Autor:shine22

Disclaimer: Wie immer

Rating: Humor, Romance, Angst( wegen dem Schockeffekt XD)

INFO: Hier gibt es endlich die Vorstellung, ein einzulösendes 'Versprechen' und vieles mehr;-) Man ist das Kapitel lang geworden...nun ja, nach meinen Verhältnissen o.O Die Kurzfassungen (im Stück)sind in der Gegenwart. Falls sich jemand über den Zeitwechsel wundern sollte

Thanx wie immer an alle Kommischreiber ;-D tinkita, LadyEvelyn, Lady-Claw, araglas16, Celina-HP, vava, Kylyen, hatschii, Pussycat June, Klonschaf14, DracoDragon.

LadyEvelyn: Ich mache nur einen kurzen Sprung nach Hogwarts ;-) Aber Lucius, Narcissa und der 'arme' Severus haben hier ihren Auftritt XD

Lady-Claw: Hm, eine von ihnen wird es schon herausfinden XD Mal sehen ;-)

araglas16: Weißt doch wie ich das meine;-) Er drückt ihn gegen die Wand und halt ihn aber dabei fest (hört sich merkwürdig an, geht aberXD) Mal sehen, ob du mit Gabe recht

behältst ;-P

Celina-HP: Ja, das wird noch Ärger gebenXD

Vava: Danke ;-)

Kylyen: Schön, dass es dir gefallen hat XD Leider ist mit diesem Kapitel, wie soll ich es am besten sagen –grübel- Ihre Zweisamkeit vorerst zu Ende.

hatschii: ebenfalls Danke ;-D

Pussycat June: Hogwarts kommt nur ganz kurz vor aber im nächsten Kapitel spielt die FF dann in der zweiten Hälfte wieder in Hogwarts;-)

Klonschaf14: Och, der arme Gabe. Ich mag ihn -) Aber das mit 'Gabi' war nicht schlecht XD

DracoDragon: Hm, Blaises Geschenk wird erst später bekannt gegeben XD Das mit dem Blut sagt Harry ihm zwangsläufig in diesem Kapitel -.-'

Kapitel 13

"Von Lügen, Wetten und unerwarteten Zwischenfällen"

Nächster Tag in Hogwarts...

Als Hermine am nächsten Morgen aufwachte galten ihre Gedanken nur Harry. Harry und Draco. Obwohl sie überrascht von dessen Beichte war, so bezog sich das nur auf ihre erste Reaktion, denn sie hatte so etwas schon geahnt.

Von Anfang an als Harry noch in Hogwarts war ist ihr aufgefallen wie dieser den blonden Slytherin angesehen hatte. Schon lange konnte ihr bester Freund nicht mehr behaupten, dass er seinen Erzfeind hassen würde. Doch wie sollte er das Ron beibringen. Dieser würde garantiert nicht so gut damit zurecht kommen wie sie.

Seufzend stieg sie aus ihrem Bett, zog sich an und verließ den Gryffindor Mädchenschlafsaal, ging hinunter in den Gemeinschaftsraum. Dort wartete auch schon Ron auf sie.

"Hey, Herm was ist denn los? Du siehst irgendwie bedrückt aus..."

-Bedrückt ist gut...wenn du wüsstest-

"Es ist nichts.. habe nur schlecht geschlafen. Komm gehen wir..."

Ron beließ es dabei und folgte seiner besten Freundin, die sich etwas merkwürdig verhielt.

Auf dem Gang in Richtung der großen Halle begegnete ihnen Blaise. Hermine nahm Ron beiseite und flüsterte diesem etwas zu, deutet ihm schon einmal vorzugehen.

"Ich habe etwas vergessen...geh doch schon mal vor."

Ron wollte etwas einwenden entschied sich aber dagegen als er Hermines fordernden Blick auf sich lasten sah.

"Ja ja.", war das Einzige was er erwiderte als er auch schon in der nächsten Ecke einbog und verschwand.

Hermine versicherte sich, dass er weg war und ging zu Blaise. Blieb vor ihm stehen. Dieser war so vertieft in seine Gedanken, dass er Hermine nicht bemerkte, sondern weiterhin etwas vor sich hin murmelte.

"Er hat sich nicht gemeldet...was ist, wenn ich meine Wette doch noch verliere..."

"Zabini?"

Aufgeschreckt durch Hermines Worte, fuhr der Angesprochene herum und sah zu ihr herunter. Nun merkte sie, wie klein sie eigentlich war...ihr Gegenüber schien einen ganzen Kopf größer als sie zu sein. Dennoch schaute sie ihn fest an.

"Na wieder unter den Lebenden? Ich muss dich was fragen..."

Blaise fasste sich wieder und musterte Hermine. Zum ersten Mal stand diese so nah vor ihm, das erste Mal sah er ihre braunen Augen, welche im Schein der Sonne zu glänzen schienen. Dann fasste er sich an den Kopf und seufzte.

-Mist, jetzt werde ich auch noch romantisch. Daran ist nur Draco schuld-

"Was willst du Granger?", obwohl Blaise versuchte hart zu klingen, hart und angewidert. Hörte es sich wohl eher scheu an.

"Es geht um Malfoy...habt ihr wieder irgendetwas am Laufen?"

Plötzlich fasste sie Blaise an dessen Kragen, trotz dessen Größe schaffte sie es ihn an die Wand zu pinnen, was wohl am Überraschungseffekt lag.

"...sag es mir lieber gleich. Denn sollte ich erfahren, dass er nur mit Harry spielt dann fange ich gleich mit dir an.", zischte sie bedrohlich und ließ Blaises Kragen los, zückte ihren Zauberstab und richtete ihn direkt auf ihn. Dieser schaute sie zuerst ratlos und dann amüsiert an.

"Oh, Draco hat also was mit Potter am Laufen...gut zu wissen", lachte er und stieß sich an der Wand ab.

-Hm, vielleicht habe ich meine Wette ja doch nicht verloren.-

"Sei unbesorgt...", nonchalant beugte er sich zu ihr und stupste sie auf ihre Nase.

"Ich würde garantiert nichts dagegen unternehmen, dass Draco mit Potter zusammen kommt...garantiert nicht.", grinste er und lief an ihr vorbei zu der großen Halle.

Hermine sah ihm etwas fassungslos hinterher und fasste sich an ihre Nase.

-Sind die denn alle verrückt geworden-

Gegen Mittag...

Professor Severus Snape befand sich gerade in seinem Zimmer und ordnete seine Pergamente für die nächste Unterrichtsstunde, da wurde er durch ein Klopfen an der Tür unsanft aus seinen Gedanken gerissen.

Als er diese öffnete und sah wer sich davor befand, wurde sein Gesicht blass und sah nun regelrecht weiß aus.

"Lucius...was führt dich hierher?", säuselte er und musste sich sehr zusammenreißen um sich seine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen.

Der Angesprochene kam herein, lief an Snape vorbei und setzte sich auf die Couch.

"Severus! Du hast doch nicht etwa vergessen was du mir vorgeschlagen hattest?", fragte er ihn stechend.

-Ich soll ihm etwas vorgeschlagen haben, er dachte angestrengt darüber nach was er ihm wohl vorgeschlagen haben könnte und dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen.

"Du meinst doch nicht...aber Lucius, du willst doch nicht etwa wirklich...", fassungslos starrte Snape den blonden Mann vor sich an. Dieser stand auf und lief auf den Zaubertranklehrer zu.

"Natürlich. Oder glaubst du, dass ich über so etwas ernstes Scherze machen würde? Cissa wird auch mitkommen...Morgen Abend werden ich meinem Sohn einen Besuch abstatten...und dann will ich endlich Klarheit über einiges...Severus!", damit verabschiedete sich Lucius von Snape und ließ ihn nachdenklich und etwas ängstlich zurück.

Snape ging zum Fenster, öffnete es und atmete tief ein. Sehnsüchtig schaute er hinaus und seufzte.

Wenn Lucius und Cissa zu Draco gehen und ihn mit Potter sehen würde...dann wäre das Chaos schon vorprogrammiert. Kleine Schweißperlen bahnten sich ihren Weg über sein Gesicht.

-Wie soll ich das nur überleben? Lucius wird mich dafür töten...was ist, wenn er von dem Unfall erfährt.. das Potter..., er stützte sein Gesicht auf seine Hände und krallte diese in seinen Haaren fest.

"Ich bin schon so gut wie tot!", murmelte er verzweifelt.

Währenddessen im Slytherin Gemeinschaftsraum...

Blaise saß gerade am Tisch und schrieb einen Brief. Als er fertig war, faltete er diesen sorgfältig zusammen und band ihn um den Fuß einer schwarzen Eule, die auf ihrer Stirn einen weißen Fleck hatte.

Dann nahm er sie mit nach oben in den Schlafraum, wo sie auch schon auf das Fensterbrett flog und auf weitere Anweisungen wartete.

"Los...flieg zu deinem Besitzer...", flüsterte er ihr zu. Die Eule gab nur ein Gurren von sich und setzte sich in Bewegung. Flog zu ihrem Besitzer.

Blaise sah ihr nach und rieb sich erwartungsvoll die Hände.

"Draco, Draco...mit mir sollte man keine Wetten abschließen."

Augen...die Spiegel der Seele

Nachdenklich, wie sooft in letzter Zeit, saß Harry mit Tina auf einer Bank im Park. Die anderen spielten gerade Basketball und auch Draco hatte sich dazu durchdringen lassen mitzuspielen. Tina und Harry haben sich schon früh abgesetzt um etwas alleine zu sein.

"Sag mal...was mich schon die ganze Zeit interessiert. Warum bist du eigentlich in Jens FC? Ich meine...na ja, du machst auf mich nicht so einen Eindruck.. ach, du weißt schon was ich meine...", stotterte sich Harry etwas zu recht und neigte seinen Kopf. Vielleicht war er doch zu direkt gewesen. Aber dem war nicht so.

Tina fing an zu lachen und lehnte sich zurück, schaute in den Himmel über ihnen.

"Wie soll ich sagen? Wir sind schon lange die besten Freunde...und als Jen mich gefragt hat habe ich eben zugestimmt.", dann sah sie zu Harry und überlegte, ehe sie weitersprach.

"Ich verschlinge die Bücher gerade zu, das Leben eines Jungen, der durch Tod, Leid und Hass dennoch einen Weg findet zu leben. Ein Junge, der so vieles verloren hat aber trotzdem nicht aufgibt und Freunde hat, die zu ihm stehen...das hat mich fasziniert."

Sie setzte sich wieder aufrecht hin und beugte sich zu Harry, legte diesem eine Hand auf dessen Wange.

"Als ich dich das erste Mal getroffen habe und in deine Augen sah, da war es mir so als ob ich dem Jungen aus den Büchern gegenüberstehen würde. Dasselbe Leid, derselbe Schmerz und derselbe Mut, wie ich ihn mir auch bei Harry Potter vorstelle." Tina lachte laut auf und entfernt ihre Hand von Harrys Wange, winkte ab.

"Ach, du musst mich jetzt für völlig bekloppt halten, was? Das ist doch alles nur Fiktion...ich steigere mich bestimmt nur in etwas hinein.", sie wurde traurig und sah auf den Boden, fuhr mit ihrem Fuß kleine Kreise auf dem mit Erde bedeckten Boden.

Harry sah sie nur verwirrt und etwas verblüfft an. Diese Muggel vor ihm hatte doch tatsächlich von Anfang an die ,richtige' Vermutung gehabt, dass er Harry Potter sei. Nicht durch sein Aussehen, nein, durch das offensichtlichste auf der ganzen Welt, durch seine Augen. Den Ausdruck in den Augen konnte man nicht verändern, sie waren immer das Verräterische an einem. Er seufzte laut auf und dachte wirklich darüber nach ob er ihr nicht alles sagen sollte. Ihr, die von Anfang an eine gewissen Wärme auf ihn ausstrahlte.

"Tina...ich.. na ja,...", stockend versuchte er einen einigermaßen vollständigen Satz herauszubringen aber nichts kam heraus.

"Ja?", hakte sie nach und sah wie unangenehm es Harry wurde.

"Tom! Du musst nichts sagen, wenn du nicht willst...", versicherte sie ihm und stand auf, reichte ihm ihre Hand.

-Ich werde es ihr sagen...nur nicht jetzt.-

"Ja, Danke.", er nahm ihre Hand an und stand auf als die beiden zu ihren Freunden liefen, blieb Harry stehen.

"Ich will, dass du etwas weißt. Du bist nicht verrückt, nein, du hast eine besondere Gabe...", er legte seine Hände auf ihre Schulter und sah ihr tief in die Augen.

"Du hast tief in meine Seele geblickt und erkannt was ich versuche vor all den anderen zu verstecken. Irgendwann sage ich dir alles...mein Geheimnis...".

Tina sah ihren größeren Gegenüber nur mit großen Augen, schweigend an. Dann nickte sie und nahm Harrys Hand.

"Du bist schon ein merkwürdiger Kauz aber sind wir das nicht alle?", grinste sie.

"Komm' wir gehen zu den anderen...sonst denkt Damian noch, dass ich ihm seinen Freund wegschnappe..."

Harry erwiderte diese Bemerkung mit einem Lachen. Ja, komisch waren sie alle...da würde es sogar zwei Zauberer nicht groß auffallen, dachte er amüsiert und ließ sich von Tina mitziehen.

Als alle in der Mensa saßen und ihr Essen vor sich hatten, kam Jen hereingestürmt, in ihrer Hand ein dickes Mathebuch und eine Tüte.

Alle Anwesenden schauten auf. Jay legte sein Besteck beiseite und sah sie verwirrt an.

"Was hast du denn geschluckt? Stimmt was nicht?"

Jen erwiderte nichts darauf, sondern setzte sich neben Draco, oder quetschte sich vielmehr zwischen Draco und Harry und legte das Buch auf den Tisch neben Dracos Essen.

"Also, hier ist das Mathebuch und hier...", sie kramte in ihrer Tasche und holte noch etwas heraus. Plötzlich hielt Anne ihre Hand vor den Mund.

"Igitt...was soll das Jen?", sie zeigte angewidert auf etwas kleines, grünes auf dem Mathebuch, welches von ihr festgehalten wurde. Dann fing sie an zu grinsen...diabolisch zu grinsen und wandte sich an Draco.

"Damian? Hast du nicht etwas vergessen? Also, ich habe es nicht vergessen...", sie deutete erst auf das Mathebuch, dann auf den Frosch und schließlich auf Harry. Dieser fing plötzlich an zu lachen und schüttelte den Kopf.

"Nein...Jen. Du willst doch nicht etwa? Das kannst du nicht von ihm verlangen...", prustete er lachend heraus und hielt sich den Bauch. Allein der Gedanke daran was gleich passieren würde, brachte ihn wieder zum Lachen. Draco indes schaute seinen Freund nur ratlos an.

"Was denn? Los sagt schon..", gab er trotzig zurück und wurde langsam ungeduldig.

"Na sind wir wirklich so begriffsstutzig?", neckte ihn Jen.

"O.K. Ich verrate es dir.", sie stupste ihn auf dessen Nase, umschloss den Frosch in ihrer Hand und hielt ihn Draco vor sein Gesicht.

"Vor nicht allzu langer Zeit hat ein gewisser Jemand behauptet...wider meiner Behauptung, er würde etwas von diesem reizenden Etwas dort an meiner Seite.."

Jen zeigte grinsend auf Harry, der sich langsam wieder beruhigt hatte... sein Grinsen jedoch war nicht verschwunden.

"...wollen. Dabei fielen Worte wie, 1. küsse ich eher einen Frosch, 2. lerne ich Mathe und 3...", doch Jen konnte nicht zuende reden da fiel ihr Draco ins Wort, sichtlich nervös.

"Das...das kannst du nicht ernst meinen. Das war doch nur so daher gesagt...", stotterte er sich was zurecht. Doch Jen blieb hart.

"Nein, Nein...die ganze Zeit habe ich gewusst, dass sich zwischen euch etwas anbahnt und du hast es immer abgestritten...mich für verrückt erklärt. Das ist nun meine Strafe für dich!", sie führte den Frosch noch näher an Dracos Gesicht.

"So.. mal sehen ob das hier ein Froschkönig ist.", grinste sie.

Draco sah verzweifelt zu Harry und dieser zuckte nur unschuldig mit seinen Schultern. Eigentlich hatte sein blonder Liebling das ja verdient...

Draco schluckte und sah sich den glitschigen Frosch vor sich genauer an. Dieser gab nur ein Quacken von sich und erwiderte dessen Blicke, aus seinen großen glubschigen braunen Augen.

-Da muss ich wohl durch...-

Mit eine letzten tiefen Seufzer beugte sich Draco nach vorn und drückte dem Frosch einen Kuss auf dessen feuchtes Maul. Alle im Saal standen mittlerweile und beobachteten das Schauspiel neugierig. Auch Gabriel stand an der Wand gelehnt und gab nur ein verächtliches Schnauben von sich, bevor er die Mensa verließ.

So ein Kindergarten. Das er sich zu so etwas herablässt...Genieße deine Zeit mit ihm so lange du noch kannst.

"So Damian...Teil eins wäre damit abgehakt.", lachte Jen und packte den Frosch wieder weg.

Harry beugte sich an Jen vorbei zu Draco und gab diesem einen Kuss auf dessen noch feuchte Lippen.

"So, jetzt habe ich auch einen ,Frosch' geküsst...meinen Froschkönig.", schmunzelte Harry und lehnte sich wieder zurück. Etwas rot davon wandelte sich Dracos beleidigter Ausdruck und er strich sich über die Lippen.

"Na ja, unter diesen Umständen war es ja nicht so schlimm...", er nahm das schwere Mathebuch in die Hand und verzog sein Gesicht.

"Muss ich das wirklich?", fragte er Jen und seufzte als diese nickte.

"Ja, musst du...aber Tom hilft dir sicherlich dabei."

O.K. soweit war alles klar aber Draco wusste, dass noch etwas fehlte, etwas, das er bestimmt nicht realisieren kann und das folgte auch zugleich.

"Aber bei dem Dritten bin ich gespannt...sag mir bescheid, wenn du die Hölle zugefroren hast..", nun fingen alle am Tisch an zu lachen. Tina hielt sich die Hand vor ihren Mund, Anne schaute zu Marco, der sich ausnahmsweise auch nicht mehr halten konnte vor Lachen. Joey schüttelte nur den Kopf und grinste. Normalerweise sagte alle immer über ihn, dass er zu albern sei und nun das. Jay fasste sich als Erster und nahm seine Gabel in die Hand, fing wieder an zu essen.

"Los.. bevor es noch kalt wird." aber ein Grinsen konnte er sich dennoch nicht verkneifen.

Jen setzte sich zu Tina, zwinkerte Draco aber dennoch entschuldigend zu. Im Grunde genommen war es ein einziger großer Scherz gewesen, den sie sich vor den Größeren ausgedacht und den er ihrer Meinung nach auch verdient hatte.

Es kehrte wieder Ruhe ein. Draco sah zu Harry und dieser lächelte ihn liebevoll an. Als Harry sah, dass Draco ihr anscheinend nicht nachtragend war, legte er seine Gabel zur Seite und beobachtete seinen Freund beim Essen.

Draco hat sich wirklich verändert. Hätte das einer in Hogwarts gemacht...wäre derjenige jetzt sicherlich tot., schmunzelnd beobachtete er ihn weiter.

Die Ruhe vor dem Sturm...

"Harry? Komm doch her...ich fühle mich so alleine."

Draco machte ein trauriges Gesicht und sah hinüber zu Harry, der sich gerade in der Küche befand. Mit einem Wink war das dreckige Geschirr sauber und Harry bei Draco, der sich auf der Couch befand und eine Reportage im Fernsehen verfolgte. Harry setzte sich neben ihn und fing an dessen Nacken zu graulen, was mit einem leisen Schnurren erwidert wurde.

"Na, bist du so einsam, Dray?", dieser zeigte plötzlich auf den Bildschirm, wo eine junge Frau abgebildet war.

"Schau mal, dass ist die Muggel, die deine Geschichte aufgeschrieben hat..."

Harry lehnte seinen Kopf auf Dracos Brust und zuckte seine Schultern.

"Aha...ich habe von Jen erfahren, dass sie einen Haufen Geld damit macht...vielleicht sollte ich mal mit ihr reden...kann ja sein, dass sie mir etwas davon abgibt.", grinste er und kuschelte sich noch enger an seinen blonden Slytherin, der schon lange keiner mehr für ihn war.

"Du brauchst ihr Geld nicht...ich habe genug!", war seine einzige Erwiderung und das wurde mit einem leisen Schnauben von Harrys Seite quittiert.

"Apropos...sag mal Draco wie willst du das eigentlich deinen Eltern beibringen?"

Draco sah zu dem Schwarzhaarigen hinunter und strich ihm durch dessen borstiges Haar.

"Das werden wir sehen, wenn es soweit ist...ich habe keine Ahnung aber eines weiß ich, dass ich dich für immer bei mir haben will. Für immer...", sagte Draco überzeugt.

Als er Harrys nachdenkliches Gesicht sah, fügte er dem Gesagten noch etwas hinzu.

"Etwas bedrückt dich, Harry. Was ist es, dass du mir nicht sagen kannst? Du hast doch kein Geheimnis vor mir, oder?", kopfschüttelnd verneinte Harry dessen Frage.

"Du weißt, dass ich mit allem klar kommen könnte...nur Lügen, die kann und werde ich nie tolerieren."

Harry entfernte sich von Draco, ließ diesen los und schaute ihn nur traurig an. Lügen würde er nie tolerieren können? Aber war es denn wirklich eine Lüge oder nicht vielmehr ein Zurückhalten von Informationen um den, den man liebt nicht zu verletzen? Harry fand sich in einer Zwickmühle wieder. Einerseits wollte er Draco sagen was an dem Tag seines Unfalls wirklich passierte andererseits will er es ihm verheimlichen um das alles was sie sich in der letzten Zeit aufgebaut hatten nicht zu zerstören. Er atmete hörbar aus und wollte zu einer Antwort ansetzen wurde aber darin von Draco aufgehalten, in dem dieser ihn auf die Couch pinnte und sich über ihn beugte.

"Ich vertraue dir! Außerdem würdest du mich nie belügen, das weiß ich...also belassen wir es dabei", sagte Draco bestimmend und küsste Harry innig.

Obwohl Harry es nicht dabei belassen wollte siegte seine Unentschlossenheit und Angst. Er umfasste Dracos Hals mit seinen Händen und zog diesen noch näher an sich.

"Ja, lass und lieber etwas entspannenderes tun..."

In seinen Gedanken war Harry jedoch bei der Frage, was wohl in Hogwarts auf die beiden zukommen würde. Dracos Vater, der ihn sowieso lieber tot als lebendig sehen möchte, würde alles ihm ersichtliche tun um ihn von seinem Sohn zu trennen. Alles. Dem war sich Harry bewusst.

Und der Stolz der Malfoys...etwas unantastbares, etwas, dass er gewagt hat anzuzweifeln...wird es ihm Draco denn jemals verzeihen können? Eines war ihm sicher...er dürfte es nur nicht erfahren.

-Warum bin ich ausgerechnet Harry Potter-

Der Tag der Aufführung...

"Dean, Jason...sind die Requisiten alle vollständig?"

"Lee...Angela? Was ist mit den Kostümen?"

Aufgeregt und voll beschäftigt lief Tina diesen Nachmittag in der Aula herum und erledigte alles organisatorische. Sie kümmerte sich um die Requisiten, die Kostüme, die Verteilung der Sitzplätze und, und, und...

Langsam aber sicher schien sie am Ausrasten zu sein aber sie zwang sich dazu sich zu beruhigen und setzte sich hin. Als Harry und Draco die Aula betraten, erhellte sich ihr Gesichtsausdruck und sie winkte die beiden zu sich.

"Endlich..."

Am späten Abend...

"Beruhig dich Tina...es wird alles so wie du es dir vorstellst..", versuchte Harry sie zu beruhigen aber es funktionierte nicht. Tina knabberte an ihren Fingernägeln und schaute immer wieder besorgt vor den Vorhang.

"Es wird alles schief gehen...ich weiß das, immer geht alles schief, was ich mir in den Kopf gesetzt habe...", ihre Stimme zitterte, sie klammerte sich an Harrys Hemd fest und sah diesen dann empört an.

"Was? Du bist noch nicht umgezogen?", sie schubste ihn in Richtung Umkleide.

"Du ziehst dich sofort an! Meine Güte...siehst du, so fängt es an!", grummelte sie und wartete vor der Tür.

Harry zog sich grinsend seine Sachen aus und das rote- weiße Kleid an. Dann zog er sich die schwarze Langhaarperücke auf und zog alles zurecht.

Er klopfte an die Tür und gab Tina das Zeichen damit sie wieder hinein kommen konnte. Als diese Harry in dem Kleid und mit der Perücke sah, verschlug es ihr fast den Atem.

"Wow, du siehst einfach atemberaubend aus. Jetzt fehlt nur noch das Make-up...". Tina schob Harry zum Spiegel und deutete ihn sich hinzusetzen. Dann nahm sie das Make-up und begann Harry zu schminken.

"Na ja, vielleicht wird doch alles gut...", gab sie lächelnd zu und beobachtete ihr fertiges Werk. Sie war voll und Ganz mit sich zufrieden.

Als beide aus der Umkleide kamen begegneten sie Gabriel auf dem Gang.

Er machte große Augen als er Harry erkannte und begann zu grinsen, kam direkt auf ihn zu.

"Ich nehme an, dass nicht einmal Julia selbst so eine Schönheit wie du war...", hauchte er in Harrys Ohr und gab ihm einen hauchzarten Kuss, lief den Gang weiter.

Harry drehte sich zu ihm um und sah ihm nach, mit roten und glühenden Wangen. Plötzlich legten sich zwei Arme um ihn und als Harry sich zu dem 'Übeltäter' umdrehte sah er in das überraschte Gesicht Dracos, dem jetzt erst bewusst war wie sein 'Freund' aussah.

"Bei Mer... Wow, du siehst einfach...das ist unbeschreiblich." Draco war bei diesem Anblick sprachlos.

Harry sah einfach nur wunderschön aus und das bei der Tatsache, dass dieser eigentlich ein Junge war. Harrys Figur war genau richtig für dieses Kleid. Dessen Augen glänzten und waren mit blauem Lidschatten bedeckt, auf seinen Lippen glänzte ein rosa Lipgloss und feines Rouge zierte seine Wangen. Die schwarze Langhaarperücke machte aus seinem Freund eine richtige Lady, flachbrüstig aber weiblich, dachte er amüsiert. Als er sah wie peinlich es Harry zu sein schien, näherte er sich ihm wieder.

"Du brauchst dich wirklich nicht zu schämen...du hast keinen Grund. Obwohl ich schon überlege ob die weibliche Harry Version nicht auch anregend ist. Allein wegen diesen schwarzen Zotteln, die endlich weg sind," fügte Draco süffisant hinzu.

"Aha...meine Zotteln? Da kommt endlich die Wahrheit zu Tage..", erwiderte Harry trotzig und machte sich gespielt verärgert von Draco los, ging zu Tina, die, die Szene grinsend beobachtet hatte.

"Gehen wir...ich glaube, dass unser Romeo ein paar Probleme haben wird...", lachte er und sah zu Draco, der ebenfalls lachend auf die beiden zukam, die Arme vor der Brust verschränkte.

"O.K. Ich bin schuldig im Sinne der Anklage...bitte verzeihe mir meine wunderschöne Julia." Draco kniete sich vor Harry und schaute diesen theatralisch an. Harry konnte nicht anders und wurde wieder rot. Er stieß Draco sachte gegen dessen Schulter.

"Lass das...gehen wir", sagte er beschämt.

Vorhang auf für die letzte gemeinsame glückliche Zeit

Die Zuschauer sammelten sich an. Jay, Jen, Marco, Anne und Joey saßen in der ersten Reihe, hatten sich wohl schon als erstes ihre Plätze sichern können. Von weitem erkannte sie auch Schüler und dessen Eltern. Die Aula war voll besetzt. Tina zog sich vielleicht zu schnell zurück, denn sie sah die drei Personen nicht, die in die Aula traten und sich gleichgültig umschauten. Die, die anderen Personen mit gleichgültigen und kalten Blicken musterten.

"Severus...denkst du wirklich, dass Draco hier ist? Bei einer Theateraufführung? Mein Sohn?", fragte Lucius irritiert und schaute sich suchend um.

Seine Frau, lächelte gezwungen und wandte sich an ihren Mann.

"Ach, Schatz. Es ist doch trotz der vielen Muggel sehr...nun ja, interessant hier. Du weißt doch wie gerne ich in das Theater gehen..."

Schon immer liebte sie es ins Theater zu gehen und dort in eine andere Welt abtauchen zu können. Ihren Sohn nahm sie immer heimlich mit...

Auch, wenn sie nach außen hin den Eindruck machte, dass sie die Ansichten ihres Mannes voll und ganz vertrat so war es doch ihr Wunsch nach einem normalen Leben...nach einem Leben ohne den dunklen Lord, der sie und ihre Familie schon fast in Besitz zu nehmen schien.

Severus seufzte und deutete auf ein paar freie Plätze weiter außen.

"Ähem, Lucius. Zuhause war er nicht und die einzige Alternative war nun mal die Schule, in der heute eine Aufführung stattfinden wird...außerdem sagte man mir, dass er den Romeo spielen soll", er wurde immer leiser und wagte es nicht den blonden, großen Mann neben ihm anzusehen. Dieser drohte gleich in die Luft zu gehen doch Narcissa hielt ihn darin auf.

"Was? Den Romeo? Oh, nein wie schön. Er spielt die Hauptrolle.. mein Sohn.", sichtlich stolz setzte sie sich auf den Stuhl und deutete ihren Mann es ihr gleich zu tun.

Dieser grummelte etwas unverständliches und setzte sich neben seine Frau, sah grimmig zu Severus, der sich auf den freien Platz, neben Lucius setzte. Die Blicke, die den dreien zugeworfen wurden, schien keiner von ihnen bemerkt zu haben. Aber es war unverkennbar, dass solch eine Art von Zuschauer sehr selten war. Wer war schon völlig in schwarz gekleidet, blond, blauäugig und strahlte solch eine Eleganz aus, dass sie die halbe Aula drohte zu blenden. Man darf gar nicht erst davon anfangen, dass sich die Schüler wieder ihre eigenen Gedanken machten und die hatten nicht minder etwas mit Draco zu tun.

Nach einigen Minuten wurde es schlagartig ruhig. Die restlichen Zuschauer setzten sich auf ihre Plätze und die Aula wurde abgedunkelt. Plötzlich richtete sich der Strahl des Scheinwerfers auf die Mitte der Bühne. Dort erschien ein Junge, in dem üblichen Kostüm und einem spitzen Hut auf dem Kopf.

"Zwei Häuser in Verona, würdevoll, Wohin als Szene unser Spiel euch bannt, Erwecken neuen Streit aus altem Groll, Und Bürgerblut befleckt die Bürgerhand. Aus beider Feinde unheilvollem Schoß Entspringt ein Liebespaar, unsternbedroht, Und es begräbt- ein jämmerliches Los- Der Väter lang gehegter Streit ihr Tod. Wie diese Liebe nun dem Tod verfiel, Der Eltern Wüten, immerfort erneut, Erst in der Kinder Ende fand sein Ziel, Das lehrt zwei Stunden euch die Bühne heut; Wollt ihr geduldig euer Ohr dem leihn, Woll' n wir' s von Mängeln, wo' s noch not befreien."

Der Junge erbeugte sich vor den Zuschauern und ging ab. Der Vorhang schloss sich wieder, nur um kurze Zeit später wieder aufzugehen.

Die Kulisse zeigte einen Vorplatz und der 1.Aufzug der 1.Szene begann.

Narcissa Malfoy sah erwartungsvoll zur Bühne und war begeistert wie es doch gewöhnliche Muggel schaffen konnten so etwas tolles zu vollbringen.

Sie war besonders gespannt auf ihren Sohn, der bald seinen ersten Auftritt hatte. Als sie merkte wie ihr Mann neben ihr grummelte, stieß sie ihm mit ihrem Ellebogen in die Seite, sah ihn eindringlich an.

"Ja ja, noch zwei ganze Stunden", erwiderte er unter Seufzen und verdrehte die Augen, hielt sich seine schmerzende Seite.

Das Licht wechselte den Standort und schien nun auf nur eine Person. Draco, dann wandelte es wieder und beschien einen Jungen, der den Part des Benvolio inne hatte.

"Ha, guten Morgen , Vetter!"

Draco schlug sich die Hand auf die Stirn und schaute nach oben.

"Erst so weit?"

...Einige Dialoge später. Benvolio und Romeo sprechen oder diskutieren wohl eher gerade über die Schattenseiten der Liebe .

Benvolio will, dass sein Vetter die Übeltäterin, die sein Herz gestohlen hatte vergisst.. doch dieser kann und will das nicht.

"Gib deinen Augen Freiheit, lenke sie auf andere Reize hin."

"Das ist der Weg. Mit ihren Reizen in vollem Licht zu zeigen. ...Zeigt mir ein Weib, unübertroffen schön; Mir gilt ihr Reiz wie eine Weisung nur, Worin ich lese, wer sie übertrifft. Leb wohl! Vergessen lehrest du mir nie."

"Dein Schuldner sterb ich, glückt mir nicht die Müh'."

Die Bühne verdunkelte sich und der Vorhang hatte wieder seinen Einsatz.

Sichtlich stolz auf ihren Sohn, glänzten die Augen von Narcissa und sie nahm ein Stofftuch heraus. Wischte sich einige Tränen aus dem Gesicht.

"Ach, Lucius ist er nicht einzigartig?", schniefte sie und sah ihren Mann an, der nur emotionslos auf seinem Platz saß und keine Regung zeigte. Wieder stieß sie ihn und sah ihn böse an, als er sie unschuldig ansah.

"Ja, bei Merlin...er war sehr gut. Er ist ein Malfoy was hast du anderes erwartet?", gab er genervt zurück. Ein Blick auf seinen Nebenmann machte ihm deutlich, dass dieser nachzudenken schien und er ließ ihn in Ruhe.

Severus Snape dachte wirklich nach. Über sein Leben, welches eigentlich ganz gut verlief bis zu dem heutigen Tag und welches wohl ein schnelles Ende finden würde. In seiner Hand hatte er das Programmheft, welches er natürlich auch schon gelesen hatte. Was in dem Heft stand war jedoch nicht so erfreulich. Erst recht nicht als sein Blick auf den Namen neben der Rolle der Julia fiel. Warum musste in letzter Zeit nur generell alles schief gehen?

...1.Aufzug 2.Szene. Auf einer Straße. Capulet, Paris und ein Bedienter kommen. Capulet und Paris unterhalten sich wegen Julia. Paris (Gabriel g Ja er hat den Part des Paris übernommen, weil der richtige Paris krank ist) hat um deren Hand angehalten und ihr Vater verschiebt seine Entscheidung auf das kommende Fest am Abend. Der Bediente geht ab und verteilt die Einladungen, doch fälschlicherweise gerät er an Benvolio und Romeo, die somit eine Einladung zur Feier der Feinde erhalten.

Die dritte Szene begann in einem Zimmer der Capulets. Die Wärterin und Julias Mutter, die Gräfin Capulet suchen ihre Tochter Julia.

"Ruft meine Tochter her: wo ist sie Amme?"

"Bei meiner Jungfernschaft im zwölften Jahr, Ich rief sie schon.- He, Lämmchen! zartes Täubchen! Dass Gott! Wo ist das Kind? He, Juliette!"

Nun richtete sich der Spot auf die Person, welche nun auf der Bühne erschien. Harry. Mit verstellter aber leider immer noch etwas tiefen Stimme kam sein Einsatz.

Im Laufe der Unterhaltung versuchen die Amme und Julias Mutter ihr beizubringen, dass sie schon im heiratsfähigen Alter wäre schon viele Anwärter hätte. Darunter auch der junge Paris. Nun versuchen die beiden ihn Julia schmackhaft zu machen

"Die Hochzeit, ja! Das ist der Punkt, von dem Ich sprechen wollte. Sag mir, liebe Tochter, wie steht' s mit deiner Lust, dich zu vermählen?"

Theatralisch warf sie die Hände hoch, rannte zu ihrer Tochter und nahm sie beiseite, sah sie erwartungsvoll an.

"Ich träumte nie von dieser Ehre noch."

"Sag kurz: fühlst du dem Grafen dich geneigt?"

"Gern will ich sehn, ob Sehen Neigung zeugt. Doch weiter soll mein Blick den Flug nicht wagen, Als ihn die Schwingen Eures Beifalls tragen.

Es wurde wieder dunkel und man hörte wie die Kulissen ausgetauscht wurden. Ein Blick zu Narcissa verriet einem ein weiteres Mal, dass diese wohl sehr begeistert von diesem Stück war. Von Romeo wie von Julia.

"Ach, Lucius. Findest du nicht auch, dass die Julia bezaubernd ist? Eine richtige Schönheit...sie hat zwar eine etwas tiefe Stimme aber das trübt nicht ihre Eleganz."

Lucius nickte nur zustimmend und Severus hielt es für besser einfach nichts zu sagen. Es stand zwar außer Frage, dass Potter sehr gut aussah aber für nichts auf der Welt hätte er es jetzt laut ausgesprochen.

-Wenn sie nur wüsste...-

Fünfte Szene

... Das Fest ist im vollem Gange. Die Gäste sind schon da, genauso wie Romeo und Benvolio. Dann sieht er Julia, die mit Paris auf der Tanzfläche steht und geht zu ihr. Bemerkt jedoch Tybalt nicht, der ihn an dessen Stimme erkannt hat. Wutentbrannt will dieser sich auf ihn stürzen, wird aber von seinem Onkel davon abgehalten.

"Nach seiner Stimm' ist dies ein Montague."

Er winkte einen Bediensteten zu sich und sein Gesicht war wutverzerrt.

"Hol meinen Degen, Bursch!. -... Fürwahr, bei meines Stammes Ruhm und Adel! Wer tot ihn schlüg, verdiene keinen Tadel."

"Was habt Ihr, Vetter? Welch ein Sturm wozu?"

Tybalt tut seinen Unmut kund und will schnellstens Rache an Romeo nehmen, doch sein Onkel hält dagegen, will sein Fest nicht gefährdet sehen.

"Zu! Nur zu! Ihr seid ein kecker Bursch. ...Geht, Ihr seid ein Hase. Seid ruhig, sonst- Mehr Licht, mehr Licht, zum Kuckuck- Will ich zur Ruh' Euch bringen- Lustig Kinder!"

"Mir kämpft Geduld aus Zwang mit will' ger Wut. Ich geh: doch so frech sich aufzudringen, was Lust ihm mach, soll bittern Lohn ihm bringen."

Das Licht schwenkte wieder um. Zu Romeo und Julia.

Romeo nimmt ihre Hand in seine.

"Entweihet meine Hand verwegen dich, O Heil' genbild, so will ich's lieblich büßen. Zwei Pilger, neigen meine Lippen sich, Den herben Druck im Kusse zu versüßen.", verschmitzt schaute Draco seinen Liebsten an und zwinkerte ihm zu. Harry konnte sich ein kleines Schmunzeln nicht vergreifen.

"Nein, Pilger, lege nichts der Hand zuschulden Für ihren sittsam- andachtsvollen Gruß. ..."

"So reg dich, Holde, nicht, wie Heil' ge pflegen, Derweil mein Mund dir nimmt, was er erfleht."

Draco beugte sich zu Harry hinunter, hauchte ihm zart einen Kuss auf dessen Lippen.

"Nun hat dein Mund ihn aller Sünd' entbunden."

"So hat mein Mund zum Lohn sie für die Gunst?", erwiderte Harry neckisch.

Daraufhin beugte sich Draco abermals nach vorn zu ihm, gab ihm einen Kuss.

"Zum Lohn die Sünd'? O Vorwurf, süß erfunden! Gebt sie zurück."

"Ihr küsst recht nach der Kunst."

Die Amme kommt und zieht Julia zu sich, zu ihrer Mutter. Romeo fragt sie und erhält die Information, dass es sich bei ihr um die einzige Tochter der Capulets handelt und verlässt die Feier. Julia indes fragt ihre Amme um wen es sich bei dem Fremden gehandelt hatte und diese gibt ihr die gewünschte Auskunft.

"Sein Nam' ist Romeo, ein Montague, Und Eures großen Feindes einz' ger Sohn."

"So einz' ge Liebe aus großem Hass entbrannt! Ich sah zu früh, den ich zu spät erkannt. O Wunderwerk" Ich fühle mich getrieben, Den ärgsten Feind aufs zärtlichste zu lieben."

Prolog zum Zweiten Aufzug

Wieder kommt der Junge vom Anfang des Stückes und steht vor dem geschlossenen Vorhang.

"...Doch Leidenschaft gibt Kraft, Zeit weist die Wege, Der Liebe Süße schwächt die schlimmsten Schläge."

Dieser verschwand wieder hinter der Bühne und der Vorhang öffnete sich.

-Ab hier kommt ein Sprung. Wird alles nacherzählt-

Nach der heimlichen Hochzeit der beiden Liebenden und der gemeinsamen Hochzeitsnacht, trifft Romeo am nächsten Tag auf Tybalt und es entbrannt ein Kampf, dem Romeo entgehen will, da er ja nun zu dessen Familie gehört. Während des Kampfes wird Mercutio, der beste Freund Romeo' s tödlich verwundet. Völlig in Rage stellt sich Romeo dem Kampf mit Tybalt und tötet ihn. Diese Tatsache zwingt ihn dazu Verona für immer zu verlassen...vorher geht er noch zu Julia...verbringt eine Nacht mit ihr und verlässt sie dann im Morgengrauen. Nun nimmt das Schicksal seinen Lauf. Julias Eltern haben beschlossen sie mit dem jungen Paris zu vermählen...als sie dies erfährt fasst sie einen folgenschweren Entschluss.

Als sie zur 'Beichte' zu Pater Lorenzo geht, bekommt sie von diesem ein Gift überreicht, ein Gift, welches denjenigen, der es einnimmt für kurze Zeit tot erscheinen lässt. Als sie zuhause ankommt und allein in ihrem Zimmer ist, nimmt sie es auch sofort ein. In Gedanken an ihren Romeo.

Dieser befindet sich derweil in Mantua und erfährt von seinem guten Freund Balthasar, dass seine Geliebte tot sei. Romeo, völlig außer sich, bricht das Gesetz in dem er wieder zurück nach Verona geht. Bei einem Apotheker besorgt er sich ein tödliches Gift und sein Schicksal ist damit besiegelt. Als er bei ihrem Begräbnis ankommt und zu ihr gehen will, trifft er Paris. Dieser stellt ihn zum Kampf aus dem Paris als Verlierer hervorgeht. Romeo legt ihn zu Julia in ihr Begräbnis und kniet sich zu ihr.

5. Aufzug, 3.Szene

"...Augen, Blickt euer Letztes! Arme, nehmt die letzte Umarmung..", er strich dabei sachte über Harrys geschlossenen Augen, strich ebenso sachte über dessen ruhenden Arme.

"und o Lippen, ihr, Tore Des Odens, siegelt mit rechtmäß' gem Kusse Den ewigen Vertrag dem Wucherer Tod...Dies auf dein Wohl, wo du auch stranden magst! Dies meiner Lieben-"

Draco fasste in seine Jackentasche und holte eine gläserne Phiole heraus, öffnete sie und führte sie an seinen Mund, leerte sie mit einem Zug, spürte wie das Gift durch seine Adern floss.

"O wackrer Apotheker! Dein Trank wirk schnell.- Und so im Kusse sterb ich."

Er beugte sich ein letztes Mal über seine(n) Geliebte(n) und gab ihr(ihm) einen schwachen Kuss, dann verließen ihn seine Kräfte und er fiel kraftlos auf sie(ihn). Leblos.

Die Wächter, Balthasar sowie Pater Lorenzo betreten die Bühne. Sie sehen Julia, die gerade aus ihrem todesähnlichen Schlaf aufwacht und ihren Geliebten neben sich erkennt. Sie gehen fort und lassen Julia allein.

"Geh nur, entweich! Denn ich will nicht von hinnen. Was ist das hier? Ein Becher festgeklemmt in meines Trauten Hand?", verzweifelt nahm ,Julia' den Becher und erkannte was die Ursache für den Tod ihres Geliebten war.

Harry nahm sich in dem Moment vor ihnen eine perfekte Darbietung zu liefern. Wie bei den Proben. Er strich über Dracos Stirn und seufzte.

"Gift seh ich, war Sein Ende vor der Zeit. - O Böser! Alles zu trinken, keinen güt' gen Tropfen mir Zu gönnen, der mich zu dir brächt- Ich will Dir deine Lippen küssen. Ach, vielleicht Hängt noch ein wenig Gift daran und lässt mich An deiner Labung sterben.", er beugte sich zu Draco und küsste sanft dessen Lippen und sein Gesicht nahm plötzlich einen erstaunten Ausdruck an.

"Deine Lippen Sind warm. -"

Als er jemanden aus der Ferne hörte, ergriff er den Dolch, welcher an Dracos Hosenbund heftete und umfasste diesen fest.

"Wie? Lärm- dann schnell nur. O willkommener Dolch! Dies werde deine Scheide."

Harry zielte mit dem Dolch auf seine Brust, sieht zu den Zuschauern und stach zu.

"Roste da, Und lass mich sterben.", sprach er mit letzter Kraft und fiel auf Dracos ,Leichnam'.

Alles war ruhig...eine todesstille ging durch das Publikum. Vereinzelt hörte man ein Schluchzen und Schnäuzen.

Die Montagues, die Capulets, Balthasar, Pater Lorenzo und der Prinz treten auf. (Der Prinz ist eine Art Hauptmann) Fassungslosigkeit über den Tod ihrer einzigen Kinder geht um. Capulet sowie Montague geben sich die Hände und schließen Frieden. Die Bühne verdunkelt sich und der Spot ist nur auf eine Person gerichtet auf den Prinzen, der seinen Monolog hält.

"Nur düstern Frieden bringt uns dieser Morgen; Die Sonne scheint, verhüllt, vor Weh, zu weilen. Kommt, offenbart mir ferner, was verborgen: Ich will dann strafen oder Gnad' erteilen; Denn niemals gab es ein so herbes Los, Als Juliens und ihres Romeos."

Die Bühne verdunkelte sich und alles wurde schwarz. Die Zuschauer begannen sich zu regen und fingen an zu klatschen. Der Jubel schien kein Ende zu nehmen. Auch Narcissa Malfoy stand mittlerweile und applaudierte, Lucius entschied sich dazu sitzen zu bleiben und Severus? Nun ja, der machte sich immer kleiner in seinem Sitz, da er das Ende herbeisah und das sah nicht sehr gut aus.

Als die Vorstellung der Darsteller kam und Draco und Harry an der Reihe waren gab es kein Halten mehr beim Publikum. Sie fingen an zu klatschen und zu pfeifen.

"Damian Mc. Kingley als Romeo...",

"...und Thomas Parker als Julia."

Bei Harrys Aufruf, wurde das Pfeifen und Klatschen lauter. Plötzlich hörte man ein Poltern. Jemand musste wohl hingefallen sein. Alle Blicke waren auf die Person gerichtet, die von ihrem Sitz gefallen war. Eine Person mit langem blondem Haar und aufgerissenen blauen Augen. Sie lag über jemanden anderen, der nur laut aufseufzte.

"P...Po...Es...ist...Po...du...", schwankend richtete sich Lucius auf, schaute erst zu seiner Frau, die genauso entsetzt war und zu Severus, der seinen Kopf geneigt hatte. Dann schaute er zu seinem Sohn, dessen Gesichtsausdruck genauso entsetzt und verwirrt war. Draco schaute abwechselnd zu seinen Eltern und dann zu Harry, der sichtlich blass wurde.

Die Zuschauer und auch Tina wussten nichts mit der jetzigen Situation anzufangen. Draco und Harry verschwanden plötzlich hinter dem Vorhang. Dracos Eltern und Severus folgten ihnen, liefen an den verblüfften Zuschauern vorbei hinter die Bühne.

"Was sollen wir jetzt machen? Meine Eltern sind da.. sie haben alles gesehen.. so wollte ich es nicht.", seufzte Draco und wurde leicht panisch als er Schritte auf dem Gang hörte. Harry hatte mittlerweile seine Perücke abgenommen und sie auf einen Stuhl gelegt, sich das Make-up abgewischt.

"Schhh, wir stellen uns ihnen einfach. Was können sie schon großartig tun? Sie werden doch nicht ihren einzigen Sohn umbringen, oder?", versuchte Harry die Situation zu lockern aber auch er wusste, dass es weitaus schlimmer war als gedacht. Sie würden Draco nicht töten aber was wäre mit ihm?

Plötzlich hörten sie ein Rütteln an der Tür und kurze Zeit später stand diese offen und drei Personen betraten den Raum. Draco stellte sich beschützend vor Harry, hielt diesen hinter sich.

"Vater, Mutter...schön euch zu sehen.", sagte er gespielt erfreut und das Zittern in seiner Stimme verriet ihn.

"Draco! Was bedeutet das.. du und Potter? Welch Zauber vermag so eine Wandlung?", spie sein Vater und musste sich sehr zusammenreißen um nicht völlig aus der Haut zu fahren.

Seine Mutter schaute ihren Sohn nur traurig an, schüttelte den Kopf. Sie wusste wie ihr Sohn nun fühlte aber genauso wusste und fühlte sie wie enttäuscht ihr Mann nun sein musste.

"Ich liebe ihn Vater...und weder du noch sonst wer wird etwas dagegen tun können..", erwiderte er bestimmend, drückte Harry weiter hinter sich. Seine Hand umfasste Harrys fester und er sah liebevoll zu ihm.

Doch Severus hielt das alles nicht mehr länger aus. Diese Farce, dieses ständige Gerede von Liebe. Wahrscheinlich lag es doch nur an Dracos Unfall und Harrys Blut in ihm.

"Draco! Bist du nicht der Meinung, dass aufrichtige Liebe auf gegenseitigem Vertrauen basiert? Darauf, dass man sich nicht anlügt oder Geheimnisse voreinander hat?", wandte sich Severus an Draco und deutete auf Harry hinter ihm.

"Was meinst du...?", fragte er seinen Patenonkel. Doch dieser zeigte immer noch auf Harry.

"Frag ihn.. frag ihn was am Tag deines Unfalls geschehen ist."

Nun schauten ihn auch Lucius und Narcissa fragend an, wussten nicht worauf dieser hinaus wollte.

"Harry?", Draco stellte sich vor ihn und hob dessen Kinn an, so dass sein kleinerer Gegenüber ihn ansehen musste. Harry wurde still und fing an zu zittern, erwiderte leise etwas auf Dracos Frage.

"Du...du...hattest einen hohen Blutverlust.", er hielt inne, sah Draco verzweifelt an, hielt sich an dessen Hemd fest, zerrte fast daran.

"Bitte...du.. du musst mir glauben, dass ich es nur getan habe um dich zu retten...bitte..", sagte er verzweifelt.

"Harry? Was hast du getan?", hakte Draco nach, ließ Harry los, als ob er schon ahnte was kommen sollte.

"Dray...mein Blut ist in dir...ich habe dir mein Blut gegeben.", flüsterte er und neigte seinen Kopf, fiel auf die Knie und fing an zu weinen.

Anstatt Dracos liebevollen Hände, die ihn nun trösten sollten blieben diese Stellen unangetastet. Fassungslos schaute Draco zu Harry hinunter. Tränen bahnten sich ihren Weg unaufhörlich über seine Wangen und er tat nichts um ihnen Einhalt zu gebieten. Dann sah er zu seinen Eltern und nickte, kam auf sie zu. Jedoch nicht ohne sich noch ein letzte Mal zu Harry umzudrehen.

"Du wusstest es die ganze Zeit und hast es mir nicht gesagt? Ich hätte es dir verziehen, wenn du es mir gesagt hättest aber so...Ich habe dir gesagt, dass ich alles verzeihen kann, nur keine Lügen.. dabei habe ich dir vertraut.", sagte er traurig und enttäuscht.

"Komm mein Sohn, wir werden zurück nach Malfoy Manor gehen. Dort wird sich alles klären.", er sah zu Harry und schickte ihm ein abfälliges Schnauben. Auch Severus verließ den Raum. So ein Ende wollte er vermeiden, doch es schien als unausweichlich...nie hätten ein Potter und ein Malfoy zusammen glücklich sein können.

Nur Narcissa Malfoy kam noch einmal zurück und kniete sich zu Harry.

"Mein Sohn muss dich sehr lieben...und du hast ich sehr enttäuscht. Doch gib nicht auf...alles hat seine guten Seiten. Finde sie in deiner Trauer.", sagte sie tröstend und stand auf, folgte ihrem Mann.

Das Einzige was Harry blieb war seine Verzweiflung und die Gewissheit das verloren zu haben, was er sich so mühsam erkämpfen musste. Eine weitere Person trat durch die Tür, kniete sich zu Harry auf den Boden und nahm ihn in die Arme. Strich ihm durch die Haare und flüsterte ihm beruhigende Worte zu.

Durch seine tränengenässten Augen sah er schwarzes langes Haar. Tina, nur sie konnte es sein.

"Tina?...", brachte er stockend heraus.

"Shhh...alles wird wieder gut. Es wird sich alles zum Guten wenden...", flüsterte sie und fügte leise noch etwas hinzu.

"Harry..."

TBC

Ich habe Draco den Part des Romeo überlassen. Eigentlich wollte ich Gabriel noch eine Chance geben aber letztendlich habe ich mich umentschieden. Na ja, er kriegt seine Chance schon noch.. XD

So wie war' s sehr depri? Na ja, ich bin damit eigentlich zufrieden. Ist eine Wendung der Geschichte, ab hier geht es eigentlich nur noch aufwärts oder noch tiefer bergab ;-)

Kommentare werden an der Sammelstelle unter der FF angenommen XD