Disclaimer: Ich besitze keine Rechte an den Büchern und Geschichten J.R.R. Tolkiens oder seinen Charakteren. Ebenso wenig verdiene ich Geld mit dieser Geschichte. Mir geht es alleine um den Spaß am Schreiben. Die Charaktere und Orte die ihr nicht in Tolkiens Werken findet sind meiner Phantasie entsprungen.

Kapitel 14: Hochzeit!

Sein Kopf schmerzte, als würden kleine Nadeln immer wieder hineingestoßen werden. Wie lange war er schon hier? Wie lange war er schon in diesem dunklen Raum ohne auch nur einen Sonnenstrahl? Er hatte es vergessen. Er hatte es einfach vergessen. Nach drei Monaten hatte er aufgehört zu rechnen. Es hatte doch sowieso keinen Sinn gehabt. Niemand hatte nach ihm gesucht, niemand hatte ihn vermisst. Bestimmt dachte jeder, dass er tot sei. Tot? Ja. So fühlte er sich auch. Innerlich und körperlich tot. Das Einzige, was er noch wahrnahm, war sein langsamer Atem, der immer wieder die trockene, stinkende Luft einsog und die Dunkelheit um ihn herum, die ihn noch nicht einmal seine Hände erkennen ließ. Wie sehr hatte er sich früher nach dem Sonnenlicht gesehnt, nach den Wäldern in denen als Kind herumgetollt war. Nun konnte er sich noch nicht einmal an die Farbe der Bäume erinnern. Er hatte es mit der Zeit vergessen. Es war nicht mehr wichtig gewesen. Aber was war noch wichtig? War noch wichtig für ihn?

„Muinthel.1" flüsterte er.

Das war das Einzige, was ihm wirklich noch wichtig war. Hatte sie überlebt? Wenn ja, wo war sie? Wie ging es ihr? Oft hatte er versucht sie sich vorzustellen, als eine junge Frau, die sie inzwischen sein musste. Sollte er es wirklich noch einmal wagen? Sollte er wirklich noch einmal versuchen zu fliehen? Fliehen aus dieser Dunkelheit? Langsam versuchte er aufzustehen, da bemerkte er wieder seit Jahren die Maske auf seinem Gesicht. Wie in Zeitlupe begann er sie abzutasten. Warum trug er sie? Konnte er sich denn wenigstens daran erinnern? Ja. Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz. Man hatte sie ihm angelegt, um seine Magie im Zaum zu halten. Am Anfang hatte er sich furchtbar schwach gefühlt, doch mit der Zeit hatte er sich daran gewöhnt. Mit wackeligen Beinen trat er einige Schritte voran, bis er die hölzerne Tür wieder unter seinen Fingern fühlte. Ja. Er würde es noch einmal versuchen. Nur noch einmal.

Schnell bewegte sich Maewagor durch die steinernen Gänge. Er kannte sein Ziel und er musste sehr schnell dort ankommen. Es ging um das Leben von Vielen, soviel war sicher. Mit einem Ruck, riss er die schweren Flügeltüren auf und stand ihm großen Thronsaal. Legolas, Aragorn, Gimli, Gandalf und Faramir sahen auf, als der Elb hereinstürzte.

„Sie kommen." sagte Maewagor an die kleine Gruppe gewandt.

Aragorn erhob sich mit ernster Miene, während Gimli seine Axt zückte und Legolas Maewagor besorgt anblickte. Gandalfs Gesicht war nicht zu deuten. Man hätte es als eine Mischung aus Besorgnis und Ernsthaftigkeit bezeichnen können. Nun war es also endlich soweit. Thranduil und sein Gefolge war gekommen.

„Ich gehe zu ihnen." sagte Legolas entschlossen und wollte aus dem Saal stürmen, Aragorn hielt ihn jedoch zurück.

„Überstürztes Handeln bringt uns jetzt auch nicht weiter mein Freund. Wenn du alleine reitest, würden sie dich wahrscheinlich für einen der Unsrigen halten und dich töten."

„Ich werde nicht dabei zusehen, wie mein Vater deine Stadt zerstört und unschuldige Menschen tötet!"

„Ich weiß Legolas. Wir reiten alle gemeinsam und klären dieses Missverständnis ein für alle Mal auf."

Alle eilten aus der Halle, schwangen sich auf ihre Pferde und ritten hinunter zum Tor, dass sofort für sie geöffnet wurde. Ihr erster Blick war auf die riesige Armee von Elben gerichtet, an dessen Spitze König Thranduil ritt. Als er Aragorn erkannte, umspielte ein hässliches Lächeln seine Mundwinkel.

„Ah. Elessar oder sollte ich euch KÖNIG Aragorn nennen?" fragte er provozierend, wobei er das Wort König ziemlich höhnisch aussprach.

„Nennt mich wie es euch beliebt Thranduil." antwortete Aragorn höflich.

„Wie könnt ihr es wagen! Erst nehmt ihr mir meinen Sohn und dann ... ."

„Beruhigt euch ada!2" rief Legolas und ritt hinter den anderen hervor.

Thranduil fiel beinahe alles aus dem Gesicht, als er seinen Sohn erkannte.

„Legolas? Es ist tatsächlich mein Sohn."

„So ist es ada. Nun ziehe wieder mit deinem Heer gen Norden in unsere Heimat. Wie du siehst, bin ich wohl auf. Bitte ada."

„Einverstanden. Ich werde gehen, aber du wirst mich begleiten. Deine Hochzeit duldet keinen Aufschub mehr."

Aragorn, Maewagor und Gimli fielen beinahe von ihren Pferden bei dieser Ansprache. Besonders Gimli hatte schwer mit dieser Information zu kämpfen.

„Was! Das Spitzohr soll heiraten?" rief er laut, worauf Thranduil ihm einen wütenden und hochnäsigen Blick zuwarf.

„Normalerweise würde ich mit einem ZWERG kein Wort wechseln, aber ja mein Sohn wird heiraten. Eine Elbe adligen Geblüts."

„Ada. Bitte. Wir sprachen doch bereits darüber." sagte Legolas.

„Du hast in dieser Sache nichts zu entscheiden Legolas. Du wirst mit mir nach Hause kommen und dich deinem Schicksal fügen."

Legolas wand seinen Blick zurück zur Stadt und erkannte mit seinen Elbenaugen ein junges Mädchen, dass gerade dabei war, Fechtübungen zu absolvieren. Es war eindeutig Elena. Legolas fühlte wieder dieses beklemmende Gefühl in seiner Brust, als er daran dachte, dass er Elena durch diese Hochzeit vielleicht nicht mehr wiedersehen würde. Wieder wand er sich seinem Vater zu.

„Ada. Ich werde dich begleiten, aber werde diese Elbe bestimmt nicht heiraten. Niemand kann mich dazu zwingen."

„Oh doch mein Sohn ich kann. Und ich werde. Wir brechen auf!" rief Thranduil den Elben zu und alle drehten sich um und marschierten davon. Auch Legolas trieb sein Pferd voran, blickte sich aber noch einmal nach seinen Freunden um, bevor er davon ritt. Gimli musste sich schütteln, um wieder klar denken zu können.

„Aragorn. Wir lassen ihn doch nicht in sein Unglück rennen, oder?"

„Was können wir tun gegen den Willen eines Elbenkönigs?" fragte Faramir und ritt neben Aragorn.

„Gar nichts. Aber ich werde es auch nicht zulassen, dass man Legolas zu dieser Hochzeit zwingt. Im Moment können wir für ihn nichts tun. Wir sollten zurückreiten." murmelte Aragorn immer noch auf den Horizont starrend, wo Legolas verschwunden war.

„Und tinu? Wie sollen wir es ihr erklären?" fragte Maewagor.

„Übernimm du das bitte. Ich glaube wir werden alle etwas Zeit brauchen, um das zu glauben."

Aragorn trieb sein Pferd an und ritt zurück zur Stadt. Die anderen folgten ihm lautlos.

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Langsam kam der Ork in den Raum gestapft und blickte seinen Meister an.

„Mein Gebieter. Die Elben haben sich zurückgezogen. Sie sind auf dem Weg in den Düsterwald."

Der Zauberer im weissen Gewand lächelte bösartig.

„Ist der Prinz dabei?"

„Ja mein Gebieter. Der Elbenprinz reitet mit ihnen."

„Gut. Sehr gut. Lauert ihnen auf und tötet sie. Nimm dir sämtliche Truppen die zur Verfügung stehen. Ich brauche den Prinzen. Aber lebend. Verstanden?"

„Ja mein Gebieter. Noch eins mein Herr. ER ist geflohen."

„WAS! Wie konnte das geschehen?"

„Er schlug die Wachen nieder und entkam über den Fluss."

„Ihr seid zu Nichts zu gebrauchen! Jetzt bewegt euch und bringt ihn zurück! Und bringt mir den Prinzen. Und wehe ihr führt auch diesen Befehl nicht aus!"

Der Ork verbeugte sich schnell und verschwand. Saruman sah zurück aus dem Fenster und lächelte.

„So. Du bist also entkommen Ninglor.3 Aber weit wirst du nicht kommen, dass verspreche ich dir!"

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Muinthel – Schwester

ada – Vater

Ninglor – Wassergold

So! Als Wiedergutmachung hier ein ganz schnell on gestelltes Chapi! Danke für den Review! Hoffe euch gefällt das Chapi!