A/N: Hallihallo ihr Lieben! Da ist schon wieder ein neues Kapitel von mir. Ich bin ja ganz begeistert, dass ich doch so viele Rewievs gekriegt hab. Das haut mich ja regelrecht um! -strahl- Ich muss aber gleich dazu sagen, dass ich die ersten drei Kapitel schon fertig hatte und dass das nur deswegen so schnell ging... -rotwerd- In nächster Zeit werdet ihr euch wohl etwas mehr gedulden müssen. Ich hoffe aber, ihr bleibt auch weiterhin dabei!

S. Vielen vielen Dank. -rotwerd- Ich bin wirklich richtig gerührt, auch oder gerade weil du dich von meiner Story inspiriert fühlst. Das hat mich unheimlich gefreut und mich schon fast dazu genötigt, heute das dritte Kapitel online zu stellen, obwohl ich damit eigentlich noch ein bisschen hab warten wollen. - Vielen Dank! -knuff-

APWB Dumbledore: Tja... Als es dann vorbei war, hat sie sich das wahrscheinlich auch gedacht...- Danke fürs rewieven!

NellyPotter: Es freut mich, dass ich James´Gefühle dementsprechend rüberbringen konnte. Ich selber war mit diesem Teil eigentlich nicht ganz so zurieden, deswegen freut es mich, dass es nun doch ganz gut ankommt und das es dir gefällt. Ich hoffe, in diesem Kapitel kann ich dich auch weiterhin überzeugen! -knuff-

Simsly: Vielen Dank fürs rewieven. Es freut mich, dass es dir so gefallen hat. Und das nächste Kapitel gefällt dir hoffentlich genauso gut und konnte dich hoffentlich auch überzeugen!

Duril: Vielen Dank fürs kommentieren. Naja, ich habe mir gedacht, ich gehe mal nicht den typischen Weg, von wegen James "betrügt" Lily sondern umgekehrt. Das ist schon so total absurd, dass es schon fast wieder interessant wird, meinst du nicht auch? Ich hoffe, du bist auch weiterhin dabei? -dackelblick-

Kapitel 3:

Verletzte Gefühle

Ich weiß nicht, wie lange ich schon wach liege und den dunklen Stoff meines Himmelbettes anstarre. Der Knoten, der sich in meiner Brust festgesetzt hatte, schmerzt. Ich kann ihn nicht vergessen. Den Schmerz in seinen Augen. Diesen unendlichen Schmerz...

Er hat sich einfach umgedreht und ist gegangen. Hat mich nicht mehr angesehen. Hat auch die Leute um uns herum nicht mehr beachtet. Er ist einfach gegangen...

Black hat mich sehr seltsam angesehen. Mit einem Blick aus Enttäuschung, Wut und Erstaunen. So habe ich ihn in den ganzen sieben Jahren, die ich ihn jetzt schon kenne nicht gesehen.

Zugegeben, ich hab ihn nicht oft angesehen. Black hat mich nie interessiert, er ist nie in Frage gekommen. Jemand, der nur so lange charmant zu einem Mädchen sein kann, bis er es ins Bett bekommen hat und sich dann am nächsten Tag nicht einmal mehr daran erinnern kann? Nein danke.

Bin ich jetzt genauso wie er? Nein, nicht wirklich. Ich kann mir das mit dem Typen selber nicht erklären. Ich weiß nicht einmal, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Er war mir nicht einmal sympathisch. Wieso also habe ich mich auf diesen verdammten Typen eingelassen?

Und auf einmal sind sie da. Die Tränen. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, warum ich nicht weinen kann. Ich lasse sie laufen, versuche nicht, den Tränenfluss zu stoppen. Es lindert den Schmerz nicht, doch vielleicht bin ich später so erschöpft vom weinen, dass ich vielleicht für ein paar Stunden Schlaf finde...

Es tut weh. Es tut unendlich weh. Ich habe ihn nicht verletzen wollen. Ich weiß, dass ich es getan habe. Ich habe es in seinen Augen gesehen. In den Augen, die immer so geglitzert haben. Augen, die seine Abenteuerlust widerspiegelten. Den Drang, Regeln zu brechen. Den Drang Herzen zu brechen. Und die Sanftheit, wenn er mir sagt, dass er mich liebt.

Was ich heute Abend in seinen Augen gesehen habe, war erschreckend. Schmerz, der so tief zu sein scheint, dass es ihn wirklich aus der Bahn geworfen hat. Ganz kurz nur ist er aufgeblitzt, dann wurde er verdrängt von einer unsagbaren Leere...

Ich schluchze in mein Kissen. Wäre ich doch niemals zu dieser verdammten Party gegangen...

„Lils! Mach schon, steh auf! Ich will noch was von Frühstück abkriegen!"

Ungeduldig zieht Abbie die Vorhänge meines Bettes zur Seite. Ich weiß, wie zickig sie werden kann, wenn sie nichts zu Essen bekommt. Doch heute ist es mir egal. Ich ziehe mir die Decke über den Kopf und drehe mich um.

„Lils!" Sie rüttelt mich unsanft und ich muss mich wirklich zusammenreißen, dass ich sie nicht scharf anfahre. Ich will meine Ruhe.

Sie sieht mich erschrocken an, als sie es endlich geschafft hat, mir die Decke zu entwenden. Ich kann mir vorstellen, wie ich aussehe. Bis in die frühen Morgenstunden habe ich geweint.

„Mein Gott, was ist passiert?" Sie wirkt fast erschüttert, als sie mich so sieht. Kein Wunder, ich weine äußerst selten. Wir kennen uns jetzt seit sieben Jahren und in denen hat sich mich allerhöchstens zwei Mal weinen sehen.

Als ich nicht antworte greift sie nach meinen Schultern und schüttelt mich. In diesem Moment kommen die anderen beiden aus dem Bad.

„Was ist, kommt ihr mit frühstücken?", fragt Cloe, bleibt kurz stehen und sieht Abbie fragend an. Schnell verstecke ich meinen Kopf in meiner Bettdecke. So müssen mich die beiden wirklich nicht sehen.

„Was ist los, Lils?", fragt Cloe auch prompt. „Ne zu lange Nacht gehabt?" Sie lacht und ich weiß, dass sie darauf wartet, dass ich mit einstimme.

„Lass gut sein, Cloe. Wir kommen später nach."

Als sie endlich die Tür hinter sich zuschlagen, seufze ich auf und Abbie streicht mir sanft über die Wange.

„Was hat er getan?", fragt sie leise und diese einfache, simple Frage treibt mir wieder die Tränen in die Augen. Sie hat keine Ahnung...

„Nicht er", entgegne ich.

„Was?"

„Nicht er."

„Wie meinst du das, nicht er? Was ist denn dann passiert?"

Und als ich sie dann ansehe, schüttelt sie ungläubig den Kopf.

„Nein... Das glaub ich nicht, Lils..."

Ich weiß, dass sie mir keine Vorwürfe machen will, auch wenn ich sie verdient habe. Sie seufzt und vergräbt die Hand in meinem Haar.

„Man Lils", sagt sie und sieht mich zweifelnd an. „Ich weiß nicht, ob du das wieder geradebiegen kannst..."

Sie hat mich schließlich doch überredet, frühstücken zu gehen. Also mache ich mich fertig, dusche heute aber besonders lange und ausgiebig. Ich fühle mich so verdammt schmutzig...

Wäre dies ein völlig normaler Tag, hätte Abbie gedrängelt und geschimpft. Heute sagt sie nichts. Sie steht einfach nur da und wartet. Und als sie mich anlächelt, bin ich unendlich dankbar, dass sie da ist und mir Halt gibt.

Sie erzählt mir von einem Buch, dass sie gerade ließt. Ich höre nicht wirklich zu, doch ich lasse mir auch nichts anmerken. Verwundert stelle ich fest, dass ich die außergewöhnliche Gabe zu besitzen schien, an den richtigen Stellen die richtigen „Oh"s und „Ah"s von mir zu geben.

„Meine Güte Prongs!"

Erschrocken sehe ich auf. Black und James im Gemeinschaftsraum. Das hat mir gerade noch gefehlt. Ich weiß, dass ich nicht vor ihnen davonlaufen kann, aber ich habe gehofft, dass sich unser Zusammentreffen noch etwas aufschieben lassen würde. Zumindest, bis ich mir überlegt habe, wie ich mich entschuldigen kann.

„Sie hat getrunken. Sie hat ihn geküsst. Na und, was ist schon dabei? Damals gab es genug Weiber, mit denen du das gleiche abgezogen hast."

James sagt nichts. Als er uns kommen hört, sieht er kurz auf. Sein Blick klebt an meinem.

„Guten Morgen, Evans", sagt Black und er klingt fast freundlich. Ich blicke ihn an und zum ersten Mal spüre ich eine tiefe, freundschaftliche Zuneigung für ihn. Ich habe immer gedacht, er könne mich nicht leiden...

„Guten Morgen", gebe ich zurück; meine Stimme klingt heiser und brüchig und noch immer ist sie tränenverfärbt. Aus den Augenwinkeln erkenne ich, dass Abbie mich besorgt mustert.

„Also", sagt sie gut gelaunt und sieht in die Runde. „Ich hab Hunger. Du doch sicher auch, oder Black?"

Sie zischt seinen Namen gefährlich leise und Black mustert sie überrascht. Dann grinst er, wirft noch einen Blick auf James und nickt dann.

„Sehr gut", sagt Abbie und greift nach seinem Arm. „Dann darfst du mir heute ausnahmsweise Gesellschaft leisten. Aber bild dir bloß nichts drauf ein."

Das Portrait klappt auf und wieder zu. Eine unangenehme Stille breitet sich aus. Nervös sehe ich ihn an, doch er hebt seinen Blick nicht, sieht nur stumm auf irgendein Buch, das auf seinem Schoß liegt.

„Darf... Darf ich mich setzen?"

Er sagt nichts, zuckt nur mit den Schultern und starrt weiter vor sich hin. Ich versuche meine Gedanken zu ordnen, doch alles wirbelt wie wild durcheinander. Ich kann nicht klar denken. Nicht, wenn ich ihn so sehe...

„James, ich..."

„Lass gut sein, Lils. Ich hab verstanden."

Endlich sieht er mich an. Ich erkenne nichts in seinen Augen. Rein gar nichts. Und das macht mir verdammte Angst...

„Nein, hast du nicht", sage ich also, stehe auf und knie mich vor ihm nieder. Er sieht mich an, doch sein Blick wirkt abwesend und kalt. Es ist das erste Mal, dass er mich so ansieht. Es tut verdammt weh.

„Ich wollte das nicht, James. Ich hab... Ich hab nicht nachgedacht, verstehst du? Es war alles so viel Die Party, der Alkohol... Und dann noch Remus..."

„Willst du jetzt etwa Remus die Schuld geben?"

„Natürlich nicht!" Ich suche nach den richtigen Worten, doch sie wollen mir nicht einfallen. Alles in mir schien sich auf Blockade gestellt zu haben...

Er atmet tief ein und streicht mir sanft über die Wange. „Es gibt keine Erklärungen und keine Ausreden, Lils. Weißt du noch, was du damals zu mir gesagt hast, kurz bevor ich dich so weit hatte, das erste mal mit mir auszugehen?"

Ich sehe ihn verwirrt an. Nein, das weiß ich nicht. Ich habe keine Ahnung, was ich damals sagte oder dachte. Umso mehr verwundert es mich, dass ausgerechnet er sich daran zu erinnern scheint.

Grüne Augen sehen in braune. Ein unverschämtes Grinsen, ein genervtes Gesicht. Ja, James Potter hatte es wirklich drauf. Er konnte einen zur Weißglut bringen...

Was willst du, Potter?", fragt die Rothaarige und sieht auf die Uhr.

Was wohl Evans? Ich will das, was ich immer will." Er kommt ihr unverschämt nah, doch sein Blick wird warm, als er sie ansieht.

Gib mir eine Chance, Evans", bittet er. „Geh mir mir aus."

Sie grinst spöttisch, doch sie scheint verwirrt zu sein. „Warum ich, Potter? Kannst du nicht wen anders nerven?"

Auch er grinst. „Nein", sagt er schlicht und kommt noch einen Schritt auf sie zu.

Warum ich?", wiederholt das Mädchen.

Weil ich dich liebe."

Er sieht sie offen an, wendet den Blick nicht ab. Sie sieht verblüfft aus.

Du liebst mich?"

Er nickt. Und nun scheint sie nachzudenken. Sie beobachtet ihn eine gewisse Zeit.

Glaubst du wirklich, du kannst es, Potter. Treu sein? Ich glaube nicht, dass du das kannst. Du wirst mir das Herz brechen."

Evans, hör auf so negativ von mir zu denken. Warum meinst du das?"

Weil du das bisher mit allen Mädchen gemacht hast."

Er lächelt und kommt noch einen Schritt näher. „Ja... Aber die hab ich auch nicht geliebt. Gib mir eine Chance Evans. Nur eine Chance."

Sie seufzt, dann lächelt auch sie. „Eine Chance...Meinetwegen Potter. Das nächste Hogsmeade Wochenende gehört dir."

Er lächelt traurig, als er daran zurückdenkt. Siedend heiß fällt mir ein, dass es genauso gewesen ist. Das ich ihm nicht vertraut habe. Dass es für alle absolut klar schien: Wenn es zwischen ihnen nicht klappen sollte, wäre das ganz allein seine Schuld.

Er sieht mich an. „Du hattest Angst, ich würde dir dein Herz brechen, Lils. Und jetzt hast du mir meines gebrochen. Wir hatten eine Chance... Und wir haben sie nicht genutzt..."

tbc...


Soooo... Das ist es gewesen... Das dritte Kapitel. Wie gesagt, ab jetzt wird es wohl immer etwas länger dauern. Ich hoffe, ihr habt Geduld mit mir...

Vergesst nicht, mir ein Rewiev da zu lassen, ja? -dackelblick-