Richard war zum Glück in seinem Büro, so dass sie ungestört mit ihm Reden konnte. Sie hatte es noch keinem im Krankenhaus erzählt.
Addison klopfte an die Tür des Büros. Als sie von Innen ein leises Herein hörte, öffnete sie die Tür einen Spalt und trat ein.
„Richard?"
„Addison. Was kann ich für dich tun?"
„Ich muss dich um was bitten. Ich weiß, du hast mir erst vor ein paar Wochen frei gegeben aber ich würde gerne den Rest des Tages frei haben." Sie konnte bereits in seinem Gesicht erkennen, dass er nicht sehr erfreut war.
„Addi. Ich kann dir nicht andauernd wegen irgendwelcher privaten Probleme frei geben." Die Härte in seiner Stimme erschrak sie.
„Richard..." Sie fühlte einen stechenden Schmerz im Bauch. Da sie immer noch stand beugte sie sich nach vorn und stützte sich auf einen der Stühle die vor dem Schreibtisch standen.
Richard sah dass es Addison nicht gut ging. Er war sofort an ihrer Seite und leitete sie zu einem der Stühle, wo Addison sich endlich setzen konnte. Er sah sie besorgt an.
„Addi was ist los?" Er hielt ihre linke Hand, die rechte hatte sie auf ihren Bauch gedrückt.
„Ich bin schwanger, Richard."
„Wie weit bist du schon?"
„10. Woche."
„Ist es...?"
„Ja, es ist Dereks Kind. Aber sag ihm nichts davon."
„Aber..."
„Richard bitte."
„Gut. Ich sehe ja, dass es dir nicht gut geht. Du kriegst natürlich den Rest des Tages frei. Hast du noch OP's?"
„Ja. Noch zwei. Ich kann aber heute wirklich nicht mehr."
Richard sah seiner Lieblingsärztin an, dass sie am Ende ihrer Kräfte war.
„Ich werde Miranda fragen, ob sie für dich einspringen kann."
„Danke. Aber sag ihr bitte nichts davon."
„Gut."
Richard half ihr hoch.
„Schaffst du es es allein nach Hause?"
„Ja, es geht schon wieder."
„Dann ruh dich aus und komm erst wieder wenn es dir besser geht."
Addison wusste die Besorgnis des Chiefs zu schätzen. Sie zog sich um und mache sich dann auf den Weg zum Lift um nach unten zu fahren.
Sie wollte jetzt nur noch so schnell wie möglich zurück in ihr Hotelzimmer und sich hinlegen. Als Addison den Lift erreichte waren dessen Türen gerade wieder dabei sich zu schließen. Addison hielt sie mit der Hand auf und zwängte sich hinein.
Im Lift befanden sich nur zwei Personen. Mark und Derek. Das hat mir gerade noch gefehlt an diesem Tag.
„Hallo Addison"
„Mark"
„Du bist ja noch gar nicht umgezogen, ich dachte du hast in ner halben Stunden eine OP"
„Die wurde abgesagt"
„Tatsächlich?"
„Ja, Mark. Worauf willst du hinaus?"
„Gar nichts."
Addison stellte sich an die Wand vor die beiden, so dass sie keinen ansehen musste.
Plötzlich gab es einen Ruck und der Lift hielt an.
„Auch das noch"
„Na, toll"
„Tja, Addison und Derek, da müssen wir drei wohl noch ein bisschen mehr Zeit miteinander verbringen."
„Du bist so witzig Mark"
„Ja, Derek, im Gegensatz zu dir sag ich wenigstens überhaupt was und versuche nicht meine Ex Frau zu ignorieren. Aber das konntest du ja immer schon am Besten"
„Das geht dich ja wohl gar nichts an"
„Könnt ihr endlich mal mit diesem Kinderkram aufhören."
Addison konnte es nicht mehr ertragen. Hier mit den beide im Lift festzustecken, war schon schlimm genug, aber sich auch noch das Gestreite anhören, wobei es komischerweise wieder mal um sie ging, konnte sie jetzt nicht haben.
„Das ist also der Dank dafür das ich mich auf deine Seite stelle?"
„Ich brauche niemanden auf meiner Seite, Mark."
„Genau Mark, sie braucht nämlich niemanden."
„Derek, deine blöden Sprüche brauch ich auch nicht."
Addison spührte wieder wir ihr schwindelig wurde und versuchte sich gegen die Wand zu lehnen. Sie wollte nicht das Mark und Derek sahen dass es ihr nicht gut ging.
Nach einiger Zeit nahm der Schwindel wieder ab. Doch dann spürte sie einen stechenden Schmerz im Unterleib der diesmal viel intensiver war als schon vorher.
„Oh Gott. Ahhhh." Addison beugte sich nach vorn und hielt sich den Bauch.
