Hallo, meine tapferen und treuen Leser!
Es geht weiter, wie ihr unschwer erkennen könnt.
Amras: Danke für das Kompliment. Ich bemüh mich gut zu recherchieren. und wenn ich bei der nächsten FF Fragen habe, frage ich dich!
banshee: JA, ich dachte auch kurz an Snape. ;-) Dann kam ich zu dem Schluss, dass das unrealistisch wäre und schrieb lieber von jemand anderem!
Selene: Zur Hälfte ist deine Idee sogar zutreffend!
Warning: angedeuteter slash, fluff, OOC (besonders Jack )
So, dann viel Spaß beim Lesen!
Kapitel 5 Saviour
„Haltet Euch aus meinen Geschäften heraus, junger Herr. Wenn ihr selbst Gesellschaft sucht, nehmt euch einen anderen. Der junge Zigeuner gehört mir."
So einfach ließ sich der junge Mann nicht verscheuchen.
„Der 'junge Zigeuner' wie Ihr ihn zu nennen beliebt, gehört niemandem, am allerwenigsten einem alten, fetten, unbefriedigten Adligen wie Euch. Lasst ihn in Ruhe. Ihr solltet nämlich wissen, dass ich euch erkannt habe, Mylord. Und wenn Ihr nicht schleunigst das Weite sucht, werde ich Eurer Gemahlin zukommen lassen, wo Ihr Euch des Nachts herumtreibt"
Die Drohung schien zu wirken, denn der Mann gab seinem Kutscher einen Wink und das Gefährt bewegte sich im Eiltempo aus der Straße heraus.
Die Kutsche fuhr so ruckartig an, dass Jack rücklings in den Schnee fiel und unter dem Pferd liegen blieb. Beschämt bemerkte er, dass ihm Tränen über die Wangen liefen und er ein leises Schluchzen nicht unterdrücken konnte. Die letzten drei Tage waren wohl zu viel für ihn gewesen.
Der Reiter über ihm sprang vom Pferd und kniete sich neben ihn in den Schnee.
„Alles in Ordnung, Jack?"
„Ja-james?" Jack erschrak beinahe darüber, wie zögerlicht seine eigene Stimme klang.
„Ja. Was suchst du hier, Sparrow?"
„Das könnte ich dich auch fragen, Norrington."
„Wohl wahr. Ich kann es allerdings erklären. Ich bin hier nur vorbeigeritten und habe zufällig einen jungen Kerl in Bedrängnis gesehen. Zufällig warst das du."
„Ich bin spazieren gegangen."
„Hier?" Der junge Norrington zog skeptisch die Augenbrauen hoch.
„Frag nicht."
James Norrington seufzte. „Sturer Bock." Er reichte dem Jungen im Schnee die Hand.
Jack ergriff sie dankbar und ließ sich in die Hocke ziehen. Er versuchte ein wieder aufkommendes Schluchzen in einem Husten zu verbergen, was ihm jedoch nicht so recht gelang.
James legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Jack? Alles in Ordnung?"
Mit einem Kopfschütteln ließ sich Jack nach vorne fallen, geradewegs in James' Arme hinein. Der junge Adlige drückte Jack an sich und strich ihm tröstend über den Rücken. Es fühlte sich seltsam an. Früher war es immer Jack gewesen, der den um zwei Jahre jüngeren Norrington gegenüber den Straßenbengeln von London verteidigte, wenn James sich mal wieder auf der Suche nach Abenteuern von zuhause fortgeschlichen hatte und mit der gewonnenen Freiheit dann nicht klar kam.
Dann waren sich die beiden auch bei dem jährlichen Weihnachtsessen seines Vaters begegnet und schließlich waren sie Freunde geworden, auch wenn sie sich nur selten sahen.
Jack drückte sich in seiner typischen Unbefangenheit in die Umarmung, ließ sich von Norrington trösten und wärmen, bis dieser aufstand und den Piraten mit sich hochzog.
„Besser wir verlassen diese trostlose Gegend."
„Hm..."
James seufzte. „Muss ich dich aufs Pferd heben oder bequemst du dich dazu, selbst aufzusteigen?"
„Heb mich hoch..."
„Jack...!"
„Ich bin müde, heb mich hoch!"
Grummelnd saß James auf dem Pferd auf und zog den Älteren, der sich dann doch entschloss ein wenig mitzuhelfen, auf den warmen Pferderücken.
Jack lehnte sich nach vorne gegen James und drückte dabei seine Arme fest um dessen Brust.
Norrington umfasste mit einer Hand Jacks Arm, mit der anderen umfasste er den Zügel. Dann sah er besorgt nach hinten.
„Jack...?"
„Hm?"
„Kann es sein, dass du Fieber hast?"
„'n bischen vielleischt...," nuschelte Jack.
„Warum bist du nicht bei Bill?"
„Was?"
„Warum du nicht bei Mr.Turner bist."
James lenkte seinen Rappen aus Southwark hinaus und über die verschneite London Bridge in Richtung Kensington und damit in die Gegend, in der die Mietshäuser seines Vaters standen, lauschte dabei jedoch immer noch auf Jacks Antwort.
„Achso. Der mag mich nicht mehr..."
„WAS?! Wieso soll dich Mr.Turner nicht mehr mögen?"
„Weil er denkt, ich wäre einfach weggelaufen. Zu den Zigeunern. Das wär nicht sehr nett gewesen und weil man nicht nette Menschen nicht mag, mag Bill mich nicht mehr. Klar soweit?"
James fand, dass Jack Unsinn redete, aber das machte er ohnehin die meiste Zeit. Eines war jedenfalls klar.
„Das ist schwachsinnig, Jack. Natürlich mag er dich noch. Mr.Turner vermisst dich, das weiß ich."
„Echt?"
„Echt."
„Oh."
„Also reiten wir jetzt zu den Turners, damit du in ein warmes Bett kommst."
„Nein."
„Warum nicht?"
„Wegen meiner Mannschaft."
„Jack, was für eine Mannschaft?"
Warum wurde Jack eigentlich nur bei ihm wortkarg? Warum musste nur er diesem Geschichtenerzähler alles aus der Nase ziehen?
„Arabella, Jean, Tumen, Fitzwilliam, Constance und Timothytimtimhawk."
„Herrlich, Jack. Jetzt weiß ich eine Menge Namen, mit denen ich nichts anfangen kann."
„Sie sind mit mir aus der Karibik hergesegelt. Jetzt warten sie in einem Inn in Southwark, dass ich morgen zurückkomme. Dann müssen wir wieder Geld verdienen für ein neues Zimmer. Bis zum Frühling. Dann werde ich der glorreiche Captain eines Handelsschiffes der East India Trading Company."
„Aha. Und warum nimmst du deine Freunde nicht mit zu Mr.Turner?"
„Weil es 5 Menschen und eine Katze sind. Bill kann nicht 5 Menschen und eine Katze, seine Frau und seinen Sohn über den Winter bringen."
„Hast du ihn gefragt?"
„Nein."
„Dann machen wir das jetzt."
James war bereit jegliche Proteste seitens Jack, zu ignorieren, aber es kam nichts. Jack war eingeschlafen.
Reviews?? Denkt dran, es ist ganz einfach eins zu schreiben!
