So wie versprochen das zweite Kapitel. *erschöpft ausatme*
Jetzt hat auch der erste der beiden eigentlichen Karaktere seinen auftritt (^_^)
Dürfte nicht schwer sein zu erahnen wer es ist P=
Disclaimer:
DN Angel gehört immer noch nicht mir (TT_TT) Aber ich arneite dran Dx *rumspinn*
-...- Mireille
=...= Mika
\...\ Krad
kursiv Gedanken
Kapitel 2
Leise klirrten Ketten in einer der hinteren Ecken des Raumes. Es war nur kurz doch die beiden Mädchen hatten es deutlich gehört. Mireille wurde sofort still.
Langsam wanderte der Lichtkegel zu besagter Stelle.
Mit einem markerschütternden Knurren stürzte sich den beiden ein riesiges Wesen entgegen.
Die mächtigen Kiefer und die spitzen Reißzähne waren das einzige was Mireille wirklich sah. Es geschah einfach zu schnell.
Vor Schreck stolperte sie rückwärts und fiel auf den harten Boden. Im gleichen Augenblick hörte sie nur einen erstickten Angstschrei neben sich und sah gerade noch im Augenwinkel wie etwas aus der Tür rannte.
Sie zitterte am ganzen Körper und war unfähig sich zu bewegen.
-Was zur Hölle ist das?-
Das Tier, wenn man es so nennen konnte, wütete immer noch dicht vor ihr. Immer wieder schlugen die Pranken in ihre Richtung doch es kam nicht an sie ran. Die Kette um seinen Hals hielt es glücklicherweise davon ab.
Wütend ließ sich das Wesen wieder auf alle Viere fallen und knurrte sie mit gefletschten Zähnen an.
Langsam beruhigte sich Mireilles Herzschlag wieder. Erst jetzt entdeckte sie das dicke Lederstück um das Maul des Tieres, was wohl ursprünglich dazu dienen sollte selbiges zu schließen.
-War ja unglaublich effektiv….-
Sie erhob sich, was ihr ein weiteres lauteres Knurren einhandelte. Doch das störte sie nicht. Ihre Schwester war wahrscheinlich schon aus dem Haus geflüchtet und sie wollte es ihr gleichtun. Jedoch hielt sie im Türrahmen inne.
Mika durchquerte gerade einen der großen Säle. Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen. Alles drehte sich in ihrem Kopf. Dieses riesige Vieh! Was war das? Wieso war es hier? Wie konnte es sowas überhaupt geben?
Sie merkte gar nicht dass sie immer noch lief. Einen Raum nach dem anderen ließ sie hinter sich. Erst in der großen Empfangshalle bleib sie abrupt stehen.
=Mireille!=
In ihrer Panik hatte sie ihre Schwester ganz vergessen. Langsam drehte sie sich um und blickte den langen Weg zurück. Sie konnte ihre Schwester nicht im Stich lassen, doch war ihre Angst zu groß als dass sie hätte wieder zurückgehen können.
Mika führte einen heftigen Kampf mit sich selbst, doch ihr Körper wollte ihr nicht gehorchen. Er bewegte sich keinen Schritt zurück. Völlig überfordert mit der Situation merkte sie nicht dass sich ihr jemand von hinten näherte. Sie spürte nur wie jemand ihr plötzlich ein Tuch auf Mund und Nase drückte.
=Nein! Mir…eill…e…=
Ihr Blick verschwamm und sie verlor das Bewusstsein.
Mireille holte ein paarmal tief Luft. Immer noch stand sie im Türrahmen. Sollte sie wirklich einfach so abhauen? Sie war zwar nach außen hin immer die Harte und Unerschütterliche, doch in Wirklichkeit hatte sie ein sehr weiches Herz.
Die Vorstellung das dieses Wesen bis an sein Lebensende hier alleine und ankettet vor sich hinvegetieren musste, tat ihr seelisch weh.
Entschlossen drehte sie sich wieder um und trat auf das nun wieder stärker knurrende Tier zu.
-Ganz ruhig. Ich will dir nichts tun.-
Sie war nicht wirklich davon überzeugt dass dieses Ding ihre Meinung teilte, dennoch näherte sie sich Schritt für Schritt.
Giftgrüne Augen fixierten sie dabei und nahmen jeder ihrer Bewegungen war. Ein tiefes Grollen begleitete jeden Schritt den sie unternahm.
-Ist gut. Ich will dir nur die Kette abnehmen und dafür tust du mir nichts, okay?-
-Ich bin verrückt. Als wenn es mich verstehen würde.-
Doch hatte sie seine Ohren nicht leicht zucken gesehen als sie mit ihm sprach?
-Kannst du mich verstehen? Falls ja, dann ist das doch ein guter Vorschlag gewesen oder? Du lässt mich am Leben und kriegst deine Freiheit.-
Das Wesen entspannte sich etwas und stellte leicht die Ohren auf. Es war also doch keine Einbildung gewesen.
Mireille tat einen weiteren größeren Schritt nach vorne und streckte die Hand nach dem dicken Lederband aus.
Im selben Moment spürte sie wie sie am Kragen gepackt und heftig nach hinten geschleudert wurde. Hart schlug sie auf. Das Geräusch der aufeinander prallenden Kiefer war ihr jedoch nicht entgangen. Entsetzt schaute sie auf den vor ihr stehenden Mann, der sie nur kalt ansah.
\Sag mal bist du lebensmüde? Eine Sekunde später und er hätte deinen Arm zermalmt.\
Die Stimme war schneidend. Dieser Mann vermittelte ihr ein ungutes Gefühl. Etwas Bedrohliches ging von ihm aus.
Ohne auf eine Antwort von ihr zu warten drehte er sich um.
\Und du machst auch nichts als Ärger. Halt still.\
Er packte sich das Lederband, ohne auch nur einen Hauch von Furcht, und zog es dem Wesen übers Maul.
Mireille konnte nicht anders als die beiden schlichtweg anzustarren.
In aller Seelenruhe ging der Mann um das Wesen herum und packte sich die Kette.
-Moment! Sie wollten doch wohl nicht etwa….?-
\War das nicht auch deine Idee?\
Mireille schwieg. Sie verstand die ganze Sache überhaupt nicht mehr. Dieser Mann tat so als wäre dieses Ding sein Hund. Und wie eben dieser schien das riesige Tier auch noch auf seine Befehle zu hören.
-Wer um alles in der Welt ist das?-
\Du lässt sie in Frieden verstanden? Rühr sie nicht an.\
Mireille sah nicht genau was er tat doch wenige Sekunden später knallte die Kette krachend gegen die Wand.
-Er hat wirklich….!-
Sie kniff die Augen zu, darauf gefasst jede Sekunde angegriffen und zerfleischt zu werden. Doch nichts geschah.
Langsam öffnete sie die Augen wieder. Grün traf auf Braun. Deutlich sah sie die langen Reißzähne, da ihr gegenüber die Zähne wieder gefletscht hatte.
Plötzlich als wär ihm etwas Wichtiges wieder eingefallen, sprang das Wesen an ihr vorbei und hielt geradewegs auf die Tür zu.
\NEIN!\
Sofort bremste das Wesen ab, als es den im Raum wiederschallenden Schrei hörte, und hinterließ dabei lange Kratzspuren im Boden.
\Das gilt auch für ihre Schwester. Also reiß dich zusammen.\
Wütend riss das Tier sein Maul auf und fauchte den Mann an. Dennoch versuchte es nicht erneut aus der Tür zu hechten.
-!...Was ist mit meiner Schwester? Haben Sie sie gesehen?-
Erst jetzt fiel ihr Mika wieder ein.
\Keine Angst. Sie ist in Sicherheit.\
-Wo ist sie?-
\Sie schläft. Ich habe sie in mein Zimmer gebracht, dort wird er ihr auf keinen Fall etwas antun können.\
-Sie schläft?-
\Später. Komm jetzt! Er hört zwar auf mich aber ich bin nicht scharf darauf zu testen was er in meiner Abwesenheit veranstaltet.\
Dies ließ sich Mireille nicht zweimal sagen. Sie vertraute diesem Mann zwar nicht aber es war tausendmal besser seine Anwesenheit zu ertragen, als nochmal alleine mit diesem Ding zu sein!
Sofort setzte er sich in Bewegung. Mireille hatte sichtlich Mühe mit ihm Schritt zu halten.
Sie schätzte ihn auf ca. 23 und er schien um die 1,85m groß zu sein. Zumindest irgendetwas so um den Dreh.
Dementsprechend weitreichend waren seine Schritte und sein Tempo war auch nicht gerade wie bei einem Sonntagnachmittagsspaziergang.
Ihnen voraus lief dieses riesige Tier. Als sie an die Treppe gelangten nahm es gleich 5 bis 6 Stufen gleichzeitig, als wäre das nichts.
Schnell war es aus ihrer Sicht, da die Treppe leicht gebogen verlief.
Doch schien es auf sie zu warten. Mireille spürte die durchdringenden Blicke, die es ihr jedes Mal zuwarf, bevor es wieder weiterlief.
\Er hat es scheinbar auf die abgesehen. Normalerweise wartet er nicht.\
Mireille horchte auf.
-Normalerweise? Soll das heißen Sie lassen ihn öfter da unten raus?-
\Genau das heißt es. Ich bin für ihn verantwortlich. Das ist auch der Grund warum er meine Befehle entgegen nimmt. Würde er mich nicht akzeptieren, wäre ich sicherlich schon lange tot.\
Irgendwie klang das so nebensächlich wie er das sagte. Er schien sowieso kein Freund von Emotionen zu sein. Aus seinem Gesicht hatte er sie jedenfalls erfolgreich verbannt.
Oben angekommen wurden sie bereits erwartet. Im hellen Mondlicht, das durch die Fenster sank, konnte Mireille das Wesen zum ersten Mal erst richtig in Augenschein nehmen.
Es sah aus wie eine Mischung aus Hund, Echse und noch etwas von dem sie sich noch nicht sicher war was genau es war.
Sein Fell war pechschwarz und schimmerte seidig im Licht. Seine Augen wirkten dadurch nur noch giftiger.
Die Mähne und das Fell am Schwanz hatten eher einen sehr dunklen Violett-Ton. Es war eine ungewöhnliche angenehme und schöne Farbe.
Wenn Mireille es recht bedachte, fand sie dieses Tier faszinierend. So friedlich wie es im Moment dastand und sie einfach nur ansah, hatte sie das Gefühl dass sie sich vorhin umsonst gefürchtet hatte.
Jedoch wusste sie dass sie sich besser nicht täuschen sollte. Sie war bereits eines besseren belehrt worden.
Das Wesen wendete seinen Blick von ihr ab und sah nun erwartungsvoll den Mann an.
\Ist ja schon gut. Ich hol dir was.\
Und mit diesen Worten bog er in einen der Räume ein. Dicht gefolgt von Mireille und dem Wesen. Er öffnete die Tür zu einer kleinen Kammer. Es wirkte wie ein Lagerraum.
\Wartet hier!\
Schon war er im Raum verschwunden.
-Spinnt der? Mich hier einfach allein zu lassen!-
Mireille wollte ihm gerade folgen, als er ihr schon wieder entgegen kam. Hinter sich konnte sie ein freudiges Tapsen hören. Erst dann sah sie den riesigen Brocken Fleisch, den er in seiner Hand hielt.
\Danach ist er ruhiger. Dann kannst du dich auch etwas von mir entfernen. \ , meinte er nur und trat lässig die Tür hinter sich zu.
Auf dem ganzen Weg zum Garten schlich das Wesen um sie herum. Mireille kam sich vor wie auf dem Präsentierteller. Auch wenn sie wusste, dass sie nicht das Objekt der Begierde war. Kaum draußen angekommen, schoss er an ihr vorbei und drehte sich zu dem Mann um.
Dieser warf ihm das Fleisch entgegen, was sofort gefangen und weggeschleppt wurde. Das Wesen sprang mit einem riesen Satz auf eine nahe Mauer und begann genüsslich zu fressen.
\Kaum hält man ihm Futter vor die Nase verhält er sich wie ein verspielter Welpe.\
Ein leichtes Lächeln spielte um seine Lippen und das stand ihm gar nicht so schlecht, wie Mireille zugeben musste.
-Er ist also doch nicht so gefühlkalt wie er tut.-
Heimlich musterte sie ihn. Er hatte ein hübsches Gesicht und interessante goldfarbene Augen. Fast den gleichen Farbton hatten auch seine Haare, die er zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte. Einem verdammt langen Pferdeschwanz! Dieser reichte ihm bis an seine Wade. Am Ende des Zopfes war ein Kreuz eingeflochten. Mireille fragte sich wozu das gut sein sollte aber irgendwie hatte es auch was. Einzelne Strähnen fielen im wild ins Gesicht. Alles passte zu seiner großen und wohl auch sportlichen Erscheinung. Soweit sie letzteres nur erahnen konnte.
Doch! Sie musste zugeben, dass er erstaunlich gut aussah. Nur sein kalter Blick störte sie.
\Ist was?\
Mireille zuckte zusammen, als sie merkte dass er ihr direkt in die Augen sah. Sie musste ihn angestarrt haben und das war ihr mehr als peinlich.
-S…Sorry…-, nuschelte sie verlegen und sah schnell wieder weg.
-Wie peinlich. Er hält mich bestimmt für bescheuert. Dabei ist er selbst nicht grad normal.-
\Wie heißt du eigentlich?\
-Hm?...Eh..Mireille. Mireille Tenshi.-
\Der Name ist nicht wirklich treffend oder?\
Leicht grinsend blickte er sie an. Es dauerte etwas bis sie verstand, dass er sie auf ihren Nachnamen anspielte.
-Ehm…-
-Was soll man darauf denn jetzt sagen?-
\Engel steigen nachts nicht heimlich in fremde Häuser ein und versuchen seltsame Wesen freizulassen.\
-Wir sind nicht eingestiegen. Es war offen, ja!-
Sie bereute direkt ihren frechen Ton, denn ihr Gegenüber zuckte leicht mit der Augenbraue.
Doch lächelte er nur leicht und sah wieder zu dem Wesen. Es hatte in der Zwischenzeit den ganzen Brocken verschlungen.
\Zumindest bist du mutiger als deine Schwester.\, stellte er fest.
Mireille lief leicht rot an und sagte nichts. Sie hatte das sichere Gefühl, was auch immer sie sagte, wäre sinnlos. Das wurmte sie! Normalerweise konnte sie jeden an die Wand argumentieren. Nur in diesem Fall sagte ihr ihr Instinkt dass sie keine Chance hätte.
Also beließ sie es dabei. Sie wusste wann es besser war klein bei zu geben.
-Wie heißen Sie eigentlich, wenn ich fragen darf?-
Sie bemerkte dass er zögerte.
\Ich heiße Krad.\
-Krad? Das ist doch kein Name oder?-
\Ich weiß. Er ist etwas ungewöhnlich. Man hat dir angesehen was du gedacht hast.\
Wieder nahm ihr Gesicht eine kräftigere Farbe an. Sie wusste diesen Kerl einfach nicht einzuordnen. Er war total gelassen und tat so als wüsste er über alles Bescheid. Auf der anderen Seite war er kalt und unnahbar.
-Der ist sicher mehrfacher Mörder…-
\Was wolltet ihr eigentlich hier?\
-Es ging um 'ne Wette. Irgend so ein Großmaul meinte dass ich nicht genug Mumm hätte hier eine Nacht zu verbringen.-
\So 'ne Art Mutprobe? Habt ihr nichts besseres zu tun?\
-Nein. Mein Vater ist tot. Wir leben allein bei unserer Mutter. Aber sie muss die ganze Zeit Arbeiten. Sie weiß gar nicht dass wir hier sind. Es ist unglaublich langweilig immer nur zu Hause zu hocken.-
\Und dann musstet ihr euch ausgerechnet dieses Haus aussuchen?\
-'Tschuldigung! Aber hier gibt es nicht so viele leer stehende Anwesen die so 'nen Ruf haben wie dieses.-
Man hörte deutlich die Ironie in ihrer Stimme aber er überhörte diesen leichten Unterton einfach.
Krad setzte die Finger an seine Lippen und pfiff einmal laut und durch dringlich. Sofort flog der Kopf des Wesens hoch und es sprang von der Mauer auf sie zu.
Zufrieden kraulte Krad ihm flüchtig den Kopf und drehte sich dann um, um wieder reinzugehen.
-Ist das immer noch dasselbe Vieh?-
Immer mehr schien es ihr so, als wäre es nur ein übergroßer mutierter Schoßhund. Ein sehr großer Schoßhund wohlgemerkt. Er durfte ein Stockmaß von 1,50m haben. Beeindruckend! Vor allem aus nächster Nähe.
Wie genau eben dieser besagte Schoßhund legte sich das Wesen vor den Kamin und schloss die Augen um zu dösen.
\Hier habt ihr euch also breit gemacht.\
Krad überblickte kurz die Lage und schob die Möbel wieder an ihren angestammten Platz. Mireille sammelte ihre Sachen ein, ebenso die ihrer Schwester und legte sie in einen der Sessel.
-Wohnen Sie hier?-
\Ja. Ich kann ihn schlecht alleine lassen.\
Er zeigte kurz auf das Wesen und fischte das Buch von Boden, welches Mireille liegen gelassen hatte.
-Ich will mich ja nicht beschweren aber ist es hier nicht ein bisschen sehr dreckig?-
Sie gab sich Mühe es möglichst harmlos klingen zu lassen.
Er sah sie kurz aber durchdringend an und wendete sich wieder ab. Erst als das Buch wieder im Regal stand antwortete er ihr.
\Wenn hier alles Tip-Top wäre, meinst du wirklich das dieses Haus noch als leer stehend gelten würde?\
Da hatte er Recht. Sie nickte als Zeichen dass sie verstanden hatte. Auf diese Weise war das Anwesen nicht gerade einladend und bot ein ideales Versteck mit seiner labyrinthartigen Aufteilung. Die Gerüchte taten ihr übriges.
Break! Sonst wird das Kapitel zu lang Dx
Hab jetz schon nen Tippkrampf (_)
Mit dem dritten werd ich mir jetzt etwas Zeit lassen, da mein Urlaub mit diesem Wochenende wieder vorbei ist. Das geht immer so schnell ... (Ó_Ò)
However... Viel Spaß hiermit und bis bald =D
