Titel: Summertime Kids
Autor: Vorabiza
Übersetzung: Nerventod
Beta: Ituep
oooooooooo
8. Geständnisse
Draco schaute ihn neugierig an, folgte Harry aber in ihr Zelt.
„Es ist fast Zeit zum essen, ihr zwei", rief Blaise ihnen nach.
„Ja, so habe ich nur ein paar Minuten dazu, Draco in dem Frieden und der Ruhe unseres Zeltes zu vernaschen. Vertraut mir, ich kann das", sagte Harry über seine Schulter.
Gelächter und Pfiffe aller Jungen folgten ihnen in ihr Zelt.
„Du hast mich nicht hier her gebracht, um mich zu vernaschen", sagte Draco. „Dafür hätten wir draußen bleiben können."
Harry lächelte leicht. „Das ist wahr. Ich habe dich nur hier her gebracht, um dir von meinem Deal mit Severus zu erzählen, den ich mit ihm getroffen habe, bevor wir abgereist sind."
Draco schaute ihn mit neuem Interesse an. „Nun, dann lass mal hören", sagte er.
Harry beobachtete Draco vorsichtig, als er erklärte, dass Severus es leid war, sie überall im Haus zu erwischen und dass er sicherstellen wollte, dass sie dem Haus ein paar Tage fernblieben. Er erzählte, dass Severus nicht sicher gewesen war, dass Draco nicht darauf beharren würde eher nach Hause zurückzukehren, sobald er erkennen würde, wie primitiv die Bedingungen hier sein würden.
„Ich denke, dass ich mich ganz gut halte", erwiderte Draco.
„Das tust du", sagte Harry glücklich. „Aber Severus hat mich mit einer kleinen Absicherung versorgt."
„Was meinst du?" fragte Draco mit zu Schlitzen verengten Augen.
Harry grinste glücklich, dass Draco das Verhalten von Severus nicht übel genommen hatte. Er ging zu seiner Tasche und stöberte auf deren Boden herum, zog die zwei Flaschen Feuerwhiskey heraus und hielt sie triumphierend hoch.
Dracos Augen weiteten sich, als sein Unterkiefer zu Boden fiel. „Ist das dein Ernst?", keuchte er und griff nach einer der Flaschen.
„Ja! Dein Pate hat mir zwei Flaschen Feuerwhiskey gegeben, damit ich dich zum Bleiben verführen könnte, wenn du dich dazu entschieden hättest, bockig zu werden und darauf zu beharren, früher nachhause zu fahren", erklärte Harry.
Draco grinste hinterhältig. „Ich frage mich, ob er begreift, dass es uns nur dazu ermutigt, zuhause noch 'liebevoller' zu einander sein, wenn er Bestechungen wie diese anbietet."
„Ich denke, dass er sich einfach mehr dafür interessiert hat, uns zwei für mindestens zwei Tagen aus dem Haus zu haben", erwiderte Harry grinsend.
„Ich kann nicht glauben, dass er meinem Freund gesagt hat, mich betrunken zu machen", sagte Draco kopfschüttelnd.
„Ich auch nicht und das habe ich ihm auch gesagt. Er war ziemlich hartnäckig darin, uns nicht zu erlauben früher nach Hause zurückzukommen, wenn es sich nicht um Leben oder Tod handelt", sagte Harry.
„Ooooh, wenn wir das hier mit Hermines Trank kombinieren, werden wir uns nicht sorgen, wo wir heute Abend sind", sagte Draco fröhlich.
„Ich denke, dass es genau das war, was Severus damit im Sinn hatte", sagte Harry.
„Ja, auch egal", sagte Draco.
Harry wurde ernst. „Du weißt schon, dass wir morgen früh nicht nach Hause gehen werden, wenn du einen schlimmen Kater haben wirst, oder?"
Harry wusste, dass Severus ihm einen Trank gegen den Kater gegeben hatte, aber Draco wusste das nicht. Wenn Draco sogar dazu bereit war bei einem drohenden Kater hier zu bleiben, fühlte sich Harry ziemlich sicher.
„Natürlich nicht", spottete Draco.
„In Ordnung", sagte Harry. „Ich weiß nur, dass ich derjenige bin, der für verantwortlich gehalten wird, und ich will wirklich nicht Severus' Glaube an mich zerstören. Es hat ewig lange gebraucht, ihn mir zu verdienen."
Draco schaute schließlich wirklich zu Harry. „Ich weiß, wie wichtig es ist und ich werde nichts tun, um das zu gefährden", sagte er ernst. „Ich schwöre, ich werde keinen Anfall bekommen und darauf bestehen, früher nach Hause zu gehen."
Harry schüttelte seinen Kopf. „Ich hoffe nicht. Wir haben noch einen weiteren ganzen Tag hier."
Draco grinste wieder. „Lass sie uns jetzt weglegen und später alle damit überraschen."
Harry seufzte und hoffte auf das Beste. Das war häufig alles was er tun konnte, wenn es dazu kam, sich mit Draco zu befassen. Sie steckten den Feuerwhiskey zurück in Harrys Tasche und gingen aus ihrem Zelt, nur um alle bereits beim Essen vorzufinden.
„Es ist Zeit, dass ihr beide wieder zurückkommt", sagte Ron.
„Was habt ihr gemacht?", fragte Hermine, als sie den fröhlichen Ausdruck Dracos und den etwas resignierten Ausdruck von Harry sah.
„Das möchtest du nicht wissen", antwortete Draco mit einer sing-sang-Stimme.
Harry seufzte einfach und setzte sich, während Hermine geneckt wurde, weil sie so eine dumme Frage gestellt hatte. Alle dachten zu wissen, dass Harry und Draco Sex miteinander gehabt hatten, aber Hermine beobachtete Harry weiterhin neugierig.
Sie stand auf und ging hinüber, um sich ein Getränk aus dem Kühler zu Harrys Füßen zu holen. „Gibt es ein Problem, Harry?", fragte sie besorgt.
Harry lächelte ihr zu. „Nein", wisperte er. „Ich hoffe nur, dass ich Draco die ganze Zeit hier behalten kann."
Sie schaute ihn verwirrt an, nachdem sie flüchtig zu dem noch fröhlich aussehenden Draco geblickt hatte, der gerade Blaise neckte. Harry schüttelte nur seinen Kopf. „Ehrlich ist es keine große Sache", sagte er.
„Bist du dir sicher?", fragte Hermine leise. „Du siehst ein wenig... resigniert aus."
„Das kommt manchmal davon, ein Teil von Draco zu sein", sagte Harry lachend. „Du schwimmst einfach mit dem Strom und hoffst auf das Beste."
Sie sah nicht gerade beruhigt aus, klopfte ihm aber leicht auf die Schulter, ehe sie zu ihrem Platz zurückging.
Nach dem Abendessen halfen die Zwillinge beim aufräumen, die Mädchen gingen los um den Trank zu brauen und die anderen Jungen setzten sich unter das Sonnensegel, um sich zu entspannen und für eine Weile nichts zu tun. Mit Ausnahme vom Harry.
„Remus?"
„Was willst du, Harry?", fragte der.
Harry zog ihn beiseite und klärte ihn über Severus und die Flaschen Feuerwhiskey auf, bis Remus ihn ungläubig anstarrte.
„Severus hat das nicht gemacht", sagte Remus, nicht so genau an dem zweifelnd, was Harry gesagt hatte, als daran, wie Severus sich benommen hatte.
Harry grinste. „Du hast gefragt, wie Severus damit umgeht, mit uns beiden zusammen zu wohnen. Nun, er tut es nicht so gut. Er hat mir Alkohol gegeben, damit ich seinen eigenen Patensohn davon abhalten kann, nicht vor ein paar Tagen zurückzukommen."
Remus lachte schließlich aus ganzem Herzen. „Also, was genau willst du von mir?", fragte er.
„Nun, zum ersten wäre es nützlich, wenn du und Tonks heute Abend ein Auge zudrücken könntet", gab Harry zu und zuckte ein wenig zusammen, da er nicht so sicher war, wie Remus diese Idee aufnehmen würde.
„Harry, ich bin mit deinem Vater und Sirius bei vielen Gelegenheiten zusammen gewesen. Ich verstehe vollkommen und erinnere mich daran, wie es ist in eurem Alter sein", sagte Remus mit einem sanften Lächeln. „Ich habe kein Problem damit ein Auge zuzudrücken. Wie Severus vertraue ich deinem Urteil, selbst wenn du etwas trinken solltest."
Harry schaute ihn neugierig an. „Warum? Warum würdest du mir trotzdem noch vertrauen?"
„Weil, Harry, du einfach nicht erlauben würdest, dass deine Freunden in Gefahr geraten, wenn du es verhindern kannst", sagte Remus freundlich. „Es ist ein Teil deiner Persönlichkeit." Dann lächelte er. „Obwohl ich nicht ein Stück überrascht wäre, wenn es heute Abend zu irgendwelchen Streichen und sexuellen Handlungen kommen würde."
Harry grinste ihn nicht im geringsten verlegenen an. Er war vor langer Zeit darüber hinaus sich unbehaglich zu fühlen, wenn man bedachte, mit wem er zusammen war. „Draco und ich hoffen irgendwie, dass die anderen sich schließlich zusammenraufen und uns allein lassen können. Wenn man die Möglichkeiten bei Pflicht oder Wahrheit heute Abend betrachtet, glauben wir, dass das hochwahrscheinlich ist. Mit ein bisschen Glück, werden heute Abend noch ein paar mehr Leute knutschen."
Remus gluckste und hielt abwehrend seine Hände hoch. „Ich brauche nicht mehr zu hören." Dann wurde er wieder ernst. „Wenn ihr irgendetwas bracht, weißt du, wo du mich findest."
„Natürlich Remus", sagte Harry und umarmte den Mann schnell.
„Hast du nicht gesagt, dass du noch einen weiteren Gefallen brauchst?", fragte Remus.
„Emmm, ja", sagte Harry, nahm den Beutel mit Anti-Kater-Trank aus seiner Tasche und reichte ihn Remus. „Könntest du die morgen früh an alle ausgeben, die sie brauchen?"
Remus gluckste wieder. „Zumindest hat Severus so weit voraus gedacht, zu verhindern, dass Draco mit einem Kater zurückkommt."
„Definitiv" sagte Harry. „Ich habe zwei davon behalten. Hoffentlich kann ich Draco ablenken, bevor er am Morgen aufsteht. Er freut sich auf heute Abend, was aber nicht heißt, dass das für morgen früh ein gutes Zeichen ist", sagte er mit einer leichten Fratze.
„Es gibt Zeiten, in denen ich mich über die enge Beziehung, die du mit Draco hast wundere und dann gibt es Zeiten, in denen ich mich frage, wir ihr es schafft einander zu überleben", sagte Remus kopfschüttelnd.
Harry zuckte mit den Achseln und lächelte Remus leicht an. „Wir kennen einander sehr gut und machen es einfach so, dass es funktioniert, schätze ich."
„Ich freue mich für Dich, Harry. Wie auch immer ihr es macht, damit es funktioniert, ihr seid beide offensichtlich sehr glücklich. Geh jetzt", sagte Remus und scheuchte Harry zurück zu seinen Freunden. „Ich denke, dass er im Moment ein wenig unglücklich ist", sagte er und zwinkerte Harry zu.
Harry grinste. „Danke, Remus."
Harry ging glücklich zu den anderen zurück und setzte sich neben Draco. „Hast du mich vermisst?", fragte er und gab ihm einen schnellen Kuss.
„Was hast du gemacht?", fragte Draco.
Harry flüsterte ihm zu, worüber er mit Remus gesprochen hatte und Dracos fröhlicher Blick war zurück. Harry schüttelte seinen Kopf und schaltete sich in das Gespräch der anderen ein.
„Das war nicht fair", ärgerte sich Ron.
„Und warum war es das nicht?", fragte Blaise amüsiert. „Slytherin hat fair und korrekt gewonnen. Es ist nicht so, als hätten wir betrogen, oder als ob wir das je tun würden."
„Weil Harry gewonnen hat, egal wer wirklich gewonnen hat", sagte Ron mit einem Blick zu Harry und Draco, die sich glücklich zusammengekuschelt hatten. „Warum gewinnt Harry selbst dann, wenn Slytherin gewinnt?"
Harry und Draco starrten Ron für einen Moment ungläubig an, ehe sie begannen zu lachen.
„Ich hasse es, das zuzugeben", sagte Draco. „Aber du hast wirklich Recht. Ich verstehe völlig, was du damit meinst, dass Harry immer gewinnt. Ich bin immer ein wenig irritiert gewesen, dass Harry immer gewinnt", sagte er, womit er sich einen Kuss vom Harry verdiente.
„Siehst du, Draco gibt praktisch zu eifersüchtig zu sein und die ganzen Jahre nur Mist gebaut zu haben und er bekommt dafür sogar noch einen Kuss", sagte Ron überrascht. „Harry gewinnt wieder!"
Harry riss sich vom Draco los und lachte über Ron. „Ich gewinne nicht immer", protestierte er amüsiert.
„Das tust du", sagte Ron.
„Du bist nur eifersüchtig, weil ich so einen guten Freund habe", sagte Harry eingebildet.
Ron schnaubte. „Ja, weil ich einen Freund wie Draco Malfoy will", sagte er sarkastisch.
„Pass auf, Weasley", warnte Draco, wobei seine Lippen amüsiert zuckten. „Ich will dich sowieso nicht."
Ron erschauderte, was die anderen dazu brachte, vollends in Gelächter auszubrechen. „Nein, das ist bestimmt nicht etwas, für das ich auf Harry eifersüchtig bin."
„Warum fragst du sie denn nicht einfach?", fragte Harry.
Ron errötete leicht. „Wen denn fragen?"
„Pansy", schnarrte Draco.
Ron fing an zu husten und Blaise sah überrascht aus. „Sie haben recht? Du magst Pansy?", fragte er neugierig.
„Fang nicht an, ihn aufzuziehen", grinste Draco Blaise an.
„Und warum nicht?", fragte Blaise vorsichtig.
„Weil du immer noch nicht den Mut aufgebracht hast, Hermine zu fragen", sagte Harry in einer sing-sang-Stimme und genoss es unermesslich, wie Blaise ebenso errötete wie Ron.
Alle Jungen grinsten entweder oder lachten Blaise und Ron aus.
„Du magst Hermine?", quiekste Ron Blaise an.
„Und? Du magst Pansy", erwiderte Blaise defensiv.
„Oh, unser lieber kleiner Ronniekins", seufzte Fred.
„So schnell erwachsen", stimmte George zu und schlug sich seine Händen vor die Brust.
„Haltet die Klappe", schnappte Ron gereizt.
Fred und George waren zurück zu der Gruppe gekommen, nachdem sie das Abendessen abgeräumt hatten, aber Hermine und Pansy waren beide noch im Wohnmobil und arbeiteten an dem Trank.
„Ich dachte immer, dass Ron mit Hermine zusammenkommen würde", sagte Vince leise.
„Haben wir das nicht alle?", schnarrte Draco.
„Ja, nun, die meisten haben gedacht, dass du mit Pansy zusammenkommen würdest", sagte Greg zu Draco.
Alle Jungen kicherten als Dracos Gesicht sich zu einer Grimasse verzog, sogar Harry. „Ich muss zugeben, Draco, ich habe lange Zeit dasselbe gedacht", sagte Harry mit einem Grinsen.
„Nein, das ist einfach falsch", sagte Draco mit einem leichten Schaudern.
„Hey! Das ist das Mädchen, das ich haben will, über dass ihr alle... scheußlich redet", protestierte Ron.
„Ich denke das ist der Punkt!", sagte Fred.
„Sie ist ein Mädchen", stimmte George zu.
„Oh", sagte Ron und sein Sinn für Empörung und Beschützen verflog schnell wieder. „Ich denke, dass das einen Unterschied macht."
„Du nimmst nur an, dass das einen Unterschied macht?", fragte Harry ungläubig. „Denkst du nicht, dass Pansy und ich mehr als nur ein wenig unterschiedlich sind?"
Harry kreischte plötzlich auf, als Dracos Hand sich in die Vorderseite seiner Jeans schob. Er hatte keine Ahnung, wie Draco das so schnell geschafft hatte, aber seine Augen wurden glasig, als Draco begann ihn zu streicheln. Er entschied, dass es in diesem Moment keinen Grund gab, die enge Jeans zu tragen und war verdammt dankbar, dass er vorhin beschlossen hatte, auf weite Jeans zu tragen.
„Ich kann bestätigen, dass Harry mehr als nur ein wenig anders als Pansy ist", sagte Draco in einem leicht wissenschaftlichen Ton. Es klang so, als ob er an einem Zaubertrankexperiment arbeitete.
Die anderen lachten, während sie zur gleichen Zeit ein wenig ungläubig aussahen, dass Draco wirklich vor ihnen seine Hand in Harrys Hose hatte. Harry mochte sich zuerst ein wenig gesorgt haben, aber er hatte bereits entschieden, dass er nicht wirklich etwas dagegen hatte, da die Mädchen nicht hier waren. Noch mehr von Dracos erfahrenen Berührungen und er würde sich wahrscheinlich auch nicht mehr sorgen, ob die Mädchen oder jemand anderes hier auftauchen würde.
„Bist du dir wirklich sicher?", grinste Blaise, der seine Frage zwar Draco gestellt hatte, aber mehr Harry beobachtete.
Dracos Hand glitt weiter hinunter, drückte leicht Harrys Hoden und der atmete daraufhin scharf ein.
„Draco", flehte Harry, der sich nicht mehr darum sorgte, dass er vor seinen Freunden nach mehr bat.
„Ja, ich bin ganz sicher", sagte Draco sachlich.
„Oh nein", protestierte Ron, der dem ganzen aufmerksam zuschaute. „Du wirst Harry nicht vor meinen Augen zum Höhepunkt bringen."
„Halt die Klappe, Ron", zischte Harry, als Draco sein Glied ergriff und begann es langsam zu streichen.
„Das kannst du nicht allen Ernstes tun", sagte Ron, während er die beiden weiterhin mit Stielaugen beobachtete.
„Ich prüfe nur nach, dass er anders als Pansy ist", sagte Draco unschuldig.
„Und woher willst du wissen, wie Pansy ist", fragte Ron und funkelte Draco plötzlich an.
„Hmmm, guter Punkt", sagte Draco nachdenklich. „Ich weiß technisch gesehen eigentlich nicht, wie sie ist", gab er zu.
Ron sah bei Dracos Aussage erleichtert aus, doch Draco machte weiter.
„Allerdings gab es eine Zeit, in der sie herausgefordert wurde, nackt durch den Slytherin-Gemeinschaftsraum zu flitzen", sagte er und grinste Ron an.
„Oh, Merlin! Wie habe ich das nur vergessen können?" fragte Blaise und lachte über diese Erinnerung.
„Meint ihr das ernst?", fragte Ron. Er erhielt ein Nicken von den Slytherins. „Ich wünschte, ich wäre da gewesen", sagte er wehmütig.
„Mir hat es nicht wirklich etwas gegeben", erwiderte Draco.
Harry stöhnte leicht, ohne zu wissen, dass er damit wieder die volle Aufmerksamkeit von allen zu ihm zurückbrachte. Er hatte sich Dracos Diensten einfach hingegeben und scherte sich nicht mehr, wer noch zusah. Sein Kopf hatte er zurückgeworfen, seine Augen fest geschlossen und seine Hände waren zu Fäusten geballt.
Draco gab die Neckerei auf und bewegte sich ein bisschen, so dass er seine Lippen an den freigelegten Hals von Harry bringen konnte. Er saugte leicht an dem Punkt unter Harrys Kiefer, was Harry dazu brachte, noch tiefer zu stöhnen.
„Das zu sehen bringt mir was und technisch gesehen, sehen wir noch nicht einmal Haut", sagte Vince leise und beobachtete begierig Harry und Draco.
„Ich muss sagen, dass ich da zustimme", sagte George.
„Ich wusste nicht, dass Harry so heiß ist", stimmte Fred zu, während sein Blick auf dem Geschehen vor ihnen klebte.
Sogar Blaise und Ron sahen genau zu und waren nicht wirklich überrascht, als Dracos andere Hand in seine eigene Jeans glitt, um sich selbst zu streichen, während er weiterhin Harry streichelte. Es schien eine wirklich ungeschickte Position sein, aber Draco schien es nicht zu stören und Harry schien damit ganz sicher kein Problem zu haben. Er streckte einfach seine Beine aus und bewegte seine Hüften ein wenig, um es für Draco leichter zu machen.
Harry hob seine Hand, die nicht unter Draco gefangen war, vergrub seine Finger in dessen Haar und zog leicht daran, bis Dracos Kopf sich so weit nach oben genährt hatte, dass Harrys Lippen die seinen gefangen nehmen konnten. Es war ein äußerst hitziger Kuss und kombiniert mit den Handlungen der Hände, schauten alle Jungen zu und rutschten unbequem umher. Während sie die Schreie des anderen schluckten, brachte Draco sie beide fast zur gleichen Zeit über die Klippe.
Es schien eine automatische Antwort von Harrys zu sein, dass er seinen Zauberstab aus seiner Tasche gleiten ließ und schnell ein paar Reinigungszauber murmelte, während Draco seine Hände aus ihren Jeans gleiten ließ. Sie beide hielten ihre Augen geschlossen und keuchten schwer.
„Draco?"
„Ja, Harry?"
„Hast du mich gerade vor unseren Freunden zum Höhepunkt gebracht?" fragte Harry.
„Emmm, ja. Mich selbst auch", antwortete Draco.
„Das habe ich mir gedacht", sagte Harry.
„Ich habe dir das noch von vorhin geschuldet", sagte Draco.
„Ah, ja, dafür, dass du mich vor der Schnitzeljagd geärgert hast", sagte Harry, der sich jetzt daran erinnern konnte.
„Ja", sagte Draco zustimmend.
„Seid ihr zwei jetzt fertig?", fragte Ron sarkastisch, klang aber mehr enttäuscht, dass er nicht auch so etwas erlebt hatte, als dass er sich wirklich über Harry und Draco ärgerte.
„Ja, das ist nicht wirklich fair für den Rest von uns", sagte Blaise und man konnte klar ein wenig Schmollen heraus hören.
Harry und Draco öffneten schließlich ihre Augen und sahen ihre Freunden an, die sie beide mehr oder weniger anfunkelten. „Ich glaube, dass das ein weiterer Unterschied zwischen Harry und Pansy ist", schnarrte Draco. „Harry braucht keine Herausforderung, um seine Hemmungen zu verlieren."
Die Gruppe brach wieder in Gelächter aus, alle in der Meinung, dass Draco da recht hatte.
