Hey
Wieder meinen herzlichsten Dank an banshee666, Amras (der hoffentlich immer fleißig revievt) und Selene.
Hier geht's weiter... Das darauffolgende Kapitel wird einige Änderungen enthalten. Also, schon mal einen Rat an dich, Selene. Lies es nochmal!
Disclaimer: Alle Charakter gehören Disney... Höchstens Jenny gehört mir.
Warnung: noch nichts.
Viel
Spaß beim Lesen!
Kapitel 7 Deus ex machina
Arabella saß im Schnee und konntes nicht verhindern, dass ihr die Tränen über die Wangen liefen.
Wo war Jack?
Gestern Abend wollte er doch nur kurz spazieren gehen, es war doch nicht die Rede davon gewesen, dass er die ganze Nacht über weg bleiben wollte, oder?
Wahrscheinlich hat der Idiot sich verlaufen...!
Es half ihr ein wenig, Jacks Tollpatschigkeit als Grund für die ganze Misere zu verfluchen, denn es lenkte sie von der nagenden Angst ab, Jack könne etwas passiert sein.
Fitzwilliam gab sich derweil wesentlich profaneren Sorgen hin.
„Wie kann dieser primitive Wirtshausbesitzer es wagen, mich einfach vor die Tür zu setzen?! Mich Fitzwilliam P. Dalton III? Eine Unverschämtheit ist das! Wir hatten schließlich bezahlt!"
Jean, der fröstelnd auf einer kleinen Mauer saß, sah zu ihm hoch und schüttelte den Kopf.
„Oui, mon ami. Aber nur für eine Nacht."
Tumen ging im Schnee auf und ab.
„Kein schönes Viertel hier...Irgendwie-"
„Zwielichtig," vervollständigte ihn Arabella. „Das ist mir auch schon aufgefallen."
Unter all den düsteren Gestalten oder bunt geschminkten Frauen, sahen sie selbst sehr gepflegt aus. Und das musste nach einer Ozeanüberquerung und einer Nacht in dieser Spelunke schon etwas heißen.
Arabella vergrub den Kopf in den Händen. Sie wollte hier weg, raus aus diesem Elendsviertel, wo es vor Gesetzlosen, Mördern und Beutelschneidern nur so wimmelte. Doch sie mussten noch warten. Schließlich konnte Jack jeden Moment kommen und würde sich vermutlich Sorgen machen, wenn er sie nicht fände.
Dem werd ich was erzählen! Lässt uns die ganze Nacht im Stich. Wahrscheinlich hat er sich irgendwo vergnügt...
Arabella seufzte missmutig.
Wenn ihm nur nichts passiert ist...
Constance dachte vermutlich dasselbe, denn die Katze, die ja regelrecht in Jack verliebt war, blickte an diesem bitterkalten Morgen noch kratzbüstiger drein als sonst.
Ein leises Pfeifen lies alle 6 Crewmitglieder aufschauen.
Ein Mann schlenderte da auf sie zu, mit einem vergnügten Lächeln auf dem Gesicht. Er wollte so gar nicht hier hineinpassen, hier, in diese Räuberhöhle von London.
Seine dunkelbraunen Locken waren im Nacken zusammengebunden und er trug Seemannskleider, obwohl diese Gegend nun wirklich nicht nahe am Hafen lag.
Täuschte sich Arabella, oder blickte der Mann wirklich aufmerksam zu ihnen?
Die Crew verfolgte seine Schritte, bis der geheimnisvolle Mann plötzlich vor ihnen zum Stehen kam.
„Seid ihr die Crew von Jack Sparrow?"
Die Jugendlichen starrten ihn verblüfft an, bis Fitzwilliam das Schweigen brach.
„Captain. Das heißt Captain Jack Sparrow."
Das schien den Fremden sehr zu amüsieren. Er schmunzelte vergnügt.
„Soso, Captain heißt das also. Ich werde es mir merken."
Ihre überraschten und zum Teil auch misstrauischen Gesichter schienen ihn nur noch mehr zu belustigen. Seine Augen funkelten spitzbübisch, dann trat er vor Arabella und reichte ihr die Hand.
„Steh besser auf. Wenn du auf dem Schnee sitzen bleibst, verkühlst du dich."
Arabella wurde unweigerlich rot wegen dieser Frechheit. Was ging den das denn an? Der kannte sie doch überhaupt nicht. Aber er schien Jack zu kennen... War er einer von Jacks Freunden? Oder vielleicht ein Feind, der sie zu täuschen versuchte?
„Ich bin übrigens Bill. Und du musst die hübsche Arabella sein."
„Was? Wer sagt das? Und woher wissen sie überhaupt, wie ich heiße?!"
„Nun, obwohl Jack gerade mal 40 min in wachem Zustand in meinem bescheidenen Heim verbracht hat, ist es ihm dennoch gelungen, ein Mädchen namens Arabella in den schillerndsten Farben zu beschreiben. Und da du in dieser illustren Runde, von der Katze einmal abgesehen, das einzige Mädchen bist, liegt der Schluss wohl nahe, dass du besagte Arabella bist."
Sie war, so selten es vorkam, sprachlos.
Fitzwilliam ließ sich jedoch nicht beeindrucken.
„Ihr kennt also Jack? Wo ist er?"
„Warum ist er gestern nicht zurückgekommen?", mischte sich auch Timothy ein.
„Habt Ihr ihn entführt, monsieur?"
„Hat er Euch etwas entführt?"
„Ihm ist doch nichts passiert, oder?"
„Miaaaaaaaaaauuuuu!"
Der Mann-Bill- lachte überrascht auf.
„So viele Fragen... Wie wäre es, wenn ihr einfach zu mir nach Hause kommt? Dort ist es wärmer und es lässt sich leichter reden!"
„Nein." Ausnahmesweise waren sich alle einig.
„Das könnte eine Falle sein!"
„Vielleicht seid Ihr ein Mörder!"
„Vielleicht seid Ihr ein zweiter Cortez!"
„Ihr wollt uns reinlegen!"
„Warum sollten wir euch wohl vertrauen."
Bill seufzte. Arabella schien es so, als habe der Mann mit einer solchen Reaktion schon fast gerechnet.
„Hört mal, ihr habt doch keinen Platz zum Schlafen, oder? Ihr seid bei uns eingeladen, weil ihr Freunde von Jack seid. Könnt ihr das nicht akzeptieren?"
Fitzwilliam war noch lange nicht überzeugt. Misstrauisch zog er die Augenbrauen hoch.
„Wer sagt uns denn, dass Ihr Jack auch tatsächlich kennt? Warum ist er nicht bei Euch? Hindert Ihr ihn daran oder sind wir ihm nicht wichtig genug, als dass er kommen würde?"
„Jetzt hör mal gut zu. Jack ist nicht hier, weil er Fieber hat, klar? Er wollte kommen.. Hat schon gemeint, ihr wärt ein bißchen schwer zu überzeugen. Aber meine Frau- und ich- waren der Meinung, dass er ins Bett gehört."
Fitzwilliam murrte immer noch, diesmal allerdings eher gegen Jack als gegen diesen Bill gerichtet.
„Hätte ja ins Inn kommen können, statt sich die ganze Nacht irgendwo rumzutreiben."
„Hätte er.", meinte Bill scheinbar gleichgültig. „Wenn ihr euch ein Zimmer für 6 Personen nebst Katze hättet leisten können."
Ohne auf eine weiter Reaktion zu warten, drehte sich der hochgeschossene Matrose um und ging davon.
„Kommt ihr jetzt oder nicht?"
Der Crew blieb wohl keine andere Wahl als ihm zu folgen, auch wenn sie noch nicht gänzlich von seinen guten Absichten überzeugt waren. Besser als in Southwark zu erfrieren war es allemal.
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