Vergeben ist Göttlich, Irren ist menschlich - Teil 3

Hary hatte keine Ahnung, was er jetzt machen sollte. Es war nur noch wichtig weg zu kommen. Weg von ihr, der Wohnung und allem anderen. Er rannte die Straße hinunter ohne auf irgendwen zu achten. Dabei rempelte er Zauberer und Hexen an, die ihm dafür am liebsten einen Fluch auf den Hals hetzten wollten, doch das interessierte ihn nicht. Seine Gedanken überschlugen sich. Er bekamm Seitenstechen. An irgendeiner Gasse blieb er stehen. So wie es aussah, war es die Nokturn-Gasse. Genau der richtige Ort für seine Stimmung. Dunkel und bedrückend. Harry setzte sich auf den Gehweg, angelehnt an einem Laden, der in seinem Fenster Augenpaare im Glas als Angebot hatte.

Was mach ich jetzt? Sie hat mich wirklich betrogen. Wie konnte sie das nur tun? Was hat sie sich dabei gedacht? Liebt sie mich nicht mehr? Wie lange geht das wohl schon?

In seinen innerlichen Gedanken spielten sich jede Art von Emotionen wieder, die es gab. Er fühlte sich alleine, gebrochen, verletzt, wütend und vorallem enttäuscht. Das größte Problem war vorsert jedoch, wo soll er jetzt hin?

Hermine war in Panik. Das konnte alles nicht wahr sein. Sie apparierte zu Freunden, Bekannten, Verwandten und die Schule. Niemand hatte Harry gesehen oder von ihm gehört. Die Verzweiflung und die Tränen waren deutlich in ihr Gesicht geschrieben. Sie wusste nicht weiter.

-19.07 Uhr- Sie hatte alles vergesseb. Das Treffen mit Ron war nicht mehr wichtig gewesen.

Vielleicht ist er ja zu Hause?!

Hermine betete. Doch ihr inneres sagte ihr, dass er nicht da sein würde. So war es auch. Aber zu ihrer Überraschung stand Ron an der Eingangstür.

"Hermine, das ist ziemlich unverschämt mmich sitzen zu lassen und nicht mal was zu sagen."

"Ron,..."

Erst jetzt sah er ihre Tränen.

"Was ist passiert? Ist alles in Ordnung?"

Hermine fiel in seine Arme.

"Nicht´s ist in Ordnung. Harry ist weg."

Ron schloss sie in seine Arme und versuchte zu verstehen.

"Wie verschwunden? Was ist denn passiert?"

Hermine schloss die Tür auf und sie gingen in die Wohnung. Kein Harry. Sie setzten sich ins Wohnzimmer und Hermine begann zu erzählen was passiert war.

"Er hat also diese Kandemo gefunden und ist gegangen?"

"Kondome... und ja."

"Und was ist da so schlimm dran, an den Kondomen?"

"Ron, das sind Verhütungsmittel. Sowas benutzen wir nicht."

"Ok, dann kannich verstehen, warum er gegangen ist."

Hermine fing erneut an zu weinen.

"So war das nicht gemeint Hermine. Aber sag mal, wozu hast du diese Dinger gebraucht?"

"Ich brauche die nicht. Die habe ich geschenkt bekommen, von meiner Mutter. Schon vor langer Zeit. Noch bevor Hary und ich zusammen kamen."

"Und warum hast du sie dann noch in der Tasche, wenn du sie nicht brauchst?"

"Ich habe nicht gewusst, dass sie noch da sind, ok? Ich habe viele Taschen und sehe nicht jeden Tag in diese."

Ron stand auf und ging in die Küche um ihnen was zu trinkken zu holen. Auf dem Küchentisch lag ein Zettel. Er erkannte Harry´s Schrift und nahm den Zettel mit zu Hermine. Er hielt ihr das Papier vor den Körper.

"Der lag auf dem Küchtisch. Er ist vermutlich von Harry und gelesen habe ich ihn nicht."

Hermine nahm den Zettel in die Hand und begann leise vor sich hin zu lesen.

Liebe Hermine,

ich weiß nicht, wie es dazu kommen konnte und ich will nicht mehr drüber nachdenken. Anscheinend liebe ich dich mehr, als du mich. Ich habe keine Ahnung was schlimmer ist, nicht geliebt zu werden oder betrogen zu werden.

Je mehr ich darüber nachdenke, destomehr steigt die Wut in mir hoch. Auf dich, auf Ron, auf alles was mit euch zu tun hat.

Es raubt mir die Kraft, zu wissen das ich dich liebe, aber dich nie wieder in meinem Leben ertragen kann und auch nicht werde. Euch beide.

Das ist alles so hinterhältig von dir. Ich habe dir alles gegeben. Aber jetzt sei beruhigt...du bist mich los. Ihr habt freie Bahn. Geniesst eure Zeit.

Harry

Hermine lies den Zettel fallen. Sie weinte bitterlich und stürzte ins Schlafzimmer. Sie riss den Kleiderschrank auf. All seine Kleidung war weg. Ebenso im Badezimmr und der Kommode.

"Hermine?" Ron stand hinter ihr.

"Er...er ist...ist weg...ausgezogen."

So das war´s erstmal wieder, danke für´s lesen. Und ja, es wird ein Happy End geben.