5. Kapitel
„Hermine..." begann Severus leise, trat einen
Schritt auf sie zu und wollte etwas sagen, was sie beruhigt, töstet,
oder einfach nur glauben lässt.
„...innerlich schreist du
dir die Seele aus dem Leib, doch nach außen versuchst du, der
selbe zu sein, der du immer warst. Willst keine Fragen beantworten,
willst für dich alleine sein, versuchen die schrecklichen Dinge
zu vergessen. Wenn die Seele weint, ist nichts mehr so wie es
scheint!" sagte Severus leise und trat einen weiteren Schritt auf
Hermine, die nun wieder einmal zu zittern begonnen hatte, zu.
„Die
ungeweinten Tränen, sind meist die schmerzlichsten! Es tut mir
so unendlich leid!" hauchte Severus gerade zu, streckte seine Arme
nach ihr aus, umfing ihre Tailie und zog sie in eine feste Umarmung.
Hermine ließ dies wiederstandslos mit sich geschehen. Genau das
was er sagte, passte wunderbar zu ihrem jetzigen Zustand. Wenn die
Seele weint, ist nichts mehr so wie es scheint. Sie atmete tief durch
und spürte heiße Tränen in sich aufsteigen.
„Hermine,
du bist eine starke, intelligente, hübsche, junge Frau, mit
außergewöhnlichen Fähigkeiten...du solltest nicht so
über dich denken. Ja du hast vielleicht Fehler in deinem Leben
begangen, na und... „ sagte er nun leise.
Hermine kämpfte
sich aus seine Umarmung und stieß ihn hart von sich. Wie konnte
er es wagen so mit oder sollte sie sagen, über sie zu
sprechen.
„Na und...na und" begann sie wieder zu schreien.
„Du hast wohl nicht mehr alle Kessel im Regal. Hast du eine Ahnung
wie schwer diese letzten Jahre für mich waren? Hast du eine
Ahnung wie es ist, selbst von deinen Freunden gemieden zu werden,
weil du ihnen nicht erzählen kannst was dich bedrückt?
Weißt du wie es ist, wenn man einfach nicht mehr weiter weiß
und sich verdammt hilflos und verzweifelt vorkommt? Du hast keine
Ahnung wie das ist, wie sehr es weh tut" brüllte sie ihn
an.
Severus sah Tränen in ihre rehbraunen Augen steigen
und er bereute es zu tiefst sie so aufgebracht zu haben, dies war
nicht seine Absicht gewesen. Er lebte mit dieser Schuld, die er mit
sich trug, schon so lange er denken konnte, doch für Hermine war
dies völlig neu und er verstand sie. Er wusste selber noch wie
schwer es die ersten Jahre für ihn gewesen war und wie sehr es
weh tun kann.
„Es tut mir leid" sagte er und sah ihr fest in
die dunklen Augen.
„Pfff" schnaubte sie wütend, drehte
sich um, um sein Gesicht nicht mehr sehen zu müssen.
„Sicher"
meinte sie mit vor Wut verzerrte Stimme.
„Hermine hör
mir zu..." begann er nun langsam, strich sich durch seine langen,
dicken, schwarzen Haare und suchte fieberhaft nach den richtigen
Worten.
„Wenn wir geboren werden, liegt das Leben, wie ein
weißes Blatt Papier vor uns, vollkommen leer und harrt der
Entscheidung, die wir fällen werden und die unsere Wege
definieren werden. Manchen Entscheidungen treffen wir nach reiflicher
Überlegung, bei einigen Abzweigungen entscheiden wir sogar
spontan. Manchen halten uns fast ewig in Überlegungen gefangen
und vor manchen fürchten wir uns so sehr, dass wir sie beinahe
nicht treffen können.
Aber mit jeder Entscheidung, die wir treffen und den Folgen, die sie für uns und unsere Umgebung hat, lernen wir, dass jede dieser Entscheidungen neben einem Lohn, auch immer einen Preis hat. Und während wir versuchen, unaufhaltsam den Weg unseres Lebens zu gehen und an jeder Abzweigung neu abwägen, beginnen wir zu begreifen, dass vielleicht nicht immer ein gutes Preis/Lohnverhältnis auch eine gute Entscheidung definiert..." er machte eine kurze Pause und sah zu ihr rüber, sie hatte ihre Arme um ihren Oberkörper geschlungen und versuchte sich vermutlich zu wärmen oder selbst trost zu spenden.
„...der Preis für manche Entscheidungen ist so
hoch, dass es fast unverstellbar ist, dass diese Entscheidung gut und
richtig gewesen sein soll. Und doch sind es vielleicht auch gerade
diese Dinge, die richtiger sind als jene, die einfach und billig
gewesen wären(1)" endete Severus nun.
Sie hatte ihn
vermutlich nicht einmal gehört, dachte er. Wieder war keine
Regung auf ihrem Gesicht zu erkennen. Langsam schüttelte er
seinen Kopf, atmete tief durch und drehte sich langsam um. Was hatte
es denn für einen Zweck? Sie wollte ja nicht mal das ihr jemand
half. Er konnte sie so gut verstehen. Auch er hatte dies durchmachen
müssen. Doch er konnte ihr versprechen, das die Schmerzen, die
sie tief in sich spürte, die ihr die Luft zum Leben nahmen,
irgendwann etwas nachlassen werden.
Und in ferne Zukunft wird
dieser grauenhafte Schmerz, vielleicht sogar ganz verblassen. Tiefe
Narben werden zurück bleiben, die nur noch darauf schließen
lassen, wie tief, grausam und schmerzvoll sie einst waren und mit
welcher Wucht sie einst geschlagen worden.
Er setzte immer ein
Bein vors andere, lief jedoch sehr langsam, als überlege er,
wieder umzudrehen und zu ihr zurück zu gehen, sie an den
Schultern zu packen und kräftig zu schütteln, das sie
wieder aufwachte. Das sie endlich ihre schönen Augen aufmachen
würde und ihm das glauben würde, was er ihr eben gesagt
hatte. Es war auch weiß Gott nicht leicht für ihn gewesen
ihr hinterher zu rennen, dieses dämlich Lächeln des
Direktors ignorierend.
Ohne das er es nun wollte oder nicht,
musste er sich eingestehen, das er sie schätzen gelernt hatte.
Damals, vor langer Zeit. Natürlich hatte er es ihr nicht gesagt,
wo kämen wir den hin, schnaubte er verächtlich, dennoch
schien er diese große Klugscheerin, die sie nun einmal war,
zu mögen. Doch was sollte er machen? Sie anschreien, das sie
wach wurde und sich umsah? Oder sie in Ruhe lassen? Er schüttelte
den Kopf.
Ohne es zu merken, war er einfach so stehen geblieben
und haderte mit sich selber. Den Kopf hatte er gesenkt und die Augen
geschlossen, tief atmete er durch, doch einen Beschluss fassen konnte
er definitiv nicht. Noch nicht!
Hermine unterdessen stand
da wie angewurzelt und ließ sich das Gesagte noch einmal durch
den Kopf gehen. Sie hatte gespürt das er umgedreht war, jedoch
nach wenigen Schritten wieder stehen geblieben ist und nun überlegte
was er machen sollte.
Es ergab einen Sinn was er sagte, einen
weitaus tieferen Sinn, denn sie ihn niemals zugetraut hätte.
Doch was sollte das nun schon wieder. Jetzt nahm sie schon Ratschläge
dieser Fledermaus an? Nein! Eine Fledermaus war er nicht mehr für
sie, schon lange nicht mehr. Er war ein Mann. Ein Mann, mit großem
Stolz, den er grade eben für sie gebrochen hatte, den niemals
lässt sich jemand wie Severus Snape einer war, einfach so auf
solche Art von Gesprächen ein. Ob sie nun Muggelgeboren waren
oder nicht, schien ihm nichts auszumachen.
Langsam drehte auch sie sich um und beobachtete den Zwiespalt in den er sich grade selber befand. Die hängenden Schultern verrieten ihn, das er selber nicht mit all dem klar zu kommen schien. Hermine hatte ihn, diesen Mann vor ihr, in der Zeit ihrer Zusammenarbeit kennen und schätzen gelernt. Seine Hingabe und Liebe zu den Tränke hatte sie schon immer stark bewundert, und dies wurde nach der Schule nur noch stärker. Ebenso wie der Drang mit ihm zu diskutieren und zu fachsimple. Das sie seine Nähe so sehr genoss, merkte sie erst später und es hatte sich in all dieser Zeit, die vergangen war, nicht geändert.
Wenn sie in seine abgrundtiefen Augen sieht, scheint ihre Welt für kurze Zeit ins schwanken zu geraten, oder für einen kleinen Moment still zu stehen. Sie hatte ihm nie lange genug in die Augen gesehen, um in ihnen zu ertrinken, doch sie hat sich einmal in ihnen verloren und seit dem ließen sie diese dunklen Seen, einfach keine Ruhe mehr. Wenn er es vielleichtauch nicht will, es auch vielleicht nicht bemerkt hatte, sie kannte ihn, besser als jeder andere. Sie konnte tief in ihn hineinsehen und sein wirkliches Ich erkennen, das genau so litt wie sie. Viele halten ihn für kalt, auch sie hatte früher so gedacht, bis sie sich die Zeit genommen hatte, ihn ausführlicher zu studieren.
Manchmal erschein es ihr so, als würde nur
sie wissen, das er dies nicht ist und auch nie wirklich war. Es muss
ein verletztlicher Kern hinter diese harte Schale ruhen, sonst würde
ihm dies nichts ausmachen. Auch ihn mussten viele Sachen schmerzen.
Seine Bitterkeit und sein Gram über das Vergangene, haben ihn
vermutlich vergessen lassen, wie es war zu leben, haben ihn vergessen
lassen, wie es war, zu lieben.
Hermine senkte ebenfalls den Kopf
und spürte nun die heißen, stummen Tränen des Leides
über ihr Wangen rollen. Auch sie hatte vergessen, wie es ist zu
leben und vor allem zu lieben. Sie dachte, die Anderen würden
sie für verrückt erklären, wenn sie nur einen ihrer
Gedanken kennen würden.
Jedoch war ihr dies im Laufe der Jahre egal geworden. Wem gingen schon ihre Gedanken etwas an? Dennoch hatte sie sich geschworen, niemandem etwas zu sagen, sie keinem preis zugeben. Niemals! Wie eine schwere Last hatte sie dies die ganze Zeit mit sich herumgetragen und hatte manchmal auch den Eindruck gehabt, langsam an ihnen zu ersticken (2). Doch sie hatte es geschafft, bis heute, keinem ihre Gefühle und Gedanken zu offenbaren. Wenn sie nur wüsste, wieso ausgerechnet er? Und vorallem jetzt, heute, hier!? Langsam hob sie wieder ihren Kopf und sah auf seine hochgewachsene Gestalt.
Als er sie vorhin einfach so in den
Arm genommen hatte, war wieder dieses Kribbeln in ihrem Bauch
gewesen, nur stärker, viel stärker.
Ihr war sogar leicht
schwindlig gewesen, ihre Knie wurden weich und sein Duft, der ihn
stehts umgab, war einfach atemberaubend, was anderes kam ihr gar
nicht in den Sinn. Nicht einmal das es völliger Schwachsinn war,
denn sie hier dachte, nein, sie mochte den schwarzhaarigen Mann, der
einen kleinen Hang zum Perfektionismus hatte, sehr. Und wenn sie
ehrlich mit sich selbst war, war dies schon immer so gewesen, doch
sich dies einzugestehen, war sie schlicht weg einfach zu feige
gewesen
Langsam ging sie nun auf ihn zu, stoppte kurz hinter
ihm und überlegte fieberhaft was sie machen könnte. Sie
traute sich nicht, eine Hand auf seine Schulter zu legen und ihn
einfach herumzudrehen, also ließ sie es bleiben und schloss
kurz die Augen.
Sie hatte doch tatsächlich über eine
Zurückweisung seinerseits Angst! Doch war dies nicht
verständlich? Sie hatte sich so geborgen und gebraucht in seinen
starken Armen gefühlt. Hermine hatte einfach Angst davor, sich
jemanden zu öffnen. Warum war das eigentlich so? Fragte sie sich
nun gedanklich. Sie zuckte die Schultern. Es hat wohl etwas mit
Selbstschutz zu tun, dachte sie.
Wieder blickte sie zu Severus auf, sein Brustkorb schien sich gleichmäßig zu heben und zu senken, dennoch spürte sie, das er ein ziemliches Chaos in sich spürte. Ein kleines Lächeln huschte über ihr verweintes Gesicht. Ein Lächeln, das es so für sie schon lange nicht mehr gegeben hatte. Ihre Mauer schien um sie her zu bröckeln, mit jedem positiven Gedanken ein Stückchen mehr. Und Hermine fühlte wie gut das tat, einmal wieder befreit durchzuatmen. Kurz schloss sie nun noch einmal ihre glasigen, braunen Augen, bevor sie sie wieder öffnete und mit dem nächsten Atemzug tief Luft holte.
„Wir alle suchen etwas. Manche suchen nach Antworten. Manche suchen nach der Wahrheit. Manche suchen Glück und Erfüllung. Und manche suchen Vergebung. Wir suchen einerseits Verständnis, andereseits Verstehen. Und so sehr unsere Seele das Verständnis braucht, so sehr schreit unser Verstand nach dem Verstehen, auch wenn wir manchmal sehr, sehr lange brauchen, um dieses Bedürfnis begreifen zu können. Bisweilen haben wir Angst vor dem, was wir finden könnten, aber eine unnennbare Kraft zwingt uns immer weiter zu suchen. Aber uns alle verbindet der Drang zu suchen, die Suche selber, die unsere Wege definiert..." Hermine schloss die Augen, ging um ihn rum und öffnete ihre Augen wieder.
Nun sah sie, das seine dunklen
Augen sie voller Wahrheit und gleichzeitiger Traurigkeit ansahen.
Dieser Blick aus seinen wunderschönen, dunklen Obsidianen,
sagten mehr als Worte es je gekonnte hätten.
„Und so suchen
wir unermüdlich, beseelt von dem Wunsch unsere Suche eines Tages
zu beenden oder die Suche selber zum Inhalt unseres Lebens zu machen.
Und manchmal merken wir nicht, das wir das, was wir so verzweifelt
gesucht haben, schon lange mit uns herum tragen" beendete sie leise
ihren kleinen Monolog und konnte den Blick nicht von seinen Augen
abwenden.
„Wie gut, dass wir manchmal gezwungen sind, den
Blick in die Vergangenheit zu werfen, denn dort können wir
Menschen finden, die wir ohne die Suche nach einem Freund niemals
gefunden hätten. Und manchmal finden wir unter diesen Menschen
jemanden, den wir dort nie vermutet hätten" sagte Severus
ebenso leise wie Hermine zu vor.(3)
Immer noch sahen sie sich tief
in die Augen und beide wussten mit einem Schlag was der anderen mit
seinen Ausführungen meinte.
Langsam ging Severus einen
Schritt auf sie zu, auch Hermine machte einen kleinen Schritt
vorwärts. Tränenspuren zeichneten sich noch auf ihren
Gesicht ab, die Severus mit einer Berührung vermochte zu
trocknen. Ein leichtes Lächeln zeigte sich auf seine harten
Zügen.
Zart strich er mit einem Daumen über ihre
Wange und sah tief bis in ihre Seele, die immer noch weinte, doch der
Schmerz dabei war langsam nachzulassen.
Denn sie wusste, es gab
noch jemanden, dem es genauso erging wie ihr. Er lächelte sie
schon fast liebevoll an und näherte sich ihr langsam. Hermine
konnte sich nur denken was er vor hatte und in ihrem Bauch startete
erneut dieses wahnsinnige Kribbeln, das rasch ihren ganzen Körper
in Besitz genommen hatte. Es war ein angenehmes Gefühl, so Warm
und tierisch Intensiv. Niemals wieder würde sie es missen
wollen.
Unendlich zart begegneten sich ihre Lippen. Beide
spürten, das ein kleiner, doch intensiver Ruck durch ihren
Körper ging und es sich so unendlich gut und richtig
anfühlte.
Sanft knapperte Severus an ihrer Unterlippe und bat
so um Einlass, den Hermine ihm nur zu gern gewährte. Ihre Zungen
trafen sich, kosteten sich, spielten miteinander, bevor sie sich
zurückzogen und das Spiel von neuem begann.
Hermine hatte
ihre Arme um seinen Hals geschlungen und griff sachte in seine dicken
dunklen Haare. Severus knurrte und zog sie noch dichter an seinen
unter Strom stehenden Körper. Er hatte es nie für möglich
gehalten, das gerade sie solch eine Wirkung auf ihn hatte.
Beiden wurde klar, das sie weit mehr füreinander empfanden als sie zugeben möchten. Es war schwer für beide, lange hatten sie keinen an sich herangelassen und sie würde die ganze Sache langsam angehen. Tief atmete Severus nun bewusst ihren Duft ein, fing ihn in seine Gedanken ein und erwiderte den Kuss mit soviel Leidenschaft die er aufbringen konnte. Als sie sich dann doch lösten, lehnten sie ihre Stirnen aneinander. Sanft strich Hermine über sein Gesicht und ein Lächeln legte sich über ihre Lippen, was sogar ihre braunen Augen erreichte. Severus küsste sie zart auf die Nasenspitze und genoss das Gefühl des Verstanden werdens.
Jedoch hatte keiner der beiden mitbekommen, das es nun langsam begonnen hatte zu schneien. Große Schneeflocken fielen sanft zur Erde und bedeckten auch die zwei sich nun wieder Küssenden. Der erste Schnee des Jahres berührte genauso sanft die Erde, wie die Lippen der Beiden und mit einem Mal schien ihnen klar zu werden, das sie sich schon seit Jahren liebten. Den Blick den die Beiden nun austauschten, wurde von rassender Leidenschaft entfacht, die sich mühelos mit träumerischer Zärtlichkeit verbindet, umschlossen von fürsorglicher Liebe.
Nie hatten sie die verückten Gefühle, die in ihrem Inneren wirbelten verstanden, oder wollten es auch nicht, aus Angst verletzt zu werden. Dennoch haben sie nun für sich erkannt, das die Liebe oft dort zu finden war, wo man sie nie vermutet hätten. Sie ernteten beide eine Saat, die sie selber niemals gesät haben, aber trotz dieses Wunders sind sie nicht immer bereit und werden es vermutlich auch nie sein, dieses Geschenk auch entgegen zu nehmen. Und so lag es nun lange Zeit im Verborgenen und sie erkennen nun voller Ehrfurcht, das Liebe nicht vergeht, nur weil sie sie nicht annehmen wollten.(4)
Oben im Büro
des Direktors standen zwei Menschen und beobachteten die beiden auf
den Länderein. Der Direktor selber schmunzelte über seine
beiden Schützlinge, doch seine Stellvertreterin sah dem Ganzen
etwas skeptisch gegenüber.
„Meinst du, das mit den beiden
ist so eine gute Idee?" fragte sie nun, ihrem ungutem Gefühl
Luft machend.
„Sicher Minerva. Seit so alter Zeit...also ist
die Liebe zueinander den Menschen eingepflanzt: Sie stellt die
ursprüngliche Natur wieder her und versucht, aus zweien eins
zumachen und menschliche Natur zu heilen. Jeder von uns ist also das
Gegenstück von einem Menschen, da wir ja, zerschnitte, wie die
Schollen, aus einem zwei geworden sind.
Ewig sucht jeder sein Gegenstück. Das ist, was jeder von je begehrte: nämlich vereint und verbunden mit dem Geliebten aus zweien eins zu werden. Das ist darin begründet, dass unsere ursprüngliche Natur so war und wir ganze Menschen waren. Und das Begehren und der Drang nach dem Ganzen, heißt Liebe (5)" sagte Albus weise, drehte sich nun diskret vom Fenster weg, da die beiden sich nun völlig ineinander verkeilt hatten und schritt zu seinem Schreibtisch zurück. Mit einem Lächeln suchte er seine Zitronenbrausebonbo ns, fand sie, steckte sich eins in den Mund und bot dann Minerva auch welche an. Diese lehnte diese gelben, klebrigen Dinger jedoch mit einer wirschen Handbewegung ab.
„Auch gut, bleibt mehr für
mich" sagte er leise lächelnd und begann ein ihm bekanntes
Lied zu summen, was Minerva mit geschürzten Lippen zur Kenntnis
nahm.
„Aber Severus ist ein Slytherin und Hermine eine
Gryffindor" protestierte die Hauslehrerin, des letzten genannten
Hauses wild.
„Und meine Liebe, die zwei haben zueinander
gefunden, so wie ich es schon immer gewusst habe. Es muss Herzen
geben, welche die Tiefe unseres Weges kennen und auf uns schwören,
selbst wenn die ganze Welt uns verlässt (5)" sagte Albus
Dumbledore mit einem breitem Lächeln zu seine tief Luft holenden
Verwandlungslehreri n und langjährige Lebensgefährtin,
bevor er den beiden gedanklich alles Gute wünschte.
The End
OooOooOooOooOooOooO ooOooOooOooO
OooOooOooOooOooOooO ooOooOooO
(1)...(2)...(3)...(4) ---- hab ich mir von zwei großartigen Autorinnen, wie ich persönlich finde, ausgeliehen...ich hoffe sie sind mir nicht böse
(5)---- dies kommt vom großartigen PLATO (ich hoffe das ist richtig geschrieben)
So ihr Lieben, das war die Geschichte, die meiner überaus kranken Phantasie entsprang, ich hoffe sie hat euch gefallen und nicht vergrault. Freue mich über jedes Kommi, das ich bekommen kann.
zitronenbrausebonbons verteilt
Gruß, Becki ;-)
