Kapitel 8

Harry wachte am folgenden Tag auf und fühlte sich glücklicher, als er in einer langen, langen Zeit gewesen war. Als er angezogen war und bereit, zum Frühstück nach unten zu gehen, bot Ron ihm an zurückzubleiben, um ein Auge auf den Souvenir- Kasten zu halten. Er war über einen langen Brief gebeugt, den er an Hermine schrieb.

„Keine Neuigkeiten von Destina Nobilis?", fragte Harry, während er die Box wieder unter Rons Bett schob, nachdem er routinemäßig nach dem Inhalt gesehen hatte.

„Nein", sagte Ron, „aber Hermine will wissen, was alle so treiben. Natürlich meint sie dich damit."

Harry blieb in der Tür stehen und überlegte plötzlich, ob er Ron von dem Mal auf seiner Brust erzählen sollte. Es beunruhigte ihn, obwohl er sich große Mühe gab, es zu ignorieren. Vielleicht wusste Hermine etwas und das war ein tröstlicher Gedanke. Es war möglich, dass es ihr aufgefallen, als Slughorn Harrys Arm geheilt hatte. Doch das würde ebenfalls bedeuten, dass Slughorn und Ginny es gesehen hatten, und Harry war sich nicht so sicher, was er davon hielt.

Doch bevor Harry sich dazu entschließen konnte, mit Ron zu sprechen, war Ginny an seiner Seite erschienen und nahm seine Hand.

„Ich bin am Verhungern", sagte sie fröhlich. „Lass uns frühstücken gehen."

Offensichtlich würde es andere Gelegenheiten geben, mit Ron zu reden, also folgte Harry Ginny.

Sofort nach dem Frühstück, während dessen Ginny und Mrs. Weasley nur ein paar höfliche Worte wechselten, spürte Harry den Drang, nach draußen zu gehen und den schönen Tag zu genießen. Er wollte nichts anderes als alle anderen Bedenken zurückzulassen und soviel Zeit wie möglich mit Ginny verbringen. Ohne ein Wort nahm er sie bei der Hand und zog sie schweigend aus der Küche, während Mrs. Weasley im Wohnzimmer einen großen Stapel Post durchging. Die Sonne schien strahlend und warm auf ihre Köpfe.

„Ich konnte es kaum erwarten, da rauszukommen", sagte Ginny mit einem tiefen Seufzen.

„Ein bisschen angespannt zwischen dir und deiner Mum?", erkundigte sich Harry besorgt.

„Darüber mache ich mir keine Sorgen. Es sind all die Briefe. Ich wünschte, sie würden aufhören sie zu lesen. Alle weinen die ganze Zeit. Sogar Dad hat geweint."

Dass ihr Vater weinte, schien ein definitives Zeichen zu sein, dass die Ebene der Trauer einen Gipfelpunkt erreicht hatte.

„Meinst du nicht…? Ich meine, ist es nicht gut zu wissen, wie dankbar die Leute dafür sind, was deine Familie getan hat?", sagte Harry zögerlich.

Er war immer der Beliebte gewesen. Nun schien es nur natürlich, dass die Weasleys etwas Anerkennung für all das bekamen, das sie getan hatten. Es war allgemein bekannt, dass sie einen essentiellen Part im Kampf gegen Voldemort gespielt hatten. Freds Tod war ein Beweis dafür. Viele Familien teilten die gleiche Art von Trauer im Augenblick. Es war zu erwarten gewesen, dass die Zaubererwelt für Unterstützung zu ihnen aufschaute.

„Manches davon ist aufrichtig", erwiderte Ginny unbehaglich. „Alle werden Fred vermissen, das ist sicher."

„Natürlich", sagte Harry sanft.

„Aber größtenteils, denke ich, fischen die Leute nur nach Informationen", fügte sie in einem völlig anderen Tonfall hinzu. „All diese Reporter wollen nur einen Exklusiv- Bericht über die gesamte Geschichte. Nächste Woche werden sie dir Geld anbieten, da kannst du dir sicher sein."

„Mir?", sagte Harry ein wenig überrascht. „Ich habe gar keine Post bekommen."

Was?"

Ginnys Wangen waren jetzt puterrot und sie starrte Harry an. Sie sah sehr empört aus.

Was? Du hast deine Post nicht bekommen?"

„Ich weiß nicht. Ich meine, ich habe nicht nachgefragt…"

„Das können sie nicht machen. Du bist kein Kind mehr! Sie können nicht deine Post abfangen!"

Und damit drehte sie sich auf dem Absatz um und ging ins Haus zurück. Harry war gezwungen zu rennen, um mit ihr Schritt zu halten.

Glücklicherweise saß nur Ron am Tisch, als sie in die Küche stürmte. Er kratzte gerade das Überbleibsel eines Puddings zusammen. Das Haus schien ansonsten verlassen zu sein.

„Was'n los mir dir?", sagte Ron mit vollem Mund.

„Wo sind alle?"

Ginny schäumte immer noch vor Wut, doch zumindest gab sie sich Mühe, ihren Tonfall unter Kontrolle zu halten.

Ron schluckte seinen Bissen hinunter und schaute zu seiner Schwester hoch.

„Sie sind mit George zum Scherzladen gegangen. Er meinte, er will nicht allein hingehen. Die Winkelgasse macht wieder auf. Toll, nicht wahr? Was ist los mit dir?"

Ginny hatte einen der Küchenschränke mit solcher Wucht zugeschlagen, dass ein Bild an der Wand von seinem Haken fiel.

Wo ist Harrys Post?"

„Auf dem Tisch, wo unsere Post immer liegt!", brüllte Ron, ihre Lautstärke imitierend.

Er zeigte auf einen kleinen Tisch neben dem Fenster, durch das die Post meistens gebracht wurde. Ginny schnappte sich sofort einen Stapel Briefe, der abseits des Rests lag, und drückte ihn Harry in die Hand. Es mussten mindestens fünfzig Briefe sein, die mit einem roten Band sorgfältig zusammengebunden waren.

„Ich bin nicht sicher, ob ich sie jetzt lesen möchte", sagte Harry, als er realisierte, wie viele es waren und welchen Inhalt sie bergen mussten.

„Ging es dir darum?", blaffte Ron mit einem wütenden Blick zu seiner Schwester. Dann wandte er sich Harry zu. „Mum und Dad waren nur der Meinung, dass du noch nicht bereit bist, Kumpel. Sie haben sie nicht gelesen. Es gab ein paar, die verdächtig wirkten, aber sie haben sich darum gekümmert."

„Es ist immer noch Harrys Post und er wusste nicht einmal, dass er welche bekommen hat", gab Ginny zurück.

„Ehrlich, ich dachte, du wüsstest davon", sagte Ron verblüfft. „Ich meine, die gesamte Zaubererwelt will ihm sagen, wie dankbar…"

„Ich habe es kapiert", unterbrach Harry ein wenig abrupter, als er beabsichtigt hatte. „Was ist mit den verdächtigen Briefen?"

„Mum und Dad haben sie wahrscheinlich an sich genommen oder zerstört", schlug Ginny vor.

Harry starrte den Stapel von Briefen in seinen Händen an und spürte die Last seines Ruhmes und dessen, was er geleistet hatte. Er fragte sich unwillkürlich, wie viele verdächtige Briefe es gegeben hatte und wie viele andere noch folgen mochten. Es gab zwangsweise Menschen, die Voldemorts Ende nicht als Sieg, sondern als furchtbaren Verlust ansahen. Würden diese Leute ihm niemals einen Moment der Ruhe gönnen? Würde er den Rest seines Lebens Schutz brauchen? Was für ein Leben wäre das für Ron und Hermine? Für die Weasleys? Für Ginny?

Er hatte nicht bemerkt, dass er den Stapel in seinen Händen hin- und herdrehte.

„Du kannst sie in das Feuer werfen, wenn du möchtest", sagte Ginny und legte ihm eine warme Hand auf den Arm. „Das sind deine Briefe."

Harry wollte sie verdrängen, aber nicht vernichten. Vielleicht würde er sie eines Tages lesen, aber nicht jetzt.

„Kreacher", rief er plötzlich.

Der Hauself erschien vor Harry, den Kopf tief gebeugt. Harry reichte ihm die Briefe.

„Meine Fresse", hauchte Ron überrascht. „Ich werde mich daran gewöhnen müssen."

„Kreacher, ich möchte, dass du das bitte für mich zum Grimmauldplatz bringst."

Der Hauself griff nach dem roten Band, das die Briefe zusammenhielt, und sobald er es berührt hatte, verschwanden der Stapel und der alte Elf auf der Stelle.

Ginny starrte Harry an. Ihre Hand lag nicht mehr auf seinem Arm.

„Ziehst du aus?", fragte sie. Sie schien völlig sprachlos.

„Vielleicht", antwortete Harry. „Ich habe ein Haus, in dem ich jetzt leben kann. Ich bin nur der Meinung, ich sollte mich nicht länger aufdrängen. Deine Eltern sind so nett zu mir gewesen, aber ich bin trotzdem nur ein Gast hier."

„Kumpel", sagte Ron warnend. „Sag nicht zu Mum, dass du dich als Gast fühlst. Das würde ihr echt das Herz brechen. Du bist wie ein Familienmitglied, weißt du."

Danach war Ginny sehr still. Harry glaubte, dass sie vielleicht darüber nachgrübelte, dass er aus ihrem Haus auszog, doch als er sie darauf ansprach, sagte sie nur, dass sie immer noch wütend über die Briefe war. Für einen Augenblick hatte Harry die wilde Idee, Ginny zu bitten mitzukommen und mit ihm zusammenzuleben, aber er verwarf sie gleich wieder. Schließlich würde Ginny am Ende des Sommers zu ihrem letzten Schuljahr nach Hogwarts zurückkehren und Harrys weiteres Schicksal stand noch in den Sternen. Außerdem waren sie beide zu jung, um solche Art von Plänen zu schmieden.

Als es später Nachmittag wurde, hatten sie immer noch sehr wenige Worte miteinander gewechselt. Der Himmel war nicht mehr strahlend blau und es sah aus, als würde es noch regnen. Ron hatte eine alte Ausgabe von Eine Geschichte von Hogwarts gefunden und las fieberhaft an seinem winzigen Schreibtisch darin. Ginny saß auf dem Boden und durchblätterte die Seiten eines Quiddtich- Magazins, auf dessen Umschlag ein großes Bild von Viktor Krum prangte. Harry lag auf seinem Rücken und starrte die Decke an. Er hatte sich stundenlang so viele Szenarien ausgemalt, dass er verwirrter denn je war. Sein Plan, bei den Weasleys zu bleiben, zog nun nach sich, dem Haus einen dritten Stock zuzufügen und die Küche zu erweitern. Grimmauldplatz würde er zu einem Zufluchtsort für Hauselfen machen. Eine andere Option wäre, eine Wohnung für ihn selbst, Ginny, Ron und Hermine zu mieten und im Scherzladen zu arbeiten. Oder sie könnten in Hogsmeade wohnen und in Hogwarts unterrichten, sie alle vier, bis sie alt und verschrumpelt waren wie Professor McGonagall. Harry würde natürlich Verteidigung gegen die Dunklen Künste lehren. Ginny wäre Quidditch- Schiedsrichterin. Hermine würde Arithmantik oder Verwandlung unterrichten. Und Ron…

„Wahrsagen!", lachte Ginny. „Du wärst um Längen besser als Trelawney."

Sie saßen alle am Essenstisch, aßen Lachs und gebackene Kartoffeln und gaben wilde und unwahrscheinliche Hypothesen bezüglich ihrer Karrieren zum Besten. Seitdem Harry sich laut Gedanken um ihre Zukunft gemacht hatte, hatten Ron und Ginny mit vielen weit hergeholten Möglichkeiten aufgewartet, die Harry sehr interessant fand. Zum Beispiel hätte er nie gedacht, dass es ein Büro für die Registration und Regulation von Duellen gab.

„Vielleicht solltest du Pflege Magischer Geschöpfe unterrichten", erwiderte Ron zu Ginny. „Dann würde ich allen erzählen, wie du deine Schildkröten ermordet hast, und das wäre das Ende deiner Karriere."

„Das ist nicht fair, Ron! Ich war vier! Ich wusste nicht, dass heißes Wasser sie umbringen würde."

„Lehrtätigkeit ist ein sehr respektabler Berufsstand", begann Percy in bevormundendem Tonfall. Er war mit seinem Dad von der Arbeit nach Hause gekommen und von einer überglücklichen Mrs. Weasley zum Essen eingeladen worden.

„Ich persönlich erwarte Großartiges von Miss Hermine Granger", fügte Percy wichtigtuerisch hinzu. „Die Abteilung Magischer Kooperation könnte jemanden wie sie gebrauchen. Natürlich würde sie wie wir alle als Büroangestellte anfangen müssen…"

Mr. Weasley nickte abwesend. Er schien mehr an einem schwarzen Handschuh interessiert zu sein, den George aus dem Laden mitgebracht hatte. George trug den anderen passenden dazu und Mr. Weasleys Hand imitierte alles, das Georges Hand tat. Percy wurde unterbrochen, als Mr. Weasleys Finger anfingen, ihn am Kinn zu kitzeln und allmählich einen festen Griff auf Percys Nase entwickelten.

„Verzeihung, Sohn", sagte Mr. Weasley. „George führt nur eine Art kleinen Test durch."

„Ist noch nicht ganz ausgereift", sagte George und lächelte Percy verschmitzt an.

„Hier ist ein Job für dich, Ron. Du könntest im Scherzladen arbeiten und die Produkte austesten, bevor sie auf die Regale kommen", sagte Ginny schelmisch.

Rons einzige Erwiderung war, mit einer Tomate nach ihr zu werfen.

„Wo fängt man an, wenn man Auror werden möchte, Percy?", fragte Harry unschuldig.

Es erschien passend, über Karrieremöglichkeiten zu reden.

„Nun, ich würde dir empfehlen, mit Arabella Cremoni zu sprechen. Sie ist für die Personalbeschaffung verantwortlich. Bewerber müssen üblicherweise einen Vorstellungsbrief schicken, doch das wäre überflüssig in deinem Fall. Ich bin sicher, dass du auf der Stelle angenommen würdest, wenn du Mr. Slughorn dazu bringen kannst, ein gutes Wort für dich einzulegen."

„Harry hat Slughorns Hilfe nicht nötig", keifte Ginny Percy an.

Plötzlich ertönte ein lautes pfeifendes Geräusch aus dem Wohnzimmer. Harry war ziemlich erschrocken, doch die Weasleys wirkten nur überrascht.

„Da ist jemand im Kamin, Mum", sagte Ron, während er die Reste seines Tellers aufkratzte.

„Du bist ein bisschen schreckhaft, Harry", bemerkte Mr. Weasley. „Wir sind gestern wieder an das Flohnetzwerk angeschlossen worden. Es wird schön sein, wieder normal zu leben, meinst du nicht?"

Mr. Weasley lächelte warm und Harry realisierte zum ersten Mal, wie ausgezerrt er aussah. Er hatte immer noch ein rundes, fröhliches Gesicht, doch nun zierten graue Strähnen sein Haar und kleine Fältchen seine Augen. Harry fragte sich unwillkürlich, ob sich die Veränderung einzig im letzten Jahr zugetragen hatte. Er konnte sich nicht erinnern, vorher Grau in Mr. Weasleys Haaren gesehen zu haben.

„Normal heißt, dass gelegentlich Leute um die Essenszeit vorbeischauen werden. Mums Siruptörtchen haben einen ziemlich guten Ruf", raunte Ginny Harry leise ins Ohr.

Sie lächelte und drückte seine Hand, doch ihr Lächeln verblasste sofort, als sie sah, wer die Küche betrat.

„Mr. Slughorn", rief Percy bewundernd und erhob sich von seinem Stuhl.

Ginny ließ Harrys Hand abrupt los und huschte zu einem anderen Stuhl auf der anderen Seite des Tisches, direkt gegenüber von Harry. Harry hatte erwartet, dass sie einfach aufstehen und den Raum verlassen würde, deshalb war er völlig erstaunt von ihrem Verhalten. Die einzige Erklärung, die sie ihm gab, war ein hastiges, leises „Shh".

„Horace, wie schön dich zu sehen. Du gesellst dich doch auf einen Nachtisch zu uns, nicht wahr?", lud Mr. Weasley ein und schüttelte Slughorn die Hand. „Das ist das Mindeste, das wir dir anbieten können, nach dem, was du für Harry getan hast."

„Nein, nein, Arthur, Molly, ich will nicht stören. Ich bin nur gekommen, um nach unserem jungen Helden zu sehen."

Während er sprach, legte er in einer väterlichen Geste eine Hand auf Harrys Schulter und nahm auf dem leeren Stuhl neben ihm Platz.

Die Weasleys schienen entzückt, dass Slughorn vorbeigekommen war. Percy wirkte, als brannte er darauf zu hören, wie der bekannte Professor eine seiner gleichermaßen berühmten Geschichten erzählte. Sogar Ginny schien, zu Harrys großer Überraschung, Slughorns Worten besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

„Natürlich wirst du bleiben. Ich bestehe darauf", sagte Mrs. Weasley. Sie hatte Slughorn bereits eine Tasse Kaffee serviert. Mr. Weasley holte eine Flasche Brandy an den Tisch.

„Du bist zu freundlich, Molly. Arthur ist ein glücklicher Mann."

„Sehr glücklich", bestätigte Mr. Weasley und griff zärtlich nach der Hand seiner Frau.

„Natürlich hätte ich einmal heiraten können, vor langer Zeit, aber das Leben pflegt diese Dinge für uns zu entscheiden."

„Waren sie verlobt, Professor?", fragte Ginny. Sie beugte sich vor und wirkte tatsächlich interessiert.

Mrs. Weasley warf ihr einen missbilligenden Blick zu.

„Das sind Privatangelegenheiten, Ginny, Liebling."

„Das ist kein Problem, Molly. Es ist schon lange her. Ich war nicht verlobt, nicht ganz, aber sehr verliebt. Sie war eine kluge Hexe. Deine Mutter, Harry, hat mich sehr an sie erinnert, aber Miss Weasley vielleicht auch. Klug, geistreich, wunderschön. Zu jener Zeit war es üblich, dass Werber zu dem Vater gingen und ihn um die Hand seiner Tochter baten."

Er nahm einen Schluck Kaffee und Harry war sicher, dass es ihm großes Vergnügen bereitete, im Zentrum aller Aufmerksamkeit zu stehen.

„Es war ein anderer Mann, der mir zuvorkam. Wohl wissend, dass sie diesen Werber verabscheute – sie war schließlich in mich verliebt – weigerte sich ihr Vater, ihm seinen Segen zu erteilen. Am folgenden Tag forderte er den Vater formell zu einem Duell heraus, der annahm. Es war damals ein üblicher Weg, Angelegenheiten zu regeln, und Helens Hand war das wert."

Ginny verdrehte die Augen und Harry sah, wie sie „Also wirklich" vor sich hin murmelte.

„Was ist passiert, Horace? Wer hat gewonnen?", fragte Mrs. Weasley besorgt.

„Keiner. Helen wurde aus Versehen getötet, als sie versuchte, sich zwischen den Werber und ihren Vater zu stellen."

„Aber es ist verboten, den Tötungsfluch in einem Duell einzusetzen", erwiderte Ron bestürzt.

„Noch vor nicht allzu langer Zeit war es völlig legal, Ronald, aber nur zu besonderen Gelegenheiten", warf Percy in einem Tonfall ein, der an Hermine erinnerte. „Aber, Professor, das Gesetz ist sehr unbeugsam, was Duelle angeht. Es muss einen Gewinner geben."

„Wie bei Quidditch", murmelte Ginny mit einem Hauch von Sarkasmus in der Stimme.

„Ja, das ist richtig. Helens Vater war ein beeindruckender Zauberer, sonst hätte das Duell gar nicht stattfinden dürfen, doch er hätte nicht gegen Grindelwald gewinnen können."

Ein allgemeines Keuchen ging herum. Ron warf Harry bedeutungsvolle Blicke zu. Nur Ginny schien ungestört von dieser neuen Information.

„Wer hat sie dann getötet, Professor?"

„Grindelwald natürlich", sagte Ron mit einem grimmigen Lächeln.

„Nein, nein", erwiderte Slughorn. „Grindelwald hat Legilimentik gegen Helens Vater angewandt. Dieser ist verwirrt und verängstigt worden und hat einen Tötungsfluch auf die erste Person abgeschossen, die er gesehen hatte, welche sich als seine eigene Tochter herausstellte. Er war niemals mehr der gleiche gewesen. Ein Jahr später ist er ins St. Mungos eingeliefert worden."

Harry rief sich die Stunden in Erinnerung, die er in Snapes Kerker verbracht und versucht hatte, den Professor mit Okklumentik aus seinem Geist zu verdrängen. Er konnte sich sehr gut vorstellen, dass Legilimentik als Waffe eingesetzt wurde, doch es schien zu grausam. Voldemort hatte es zu so vielen Gelegenheiten angewandt. Er hatte Harry davon überzeugen können, dass Sirius in Gefahr war. Sobald im Geist einer Person, war es möglich, ihn zu manipulieren. Harry fragte sich plötzlich, ob es die Trauer war oder Grindelwalds Fluch, was Helens Vater ins St. Mungos gebracht hatte.

„Das ist eine sehr traurige Geschichte, Horace", sagte Mrs. Weasley nach allgemeinem Schweigen.

„Natürlich habe ich mich nie wieder verliebt. Aber ich habe meinen Glauben in das Schicksal nicht verloren. Wenn dieser tragische Unfall nicht gewesen wäre, wäre ich kein Zaubertränkemeister geworden und Mr. Potter würde heute möglicherweise nicht mehr unter uns weilen."

Als Slughorn sich ihm zuwandte, schienen seine Mundwinkel einen Augenblick lang zu beben und Harry hatte den entfernten Eindruck, dass es dem alten Professor nicht so leicht fiel, die Erinnerung an seine verlorene Liebe zu verdrängen, wie er den Anschein erwecken wollte.

„Du siehst gut aus, Harry", sagte Slughorn. Er löste seinen Blick von Harry und goss sich Brandy in seinen Kaffee. „Wie geht es deinem Arm?"

„Gut, danke, Professor", antwortete Harry höflich. „Er ist vollkommen verheilt."

„Man könnte sich fragen, Harry, was du auf dem Schulgelände getrieben hast, mit einem Pfeil durch deine Schulter."

Es dauerte einen Augenblick, bis Harry die Geschichte von Slughorn und Grindelwald in seinen Hinterkopf verbannt hatte.

„Das war ein… Missverständnis, Professor", platzte Harry heraus.

„Es steht dir natürlich frei, wenn du nichts sagen möchtest. Aber, Harry, du solltest dich jetzt in Acht nehmen, wenn du in den Dunklen Wald gehst. Du bist kein kleiner Junge mehr. Die Zentauren werden nicht so versöhnlich sein, wie sie es einmal waren."

Percy hüstelte leicht, was sehr an Dolores Umbridge erinnerte.

„Verzeihen Sie mir, Professor. Das sind immer noch hochgeheime Informationen, aber es dürfte Sie interessieren, dass das Ministerium die Verbannung der nicht menschlichen Population vom Hogwarts- Gelände in Erwägung zieht", sagte er in gedämpfter Stimme.

Er versuchte offensichtlich, Slughorn mit seinem Wissen über die Agenda des Ministeriums zu beeindrucken.

„Nicht- menschlich im Sinne von Zentauren und Hauselfen natürlich. Den Versuch würde ich gern sehen. Sie werden nicht ruhig gehen. Ich kann nicht fassen, dass du damit einverstanden bist, Percy."

„Ich habe noch nicht diese Art von Autorität, Schwesterherz. Noch nicht", sagte er mit einem Zwinkern in Ginnys Richtung.

„Das ist eine delikate Angelegenheit, Miss Weasley, die man aus vielen Blickwinkeln betrachten kann. Aber was ist deine Meinung, Harry? Als eines ihrer Opfer stimmst du sicherlich dem Entschluss des Ministeriums zu?"

„Opfer, Sir?"

„Sicherlich musst du von dem Vorfall wissen, der Dolores Umbridge betrifft?"

Die Gesichter von Ron, Ginny und George brachen in strahlendes Grinsen aus.

„Wie geht es dieser alten Kröte heutzutage?", sagte George mit unfehlbarem Sarkasmus. „Jagt sie immer noch Blutsverrätern und Schlammblütern hinterher?"

„George Weasley, hüte deine Zunge!", warnte Mrs. Weasley.

„In der Tat", erwiderte Slughorn und nickte billigend in Mrs. Weasleys Richtung. „Wie unangenehm Dolores Umbridge auch während des letzten Jahres gewesen sein mag, sie ist vor zwei Jahren von Zentauren angegriffen worden. So viel ist unbestreitbar."

Unangenehm?", wiederholte Ron. „Sie hatten noch nie Nachsitzen bei ihr, oder?"

„Mein lieber Junge, ich bin alt genug, dass ich ihr Lehrer sein kann, nicht andersherum", sagte Slughorn mit einem Lächeln.

„Wie alt sind Sie, Professor?", wollte Harry aus dem heiteren Himmel wissen. Ihm war es recht, dass die Unterhaltung eine andere Wendung angenommen hatte. Er hatte nicht gerade das Bedürfnis, seine Meinung bezüglich dem Zaubereiministerium und seinen Gesetzen abzugeben.

„Wirke ich alt auf dich? Natürlich tue ich das", sagte Slughorn mit einem noch breiteren Lächeln. Er beugte sich vor, um abermals nach der Flasche Brandy zu greifen.

Harry sah zu, wie er seine Tasse füllte, und dachte, dass der Professor vielleicht gerade in der Stimmung war, jede Art von Fragen zu beantworten. Ginny schien das gleiche zu denken.

„Sicherlich sind Sie nicht so alt wie Kingsley Shacklebolt?", sagte sie, was sehr schmeichelnd war. Schließlich war der neu ernannte Zaubereiminister unter Vierzig und hatte erst kürzlich den Preis für das Charmantischste Lächeln der Wochenhexe gewonnen, laut Mrs. Weasley.

Ron schnaubte kurz und Slughorn lachte laut.

„Ein bisschen älter, nur ein bisschen", sagte der Professor.

„Sie können unmöglich fünfzig sein", sagte Ginny mit gekünsteltem Erstaunen.

Slughorn schüttelte den Kopf und lachte noch mehr.

„Sechzig? Siebzig?"

„Nah dran, aber nicht ganz", sagte Slughorn fröhlich. Er schien entzückt, solch eine Herausforderung darzustellen.

„Sicherlich sind Sie nicht so alt wie Dumbledore", warf Harry ein, während er Slughorns Tasse nachfüllte.

Er wusste, dass diese Schätzung so nahe dran war, wie nur möglich. Dumbledore hatte erwähnt, dass sie zusammen zur Schule gegangen waren. Doch während Dumbledore silberhaarig und dünn war, war Slughorn kurz und plump. Harry hatte noch nie viele Gedanken darauf verwendet, doch es schien unwahrscheinlich, dass die beiden Männer vom selben Alter gewesen waren. Dennoch waren Dumbledore und Slughorns Nähe eine Tatsache.

Die anderen starrten Slughorn an und warteten auf eine Antwort. Der alte Professor schien jede Minute zu genießen.

„Mein lieber Harry, wir sind Zauberer", murmelte er schließlich, die Stimme voller Mysterium und Verheißung. „Wir sind nicht unsterblich, aber es gibt Wege… du weißt alles darüber, nicht wahr? Wie viele Male hast du den Tötungsfluch jetzt überlebt? Drei Mal? Drei ist eine magische Zahl, weißt du, wie sieben."

Slughorn kostete den Augenblick aus. Für Harry war es offensichtlich, dass er auf die sieben Horkruxe anspielte, doch die Weasleys schienen sich unerwarteterweise sehr unbehaglich zu fühlen.

„Es sind nur Gerüchte, Horace", sagte Mr. Weasley und durchbrach die momentane Stille. „Ich denke, du weißt genauso gut wie wir, dass Harry so sterblich ist wie jeder andere auch."

„Richtig, richtig", sagte Slughorn, seine stechenden Augen immer noch auf Harry gerichtet. „Tja, dann lass uns einen Blick auf deinen Arm werfen, junger Mann, und ich mache mich von dannen."

Als alle Blicke wieder auf ihm lagen, fühlte sich Harry plötzlich überhaupt nicht mehr danach, allen seinen Arm zu zeigen. Die Wunde war auf dem Oberarm gewesen, fast an der Schulter, somit gab es keine Möglichkeit, dass Slughorn ihn untersuchte, ohne sein Shirt auszuziehen. Und wenn er sein Shirt ablegte, würde er auch seine anderen Narben zeigen: das schwarze Mal auf seiner Brust und die Verbrennung, die das Medaillon hinterlassen hatte. Er konnte sich schon den Ausdruck des Entsetzens auf Mrs. Weasleys Gesicht ausmalen. Sie würden Fragen haben und Harry war nicht sicher, ob er diese beantworten wollte. Er war nicht bereit. Es war noch zu früh.

„Mir geht's gut, Professor. Mein Arm ist in Ordnung. Es gibt keinen Grund, ihn zu untersuchen, ehrlich."

„Ich bestehe darauf, Harry", erwiderte Slughorn beharrlich und seine Wangen wurden immer röter, während er den letzten Kaffee und Brandy austrank. „Die Nebenwirkungen, nach denen ich suche, sind möglicherweise nicht sichtbar. Wenn irgendetwas ungewöhnlich ist, muss ich es auf der Stelle sehen."

Harrys Gedanken waren immer noch bei dem schwarzen Mal. Er musste sich rasch entscheiden, ob er es Slughorn zeigen wollte oder nicht. Er versuchte, die Ereignisse zu ordnen. Konnte das Mal ein direktes Ergebnis von dem Pfeil sein, mit dem er getroffen worden war? Das machte keinen Sinn. Er war sicher, die Stelle schon vor der Beerdigung entdeckt zu haben. Dann war es möglich, dass Slughorn das Mal gesehen hatte, als er Harrys Schulter geheilt hatte. Was, wenn er etwas darüber wusste? Was, wenn er es nur wieder sehen wollte? Konnte er ihm Vertrauen entgegenbringen? Ginny vertraute ihm nicht. Warum sollte er es dann? Wir sind nicht unsterblich, aber es gibt Wege… Vielleicht war es eine der Situationen, in denen es besser ist, sich auf seinen Instinkt zu verlassen. Außerdem hatte Harry schon entschieden, dass er mit Hermine über das Mal sprechen würde. Er musste Slughorn nicht mit hineinziehen.

Sobald er diesen Gedanken gefasst hatte, hatte er sich entschlossen. Was er jetzt tun musste, war sich eine angemessene Erwiderung einfallen zu lassen.

„Da ist nichts Außergewöhnliches, Professor. Es gibt keinen Grund, meinen Arm zu untersuchen, wirklich."

„Das ist lächerlich!", rief Slughorn. Sein ganzes Gesicht war nun puterrot. „Wir gehen in einen anderen Raum, um dir das Shirt auszuziehen, wenn es dir peinlich ist. Aber ich muss wirklich einen Blick darauf werfen."

Für einen flüchtigen Moment funkelte Slughorn ihn so an, dass Harry dachte, der alte Professor würde ihn an den Hals springen. In der nächsten Sekunde stand Slughorn hinter Harrys Stuhl und wartete darauf, dass er ihm folgte.

„ Tut mir leid, Professor", sagte Harry ein bisschen bestimmter. Er war alarmiert von Slughorns Beharrlichkeit. „Ich werde Ihnen meinen Arm nicht zeigen. Aber ich weiß Ihre Hilfe zu schätzen."

Harry schaute zu Ron in der Hoffnung auf Unterstützung und bemerkte erleichtert, dass sein Freund wenige Zentimeter von Slughorn entfernt stand, eine Hand in der Tasche, wahrscheinlich seinen Zauberstab in der Faust geballt.

„Du verstehst nicht, Harry", sagte Slughorn, vielleicht etwas energischer, als er beabsichtigt hatte. „Ich weiß nicht, was du im Sinn hast, aber du wirst mir deinen Arm zeigen."

„Er hat Nein gesagt. Es ist nicht Ihr Problem, oder?", gab Ron zurück.

„Nicht mein Problem? Was ist das für ein Unsinn! Molly, hilf mir bitte. Kannst du ihm nicht Vernunft einreden?"

Sie schien zu zögern und warf Harry einen Blick zu, als wäre er als völlig Fremder. Er fühlte sich unbehaglich. Mr. und Mrs. Weasley hatten immer hinter ihm gestanden und jede seiner Entscheidungen unterstützt. Jetzt waren sie beide still und distanziert.

„Er hat Nein gesagt. Das sollte reichen", warf Ginny ein und trat vor ihre Mutter.

Die Weasley- Kinder standen nun im Halbkreis um Slughorn herum. George und Percy standen nun zu Ron und Ginnys Seite. George wirkte bedrohlich mit seinem schwarzen Umhang und Drachenhaut- Gürtel. Er war auch viel größer als Slughorn. Was Percy betraf, hatte Harry ihn noch nie so ernst gesehen.

„Du benimmst dich gerade unbesonnen und arrogant, wie dein Vater", sagte Slughorn harsch und richtete einen Finger auf Harry, der zwischen dem Zaubertränkemeister und dem Speisetisch feststeckte. „Severus hat immer gesagt, dass du deinem Vater zu sehr ähnelst. Du verhältst dich wie ein verwöhntes Kind. Deine Mutter würde sich für dich schämen."

„Das wird nicht funktionieren", sagte Harry. „Was ist so wichtig an meinem Arm? Haben Sie irgendetwas daran gedreht?"

Slughorns Gesicht färbte sich weiß. Er konnte sich nicht bewegen. Ron und Ginny waren zu nah und Georges Zauberstab zeigte auf seinen fetten Bauch. Harrys Fragen brachten ihn zweifellos aus dem Konzept.

„Wie kannst du es wagen? Ich bin auf deiner Seite! Denkst du etwa, dass ich dich verletzen würde? Den Jungen, der überlebt hat! Den Helden, der den Dunklen Lord zerstört hat! Wer würde danach noch etwas mit mir zu tun haben wollen?"

„Warum können Sie mir die Frage nicht einfach beantworten? Was ist los mit Harrys Arm?", fragte Ginny, die allmählich die Geduld verlor.

„Wirklich, das reicht jetzt", sagte Mr. Weasley. „Ihr drei lasst Horace auf der Stelle gehen."

Als Ron, Ginny und George sich nicht rührten, wiederholte Mr. Weasley seinen Befehl nicht. Stattdessen führte er die bestürzte Mrs. Weasley von der Gruppe fort ins Wohnzimmer. Es schmerzte Harry, Rons Vater ignorieren zu müssen, doch er war entschlossen, mehr über Slughorns Absichten zu erfahren.

„Es geht nicht um meinen Arm, nicht wahr? Es geht um etwas anderes?"

„Du bist ein alberner Junge!", rief Slughorn. „Das ist eine Angelegenheit, die deine Kapazität übersteigt. Du bist wie jeder andere, immer ein Schritt hinterher. Ich weiß nicht, was Dumbledore in dir gesehen hat."

„Wovon reden Sie da?", stieß Ron hervor. Er wurde sichtlich gereizt von der Situation.

Als er sah, dass Slughorn Ron offensichtlich nicht antworten würde, entschied sich Harry zu einer anderen Taktik.

„Was ist Destina Nobilis?", sagte er und starrte Slughorn in die Augen.

Zu Harrys Überraschung wich Slughorns zornige Miene einem triumphierten Grinsen. Dann packte er Harry an den Schultern und stieß ihn grob gegen den Tisch.

„Also hat Dumbledore dir nicht alles verraten, oder? Hat nicht geglaubt, dass sein Ritter dem gewachsen ist? Nun, lass mich dir etwas sagen, Potter. Nur einer kann durch das Tor treten und ich habe vor, diese Person zu sein. Du hast keine Ahnung, worauf du dich da einlässt. Du solltest dich wieder hinter deine Bücher verkriechen, Potter. Du wirst es nötig haben."

„Levicorpus!", rief Ginny.

Doch es war zu spät. Slughorn hatte eine kleine Phiole aus seiner Tasche gezogen und sie zu Harrys Füßen auf dem Boden geschmettert. Das Glas zerbrach und der Raum war sofort in völlige Dunkelheit getaucht. Es war so dunkel, dass Harry sich für den Bruchteil einer Sekunde fragte, ob er nicht das Bewusstsein verloren hatte. Er brauchte jedoch nicht seine Sicht, um zu wissen, dass Slughorn schon fort war.

„Lumos Maxima!", rief eine weitere kraftvolle Stimme.

Ein Ausbruch von silbernem Licht tauchte aus der Dunkelheit auf und enthüllte das Gesicht von Hermine Granger, die mehr als aufgebracht aussah. Zwei Menschen folgten ihr vorsichtig. Sie wirkten leicht verängstigt.

„Was geht hier vor sich?", rief sie, während es im Raum wieder heller wurde.

„Er ist verschwunden", sagte George und sammelte die Scherben der zerbrochenen Phiole zusammen. „Ich muss mir unbedingt eine davon besorgen."

„Bist du in Ordnung, Harry?", sagte Ginny besorgt.

„Er? Was ist mit mir?"

Ron kreiste langsam über dem Tisch, zupfte an seinem Shirt und schaute Harry von seiner umgedrehten Position aus an.

„Tut mir leid, Ron", sagte Ginny kichernd.

„Ich hasse diesen Fluch."


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