Black Sil: Die Erklärung dazu findest du in einer A/N ich glaub in Kap 3. Danke für dein Lob
Minnilein: Das mit der Einführung kommt ganz gut hin. Immerhin hab ich bis jetzt weder Sev noch Harry verkuppelt, noch ist klein Voldi aus dem Weg geräumt. Wenn alles so abläuft wie ich mir das vorstelle wird diese Geschichte hoffentlich die 100 000 Wörtermarke sprengen…
An all die anderen die reviewed haben: vielen Dank. Es sind nur wieder so viele (nicht das ich mich beschweren würde) das ich nicht jeden Namen abtippe.
Viel Spass beim lesen, das nächste ist schon in Arbeit.
In neuem Glanz
Es war Nachmittag als Harry seine Baumhütten wieder verließ. Er hatte die letzten Stunden damit verbracht sich Gedanken darüber zu machen was nun passieren sollte. Einige Dinge hatte er schon lange ändern wollen, darunter die dreckigen Kissenbezüge die die Hauselfen trugen. Als Angestellte Hogwarts sollten sie ordendliche Kleidung besitzen. Bloß wie sollte er sie davon überzeugen?
Etwas anderes waren die Lehrer, er würde einmal ganz kräftig ausmisten müssen. Ob es nun Binns, Trelauni oder die nichtsnutzigen VgddK Lehrer waren, solche Leute hatten in Hogwarts nichts zu suchen. Dieses Schloss war einst dafür berühmt gewesen die beste Ausbildung zu bieten die es überhaupt gab, etwas was momentan wohl kaum der Fall war. Harry würde einige Stellen neu besetzen müssen, unter anderem auch die von Filch. Dieser war völlig unnütz im Schloss und wohl kaum glücklich damit von den Schülern verspottet zu werden. Man würde etwas besseres für ihn finden müssen.
Dann war da noch etwas worum er sich kümmern musste... Und genau dahin war er jetzt unterwegs.
Er kreiste in seiner Phoenixform ein mal über Snape und Draco, der ältere im klaren Wasser treibend und Draco am Ufer sitzend und verschwand dann in einem kleinen Sternenregen aus der Kammer. Wenige Augenblicke fand er sich in der Küche wieder und nahm seine Menschliche Form an. Sofort hatte er die Aufmerksamkeit der Hauselfen die ihn interresiert mussterten. "Seid bitte so nett und holt alle Hauselfen die in Hogwarts arbeiten in die große Halle, ich möchte mit euch etwas besprechen. Ich warte dort." Sagte er freundlich bevor er sich genauso wie er erschienen war zur Großen Halle aufmachte.
Wie er insgeheim vermutet hatte war er trotz seiner schnellen Phönixform langsamer gewesen als die Hauselfen. Diese warteten bereits, ca. 300 an der Zahl, gespannt, nervös oder andächtig zu ihm emporblickend. Er versuchte so unbedrohlich wie möglich zu wirken als er sprach. "Wie die meisten von euch bereits gespürt haben werden ist Dumbledor nicht länger der Schulleiter, er wurde von Hogwarts ersetzt und von mir aus dem Schloss verbannt." leises Wispern des Erstaunens und teils der Sorge war zu hören.
"Der Grund für seine Verbannung ist sehr einfach. Er wollte Professor Snape dem Ministerium ausliefern obwohl er wusste das diese ihn ermorden würden." Die Augen vieler wurden weit. Und Harry wusste das sie seine Entscheidung verstehen würden. Wenn diese Hauselfen eines waren, dann beschützend gegenüber den Insassen der Schule. "Als neuer Schulleiter habe ich einige Änderungen vor. Und dazu werde ich eure Hilfe brauchen." Alle Augen waren nun interessiert auf ihn gerichtet.
"Hogwarts war einst ein strahlendes Schloss, das nicht nur Macht ausstrahlte sondern auch ruhe und Geborgenheit. Die Macht ist auch heute noch da, aber das Schloss ist nun dunkel, kalt und an Manchen Orten auch bedrohlich." Viele Nickten. "Ich möchte das ändern. Doch selbst mit der Magie der Erde würde es mich Wochen kosten bis ich das gesammte Schloss verändert hätte. Dafür brauche ich euch. Wenn ihr euch über ganz Hogwarts verteilt und ich meine Magie gleichzeitig über euch leite können wir es in wenigen Stunden schaffen. Für euch wäre es keine Gefahr, keine Sorge. Wärt ihr dazu bereit?" Kurz herrschte Schweigen dann nickten eine nach der anderen. Harry lächelte. "Danke. Lasst mich erklären wie es ablaufen wird..."
Knapp zehn Minuten später kniete Harry in der großen Halle und verfolgte im Geiste wie sich die letzten Hauselfen auf ihre Positionen begaben. Hogwarts hatte ihn angewiesen wo er seine Helfer postieren sollte. Und auch jetzt führte sie ihn als er seine Magie Stück für Stück mit den Elfen verband und an die verschiedenen Orte im Schloss fließen ließ.
In den Gemeinschaftsräumen und Lehrerquartieren standen deren Insassen verblüfft neben den Hauselfen die ohne gerufen geworden zu sein erschienen waren, und beobachteten mistrauisch was da vor sich ging. Die Wesen standen, mit ihren Händen eine der Wände berührend und mit konzentrierten Gesichtern da, die Bewohner völlig ignorierend.
Minuten vergingen ohne das etwas geschah.
Dann, überall im Schloss gleichzeitig, fingen die Mauern an zu leuchten und sich zu verändern. Aus dem dunklen Stein wurden weiße und beigefarbene, ebene Wände. Die Böden verloren ebenfalls ihr dunkles Steinkleid und wandelten sich zu fast Honigfarbenen Holzböden. Die kleinen Fenster wichen und wurden durch große, teils auf Balkone führende, ersetzt. Die Einrichtung passte sich den jeweiligen Räumen an. In Griffindor waren es buchefarbene Möbel mit sanften roten Stoffen, Ravenclaw wurde in weißem Holz und blauen Tönen gestalltet, Slytherin war in Ebenholz und warmes grün getaucht und Hufflepuff in Eiche und kräftiges Gelb. Die Quartiere der Lehrer gestalteten sich nach deren Geschmack was die Insassen mit Bewunderung zu Kenntnis nahmen.
Was die Bewohner nicht sehen konnten waren die verwinkelten Gänge und Treppen des Schlosses. Dort verschoben sich die Gemäuer, verschlossen Fallen und Sackgassen, schufen neue, kurze und helle Wege zu Klassen- und Wohnräumen. Auch hier veränderten sich die Mauern und Böden. Gänge wurden breit und hell, Treppen hatten nun ihre festen Plätze. Die Hallen die sich mehrere Stockwerke hoch erstreckten wurden nicht länger nur von Kerzenlicht erhellt. Wie in der Kammer des Schreckens schwirrten Lichtkugeln unter den Kuppeln und erleuchteten die nun aus weißem Marmor bestehenden Wände. Wie durch Geisterhand erschienen Läufer in hellen Pastelfarben auf den Böden. Und zum Schreck der Gemälde, Rüstungen und Wandteppiche wurden diese in neue buchene Rahmen gezaubert, die Farben erneuert und polliert. Auch hier vergrößerten sich Fenster und Türen, wurden hell und warm.
Schließlich veränderte sich auch die Fassade. Hätte jemand vor dem Schloss gestanden hätte er beobachten können wie Balkone und Fenster erschienen und sich der dunkle Stein in hellen wandelte. Die Dächer deckten sich neu, die Zäune und Wege um das Schloss wurden erneuert und mit Bänken bestückt.
Hagrid, in seiner Hütte am Rand des Verbotenen Waldes, erschrak furchtbar als sich die zugigen Mauern seiner Behausung in ordenteliche Wände verwandelten und sich der Raum sowohl in Höhe als auch in der Fläche um einiges vergrößerte. Als schließlich zwei neue Türen erschienen, ein Teil seiner Einrichtung verschwand oder sich veränderte konnte er nicht anders als stumm zu staunen. Fang hingegen sah aus dem Fenster und sah so was seinem Herren verborgen blieb.
Der kleine Stall der sich an die einstige Hütte, nun Haus, angeschlossen hatten verschwand und an dessen Stelle erschienen geräumige Stallungen, ausgelegt auf die verschiedensten magischen und nichtmagischen Wesen, die hier nun Schutz und Pflege suchen konnten.
Dann war es plötzlich ruhig.
Als würde jedes Leben den Atem anhalten und gespannt auf etwas warten.
Harry, noch immer in tiefer Trance in der Großen Halle knieend, atmete schwer. Schweißperlen liefen über sein gespanntes Gesicht. Das Zittern seiner Glieder zeugte von seiner Erschöpfung. Doch er konnte jetzt nicht aufhören, nur noch eine Sache und das Schloss wäre perfekt. Es war nun hell, einladend und mächtig; doch das Leben fehlte noch...
Mit dem letzten Rest seiner Kraft beschwor er die Erde erneut und ein mächtiges Schaudern ging durch das Schloss. Während Harry bewusstlos auf dem Boden zusammensackte floß seine Magie noch einmal durch das Schloss und vollendete sein Werk.
Wie bereits in der Kammer des Schreckens fingen Pflanzen an sich um Säulen und manchen Wänden empor zu ranken, sich um Geländer zu schlingen. Überall in den Gängen und Hallen fing es an zu blühen. Und schließlich erschienen auch hier farbenfrohe Insekten, Vögel und allerlei Tiere die in den Pflanzen ihr neues zuhause fanden. Davon merkten die Bewohner allerdings nichts. Die Gemeinschaftsräume und Wohnungen der Lehrer wurden nur an manchen Stellen von Pflanzen bewachsen und von den Tieren komplett gemieden um die Zauberer nicht zu stören.
In der Kammer des Schreckens hatte Severus gespannt der Magie gelauscht und Draco berichtet was im Schloss über ihnen vor sich ging. Dieser hatte ungläubig zugehört und konnte kaum erwarten es mit eigenen Augen zu sehen. Doch gleichzeitig machte sich Sorge in ihm breit. Wie würde Harry nach dieser Anstrengung gehen?
Nachdem die Magie entgültig verstummt war, tastete sich Severus im Geiste durch das Schloss und konnte nicht anders als staunen über das was sein Schüler dort geleistet hatte. Eine Kleinigkeit wollte er allerdings noch hinzufügen. Sich auf die Magie des Wassers Konzentrierend bat er Hogwarts ihm die kleine Veränderungen zu gewähren. Und als sie ihre Zustimmung gab fing er an schmale Bäche durch das Schloss laufen zu lassen. Manche nur 5 cm breit in Rillen an den Rändern der Gänge verlaufend, andere in den hohen Hallen waren fast einen Meter breit und erschufen kleine Wasserfälle an unbenutzen Wänden die in kleine Teiche am Boden mündeten. So, ohne die Wesen hier im Schloss zu stören, wurden Stück für Stück alle Pflanzen mit Wasser versorgt und an vielen Stellen bot sich nun ein wundervoller Anblick.
Severus seufzte. Er, als magisches Wesen, hatte es wesentlich leichter als Harry und hatte wesentlich geringere Veränderungen vorgenommen; und doch war er erschöpft. Wie mochte es da Harry erst gehen?
Er hatte dem Jungen wenigstens etwas helfen können. Dadurch das die Pflanzen nun mit Wasser versorgt wurden würde es Harry wesentlich weniger Energie kosten sie am Leben zu erhalten.
In diesem Moment erschien in einem Funkenregen Fawks, in seinem Griff einen bewustlosen Harry, den er nun vorsichtig auf das weiche Moos hinabließ. Nach einem strengen Blick auf Severus verschwand er auch schon wieder und überließ es den beiden Slytherins den übereifrigen Schulleiter wieder auf die Beine zu bekommen.
tbc
