Und wieder eine Woche... ach nö, 3 Tage nur... naja, immerhin sind sie vorbei und ich habe ein update für euch.
Ich muss gestehen, dass ich am Dienstag ganz kurz davor war, meinen Account bei zuzumachen und alle Storys zu löschen. Ich hatte einen echt ätzenden Tag, erst an der Uni, und der dann am Abend mit einem gewaltigen Krach mit ein paar Leuten beendet wurde und war auf einem ziemlichen Kurs ins Chaos. Aber dann kam ich nach Hause, ging ins Internet und bekam so viele süsse reviews, dass ich diesen blöden Gedanken gleich wieder vergaß.
Was ich damit sagen will: Danke euch allen für eure lieben Kommis.
Der nächste grosse Dank geht erneut an Leaky Cauldron, die diese Woche Akkord arbeiten musste, da ich ihr gleich mit zwei Chaps ins Leben hineinfunkte. Sie hat wieder eine Glanzleistung hingelegt. Dank dir, Süsse.
Dann muss (darf) ich mich hier an dieser Stelle ganz offiziell freuen, denn Ven hat wieder Internet. Welcome back, Darling! #um den Hals fall#
vs. Goliath: Tststs... wer wird mir denn meine Ideen vorweggreifen? #g# Und keine Angst, Snape wird hier schon nicht zum Weichei. Nahahahein, bestimmt nicht. Er ist #Ven zitier'# ... rabiat, männlich, dominant, durchgreifend... #miauuuu#
Kirilein: Where in the world have you been hiding? Really you were... cheeky! (Wer das Zitat errät, kriegt ein Extra-Chap fg) Sag mal, Süsse flöt Hast du nicht irgendwas vergessen? Eine Kleinigkeit? Etwas ganz Bestimmtes? Nein? CRUCIO Fällts dir jetzt ein? Nicht? Ich glaub, ich muss mal ein paar Worte mit Tom wechseln...
An alle Todesgurgler (diejenigen wissen schon Bescheid): Es sieht so aus, als hätte jemand unsere Story bei den Admins angezeigt und sie ist am Montag gelöscht worden. Also, hier euer Auftrag: Ihr habt unsere email. Schreibt uns und ihr kriegt die neue Seite geschickt, allerdings nur die, die wir kennen, da wir kein Bock haben, die Flamer hinterherzuziehen. Also, Kiri, Galadriel, QoN usw. sind safe...
Gut, dass im Voraus und jetzt geht's weiter. Viel Spass!
Geißel von Hogwarts
Kapitel 5 – Eine Lektion im Küssen, Teil 2
Sie hatte sich gerade von Ron und Harry getrennt und lief nun durch die verzweigten Korridore der Verbotenen Abteilung. Die dunklen, vollgestopften Bücherregale waren riesig, sie gingen bis hoch hinauf zur Decke, die man in der Finsternis kaum erkennen konnte. Je weiter sie in die Abteilung hineinlief, desto mehr schienen sich die Regale ihr entgegenzubeugen, sie einzuengen. Sie sah keine Fenster, sie sah nicht einmal Wände, nur Bücher, Regale, Staub.
Ein Schatten legte sich über sie.
„Ms Granger, gerade die Person, die ich sprechen wollte", schnurrte eine dunkle, samtweiche Stimme und sie erblickte geschockt die Figur von Snape, der sich aus den Schatten gelöst hatte und nun auf sie zuschwebte.
„M... mich?", weiter kam sie nicht, denn eine Hand mit langen Fingern schloss sich abrupt um ihren rechten Oberarm.
„Ja, Sie, Ms Granger, und jetzt tun Sie nicht so, als ob Sie nicht wüssten, was ich von Ihnen will", murmelte er, bevor er sie mit einem scharfen Ruck an sich heranzog. Ihr Gesicht vergrub sich in den Roben, die seine harte Brust verdeckten, und unbewusst identifizierte sie den Geruch an ihnen als eine Mischung aus herben, aromatischen Kräutern und etwas Anderem, etwas, dass sie für Sandelholz hielt. Durch den Ruck hatte sie die Hände gehoben, die sich nun an seine Brust drückten. Sie hob den Kopf und sah, dass seine schwarzen Augen direkt auf sie gerichtet waren. Sie schienen endlosen Tunneln gleich, doch in den Tiefen dieser schwarzen Obsidiane brannte ein hungriges Feuer.
Sie wollte etwas sagen, doch bevor sie auch nur einen Ton herausbringen konnte, hatten sich seine gierigen Lippen bereits über ihren geschlossen und er küsste sie, ohne Rückhalt, hart und leidenschaftlich. Hitze floss durch sie hindurch, als ob ihr Blut durch Lava ersetzt worden wäre, und trotz dessen, dass sie überrascht und auch ein wenig ängstlich war, konnte sie fühlen, wie sich ihre Hände fester in seine Roben krallten.
Als er sich schließlich von ihren Lippen löste, war sie atemlos und starrte ihn in einer Mischung aus Entsetzen und Erregung an. Sein Lächeln war wie kein anderes, dass sie vorher je gesehen hatte. Es war nicht grausam und auch nicht kalt, oh nein, bestimmt nicht kalt, aber etwas lauerte hinter seinen Augen, eine Gier, die sie vorher nicht gekannt hatte.
Mit einem Mal fühlte sie seine Hände und sie... oh Merlin, sie legten sich über ihre Brüste und begannen, sie durch die Lagen von Stoff hindurch zu kneten. Ein hilfloses Stöhnen entrang sich ihrer Kehle und als seine Hand tiefer glitt und sich unter ihren Rock schob, dachte sie, dass ihre Beine ihr gleich den Dienst versagen würden.
„Hermione, ich will dich", flüsterte seine Stimme rauh in ihr Ohr. „Ich werde kein Nein akzeptieren, hörst du mich? Hermione?"
„Hermione? HERMIONE???"
Sie wachte mit einem Ruck auf, ihre Augen, noch von einem Schleier überlegt, öffneten sich und ungläubig sah sie sich in ihrem Zimmer um. Sie konnte noch immer die Hitze in ihrem Körper spüren und besonders die warme Feuchtigkeit, die sich zwischen ihren Beinen gebildet hatte.
„Ein Traum?", flüsterte sie verwirrt. „Ein Traum!"Sie schloss die Augen und legte eine Hand an die erhitzte Stirn.
Das kann nicht wahr sein, dachte sie, wie komme ich dazu, so was zu träumen? Verdammt, das ist nur Ginnys Schuld mit ihren blöden Kommentaren über Snape! Snape... oh Merlin, in ihrem Traum, war er so...
„HERMIONE, BIST DU ÜBERHAUPT DA DRINNEN?"
Die ärgerliche Stimme von Ron riss sie aus den überhaupt nicht jugendfreien Überlegungen und schnell sprang sie aus dem Bett und rannte zur Tür. Sie öffnete sie einen Spalt breit und linste in den Gang. Sie war sich nicht ganz sicher, dass sie jetzt irgendeinem von ihren Freunden ins Gesicht sehen konnte, nicht nachdem sie einen so... expliziten... Traum von Snape gehabt hatte. Snape, ausgerechnet.
Sie war sicher, dass ihr Gesicht rot war und sie ziemlich durch den Wind wirkte.
„Hey Mione", Ron sah sie mit zusammengezogenen Brauen an. „Alles klar bei dir? Ich steh hier seit gut 5 Minuten und schrei mir die Seele aus dem Leib."
„Sorry, Ron", murmelte sie, „ich hab wohl ziemlich fest geschlafen."
„Das kannst du laut sagen, eher wie tot, was? Du solltest dich beeilen, die Anderen sind schon beim Frühstück. Mach schnell, ich warte solange."
„Danke, Ron, warte kurz."
Sie schlug die Tür zu und rannte ins Bad. Dort sprach sie einen schnellen Frischezauber und putzte sich die Zähne. Dann zog sie so schnell wie möglich ihre Schuluniform an und mit einem schnellen Blick auf ihre Haare entschied sie, dass sie jetzt nicht die Zeit hätte, sie in Form zu hexen, also flocht sie einen Zopf. Sie musste dann halt nach dem Frühstück nochmal in ihr Zimmer und sich richtig um alles kümmern, aber dazu war jetzt keine Zeit mehr.
Als sie in den Gang trat, stand Ron dort mit einem Grinsen und bot ihr den Arm an. Nicht in der Stimmung, ihn zu verärgern, nahm sie ihn und ließ sich von ihm in die Große Halle führen.
Snape saß mit einem Gesicht am Lehrertisch, welches jedem verriet, dass er seinen Morgenkaffee noch nicht bekommen hatte und dass es besser war, ihn nicht anzusprechen. Er hatte einen miesen Abend gehabt, mit einer guten halben Flasche Whiskey, und eine noch schlechtere Nacht, in der sich seine Gedanken eindeutig unangemessen um eine gewisse Schülerin drehten. Um das Ganze abzurunden, war die Nacht einem so richtig üblen Morgen gewichen, der ihn mit einem Kater apokalyptischen Ausmaßes begrüßte.
Nein, Snape war wirklich nicht besonders gut drauf. Doch um die Gesetzte eines Muggels namens Murphy zu zitieren, sollte das Schlimmste natürlich erst noch kommen. In diesem Fall kam das Schlimmste zu spät, in ziemlich verschlafener Erscheinung und am Arm von Weasley, durch das Eingangstor der Großen Halle spaziert.
Snapes Augen verengten sich auf gefährliche Art und Weise. Was zur Hölle machte sie an dem Arm dieses heruntergekommenen Wiesels? Und warum kamen sie zusammen zu spät. Seine Gedanken machten sich darauf ihren eigenen Reim und was dabei herauskam, wollte ihm gar nicht gefallen. Es konnte doch nicht wirklich sein, dass sie etwas mit diesem... diesem sommersprossenverseuchten, rothaarigen, schlaksigen Jungen hatte, oder? War sie verrückt? Wusste sie nicht, dass sie etwas viel Besseres haben konnte, als den? Ihn zu Beispiel.
Ja, genau, das wird sie überzeugen. Ganz sicher wird sie einen Jungen in ihrem Alter verlassen, um mit einem alten, schlechtgelaunten Tränkemeister zusammen zu sein! Ganz klar. Aber Weasley? Der hat ihr doch nichts zu bieten. Im Gegensatz zu mir! Ich könnte ihr soviel geben.
Snapes Laune fiel unter den Gefrierpunkt, während er die beiden zornig anstarrte. Sie setzten sich zu den Anderen und begannen, sich Essen auf ihre Teller zu legen. Plötzlich, noch während er seinen Blick auf Hermione konzentrierte, sah sie auf und ihre Blick trafen sich. Irrte er sich oder errötete sie tatsächlich? Er blinzelte verwirrt. War sie wirklich gerade rot geworden? Hatte er etwas verpasst? Er sah sie erneut an, doch diesmal blieb ihr Blick starr auf ihren Teller gerichtet.
Er sah sie an, er sah sie an, Merlin hilf, was sollte sie tun? Sie hatte nur einmal kurz hochgesehen, weil sie das Gefühl hatte, beobachtet zu werden, und ihr Auge war sofort auf Snape gefallen, der sie mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck ansah.
Augenblicklich kamen die Erinnerungen an den Traum zurück und sie spürte die Röte in ihre Wangen kriechen. Das war alles so unfair! Gerade heute, wo sie ihn in Zaubertränke küssen sollte! Es war als Streich geplant gewesen, doch sie konnte fühlen, wie ihre Knie erneut weich wurden.
Wie sollte sie diesen Tag nur überstehen?
Harry indessen schmiedete Pläne ganz für sich allein. Die letzte Nacht hatte ihn auf eine Idee gebracht. Die Sprachlosigkeit, die Malfoy gezeigt hatte, nachdem Harry behauptet hatte, Draco würde auf ihn stehen, hatte ihn erleuchtet. Die perfekte Möglichkeit, Malfoy von seinem hohen Roß zu bekommen.
Er rieb sich vergnügt die Hände, während er sich ausmalte, Malfoy von einem Schock in den nächsten und schließlich in den Nervenzusammenbruch zu treiben. Und wann beginnen, wenn nicht jetzt gleich? Er grinste breit und seine Augen suchten sein neuestes Projekt. Verdammt nochmal, ein wenig Spaß konnte er sich doch gönnen. Sein Leben bisher war nicht das Witzigste gewesen, wo er ständig Voldemort auf den Fersen gehabt hatte und in seinen Sommerferien stets die Dursleys ertragen musste. Nein, er konnte sich ruhig mal leisten, ein wenig gemein zu sein.
Schließlich fand er Malfoy und begann damit, ihn anzustarren, bis dieser schließlich etwas merkte und den Kopf hob. Grüne Augen trafen auf graue und bevor Draco wusste, was los war, hatte Harry ihm einen Luftkuss zugeworfen und ihm kokett zugezwinkert.
Während Harry manisch grinsend dazu überging, sein Frühstück mit neugewonnener Energie zu genießen, starrte Draco mit aufgerissenen Augen zum Gryffindortisch.
Vielleicht hat Snape ja recht. Vielleicht steh ich doch unter Drogen. Ich fang schon an zu halluzinieren!
Noch zehn Minuten bis Zaubertränke. Hermiones Nerven waren kurz davor, sich zu verabschieden. Zusammen mit Ron und Harry, als moralischer und seelischer Unterstützung, betrat sie den Kerker und setzte sich auf ihren gewohnten Platz zwischen den beiden Jungen. Snapes üblicher Auftritt ließ nicht lange auf sich warten, allerdings schien er diesmal mit mehr Bosheit bei der Sache zu sein, als sonst, und das wollte was heißen.
„Setzen Sie sich", zischte er ein paar Nachzüglern zu, was diese überraschte, denn sie waren Slytherins, gehorchten aber schnellstens, denn sie hatten noch nicht den Punktabzug vergessen, den Snape ihnen zwei Tage zuvor verpasst hatte. Auf ein Schwenken seines Zauberstabes hin erschienen Instruktionen an der Tafel und diesmal musste er den Befehl zum Anfangen nicht geben, denn die Schüler schienen zu spüren, dass er heute noch weniger zum Scherzen aufgelegt war, als sonst. Nicht wenige mitleidige Blicke der Gryffindors streiften Hermione.
Sie arbeiteten an einer neuen Zusammensetzung eines potenteren Stärkungstrankes. Es war schon bald kurz vor Stundenende und die Slytherin begannen, die Gryffindors eingehend zu beobachten. Selbst Neville machte ausnahmsweise keine Fehler, denn er wusste, dass er heute nicht im Mittelpunkt des unerbittlichen Blickes des Tränkemeisters stehen würde. So nahm sein Trank schon bald den gewünschten orangenen Farbton an, was Snape ziemlich persönlich zu nehmen schien. Trotzdem konnte er sich nicht dazu bringen, den Jungen zur Schnecke zu machen, denn so sehr er auch versuchte, es zu verhindern, sein Blick glitt immer wieder zu Hermione, die bereits die finale Phase ihres Gebräus erreicht hatte, und nun Harry und Ron Beistand leistete. Harry benötigte nicht viel Hilfe, doch Ron war gerade dabei, Gelbwurz statt Phytonblut in seinen Kessel zu tröpfeln. Hermione packte seinen Arm und schüttelte den Kopf, nahm den Gelbwurz und drückte ihn Ron in die freie Hand. Das war exakt der Moment, in dem Snape beschloss, einzugreifen.
„Ms Granger", fauchte er, sodass alle Schüler zusammenzuckten, „ich glaube nicht, dass ich Ihnen gestattet habe, Mr Weasley zu helfen, oder was immer Sie da tun. Wenn Sie nicht die Hände von Ihrem kleinen Freund lassen können, dann verlegen Sie diese Interaktion woanders hin. Sie sind hier im Unterricht und ich gestatte derartiges Benehmen nicht. 10 Punkte Abzug von Gryffindor wegen unangemessenem Verhalten."
Hermione sah ihn ungläubig an. Ihre Panik war wie weggespült und Wut kam in ihr hoch. Sie stand langsam auf.
„Unangemessenes Verhalten?", zischte sie giftig, „Ich zeigen Ihnen, wie unangemessenes Verhalten aussieht, Professor!"
Und ehe Snape es sich versah, hatte sie die Distanz zu ihm überwunden, stellte sich auf die Zehenspitzen, legte ihm die Arme um den Hals und presste ihre Lippen gegen seine. Überrascht öffnete er den Mund, um zu protestieren, doch sie nutzte den Moment, um ihre Zunge in seinen Mund zu stecken. Es sollte niemand behaupten, sie würde etwas nur zur Hälfte machen. Das Klingeln zum Stundenende ließ sie sich von ihm lösen und dabei bemerkte sie, dass er die Hände während des Kusses um ihre Taille gelegt hatte.
Sie grinste angesichts seines verdatterten Ausdruckes, schnappte sich ihre Tasche und rannte, begleitet von dem Lachen von Slytherins und Gryffindors, aus dem Raum. Seltsamerweise hörte sie keinen Ruf, dass sie auf der Stelle zurückkommen sollte, und auch das Punkteglas der Gryffindors wies am Ende des Tages kein Defizit auf.
Am Abend saßen Hermione und Ginny wieder in Hermiones Zimmer und Ginny war dabei, die Informationen über den Kuss, wenn nötig, aus dem braunhaarigen Mädchen herauszuprügeln.
Hermione saß da wie eine Katze, die einen Kanarienvogel gefressen hatte, und das machte Ginny nur noch neugieriger.
„Erzähl schon, Mione, oder ich muss andere Methoden anwenden?", drohte sie und setzte sich in Angriffsposition. Das andere Mädchen grinste nur weiter vor sich hin, dann sah sie Ginny an.
„Es war ganz anders, als ich es erwartet hätte. Seine Lippen sind ganz weich und ich kann dir sagen", das Grinsen nahm eine Breite an, die Ginny nicht für möglich gehalten hätte, „er küsst unglaublich gut."
Ginny's Gesichtszüge entgleisten, als sie die Bedeutung hinter den Worten verstand..
„MOMENT MAL! Soll das heißen, Snape hat dich ZURÜCKGEKÜSST?"
So, nächstes Mal erfahrt ihr, was Harry gerade ausheckt und warum Hermione sich in der Bibliothek plötzlich so leicht ablenken lässt.
Nächstes Mal: Kapitel 6 – Die Pläne des H. J. Potter
Vielen Dank fürs Lesen und wir sehen uns in einer Woche!
viv
