A/N: Hallihallo meine Lieben. Da bin ich auch schon wieder und mit im Gepäck hab ich ein neues Kapitel. Dieses Kapitel ist... sagen wir es mal so... ein bisschen verwirrend. Und auch wenn es so aussieht, muss es nicht sein, dass es ein Happy End gibt. Viele werden sich auch wundern, wenn sie es lesen. Ich hab es so geschrieben, weil ich James genauso einschätze... Wer anderer Meinung ist, bitte melden, es wird sicher interessant werden, darüber zu diskutieren. Sicher ist aber: Ihr habt es bald geschafft, wir nähern uns dem Ende!

Simsly: Du brauchst dich nicht zu schämen! °knuddel° Das ist mir auch schon das ein oder andere Mal passiert! Sirius mag ich einfach IMMER! Der ist schon verdammt knuddelig! Ich bin schon gespannt, wie du das nächste Kapitel findest... An Lily liegt es ja diesmal nicht...

LilySummer: Na dann wollen wir deine schwachen Nerven mal ein bisschen einbalsamieren, was? °lol° Ich weiß, es ist schlimm, die beiden so zu sehen. Ich selber find es ja schon fast schrecklich... Bin schon gespannt, was du nach diesem Kapitel sagst!

Inujeanne: Na, schnell genug? ;-) Danke fürs rewieven!

Moony-Paddy-Prongs: Ähm... ja. Ich denke, er hat es begriffen... ;-) Wahrscheinlich schon als er Schluss gemacht hat, aber das er verletzt ist, ist nachzuvollziehen, oder?

S.M Cortelly: Happy End... Hmm, mal sehen. Im Moment sieht es ja so aus, aber das letzte Wort ist ja noch nicht gesprochen. Ich hab schon lange kein Sad End mehr geschrieben... Wir werden sehen. Aber beim letzen Kapitel werde ich an dich denken...

Kapitel 5:

Überraschende Wendung

Der Plan ist simpel. „Sei fröhlich, sei gelassen, lass dich nicht abschrecken." Ganz einfach eigentlich...

Am liebsten würde ich jetzt heulen. Es schmerzt, wenn ich ihn sehe, wenn ich ihn reden und lachen höre, wenn er mich ansieht und sanft lächelt statt mich anzuschreien. Ich wusste, dass es hart werden würde. Jetzt würde ich am liebsten alles hinschmeißen und mich ihm vor die Füße legen und um Verzeihung betteln.

Abbie sieht mich an, als wäre ich verrückt geworden, als ich ihr von meinem Plan erzähle. Sie sagt nichts, sondern legt ihre Handfläche auf meine Stirn. „Hmm... Etwas warm bist du schon... Vielleicht kriegst du richtig hohes Fieber."

Verärgert schlage ich ihre Hand weg. „Du kannst nicht wissen, wie ich mich fühle! Du weißt nicht, was ich durchmache! Entschuldige, dass es mir da schwer fällt zu jeder Tages- und Nachtzeit an deinen dämlichen Plan zu denken!"

Sie weicht nicht zurück und zeigt auch ansonsten keine Regung, doch ich weiß, dass ich sie gerade schwer getroffen habe. Sie greift nach ihrer Tasche, sieht mich einmal kurz von oben nach unten an, dann schnaubt sie und rennt aus dem Schlafsaal.

Na super... Jetzt habe ich Abbie auch noch verstimmt... Wenn ich so weitermache, kann ich bald ein Einzelzimmer und Einzelunterricht beantragen...

oOoOoOo

Kurz nach neun. Stille liegt über dem Schloss und nur das sanfte klappern meiner Schuhe auf dem Steinboden hallt durch die Gänge. Mrs. Prince sieht mich pikiert an, als ich die Bibliothek betrete.

„Die Bibliothek wird gleich geschlossen."

„Ich weiß", sage ich, beachte sie aber nicht weiter.

Sie seufzt und murmelt vor sich hin. Normalerweise hätte ich jetzt dutzende von Entschuldigungen gemurmelt und ihr das Versprechen gegeben, schnell zu machen und dann sofort wieder zu verschwinden. Heute ist es mir egal.

Ich ziehe also die Liste aus meiner Tasche und suche nach den Büchern. Ich weiß, Abbie hat sicher vergessen, in die Bibliothek zu gehen, deswegen habe ich ihre Liste mitgenommen. Der Streit mit ihr zerrt an meinen Nerven. Wir haben uns nie viel gestritten und die Erkenntnis, meine einzige Vertraute verloren zu haben versetzt mir einen tiefen Stich.

„So spät noch hier?"

Ich zucke zusammen, drehe mich aber nicht um. Meine Nackenhaare stellen sich auf, mein Herz klopft mehr als drei Tacken schneller und meine Hände zittern. Er lehnt sich neben mich ans Bücherregal und sieht mich aufmerksam an.

„Lily?"

Ich lächle strahlend und wende mich ihm zu, seine braunen Augen stechen in meine und in weniger als ein paar Sekunden bröckelt meine übertrieben fröhliche Fassade.

„Hast du alles?" Ich nicke nur. „Gib her", sagt er und streckt seine Arme aus. Ich weiß nicht, was er meint. Verständnislos sehe ich ihn an und er lacht.

„Die Bücher. Du sollst mir die Bücher geben."

Als ich immer noch keine Anstalten mache ihm entgegenzukommen, seufzt er auf. Das macht er immer und etwas Warmes in meinem Inneren macht auf sich aufmerksam, als ich mich an diese kleine Macke zurückerinnere, die mich so oft auf die Palme gebracht hat. Normalerweise rollt er dann auch immer mit den Augen, aber weil er nun einmal Gentleman ist, lässt er das in diesem Augenblick weg.

Also lächle ich und in diesem Moment ist es ein richtiges Lächeln, ein ganz echtes, von dem mein Herz mir gesagt hat, dass ich es zulassen kann.

Ich gebe ihm die Bücher und er teilt mir mit, dass er mich jetzt zum Turm zurückbringt und er will, dass ich jetzt schlafen gehe. Er sieht mich besorgt an, wirft mir immer wieder kleine Blicke zu, wenn er denkt, dass ich sie nicht bemerke.

„Wie geht's dir?", fragt er plötzlich.

Ich bin überrumpelt. Gut!, schreit die Stimme in meinem Kopf. Sag ihm, dass es dir gut geht!Die Überwindung ist zu groß und heute fühle ich mich zu erschöpft zum Lügen. Außerdem denke ich sowieso, dass er mich längst durchschaut hat.

„Ging mir schon besser", sage ich also leise.

„Mir auch", gibt er ebenso leise zurück. Er bleibt stehen und ich spüre seinen Blick in meinem Rücken. Also drehe ich mich langsam um und sehe ihn an. Ein trauriger Zug liegt in seinem Gesicht.

Ich habe Angst gehabt, in in den letzten Tagen richtig anzusehen. Und nun, beim näheren Hinsehen erkenne ich, dass er sehr blass ist, dass seine Haare zerzauster und stumpfer und dunkle Ringe liegen unter seinen Augen.

Er kommt langsam auf mich zu, bis er dicht vor mir steht. Ich spüre seinen Atem auf meiner Haut. Warm und beruhigend streicht er über mein Gesicht und die Schmetterlinge, von denen ich dachte, dass sie nie wieder aufhören würden zu schlagen, wagten zaghaft, sich zu bewegen.

„Ich will nicht, dass es dir schlecht geht, Lils." Seine Stimme ist leise und sanft und ich glaube, dass sie ein bisschen geschwankt hat. Aber das habe ich mir sicher nur eingebildet...

Er streicht über meine Wange und kommt noch ein bisschen näher. Ich will etwas sagen, doch ich weiß nicht was. Doch das ist nicht nötig, denn im nächsten Moment spüre ich seine Lippen auf meinen.

Ein schüchternes Aufeinandertreffen, ein Streichen... Und doch weiß ich nicht wie mir geschieht. Heiße und kalte Blitze jagen durch meinen Körper, die Schmetterling scheinen in meinem Magen gerade Foxtrott zu tanzen...

Ich drücke mich näher an ihn und sein Kuss wird fordernder. Mit einem lauten Rumpeln fallen die Bücher zu Boden, seine Arme legen sich um meine Taille und ziehen mich noch näher an seinen Körper.

Seine Zunge bittet um Einlass und ich gewähre. Sie versinken in einem spielerischen Kampf. Ich packe seinen Hemdkragen und versuche, ihn noch weiter in meine Richtung zu ziehen.

Schließlich geht uns nun doch die Luft aus. Schwer atmend stehen wir voreinaner, uns immer noch in den Armen haltend. Dann löst er sich langsam von mir, hebt die Bücher auf und sieht mich an.

„Kommst du?", fragt er.

Ich nicke. Es dauert ein bisschen, bis ich das Geschehene registriert habe. Schweigend laufe ich hinter ihm her und frage mich, was das eben war. Das Glück, dass du verloren hast!, sagt die gehässige Stimme in meinem Kopf. Das Glück, dass du unüberlegt weggeworfen hast!

Er sieht mich an und jetzt sehe ich auch, dass wir unser Ziel erreicht haben. Ich versuche zu lächeln, doch es gelingt mir nicht. Er wickelt eine Haarsträhne um seinen Finger und riecht daran. So, wie er es damals immer getan hat...

„Ich will nicht ohne dich sein", sagt er plötzlich. Braune Augen sehen in Grüne und für einen Moment halte ich die Luft an. Er lächelt. „Ich liebe dich, Lils. Aber ich brauche Zeit. Es wird dauern, bis ich damit umgehen kann. Deswegen will ich erst mal alleine sein. Ich will dich, Lils. Aber ich will nicht, dass... dieses... Versehen... zwischen uns steht."

Ich sehe ihn fragend an. Ich verstehe seine Worte, aber nicht den Sinn. Er will mich, aber er will alleine sein...? Er lächelt.

„Kannst du auf mich warten?"

tbc...


So... Das war es auch schon. Ein ganz mieser Cliffhanger, ich weiß. Ich hoffe, ich hab genug Spannung hingekriegt. Und ich hoffe natürlich auch, dass ihr auch weiterhin dabei seit. Rewieven nicht vergessen, bitte... °Dackelblick aufsetz°