Teil 6/14

Lettered by Dysperis

6.Kapitel - Theorien

Tom sah auf, als ein Mann den Laden betrat und erstarrte. Remus Lupin, der Ersatzpate von Harry Potter, stand keine zwei Meter neben ihm. Tief einatmend brachte Tom ein Lächeln zustande.

„Hallo, kann ich Ihnen vielleicht helfen?"

Der Werwolf sah sich den Mann, der vor ihm stand, genau an. Er sah vielleicht zwei Jahre älter aus als Harry, und abgesehen von seinem Lächeln, erschien er ziemlich nervös.

„Das können Sie tatsächlich. Ich bin Remus Lupin und Sie sind...?" Der Werwolf streckte seine Hand aus.

„Tom." Der damalige Dunkle Lord nahm die Hand des Verteidigungsprofessors an und schüttelte sie kurz. Der Werwolf sah beeindruckt aus.

„Was kann ich für Sie tun, Mr. Lupin?"

„Oh, Remus ist schon in Ordnung. Und ich bin gekommen, um mit Ihnen über einen Schüler zu reden. Ich habe das Gerücht gehört, dass einer meiner Schüler die neue Aushilfe vom Honigtopf trifft." Tom fühlte sich unwohl. Das konnte gar nicht gut ausgehen.

„Harry."

„In der Tat. Ich war mit seinen Eltern befreundet und jetzt fühle ich mich halt verantwortlich für ihn." Der Ton des Werwolfs war so gut wie neutral, aber seine Augen schimmerten fragwürdig wild.

„Ja, Sir. Harry hat mir von Ihnen erzählt. Er hat mir auch erzählt, was letzten Juni passiert ist."

„Verstehe. Harry wurde schon zu oft verletzt. Ich hoffe, Sie erinnern sich daran, bevor Sie etwas tun, dass ihn wieder verletzten könnte." Damit lächelte der Mann, welches Tom schwach erwiderte.

„Ja, Sir.", kam es nur von Tom. Remus nickte ihm zu und verließ den Laden.

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Tom beobachtete, wie der Mann den Laden verließ und bemerkte, dass sein Herz am Rasen war. Wenn das das war, womit ich ab jetzt zurechtkommen muss, was passiert denn dann erst, wenn er erfährt, wer ich in Wirklichkeit bin?

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Harry war endlich fertig damit, die letzten Informationen zu den Multiplen-Persönlichkeits-Experimenten zu lesen und er war sich so ziemlich sicher, die Prophezeiung richtig interpretiert zu haben. Bevor er jedoch damit zu Tom ging, wollte er sich zuerst eine andere Perspektive anhören. Seufzend packte er seine zusammengestellten Fakten über das Experiment, dessen Ergebnisse, Toms Beschreibung über den Zerfall der Person des 'Dunklen Lords' und was Westhover und Zephyrwilde Tom 'gelehrt' hatten zusammen in einen Ordner. Es war an der Zeit, mit Snape zu sprechen.

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Harry klopfte an die Tür zu Snapes Büro. Die Tür öffnend, erstarrte der Zaubertränkeprofessor direkt. Was zur Hölle könnte dieser Gryffindor denn jetzt schon wieder wollen?

„Sir, ich muss mit Ihnen sprechen."

„Was denn auch sonst, Mr. Potter. Kommen Sie rein." Severus machte Platz und erlaubte somit dem Jungen in sein Büro zu treten.

„Gut, was ist es?", schnappte der ältere Mann.

„Es ist kompliziert, Sir. Es hat etwas mit der Prophezeiung zu tun und mit Toms plötzlichem Persönlichkeitswandel." Er holte den Ordner aus seiner Tasche. „Ich denke, Sie sollten das zuerst lesen, bevor ich den Rest erkläre."

„In Ordnung, Potter. Gehen Sie und setzten Sie sich, und wenn ich fertig bin, widme ich mich wieder Ihnen." Harry stimmte zu, setzte sich und holte ein Buch raus, um ebenfalls etwas zu lesen.

Severus öffnete den Ordner und begann zu lesen. Zumindest sieht es interessanter aus als die Aufsätze der 3.-klässler aus Hufflepuff. (A/B: glucks)

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Eine halbe Stunde später lehnte der Mann sich geschockt zurück. Die Bedeutung davon...und Dumbledore half ihnen dabei auch noch? Warum würde er so etwas tun?

Seufzend wandte er sich an den Jungen.

„In Ordnung, Potter. Wie passt jetzt die Prophezeiung hier rein?"

Harry erklärte dem Zaubertränkemeister alles und beobachtete wie dessen Stirnrunzeln sich vertiefte.

„Mr. Potter, ich glaube, dass da wirklich was dran ist. Haben Sie mit noch jemandem darüber geredet?"

„Also über die Grundzüge habe ich mit Ginny geredet, während ich noch am Ausarbeiten war - das war die Unterhaltung, die Nev mitbekommen hat. Aber vorher hatte ich auch noch nicht so viele Informationen, also konnte ich mir nicht sicher sein. Ich dachte, dass jetzt, wo ich soweit alles rausgefunden habe, Sie wohl die beste Person zum Reden wären."

„Tatsächlich. Potter - Harry, ich denke, dass ich das jemandem zeigen sollte. Stört es Sie, wenn ich den Ordner mitnehme?"

„Solange es nicht Dumbledore ist, ist es in Ordnung. Ich habe noch eine Kopie von allem in meinem Koffer - ich dachte mir schon, dass Sie wahrscheinlich den Ordner behalten wollen und hab extra noch einen für Sie erstellt."

Severus war verwundert über die Durchdachtheit der Handlung und dem involvierten Vertrauen zu ihm.

„Gut, danke dafür. Und nun verschwinde aus meinem Büro." Die Freundlichkeit in seinem Ton machte die eigentliche Härte der Worte unbedeutsam. Harry lächelte den Mann an, steckte sein Buch in seine Tasche und machte sich auf den Weg hoch in den Turm.

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Der Werwolf runzelte die Stirn, als er sich an seinem Schreibtisch setzte. Er kannte den Geruch des Mannes, wusste jedoch nicht woher. Und was wollte er von Harry?

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als es an der Tür klopfte. „Es ist offen!", rief er.

Severus Snape öffnete die Tür und trat langsam ein.

„Guten Tag, Severus. Was kann ich für dich tun?"

„Ein Schüler hat mir gerade ein paar Informationen zukommen lassen. Ich dachte mir, dass es dich vielleicht interessiert."

Severus reichte Lupin den Ordner, welcher nur eine Augenbraue hochzog. „Harry?"

Severus grinste. „Ja. Wenn der Junge nicht hartnäckig ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Ich weiß nicht, ob Dumbledore dich jemals über den Hintergrund zu Voldemort aufgeklärt hat...?"

„Ja, er hat ihn mal erwähnt. Tom Marvolo Riddle? Schüler um 1940 rum?"

Severus nickte und Remus öffnete seufzend die Mappe. Er begann mit den ersten Dokumenten, die die Beschaffenheit des Experiments erklärten und desto weiter er las, umso größer wurde der Unglaube, der sich auf seinem Gesicht widerspiegelte. Als er bei der Hälfte angekommen war, wollte er Dumbledore schon am Liebsten erwürgen. Endlich erreichte er die letzte Seite und erstarrte. Es war ein Bild mit vier Zauberern abgebildet. Einer von ihnen war Dumbledore. Zwei von ihnen wurden Westhover und Zephyrwilde genannt. Und das letzte Gesicht- das des 'unbenannten Testobjektes'- schockte ihn. Remus starrte auf das Bild von Tom Riddle.

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Auf dem Weg zu seinem Schlafsaal sprach Harry ein schnelles tempus und da es erst viertel vor vier war, schnappte er sich ein Stück Pergament aus seiner Tasche, um Tom zu schreiben, dass er ihn so bald wie möglich am üblichen Platz treffen sollte.

Sich seinen Umhang und die Karte schnappend, machte Harry sich auf den Weg durch den Geheimgang zum Honigtopf. Er rannte schon förmlich die Gänge entlang und als er am Keller ankam, war er außer Atem. Er kletterte hoch in den dunklen Raum und ging zu den Kisten. Die Deckel der Kisten verwandelte er in so etwas wie Kissen (ein Trick, den Tom vorgeschlagen hatte, nachdem sie zum vierten Mal da unten saßen um zu kuscheln und knutschen), hüpfte auf diese drauf und wartete. Über fünf Minuten später kletterte Tom runter, den Zauberstab vor sich ausgestreckt.

„Hey du. Hast aber ziemlich lang gebraucht." Harry grinste den Älteren an, welcher nur mit den Augen rollte.

„Ja, da oben war ne Hexe, die von allem dreißig Stück wollte. Natürlich wollte sie alles selbst zählen, damit auch alles stimmte. Das ist wieder mal so ein Tag, an dem ich es vermisse, einfach frei zu sein und Leute zu verfluchen.

Harry kicherte, als Tom sich neben ihn setzte. „Ich bin mir sicher, es muss schwer für dich sein, mit denselben Problemen beladen zu sein, wie jeder andere auch."

Tom ignorierte den Kommentar und fuhr fort. „Ein gewisser Remus Lupin ist heute hier aufgetaucht und hat mir so was wie ne Standpauke gehalten." Harry keuchte erschrocken auf. „Es war ziemlich beeindruckend. Er kümmert sich wirklich um dich, weißt du?"

„Ja, ich weiß. Er hat rausgefunden, dass etwas mit Halloween nicht stimmte und hielt mich und Neville nach dem Unterricht zurück. Wir haben es geschafft, ihn davon zu überzeuge, dass es wirklich nur so eine Art Streich war und wir noch ein paar planen, damit es in Zukunft immer mal wieder was zu lachen gibt. Es tut mir leid, dass er gekommen ist und dir gedroht hat."

„Ja, das sollte es auch. Ich soll ein Dunkler Lord sein und hab mir fast dabei in die Hose gemacht!" Harry lehnte sich kichernd an seinen Freund. Seinen Kopf hebend, fing er die Lippen des anderen Mannes in einen Kuss ein, den man als fast schon unschuldig bezeichnen konnte. Er lehnte sich weiter an Tom und presste seine Lippen mit leicht geöffnetem Mund fester auf die des anderen, welcher nur gehorsam den Mund öffnete, als Harrys Zunge über seine Lippen fuhr und um Einlass bat.

Er legte einen Arm um Toms Schulter, während er mit der anderen Hand nach Toms obersten Robenknopf griff. Langsam arbeitete er sich nach unten, öffnete immer mehr von den Knöpfen. Als er den letzten Knopf geöffnet hatte, machte er sich mit seinem Mund auf Erkundungstour. Er küsste sich Toms Kinn und Hals hinunter, wo er sich festsaugte, sodass es bei Tom ein Stöhnen hervorrief. Das Geräusch wanderte runter zu Harrys, schon ziemlich starker, Erregung. Von der Beule in Toms Boxer ausgehend, erging es diesem nicht besser.

Harry fuhr mit seinen Liebkosungen fort, bewegte sich weiter nach unten, um an Toms Schlüsselbein zu saugen und sich danach den Nippeln des Älteren zu widmen. Er umschmeichelte diese mit seiner Zunge, saugte und verwöhnte sie, wurde dabei von Toms Stöhnen begleitet.

Sich auf die andere Seite von Toms Brust hinbewegend, machte er sich auch an dem anderen Nippel zu schaffen und bekam dafür immer mehr von diesen wundervollen Geräuschen des anderen. Langsam küsste er sich Toms Bauch hinunter, stieß mit seiner Zunge in dessen Bauchnabel. Als er endlich den oberen Rand von Toms Boxer erreicht hatte, verhakte er seine Finger in dem Hosenbund, setzte somit die Erregung des Älteren der kalten Luft im Keller aus.

Tom zischte als der Stoff über sein Glied strich. Harry grinste und blies die Erregung vor ihm sanft an, so dass Tom in einem Mix aus Englisch und Parsel anfing zu stöhnen und zu fluchen.

„Bitte," :Harry,: „mehr!"

Harry sah hoch zu dem anderen Mann. „Sag mir, was du willst, dass ich tue. Ich möchte es dich sagen hören."

:Oh Gott Harry. Ich will, dass du mich leckst:

Erschaudernd tat Harry genau das.

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Remus ging in seinem Büro auf und ab. Harry ging mit Tom 'Fucking' Riddle aus? Dieser nervöse junge Mann, der seine Hand geschüttelt und ihm versichert hatte, dass er Harry nicht verletzten würde, war derselbe Mann, der schon unzählige Menschen getötet hatte? Und Harry wusste es? Das war zu viel für ihn. Er musste unbedingt mit Harry sprechen. Jetzt. Er hielt kurz inne und dachte über den schnellsten Weg nach, um ihn zu finden. Hauselfen. Das ist es. Wie war nochmal der Name von dem, der Harry so sehr mag? Er weiß sicher, wo man suchen muss. Dobby war es, oder doch nicht? Na ja, hört sich richtig an.

„Dobby!", rief der Werwolf. Der Hauself erschien neben ihm und sah mit seinen großen runden Augen zu ihm hoch. „Kannst du Harry finden und ihm sagen, dass ich ihn sofort in meinem Büro sprechen möchte?"

„Harry Potter, Sir? Ja, Sir. Dobby ihn finden wird!" Dobby schnipste mit den Fingern und verschwand.

Lupin setzte sich in seinem Stuhl zurück. Jetzt gab es nichts mehr was er tun konnte, außer zu warten.

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Eine halbe Stunde später und es gab immer noch kein Zeichen von Harry. Remus war nahe dran, sich selbst auf die Suche zu machen, als Dobby wieder auftauchte.

„Dobby es leid tut, Sir, aber Harry Potter nicht sein im Schloss, also Dobby fragen Ms. Ginny Wheezy, ob wissen, wo Harry Potter ist. Ms. Ginny Wheezy sagen, dass Harry Potter wahrscheinlich bei seinem Freund ist, aber Ms. Ginny Wheezy nicht sagen wollen, wo."

„Ist in Ordnung, Dobby. Ich denke, dass ich weiß, wo er ist. Danke." Dobby verneigte sich und verschwand dann wieder sofort.

Remus seufzte und sprach einen tempus. 17:30 Uhr - er sollte es schaffen, im Honigtopf zu sein, bevor der Laden schloss. Er zog sich seinen Umhang über und machte sich zum zweiten Mal an diesem Tag auf den Weg zum Süßigkeitenshop.

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Harry hatte sich in Toms Armen zusammengerollt und döste bequem vor sich hin. Es war noch ein atemberaubender Nachmittag gewesen - nachdem er Tom über die Klippe gebracht hatte, wollte der ältere Mann ihn natürlich auch noch verwöhnen, eine Erfahrung, die Harry euphorisch stimmte. Dazu dann noch die Tatsache hinzugefügt, dass es keine Prophezeiung mehr gab, die auf seinen Schultern lastete und dass er im Himmel war. Er gähnte und schmiegte sich noch dichter an Tom. Tom - wundervoller Tom. Der ältere Mann, sich Harrys Vergangenheit bewusst, hatte keine Probleme damit gehabt, die Kontrolle an den Gryffindor zu übergeben, der, trotz Begierde, immer noch nervös war. Es gab nur noch eine Sache, die ihn nervte. Da er sich nicht bewegen wollte, stupste er Tom an.

„Wie viel Uhr ist es?" Tom blinzelte, holte seinen Zauberstab raus und sprach einen stillen tempus.

„Es ist fast 18uhr. Du solltest wahrscheinlich bald zurück in die Schule, wenn du das Abendessen nicht verpassen willst." Harry setzte sich auf, grummelte vor sich hin und griff nach seinen Roben. Er hatte sie fast ganz zugeknöpft, als sich die Tür zum Keller öffnete.

„Hey Tom. Bist du da unten? Hier ist ein Mann, der sagt, dass er dich sprechen muss. Er sagt, dass du deinen Freund auch mit hoch bringen sollst."

Tom und Harry sahen sich an. Wer könnte das sein? Harry fand es zuerst raus.

„Remus." Tom zog sich seine Roben an und knöpfte sie so schnell wie möglich zu.

„Oh, In Ordnung. Da er mich wahrscheinlich umbringen wird...es war nett, dich kennen gelernt zu haben."

Harry verdrehte die Augen. „Hör auf, so dramatisch zu sein. Das Schlimmste, was er tun könnte, wäre dich zu verstümmeln."

Tom schnaubte über Harrys schrecklichen Witz. „Ich wünschte, ich hätte dein Selbstvertrauen, Schatz." Er atmete noch einmal kräftig ein und machte sich dann, Harry auf den Fersen, auf den Weg nach oben.

Im Laden auftauchend, fand Tom seine Schuhe plötzlich viel interessanter als alles andere. Harry, hochrot im Gesicht, dagegen schaffte es, seinem Ersatzpaten in die Augen zu schauen. Remus bemerkte ihre zerzausten Haare und bekam einen leichten Luftzug ihres Geruches mit, sodass er nur den Kopf schütteln konnte. Sich an den Geschäftsinhaber wendend, verdrehte er die Augen.

„Haben Sie hier einen etwas privateren Raum, den ich mir ausleihen könnte? Ich muss mal mit den Zweien hier sprechen." Der Mann nickte und zeigte auf Tom, welcher seufzte und voranlief.

„Hier hinten ist ein Büro." Er öffnete die Tür und hielt sie für Harry und Lupin offen, bis diese eintraten. Als er dann auch im Büro war, schloss er sie wieder leise. „Schutzzauber und so sind schon vorhanden." Immer noch nicht hochsehend, stellte er sich neben Harry.

„Also Harry. Ich hatte vor kurzem einen interessanten Besuch von Snape." Harrys Augen weiteten sich.

„Also bist du die Person, mit der er reden wollte..." Er verstummte, dachte darüber nach, was genau alles in dem Ordner drin war. Dann erinnerte er sich an das Bild. „Oh scheiße."

„Oh scheiße, in der Tat. Ich hatte fast eine Herzattacke, als ich dieses Bild sah! Und dann...als ich dich danach nicht finden konnte..." Nun war es an Remus zu verstummen. Er fuhr sich durch die Haare. „Was genau ist los, Harry? Was war das alles für ein Zeug?"

Harry sah rüber zum Schreibtisch, sah einen Stuhl davor stehen und setzte sich. „Ok. Professor, haben Sie die Akten schon gelesen?" Remus nickte. „Das wird es einfacher machen. Tom, erinnerst du dich daran, als ich sagte, ich habe eine Theorie über das Experiment? Also...es geht um die Prophezeiung. Seht ihr..."

Harry erklärte seine Theorie, erzählte den beiden Männern, dass sie nach seinem Verständnis schon erfüllt war. Toms Augen wurden groß, als er zum ersten Mal die vollständige Prophezeiung hörte. Harry, der sein Unwohlsein bemerkte, nahm seine Hand und drückte sie leicht, was Tom dann auch erwiderte. Obwohl Remus von der Theorie hin und weg war, bemerkte er diese kleine Liebesbekundung und behielt sie für die Zukunft im Hinterkopf. Harry erklärte Remus noch die Verbindung zwischen sich und Tom und dass Tom nicht lügen konnte, ohne dass Harry es bemerkte.

„Und ich bin damit zu Snape gegangen, weil ich jemanden mit einem anderen Standpunkt brauchte und weil er, hätte ich eine Fehler in meiner Theorie, diesen sofort bemerkt hätte - er ist gut in so was, wisst ihr." Er atmete tief ein.

„Und es tut mir leid, dass ich dir Angst gemacht habe, Remus, ich war nur so glücklich, dass ich es endlich rausgefunden hatte und wollte etwas Zeit mit Tom verbringen. Ich vermassel immer alles."

„Harry, du vermasselst nicht immer alles. Ich hatte nur Angst um dich. Du bist meine Familie, Küken, und zwar meine einzige. Wenn dir etwas passiert wäre...dann hätte ich mir das niemals verziehen. Außerdem ist es ein bisschen schwer, das direkt zu verdauen, trotz der ganzen Nachforschungen." Er schnaubte. „Also, wer weiß noch davon?"

Harry zählte für ihn alle auf.

„Ah ja...und Draco und Neville kommen tatsächlich miteinander aus?"

„Ja, es ist zwar angsteinflößend, aber man will sich ja nicht beschweren. Natürlich hat Draco noch etwas Angst vor mir, sodass wir etwas auf unserer Seite haben, aber..."

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„Also, was hast du jetzt vor wegen Dumbledore?" Harry sah hoch zu dem Werwolf, der noch einmal den Ordner durchging. Eine Woche war vergangen seitdem Remus Lupin die Sache mit Tom rausgefunden hatte und jetzt saßen er, Harry und Ginny in seinem Büro und tranken Butterbier. Snape war auch anwesend, aber er hatte das Butterbier mit einem abstoßenden Blick abgelehnt.

„Ich bin mir noch nicht sicher. Er hat eine Menge Fragen zu beantworten, das ist klar. Weiß überhaupt jemand, wo er ist?"

„Nein, das hat er nicht gesagt. Er hat eine Nachricht geschickt, dass er nach Weihnachten wieder zurück ist und dass wir uns keine Sorgen machen brauchen. Weißt du Harry...es ist gut, dass du Tom um den Finger gewickelt hast...ich würde es hasse, in einer Zeit wie dieser mit einem Dunklen Lord zu tun zu haben." Harry schnaubte.

„Warum nicht? Das einzige Mal, als er kam um mir zu helfen, war im Ministerium. Ansonsten hat er mich immer nur alleine gegen den bösen Dunklen Lord antreten lassen. Das ist noch so eine Sache, für die er gerade stehen muss.

Ginny schritt ein. „Vergiss nicht, dass er dich angeblich beobachtet hatte, als du bei den Dursleys warst."

„Warte...was war das mit den Dursleys?" Harry sah sie finster an, doch Ginny antwortete trotzdem.

„Also, als Harry in den Grimmauldplatz kam, da bin ich aus Versehen in sein Zimmer gegangen, als er sich am Umziehen war und sein ganzer Rücken war voller blauer Flecken -"

„Es war in Ordnung, Ginny. Das ist immer noch nicht deine Sache."

„Bullshit Harry. Dein Rücken sah aus wie ein verdammter Regenbogen. Auf jeden Fall hab ich einen Brief an Dumbledore geschrieben, dass ich mir um Harrys Sicherheit Sorgen mache. Und er hat geantwortet, dass Harry sicher da ist, er Harry genau beobachtet und ich mich um meine eigenen Sachen kümmern soll. Ich frage mich, ob das die gleiche Beobachtung war, wie als du vor dem zweiten Jahr in deinem Zimmer eingesperrt warst, Gitter vor dem Fenster hattest und dir Essen durch eine Katzenklappe zugeschoben wurde? Oder bevor du den Hogwartsbrief bekommen hast und die Dursleys so gütig waren, dir den Schrank unter der Treppe als Zimmer zu geben und dich wie einen verdammten Hauselfen behandelt haben -" Beide Professoren weiteten geschockt die Augen. Severus sah nachdenklich runter. Ich wusste, dass es nicht das angenehmste zu Hause war - das sah ich, als ich den Jungen dort abgeholt hatte. Aber dass es so schlimm war...Was zur Hölle dachte sich Dumbledore nur dabei?

Lupin explodierte geradezu. „Warte, was? Warum hast du niemanden davon erzählt? Dumbledore,", der Werwolf spuckte den Namen fast schon aus, „sagte mir, dass es dir gut geht und du glücklich bist und er nur darüber besorgt war, dir eine normale Kindheit zu ermöglichen. Ich werde ihm den Hals brechen!"

Harry sah seinen Ersatzpaten an. „Da musst du dich aber hinten anstellen. Ich denke, Tom hat dieses Privileg schon für sich beansprucht, als er erfahren hat, dass Dumbledore dieses Experiment befürwortet hat. Auf jeden Fall gibt es da auch noch andere Dinge. Wusstet ihr, dass Sirius mich zu seinem Erben gemacht hat? Und unser verehrter Dumbles kam gar nicht erst auf die Idee, mir davon zu erzählen. Einer der Kobolde hat es mir gesagt, als ich in Gringotts war. Er meinte, dass sie schon seit Monaten versuchen würden mich zu erreichen - obwohl ich glaube, dass dieser eine Kobold ziemlich aufgeregt war. Vielleicht ist er ja mit Professor Flitwick verwandt oder so? Der Punkt jedoch ist, dass ich den Grimmauldplatz- neben anderen Dingen natürlich- geerbt habe und das alte Wasserhuhn es mir nicht gesagt hat. Wer weiß, vielleicht hatte er Angst, dass ich den Orden da rausschmeiße oder so. Dazu kommt noch der ganze Kram mit der Prophezeiung - er kannte sie und wie es scheint, hat er durch Snape Tom damit verhöhnt." Er nickte in Richtung des Zaubertränkemeisters. „Natürlich hat er sich dann in den Kopf gesetzt, mich in das Ministerium zu locken. Und ich bin mir sicher, dass es noch unzählige andere Dinge gibt, für die Dumbles geradestehen müsste. Ich meine, der Mann war, seitdem ich hier bin, schon ziemlich vergesslich was Dinge angeht, die hier in der Schule passieren! Wie genau hat denn Quirrel den Job bekommen? Um Merlins Willen! Er hatte Voldemort, der ihm aus dem Hinterkopf rausguckte. Und Lockhart erst!" Severus schnaubte bei diesen Namen. Harry nickte ihm zu. „Genau! Der Mann war so nutzlos wie Titten bei einem Eber!" Ginny kam nicht herum, als bei diesem geistigen Bild zu lachen. Remus, der den Mann nur von der Beschreibung her kannte, gluckste und fragte sich, wo Klein-Harry solche Redewendungen herhatte. Sogar Severus musste lächeln.

„Ja Mr. Potter, wir haben es verstanden. Dumbledore ist ein Scheusal. Also, was werden wir jetzt wegen ihm unternehmen?"

Harry lehnte sich nachdenklich in seinem Stuhl zurück. Jedoch war es dann Ginny, die zuerst zu sprechen begann.

„Ich denke, ich habe vielleicht eine Idee." Jeder sah das Mädchen voller Erwartungen an. „Wir wissen alle, dass sein größter Einfluss von seinem Ruf kommt, oder? Er ist vielleicht ein bisschen merkwürdig und exzentrisch, aber trotzdem zweifellos gut und komplett auf der Lichtseite - ansonsten wäre er nicht so unabkömmlich. Also, warum legen wir nicht einen Schatten über diesen Ruf?" Die Anderen grinsten. Oh ja, Dumbledore würde bezahlen.

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danke wieder mal für die Kommis!

sooooo…..Endeeee…...hoffe, wir sehen uns am Montag wieder und ihr lasst mir wieder ein kleines Kommi da….

knutscha