Hier ist ein neues Kapitel, zur Feier des Tages (4:0 gegen Argentinien, was für ein Wahnsinn!). Viel Spaß beim Lesen!
Kapitel 7
Es war später Nachmittag, als Mrs. Weasley Harry endlich von der Schüssel mit Diptam freigab. Dann brauchte Harry mehrere Minuten, bis er Ron gefunden hatte. Sein rothaariger Freund war seit Ginny und Percys Aufbruch nicht in die Küche zurückgegangen und Harry vermutete, dass Hermines Brief der Grund von Rons Abwesenheit war.
„Da bist du ja", sagte Harry, als er die Tür zu Rons Zimmer aufschob.
Ron saß auf seinem Bett und durchblätterte die Seiten eines dicken Buchs mit schwarzem Deckel.
„Hermine hat mir aufgetragen, ein gutes Auge auf die Box zu halten, bevor sie gegangen ist", erklärte Ron. Dann blätterte er ein wenig aggressiv eine Seite um und stieß ein tiefes Seufzen aus, worauf er hinzufügte: „Sie hat außerdem gesagt, dass wir ihr eine Liste von allen Orten vorlegen sollen, wo wir deine Souvenirs verstecken könnten."
Seine Verärgerung war unverkennbar. Harry war nicht sicher, ob er sich in die Küche zurückziehen sollte oder ob er darüber lächeln und froh sein sollte, dass Ron und Hermines Beziehung ihre Freundschaft nicht verändert hatte. Ihr ständiges Herumstreiten dürfte ein Zeichen sein, dass zwischen ihnen beiden alles wieder beim Alten war.
„Sie hat uns Hausaufgaben aufgegeben, was?", sagte Harry mitleidig. „Ich wette, sie will uns nur beschäftigen."
Ron riss beinahe eine Seite aus dem Buch.
„Sie hat ein oder zwei Sachen über den Begriff „Auszeit" zu lernen", brummte er.
Dann ließ er ein Blatt Pergament auf Harrys Schoß fallen.
„Das ist alles, was wir haben. Was hältst du davon?"
Harry überflog Rons Liste. Er hatte Folgendes aufgeschrieben:
Godrics Hollow (Welches Grab?)
Gringotts (Welche Kammer?"
Hogwarts (Raum der Wünsche? Kammer des Schreckens?)
Zaubereiministerium (Mysteriumsabteilung?)
Grimmauldplatz (zu offensichtlich)
Shell Cottage (zu offensichtlich)
Hagrids Hütte (zu gefährlich)
„Das ist gar nicht mal so schlecht", sagte Harry in dem Versuch, nicht allzu überrascht zu klingen. „Es ist mehr oder weniger, was ich auch im Sinn hatte."
Ron durchsuchte immer noch das dicke schwarze Buch.
„Sie sind alle zu offensichtlich", sagte er grimmig. „Das sind alles Orte, zu denen wir vor kurzem gegangen sind. Hermine meint: Lass uns irgendwohin gehen, wo wir noch nie gewesen sind."
Während er das sagte, deutete Ron mit seinem Finger auf die lange Pergamentrolle, die mit Hermines ordentlicher Handschrift besetzt war. Harry konnte den Satz sehen, den Ron gerade zitiert hatte, gefolgt von einigen Ausrufezeichen. Hermine hatte offensichtlich ihre Anweisungen in den Brief gefügt, der an Ron gerichtet war. Harry konnte nicht anders als über ihre Ungezwungenheit zu staunen, mit der sie Geheimnisse behandelte.
„Ein Ort, wo wir noch nie gewesen sind", wiederholte Harry. „Ich habe an etwas Bedeutungsvolleres gedacht. Es muss ein Versteck sein, auf das wir ein Auge halten können, was heißt, dass es uns zumindest vertraut sein muss. Ich will nicht willkürlich einen Ort aussuchen."
„Frag mich nicht", erwiderte Ron ein wenig aggressiv. „Ich bin nur gut darin, Recherche zu betreiben."
Ron schlug das Buch zu und hob ein anderes auf, das neben einem Berg von Bonbonpapier und einigen anderen Büchern lag.
„Wozu betreibst du Recherchen?", wollte Harry wissen. Er begann zu glauben, dass die Ursache von Rons Frustration nicht die kleine Liste war, die Harry in der Hand hielt.
Als Antwort deutete Ron auf einen weiteren Absatz von Hermines Brief.
Übrigens, meine Eltern wollen alles über „Destina Nobilis" wissen. Es ist eine faszinierende Geschichte, sehr alt, aber ich kann mich nicht an alle Details entsinnen und ich will ihr gerecht werden. Ich wollte dich bitten, sie für mich zusammenzufassen und sobald wie möglich zu schicken. Ich bin sicher, ich habe sie in einem der Bücher gelesen, die ich bei dir zu Hause gelassen habe. Meine Eltern würden es wirklich zu schätzen wissen. Bitte Harry, dir zu helfen. Ich bin sicher, es macht ihm nichts aus.
„Was ist Destina Nobilis?", fragte Harry, während er den Absatz nochmals durchlas. „Ich hab den Ausdruck noch nie gehört. Ist das ein Zauber?"
„Keine Ahnung", blaffte Ron. „Ich habe stundenlang ihre Bücher durchsucht."
„Tja, jetzt kann ich dir helfen", sagte Harry halbherzig und nahm willkürlich ein Buch in die Hand. „Es muss in einem von ihnen stehen, wenn Hermine das sagt."
„Das hier ist über Runen, Kumpel", warf Ron ein.
Harry wählte ein anderes Buch, ein großes rotes, und blätterte genauso genervt die Seiten durch wie Ron. Das war nicht gerade, was sie für den Rest des Tages im Sinn gehabt hatten. Er hatte sich auf ein wenig Ruhe mit Ginny gefreut. Doch da sie nicht im Haus war, hatte er die Zeit dazu nutzen wollen, sich einfach auszuruhen. Ihm war nicht danach, sein Gehirn einzuschalten. Er war immer noch müde und wund und jetzt machte er sich Sorgen um das Mal auf seiner Brust. Und das war mehr, als er im Augenblick ertragen konnte. Was auch immer Hermine im Sinn hatte, er war sicher, dass es bis zu ihrer Rückkehr warten konnte. In jedem Fall erschien ihm die Liste von Verstecken für den Stein und den Stab viel wichtiger als Recherchen zu einer Geschichte zu betreiben, an die Hermine sich nicht mehr erinnern konnte.
Nach einer vollen Stunde, in der sie weitere Bücher durchblätterten, drängte sich Harry allmählich der Gedanke auf, dass Hermine ihnen nur eine Aufgabe gegeben hatte, um sie davon abzuhalten herumzuwandern.
„Noch fünf Minuten sinnloses Herumsuchen und ich sterbe vor Langeweile", sagte Ron und gähnte laut.
„Wann kommt sie eigentlich zurück?", fragte Harry. Er streckte sich.
„Ich weiß nicht genau. Sie sagt, dass sie ein bisschen mehr Zeit mit ihren Eltern verbringen möchte. Sie will sicherstellen, dass sie den Erinnerungszauber richtig rückgängig gemacht hat."
„Es muss hart für sie gewesen sein", sagte Harry nach einigen Sekunden.
Rons Miene änderte sich aus heiterem Himmel zu völliger Fassungslosigkeit.
„Hart ist nicht gerade das Wort, das ich benutzen würde, Kumpel", sagte Ron und starrte ihn fast anklagend an. „Es hat sie innerlich zerrissen, was sie ihren Eltern antun musste, um sie zu beschützen. Es war mehr als nur hart. Es hat sie zu dem Punkt verletzt, an dem sie nicht einmal mehr darüber weinen konnte. Sie hat nur unseretwegen so getan, als wäre alles in Ordnung."
„Ich habe nie gewusst…", begann Harry. Er fühlte sich sehr schuldbewusst.
„Natürlich nicht", warf Ron ein. „Es ist nicht deine Schuld, Kumpel. Du hast keine Eltern. Aber Hermine hat ihre Mom und ihren Dad ein ganzes Jahr lang aus ihrem Leben ausschließen müssen. Und sie machte sich Sorgen, dass sie den Erinnerungszauber falsch ausgeführt hat. Sie haben sie nicht einmal erkannt, als sie sie wiedergefunden hat. Sie nannten sie eine Missgeburt, als sie ihnen verraten hatte, wer und was sie ist. Es hat Stunden gedauert, bis sie sie wieder in Ordnung gebracht hatte. Es gab immer das Risiko, dass sie so enden wie Lockhart, wenn sie versagte. Sie ist überzeugt, dass es Nebenwirkungen geben wird, und das ist auch der Grund, weshalb sie nicht weiß, wann sie zurückkommt."
Harry war sprachlos. Er hatte Hermines Handlung noch niemals von dieser Perspektive betrachtet. Er war so in ihre Mission vertieft gewesen, dass er nicht einmal bemerkt hatte, wie sehr es sie mitnahm. Ihr musste wirklich elend zumute gewesen sein und doch hatte sie es nie gezeigt. Hatte Ron gesehen, dass sie unglücklich war? Hatte er sie trösten können?
Plötzlich kam Harry sich sehr erbärmlich vor.
„Nimm es nicht so tragisch, Kumpel", sagte Ron verständnisvoll. „Hermine wusste, was sie da tat und warum. Sie wollte helfen und war bereit zu tun, was immer nötig war."
Doch alles, woran Harry denken konnte, war, wie viele Male er Ron und Hermine im Laufe des letzten Jahres beinahe verloren hatte.
„Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht, wie viel ihr beide aufs Spiel gesetzt habt."
„Doch, natürlich, Kumpel. Es war der Familienteil, der schwer für dich zu verstehen ist. Das ist nur normal."
Es herrschte einen Moment lang Schweigen.
„Ich weiß wirklich zu schätzen, was du und Hermine…"
„Hör auf damit, Harry!", platzte Ron heraus. Er warf Harry eine Handvoll Bonbonpapier ins Gesicht. „Das wissen wir. Du musst mich nicht ständig winselnd um Verzeihung bitten."
Danach lachten sie eine ganze Weile miteinander.
Dennoch kehrte Harry später wieder zu dem Stapel Bücher zurück und verbrachte den Rest des Nachmittags damit zu grübeln, wie sehr er Hermine missverstanden hatte, wie sehr er Ginny vermisste und warum ihm einfach keine Ruhe gestattet wurde. Zu allem Überfluss zeigte sein Körper Zeichen von Müdigkeit, die an Erschöpfung grenzte, doch er konnte sein Gehirn nicht dazu bringen, lange genug abzuschalten, um einzuschlafen. Rons Stimmung verschlechterte sich wieder, als offensichtlich wurde, dass Destina Nobilis in keinem der Bücher erwähnt wurde, die Hermine zurückgelassen hatte.
Der Hochpunkt von Harrys Tag war deshalb Ginnys Rückkehr von der Beerdigung. Das Abendessen war beinahe fertig, als sie mit Percy hereinkam, der Blumen und Briefe in der Hand hielt. Ginny warf ihren schwarzen Umhang über eine Stuhllehne, kam zu Harry, schlang ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn zärtlich auf die Lippen. Da waren keine Tränen in ihrem Kuss. Ihre Augen strahlten im Sonnenlicht. Um sie herum schwebte ein Hauch von Lavendel.
„Wie war es?", fragte Harry, während sie sich neben ihn an den Essenstisch setzte.
„Naja, wie du dir vorstellen kannst, viel Geweine, viel Gerede. Luna lässt dich übrigens grüßen."
Harry lächelte, als Luna Lovegoods Bild in seine Gedanken stieg.
„Hat sie eine Korken- Halskette getragen?"
„Das sogenannte Amulett? Ja. Sie war aber noch nicht wieder ganz sie selbst", murmelte Ginny mit einem Seitenblick zu ihren Eltern, die am Küchentresen standen.
„Was ist denn los mit ihr?", erkundigte Harry sich interessiert.
„Slughorn ist bei ihr zu Hause gewesen", raunte Ginny in einem Tonfall, der abermals zeigte, wie tief sie dem Zaubertränkemeister misstraute. „Sie ist überzeugt, dass er irgendetwas mit ihrem Dad angestellt hat."
„Ich bin sicher, Professor Slughorn hatte einen guten Grund, Lunas Vater zu besuchen", schnaubte Percy laut genug, dass alle ihn hörten. „Xeno Lovegood scheint sehr darauf bedacht, Mr. Slughorn in jede Verschwörungstheorie zu verwickeln, die ihm einfällt."
„Mit gutem Grund", keifte Ginny zurück. „Du weißt nicht, wie Slughorn letztes Jahr in Hogwarts gewesen ist, Perce. Er ist ein schmieriges, kleines…"
„Ginny Weasley!", rief Mrs. Weasley warnend. „Du wirst dich am Essenstisch gefälligst anständig ausdrücken."
Ginny lehnte sich mit verschränkten Armen auf dem Stuhl zurück und Percy fuhr fort, den Stapel Brief zu öffnen, mit dem er hereingekommen war.
„Wie war Slughorn denn letztes Jahr?", flüsterte Harry so diskret wie möglich in Ginnys Ohr.
„Er hat eine Menge Fragen gestellt, die ganze Zeit. Er wollte von Dumbledore und dir wissen. Und als er realisierte, dass wir ihm nichts verraten würden, hat er versucht, an Dumbledores Denkarium zu kommen."
Harry ließ überrascht seine Gabel fallen. Die Worte hallten in seinen Ohren wider. Dumbledores Denkarium. Slughorn hatte versucht, darin einzubrechen. Aber warum? Was hatte er vor? Er hatte doch die Erinnerung von Tom Riddle und den Horkruxen beigetragen. Er musste geahnt haben, was Dumbledore im Schilde führte und dass er, Harry, mit von der Partie war. Warum sollte er dann versuchen, an das Denkarium zu kommen?
„Ich wusste, dass du das interessant finden würdest", sagte Ginny mit einem Halb- Lächeln.
Harry hätte gerne die ganze Geschichte in allen Details gehört, doch ein weiterer finsterer Blick von Mrs. Weasley in seine und Ginnys Richtung überzeugte ihn davon, dass das Thema nicht angemessen für das Abendessen war.
Später am selben Abend saßen Harry und Ginny unter dem Sternenhimmel, in eine gemeinsame Wolldecke gewickelt. Ron war in sein Zimmer zurückgekehrt, um über den Souvenir- Kasten zu wachen. Er schien verstanden zu haben, dass Harry etwas Zeit mit Ginny verbringen wollte.
Es war eine wunderschöne Nacht. Und sie war sogar noch angenehmer im Anbetracht der Tatsache, dass Harry im Freien sitzen konnte und keine Todesser zu befürchten brauchte. Natürlich hatte es den Anschlag im Dunklen Wald gegeben, doch er würde sich jetzt keine Sorgen darüber machen. Im Augenblick saß er bequem im Gras, Ginnys Fingern mit seinen verschränkt, und es gab nichts anderes auf der ganzen Welt. Sie hatten wenig gesprochen seit dem Abendessen, nicht weil sie sich nichts zu sagen hatten, sondern weil es nicht nötig erschien. Sie hatten noch nicht wieder über Slughorn gesprochen, aber Harry war gezwungen, an Mrs. Weasleys wütende Blicke in Ginnys Richtung zu denken. Es schien ungewöhnlich, dass Mrs. Weasley und ihre Tochter einen Konflikt hatten.
„Was ist los zwischen dir und deiner Mom?", erkundigte Harry sich, während er Ginny übers Haar strich.
Sie schien zu zögern. Harry konnte ihr Gesicht nicht sehen, da sie in die Ferne starrte. Sie schauderte ein wenig und Harry legte ihr die Decke enger um die Schultern. Plötzlich wünschte er, er hätte die Frage nicht gestellt.
„Sie meinen, es ist nur Schwärmerei", sagte sie ausdruckslos.
„Was? Was meinst du? Wer sagt das?"
„Meine Eltern", erwiderte Ginny.
Es klang Enttäuschung in ihrer Stimme wider. Harry dämmerte allmählich, wovon sie sprach.
„Du meinst, du und ich? Sie glauben, es wird nicht andauern?"
Er hatte selbst noch nicht viel darüber nachgedacht, deshalb schien es ihm höchstunwahrscheinlich, dass Ginnys Eltern schon diese Unterhaltung mit ihr geführt hatten.
„Sie glauben, es ist naheliegend", fügte sie mit einem Hauch von Abscheu in der Stimme hinzu.
Da fiel Harry ein, was George gesagt hatte. Meine Schwester mag dich, weil du Rons bester Freund bist.
„Aber das macht keinen Sinn", erwiderte Harry, völlig verblüfft. „Sie kennen dich doch zu gut dafür."
„Ich bin nicht sicher, ob sie mich wirklich so gut kennen", gab sie zu. „Wenn sie es täten, hätten sie nicht hinter meinem Rücken getuschelt."
„Wie hast du es dann herausgefunden?"
„Die gute, alte Fleur hat es mir erzählt. Kannst du es fassen, dass ich mich für diese Art von Informationen auf Schleim verlassen muss? Jedenfalls sind sie überzeugt, dass es eine vorübergehende Sache ist, du und ich. Sie glauben nicht, dass es andauern wird. Sie meinen, dass ich dir den Laufpass geben werde, sobald ich realisiere, dass wir wie Bruder und Schwester sind."
Harry konnte kaum fassen, was er da hörte. Sollten Eltern ihre Kinder nicht besser als alle anderen verstehen? Wie konnten sie sich nur so sehr in Ginny täuschen?
„Und dann werde ich mit Neville oder Viktor Krum oder vielleicht Martin Clearwater gehen. Der Kerl lädt mich zur Beerdigung seines Vaters ein und aus heiterem Himmel meint jeder, dass mehr da dahintersteckt."
Sie klang sehr verärgert, doch Harry vermutete, dass sie verbergen wollte, wie verletzt sie war.
„Aber was ist mit mir?", fragte er. Er strich ihr wieder übers Haar und versuchte, sie zu trösten. „Denken alle, dass ich mit dir zusammen bin, weil es sich anbietet?"
Sie drehte sich ruckartig um und Harry blickte in ihre funkelnden Augen.
„Nein, du bist perfekt", sagte sie und lächelte halb.
„Nein, bin ich nicht", entgegnete Harry und wand seinen Blick ab.
„Doch, bist du", beharrte Ginny. „Und ich bin das gemeine Mädchen, das dir das Herz brechen wird."
Ihr Tonfall zeigte ihm, dass das nur ein Scherz war. Doch Harry konnte nicht anders als über alles nachzudenken, das er vor ihr verbarg. Sie wusste nichts von den Horkruxen, von dem Stück aus Voldemorts Seele, das in ihm gesteckt hatte, von den Heiligtümern des Todes, die nun unter Rons Bett lagen, von dem schwarzen Mal auf seiner Brust, das jetzt dumpf gegen seine Lungen pochte. Er fühlte sich überhaupt nicht perfekt. Ginny war perfekt. Sie bedeutete ihm alles. Er hatte noch nie soviel Angst davor gehabt, sie zu verlieren, wie jetzt.
„Du bist nicht gemein", brachte er endlich heraus. „Und du bist mehr als nur eine Schwester für mich."
„Ich weiß", sagte sie und umschloss sein Gesicht mit ihren warmen Händen.
Dann küsste sie ihn leidenschaftlich und Harry vergaß, worüber sie gerade gesprochen hatten.
AN: Bitte ein Review!^^
