Titel: Summertime Kids

Autor: Vorabiza

Übersetzung: Nerventod

Beta: Ituep

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muss zum essen, also nur kurz: danke für die kommis

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11. Der Morgen... äh, Nachmittag danach

Harry stöhnte am nächsten Morgen, als er aufwachte und ihn die Sonne sogar bei geschlossenen Augen blendete. Er versuchte seine gegenwärtige Situation zu analysieren und bemerkte, dass sein Kopf gnadenlos schmerzte, sein Magen rebellierte, sein Mund sich scheußlich anfühlte und sein Körper einfach überall wehtat.

Er versuchte seine Augen zu öffnen und fügte verklebte Augen zu seiner Liste der physischen Beschwerden hinzu. Er brauchte ein paar Momente, um zu erkennen, dass blauer Himmel und flaumige Wolken über ihm waren. Er hob seine Hand, um seinen Augen etwas Schatten zu spenden und hob seinen Kopf ein wenig, um sich umzuschauen und erkannte, dass er und Draco draußen vor dem Lagerfeuer geschlafen hatte.

Es dauerte ein paar Minuten, um die sich die Ereignisse des letzten Abends wieder vor Augen zu rufen. „Oh, Scheiße", keuchte er.

Er hatte ein paar Schwierigkeiten, sich selbst davon zu überzeugen, dass das, woran er sich erinnerte, wirklich geschehen war, aber der Beweis war da und unterstützte seine Erinnerungen. Eine schnelle Kontrolle unter der Decke zeigte, dass er und Draco tatsächlich nackt waren. Ein Paar leere Flaschen Feuerwhiskey lagen ein Stück entfernt auf dem Boden. Ironischer Weise waren ihre Sachen ordentlich zusammengelegt und lagen am Rand der Decke unter der sie lagen, auf der Ecke am meisten entfernt vom Feuer. Ihre Zauberstäbe lagen neben den Kleiderstapeln und einige Tränke waren dort ordentlich nebeneinander aufgestellt.

Harrys Augen weiteten sich, als er erkannte, was für Tränke das waren. Er zog vorsichtig seinen Arm unter Dracos Kopf hervor und bewegte sich ganz behutsam, um sich aufzusetzen. Wie erwartet, schien sein Körper nicht besonders zufrieden damit zu sein, sich in einer aufrechten Position zu befinden. Er versuchte seinen Körper zu ignorieren, streckte sich über Draco hinweg und schaffte es gerade so, seine Fingerspitzen um die Phiolen des Trankes zu legen. Geschickt öffnete er den Korken und trank schnell deren Inhalt, ehe er sich zurücklegte und darauf wartete, dass der Trank begann zu wirken.

Er wirkte eigentlich fast sofort, aber das dauerte noch mehrere Minuten, ehe sich Harry halbwegs normal fühlte. Zumindest schienen sein Kopf und sein Magen jetzt mehr unter Kontrolle zu sein.

Er erinnerte sich wirklich an alles, was geschehen war, und begriff, dass Hermine, nachdem sie ihn und Draco wie Kinder zugedeckt hatte, ihre Sachen gesehen haben muss. Sie hatte die Tendenz, ihn mehr zu bemuttern, als irgendjemand anderes, abgesehen von Misses Weasley, und er sah Hermine viel, viel öfter.

Mehr als alles andere glaubte Harry, dass er sich entscheiden musste, ob er verlegen sein sollte oder nicht. Es war nicht so, als wären sie um ihre Freunde herum schüchtern, aber letzte Nacht waren sie weit über das Ziel hinaus geschossen. Harry war nicht sicher, wie sehr der Alkohol und der Trank dafür verantwortlich waren.

Was er sicher wusste war, dass sie sicher ermutigt worden waren. Er war der Meinung, dass es sich bei Licht betrachtet seltsam anfühlte, dass ihre Freunde gekommen waren, weil sie ihn und Draco beobachtet hatten, dass es ihn aber insgesamt gesehen nicht kümmerte. Es waren extreme Umstände und er hatte sie sehr genossen. Es machte keinen Sinn, sich deswegen zu schämen.

Harry seufzte. In seiner nächsten geistigen Debatte musste er sich entscheiden, ob er Draco aufwecken sollte oder nicht. Normalerweise würde er es nie versuchen, aber Draco schlief nackt im Freien, in der Mitte ihres Campingplatzes. Draco war bestenfalls schrecklich, wenn er morgens aufgeweckt wurde. Es würde nicht gerade spaßig sein, wenn er auch noch mit einem Kater zu kämpfen hatte.

Vielleicht konnte er Draco den Trank einflößen, eine schnelle Dusche nehmen und dann mit ihm zu ihrem Zelt zurückgehen, um noch ein paar Stunden zu schlafen. Das war definitiv eine Möglichkeit und konnte er nur hoffen, dass Draco da mitmachen würde. Harry drehte sich auf die Seite und machte sich daran Draco aufzuwecken.

Nachdem er mehrere Male seinen Namen gerufen hatte und ihn ein wenig geschüttelt hatte, schaffte es Harry schließlich, ein Stöhnen vom Draco zu bekommen. Im Moment war das gut genug. Harry zog den Korken auf der anderen Phiole und hielt sie vorsichtig, für den Fall, dass Draco sich dafür entscheiden würde, sie ihm aus der Hand zu schlagen.

„Draco, du musst nur diesen Trank zu dir nehmen und dann wirst du dich besser fühlen", sagte Harry sanft.

Draco, mehr schlafend als wach, grunzte zur Antwort, öffnete aber gehorsam seine Lippen und erlaubte Harry ihm den Tank einzuflößen. Er schluckte automatisch und verzog daraufhin sein Gesicht.

Harry wartete gespannt, Dracos Atmen zeigte ihm, dass er wach war. Er schlief auf jeden Fall nicht mehr. „Besser?", fragte Harry, nachdem mehrere Minuten vergangen waren.

Er erhielt ein weiteres Grunzen als Antwort. Harry seufzte. Zumindest war das besser, als wenn Draco nach seinem Zauberstab griff, um ihn zu verhexen.

„Ich werde uns ein paar Schlafanzüge holen, dann werden wir uns schnell duschen und uns die Zähne putzen und dann können wir in unser Zelt gehen und weiterschlafen", erklärte Harry, was er vorhatte. Ein weiteres Grunzen und Harry entschloss sich dazu zu glauben, dass Draco seinen Plan akzeptierte.

Harry zitterte in der kühlen Morgenluft, als er schnell seine Jeans und sein Kapuzenshirt anzog, ohne sich um die anderen zu sorgen. Er eilte zu ihrem Zelt und sammelte alles zusammen, was er brauchte, ehe er zurückging, um Draco zu holen. Es war etwas besonderes, das Draco Harry einfach erlaubte, ihn zu führen, kaum seine Augen öffnete und nicht ein Wort sprach.

Harry fühlte sich, als ober er wieder auf die vierjährige Version von Draco aufpasste. Er hielt sich nicht damit auf, Draco in seine Kleidung zu helfen, stattdessen wickelte er einfach fest die Decke um ihn. Als er ihn ins Wohnmobil führte, schüttelte Harry heftig seinen Kopf in Remus Richtung, als der Mann seinen Mund öffnete, um sie zu begrüßen. Remus folgte klugerweise dem unausgesprochenen Rat von Harry und sagte kein Wort.

Er grinste Harry an, als der sich vor dem Schließen der Badezimmertür umdrehte. Harry zuckte mit den Achseln und lächelte schwach. Er stellte die Dusche an, schlüpfte schnell aus seinen Sachen und streifte die Decke von Draco, ehe er ihn unter die Dusche führte. Harry wusch sie beide und war ein wenig überraschte, das nicht einmal die Dusche Draco ein wenig belebte. Als sie im Badezimmer fertig waren und nun beide in sauberen Schlafanzügen steckten, führte Harry Draco an dem grinsenden Remus vorbei zurück zu ihrem Zelt.

Er sprach schnell einen Wärmezauber auf ihren Schlafsack, schmiegte sich dann an den bereits schlafenden Draco und fühlte sich nun viel besser, während er wieder einschlief.

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Harry hatte nicht den leisesten Hinweis darauf, wie viel Uhr es war, als er zum zweiten Mal aufwachte. Er hatte gewusst, dass er beim ersten Mal so ziemlich zu der Zeit aufgewacht war, an der er auch sonst aufstand. Jetzt hatte er keine Ahnung.

Er wusste, dass es ihm warm war, er bequem lag und sich jetzt wirklich ziemlich gut fühlte. Er hatte einen von Severus' schmerzstillenden Tränken genommen, und hatte Draco ebenfalls einen gegeben und der hatte ihn an diesem Morgen geholfen, die Schmerzen zu lindern, die er davon hatte, den größten Teil der Nacht auf dem harten Boden geschlafen zu haben. Außerdem hatte er keine Anzeichen eines Katers mehr. Harry streckte sich, er fühlte sich wirklich gut.

„Bist du wach", schnarrte Draco.

Harry lächelte und öffnete seine Augen. Draco lag auf seiner Seite, war wach und schien ihn einfach beobachtet zu haben. „Guten Morgen", sagte Harry warm.

„Ich bin nicht wirklich sicher, dass es noch Morgen ist", sagte Draco schief grinsend.

Harry gluckste. „Ich wäre nicht überrascht, wenn es schon Nachmittag wäre", gab er zu. „Wie lange bist du schon wach? Normalerweise bist du nie vor mir wach."

„Nicht so lange", antwortete Draco. „Und du warst vor mir auf."

„Ich bin nicht sicher, dass Du irgendwann an diesem Morgen aufgewacht bist", sagte Harry sanft. „Nicht einmal unter der Dusche."

Draco lächelte schwach. „Ich war ein wenig wach, aber ich habe mich nicht getraut, ein Wort zu sagen."

Harry schaute ihn neugierig an.

Draco seufzte. „Ich habe dir gestern Abend versprochen, dass ich keinen Anfall bekommen und darauf bestehen würde, früher nach Hause zu fahren. Wenn ich heute Morgen irgendetwas gesagt hätte, befürchte ich, dass genau das geschehen wäre."

„Wirklich?", fragte Harry.

„Wirklich", antwortete Draco trocken.

„Hach, ich liebe dich", sagte Harry glücklich.

„Ja, ich liebe dich auch", sagte Draco mit einem kleinen Lächeln. Er gab Harry einen zarten Kuss, bevor er ihm angrinste. Harry schaute überrascht, wegen der plötzlichen Veränderung. Draco tat so etwas die ganze Zeit, er sollte sich inzwischen wirklich daran gewöhnt haben. „Wir sollten wahrscheinlich aufstehen und nach den anderen sehen."

Harry lachte leicht. „Ich frage mich, wie sie alle den gefürchteten 'Morgen danach' überleben."

„Keine Reue oder Unbehaglichkeit bei dir?", fragte Draco, ohne sich darum zu sorgen, seine leichte Sorge zu verstecken.

„Nein, nicht wirklich", sagte Harry. „Ich habe heute morgen ein bisschen Zeit damit verbracht, darüber nachzudenken und habe mich dazu entschieden, dass es es nicht wert ist, sich deswegen zu schämen."

„Gut", sagte Draco, nun.

Harry schüttelte seinen Kopf und machte den Schlafsack auf, so dass er aufstehen und sich anziehen konnte.

Draco hielt ihn auf, bevor sie das Zelt verlassen konnte, indem er seine Arme um ihn schlang und ihn in eine feste Umarmung zog. „Vielen Dank für die letzte Nacht und diesem Morgen", wisperte er.

„Gern geschehen", sagte Harry lächelnd. „Die letzte Nacht war unglaublich, wenn auch ein wenig eigenartig, und dieser Morgen... nun, ich sollte derjenige sein, der dir für deine Selbstbeherrschung dankt. Ich weiß, dass es nicht leicht für dich war."

„Nur für dich", sagte Draco sanft. „Und gestern Abend war sehr erstaunlich. Ein wenig surreal, aber dennoch erstaunlich."

„Bist du froh, dass du geblieben bist?", fragte Harry.

„Ja", antwortete Draco mit einem Grinsen. „Es sollte interessant sein, die anderen zu sehen."

„Dann komm", sagte Harry mit einem Grinsen, öffnete das Zelt und trat in den strahlenden Sonnenschein hinaus.

Während sie sich den stillen Campingplatz ansahen, gingen sie Hand in Hand hinüber zu dem Wohnmobil.

„Darf ich es jetzt wagen ‚Guten Morgen' zu sagen?", fragte Remus und lächelte sie warm an.

„Ja", antwortete Harry lachend. „Heute früh wäre es ein wenig gefährlich gewesen. Wie spät ist es denn?"

„Das ist nicht mehr wirklich Morgen", antwortete Remus. „Es ist fast ein Uhr. Seid ihr zwei hungrig?"

„Wir sterben vor Hunger", antwortete Harry für sie beide.

Noch immer lächelnd ging Remus in die Küche und begann für sie etwas zum Essen vorzubereiten.

„Wo sind denn alle?", fragte Draco, während er sich an den kleinen Esstisch setzte.

Remus lächelte ihn über seine Schulter hinweg an. „Ich habe bis jetzt nur euch zwei gesehen."

„Wirklich?", fragten Draco und Harry gemeinsam und grinsten sich an.

Remus zuckte mit den Achseln. „Es ist wahr. Ihr zwei seid heute früh hier her gekommen, aber das war es auch schon."

„Ich frage mich, ob sie alle okay sind?", fragte Harry nun ein wenig beunruhigt.

„Wenn man davon ausgeht, wie ihr ausseht, bin ich mir sicher, dass es ihnen gut geht", sagte Remus und riss ein paar Salatblätter ab, um sie auf die Schinkensandwiches zu legen, die er machte. „Die Sonne hat die anderen nicht so aufgeweckt, wie dich, Harry", sagte Remus wissend.

Harry grinste ihn ein wenig schüchtern an. „Ja, das war irgendwie das Problem bei dem Einschlafen vor dem Lagerfeuer."

„Nun, die Tatsache, dass ihr so früh wach wart, den Anti-Kater-Trank getrunken habt und euch gewaschen habt, ehe ihr euch wieder hingelegt habt, hat euch ermöglicht noch einen erholsamen Schlaf zu bekommen. Es hat auch geholfen, dass ihr den Anti-Kater-Trank direkt bei euch hattet. Die anderen müssen erst aufzustehen und sich anziehen, bevor sie hier rüber kommen können und auch einen nehmen können, um sich besser zu fühlen", erklärte Remus. „Ich bin mir nicht so sicher, wie eilig sie es haben, sich zu bewegen."

Harry runzelte die Stirn. „Du hast unsere Sachen zusammengelegt und den Trank für uns bereit gestellt?", fragte er. Er hatte gedacht, dass es Hermine gewesen war.

Remus lächelte. „Ja, Harry. Du weißt, dass ich vor dir wach war und ich bin einfach losgegangen, um nach euch zu sehen. Es schien vernünftig, die Tränke zu suchen und sie für euch bereitzustellen."

„Ja, das schätze ich. Danke", sagte Harry gefühlvoll.

Remus gluckste. „Ich bin froh, dass ich helfen konnte."

„Wo ist Tonks?", fragte Draco.

Remus seufzte und stellte den Teller mit den Sandwiches auf dem Tisch zwischen Harry und Draco, ehe er antwortete. „Sie nimmt eine Dusche."

Draco runzelte die Stirn. „Ich habe keine Geräusche von der Dusche gehört", sagte er. Harry erinnerte sich, dass er auch nichts gehört hatte und schaute Remus neugierig an.

„Wollen wir einfach sagen, dass sie einen kleinen Unfall beim Kochen hatte und sich nun sauber machen muss", sagte Remus schief grinsend. „Ich nehme an, dass sie einen Schweigezauber auf das Bad gelegt hat, damit ich nicht höre, wie sie sich, mich, die Küche, alles was mit Muggeln zu tun hat, alles was mit Zauberer zu tun hat und alles was überhaupt mit kochen zu tun hat, zu verfluchen", sagte er. „Ich denke, ihr versteht."

Harry und Draco lachten. „Das sieht Tonks ähnlich", sagte Draco.

„Es klingt wie etwas, dass auch Draco machen würde", grinste Harry und duckte sich, als Draco mit seiner Hand über den Tisch reichte, um ihm einen Klaps zu geben.

„Hey, ich bin ein Reinblüter und ich versuche es zumindest", protestierte Draco, grinste aber dennoch. „Es ist nicht meine Schuld, dass die Muggel alles in der Küche so kompliziert machen."

Harry und Remus schüttelten amüsiert ihre Köpfe. „Vielleicht liegt das in der Familie", vermutete Harry.

„Hey! Ich bin nicht plump", protestierte Draco.

„Nein, du bist weit davon entfernt", gab Harry zu. „Aber du bist derjenige, der das Reinblüter-Problem aufgebracht hat und Tonks ist nicht mal reinblütig. Ihr seid Cousin und Cousine, also gibt es vielleicht etwas in der reinblütigen Inzucht, dass dich davon abhält zu lernen, wie man richtig kocht."

Harry duckte seinen Kopf diesmal nicht schnell genug, lachte aber trotzdem, als Draco ihm einen Klaps gab.

„Esst einfach, ihr zwei", ging Remus dazwischen, auch wenn er selbst gluckste. „Vielleicht könnt ihr zwei losgehen und euren Freunden den Anti-Kater-Trank bringen, wenn ihr mit essen fertig seid."

Draco verzog sein Gesicht. „Ich vermute es, aber ich bin nicht so sicher, dass ich tapfer genug bin, um in einige dieser Zelte zu gehen."

„Ich auch nicht", sagte Harry nervös.

Trotzdem brachen sie mit einem Beutel Anti-Kater-Trank auf, nachdem sie aufgegessen und Hallo zu Tonks gesagt hatten, als diese schließlich aus dem Badezimmer gekommen war.

„Welches Zelt zuerst?", fragte Harry vorsichtig.

„Fred und George", sagte Draco entschieden. „Dort ist die Chance nicht so groß, auf nackte Menschen zu stoßen."

„Richtig", sagte Harry.

Harry machte das Zelt auf und ging vorsichtig hinein. „Werisda?", murmelte Fred.

„Nur ich und ich habe Anti-Kater-Trank dabei", sagte Harry leicht.

„Gib her", sagte George eifrig. Zu eifrig, denn sofort hielt er sich seinen Kopf.

Harry grinste und legte eine Phiole in jede der ausgestreckten Hände.

„Habe ich dir jemals gesagt, dass ich die liebe, Harry?", fragte Fred.

„Du hast es jetzt", sagte Harry leicht lachend. „Genießt es, Jungs", sagte er, als er das Zelt wieder verließ.

„Du weißt, dass du mir gehörst, nicht wahr?", schnarrte Draco und nahm Harrys Hand.

Harry schaute ihn an. „Natürlich, warum fragst du?"

„Ich wollte nur sicher gehen, dass du es weißt", schnarrte Draco, wobei er kurz zurück zum Zelt der Zwillinge schaute.

Harry runzelte verwirrt seine Stirn, aber Draco ließ ihn nicht näher darauf eingehen. „Wohin als nächstes?", fragte er.

Harry schüttelte seinen Kopf und entschied, dass, was auch immer Draco störte, er es auf sich beruhen lassen würde, wenn Draco es wollte. „Emmm, ich weiß nicht", gab Harry vorsichtig zu und schaute zu den anderen drei Zelten. „Vince und Greg als nächstes, schätze ich."

„Geringere Chance verhext zu werden", stimmte Draco zu.

Harry grinste. „Ein weitere Punkt für dich. Gehst du dieses Mal hinein?"

Draco schaute ihn an, als wäre er verrückt geworden.

„Oh, gut", ärgerte sich Harry. „Überlass es ruhig mir, mich mit Leuten mit einem Kater zu befassen." Harrys Augen weiteten sich, als ihn plötzlich die Erkenntnis traf. Er zog Draco in seine Arme und gab ihm einen festen Kuss.

„Wofür war der denn?", fragte Draco einen ein klein wenig benommen, als Harry ihn schließlich wieder losließ.

„Nur, um dich daran zu erinnern, dass du der einzige bist, den ich liebe und jemals lieben werde", sagte Harry überheblich, ehe er in das Zelt von Vince und Greg schlenderte.

Draco starrte ihm einen Moment nach, ehe er sich ein Lächeln erlaubte. Harry zwinkerte ihm über seine Schulter hinweg zu und öffnete dass das Zelt von Vince und Greg. Er trat vorsichtig ein.

Stöhnen war zu hören, als das Licht durch das jetzt offene Zelt drang und die beiden Jungen traf, die dort zusammen lagen. Sie blinzelten zu Harry hinauf.

„Harry?", fragte Vince.

„Ja, ich bin es", sagte Harry warm lächelnd. Er hatte wirklich eine Schwäche für diese zwei ruhigen, anspruchslosen Slytherins. „Ich bringe euch einen Anti-Kater-Trank von Severus."

„Oh, Danke", sagte Greg, während er seine Hand zu Harry ausstreckte. Harry legte zwei Fläschchen in seine Hand. „Vielleicht können wir uns jetzt endlich dazu entschließen aufzustehen."

„Gern geschehen", sagte Harry leicht lachend, schlüpfte wieder aus dem Zelt und schloss es hinter sich.

„Ich will nicht wirklich in eines der anderen beiden Zelte gehen", sagte Harry nervös. „Ich bin nicht sicher, aber ich würde sagen, das gestern Abend ein wenig getauscht wurde und Merlin weiß, ob sie sich heute noch darüber freuen werden, besonders mit einem Kater."

„Wir haben keine Ahnung, wer in welchem Zelt ist", stimmte Draco zu und sah vorsichtig die beiden fraglichen Zelte an.

„Du weißt, dass du meine Rückendeckung bist, richtig?", fragte Harry.

„Ja, ich wird dich retten, wenn du in ein Kreuzfeuer gerätst", sagte Draco halbernst.

„Okay dann", sagte Harry entschlossen und marschierte hinüber zum nächsten Zelt. Er zögerte nur einen Augenblick, ehe er es öffnete und hineinging. Sein Erscheinen wurde mit zwei wütenden Blicken bedacht.

„Emmm, ich bringe euch Anti-Kater-Trank", sagte Harry nervös. Sofort erschien auf Rons und Pansys Gesichtern Erleichterung.

„Harry, ich liebe dich", keuchte Ron schwer.

„Ich dich auch", sagte Pansy liebevoll, als sie das Fläschchen von Harry entgegennahm, das er ihr entgegenhielt, zog sofort den Korken heraus und Trank dessen Inhalt. Harry reichte Ron den anderen, der dann dasselbe wie Pansy machte.

Harry grinste wieder, aber noch immer ein wenig nervös. „Emmm, ich dachte, dass ihr zwei gestern Abend entschieden habt, dass ihr einander liebt?"

„Das haben wir", sagten sie gleichzeitig, ehe sie sich schüchtern anlächelten.

„Es könnte einfach nur nicht gerade unsere klügste Idee gewesen sein, das erste Mal gemeinsam aufzuwachen, wenn wir einen Kater haben", gab Pansy zu.

„Ron kann morgens bestenfalls ziemlich mürrisch sein", sagte Harry grinsend und duckte sich, als ein Kissen nach ihm geworfen wurde.

„Ja, nun, ich bin auch nicht gerade ein Frühaufsteher", gab Pansy kläglich zu.

Harrys Augen weiteten sich. „Oh, ich beneide euch beide nicht gerade darum, mit diesem kleinen Problem fertig zu werden."

Pansy starrte Harry an. „Wenn du es schaffen kannst herauszufinden, wie man mit Draco fertig wird, so dass ihr beide glücklich seid, dann denke ich, dass Ron und ich auch eine Chance haben."

„Alles ist möglich, wenn du etwas dafür tust", antwortete Harry mit einem sanften Lächeln. „Glückwunsch, euch beiden."

Er schlüpfte wieder aus dem Zelt, verschloss es und drehte sich um, nur um sich plötzlich in Dracos Armen wiederzufinden.

„Meins?", fragte Draco mit einem kleinen Lächeln.

„Deins", antwortete Harry strahlend.

Draco ließ ihn los, nachdem er ihm einen schnellen Kuss gegeben hatte, und sie gingen Hand in Hand zu dem nächsten Zelt. Harry stand davor und starrte es vorsichtig an.

„Du kannst auch hineingehen und es hinter dich bringen", schnarrte Draco.

Harry rollte mit seinen Augen. „Das kommt ausgerechnet von dir, wo du doch in keinem der anderen Zelte gewesen bist."

„Du bist derjenige, der in zwei Häusern ist, nicht ich", schnarrte Draco. „Ich werde nie ein Gryffindor sein."

„Du bist auch in beide Häuser gegangen", murmelte Harry.

„Ich war zu der Zeit nur vier Jahre alt", schnarrte Draco.

„Oh, na gut", ärgerte sich Harry. „Zumindest weiß ich, wer mich in diesem Zelt erwartet."

Harry machte das Zelt auf und glitt hinein. Er war etwas überrascht, Hermine und Blaise schlafend vorzufinden, nachdem alle anderen zumindest halbwegs wach waren. Harry ging näher und lächelte sanft. Sie hatten die Luftmatratze und den Schlafsack offensichtlich genauso verwandelt, wie Ron und Pansy, begriff Harry im Nachhinein.

Blaise lag auf seinem Rücken und Hermine hatte sich an seine Seite gekuschelt, wobei ihr Kopf auf seiner Brust lag. Sie sahen gut zusammen aus, entschied Harry, aber er wollte nicht, dass sie sich aufsetzten, da er dachte, dass sie nichts anhatten. Er schnaubte leicht. Es ist nicht so, als hätte er Blaise letzte Nacht nicht bereits nackt gesehen und sie hatten sicher viel mehr von Harry gesehen.

Harry drehte sich um, als Draco seinen Kopf ins Zelt steckte. „Ah, sie schlafen noch", sagte Draco ruhig und trat ein. „Ich habe mich gefragt, warum es hier so ruhig war. Sie sehen gut zusammen aus", sagte er, als er zu Blaise und Hermine hinunter schaute.

„Das habe ich auch gedacht", stimmte Harry zu und lächelte hinunter auf das schlafende Paar.

Harry hockte sich hinunter. „Hermine, Blaise", rief er weich. Er schüttelte leicht die Schulter von Hermine. „Hermine, es ist Zeit aufzuwachen."

„Du bist zu sanft", sagte Draco augenrollend.

Harry entschied sich dafür, sich nicht dazu zu äußern, dass Draco seine Stimme zum Schutze des schlafenden Paares leise hielt.

„Blaise, wach auf", rief Harry wieder und versuchte dieses Mal, die Schulter von Blaise zu schütteln, womit er sie effektiv beide rüttelte. Es funktionierte, da beide leise stöhnten. „Geh weg", murmelte Blaise.

Harry sah amüsiert zu, wie Hermine zu dem Ton von Blaises Stimme die Augen öffnete. „Das war real", keuchte sie.

Es war ebenso amüsant zu beobachten, wie Blaise seine Augen aufriss, als er Hermines Stimme hörte. Hermine begann sich aufzusetzen, bis sie entschied, dass das wohl nicht ihre klügste Idee war. Blaise lächelte ihr versuchsweise zu und sie entspannte sich sichtbar und lächelte zurück.

„Nun, dieses Paar wird funktionieren, denn sie können sich trotz eines Katers noch anlächeln", schnarrte Draco amüsiert.

Sie beide fuhren bei Dracos Stimme herum, worauf sie sofort zusammenzuckten. Ihre Augen weiteten sich, als sie Draco und Harry sahen. Harry hielt ihnen die Phiolen hin und Hermine nahm sie automatisch. „Anti-Kater-Trank", sagte Harry mit einem Grinsen. „Glückwunsch".

„Danke" antworteten sie beide, ehe sie einander angrinsten.

„Oh, wir sind schon weg", sagte Draco.

Harry lachte, als er Draco aus dem Zelt folgte. „Ich denke, dass wir sicher sagen können, dass zumindest diese beiden uns nicht mehr so viel aufziehen werden."

„Sie sollten es nicht", antwortete Draco, aber grinste Harry an, genauso glücklich, dass ihre Freunde zusammengekommen waren.