Disclaimer: Ich besitze keine Rechte an den Büchern und Geschichten J.R.R. Tolkiens oder seinen Charakteren. Ebenso wenig verdiene ich Geld mit dieser Geschichte. Mir geht es alleine um den Spaß am Schreiben. Die Charaktere und Orte die ihr nicht in Tolkiens Werken findet sind meiner Phantasie entsprungen.

Kapitel 16: Was geht hier vor!

„Verdammt! Sie sind immer noch hinter uns her diese Fiecher." keuchte Elena, die immer noch den verwundeten Elben stützte.

„Lasst mich zurück. Ich bin für euch nur eine Last." sagte dieser und sah das Mädchen verzweifelt an.

„Kommt gar nicht in die Tüte!"

Seit Stunden liefen sie durch den Fangorn Wald ohne auch nur einen Weg hinaus zu finden, dazu kam noch, dass die Orks sie immer noch verfolgten. Elena konnte bald nicht mehr, sie war ganz außer Atem. Es wunderte sie schon, dass der verwundete Elb überhaupt solange durchhielt. Plötzlich surrte etwas durch die Luft und verfehlte Elena nur um Haaresbreite.

„Runter!" rief der Elb und riss Elena mit zu Boden.

Über ihnen, im Stamm einer dicken Borke, steckte eine riesige Axt.

„Verdammt so kann das nicht weitergehen."

„Aber wir können nichts gegen diese Bestien ausrichten." erwiderte der Elb.

Da war was Wahres dran. Sie, mit ihrer wenigen Kampferfahrung, konnte kaum etwas gegen die Orks ausrichten und der Elb war zu sehr erschöpft. Doch für langes Überlegen war es sowieso zu spät, denn plötzlich sprangen aus den Büschen um sie herum Orks hervor und kreisten sie ein. Elena und der Elb richteten sich auf und starrten die stinkenden Bestien an. Der Anführer lachte.

„Bist nicht sehr weit gekommen Ninglor. Mein Befehl lautet dich zurückzubringen und dich für dein Benehmen zu bestrafen."

„Niemals gehe ich zurück!"

„Mein Meister verlangt nach dir und wonach mein Meister verlangt, dass wird er auch bekommen."

Der Anführer wandte sich an die anderen Orks.

„Nehmt euch den Elben vor. Tötet den anderen!"

Sofort sprang ein Ork nach vorne und begaffte Elena.

„Bitte erlaube mir das Bürschchen zu töten. Sehr stark sieht es nicht aus."

„Von mir aus. Aber wehe du krümmst dem Elben auch nur ein Haar."

Der Ork sprang vor auf Elena zu und stieß sie harsch zu Boden. Die anderen Orks packten den Elben und drückten ihn zu Boden, sodass er vor dem Anführer kniete.

„Lasst ihn in Frieden!" rief Elena und boxte dem Ork über ihr in den Magen, dann folgten ein paar schnelle Tritte und der Ork ging besinnungslos zu Boden.

„Man. Der Karatekurs bei Herrn Schneider hat sich ja richtig gelohnt." meinte sie und sah zu den anderen Orks.

Der Anführer kochte vor Wut.

„Was machst du da, dummer Mensch! Ich werde dich aufspießen."

„Versuch's doch."

Zwar griff der Ork an, landete jedoch wie sein Artgenosse auf dem Boden. Der Elb staunte nicht schlecht.

„Woher könnt ihr das?"

„Schule und außerdem wollte ich so was immer schon mal machen."

Was Elena nicht bemerkte war, dass der Orkanführer sich wieder aufgerappelt hatte und nun versuchte sie von hinten niederzustrecken.

„Vorsicht!" rief der Elb und streckte seine Hand dem Ork entgegen. Noch bevor er Elena erreichen konnte, wurde er wie durch ein unsichtbares Kraftfeld zurückgeworfen. Auch den Orks, die den Elb festhielten, erging es nicht anders. Doch sofort waren andere zur Stelle und kreisten Elena und den Elb wieder ein.

„Wow. Woher könnt ihr solche Magie benutzen?"

„Ausbildung. Aber leider ist meine Macht durch diese Maske sehr begrenzt und es sind zu viele Gegner."

Der Orkführer sah nicht sehr begeistert aus und spuckte dem Elben vor die Füße.

„Meine Geduld ist am Ende. Egal was der Meister sagt. Ich bringe euch um!"

Doch noch bevor der Ork überhaupt zum Schlag ausholen konnte, sausten plötzlich Pfeile durch die Luft und töteten die Orks. Dieses Schauspiel wiederholte sich, bis kein Einziger mehr am Leben war. Verwirrt blickte Elena um sich und entdeckte drei Gestalten in moosgrünen Umhängen. Der Eine hatte seine Kapuze über den Kopf gezogen und so konnte man sein Gesicht nicht erkennen, aber die anderen Beiden erkannte Elena sofort.

„Elladan! Elrohir! Was macht ihr hier?"

„Das Selbe könnten wir dich fragen Elena. Wir sind unterwegs um Orks zu jagen. Ihr verdankt euer Leben einem Zufall." meinte Elladan und schaute zu dem Elben hinüber.

„Wir bringen euch besser zu meinem Vater. Der wird sich um eure Wunden kümmern."

„Gut. Ich wollte sowieso noch einmal mit Herrn Elrond sprechen." meinte Elena und folgte, zusammen mit dem Elben, den beiden Zwillingen. Die vermummte Gestalt bildete das Schlusslicht.

Einige Tage später waren sie in Bruchtal. Ninglor wurde zu Elrond gebracht und versorgt. Als Elena einen Tag später auf den Balkon trat, sah sie wieder diese vermummte Gestalt. Er stand nur ein paar Meter von ihr entfernt und starrte in die Ferne. Vorsichtig trat Elena näher.

„Entschuldigt, aber ich wollte mich noch einmal für die Hilfe bedanken."

„Ich war froh euch helfen zu können. Ihr müsst euch nicht bedanken."

„Sagt, haben wir uns nicht schon mal getroffen. Sie kommen mir bekannt vor."

„Ihr müsst euch irren. Ich war vorher noch nie in dieser Gegend gewesen. Aber sagt, was wolltet ihr überhaupt dort im Fangorn Wald?"

„Ich... na ja. Das klingt wahrscheinlich jetzt total verrückt, aber ich habe dort diesen Elben gesucht."

„Ihr meint euren Begleiter?"

„Ja. Ich sah im Traum, dass er Hilfe brauchte. Aber das hört sich wahrscheinlich ziemlich komisch an."

„Nein. Tut es nicht. In dieser Welt sind manchmal Kräfte am Werk, die man nicht verstehen kann."

„Wie wahr. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich hier jemanden kennen lerne, den ich liebe."

Der Fremde stutzte.

„Den ihr liebt?"

„Ja. Es ist verrückt. Ich kenne diesen Mann vielleicht jetzt erst seit ein paar Wochen, aber irgendwie... .Ach ich weiß auch nicht! Es ist so ein komisches Gefühl. Seitdem er weg ist, kann ich kaum noch schlafen und esse auch kaum etwas. Und das alles nur, weil sein Vater meinte ihn verheiraten zu müssen."

„Ist er ein Mensch?"

„Nein. Er ist ein Elb. Sein Name ist Legolas."

„Hm. Ich bin mir sicher, dass er auch an euch denkt, egal wo er ist."

„Woher wollt ihr das wissen?"

„Ich kenne ihn und ich weiß, dass sein Herz bestimmt bei euch ist."

„Schluss jetzt mit dem Versteckspiel! Ich kenne euch doch! Sag mir endlich euern Namen oder nehmt wenigstens diese Kapuze ab."

Der Fremde wand sich zu Elena um. Erst jetzt fiel Elena auf, dass er lange blonde Haare hatte.

„Euer Wunsch sei mir Befehl."

Langsam packte er den Saum seiner Kapuze und zog sie sich vom Kopf. Elena schrak zurück. Sie konnte nicht glauben, wen sie da vor sich hatte.

„IHR!"

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Hallo! Danke an alle die mir treu geblieben sind. Ich hoffe das Chapi gefällt euch!