Donnerstag abend und es ist update-time!
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, soviel vorgeschrieben zu haben. Die Uni hält mich von allem ab, was auch nur im Geringsten mit „privater Zeit"oder „persönlichem Leben"zu tun hat. Lächerlicher Gedanke, vielleicht mal wegzugehen oder so... tsss... ehrlich. Ich hab gehört, das Leben in meinem Alter kann spannend sein, es soll Leute geben, die in abgedunkelte Räume gehen und dort auf sich bewegende Bilder sehen, die eine Geschichte erzählen... Ich persönlich halte das ja für erfunden... oder andere, die tatsächlich Alkohol trinken und tanzen... HA! Alles gelogen, da wette ich drauf... #seufz# Naja, genug gejammert...
Hingebungsvollen Dank an meine phantastische Betaleserin, Leaky Cauldron. Ich habe diesmal in mindestens 50 der Fälle auf dich gehört. #g# Meine Freunde glauben, ich verweichliche langsam, wenn die so an die fights denken, die sie mit mir hatten... #fg#
Syra: WIKKT ist die When I kissed the teacher – Group, ein ziemlich grosser Zusammenschluss von Lesern und Schreibern, die sich auf das Hermione/Severus-Pairing (meistens) festgelegt haben und regelmässig sehr gute Challenges ausrufen, zu denen man dann Storys schreiben kann. Zu finden auf yahoo oder über whispers, ashwinder at sycophanthex und andere.
Ciriana: Das hat mich jetzt gewundert. In welcher Hinsicht ähnelt Harry hier seinem Vater?
Besserweiss: Gern geschehen #bow# Die Geschichte ist auch einfach zu genial. Leider gibt es auf Englisch den Epilog nicht mehr zu lesen. Nur noch in Deutsch und zwar erhältlich bei translations-for-harry Punkt de oder bei mir #g#
Nina-chan: #applaudier# Gut, wirklich gut! Ich liebe aufmerksame Leser. Ja, du hast richtig geraten und danke für das Kompliment.
Danke auch an all die anderen lieben reviewer. Eure Kommis verzuckern mir meine langen, LANGEN Tage an der Uni und die noch viel längeren Nächte voller Arbeit für selbige... #alle mal knuddelt#
Und es geht los:
Geißel von Hogwarts
Kapitel 7 – Nackte Tatsachen
„Ich bin krank... ja, ja, das ist gut, ich habe... ähm, chronische... äh", Draco seufzte, „chronische... Panik... nein, so wird das nichts... ich habe... Flugangst... ja, klar, das glauben sie mir nach fast sieben Jahren auf dem Besen... Höhenangst? Nein, funktioniert auch nicht. Hey, ich hab's. Ich stell mich vor McGonagall und verkünde, dass ich am liebsten ihren kleinen Gryffindorhelden vernaschen würde, dann schlägt sie mich K.O. und ich muss seinen Strip nicht mit ansehen... AHHHH! ICH WILL STERBEN!!!"
Blaise steckte seinen Kopf zur Tür herein. „Was wirst du erben?"Er machte ein fragendes Gesicht. „Na ja, ist ja auch egal, mach dich fertig, das Spiel beginnt in dreißig Minuten!"Damit war er auch schon wieder verschwunden.
„Was du nicht sagst", murmelte Draco niedergeschlagen. Er fragte sich, wie die Chancen standen, jetzt noch schnell seine Kindheit als bleibendes Trauma anzuführen und sich nach St. Mungo bringen zu lassen, statt zu spielen. An der Gesellschaft würde er wahrscheinlich ohnehin keine große Veränderung bemerken.
„Und noch 10 Punkte für Slytherin, tja, dann steht es jetzt wohl 230 zu 230. Ich will ja nicht meckern, liebe Zuschauer, aber ich glaube, ich habe noch nie ein langweiligeres Quidditchspiel gesehen."
Das musste Dean, der nach dem glorreichen Lee Jordan die Kommentatorstelle eingenommen hatte, nicht zweimal sagen. Die Zuschauer standen nicht wie sonst an den Rängen und schrien, nein, nach der dritten ereignislosen Stunde hatten sich die meisten darauf verlegt, unter großen Regenschirmen, die den Schnee abhielten, diverse Magazine oder sogar Schulbücher zu lesen. Immer mal wieder wurde hier und da ein Wärmzauber gehext, aber das waren auch schon die interessantesten Vorkommnisse. Keiner verstand so richtig, was mit den beiden Suchern der Teams los war.
Das Spiel hatte eigentlich spannend begonnen, die Jäger und Treiber schienen in und schon bald prasselten die Punkte beiden Teams nur so entgegen. Alle schienen nur darauf zu warten, dass Harry – oder auch Draco, das war den Leuten inzwischen egal – den Schnatz fing, doch keiner der beiden schien darauf so richtig Lust zu haben. Harry trudelte vor sich hin durch die Luft und Draco war dem Schnatz sogar zweimal ausgewichen, als dieser – vermutlich genervt – sich entschied, dass, wenn man ihn nicht fangen wollte, er sich eben selbst fangen würde.
McGonagall und Snape kochten vor Wut, beide benötigten weder Schirme noch Wärmzauber, um den Schnee um sie herum zum Schmelzen zu bringen. Albus, der gutgelaunt auf einem bequemen Sessel hockte, den er sich nach einer ganzen Weile einfach hergehext hatte, und nun heiße Schokolade mit Marshmellows trank, war sich sogar sicher, von Minerva ein Wort gehört zu haben, dass im Vokabular der strengen Hexe sonst gewiss nicht vorkam.
„Mr Malfoy", röhrte Snape über das Feld, „der Schnatz ist rechts neben Ihnen! Fangen Sie ihn auf der Stelle oder Sie werden den Tag bereuen, an dem Ihr Vater Sie in die Mannschaft eingekauft hat."
Albus lachte sich in den Bart und auch andere grinsten bei diesem Kommentar, doch Draco, dessen Gehör einwandfrei funktionierte, drehte sich in Zeitlupe um, schaute demonstrativ nach links unten und zuckte dann die Schultern entschuldigend in Snapes Richtung.
„Sorry Professor, sehe keinen Schnatz."
Dann flog er ein Stück zur Seite und aus der unmittelbaren Nähe des goldenen Balles, den er schon seit einigen Sekunden neben sich gespürt hatte. Er wollte doch verflucht sein, wenn er dieses Spiel beendete, bevor es unbedingt sein musste. Vielleicht brachen sie es ja irgendwann aus Langeweile ab, dann gab es kein wirkliches Ende in dem Sinne und Potter musste seine blödsinnige Aufgabe nicht erfüllen.
Harry sah das ganz ähnlich. Ihm blutete zwar das Herz, wenn er den Schnatz ein ums andere Mal entkommen ließ, aber er musste Prioritäten setzen, und zu diesen Prioritäten gehörte es, seinen, ihm doch ziemlich ans Herz gewachsenen, Körper nicht Wind, Schnee, Kälte und den Blicken der versammelten Schule, inklusive Lehrerschaft, zu präsentieren, auch wenn es so aussah, als würde es gerade in diesem Moment aufhören zu schneien.
Er sah sich um, wo Malfoy sich gerade aufhielt, und dann geschah es. Der Schnatz, offensichtlich verärgert und nicht mehr in der Stimmung sich verarschen zu lassen, knallte ihm frontal gegen das Schienbein. Harry fiepte auf und lehnte sich nach vorn, um mit seiner Hand über die schmerzende Stelle zu fahren. Sein Besen bekam Frontgewicht und zog nach unten. Da er sich ohnehin nicht besonders hoch über dem Feld aufgehalten hatte, kam er plötzlich auf dem Boden auf und als er die Hand hob, um zu sehen, was ihn getroffen hatte, schnellte ihm der Schnatz in die Hand.
Na Klasse. Ich hasse dich auch!
Da war nichts zu ändern. Der Schlusspfiff ertönte und mit einem Mal kam Bewegung in die Sache. Kaum jemand hatte etwas gesehen, aber das war jetzt nicht so von Bedeutung. Slytherins und Gryffindors gleichermaßen bauten sich an den Geländern auf. Albus grinste. Snape schäumte. Draco war kurz vor der Ohnmacht.
Harry stand mit hängendem Kopf auf dem Feld und seufzte tief.
Für die Ehre von Gryffindor...
Langsam ließ er seinen Besen sinken und zog sich den Quidditchumhang über den Kopf. Dem Umhang folgten die Gelenkschienen von Armen und Beinen. Pfiffe ertönten und jemand gab einen lauten Catcall von sich. Pansy Parkinson eroberte unbemerkt von allen anderen das Mikrophon.
„Und hier haben wir ihn, meine Damen und Herren, Harry Potter, den Jungen, der lebt, in seiner ganzen Pracht. Na ja, bald zumindest. Ja, Harry, zeig den Leuten, wie es geht!"Sie lachte so heftig, dass es schon fast wehtat, und ihre gelockten, blonden Haare fielen ihr ins Gesicht. Das war einfach zu gut, um wahr zu sein. Ob sie Harry nun leiden konnte oder nicht – und in dem Punkt war sie sich seit dem Kampf gegen Voldemort nicht mehr ganz sicher –, diese Art der öffentlichen Erniedrigung war einfach perfekt. Es war schließlich ihre Idee gewesen. Und sie musste zugeben, dass sie schon immer irgendwie daran interessiert gewesen war, was er unter seinen Roben verbarg.
Albus, der einen Heidenspaß hatte, zwinkerte Minerva zu, die ganz offensichtlich unter Schock stand, als Harry seine Schuhe auszog und sie auf den Boden fallen ließ. Snape wirkte, als ob ihm übel würde.
Harry dagegen schien unter den ermunternden Zurufen und dem entzückten Kreischen der Mädchen langsam Gefallen an der Sache zu finden. Mit einem schalkhaften Zwinkern, welches Millicent Bulstrode und ein paar weitere Slytherinmädchen, die eigentlich für das Auslachen zuständig gewesen waren, atemlos in ihre Sitze sinken und verträumt grinsen ließ, öffnete er langsam sein Hemd und ließ es elegant von seinen Schultern gleiten. Dann packte er es und ließ es über seinen Kopf kreisen, bevor er es mit ausschweifender Geste wegwarf.
Das Kreischen war inzwischen ohrenbetäubend. Das langweilige Spiel war vergessen, als Harry, die Hüften kreisend, den ersten Knopf der Hose aufploppen ließ. Hooch lehnte sich auf ihrem Sitz weiter vor, um nichts von der Show zu verpassen, und selbst Sinistra und Vektor schienen aus ihrer Lethargie erwacht zu sein. Madame Sprout und Madame Pomfrey versuchten erfolglos, ihr verschämtes Grinsen zu verstecken, doch auch ihre Augen ruhten auf dem jungen Mann, der ganz offensichtlich nichts mehr mit dem dürren Jungen zu tun hatte, der, ganz knochige Arme und Beine, vor sieben Jahren hier aufgetaucht war. Stattdessen bewegte sich ein hochgewachsener und verteufelt gutaussehender Mann, mit gut entwickelter Brust und einigen exquisiten Muskeln, auf dem Feld. Die Frisur, die einst so durcheinander und unzähmbar erschienen war, wirkte gewollt und wenn die schwarzen Haare vor seine blitzenden grünen Augen wehten, seufzten nicht nur die Schülerinnen auf.
„Ja, und da flog das Hemd. Meine Güte, er scheint ja ein Naturtalent zu sein. Ladys, ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage: Yum! Komm zu Mama!"Pansy kannte scheinbar keine Grenzen mehr. Und auch keine Hausloyalität. Im Moment war es ihr mehr als egal, dass Harry Gryffindor war, sie hätte fröhlich ihr gesamtes Haus in die Luft gesprengt, wenn sie dafür Harry dazu bringen konnte, mal mit ihr auszugehen. In ihr Schlafzimmer, um genau zu sein.
Harry war inzwischen beim letzten Knopf der Hose angekommen und steifte sie nun, unter kreisenden Bewegungen, langsam ab. Nur noch in der Unterhose tänzelte er auf dem Feld hin und her, bevor er die Daumen langsam in den Bund der Boxershorts gleiten ließ. Er drehte sich im Kreis, wie um die Leute anzuheizen, was ihm auch gelang. Markerschütterndes Kreischen, zweideutige Geräusche und unanständige Angebote donnerten über das Feld. Er zog die Shorts ein Stück nach unten, so dass man seine geschwungenen Hüftknochen sehen konnte und nickte den Zuschauern zu, hingerissen von deren Enthusiasmus.
„Oh, Ladys, Ladys, gleich ist es soweit! Ja, ja, er tut's wirklich! Oh meine Nerven, ja, er tut's, oh MERLIN!!! SEHT EUCH DAS AN! UND TROTZ DER KÄLTE!!!"
Tobender Applaus begleitete das Ende von Harrys Show, als er noch mal mit den Hüften wackelte, allen einen guten Ausblick auf seinen Hintern gestattete, der wirklich einen Blick oder zwei wert war, und sich dann seine Robe schnappte, um darin eingewickelt in den Umkleideraum der Gryffindors zu rennen.
Von diesem Spiel wurde noch lange geredet.
Draco presste sein Gesicht gegen den kalten Marmor der Duschwand. Das Wasser, welches auf ihn niederprasselte, war von arktischer Kälte, und er hoffte inständig, dass sein Körper endlich die Hitze verlor, die sich in seinen unteren Regionen staute.
Er hatte alles gesehen, wirklich alles! Und es war noch schlimmer, als er es sich vorgestellt hatte. Es wäre schon übel genug gewesen, wenn sich der verfluchte Gryffindor einfach nur schnell ausgezogen hätte, um dann beschämt wegzurennen. Aber nein! Harry-bloody-Potter musste ja aus allem eine Show machen, selbst aus etwas, das eigentlich eine Demütigung hätte sein sollen. Er war herumstolziert, als würde er die Kronjuwelen präsentieren.
Uhoh, falsche Wortwahl...
Er hob seinen Kopf und ließ ihn gegen die Wand knallen. Ja, das war besser. Keine Bilder mehr von goldener Haut, schwarzen Haaren die sich von seinem Nabel abwärts kräuselten und...
VERDAMMT!
Das war's. Er konnte genauso gut einfach aufgeben, Kapitulation erklären und... tja, und was? Zu Harry gehen und ihm sagen, dass er ihn ganz gern mal nachts in seinem Bett besuchen würde? Argh! Nach dem heutigen Abend konnte der Typ wahrscheinlich jedes Mädchen haben, dass er sich aussuchte. Sogar Pansy hatte ihn angeschmachtet. Himmel, selbst Hooch hatte geguckt, als ob sie ein Stück von dem Kuchen nicht ablehnen würde. Es war zum Pixies melken!
Schließlich drehte er das Wasser ab und zog sich ein Handtuch heran. Er konnte nur hoffen, dass er während des Abtrocknens nicht wieder an Harry denken musste und an das, was er heute von ihm gesehen hatte.
Die Chancen standen denkbar schlecht.
Harry betrat den Gemeinschaftsraum wie Macho Man persönlich, wo er auch sofort von Applaus und heftigem Schulterklopfen begrüßt wurde. Er grinste über das ganze Gesicht, während er sich zwischen Lavender und Parvati niederließ, die angesichts dieser Ehre (und sie dachten dabei nicht an die Vernichtung Voldemorts) rot wurden und in absolut untypisches Schweigen verfielen.
Hermione sah ihn lediglich mit einer Mischung aus Belustigung und Skepsis an. Sein Auftritt hatte ihr einen Harry vor Augen geführt, wie sie ihn nicht gekannt hatte, aber sie dachte, dass eine Veränderung für ihn durchaus gut sei. Okay, er musste nicht unbedingt nackt durch die Gegend hüpfen, aber sie fand es schön, ihn fröhlich und unbeschwert lachen zu sehen. Das hatte er sich nach all den Jahren wirklich verdient.
Ron schmollte in einer Ecke. Wieder mal hatte Harry es geschafft, sich in den Mittelpunkt zu setzen. Er sah zu ihm hinüber, wie er zwischen den beiden hübschesten Mädchen der Schule saß, abgesehen von Hermione, Padma und vielleicht noch Pansy. Er war nicht wirklich sauer auf Harry, aber war es denn wirklich zuviel verlangt, dass auch mal was für ihn heraussprang? Ihm kam eine Idee. Abrupt stand er auf und ging zu den anderen hinüber, dann beugte er sich über Lavender und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Dasselbe wiederholte er bei Parvati und beide bekamen große Augen und giggelten. Sie sahen sich an und nickten, dann standen sie auf, hakten sich bei Ron unter und verschwanden mit ihm aus dem Portraitloch. Harry sah ihnen verwirrt hinterher, dann rüber zu Hermione, gerade noch rechtzeitig, um sie mit den Augen rollen zu sehen. Dann schnappte sie ihre Bücher und verließ ebenfalls den Raum.
Snape saß in seinem Büro. Seine Ellenbogen stützten sich auf der Tischplatte ab und sein Kinn lehnte auf seinen verschränkten Händen. Die schwarzen Augen in die Ferne gerichtet, überdachte er die heutige Quidditchniederlage. Was war nur in Draco gefahren? Der Junge benahm sich in letzter Zeit äußerst seltsam.
Snape wusste, dass durch diesen lächerlichen Streiche-Wettbewerb Unruhe in die Schule gekommen war und höchstwahrscheinlich noch eine ganze Weile anhalten würde, doch Dracos Verhalten bei dem heutigen Spiel ließ sich damit nicht erklären. Es gab Dinge, auf die sich Streiche nicht bezogen, zum Beispiel darauf, ein Quidditchspiel absichtlich zu verlieren. Gryffindor war zu anständig, um eine solche Aufgabe zu stellen, und außerdem war offensichtlich Slytherin am Zug gewesen, da sich die Aufgabe offensichtlich darin entpuppt hatte, dass Potter strippen musste. Er verzog bei der Erinnerung an dieses spezielle Ereignis das Gesicht. Das war nun wirklich ein Bild, auf das er ohne Weiteres hätte verzichten können.
Warum also hatte Draco nicht gekämpft und das Spiel gewonnen? Warum hatte er nicht nur gezögert, sondern das Spiel richtiggehend sabotiert? Als sein Pate hegte Snape ein Interesse daran, dass es ihm gut ging und so entschloss er, in naher Zukunft ein ernsthaftes Wort mit dem Jungen zu wechseln.
Er ließ die Arme auf den Tisch fallen und sah auf die Uhr. Die Ausgangssperre hatte vor ein paar Minuten begonnen und er war in dieser Nacht mit den Kontrollgängen dran. Seufzend erhob er sich. Vielleicht konnte er wenigstens ein paar streunende Gryffindors auftreiben und ihnen Punkte abziehen, so dass die Hauspunkte in Richtung der Slytherinpunktzahl sanken. Im Nachhinein bereute er, seinem Haus so viele Punkte abgezogen zu haben. Aber, Merlins Robe, warum hatte es denn ausgerechnet Pink sein müssen?
Er verließ die Gewölbe und begann seinen Rundgang. Als er etwas später an der Bibliothek vorbeikam, sah er ein Licht unter der Tür hervorflackern. Geräuschlos öffnete er die Tür. Madame Pince war doch sicherlich um diese Zeit nicht mehr bei der Arbeit? Wer also konnte es sein? Leise wie ein Schatten tauchte er in die dunkle Bibliothek und bewegte sich auf den kleinen Lichtkegel zu.
Gryffindors, betete er innerlich, lass es Gryffindors sein, am besten in der Verbotenen Abteilung.
Nun, seine Gebete wurden erhört. Es war ein Gryffindor und es war die Verbotene Abteilung. Sogar der hinterste und verborgenste Winkel der Verbotenen Abteilung. Hermione Granger saß, in sich zusammengesunken, in einem der bequemen Stühle an einem Tisch, ihr Kopf auf ein Buch gebettet und die Haare um sich herum ausgebreitet, wie ein Wasserfall.
Snape erstarrte. Sie lag einfach nur da, ein schlafendes Wesen, wie aus einem Märchen, unschuldig und zur gleichen Zeit verführerisch. Sie schien ihm fast übernatürlich, als gehörte sie nicht hier hin, und doch wirkte sie echter als alles andere, das er jemals erblickt hatte. Ihn überfiel das Bedürfnis, ihre Haut zu spüren, seine Hand über ihre Wange gleiten zu lassen, sich zu vergewissern, dass sie echt war. Und doch wagte er es nicht. Nicht, weil sie eine Schülerin war, sie war schließlich volljährig, nicht, weil es verboten war, Verbotenes reizte nur um so mehr, wer wusste das, wenn nicht er?
Nein, er wagte es nicht, weil er sich unsicher war. Unsicher, was er tun würde, wenn er erst einmal ihre Haut gespürt hatte. Er kannte sich. Er war kein netter Mann, er war nicht zart oder sanft. Er war leidenschaftlich und er würde brennen, wenn er ihr zu nahe kam. Das konnte er nicht riskieren. Wenn er sie berührte, würde er nicht mehr von ihr lassen können. Er erinnerte sich nur zu gut daran, was nach dem Kuss geschehen war, den sie geteilt hatten, was er in ihm ausgelöst hatte, und wie lange er sich von ihr hatte zurückziehen müssen, um sich wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Wann hatte sie ihn derart in Besitz genommen?
Konnte er es wagen, sie zu wecken? Würde sie erschrecken und vor ihm zurückweichen? Würde er seine Kälte wiederfinden und sie bestrafen können? Sie berühren...
Gefährlich, so gefährlich... und so verlockend...
Doch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, nahmen die Schicksalsgötter die Angelegenheit aus seiner Hand und bewiesen ein weiteres Mal, dass ihr Humor eine sehr eigene Sache war.
Hermione schlug die Augen auf und sah ihn vor sich stehen, Schatten im Schatten. Es schien fast so, als würde sein bleiches Gesicht in der Finsternis schweben. Sie blickte ihn an und dann lächelte sie.
„Severus..."
Wer schreibt die fiesesten Cliffhanger der Welt? #g#
Nun ja, falls Severus nicht der Schlag getroffen hat, dann denke ich, dass die beiden Hübschen nun was zu klären haben, oder? Mehr dazu beim nächsten Mal und auch Draco und Harry kriegen wieder einen Auftritt. Und was war das jetzt mit Ron, Lavender und Parvati?
Und ja – ich bin Anhängerin des Gerüchts, dass Snape Dracos Pate ist. Es gibt einem so viele Möglichkeiten. #g# Was, ihr findet die Annahme doof? Beweist mir das Gegenteil! #bäh#
#grins#
Nächstes Mal: Kapitel 8 – Sag kein Wort
Smut is coming!!! #yeah#
Danke fürs Lesen und wir sehen uns nächste Woche!
Viv
