3. Kapitel
Nach dem sich Hermine in ihren Räumlichkeiten aufgewärmt hatte, und diesen Vorfall in der Halle erfolgreich verdrängt hatte, entschied sie, ein bisschen an die frische Luft zu gehen, also zog sie sich ihren Mantel an und verschwand auf den Korridoren des Schlosses. Doch sie wollte nicht auf den Länderein, sondern zum Astronomieturm, dort wäre es ruhiger, keiner würde sie dort vermuten. Sie ließ ihre Gedanken schweifen, doch da sie ihnen nun die Freiheit gegeben hatte, beschlossen diese, einfach bei der für sie lebensbedrohlichen Situation beim Abendessen halt zu machen und zu sehen, was sie wohl nun tun würde.
Genervt seufzte sie auf und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Warum muss sowas auch immer ihr passieren? Hatte sie denn nicht schon genug gelitten? Nein, die Götter schienen noch etwas mit ihr vorzuhaben, womit sie selbstverständlich nicht einverstanden war. Wie um alles in der Welt hatte sich ihr Fuss auch dort verheddern können? Sie verstand es beim besten Willen nicht und doch spürte sie wieder dieses komische Gefühl in sich aufsteigen. Es zeugte von soviel Wärme, Verständnis und Verstehen. Ein kleines, doch sichtlich glückliches Lächeln legte sich auf ihre meinst so taurigen Lippen.
Es war einfach
unbeschreiblich, stellte sie fest. Doch als sie sich an die dunklen
Augen ihres Gegenübers erinnerte, wurde ihr schlagartig ganz
anders. Sie vermochte seinen Blick nicht zu deuten. Ständig
musste sie an Snapes Augen denken. An den Wechsel, den sie vollziehen
konnten: von Wut zum Hass, von Ignoranz zum Hohn, von Benommenheit
zur bodenlosen Trauer, vom leichten Schmerz zum tiefsten Leid.
Doch
das erstaunliche daran war, das sie es nachvollziehen konnten. Auch
sie fühlte sich sehr oft so. Es war nicht einfach für sie
nach dem Krieg gewesen, noch heute wachte sie gelegentlich
schweißgebatet auf.
Immer noch hörte sie die
qualvollen Schreie auf dem Schlachtfeld, erinnerte sich selbst an
ihre schweren Verletzungen, nicht die körperlichen, nein die
seelischen. Ihr Herz wurde schwer und es tat weh, wie es in ihrer
Brust schlug. Mit keinem konnte sie darüber reden, nicht einmal
mit ihren Freunden, auch wenn sie genug Leid und Grauen erlebt
hatten, hatte sie nicht die seelischen Verletzungen ertragen müssen,
die ihr zugefügt wurden.
Sie wollte sich nicht an ihre
Entführung in ihrem siebten Jahr erinnern. 3 Tage war sie den
Todessern ausgeliefert gewesen, wurde Tag und Nacht gequält,
gefoltern und verspottet. Wie sie sich aus diesen Fängen mit
eigener Kraft befreien konnte, wusste sie nicht mehr.
Sicher wurde sie gesucht. Snape wusste nichts von dieser Entführung die stattfinden sollte. Harry und Ron waren mal wieder auf eigene Faust mit Ginny und Luna losgezogen und hatten sie dann auch schwer verletzt in Hogsmead gefunden. 4 Tage hatte sie im Koma gelegen, bevor sie das erstmal aufgewacht war. Das erste was sie sah, waren zwei dunkle schwarze Seen, die soviel Mitgefühl ausgedrückt hatten, das sie spürte wie ihr die Tränen in die Augen schossen, doch geweint hatte sie nicht. Nach diesem Tag, war sie schlagartig erwachsen geworden, hart hatte sie diese Lektion lernen müssen und danach, war sie nicht mehr die, die sie vorher war.
Stumm schüttelte sie den Kopf und bog um einen Ecke, wich einer Statur aus, die gefährlich auf ihren Sockel schwangte und nahm einen Wandvorhang zur Seite. Schnell hatte sie die Treppe die dahinter lag hinter sich gebracht und war den nächsten langen Koridor entlang geschritten. Ja, irgendwie konnte sie in dieser Weise ihren ehemaligen Professor sehr gut verstehen, doch warum war er immer so verdammt eklig. Sie hatte gelernt damit umzugehen, nicht nur durch die Arbeit im Orden, sondern weil sie wusste, wie sehr er unter all dem sicherlich noch immer zu leiden hatte. Mit gesenktem Kopf und die Augen auf den Boden gerichtet stieg sie die Treppen zum Turm hinauf, öffnete die Tür, schloss sie wieder leise hinter sich und schritt auf die Brüstung zu, bevor sie davor stehen blieb, atmete sie tief die kalte Luft ein und schloss für einen Moment ihre rehbraunen Augen.
Hermine hatte beim Betreten des Turmes nicht bemerkt, das sie nicht alleine war. Auf einer Bank, in einem dicken, dunklen Umhang und einer Tasse dampfenden Tees, saß Professor Severus Snape und beobachtete die jungen Frau, die vor ihm an der Brüstung stand und tief in Gedankenversunken schien, sonst wäre sie gleich wieder umgedreht, wenn sie ihn entdeckt hätte. Lange starrte er auf ihren Rücken, ihre langen Haare reichten bis zu ihren Schulterblättern. Immer noch fielen sie in sanften Locken, doch hatte sie gelernt diese zu bändigen. Als er durch die leichte Brise hier oben, ihren Durf wahrnahm, verspürte er ein leichtes angenehmes Ziehen in seinem Bauch.
Schlagartig erinnernte er sich an den Vorfall beim Essen in der Halle. Er hatte noch niemanden getroffen, der vermutlich niemals Ballett getanzt hatte, jedoch solch ein Talent an den Tag legte. Er hatte sich selbst das Grinsen verkneifen müssen, doch als sie plötzlich auf seinen Schoß gelandet war, hatte sich sein Herzschlag ohne das er es beabsichtig hatte, beschleunigt. Und ohne das er dies verhindern konnte, hatte er ihre zarten Berührungen, auf seiner Brust durch ihre kleinen Hände genossen. Erst als er bemerkt hatte, das eben durch diese Berührung, das Blut in die vollkommen entgegengesetzte Richtung schoss, wurde es ihm doch peinlich. Deswegen hatte er versucht auf höfliche Art und Weise, diese Frau von sich zu entfernen, ob sie es dennoch mitbekommen hatte, vermochte er nicht zu sagen.
Noch nie war er so sanft und vorsichtig von einer Frau berührt worden. Er konnte sich nicht einmal mehr daran erinnern, wann er die letzte Frau in seinem Bett hatte und mit ihr ähnlichen Zärtlichkeiten ausgetauscht hätte. Als der Krieg vorbei war und Albus jedem klar gemacht hatte, welche Rolle er gespielt hatte, kamen alle erdenklichen Frauen auf ihn zu, ohne Angst ihn anzusprechen. Es war lästig gewesen! Keine davon hatte ihn je interessiert, keine konnte es auch nur annähern mit seinem Verstand aufnehmen, da kannte er nur eine und die stand mit dem Rücken zu ihm. Langsam gingen ihm diese tiefgründigen Gedanken mächtig auf die Nerven. Vorsichtig nippte er wieder am Tee. Wo das noch mit ihm hinführen sollte, wusste er auch nicht.
Severus schmunzelte in sich hinein, als er an die
frühere Hermine aus der Schulzeit dachte, dennoch war ihm die
Hermine vor ihm, viel zu ernst geworden. Wo ist die Hermine Granger
von früher hin? Er wusste es nicht. Viele hatten sich durch den
Krieg verändert, doch die Veränderung die Hermine
durchgemacht hatte, konnte keiner nachvollziehen, keiner wusste wie
es wirklich in ihr aussah. Er verstand nicht, warum sie sich keinem
anvertraute. Doch wusste er aus eigener Erfahrung, das keiner, der
das selber durchgemacht hatte, sie je voll verstehen würde. Er
schüttelte den Kopf, es tat ihm leid was ihr wiederfahren war,
sehr sogar.
Was nutzte es den, wenn man nach außen hin, der
glücklichste, lebensbejahende Mensch war, obwohl im Innern die
Seele sehr gelitten hatte.
Er wusste von dem Verlust ihrer Eltern, er war es, der ihr die Nachricht damals überbrachte. Er war dabei als ihre Eltern sterben mussten und er konnte nichts tun. Er hatte den Befehlen des Dunklen Lords folge zu leisten gehabt, sonst wäre er nicht mehr lebend in Hogwarts angekommen. Sie hatte ihm damals keinen Vorwurf gemacht. Keine einzige Anschuldigung, er hätte doch sicher etwas tun können, war über ihre Lippen gekommen. Nicht einmal geweint hatte sie, als er ihr diese schreckliche Nachricht überbringen musste. Kurz danach wurde sie entführt und nach 3 Tagen wurde sie von Potter und seinen Gefährten gefunden. Sie war mehr tod als lebendig gewesen und Severus hatte sich, nicht das erstmal in seinem Leben, gefragt ob es das alles Wert war.
Viele unschuldige Menschen starben durch
seine Hand. Er musste sie stundenlang quälen, bevor er sie erst
erlösen durfte. Oft hatte er sich nur alleine durch die
Erinnerung übergeben müssen. Selbst nach diesen Jahren
hatte er noch Alpträume die sowas von real waren und ihm selbst
jetzt, nur bei dem Gedanken einen kalten Schauer über den Rücken
jagten.
Die Schuldgefühle, die ihn zu erdrücken
versuchen, waren grausam. Noch heute, fühlte er sich immer noch
für diese Sache verantwortlich. Severus schüttelte sachte
den Kopf, seine langen Haare folgen durch den Wind angestachelt in
sein Gesicht. Genervt rollte er mit den Augen und wischte sie mit
einer unwirschen Handbewegung weg. Hermine hatte ihn immer noch nicht
bemerkt und so hatte er noch etwas Zeit und Ruhe sie zu
beobachten.
Ja sie war erwachsen geworden. Doch schien sie etwas hinter diesen Augen zu verstecken, was es genau war konnte er nicht sagen, dennoch spürte er dieses leichte Unwohlsein, was sie umgab. Liebend gerne würde er wissen was es war, doch er traute sich weder zu fragen, weil er wusste er würde eh keine Antwort bekommen, noch, was hatte ihn dies zu interessieren. Es war die Granger um die er sich grade Gedanken machte! Wo sollte dies denn hinführen? Erst hatte er gestern Abend so ein ungutes Gefühl gehabt und war sie suchen gegangen und nun, saß er hier und beobachtete sie schon seit etlichen Minuten. Doch dies wäre alles nicht so schlimm, wenn er sich nicht den Kopf über Granger zubrechen würde.
Was war nur in ihm gefahren? Zeigten nun
die unzählen Cruciosflüche, denen er in seine Tätigkeit
als Spion ausgesetzt war, Wirkung? Oder war es nur Mitleid? Oder weil
er diese Frau vor sich, anders kannte, anders kennen gelernt hatte?
Er vermochte es beim besten Willen nicht zu sagen, was ihn wütend
machte. Severus hatte gerne die Kontrolle über alles und jeden,
doch seine Gedanken schienen ihn seit die Granger im Schloss war zu
erdrücken.
Vorsichtig nippte er an seinem Tee und warf einen
Blick auf den Rücken seines gedanklichen Problems.
Und, wie sollte es auch anders sein, hatte sein gedankliches Problem angefangen zu zitterte. Nicht ein bisschen oder kaum für das menschliche Augen wahrzunehmen, nein sie zitterte als würde sie stark frieren. Diese Mauer die sie umgab, kam ihm furchtbar bekannt vor. Auch er trug sie. Schon seit Jahren. Sonst hätte er niemals diesen Krieg überleben können, denn sie war unheimlich wichtig für ihn geworden in diesen schlimmen Zeiten, wie sie damals nun einmal herrschten. Severus ließ den Kopf sinken und schloss die Augen. Er dachte er hätte dies alles hinter sich gelassen, doch nun stand vor ihm ein Mensch, dem es ähnlich, wenn nicht genauso erging.
Doch was sollte er um Merlins Willen tun? Er kannte sich doch mit sowas nicht wirklich aus. Jedenfalls nicht bei ihr. Hatten denn ihre ach so tollen Freunde dies nicht mitbekommen? Er konnte es nicht sagen. Severus wusste nicht, wie es heute um dieses goldene Trio bestimmt war. Dennoch spürte er tief in seiner Brust ein starkes Reißen, als ihm wieder der Schmerz, den er mit sich herum trug, bewusst wurde. Langsam hob er wieder seinen dunklen Haarschopf an und sah auf ihren Rücken. Immer noch schien sie stark zu zittern. Genervt rollte er mit seinen Augen, stellte die Tasse mit immer noch dampfendem Tee, beiseite und stand langsam auf. Behutsam pellte er sich aus seinem dicken Wintermantel und legte ihn vorsichtig über ihre zitternden Schultern.
Mit einem kurzen Lächeln nahm Hermine die
Nähe des Professors zur Kenntnis und nickte kurz, jedoch wendete
sie den Blick von den Länderein nicht ab.
„Haben Sie Ihrer
Meinung bezüglich des Erfrierungstodes sterben zu wollen wieder
einmal geändert?" fragte er und verschränkte seine Arme
auf den Rücken.
„Ich denke" begann Hermine vorsichtig,
„das ich mir noch nicht sicher bin, was effektiver wäre. Das
Sterben durch eine lumpige Erfrierung oder wegen eines
Hungerstreiks?" stellte sie die rhetorische Frage.
Selbst
Severus Mundwinkel zuckten verdächtig ein Stück nach oben,
was selbst Hermine mit nun geschlossenen Augen nicht verborgen
blieb.
„Nein, im Ernst, Miss Granger. Wieso tun Sie das?"
fragte er nun wirklich ernsthaft.
„Was tun?" stellte sie die
Gegenfrage und hob endlich ihren Blick und schaute nun wieder auf die
Länderein hinab.
„Gestern finde ich Sie bei der Kälte
in Ihrem Abendkleid draußen vor. Beim Frühstück
pumpen Sie nur Koffein in Ihren Körper und nun stehen Sie schon
wieder hier und frieren!" stellte er mit seiner dunklen, bariton
Stimme sachlich fest.
„Denken Sie wirklich, das ich es
absichtlich machen?" fragte Hermine leise.
„Nein, nicht
wirklich. Dennoch, kennt man Sie anders, Miss Granger. Und irgendwie
scheint es zu Ihrem sonstigenVerhalten nicht zu passen!" sagte
Snape trocken und sah sie wieder von der Seite her an.
Er
beobachtete ihre Mimik, doch musste er erschrocken feststellen, das
keine Mimik bei ihr auszumachen war. Was war bloß mit ihr
passiert? Stellte er sich erneut die gedanklich Frage.
„Muss
denn immer alles meinem sonstigem Verhalten entsprechen? Kann ich
nicht einfach mal das machen, was ich will?" fragte sie leicht
genervt und begegnete nun seinem Gesicht.
„Sicher können
Sie machen, was Sie für richtig halten. Dennoch ist es doch
sehr...ungewöhnli ch für Sie" sagte er ruhig, sah nun
in ihre Augen.
Hermine schnaubte gelangweilt und gab Snape
seinen Umhang wieder, der ihn mit einem knappen Nicken, wie es seine
Antwort war, annahm.
„Danke" sagte sie knapp und drehte sich
wieder den Länderein zu.
Severus zog eine Augenbraue hoch,
zog jedoch seinen Mantel wieder an, ihm war doch kalt geworden.
Schnell holte er seine Tasse mit Tee und zauberte für Hermine
auch eine herbei.
Dankend nahm sie ihm die Tasse ab und roch
angenehm überrascht, das es ihr Lieblingstee war, bevor sie
einen Schluck trank.
„Ich hoffe ich lag nach dieser geraumen
Zeit, die vergangen ist, immer noch richtig?" fragte er und
beobachtete ihr Gesicht.
„Ja, Sie haben es nicht vergessen"
sagte sie lächelnd und nahm einen vorsichtigen Schluck.
Severus
nickte und lächelte in Gedanken über sich selbst. Warum
hatte er sich ihre Lieblingsteesorte gemerkt? Langsam schüttelte
er den Kopf. Er hatte damals lange mit ihr zusammenarbeiten müssen,
da lernt man schon einmal die Macken und Vorzüge des anderen
kennen. Auch wenn ihm diese Gedanken auf keinen Fall behagten, musste
er sie gezwungender Maßen in Kauf nehmen.
„Wie geht es
Ihnen wirklich, Miss Granger?" fragte er leise am Tee
nippend.
„Wunderbar" kam es von ihr, zu schnell für
seinen Geschmack.
„Wirklich?" die berüchtigte Augenbraue
erklomm neue Höhen.
„Was wollen Sie denn hören?"
fragte sie genervt, stellte die Tasse auf der Brüstung ab.
Er
zuckte mit den Schultern, sah ihr in die braunen Augen, „Die
Wahrheit" antwortete er trocken auf ihre Frage.
„Das glaub ich
weniger" sagte sie leise, sehr leise.
Severus hatte sie gehört,
deutlich sogar, obwohl es nicht mehr als ein leises Flüstern
war.
„Wie bitte?" hakte er nach.
„Nichts" kam es
von ihr.
„Hermine, ich bitte Sie. Sie haben sich verändert,
sehr sogar!" sagte er nun leicht gereizt.
„Wundert Sie das
etwa?" fragte sie und sah ihn aufmerksam an.
„Und wenn es so
wäre?" stellte er die Gegenfrage.
„Hören Sie auf
meine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworteten" meckerte Hermine
nun über das Verhalten des Professors. Doch was hatte sie denn
anderes von ihm erwartet. Das er verständnisvoll wäre?
Nein, bestimmt nicht.
Severus holte tief Luft, „Ja es
wundert mich" sagte er nun gleichgültig.
„Ihre Augen
strafen Sie Lügen!" antwortete sie knapp, eine starke Kälte
lang in ihrer Stimme, die er nicht so von ihr kannte.
Severus sah
sie verwirrt an, vielleicht zu verwirrt, denn sie drückte ihm
die Tasse Tee in die Hand und verschwand schnurstraks vom
Astronomieturm.
Was hatte er denn gemacht? Hatte er was falsches
gesagt? Severus ließ sich das letztere ihres Gespräches
noch einmal durch den Kopf gehen. Wie hatte sie das denn gemeint?
Meine Augen strafen mich Lügen? Er wurde nicht schlau aus ihr
und unter anderem regte ihr Verhalten ihn tierisch auf und er konnte
sich dies nicht erklären.
Schnell hatte er die beiden
Tassen auf die Brüstung gestellt und rauschte ihr mit
aufgebauschtem Umhang hinterher. Diese Sache muss er unbedingt auf
den Grund gehen. Egal was es kostet. Doch warum interessierte ihn
dies so sehr? Er konnte nun nicht mehr bestreiten, das er sich keine
Sorgen um die nun große gewordene Klugscheerin machte,
und dennoch ging ihm das selber so dermaßen gegen den Strich,
das er am liebsten laut geschrieen hätte. Hätte es etwas
gebracht? Natürlich nicht! Beantwortete er sich diese Frage
selber. Man Granger, rede doch endlich, fauchte er stink wütend
in Gedanken, bevor er fast die Treppe hinunter fiel, sich jedoch noch
gerade so abfangen konnte.
„Granger. Stehen bleiben!" rief er
ihr hinter her, als er ihren roten Umhang um den Korridor wehen
sah.
-------------------------
Und wie fandet ihr es? Freu mich
auf Kritik, Lob, Beschwerden, Morddrohungen und weitere Dinge
grinst
liebe Grüße, Becki ;-)
