln und einem "Hallo" begrüßte Sam ihre Freunde bevor sie sich neben John auf einen Sonnenstuhl setzte.
Ohne um Erlaubnis zu bitten, setzte sich Janet zwischen die Beine der Blondine.
„Na was habt ihr denn so lange gemacht?", fragte John breit grinsen und zog dabei die eine Augenbraue anzüglich nach oben.
„JOHN!", kam es einstimmig von allen.
Jack grinste breit und wandte sich wieder dem Grill zu als Daniel langsam auf ihn zu ging um ihm zu helfen.
„Was denn? War doch nur eine sehr nahe liegende Frage.", verteidigte er sich und rieb sich dabei den linken Oberarm, auf dem Rodney ihn geboxt hatte.
Leicht grinsend lehnten sich die beiden Frauen zurück während sie dem Geplänkel ihrer Freunde zuhörten.
Der Sonnenschein war warm und Sam konnte nicht anders als genießend die Augen zu schließen. In all den Monaten hatte sie nur davon geträumt.
Von dem Gefühl von Janet in ihren Armen. Die Stimmen ihrer besten Freunde. Die Wärme der Sonnenstrahlen auf ihrer Haut. Das Gefühl der Sicherheit.
Sie hatte beinahe aufgegeben, aber nun war sie endlich zuhause... und alles würde gut werden. Dies wusste sie solange sie und Janet, Jack und Daniel, John und Rodney und Liz zusammen waren. Sie würden es schaffen... und selbst dieses mysteriöse Tor würde kein Hindernis für sie sein.
Und mit diesen Gedanken nahm sie lächelnd die Flasche Bier an, die Daniel ihr reichte. Denn jetzt... jetzt war keine Zeit für schwere Gedanken.
Ein neuer Abschnitt begann in ihrer aller Leben und was gab es da besseres als ein Grillfest mit den besten Freunden?
Also würde sie alles vergessen außer die Gesellschaft ihrer Freunde und die Liebe und Freundschaft, die sie in jeder Geste spürte und die sie in sich aufzog.
Ja, im Moment war das Leben wirklich perfekt und so sollte es auch bleiben...
Ende
A/N: So... damit ist auch diese Geschichte fertig. Es wird jedoch eine Fortsetzung geben. Bevor wir uns jedoch dieser widmen, werden wir zuerst ab Montag die Fortsetzung zu "Zwischen Leben und Tod."
Vielleicht würde euch die Story ja auch gefallen, aber auch sonst haben wir noch einige Stargate-Fics alleine oder zusammen geschrieben. ;-)
