Zwölftes Kapitel. Offensichtlich. Das letzte, das ich fertig habe. Ab jetzt wird es Essig mit dem wöchentlichen updaten, fürchte ich. Ich wird mich aber trotzdem weiterhin bemühen zu schreiben!

Wolverine: Äh, du solltest das mal von der temporären Seite sehen! Wir befanden uns im letzten Chap am gleichen Tag, an dem die letzte Challenge rauskam. Eine neue gibt es immer nur dann, wenn die alte gelöst wurde.... Und das hier ist nunmal eine Romanze und auch noch mit ZWEI Mainpairings und einem Arsch voll Nebenpairings. Ich hab ganz schön zu tun, nicht eines der Themen zu vernachlässigen. Schreib ich über HG/SS heulen die DM/HP-Fans und andersrum und geh ich mal ein Kapitel zu sehr auf die Challenges ein, fragen die Leute, wann hier mal endlich einer zum Stich kommt. Ich schätze ihr müsst mir einfach vertrauen, dass ich nichts auslasse und hoffen, dass ich in den Kurven meiner Geschichte nicht mal einfach geradeaus fahre!

An die Dame, die mir die Rechtschreibmail schrieb: Tatsache? ZWEI FEHLER auf die läppischen 2500 Worte? Das ist ja ein DRAMA!!! Süsse, jetzt mal ehrlich: Du solltest dich dringend flachlegen lassen!!! Im Übrigen waren es mehr als zwei...

So, fertig. Danke an alle reviewer, ihr seid toll! Danke Leaky – wir haben's ja grad noch geschafft #g# Und los:

Geißel von Hogwarts

Kapitel 12 – When she was bad, Teil I

A/N: Ja, der Titel ist von einer Buffy-Folge geklaut, ich gestehs ja...

Hermione starrte den Headmaster fassungslos an. Sie sollte bitteschön WAS? Sie blinzelte und atmete tief ein. Dreimal die Woche Snape assistieren? War Dumbledore denn vollkommen verrückt geworden?

„Professor, ich glaube, ich verstehe nicht. Wie kommen Sie auf die Idee...?" Sie atmete tief ein.

Nein, ich werde ihn nicht anschreien. Ganz ruhig. Das lässt sich alles klären. Bewahre einfach einen kühlen Kopf.

„ICH WILL NICHT!"

Dumbledore lachte leise. Irgendwie ähnelte sich Severus und Hermione manchmal auf geradezu... amüsante Art. Nicht, dass er das jemals einem der Beiden gegenüber erwähnen würde. Er war ja nicht lebensmüde. Er mochte einer der mächtigsten Zauberer der Welt sein und mehrmals Voldemort gegenübergestanden haben, nicht zu sprechen von Grindelwald und zahllosen anderen schwarzmagischen Kreaturen, aber er hatte nicht den geringsten Zweifel, dass er es nicht mit einer zornigen jungen Frau aufnehmen konnte. Er hatte sehr früh schon eine Sache gelernt:

Unterschätze niemals eine Frau. Es könnte dein letzter Fehler gewesen sein.

Und Severus... Nun, Severus war ein Fall für sich. Auch bei ihm sollte man nicht zu weit gehen, wenn man nicht eines Morgens aufwachen wollte, um festzustellen, dass man durchsichtig war und über dem eigenen Körper schwebte... Und ein Vergleich mit einer siebzehnjährigen Gryffindor war definitiv das Überschreiten einer Grenze.

„Nun, nun, Ms Granger, jetzt urteilen Sie mal nicht vorschnell. Denken Sie doch nur an die Vorteile, die Sie durch eine solche Beschäftigung bei der Bewerbung an den verschiedenen Zaubereruniversitäten erlangen können."

Wo er Recht hatte, hatte er Recht. Verdammt! Andererseits... Hermiones Augen weiteten sich für eine Sekunde. Ja, eigentlich ... warum wehren? Genau genommen war das doch perfekt. Sie konnte mehr lernen, ein überaus seltenes Empfehlungsschreiben für eine Uni ergattern und...

Es war das „und", welches ein Glitzern in ihre Augen legte. Denke wie ein Slytherin, sagte sie sich, die Worte Ginnys wiederholend. Sie lächelte.

„In Ordnung, Sir."

Innerlich war ihr Lächeln wesentlich hinterhältiger.

Snape würden den Krieg verlieren, bevor er überhaupt wusste, dass er ihm erklärt worden war.

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Harry fühlte sich warm. Er tauchte langsam aus der Dunkelheit des Schlafes auf und begann, ohne die Augen zu öffnen, sich zu strecken. Das Bett war weich und fühlte sich entspannt, wie noch nie zuvor. Er drückte die Schultern tiefer in die Matratze und schnurrte beinahe vor Wohlbehagen. Dann stockte er.

Wann war er ins Bett gegangen?

Er schlug die Augen auf und setzte sich mit einem Ruck auf. Das Bett neben ihm, welches eindeutig nicht seines war, war leer. Dafür saß jemand in dem Sessel dem Bett gegenüber, leicht erhellt von den ersten, zaghaften Strahlen der aufgehenden Sonne, und sah ihn aus nachdenklichen, grauen Augen an.

Harry wickelte sich enger in die Decke ein und starrte zurück. Seit wann saß der blonde Slytherin bereits dort? Hatte er ihn die ganze Zeit über beim Schlafen beobachtet? Warum hatte er ihn nicht geweckt? Die Erinnerungen an den vergangenen Abend und die Nacht kamen mit einem Schlag zurückgerauscht und Harry schloss die Augen und presste die Kiefer zusammen, dass es schmerzte.

Dann spürte er eine Hand auf seiner Schulter, zögerlich. Er öffnete erneut die Augen. Draco – wie sollte er ihn denn jetzt schon anders nennen? – hatte sich neben ihm niedergelassen und berührte ihn zaudernd. Offensichtlich wusste er nicht genau, wie er sich verhalten sollte.

Nun, dachte Harry sarkastisch, dann sind wir ja schon zwei.

Draco schien sich als Erster zu fassen.

„Reden, essen oder streiten?"

Harry blinzelte.

„Was?"

„Wollen wir darüber reden, etwas essen oder gleich zum Streiten übergehen?"

Wenn der Gryffindor mal genau darüber nachdachte, dann war die Frage gar nicht mal so übel. Genau betrachtet, gab es wirklich nur die drei Möglichkeiten, wenn man mal die Variante des entsetzten, stummen Davonlaufens außer Acht ließ.

„Ähm, wie wäre es mit essen und dabei streiten?", schlug er vor. „Ich hab ziemlichen Hunger... irgendwie..." Ein Hauch von Röte legte sich über seine Wangen.

Draco lächelte ihn an und das Eis schien fürs Erste gebrochen.

&&&

Hermione tänzelte in Richtung der Großen Halle. Sie war äußerst früh aufgewacht und hatte eine geradezu ekelhaft gute Laune. Der Unterricht begann erst in drei Stunden und sie hatte den Drang nach Ruhe verspürt, aber ebenso das Verlangen nach heißem, schwarzem Kaffee.

Heiß und schwarz... ja, ja... Sie grinste bei dem Gedanken.

Sie betrat die Halle und setzte sich an den komplett leeren Gryffindortisch. Auch die anderen Tische beherbergten noch keine Schüler und am Lehrertisch saß lediglich eine erschöpft, aber zufrieden wirkende Madame Hooch, welche, die Zungenspitze zwischen den Zähnen, eifrig auf einem Stück Pergament kritzelte, während eine definitiv stinkige Eule neben ihr hockte und der rasenden Feder aus misstrauisch zusammengekniffenen Augen folgte.

Hermione zuckte die Schultern, als plötzlich eine hohe und trotzdem verstörend rauchige Stimme zu kreischen begann.

„Aber glaube mir doch, ich habe es in der Kugel gesehen und die Kugel lügt nie! Wir sind für einander bestimmt. Warte doch, warte!"

Eine dunkle, drohende Stimme antwortete.

„Professor Trelawney, entfernen Sie Ihre Hände von mir und zwar sofort!"

„Aber Severus... Warum widerstrebst du?"

„Professor Trelawney, zwingen Sie mich nicht, Gewalt anzuwenden."

„Oh, Sevvie, ich liebe es, wenn du unanständig wirst."

Die Tür hinter dem Lehrertisch flog auf und Snape betrat mit verkniffenem Mund und bebenden Nüstern die Halle. Gefolgt wurde er von einer fast schwebenden und ihn anbetend anstarrenden Sybill Trelawney. Sie schien magisch an ihn gekettet zu sein, denn so sehr der düstere Tränkemeister sich auch bemühte, sich von ihr zu entfernen, so flatterte sie ihm doch sofort hinterher. Schließlich ließ er sich grimmig an einem Platz an der Tafel nieder. Hermione biss sich hart auf die Lippen, um nicht angesichts seines Missmutes zu kichern.

Auch Rolanda Hooch, die kurz von ihrem Brief hochsah, grinste einen Moment, entschied dann aber, dass es nicht nötig war, einzugreifen. Sie wollte sich doch nicht noch eine Runde Fledermaus versus Ziege entgehen lassen.

Eigentlich konnte Severus ihr ja leid tun, aber die Begegnungen zwischen den beiden waren zur Zeit DAS Ereignis im Lehrerzimmer und immer wieder eine gern gesehen Abwechslung; und außerdem hatte sie Severus noch immer nicht vergeben, dass er nach dem Ende des Krieges gegen Voldemort abgelehnt hatte, dass sie sich – völlig uneigennützig versteht sich – um seine – nicht existenten – Wunden kümmern wollte. Er hatte sie lediglich mit einem Blick gestreift und gemeint, dass er keine Pflege bräuchte und sie sich doch bitte wieder anziehen und ihn allein lassen sollte.

Rolanda murmelte kurz etwas, dass nach „Bastard" klang, und wandte sich dann wieder dem Pergament zu.

Kaum hatten Snape und Trelawney sich gesetzt, erschienen Platten und Teller voller Köstlichkeiten und Kannen mit Tee und Kaffee vor ihnen.

„Severus", säuselte Sybill und Snapes Hand begann, während des Kaffee-Einschenkens, gefährlich zu zittern. „Was muss ich denn nur tun, damit du endlich mit mir ausgehst?"

Sie schmiegte sich eng an seinen Arm und klimperte mit den Wimpern, die hinter der riesigen Brille wie Fächern aussahen und erneut wurde Hermiones Selbstbeherrschung auf die Probe gestellt; umso mehr, da keiner der Beiden sie bisher bemerkt zu haben schien. Ein eindeutiges Zeugnis dafür, wie sehr Snapes innerer Spion erschüttert sein musste, angesichts der drohenden Wahrsage-Gefahr aus dem Nordturm.

Snape selbst, fühlte sich in eines der Muggel-Märchen versetzt, die seine Mutter ihm manchmal abends vorgelesen hatte. Er verglich Sybill nicht zum ersten Mal mit der bösen Hexe, nur hatte er weder einen kleinen Hund, noch drei seltsame Gestalten als Begleiter (mal abgesehen von Dumbledore, der durchaus manchmal einer durchgedrehten Vogelscheuche glich) und – dem Himmel sei Dank – keine blonden Löckchen.

„Professor Trelawney", knurrte er, „der einzige Weg, mich dazu zu bringen, mit Ihnen auszugehen, wäre, wenn ich Ihnen einen Zauberergefallen schulden würde, und wie wir alle wissen, geht das nur, wenn man jemandem das Leben rettet. Da dieser Fall nie eingetreten ist und auch nie eintreten wird, da ich lieber sterben würde, als mich von Ihnen retten zu lassen, ist meine Antwort, zum wiederholten Male, NEIN! Sie können gar nichts tun. Lassen Sie mich in Frieden!"

Sybill sah ihn einen Moment lang erstaunt an, entschied dann, dass er nur Spaß machte, und blieb sitzen. Dann, gerade als Snape seinen Kaffee trinken wollte, schlug sie ihm den Becher aus der Hand.

„Ich hab dich gerettet", kreischte sie entzückt, „das Koffein hätte dich früher oder später getötet. Oh, SEVERUS, ich bin ja so froh, dass durch mich ÜBERLEBT HAST!"

Das war zuviel. Hermione keuchte kurz auf, dann brach das Lachen aus ihr heraus, wie Wasser aus einem geöffneten Staudamm. Sie beugte sich über den Tisch, die Hände auf der verzweifelten Suche nach etwas zum Abstützen, und wimmerte und japste immer wieder zwischen den Lachattacken. Ihr Bauch begann bereits zu schmerzen, als eine seidige, leise Stimme sie abrupt zum Schweigen brachte.

„Und was genau finden Sie so witzig, Ms Granger, hm?"

Gleichzeitig mit den Worten erreichte auch heißer Atem ihr Ohr und sie schauderte unter dem Ansturm von Gefühlen, die sich vom Kloß in ihrer Kehle bis zum Kribbeln ihrer Zehen erstreckten.

Snape musste angesichts ihrer Verwirrung, die von einem hinreißenden Erröten der Wangen begleitet wurde, grinsen, richtete sich, nachdem er sich versichert hatte, dass sie rettungslos für seine Stimme sensibilisiert war, auf und grollte leise: „Sie sollten sich vorsehen, Ms Granger. Ich bin nicht immer so zurückhaltend."

Nach diesem, für jeden möglichen Zuhörer sinnlosen Satz, schritt er gemächlich davon, seine Robe, wie immer, eindrucksvoll hinter ihm wehend.

Für Hermione war der Satz dagegen ganz und gar nicht ohne Bedeutung gewesen. Sie schluckte hart und war sich der Wärme, die sich zwischen ihren Beinen bildete, nur zu bewusst.

Verdammter Mann, dachte sie, doch selbst ihre innere Stimme klang außer Atem, als hätte sie gerade einen Marathonlauf hinter sich gebracht. Und heute Abend bist du ganz allein mit ihm, in den dunklen Kerkern, wo euch niemand finden kann, flüsterte eine neue Stimme in ihr, eine Stimme, in der sie ihr lang unterdrücktes, unanständiges Selbst erkannte.

Na, das konnte ja heiter werden.

&&&

Entgegen seines eigenen Vorschlages sprach Draco nicht. Er aß auch nicht. Jeder Versuch in Richtung Nahrungsaufnahme lag ihm fern. Alles, was er tun konnte, war auf den schwarzhaarigen Gryffindor zu starren, der völlig selbstvergessen in seinem Frühstück schwelgte.

Gerade hatte er ein Brötchen mit Butter bestrichen und leckte nun das Messer ab, was Draco fast dazu brachte, hintenüber zu fallen. Als er dann mit Wonne in das Brötchen biss und genüsslich ein Stück Ei folgen ließ, mit einem Finger das Eigelb, welches sich an seinem Mundwinkel verfangen hatte abwischte und den Finger in den Mund steckte, wimmerte Draco leise und verspürte den Drang, sich auf den Rücken zu legen und sich ein wenig am Boden hin und her zu rollen. Vielleicht ließ Harry ihn ja noch mal ran, wenn er ein braves Hündchen war und mit dem Schwanz wedelte? Ein dreckiges Grinsen breitete sich über sein Gesicht aus.

Harry war sich der Gefahr, in der er und seine unschuldige Seele schwebten, nicht bewusst. Er hatte mit Draco Malfoy, Slytherin und bösem Buben von Hogwarts geschlafen – Na und? Er hatte Frühstück! Alles andere konnte ihm grad mal gepflegt die Füße kraulen. Sein unersättlicher Teenagerblick fiel auf eine Schale mit Obst. Klasse – Erdbeeren!

Oh ja, Erdbeeren! Draco verschlang jede einzelne Bewegung, die den Gryffindor näher an die Schale brachten. Seine Hände zuckten geradezu danach, die verführerische Haut vor sich zu berühren, noch warm vom Schlaf und er war sicher, dass jede Stelle dieses anderen Körpers noch die Erinnerung an die Dinge der letzten Nacht in sich trug. Seine Pupillen verengten sich, als ein neuer Rausch von Begierde durch ihn floss, gefolgt von einem scharfen Einatmen, als die erste Beere ihr Ziel erreichte und zwischen den geöffneten Lippen Harrys verschwand.

Hehehe... wenn du wüsstest, was ich denke...

Draco sprossen imaginäre kleine Hörner, als er sich vom Ende des Bettes langsam näher an Harry heranrobbte, der am Kopf des Bettes saß. Seine Augen glitten an Harry herauf und wieder herunter, während er sicher ging, dass er das Laken, in welches der andere gehüllt dasaß, problemlos mit einer Hand wegziehen konnte.

Hmm... die Erdbeeren waren lecker. Harry schloss genießerisch die Augen, während er eine in der Mitte durchbiss und sich den süßen Saft über die Zunge laufen ließ. Er schloss seine Lippen um den anderen Teil der Frucht und das nächste, was er merkte, war, dass dein Laken verschwunden war und ein harter Körper sich auf seinen presste.

„Draco", quiekte er erschrocken.

„Hm, du hast dir meinen Namen gemerkt. Wie schön", raunte Draco heiser und drängte seine Beine zwischen Harrys, während seine Hände sich in das weiche, schwarze Haar gruben. „Fühl dich frei, ihn gleich zu stöhnen." Damit verschloss er Harrys Mund mit einem fordernden Kuss und Harrys Arme legten sich wie von selbst um seine Schultern.

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Frühstück entpuppte sich für Ginny als ziemlich einsame Angelegenheit. Dean lag mit Erschöpfungserscheinungen im Bett. Hermione war schon wieder zurück im Turm, Harry war dort gar nicht erst aufgetaucht und sie wusste schon seit einer ganzen Weile nicht mehr, wo sich Ron, Pavarti und Lavender eigentlich aufhielten.

Sie blinzelte hinüber zu Neville, der vollkommen in ein Kräuterkundebuch versunken war, als sich plötzlich zwei Hände über ihre Augen legten. Sie quiekte überrascht auf und drehte sich um – um sich selbst anzusehen. Sie starrte einen Moment verwirrt auf ihr Ebenbild, bis sich die langen roten Haare der anderen Ginny, zu kurzen Pinkfarbenen veränderten und die Gestalt größer wurde. Nach etwa einer Minute begann Ginny zu kichern.

„Tonks", grinste sie, „hast du mich erschreckt! Was machst du denn hier?"

Tonks, die in der viel zu kurzen und engen Schuluniform jetzt plötzlich alles andere als sittsam erschien, warf ihr einen ernsten Blick zu.

„Wichtige Ministeriumsangelegenheit der höchsten Stufe. Nur ein voll ausgebildeter Auror konnte diese herausfordernde Mission annehmen und unbeschadet bis hierher durchdringen. Ich habe praktisch mein Leben riskiert." Sie zwinkerte Ginny zu und holte eine Tüte aus der Tasche. „Dumbledore war in ernsthafter Gefahr! Ein Tag ohne Zitronenbonbons und uns allen hätte der Weltuntergang gedroht."

Die beiden grinsten, bis sie ein Husten hörten. Sie drehten sich gerade noch rechtzeitig um, um zu sehen, wie Neville mit hochrotem Kopf den Kürbissaft aufwischte, den er gerade über den ganzen Tisch geschüttet hatte.

„Hey, Neville, alles klar?", fragte Tonks und Neville nickte, allerdings ohne aufzusehen. Er wollte sein Sandwich nehmen, erwischte allerdings nur den Tellerrand, murmelte etwas davon, dass „Porzellan gut für den Magen" wäre und schob den Teller in den Rucksack neben sich. Dann erhob er sich, den Blick starr auf den Boden gerichtet, und machte sich davon.

„Was war das denn?", fragte Ginny mit gerunzelter Stirn, doch Tonks grinste nur und drehte in ihrer Uniform, deren Rock ihr nicht ganz bis zur Mitte der Oberschenkel ging, eine Pirouette.

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Der Tag war relativ schnell vergangen und Severus fieberte zum ersten Mal seit langer Zeit etwas entgegen, und zwar dem Moment, in dem seine kleine Gryffindor durch die Tür seines Klassenzimmers geschritten käme, um ihre „Ausbildung" zu beginnen. Und eine Ausbildung würde sie bekommen, oh ja.

Er würde sie kühl behandeln, fast abweisend, und doch würde er sie berühren, sie mit seiner Stimme verführen und sie würde ihm verfallen, ob sie es wollte oder nicht. Er würde sie dazu bringen, nach seiner Berührung zu betteln, sich nach jedem Augenblick in seiner Nähe zu verzehren. Sie würde ihm gehören, ganz und gar.

Sein Blick war verschlagen und voller Vorfreude auf die Dinge, die er mit ihr tun würde, wenn sie nur endlich, endlich da wäre.

Es klopfte.

Severus hastete hinter seinen Tisch und griff sich willkürlich einen Stapel mit Essays, die zum Korrigieren bereit lagen. Er setzte eine gleichgültige Miene auf und bellte: „Herein!"

Und durch die Tür kam ... Remus Lupin.

„Guten Abend, Severus."

„Was wollen Sie?"

„Nun, wegen den Änderungen, die Sie an dem Wolfsbanntrank vorgenommen haben... Mir ist da doch noch was eingefallen."

„Schreiben Sie's auf und schicken Sie mir eine Eule."

„Aber ich dachte..."

Severus seufzte tief und hoffentlich deutlich genervt, aufgrund der Stupidität des anderen. Merkte der Werwolf nicht, dass er seine Ruhe von ihm wollte?

„Lupin... Haben Sie nicht was Anderes zu tun? Etwas, weit weg von hier? Zum Beispiel Arbeiten korrigieren? Oder den Mond anheulen?"

Remus zog die Brauen hoch. Leicht gereizt schnaubte er.

„Schon gut. Ich weiß, wann ich nicht erwünscht bin."

„Nein, das wissen Sie nicht. Genau das ist ja das Problem."

„Schön. Ich seh Sie später."

Er wandte sich zum Gehen, jedoch nicht, ohne die trockene Erwiderung des Tränkelehrers zu hören.

„Kann's kaum erwarten..."

Als Remus jedoch die Tür erreicht hatte, klopfte es. Er drückte die Klinke hinunter und die Tür schwang auf. Als ihr Blick auf die junge Frau vor ihnen fiel, atmeten sowohl Remus als auch Severus zischend ein...

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Mjaaa... also das ist mal wieder ein Zweiteiler hier. Offensichtlich... #seufz# 10 Punkte Abzug für Slytherin for stating the obvious...

Nächstes Mal: Kapitel 13 – When she was bad, Teil II

Danke für's Lesen und bis nächste Woche!

viv