Autor: Moku

E-Mail: Mokuren(at)gmx.de

Fandom: Harry Potter

Disclaimer: J.K.R., Bloomsbury Books, Scholastic Books, Raincoast Books, Warner Bros., Inc. und wie sie nicht alle heißen…

Uhm... schon wieder kein Lied... Aber auf jeden Fall im übernächsten Kapitel! Versprochen!

Kommentar: So, diese Idee ist mir gekommen, als ich mich gefragt habe, wie wohl restliche Schüler auf das Ereignis in der Großen Halle reagiert haben könnten. ° Alle nahmen an, dass Draco Malfoy und Harry Potter ein Paar seien. Dann dachten sie, dass es alles nur gespielt war. Plötzlich kam von Pansy die „Bestätigung" (¬¬), dass Malfoy zumindest „schwul" ist... Die Herzen tausender (...) Mädchen sind gebrochen... Okay, das ist der Grund für ‚Interlude I.'. Vielleicht mache ich noch ein paar von denen...

Gruß:

Sammy-chan '-' Party-Froop: Oh OO Okay XD Na ja... irgendwann muss es hier ja auch weitergehen, weshalb ich gleich alles auf einmal ausstelle

Rivana: Ja, ich habe die Ff nun bis zum Ende hochgeladen, also danach kommt nichts mehr XD Wünsch dir viel Spaß und lies alles schön brav in Maßen. Sonst wirst du noch genauso bekloppt wie ich Oo

Amunet: Hoho XD Ja, Potter entwickelt sich zum Jäger... nur nicht sofort. XD

Interlude I: Hasstirade

Point of View: 3rd Person; Tristan Taylor



Ich hasse Draco Malfoy. Nicht weil er ein Malfoy, ein Slytherin oder ein Wannabe-Todesser ist, nein, mein Hass ist persönlicher Natur. Warum, wenn nicht die oben genannten Gründe? Ganz einfach: Draco Malfoy ist schwul.

Woher ich das weiß?

Angefangen hat alles damit, dass Malfoy ausflippte, aus welchen Gründen auch immer, und so ziemlich die gesamte Große Halle zerstörte. Während er dabei war wieder alles zu reparieren, brüllte Parkinson, dass Malfoy schwul sei. Das wiederum hätte überhaupt kein Schock sein müssen, da viele dachten, dass Malfoy etwas mit Potter hatte, aber so wurde es offiziell bestätigt.

Mich wundert lediglich, warum Potters Freunde so seltsam reagierten, was mich wieder dazu bringt, ob das Gerücht wahr ist. Obwohl Potter wiederum recht empfindlich auf den Artikel reagierte, den Hermine aus ihrem Rucksack kramte. Aber zurück zu Malfoys Homosexualität.

Nun, unter normalen Bedingungen würde mich das kaum bis gar nicht stören, aber das sind keine normalen Bedingungen unter denen ich zur Zeit lebe!

„Kaum raus, Tamara! Es wird alles wieder gut", rief Tristan, hämmerte verzweifelt gegen die Tür, in der Hoffnung, das Mädchen würde sie öffnen.

„Sie wird nicht rauskommen", meinte Tina, Tamaras beste Freundin. „Das Coming-Out von Malfoy hat sie einfach... überrumpelt." Die Augen des Jungen wurden dunkel vor Hass und das blonde Mädchen wich ein paar Schritte zurück. „Dafür wird dieser Mistkerl leiden. Wie kann er das meiner kleinen Schwester antun?" Mit diesen Worten stampfte er davon, ignorierte das Mädchen, das versuchte ihn aufzuhalten.

Tamara, meine kleine Schwester, hat sich seit dem Coming-Out nicht mehr blicken lassen. Sie schwänzt den Unterricht, kommt nicht zu den Mahlzeiten und antwortet nicht, wenn man versucht mit ihr zu sprechen. Sie ist ein sehr empfindsames Mädchen und leidet wahrscheinlich unter ihrem Liebeskummer. Das ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert. Als sie in ihrem ersten Jahr war, wollte sie etwas von Professor Quirrell (ich war noch nicht auf der Schule, um sie vor dem bösen Einfluss dieser niederträchtigen Assgeier beschützen zu können), doch dieser stellte sich als Bösewicht heraus.

Auch wenn ich nicht verstehen kann, was sie an diesem Slytherin findet, muss ich trotzdem ihre Gefühle akzeptieren. Mit seiner Sexualität hat er das zarte Herz meiner Schwester gebrochen und dafür wird er büßen!

„Ah, Potter!", hörte er Malfoy rufen. Der Gryffindor drehte sich um, warf einen skeptischen Blick auf den Blonden. „Was willst du, Malfoy?" Ein sadistisches Lächeln lief über Malfoys Lippen.

Tristan wich leicht verängstigt zurück. Aber er würde seine Rache bekommen, egal wie viel Angst er vor Malfoy hatte!

Leise zückte er seinen Zauberstab, schlug dann das Buch auf, das neben ihm lag. „Schallen... Scherze... Schmerz. Da ist es!" Der Junge überflog die Absätze bis er den Zauberspruch gefunden hatte, den er suchte. „Dolores Commovēre ist die Grundformel, die jede Art von Schmerzen verursacht, wenn auch nur mit einem minderwertigen Effekt. Um einen heftigen Schmerz hervorzurufen, bedient man sich der Formel des jeweiligen Schmerzes." Er schob die Unterlippe vor, fluchte leise. Er wollte Malfoy richtige Schmerzen zufügen und nicht nur so eine Kleinigkeit. Er überflog die Zeilen weiter. „Bekannte Schmerzformeln sind Ex Capite Laborare oder Stomachi Tormina." Erfreut schlug der Junge das Buch zu. Er müsste nur noch auf den passenden Moment warten und dann konnte er zuschlagen.

„Du genießt es förmlich, was?", fragte Potter den blonden Slytherin mit hochgezogener Augenbraue, doch dieser gab ihm keine Antwort, legte stattdessen den Kopf etwas seitlich, grinste dann hinterhältig. Der Gryffindor sah ihn erneut skeptisch und leicht verwundert an, doch der blonde Junge schüttelte lediglich den Kopf, sah dann einmal nach links.

Tristan ging die Formel erneut im Kopf durch, streckte dann seinen Zauberstab aus. „Ex Capite Laborare!", murmelte er leise und ein weißer Lichtstrahl verließ die Spitze seines Zauberstabes. Die beiden Jugendlichen bemerkten den Lichtstrahl aus den Augenwinkeln, gingen ein paar Schritte zurück. „Stomachi Tormina", warf er nach, stand dann auf und versteckte sich weiter im Schatten.

Malfoy hatte den ersten Zauberspruch schon erwartet, wich ihm aus und der Lichtstrahl traf stattdessen einen Hufflepuff Erstklässler. Auf den zweiten war er aber nicht vorbereitet, sprang weiter zurück und der Strahl flog haarscharf an ihm vorbei.

Potter sah überrascht auf Malfoy, der lediglich einen gelangweilten Blick auf eine kleine, versteckte Nische warf, dann seinen Kopf zu dem Erstklässler wandte, der über heftige Kopfschmerzen klagte und deshalb sogar anfing zu weinen. Ein sadistisches Grinsen lief über seine Lippen.

„Malfoy? Alles in Ordnung?", fragte Potter und kam auf den Jungen zugeschritten, doch dieser winkte nur ab. Langsam holte er seinen Zauberstab raus und richtete ihn auf die Sitznische. „Retineō!", hallte seine Stimme in den Gängen wieder.

„Clever, Malfoy", kommentierte der Dunkelhaarige, ging auf die Nische zu. Doch Malfoy ignorierte ihn und ging in die entgegengesetzte Richtung.

„Hey! Willst du nicht gucken, wer das war?", fragte Potter, als er bemerkte, dass Malfoy sich entfernte. Dieser schüttelte den Kopf. „Wahrscheinlich irgendein eifersüchtiger Junge."

„Woher willst du wissen, dass es ein Junge ist?"

Malfoy drehte sich zu dem herannahenden Gryffindor um. „Ich bitte dich! Welches Mädchen würde eine Schönheit wie mich angreifen?"

„Eingebildet sind wir aber überhaupt nicht", murmelte der Dunkelhaarige, ging langsam neben dem anderen her.

„Was hast du gesagt, Potter?"

„Ich wollte wissen, was du mit ihm vorhast."

„Ich lasse ihn solange da drinnen, bis er von allein rauskommt." Potter schüttelte den Kopf und folgte dem Slytherin in die Kerker zu Zaubertränke.

Das ich über diese Entwicklung überhaupt nicht begeistert bin, liegt natürlich auf der Hand. Immer wenn ich die Nische verlassen wollte, in der ich mich versteckte, wurde ich zurückgestoßen, als würde ich gegen eine unsichtbare Wand laufen. Nachdem ich den FluchRetineō in meinem schlauen Buch „Flüche und Gegenflüche" gefunden hatte, entdeckte ich den Gegenfluch, den ich seit zwei Stunden anzuwenden versuchte, aber kläglich scheiterte, bis ich herausfand, dass der Umkehrfluch nur von dem gleichen Zauberstab ausgeführt werden kann, mit dem auchRetineō durchgeführt worden war. WARUM GIBT ES SOLCHE FLÜCHE ÜBERHAUPT?

„Malfoy?"

„Ja, Potter?"

Retineō, kann der nicht nur—"

„Ja, Potter."

„... Mistkerl."

„Und stolz drauf."

Inzwischen ist eine Stunde vergangen und ich habe zwei Schulstunden verpasst. Wenn das so weiter geht, verpasse ich noch das Essen. Und ich sterbe gerade vor Hunger!

„So, Malfoy hat jemanden mit Retineō festgehalten?", fragte Hermine mit hochgezogener Augenbraue. „Clever."

Retineō?", fragte Weasley mit vollem Mund. „Was ist das?"

„Ein Zauberspruch, der andere Personen dort einsperrt, wo sie sich gerade befinden", antwortete das Mädchen, wandte sich dann wieder Potter zu. „Findet ihr diese Sitzecke wieder?"

„Also ich nicht", meinte der Dunkelhaarige und aß unbesorgt weiter.

Ich habe das Essen verpasst. Dafür werde ich mich an Malfoy rächen – sobald ich hier raus bin. Ich hoffe, Tamara geht es gut.

„Malfoy?"

„Hm?"

„Es ist jetzt einen Tag her, hast du ihn schon rausgelassen?"

„Wen?", fragte der Blonde verwirrt, sah von seinem Buch auf.

„Das fass' ich als ein ‚Nein' auf."

Ich fange an mich zu langweilen und gleichzeitig zu verzweifeln. Malfoy wird mich wahrscheinlich nie hier rausholen, aber sollte ich rauskommen ist er TOT! Und sollte er vorbei kommen, werde ich ihn umhauen! Irgendwie geht das schon.

Was Tamara wohl macht?

„Malfoy hat ihn immer noch nicht rausgelassen?"

Potter schüttelte den Kopf, während er glücklich mit seinem Pudding spielte.

„Ist das die gleiche Person, über die wir vor zwei Tagen geredet haben?" Weasleys Freunde nickten als Antwort. „Kann jemand solange ohne Essen auskommen?" Bei diesen Worten sah Potter endlich auf. „Ich werde mit Malfoy reden."

Hallo? Ist da jemand? Hilfe... Hilfe? HILFE!!!

„So geht das nicht weiter, Malfoy."

„Was?", fragte dieser verwirrt, sah von seinem Zaubertrank auf.

„Du musst ihn rauslassen."

„Wen?"

„Den, der dich angegriffen hat."

„Welchen meinst du?"

Potter sah seinen Schulkameraden und derzeitigen Arbeitspartner in Zaubertränke verwirrt an. Malfoy seufzte und legte die Kelle aus der Hand. „Potter, binnen dieser Woche wurde ich ungefähr zehn Mal von sechs verschiedenen Personen angegriffen. Könntest du dich ein bisschen genauer ausdrücken?"

„Wa... Was soll das heißen, du wurdest noch öfter angegriffen? Warum?"

„Potter, ich bin ein Malfoy und Slytherin."

„..."

„Aw, vergiss es! Wen meinst du?"

„... Is' egal", meinte der Dunkelhaarige und wandte sich ab. Malfoy zuckte mit den Schultern und fuhr mit seiner Arbeit fort.

Der Hufflepuff Erstklässler, den ich mit meinem Zauberspruch getroffen hatte, kam vorbei. Ich fragte ihn, ob er Malfoy sagen könne, dass ein Duellant hier auf ihn warte. Der Junge ging einfach weiter. Soviel zum Thema Hufflepuff sind hilfsbereit und all der Kram.

„Und warum nicht?"

„Er hat es verdient."

„Harry, niemand hat es verdient drei Tage eingesperrt zu sein", meinte Hermine genervt, warf Weasley, der das Essen in sich reinstopfte, einen angewiderten Blick zu. „Warum sympathisierst du eigentlich mit Malfoy? Wenn er nicht so eine unerträgliche Person in den letzten Jahren gewesen wäre, würde ihm das gar nicht passieren."

„Zehn mal in sieben Tagen?"

„Ja, ich gebe zu, es ist übertrieben—"

„Ich denke, sie sollten es öfter machen", mischte sich der Rothaarige ein, kaute auf seinen Kartoffeln. „Vielleicht wird er dadurch eine bessere Person."

„Wenn sie so weiter machen wird er ein Invalid."

„Sag ich ja."

Potter rollte mit den Augen und stand auf.

Potter kam heute und hat mir was zu Essen hingeworfen. Er sagte, er wäre nur zufällig vorbei gekommen und hätte mich wahrscheinlich nicht gefunden, wenn er mich gesucht hätte, was er nicht tat. Dann fragte er mich, warum ich Malfoy hasse und ich antwortete, weil er schwul ist.

Daraufhin nahm Potter das restliche Essen wieder mit. Wenigstens habe ich etwas bekommen.

Ich frage mich, was meine Schwester macht.

„Malfoy, wo willst du hin?"

„Jemanden auf dein Drängen hin befreien. Wenn du nicht wärst, hätte ich den Typen schon längst vergessen, aber vier Tage reichen, meinst du nicht?"

Potters Augen funkelten auf und er packte den Blonden am Arm und zog ihn in die entgegengesetzte Richtung.

„Potter... Was?"

„Lass ihn verrotten."

„Okay..."

Ich frage mich wirklich, warum sie mich die ganze Zeit so belustigt ansieht. Wirklich!

„Idiot!"

„Was?"

„Harry Potter gegenüber zu erwähnen, dass du Malfoy angegriffen hast, weil er schwul ist. Wie blöd kann man eigentlich sein?"

„Das geht dich gar nichts an."

Das Mädchen setzte sich elegant auf den Boden und beobachtete Tristan aufmerksam. Einige Minuten später seufzte sie. „Die beiden sind so süß, meinst du nicht?"

„Ich glaube, ich übergebe mich gleich."

„Ich warte seit Monaten auf einen Kuss. Aber die sind so diskret."

„Streich das. Ich übergebe mich gleich."

„Die neusten Gerüchte besagen, dass sie es nur spielen und sich in Wirklichkeit noch genauso gut leiden können wie zu Beginn des Jahres."

„Gar nicht?"

„Ich weiß, alles Idioten. seufzt Draco und Harry – zusammen. Was kann man sich mehr wünschen?"

„Deinen Tod?"

Ich wundere mich, warum mich keiner sucht. UND MICH VON DIESER VERRÜCKTEN BEFREIT!

„Harry, inzwischen ist eine Woche vergangen. Wollt—"

„Nein."

„Aber—"

„Nein!"

„Warum nicht?"

„Weil der Typ ein verzweifelter Homophob ist!"

„... Okay, wenn du es nicht tust, werde ich mit Malfoy reden."

Ich hoffe, Tamara hat ihren Liebeskummer bald überwunden. Schließlich bin ich nur deswegen hier gelandet. Meine liebe, kleine, sanftmütige Schwester.

Das Mädchen kam heute noch nicht. Zum Glück!

„Malfoy. Lass ihn frei!"

„Wen?"

„Du weißt schon wen!"

„... Granger, nur für den Fall, dass du es nicht mitbekommen hast, Voldemort wurde vor zwei Jahren befreit. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, warum ausgerechnet DU darauf bestehst, dass der freigelassen wird."

„Ich meinte den Jungen, den—"

„Ah, ja. Wie viele Tage ist es jetzt her?"

„Sieben."

„Perfekte Zahl."

„..."

Ich habe Hunger. Und Durst. Wahrscheinlich werde ich hier in dieser Ecke verrotten. Meine kleine Tamara wird das nicht ertragen können. So viele Schicksalsschläge hintereinander!

Oh, Malfoy kommt. Zusammen mit Hermine?

„Hey!"

Tristan sah desinteressiert auf, ignorierte das Mädchen neben Malfoy und wandte sich nur dem Jungen zu. „Hey", antwortete er, lehnte sich gegen die Wand und verschränkte die Arme vor der Brust. Dann erblickte er einen weiteren brünetten Haarschopf und er drückte sich verängstigt gegen die Wand. Das Mädchen aka Das Grauen!

„Malfoy! Sieh, was du angerichtet hast! Er ist vollkommen abgemagert und verängstigt!"

„Potters Schuld", meinte der blonde Slytherin mit einem hämischen Grinsen zu Hermine, wandte sich dann dem brünetten Jungen zu. „Was auch immer du getan hast, um dich mit Potter schlecht zu stellen, es hat gewirkt." Er unterbrach sich, setzte dann erneut an. „Ich könnte fast sagen, dass ich stolz auf dich sei, wenn du ein Hufflepuff wärst. Aber als Ravenclaw hast du ehrlich gesagt versagt."

Tristans Augen funkelten gefährlich, doch Malfoy ignorierte es. „Du versuchst mich zu verhexen, lässt dich dann von mir einsperren, findest keinen Spruch um dich zu befreien und lässt dich von einem Mädchen verteidigen."

„Hey!", protestierten Tristan und Hermine zusammen. „Wie auch immer. Du hast Potter gereizt, so dass er bereit war, dich hier drinnen verrotten zu lassen und deshalb lass ich dich raus."

„Laberst du immer so viel?", fragte der Ravenclaw und rollte mit den Augen. Malfoy grinste nur. „Man darf nicht aus der Übung kommen, oder? Liberō!" Malfoy senkte seinen Zauberstab und ging ein paar Schritte zurück, während Hermine zu dem Jungen lief und ihn auf sich stützte, damit er besser gehen konnte. „Pustula accipet", flüsterte sie. Tristan verstand sofort, wartete, bis Malfoy sich umdrehte und ging. Langsam hob er seinen Zauberstab, ein hinterhältiges Lächeln auf den Lippen.

Pustula accipet!"

Schwungvoll drehte sich Malfoy um, den Zauberstab noch immer in der Hand. „Reflectō!", rief der Blonde, sprang zur Seite, falls der Spruch nicht wirken sollte und lächelte dann zufrieden als der Ravenclaw von seinem eigenen Zauberspruch getroffen wurde. „Ligantur a me!" Die Augen des Mädchens weiteten sich und sie versuchte, Tristan von sich zu stoßen, war aber nicht schnell genug und die Zauberformel traf sie beide. Das Lächeln des Slytherin wurde breiter.

Hermine und Tristan fielen beide zu Boden, verloren für kurze Zeit die Orientierung. Malfoy wartete geduldig, bis sie wieder zu sich kamen, ging dann auf sie zu.

„Das war nicht nett, Granger." Sie funkelte ihn nur verhasst an. „Und deinetwegen habe ich mir einen Fingernagel eingerissen", meinte er und wandte sich an Tristan. „Wie soll das gehen? Wie kann man sich dabei einen Fingernagel einreißen? Und wie lang muss der überhaupt sein?" Der blonde Slytherin ignorierte den Ausspruch, stattdessen grinste er erneut dämonisch. „Nun denn, was würdet ihr sagen, wenn ich diesen Zauberspruch mit In aeternum beende?"

„Das wagst du nicht!"

„Wollen wir es herausfinden?" Er hob seinen Zauberstab, richtete ihn auf die beiden Jugendlichen. „In aeter—"

„Malfoy, nicht!"

„Potter! Der ewige Retter!", murmelte der Slytherin, wandte sich dann um. „Und warum nicht, Potter?" Der Angesprochene kam langsam auf sie zu, versuchte sich schnell etwas einfallen zu lassen. „Uhm... ah... Tu's für Ron!"

„… In aeter—"

„Okay. Tu es für mich! Bitte! Wenn du das machst ist er irreversibel!"

„Nicht, dass es mich stört..."

„Wir werten es als eine verlorene Wette!"

Ich habe zwar keine Ahnung, was Malfoy mit uns gemacht hat oder wovon die beiden reden, aber es scheint zu wirken, da Malfoy ohne ein weiteres Wort an Potter vorbeigeht und den Gang entlang verschwindet. Ich lebe noch, ich konnte Tamara rächen (Malfoy hat sich den Fingernagel eingerissen!) und ich bin vor dem Mädchen sicher! Was könnte besser sein?

„Ich kann nicht glauben, dass er die Frechheit besitzt, so einen Spruch anzuwenden!"

Potter warf lediglich einen verärgerten Blick auf Tristan, in dessen Gesicht langsam kleine Bläschen entstanden und wandte sich dann an seine Freundin. „Hermine, musste das sein?"

„Im Gegensatz zu seiner Formel, war unsere harmlos."

„Pustula accipet? Hermine, Akne ist für Malfoy wie der Verlust seines Vermögens."

„Es wäre auf eine Woche begrenzt gewesen!"

Tristan sah überrascht auf, erfuhr erst jetzt, was der Zauberspruch bedeutete. Den musste er sich merken.

Moment mal. Akne? Reflectō?

„Sieh dir an, was er mit uns gemacht hat!" Das Mädchen stand auf, ging zehn Schritte und blieb stehen, drehte sich um. Dann ging sie einen weiteren Schritt zurück und in diesem Moment stand Tristan auf und näherte sich ihr um einen Schritt.

„Ich weiß, Hermine!", seufzte Potter. „Er hat euch gebunden, aber es hätte schlimmer kommen können."

„Du meinst zum Beispiel in aeternum? Auf ewig?"

Der Gryffindor nickte und das Mädchen setzte an etwas zu sagen. „Ich konnte ihn ja aufhalten, okay? Wir müssen nur zu Madam Pomfrey gehen, sie bitten euch zu ‚entbinden' und dieses Ekel etwas aufzupäppeln. Außerdem beginnt sein Gesicht..." Potter brach mitten im Satz ab, als Tristan aufsprang. „Reflectō! Er hat Reflectō benutzt, oder?"

Der dunkelhaarige Gryffindor hob verächtlich eine Augenbraue, sah auf den Kleineren hinab. „Fällt dir aber ziemlich früh auf, was?"

„Keine Sorge", begann das brünette Mädchen beschwichtigend. „Es hört nach einer Woche von allein auf."

Das hilft mir natürlich auch nicht weiter und ich stampfe davon, vergesse dabei aber, dass Hermine und ich uns nicht mehr als zehn Schritte voneinander entfernen können. Deshalb wundere ich mich auch, als jemand mich mit Stupefy(1) beschießt und aufhält.

Wütend und gereizt lasse ich mich von Potter zum Krankenzimmer bringen, während Hermine sich neben mir über meinen Mangel an Rücksicht beschwert.

Am Anfang eines Bindungszaubers wird der Partner vom anderen Partner hinterhergezogen, egal ob ein Hindernis im Weg ist oder nicht. Für mich ist Harry Potter kein Hindernis.

„Ich habe den Bann aufgehoben, auch wenn ich mir immer noch nicht vorstellen kann, wie man zwei Personen ‚ausversehen' binden kann. In Anbetracht der Tatsache, dass Sie, Mister Potter, etwas damit zu tun haben, wundere ich mich andererseits gar nicht."(3)

Potters Ohren liefen rot an und er sah beschämt zu Boden.

„Was die Akne betrifft, müssen Sie, Mister Taylor, die eine Woche ausharren. Das wäre alles, Ihr könnt gehen."

Die drei Jugendlichen verließen geschlossen das Krankenzimmer, schlossen die Tür hinter sich. Potter und Hermine wollten sich gerade zu dem anderen Jungen umdrehen, als der auch schon die Flucht ergriff.

„Seltsamer Junge", murmelte die Brünette und ging los. Potter, neben ihr, nickte nur. „Malfoy hätte ihn verrotten lassen sollen."

Sicher im Gemeinschaftsraum! Mein Asyl, mein Domizil! Mein ein und alles! Hier können mir keine seltsamen Dinge passieren! Nun, wo ist Tamara?

Tristan sah sich im Gemeinschaftsraum um, erblickte seine kleine Schwester aber nicht. Missmutig seufzend machte er sich auf den Weg zu den Treppen, die zu den Mädchenräumen führten. Doch noch bevor er die erste Stufe betreten konnte, rief ihn eine weibliche Stimme.

Überrascht drehte er sich um und erblickte ES! Das Mädchen aka Das Grauen.

„Tristan! Deine Freunde haben mich hereingelassen, als ich meinte, ich würde mit dir reden wollen." Ein dämonisches Lächeln lief über die Lippen der Brünetten. Jeder hatte seine Rache. Potter wollte ihn für den Angriff verrotten lassen und sie wollte ihn verbale misshandeln, indem sie ihm von ihren geheimen Malfoy-Potter Phantasien erzählte.

Der schwarzhaarige Junge stürmte die Treppen zu den Jungenschlafzimmer hoch, knallte dann die Tür hinter sich zu und verschloss sie mit jedem Spruch, den er kannte.

„Tristan?"

Das Herz des Jungen hielt inne und er drehte sich halb erstarrt um. Dann weiteten sich seine Augen überrascht.

„Tamara?"

Meine geliebte Schwester! Hier! In meinem Zimmer!(3) Hah, Malfoy! Es trauert dir nun mal nicht jeder nach! Und meine Rache hat es dir wahrscheinlich auch noch gezeigt! HaHaHa!

„Tristan? Du verziehst dein Gesicht so. Geht es dir nicht gut?", fragte das Mädchen zaghaft und kam dabei langsam auf ihren Bruder zu.

„Tamara! Du bist wieder aus deinem Zimmer gekommen!"

„Ja, ich bin fertig!"

„Das ist toll, dass du endlich mit Malfoy abgeschlossen hast!"

„Eh?"

„Ich weiß, die Zeit muss hart für dich gewesen sein, und ich konnte dir noch nicht einmal helfen!"

„Uhm... ja, die Zeit war wirklich..."

„Du brauchst nicht weiter reden! Vergessen wir einfach diese Episode und fangen von vorn an."

„... Yeah, okay...", murmelte das Mädchen unsicher, nicht wissend, wovon ihr Bruder redete. Stattdessen versuchte sie gekonnt das Thema zu wechseln. „Willst du die Geschichte lesen?"

„Geschichte?"

„Die ich geschrieben habe."

„Wann?"

„Als ich in meinem Zimmer war. Ich konnte einfach nicht aufhören!"

„Ah! Um deinen Liebeskummer zu kompensieren, hast du ein Buch geschrieben?"

„Liebeskummer?"

„Du hattest keinen Liebeskummer?"

„...Warum?"

„Wegen ... Malfoy?"

„Oh nein, Draco Malfoy war meine Muse! Ohne ihn wäre sie nie zustande gekommen!"

„..."

„Bitte! Es ist mir wichtig, dass du mir sagst, was du von der Story hältst. Oh, und wo warst du eigentlich die Woche? Und was ist mit deinem Gesicht passiert? … Tristan? Warum kommst du mit diesem mordlüsternen Blick auf mich zu?"

Next:

Teaparty

(1) Stupefy: Auf deutsch: Stupor, aber ich mag den Begriff nicht (Und man kann mich noch nicht einmal bezichtigen, dass ich mich nicht an die Bücher halte!!! (--))

(2) Ich weiß, irgendwo in den Büchern steht, dass Pomfrey keine Fragen stellt (sagt mein Beta), aber ich bin der Meinung, dass sie lediglich ihre Skepsis der Ausrede betreffend äußert… Und ihre Haltung gegenüber Harry darlegt… Ihr nicht?

(3) O-Ton, Mein Beta: Grenzt ja an Inzest, dieser Komplex...

Moku: Ich versteh das nicht. Warum enden meine Geschichten immer tragisch?

Draco: Weil du eine Drama-Queen bist?

Harry: Drama-Queen: Eine Person, die aus der kleinsten Sache ein Drama macht. Es gibt sogar ein Sprichwort dafür: Aus einer Mücke einen Elefanten machen!

Draco: Erm... ja...

Harry: Ich habe es in einem Wörterbuch nachgeschlagen! Siehst du, ich weiß doch was ein Wörterbuch ist!

Draco: Deswegen musst du es nicht so betonen.

Moku: Doch muss er. Man würde ihm sonst nicht glauben...

Draco: Ich wette, er hat seine Muggel-Freundin gefragt...

Harry: Darum geht es gar nicht! Wie ist diese Story nun entstanden?

Moku: Wie ich sagte: Ich stand unter der Dusche...

Harry: Ewwwwww...

Draco: Meine jungfräulichen Ohren fangen an zu bluten!

Moku: Kommen wir gar nicht mal auf deine Jungfräulichkeit zu sprechen, okay?

Draco: zischt Biest.

Harry: Draco tröstend auf dem Kopf tätschelt

Moku: Wie auch immer: ... und plötzlich kam mir diese geniale, aufregende—

Draco: Wir kennen den Text.

Moku: deathglare Draco —Idee. Was würden die anderen Schüler zu der kleinen Szene in der Großen Halle sagen? Nun ja, eigentlich steht das alles oben...

Harry: Was oben steht, liest keiner.

Draco: Ausnahmsweise gebe ich ihm recht.

Harry: Ein Wunder, dass das überhaupt jemand liest.

Draco: Schlechter Schreibstil,—

Harry: Schlechte Ideen,—

Draco: Schlechter Ausdruck,—

Harry: Schlechter Humor,—

Draco: Schlechte Charakterdarstellung,—

Harry: Schlechte Rechtschreibung, —

Draco: Schlechte Pointen,--

Harry: pikiert zu Draco sieht Musst du immer das letzte Wort haben?

Moku: Welche Pointen?

Draco: Harry Blick zuwirft der mehr sagt als Worte könnten Was glaubst du?

Moku: Hier geht's um mich und nicht um Dracos narzisstische Anwandlungen!

Draco: Wer hier wohl ein Narzisst ist.

Harry: zustimmend nickt