#kommt rein und findet alle tot vor#

Ach Scheisse, war es doch so lange?

Ja, ich bin wieder da, die Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben, ein neues Kapitel wartet darauf von euch gelesen zu werden.

Vorwort gibt's auch, könnt ihr überspringen, müsst ihr aber nicht:

Als erstes freue ich mich bekannt zu geben, dass zwei meiner Geschichten übersetzt wurden, einmal ins Russische und einmal ins Französische. Für Infos seht in mein Livejournal, Adresse ist in meinem Profil.

Ebenfalls in meinem LJ könnt ihr euch Bilder von mir ansehen, wen's interessiert. Nach meiner Londonreise, die mir eine Slytherinkrawatte einbrachte, musste ich welche schiessen.

Für die, die mich gefragt haben: Ich hab meine Lateinklausur bestanden.

Des weiteren: „Prancing Pony". „Prancing PONY" war die Anspielung des Kapiteltitels, zusammen mit „Three Broomsticks". Ganz harmlos. Nur ein Scherz. Einige von euch sollten ihre Gedanken wirklich mal aus der Gosse holen. Tsss... honestly...

Leaky: Dank dir für deine Arbeit und Mühe. Ich weiß, dass ich manchmal… öfters… meistens… stressig sein kann. Du bist ein Schatz.

Disclaimer: Würde Harry Potter mir gehören, dann würdet ihr oder eure Kinder jetzt ernsthafte psychologische Hilfe benötigen...

Ach so: slash-Warnung!

Geißel von Hogwarts

Kapitel 18 – The prancing broomstick - Teil II

Letztes Mal:

Ein Ellenbogen im Magenbereich signalisierte Harry, dass sie angekommen waren. Ein Blick aus grünen Augen wanderte über eine alte und äußerst hässliche Steinmauer, auf der einige vergilbte Blätter mit Reklame hingen. Bevor er die ersten Worte äußern konnte, die ihm einfielen – und die waren nicht freundlich – wurde er am Arm gepackt und durch die Mauer hindurch gezogen. Es war, als ob er durch Gelee laufen würde, aber dieses Gefühl hielt nur ein oder zwei Sekunden an, dann fiel er praktisch aus der Mauer und direkt in etwas, das seine Augen überquellen ließ.

Während Harry seinen ungläubigen Blick schweifen ließ, ertönte Dracos Stimme.

Willkommen im „Prancing broomstick".

Oh. Mein. Gott.

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Snape hatte mehr als genug von diesem Tag. Nachdem er Granger rausgeschmissen hatte, war ihm die fantastische Idee gekommen, die gesammelten Werke der Erst- und Siebtklässler zu korrigieren. Manchmal fragte er sich, ob Lucius Malfoy Recht gehabt und er doch eine masochistische Ader hatte.

Es war ein Albtraum. Die Erstklässler hatten lediglich einen einfachen Aufsatz über den Gebrauch von Asphodel schreiben sollen. Das Ergebnis war wie ein Cruciatus auf seine Gehirnzellen. Es gab Tage, an denen er Voldemort vermisste. Der hatte zumindest korrekte Grammatik benutzt.

Aber es sollte noch schlimmer kommen.

Mit nicht wenig Widerwillen und einem schmerzhaften Ziehen in der Schläfe zog Snape einen schrägen Strich über das Blatt vor sich. Er holte tief Atem, schloss die Augen, atmete aus, wiederholte die Prozedur und zog einen weiteren Strich, diesmal einen, der den ersten spiegelte. Oh bitte, Merlin, nein. Aber er konnte es nicht leugnen. Er biss seine Lippe, bis er Blut schmeckte und zwang die Feder in die Mitte er beiden Striche. Seine Hand zitterte und bebte und nur mit viel Willenskraft schaffte er es, eine Linie von einem der Striche zum anderen zu ziehen. Nun gab es keinen Weg zurück mehr. Er konnte es nicht ungeschehen machen.

Er hatte Neville Longbottom ein A gegeben.

Das war es dann wohl. Der Tag, an dem Flubberwürmer das Fliegen lernten. Verriegelt Fenster und Türen – das Ende ist nah.

Er seufzte.

Es war daher kein Wunder, dass der frühe Abend Snape in seinem Sessel vor dem Kamin fand, im Dämmerlicht seines Wohnzimmers, spärlich beleuchtet durch die Flammen, neben sich das einzige, was ihm noch etwas Freude im Leben schenken konnte. Sein alter Freund Glen. Glen Odgens Feuerwhisky.

Er hob das Glas mit der amberfarbenen Flüssigkeit gerade an seine Lippen, als es klopfte.

War ja klar. Ich hätte mich ja beinahe entspannen können.

Leise vor sich hin fluchend, schritt er zur Tür und riss diese auf, bereit, demjenigen, der dahinter stand in kleine Stücke zu hexen und die einzelnen Teile gewissenhaft und gleichmäßig über das Hogwartsgelände zu verteilen.

Kaum hatte er die Tür geöffnet, hörte er ein „N'Abend, Professor!" und spürte wie jemand unaufgefordert sein Allerheiligstes betrat. Er wirbelte herum und sah sich mit Blaise konfrontiert, der sich gerade auf dem zweiten Sessel zusammenfaltete und, Snape anzwinkernd, grüßend zwei Finger hob. Bevor er den dreisten, kleinen Bastard jedoch plätten konnte, räusperte sich jemand hinter ihm und Pansy Parkinson betrat, ebenfalls ohne Einladung, seine Räume.

Snape holte tief Luft, zeigte mit dem Fingern auf die beiden und donnerte: „Raus oder ihr werdet den nächsten Morgen nicht erleben!"

Blaise grinste nur noch breiter.

„Oh, oh, Drohungen und ausgestreckte Finger... Ich glaube, dass ist der Punkt, an dem wir eingeschüchtert sein sollten."

„Blaise!"

Pansy schlug ihm vorwurfsvoll auf den Arm und wandte sich dann an den Kopf ihres Hauses.

„Professor, Sie haben gesagt, wir sollten zu ihnen kommen, wenn die nächste Aufgabe an Gryffindor vorbereitet wird. Nun, da die letzte Herausforderung jetzt erledigt ist, ist es soweit."

„Ja und außerdem... so ein paar giftige Deatheater-Tricks..."

„BLAISE!"

„Whoops, hab ich das laut gesagt?"

„Mr Zabini..."

Snapes schnurrende, sanfte Stimme durchschnitt das Geplänkel wie Stahl und schlagartig waren sowohl Blaise als auch Pansy auf der Hut. Wenn Snape von Schreien und Toben auf freundlich und sanft umschwang, dann war er wirklich gefährlich. Misstrauisch beobachteten sie, wie er zu seinem Schreibtisch hinüberschritt und anfing, auf ein Stück Pergament zu kritzeln, welches er versiegelte und dann mit einem Ausdruck im Gesicht zu Blaise warf, welcher bei jedem anderen Menschen als Lächeln durchgegangen wäre, bei Snape aber eher an eine unausgesprochene Todesdrohung erinnerte.

„Mr Zabini, seien Sie doch so freundlich und bringen Sie das zu Professor Trelawney. Und keine Sorge. Ich denke, es genügt, wenn ich die Aufgabe für Gryffindor mit Ms Parkinson allein bespreche."

Blaise, auf einmal konfrontiert mit der Außenseite von Snapes Tür, hatte plötzlich ein sehr, sehr ungutes Gefühl.

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Harry hatte ein sehr, sehr ungutes Gefühl.

Es war ja nicht so sehr die Tatsache, dass diese Kneipe komplett in düsteres Rotlicht getaucht war. Auch nicht, dass es eine Bühne gab, auf der rechts, links und in der Mitte Stangen montiert waren, um die sich gerade ein paar Figuren wanden, als ob sie ein sehr intimes Verhältnis mit ihnen hätten oder dass komplett jeder Gast hier männlich war, während die Bedienungen zwar gemischten Geschlechts waren, aber dafür scheinbar nicht viel von Kleidung hielten.

Nein, was ihm wirklich Sorgen machte, war, dass von der Sekunde an, in der sie die Bar betreten hatten, jeder, der an ihnen vorbeikam, „Hi Draco", „Draco, schön dich mal wieder zu sehen" oder „Wer ist denn deine Begleitung heute, Draco?" rief.

Hastig strich er sich die Haare in die Stirn, um so gut wie nur irgend möglich seine Narbe zu verstecken. Wie auch immer Draco zu diesem... diesem Nachtclub stand... er jedenfalls wollte hier nicht erkannt werden. Nicht, dass der Slytherin ihm irgendeine Chance gegeben hätte, geschweige denn eine Vorwarnung.

Schmor in der Hölle, Malfoy!

Draco schien nichts in der Art vorzuhaben, als er sich im schattigen Halbdunkel am anderen Ende der Theke niederließ, dort, wo hinter und neben ihm Wände waren und vor ihm die Theke, den typischen Platz, an den man sich setzte, wenn man ungestört und ungehört sein wollte. Dort begann er, in typischer Malfoymanier, mit blitzenden silbernen Augen und unverschämt verführerischem Lächeln, die Barfrau niederzuflirten, um dann, kurz bevor sie ihm ihre Flohnetzwerkadresse zustecken konnte, eine Flasche vom besten Feuerwhisky zu bestellen – mit zwei Gläsern.

„Oh", kicherte die rothaarige Hexe und klimperte mit den Wimpern, dass Harry selbst aus der Entfernung schwindlig wurde, „ich darf doch während der Arbeit nichts trinken, Draco."

Der Slytherin grinste hinterhältig. „Keine Panik, Danielle, das andere Glas ist für meine Begleitung..."

Die Gesichtszüge des attraktiven Mädchens zeigten ernsthafte Gefahr zu entgleisen. „Begleitung?", grumpfte sie beleidigt und spähte durch die Bar. Ihre Augen brauchten nicht lange zu suchen, denn die Rauchzeichen der Eifersucht, die aus Harrys Nüstern stoben, gaben nur allzu leicht zu erkennen, wen Draco meinte.

Der Gryffindor ließ es sich nicht nehmen, zu dem Hocker neben Draco zu stampfen und sich dort demonstrativ fallen zu lassen. Danielle stellte eine Flasche vor Draco und ein Glas und machte dann eine große Show daraus, ein weiteres zu suchen. Das reichhaltige Angebot von Gläsern vor sich ignorierte sie, ebenso wie Harry, als sie schließlich doch noch eines „fand" und es ein paar Zentimeter außerhalb von Harry Reichweite auf die Theke knallte.

„Na dann, Draco", flötete sie, als ob er allein wäre, „amüsier dich schön. Und wenn dir langweilig wird, was wohl nicht lang dauern wird", hier folgte ein gehässiger Blick in Harrys Richtung, „dann weißt du ja wo du mich finden kannst." Damit stolzierte sie davon.

„Ja", giftete Harry ihr hinterher, „in der Abteilung für Miststücke!"

Draco öffnete mit einem heimlichen Grinsen die Flasche.

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Vom Leben gebeutelt, vom Schicksal gefi-... betrogen, die ganze Welt war gegen ihn.

Blaise trottete missmutig zum Nordturm hoch, wo die kurzsichtige Spinne in ihrem Netz hockte und auf ihr nächstes Opfer wartete. Das Einzige, mit dem er sich aufmuntern konnte, war die Gewissheit, dass er so unglaublich attraktiv war.

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„Komm scho-on! Es wird Spasssss machen!"

„Nimmie Pfoten weg, Malvoi! Kein Bock auf Zappeln!"

Dracos Augen blitzten und er riss Harry an sich. Sein Atem floss über Harrys Wange und die rauchige Stimme schickte ihm Schauer über seinen Rücken.

„Ich bring dich zum Zappeln!"

Die Musik war schnell, der Raum dunkel und die Luft heiß. Eine regelrechte Menschenmenge schob sich auf der Tanzfläche hin und her und in der Anonymität der Leiber gingen so manche Hände auf die Wanderschaft.

Draco zog einen sich wehrenden Harry in die Mitte der Menge, dort, wo die Hitze am intensivsten, die Musik am lautesten war. Um sie herum kochten die Gefühle der Leidenschaft und Ekstase, griff nach den sich windenden Körpern. Der Slytherin schlang seine Arme um Harry und drückte sein Becken gegen das des Gryffindors. Harry erkannte eine eindeutige Gefühlsregung in Dracos Körpermitte und verlegene Röte schoss ihm in die Wangen, was jedoch niemand sehen konnte. Eine heiße Zunge glitt über seine Wange und sich immer schneller reibende Bewegungen zwangen auch ihn zum Tanz. Schnell waren sie in aneinander versunken, Erektion an Erektion, Mund an Mund. Glänzende Schweißtropfen bildeten sich auf ihrer Haut und liefen, Lavaströmen gleich, über ihre Gesichter und Arme. Auch andere Hände strichen über ihre verschlungenen Körper, erregten das Fleisch.

Stöhnend trieben sie durch die Stunden der Nacht.

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Poch, poch.

„Wer ist da?"

Blaise verdrehte die Augen. „Sie sind die Wahrsagerin, sagen Sie es mir!"

Die Tür ging einen Spalt breit auf und eine Brille von der Dicke eines Aschenbechers tauchte auf, hinter der verschwommen zwei Augen sichtbar waren.

„Mr Zabini?" Professor Trelawney beäugte ihn von oben bis unten. „Wusste ich es doch! Das Innere Auge lügt nie!"

Der schwarzhaarige Slytherin hatte das plötzliche Bedürfnis nach einer harten, widerstandsfähigen Wand für seinen Kopf. Klar hatte sie es gewusst. Logisch. Sie war ja eine Seherin. Außer,... dass sie so blind wie eine Nacktschnecke war. Trelawney könnte die Zukunft nicht voraussagen, selbst wenn diese nackt vor ihr tanzen würde und „die glücklichen Tage kommen wieder" sänge.

„Was machen Sie denn um diese Zeit hier?"

„Sie sind die Wahrsag..."

„Schon gut, kommen Sie rein", unterbrach Trelawney ihn hastig, warf sich gekonnt eindrucksvoll einen samtigen, bestickten Schal um den Hals, röchelte, als dieser sie fast erstickte, und ließ sich einen halben Meter neben ihrem Stuhl fallen. Genervt sammelte Blaise sie vom Boden auf.

„Ihre drei Augen bräuchten mal eine Generalüberholung", murmelte er.

„Was hast du gesagt, mein Lieber?"

„Und die Ohren auch", flüsterte er und sagte dann laut: „Professor Snape hat mich gebeten, Ihnen diesen Brief zu bringen." Er hielt das Pergament in die etwaige Richtung der Professorin und sah sich um. Da er sich nie damit abgegeben hatte Wahrsagen zu belegen, hatte er den Turm auch noch nie von innen gesehen. Sein Blick fiel auf mehrere Räucherschalen, diverse Kristallkugeln, Kerzen und Tische, auf denen Blütenblätter lagen.

Aha, das ist also der Ort, an den es Blumen zieht, um zu sterben.

Ansonsten sah dass Turmzimmer aus, als ob ein Orkan hindurchgerast wäre. Ein bösartiger und vorsätzlich unorganisierter Orkan. Inmitten der Unordnung hockte Trelawney. Blaise zuckte die Schultern. Das machte Sinn. Auch das Chaos musste sich um einen festen Punkt ordnen, sonst wäre es nicht da.

Da sie wirkte, als ob das Pendel ihrer Wahrnehmung kurzzeitig mal wieder in die falsche Richtung geschwungen war, ließ er sich auf einem der Stühle sinken und blickte sie höflich-desinteressiert an, in der Hoffnung bald verschwinden zu können. So war das eben bei Leuten, die glaubten hellseherisch begabt zu sein. Ihr geistiger Aufenthaltsort war nie so richtig feststellbar. Trelawney hatte ihren mentalen Fokus verloren. Wenn man heute mit ihr sprach, kam das Gesagte im Juli an. Man konnte nur hoffen, dass sie zwischendurch einige Gesprächsfragmente sammelte.

Worauf er nicht vorbereitet war, war, dass sie plötzlich mit tränenfeuchten Augen hinter dem Pergament auftauchte, um ihn gleich darauf mit einem Ausdruck in den Augen zu fixieren, der ihn an den Blick von Hooch erinnerte, kurz bevor... – OH SHIT!

Snape, du Bastard...

Selbst seine innere Stimme klang, als ob jemand auf ein Schwein getreten wäre.

Keine Zeit für Panik, denk nach, denk nach...

„Oh, mein armer Junge. All die Zeit. Wie musst du gelitten haben. Ich wusste es natürlich, aber ich wollte dich ja nicht in Verlegenheit bringen!"

... PANIK!

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Harry stand in eine Ecke gepresst da, während Dracos Hände überall gleichzeitig zu sein schienen. Sein Hemd war bis zum Rand der Hose, in der es verschwand, geöffnet und Draco ließ keinen Zweifel an der Tatsache, dass er mal ein Brustkind gewesen war. Der Gryffindor spürte eine Hand, die von seinem Unterschenkel aus nach oben fuhr, sein Bein anhob und automatisch schlang er es um Dracos Hüfte. Fast gleichzeitig begann der Slytherin seine Hüften gegen Harrys Becken zu reiben. Harry rang nach Atem, als eine Hitzewelle durch ihn fuhr und ihn bis in die Fingerspitzen erzittern ließ.

Sein Kopf fiel nach hinten und ein Zischen entfuhr ihm. Es war langsam und setzte sich aus einer Reihe von Tönen zusammen. Dracos Kopf ruckte nach oben und er sah Harry aus glitzernden Augen an.

„War das Parsel?" Seine Stimme war rau.

Harry nickte stumm und Draco küsste ihn mit einer Dringlichkeit, als wollte er ihn hier und sofort verschlingen. „Sag noch etwas!"

Harry zischelte und Draco drückte sich dicht an ihn. Harry spürte etwas eindeutig Hartes gegen seinen Unterleib pressen und die Hitze, die davon ausging war berauschend. Seine Hand glitt wie von selbst zu der Stelle und er begann Dracos steinharte Erektion durch seine Hosen zu reiben. Die Augen des Slytherin weiteten sich und plötzlich packte er Harry und zog ihn mit sich zur Tür.

„Wir verschwinden! Sofort!"

Das letzte, was der Gryffindor spürte, war das Zusammenziehen seines Körpers, das mit dem Apparieren kam.

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Blaise wusste keinen Ausweg mehr. Schnaufend umrundete er die nächste Ecke, nur um in etwas Weiches zu laufen, dass sich nur einen Lidschlag später als Ginny Weasley entpuppte, die Anstalten machte, aufgrund des heftigen Aufpralls umzukippen. Augenblicklich schossen die Hände des größeren Slytherin nach vorn und schlangen sich um die Oberarme des rothaarigen Mädchens.

„Hab dich!"

Der überraschte Ausdruck in ihren Augen wandelte sich zu purer Berechnung. „Hast also noch immer nicht aufgegeben, was?"

Er grinste. „Niemals!"

Schritte wurden laut und zu Ginnys Überraschung legte sich Panik über Blaise' Gesicht. „Wir müssen hier weg. Komm, schnell!" Er zog sich mit sich und zerrte an der Klinke der nächstbesten Tür. Sie öffnete sich nicht. Ginny murmelte etwas und die Tür schoss auf. Ohne weitere Erklärung schob er sie in den Raum und folgte ihr, die Tür hinter sich ins Schloss ziehend.

„Gerettet!"

„Und wovor genau?", fragte Ginny, leichtes Amüsement in der Stimme.

„Vor einem Schicksal schlimmer als der To...", begann Blaise und stoppte, als er sich umsah. Die hohen Wände waren marmorgefliest und schimmerten aus den Augenwinkeln wahrgenommen in einem dunklen Rot, doch wenn man direkt auf die Wände sah veränderten sich die Farben, einige davon zu einem Ton, den er in den ihm bekannten Spektrum nicht benennen konnte. Gewaltige, goldgerahmte Bildern von Seenlandschaften hingen an den Wänden und den hinteren Teil des Raumes nahm eine goldgeränderte Badewanne ein, die so groß war, wie ein Swimmingpool.

„Ist das..."

„... das Badezimmer der Vertrauensschülerinnen? Ja."

Blaise sah kurz und dankbar zur Decke.

Von der Hölle in den Himmel innerhalb weniger Minuten.

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Nachdem sie Trelawney erfolgreich ausgewichen war, hoppelte Tonks an dem nun verschlossenen Eingang des Bads vorbei.

„Hier ist ja heute was los", murmelte sie, bevor ein breites Grinsen ihr Gesicht übernahm. Summend lief sie weiter.

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Harry öffnete sein Augen und war eine Sekunde lang der Überzeugung, zurück in Hogwarts zu sein. Doch er wusste, dass man auf Hogwartsgelände nicht apparieren konnte. Nein, wahrscheinlich waren sie in einem der Räume über dem Club. Er sah sich um und erkannte die leichten Unterschiede zu dem Raum, in dem er das letzte Mal mit Draco... zusammengewesen... war.

Auch hier überwogen die Grün- und Silbertöne, doch die Wände waren holzverkleidet, nicht steinern, es gab keinen Kamin und das Bett... Er schluckte. Das Bett war noch größer als das, welches er bei Draco gesehen hatte, wenn das überhaupt noch möglich war. Sie standen direkt davor und Harrys Beine berührten die weiche Matratze.

„Nett", murmelte er und attackierte Dracos Lippen mit seinem Mund, was diesen davon abhielt zu sagen, was auch immer er gerade im Sinn gehabt hatte. Draco machte ein leises Geräusch und vergrub seine Hände in Harrys Haar, ihn genau dort haltend, wo er gerade war. Wie auf ein abgesprochenes Zeichen hin, sprangen alle Kerzen im Raum an, während das, was vorher (das) Licht erzeugt hatte, erlosch, und malten Schatten an die Wände. Harrys Hände klammerten sich an Dracos Shirt fest und als ihre Lippen sich trennten, rang er nach Atem.

„Gott..."

„Ja?"

Harry begann zu lachen, all die Spannung in seinem Körper verließ ihn auf einem Schlag und die Befreiung machte sein Lachen fast hysterisch.

Draco lächelte. Und kam auf ihn zu. Seine Augen zeigten nichts als einen Hunger, der fast unmenschlich schien. Harrys Lachen blieb ihm im Halse stecken und er spürte Hitzewellen durch seinen Körper rasen.

„Angeber." Es war nicht viel mehr als ein atemloses Flüstern.

„Wir werden sehen."

Der Stoff von Kleidung raschelte, als Knöpfe geöffnet wurden, nicht langsam, aber auch nicht überhastet. Jedem Einzelnen wurde Aufmerksamkeit zuteil, denn hinter jedem Einzelnen lag ein Teil dessen, was Draco sich wünschte. Als das Hemd geöffnet war, umschlossen sein Lippen eine Brustwarze und Harry stöhnte heiser.

„Ich... ich kann nicht denken, wenn du das tust..."

Dracos Atem strich warm über seine Haut. „Dann denke nicht."

Und Harry hörte auf. Alles, was er noch tun konnte, war zu fühlen, zu spüren, wie der Mund des Blonden einen Weg über seine Brust zog, viele kleine weißglühende Stellen, die ihn überzogen, wie Punkte auf einer Landkarte. Seine Beine wurden wacklig und seine Knie hätten nachgegeben, wenn Dracos Hände ihn nicht an den Hüften festgehalten und gestützt hätten. Er sah an sich herunter und sein Blick fiel auf Draco, der vor ihm auf die Knie gesunken war. Er atmete schneller. Dies war eines der Bilder, die er in seinen Phantasien gehabt hatte, von denen er aber nie geglaubt hatte, sie jemals zu sehen. Draco Malfoy war nicht dazu gemacht, vor irgendjemandem zu knien. Nicht vor seinem Vater, nicht vor Voldemort, vor niemandem, doch es schien, als ob er es für Harry tun würde, und das Wissen darum ließ Harrys Herz schneller schlagen.

Er spürte Hände, die über seine inzwischen viel zu enge Hose strichen und plötzlich sprang seine Erektion frei, kühle Luft strich über seine Haut und er wurde, wenn die denn möglich war, noch härter als zuvor. Und dann... dann... feuchte Hitze umschloss ihn und ein Schrei entrang sich seiner Kehle. Zu viel, zu viel... so gut. Eine Hand schloss sich um seine Hoden und begann sie langsam hin und her zu rollen, während sich die anderen um die Wurzel schloss und sich im Takt zu Dracos Mund bewegte. Das war es. Harrys Knie gaben nach und er fiel rückwärts auf das Bett, doch Draco hörte nicht auf. Harry konnte es nicht mehr ertragen, blitzende Lichter tanzten vor seinen geschlossenen Augen, er wusste, dass er sich unter Draco wand, wusste, dass die wimmernden Geräusche aus seinem Mund kamen, doch das Einzige was er denken konnte war: „Hör nicht auf, hör nicht auf..."

Hitze staute sich in seiner Magengegend, wie ein Knäuel aus Feuer. Seine Zehen begannen sich nach innen zu kräuseln und sein Atmen wurde schneller und schneller, bis er dachte, seine Brust würde explodieren, bis er dachte, er würde explodieren.

Und er tat es.

Er kam zu sich zu einem immer wiederkehrenden Geräusch und schon bald erkannte er, dass es seine Stimme war, die immer wieder ein Wort wiederholte. „Draco. Draco. Draco." Sein Körper fühlte sich an, als ob kein einziger Knochen darin übrig wäre, so entspannt, so perfekt. Nur langsam hob er eine Hand, um sie zu Dracos Gesicht zu heben, welches in sein Sichtfeld kam. Lippen trafen sich zu einem langsamen Kuss und Harry konnte sich selbst schmecken. Es machte ihm nichts aus, im Gegenteil, es führte dazu, dass die Erregung in ihm erneut erwachte. Es hatte Vorteile, Siebzehn zu sein.

Er starrte Draco an. „Wo um Himmels Willen, hast du das gelernt?"

Die Slytherin grinste. „Willst du das wirklich wissen?"

Bilder von Draco mit einem namenlosen, schattenhaften Mann drängten sich in Harrys Kopf und er war selbst etwas von dem Stich überrascht, den dieses Bild in ihm hervorrief. „Nein, wahrscheinlich eher nicht."

Wieder ein Grinsen, doch Harrys Blick und Aufmerksamkeit glitt an Dracos Körper herunter. „Was ist mit dir?"

Silbergraue Augen sahen ihn durchdringend an und der Blonde legte den Kopf etwas schief. „Es ist noch nicht so lange her, dass wir... ich meine... denkst du es ist okay? Fühlst du dich nicht etwas... wund?"

Harry hätte beinahe gelacht. Stattdessen entschied er sich dafür, den Kopf zu schütteln. Dracos silberne Augen hatten sich nicht eine Sekunde von seinem Gesicht gewandt und Harry konnte sehen, wie sie hungrig aufleuchteten. Ein rötlicher Schimmer legte sich über die blassen Züge des Slytherin und er sah mit einem Mal wild aus und fiebrig.

„Ich will dich spüren", flüsterte Harry und seine Hand geisterte durch das blonde Haar des Anderen. „Ich will dich so nah bei mir spüren, wie es nur geht. In mir..."

Noch bevor er den Satz beenden konnte, wurden seine Handgelenke gepackt und über seinen Kopf gedrückt. Heiße Küsse flatterten über seinen Körper, hier und da unterbrochen von dem leichten Kratzen und Beißen von Zähnen. Schon bald wand er sich erneut unter Draco, stöhnend, bettelnd und auch das unersättliche Organ zwischen seinen Beinen war wieder ganz und gar interessiert an allem, was geschah.

Als auch Draco es nicht mehr aushielt, entledigte er sich seiner letzten Kleidungsstücke. Sein Blick brannte sich seinen Weg über Harrys Körper, während seine rechte Hand in seinen abgelegten Sachen wühlte und schließlich mit einem kleinen Fläschchen zurückkehrte. Seine Hand zitterte, so dass er es beinahe hätte fallen lassen. Er öffnete es und tauchte seine Finger darin ein und wiederum wäre die kleine Flasche fast seinem Griff entglitten.

„Du bist unkonzentriert", beschuldigte Harry ihn mit einem kleinen Lächeln, froh, dass er nicht der Einzige war, der vor Erregung außer sich war.

„Bin ich das?", schnurrte der Slytherin und presste im gleichen Augenblick einen Finger in die Spalte zwischen Harry gespreizten Beinen. Harry stöhnte, ein langer, kehliger Laut, und drückte seinen ganzen Leib Dracos Hand entgegen.

„So begierig", flüsterte Draco und baute einen langsamen Rhythmus auf, bis Harry zu wimmern begann. Dann fügte er einen zweiten Finger hinzu. Harrys Unterlippe war zwischen seinen Zähnen verschwunden und er krallte sich in den Laken des Bettes fest. Dann, als Draco die Finger krümmte, schoss eine Welle von Funken durch Harrys Körper. „Mehr", bettelte Harry und ein dritter Finger kam hinzu. Einer plötzlichen Eingebung folgend griff Harry nach der kleinen Flasche und benetzte seine Hände mit dem Öl darinnen. Er rieb seine Hände um es zu erwärmen und legte sie dann um Dracos Erektion, die hart und fordernd aus dem Nest aus blonden Haaren abstand.

Draco zog einen scharfen Luftzug ein, momentan aus dem Rhythmus seiner Bewegungen gerissen. Harrys Hände glitten über ihn und machten ihm bereit und mit jedem Streicheln, jedem Ziehen, verlor Draco mehr die Fähigkeit zu denken.

„Harry", zischte er und zog seine Finger zurück. Augenblicklich wanderten auch die Hände des Gryffindors wieder zum Bettlaken und seine Beine spreizten sich weiter. Draco beugte Harrys Knie, so dass sie fast seine Schultern berührten und strich mit der Spitze seiner Erektion mehrmals über den nun leicht geweiteten Eingang. Harry erzitterte.

„Bitte... mehr!"

Diese so drängend gesprochenen Worte waten alles, was Draco gebraucht hatte. Mit einem Stoß glitt er in den Körper des Anderen und rang nach Luft, als die heiße Enge ihn wie eine Faust umschloss. Er zog sich ein Stück zurück und stieß erneut zu, nichts mehr merkend außer dieser Vollendung, die Harry war. Harry...

Erregung und Schmerz durchströmten Harry; der Schmerz verebbte allerdings schon bald und nur das Gefühl von völligem Ausgefülltsein blieb, welches ihn dazu brachte, seine Hände im Laken zu Fäusten zu ballen und nur noch dieses Band von Lava zu spüren, welches sich sein Rückgrat hoch und runter zog und sich in seinen Lenden sammelte. Seine Augen schlossen sich. Seine Hand fand zwischen seine Beine...

„Harry", zischte Draco und mit einem letzten, finalen Stoß kam er, einem Stoß, der Harrys Organ in seine Hand stieß und diesen ebenso heftig, fast brutal, kommen ließ. Sie erbebten, wieder und wieder, bis sie völlig leer waren und ineinander sanken. Sie atmeten beide heftig und entkräftet. Es waren jene phantastischen Sekunden nach dem Orgasmus, wenn das Adrenalin durch die Blutbahn jagt, jede Zelle füllt und das Herz so schnell schlägt, als wäre man einen Marathon gerannt. Wenn die Fingerspitzen kribbeln und es sich anfühlt, als ob Funken aus ihnen sprühen würden, wenn man es nur wollte. Dann, wenn man für wenige Sekunden glaubt, den Sinn des Lebens zu kennen.

Ihre Blicke trafen sich und für diese wenigen Sekunden war alles... perfekt...

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xxx

So, dann bis zum nächsten Mal.

Das zweifelnde Murren da hinten hab ich gehört!

Ich geb mir Mühe es diesmal schneller zu machen. Ich hab sogar schon 4 Seiten. Jaja, ich weiß, den Satz kennt ihr schon. Ich klemm mich dahinter!